{"id":13621,"date":"2012-06-22T16:41:49","date_gmt":"2012-06-22T14:41:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621"},"modified":"2012-06-22T16:41:55","modified_gmt":"2012-06-22T14:41:55","slug":"hinweise-des-tages-ii-65","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h01\">Thomas Fricke &ndash; Entsendet Merkel nach Athen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h02\">Fabian Fritzsche &ndash; Schlu&szlig; mit dem Moralisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h03\">Eilantrag in Karlsruhe &ndash; Linke will ESM und Fiskalpakt stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h05\">Europas Million&auml;re gut geschu&#776;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h06\">Lagarde ruft EZB zum Kauf von Staatsanleihen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h07\">Leserzuschrift zu unserem Hinweis #1 von heute morgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h08\">Sven Giegold: Steueroase Zypern beantragt EU Finanzhilfen &ndash; Unsere Gegenforderungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h09\">Gro&szlig;britannien: Mathematik der Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h10\">Ungarn &ndash; Brigade zur &ldquo;Sch&ouml;neren Zukunft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h11\">Nur die wenigsten Azubis werden unbefristet &uuml;bernommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h12\">Bonanza f&uuml;r Miethaie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h13\">Verdammt hoher Preis &ndash; Billigmode und die Selbstmordrate bei indischen Arbeiterinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h14\">Europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik: Das verspielte Grundrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621#h15\">Eine Ballade voller Ungereimtheiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13621&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Entsendet Merkel nach Athen<\/strong><br>\nDie Kanzlerin pocht auf einen harten Sparkurs in den L&auml;ndern, in denen sie nicht gew&auml;hlt werden muss. Es w&auml;re f&uuml;r alle besser, wir w&uuml;rden sie gleich zum Regieren r&uuml;berschicken.<br>\nDas Image sitzt: Unsere Kanzlerin ist die eiserne Lady, eine unbeugsame Kanzlerin des harten Sparens, der schmerzhaften Vorgaben und Reformen. Und das Tolle ist, dass sie wohl die Erste ist, die trotzdem beim Volk beliebt ist. Zumindest beim eigenen.<br>\nDenn der harte Kurs, den Angela Merkel empfiehlt, wird ja nicht hier und von ihr, sondern anderswo und von anderen umgesetzt. Und die m&uuml;ssen sich daf&uuml;r bei den eigenen und nicht bei Merkels W&auml;hlern verantworten. Hier k&ouml;nnte im Kern sogar das Drama dieser Tage liegen. Immerhin gibt es ja Erfahrungswerte, die vermuten lassen, dass unsere Kanzlerin selbst eine andere Politik machen w&uuml;rde &ndash; wenn es im eigenen Land nach zwei Jahren Krisenpolitik doppelt so viele Arbeitslose g&auml;be.<br>\nDann w&auml;re es, um die Euro-Krisen-Spirale endlich zu stoppen, vielleicht das Beste, wir w&uuml;rden mal einen &Auml;mtertausch machen und Merkel f&uuml;r ein Jahr nach Griechenland schicken. Versprochen, liebe Griechen, ihr d&uuml;rft sie auch zur&uuml;ckgeben. Wahrscheinlich w&uuml;rde es euch danach aber besser gehen. Und uns auch. [&hellip;]<br>\nWahrscheinlich d&uuml;rfte Kanzlerin Merkelopoulos nach einem &Auml;mtertausch in atemberaubendem Tempo alles daran setzen, das griechische Austerit&auml;tspaket aufzuschn&uuml;ren, in Br&uuml;ssel eine Streckung der Abbaupl&auml;ne zu erwirken, die Rettungsschirme aufzustocken und vielleicht sogar eine Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r alte hellenische Hotels einzuf&uuml;hren. Was sie nach aller Erfahrung sogar durchbek&auml;me, wenn man zum Ma&szlig;stab nimmt, wie viele Typen sie bei uns schon, sagen wir, &uuml;berzeugt hat. Die Frau ist darin ziemlich gut.<br>\nVielleicht w&auml;re Frau Merkelopoulos nach ein paar Monaten in Athen auch ziemlich genervt von den Deutschen, die st&auml;ndig jammern, wie viel sie als deutsche Steuerzahler an die Griechen zahlen. Zumindest, wenn sie beim griechischen Finanzminister mal nachfragt und dann feststellen muss, dass der deutsche Kollege bislang ja nur Kredite vergeben (und nichts verschenkt) hat, die er sich auch noch ordentlich verzinsen l&auml;sst. Weshalb der griechische Steuerzahler dreistellige Millionenbetr&auml;ge nach Deutschland geschickt hat, nicht umgekehrt. Da w&uuml;rden Sie Frau Merkelopoulos aber mal kennenlernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/06\/22\/die-kolumne-entsendet-merkel-nach-athen\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche &ndash; Schlu&szlig; mit dem Moralisieren<\/strong><br>\nVolkswirtschaftslehre und Moralphilosophie scheinen sehr eng miteinander verwoben zu sein. Adam Smith, der oft als Begr&uuml;nder der &Ouml;konomik gilt, war von Haus aus Moralphilosoph ebenso wie viele andere klassische &Ouml;konomen. Im Deutschen kommt die N&auml;he z.B. auch in der etymologischen Verwandtschaft von &bdquo;Schulden&ldquo; und &bdquo;Schuld&ldquo; zum Ausdruck. Obwohl die heutigen Volkswirte ihr Fach eher im Bereich der exakten Naturwissenschaften ansiedeln, h&auml;lt diese Verbindung bis heute und offenbar nicht nur in der akademischen Lehre, sondern auch in der breiten Bev&ouml;lkerung. Seit Beginn der Krise wird diese Verbindung wieder sehr deutlich: Der Begriff Schuldens&uuml;nder f&uuml;hrt bei einer Google-Suche zu 146.000Treffern. Ganze Volkswirtschaften werden also zu S&uuml;ndern deklariert, die nun bestraft werden m&uuml;ssen bzw. denen aktuell die gerechte Strafe in Form von Rezession und Massenarbeitslosigkeit zuteilwird.<br>\nDiese Vorstellung ist jedoch aus vielerlei Gr&uuml;nden abzulehnen. Der Begriff Schuld setzt mindestens ein aktives  Handeln voraus, welches dann negative Konsequenzen f&uuml;r andere hatte und eigentlich m&uuml;ssen diese negativen Konsequenzen f&uuml;r andere zumindest fahrl&auml;ssig in Kauf genommen werden. Doch die spanischen Jungendlichen, die nun zu 50% arbeitslos sind, haben weder Hypotheken aufgenommen noch zu hohe L&ouml;hne verlangt und erhalten. Die sind also nicht &bdquo;schuld&ldquo;, indem sie zumindest irgendwie an der Entstehung der Krise beteiligt waren. Aber auch spanische H&auml;uslebauer haben sicherlich nicht boshaft zu viele Schulden gemacht, um damit jemandem zu schaden, sondern sind nat&uuml;rlich von der Tragf&auml;higkeit der Hypothekenlast ausgegangen. Das gleiche kann auch von den spanischen Banken gesagt werden, die nun sicherlich lieber nicht auf einem Berg fauler Kredite sitzen w&uuml;rden.  Bei den H&auml;uslebauern sowie den Banken k&ouml;nnte man die Schuld m&ouml;glicherweise in Gier (nach Wohneigentum und Zinsen) und schlicht Blau&auml;ugigkeit sehen und somit eine gewisse Fahrl&auml;ssigkeit hinsichtlich der Konsequenzen f&uuml;r andere unterstellen. Dem Hypothekenschuldner w&auml;re demnach durchaus bewusst gewesen, dass er den Kredit m&ouml;glicherweise nicht bedienen kann und dem Banker, dass der Kredit m&ouml;glicherweise ausf&auml;llt, aber dieses Risiko wurde akzeptiert.  Doch selbst wenn man so eine moralische Schuld konstruieren m&ouml;chte, ist eine Bestrafung f&uuml;r ein solches lediglich moralisches Vergehen nicht sinnvoll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/06\/21\/fabian-fritzsche-schlus-mit-dem-moralisieren\/\">FTD WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eilantrag in Karlsruhe &ndash; Linke will ESM und Fiskalpakt stoppen<\/strong><br>\nDie Linksfraktion im Bundestag will nach eigenem Bekunden die Ratifizierung des dauerhaften Euro-Rettungsschirmes ESM und des EU-Fiskalpaktes durch das Bundesverfassungsgericht stoppen lassen. Nach der geplanten Abstimmung in Bundestag und Bundesrat am 29. Juni solle ein Eilantrag in Karlsruhe gestellt werden, sagte der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Neskovic. Der Fiskalpakt greife in das Budgetrecht des Parlamentes ein: &ldquo;Die deutsche Politik darf nicht fremdbestimmt werden&rdquo;, sagte Neskovic. Die Souver&auml;nit&auml;t d&uuml;rfe nicht delegiert werden.<br>\nDie Gegner des Fiskalpakts argumentieren, die Vertr&auml;ge griffen massiv in die Budgethoheit des Parlamentes ein. Bundestags-Experten hatten darauf verwiesen, dass sich Deutschland mit dem Fiskalpakt f&uuml;r die Ewigkeit binde. Eine einseitige K&uuml;ndigung sei nicht m&ouml;glich.<br>\nAuch die fr&uuml;here SPD-Justizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin, deren Verfassungsklage gegen den Fiskalpakt sich schon mehr als 12.000 B&uuml;rger angeschlossen haben, will das Gericht demnach um eine einstweilige Anordnung ersuchen.<br>\nZwischen den &uuml;brigen Oppositionsparteien und der Regierung zeichnet sich indes eine deutliche Ann&auml;herung ab. Beide Seiten seien einer &ldquo;Einigung sehr nahe gekommen&rdquo;, sagte CDU-Haushaltsexperte Norbert Barthle am Mittwochabend. Zwar gebe es in dem gemeinsam ausgearbeiteten Papier zum Fiskalpakt noch &ldquo;einige offene Punkte&rdquo;, er sei aber sehr zuversichtlich, dass diese am Donnerstag ausger&auml;umt werden k&ouml;nnten, sagte Barthle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eilantrag-in-karlsruhe-linke-will-esm-und-fiskalpakt-stoppen-1.1389016\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer sich der Verfassungsbeschwerde von &bdquo;Mehr Demokratie&ldquo; anschlie&szlig;en m&ouml;chte, siehe <a href=\"http:\/\/www.verfassungsbeschwerde.eu\/index.php\">hier<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pest oder Cholera? Griechenland nach der Wahl<\/strong><br>\nDie Griechen haben am Sonntag ein neues Parlament gew&auml;hlt. Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit. Denn Griechenland braucht in der Schuldenkrise nichts so dringend wie eine stabile Regierung, und die hatte es nach der eigentlichen Wahl im Mai nicht gegeben. Jetzt k&ouml;nnte es anders kommen. Doch der Druck auf Griechenland bleibt in jedem Fall massiv. Die Griechen m&uuml;ssen sich entscheiden: Wollen sie ernsthaft und schmerzhaft sparen und den Euro behalten &ndash; oder zur&uuml;ck zur Drachme? Und wie gehen die Euro-Staaten damit um? Jetzt, wo auch Spanien ein Euro-Sorgenkind geworden ist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/funkhausgespraeche\/s\/d\/21.06.2012-20.05\/b\/pest-oder-cholera-griechenland-nach-der-wahl.html\">WDR5 Funkhausgespr&auml;che<\/a><\/li>\n<li><strong>Greece Gets Government, Germany Relieved<\/strong><br>\n[&hellip;] There&rsquo;s always a sense of let-down after an election: all those promises, all those fantasies and fears giving way overnight to hard reality. The Greek vote on Sunday came with more than its share of dramatic expectations. Athens was crawling with foreign hacks waiting for &ldquo;drachmageddon,&rdquo; if Syriza should win and scrap the bailout memorandum. The German Financial Times published a piece in Greek telling voters to &ldquo;resist the demagoguery of Alexis Tsipras and Syriza&rdquo; as if they were the Luftwaffe dropping leaflets on occupied Athens; Die Bild followed suit in a more demotic vein: &ldquo;If you didn&rsquo;t want our billions, it would be fine with us if you voted for any leftist or rightist clown you liked.&rdquo; Meanwhile, Alexis Tsipras was promising a new dawn of dignity and hope, change and renewal, liberty for Europe&rsquo;s peoples, free gifts with every purchase. And New Democracy&rsquo;s Antonis Samaras&mdash;who has twisted 180 degrees with the political wind on the bailout agreement, and whose party is co-responsible for the state of Greece&rsquo;s finances and up to its eyes in corruption&mdash;was playing the national savior, warning of disaster if the &ldquo;drachma lobby&rdquo; should triumph.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/blogs\/maria-margaronis\">The Nation<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europas Million&auml;re gut geschu&#776;tzt<\/strong><br>\nJeder zweite Million&auml;r auf diesem Globus kommt aus den USA, Deutschland und Japan. Der Club der Million&auml;re ist 2011 zwar nicht gr&ouml;&szlig;er geworden. In den angels&auml;chsischen L&auml;ndern, Australien oder Indien hat er sogar Mitglieder verloren. Aber er wird dem Global Wealth Report 2012 zufolge Multikulti: In China, Brasilien und Russland w&auml;chst die Zahl der Million&auml;re weiter &ndash; und in Deutschland. 2011 wuchs die deutsche Sektion um 27.300 auf 951.200 Million&auml;re, nur 38.100 weniger als in den vier BRIC-Staaten zusammen.<br>\nNun ist der Global Wealth Report von Capgemini kein Verteilungsbericht. Er dient der Anlageberatung. Die H&ouml;he der Verm&ouml;gen wird nach Weltregionen ausgewiesen. Motto: Wohin ist das Kapital, das scheue Reh, geflu&#776;chtet. Im letzten Jahr wurde nur im Mittleren Osten &ndash; dank steigender &Ouml;lpreise &ndash; Geld angeh&auml;uft, weltweit verloren die Million&auml;re 1,7 % ihres Verm&ouml;gens.<br>\nErstaunlicherweise stand das kriselnde Europa neben der asiatisch-pazifischen Region mit gleichfalls 1,1 % Verm&ouml;gensverlust noch gut da. Europas Million&auml;rsclub ist dabei sogar um 1,1 % gr&ouml;&szlig;er geworden. Wie das? Offensichtlich haben sich die Rettungseins&auml;tze von Merkel &amp; Co. hier gelohnt. Ein Gro&szlig;teil der Milliardenpakete landet ja nicht bei den Griechen, sondern bei den Banken und ihren Anlegern, den Million&auml;ren. Trotzdem hat die Krise der Eurozone die Anleger im letzten Jahr verunsichert. Jetzt stellen ihre Berater unangenehme Fragen: Wie gehen Austerit&auml;tspolitik und Wachstum zusammen? Viele Investoren blieben &bdquo;an der Seitenlinie&ldquo; und warteten auf klare Signale, dass die Eurozone den politischen Willen hat, L&ouml;sungen fu&#776;r die Gesundung der Volkswirtschaften der Krisenl&auml;nder zu erarbeiten. Ihr Problem: Selbst bisher sichere Geldanlagen wie die Staatsanleihen stabiler L&auml;nder werden nicht mehr als sicherer Hafen angesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/23_2012_klartext_europas_millionre_gut_geschuetzt.pdf\">DGB klartext [PDF &ndash; 131 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lagarde ruft EZB zum Kauf von Staatsanleihen auf<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds hat die Europ&auml;ische Zentralbank zu einem aktiveren Eingreifen in die Euro-Schuldenkrise aufgefordert. Kurzfristig sei eine &ldquo;kreative, innovative Geldpolitik&rdquo; notwendig, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag nach Beratungen mit den Euro-Finanzministern in Luxemburg. Dazu geh&ouml;re nicht nur eine Zinssenkung, sondern auch der erneute Einsatz unkonventioneller Instrumente. Die Zentralbank k&ouml;nne beispielsweise ihr Anleihekaufprogramm wieder auflegen oder den Banken erneut massive Liquidit&auml;tsspritzen verabreichen.<br>\nIn seinem neuesten Bericht zur Lage in der Euro-Zone stellt der IWF einen langen Katalog an Empfehlungen auf. So pl&auml;diert er f&uuml;r eine Lockerung der Defizitkriterien: Auf kurze Sicht k&ouml;nne die Krise am besten bek&auml;mpft werden, wenn sich die Mitgliedsstaaten bei der Haushaltskonsolidierung Ziele f&uuml;r die konjunkturbereinigten Defizite setzten statt f&uuml;r das Gesamtdefizit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:iwf-rat-in-der-euro-krise-lagarde-ruft-ezb-zum-kauf-von-staatsanleihen-auf\/70053218.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Leserzuschrift zu unserem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13610#h01\">Hinweis #1<\/a> von heute morgen<\/strong><br>\nunsere Leserin M.A. schreibt uns: So sehr Eure Anmerkung nat&uuml;rlich  zutrifft, ist es f&uuml;r mich unertr&auml;glich, den Nationalbankchef Nowotny in einem so guten Licht dargestellt zu wissen. Er war im letzten Jahr einer der prominentesten und einflussreichsten Bef&uuml;rworter der Einf&uuml;hrung der Schuldenbremse in &Ouml;sterreich und ein starker Bef&uuml;rworter der angeblichen &bdquo;Spar&ldquo;programme in &Ouml;sterreich und vor allem in den s&uuml;dlichen L&auml;ndern. Sein Einfluss auf Bundeskanzler Faymann und die sozialdemokratische F&uuml;hrungsspitze ist ob seiner Funktion sehr hoch. Wenn Herr Nowotny nun offensichtlich (in einer nicht-&ouml;sterreichischen Zeitung) seine Meinung wieder einmal ge&auml;ndert hat, ist das zwar l&ouml;blich (oder heuchlerisch?), sollte ihn aber nicht von seiner Mitverantwortung f&uuml;r die desastr&ouml;se Politik der &ouml;sterreichischen Regierung und leider auch der &ouml;sterreichischen Sozialdemokratie freiversprechen. Anbei ein paar Links zur Untermauerung der Positionierung des Nationalbankchefs:<br>\nNowotny sieht <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/economist\/735007\/Nowotny-sieht-keine-Alternative-zum-Sparen\">keine Alternative zum Sparen<\/a> OeNB-Gouverneur Nowotny: Wichtig, im <a href=\"http:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20111123_OTS0366\/oenb-gouverneur-nowotny-wichtig-im-eigenen-haus-ordnung-zu-halten-finanzausschuss-diskutiert-schuldenbremse-und-eurobonds\">eigenen Haus Ordnung zu halten<\/a>.<br>\nDie Herabstufung ist f&uuml;r Nowotny aber auch eine Warnung. Nowotny erkl&auml;rt, je mehr Schulden &Ouml;sterreich habe, desto abh&auml;ngiger sei es von den Ratingagenturen. Deswegen solle &Ouml;sterreich seine Staatsschulden via Schuldenbremse begrenzen, einen <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/artikel\/295408\">anderen Weg gebe es nicht<\/a>.<br>\nJetzt gelte es, das entsprechende Verfassungsgesetz m&ouml;glichst rasch zu verabschieden, mahnte Nowotny alle Parteien zur Eile. Dies werde dazu beitragen, das Vertrauen der Finanzm&auml;rkte zu sichern und mittelfristig wieder fiskalische Flexibilit&auml;t zu gewinnen. Weiters forderte er zus&auml;tzlich zur Schuldenbremse &ldquo;strukturelle Reformen&rdquo; ein, die z&uuml;gig in Angriff genommen werden m&uuml;ssten, um den Staatshaushalt zu <a href=\"http:\/\/www.news.at\/articles\/1146\/11\/311947\/staatsschulden-sparkurs\">sanieren und das Wirtschaftswachstum zu st&auml;rken<\/a>.<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sven Giegold: Steueroase Zypern beantragt EU Finanzhilfen &ndash; Unsere Gegenforderungen<\/strong><br>\nEs ist durchgesickert, dass die Zypern Hilfe f&uuml;r seinen Bankensektor beantragen wird.<br>\nBevor diese gew&auml;hrt wird, m&ouml;chte ich die zypriotische Regierung dazu auffordern, gegen die Geldw&auml;sche von vor allem russischem Schwarzgeld in Zypern vorzugehen und die Steueroase zu schlie&szlig;en. Letzteres bedeutet, dass der K&ouml;rperschaftssteuersatz angehoben werden und das internationale Konzernsteuerrecht ge&auml;ndert werden muss.<br>\nFolgende Ma&szlig;nahmen machen Zypern als Steueroase so attraktiv:\n<ul>\n<li>Holdinggesellschaften sind steuerfrei, auch wenn die Voraussetzungen der Mutter-Tochter-Richtlinie nicht gegeben sind. Die Richtlinie sieht vor, dass innerhalb der EU keine Dividendenbesteuerung an der Quelle, also in dem Land in dem die Dividenden ausgesch&uuml;ttet werden, vorgenommen wird, sofern die Muttergesellschaft im anderen Land mindestens 10% der Anteile der Tochter h&auml;lt. Au&szlig;erdem muss die Gesellschaftsform der Tochter in der Richtlinie als akzeptiert gelistet sein.<\/li>\n<li>Die Aussch&uuml;ttungen der Holdings an Steuerausl&auml;nder unterliegen keiner Besteuerung in Zypern. Das Land erhebt keine Quellensteuern auf Dividenden und das generell nicht (also weder im Doppelbesteuerungsabkommens- (DBA) noch im Nicht-DBA-Fall). Daher kann Zypern als Steuerausfalloase genutzt werden. Von dort ist es besonders einfach Gewinne aus der EU heraus zu verlagern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im deutschen Fall kommt hinzu, dass das deutsche Au&szlig;ensteuerrecht (Hinzurechungsbesteuerung) trotz des geringen oder Null-Steuersatzes nicht greift. Zwar liegen die Bedingungen vor, aber das EU-Recht bricht das deutsche Au&szlig;ensteuerrecht. Somit kommt es nicht zur Anwendung. Das bedeutet, dass es m&ouml;glich ist, in Deutschland erwirtschaftete Gewinne unversteuert &uuml;ber Zypern aus der EU zu verlagern und sie dadurch dem Zugriff durch den Fiskus entzieht. Das Ergebnis ist Steuervermeidung.<br>\nWeiterhin kann man in Zypern sehr leicht Trusts (Stiftungen) und Gesellschaften gr&uuml;nden, die sehr intransparent sind, wobei die Trusts in Zypern selbst auch keinerlei Besteuerung unterliegen. Der Vorteil gegen&uuml;ber einer Gesellschaft in einem Offshore-Staat ist, dass die zypriotische Limited (entspricht einer deutschen GmbH) in der EU voll anerkannt ist und man daher mit ihr auch Gesch&auml;fte in anderen EU-Staaten vornehmen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2012\/zypern-beantragt-eu-finanzhilfen-unsere-gegenforderungen\/\">Sven Giegold<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Mathematik der Armut<\/strong><br>\nSeit drei Jahren lebt Gro&szlig;britannien in einem Strudel aus Sparsamkeit, Lohnstopp, Gehaltsk&uuml;rzungen, Reduzierungen von Sozialzusch&uuml;ssen und Renten. Anders als in vielen anderen L&auml;ndern haben die Briten diesen Sparkurs lange geduldig hingenommen. Doch die Wirtschaft stagniert in der Euro-Krise, die Not w&auml;chst und der Konsens br&ouml;ckelt. &bdquo;Immer mehr Menschen mit niedrigen Einkommen schaffen es nicht mehr bis zum Zahltag am Ende der Woche&ldquo;, berichtet Chris Mould, Chef des Trussel Trust, der in England 170 sogenannte &bdquo;Food Banks&ldquo; betreibt. Die Zahl von Armenk&uuml;chen und Lebensmittelausgaben hat sich verdoppelt. Jede Woche gibt es irgendwo eine neue Organisation, meist von Freiwilligen, die &uuml;bersch&uuml;ssige Nahrungsmittel von Superm&auml;rkten und Herstellern einsammeln und als Lebensmittelpakete an Bed&uuml;rftige verteilen. Mould stellt auch fest, dass immer mehr Jugendliche kommen &ndash; seit die Regierung 2011 eine Erziehungsbeihilfe f&uuml;r &uuml;ber 16-J&auml;hrige gestrichen hat.<br>\nNun hat eine neue Debatte &uuml;ber Armut begonnen. Und darum, wie Armut gemessen und definiert wird und was sie in einer wachstumsschwachen Sparsamkeitsgesellschaft bedeutet, wie sie immer mehr zur Realit&auml;t in ganz Europa wird. Der Grund f&uuml;r die Debatte ist nicht nur soziale Not, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die schwindenden Zukunftshoffnungen der Jugend &ndash; sondern eine mathematische Kuriosit&auml;t. Obwohl immer mehr Menschen weniger Geld haben, ist die offizielle Armutsquote im letzten Jahr gesunken. Arm ist, wer weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verf&uuml;gung hat. Da die Durchschnittseinkommen im letzten Jahr um 3,1 Prozent gesunken sind &ndash; der gr&ouml;&szlig;te R&uuml;ckgang in 30 Jahren &ndash; ist die Zahl der &bdquo;relativ Armen&ldquo; kleiner geworden. Wenn alle &auml;rmer werden, gibt es weniger Arme.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/mathematik-der-armut\/6771358.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/society\/2012\/jun\/18\/working-britons-one-push-from-penury?INTCMP=SRCH\">Millions of working families one push from penury, Guardian research finds &ndash; The Guardian<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Pupil hunger: nearly half of teachers have taken food in for their pupils<\/strong><br>\nHere are the honest and sobering responses by teachers to the Guardian&rsquo;s pupil hunger survey:<br>\nSome 83 per cent of respondents said they see evidence of hunger in the mornings at their school and 55 per cent believe they have seen an increase in hunger over the past two years with a mere two per cent countering that idea, saying it had decreased.<br>\nWe asked for suggestions of what the underlying reasons for this increase in hunger &ndash; some 62 per cent cited general poverty while 59 per cent said it was down to the cost of living. Benefits cuts were pinpointed by some (41 per cent) while 58 per cent blamed family health or social skills.<br>\nNearly half of the teachers who answered the survey (49 per cent) said they had taken in food for their pupils and 78 per cent said the solution was to offer free school meals in the same way as the Free School Meals (FSM) scheme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/teacher-network\/teacher-blog\/2012\/jun\/19\/pupil-hunger-survey-result?INTCMP=SRCH\">The Guardian<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ungarn &ndash; Brigade zur &ldquo;Sch&ouml;neren Zukunft&rdquo;<\/strong><br>\nStiefvater Staat: Besch&auml;ftigungsprogramme in Ungarn degradieren B&uuml;rger zu Untertanen<br>\nDie Besch&auml;ftigungspolitik der Orb&aacute;n-Regierung spiegelt besonders eindr&uuml;cklich ihr st&auml;ndisches Gesellschaftsverst&auml;ndnis, ihr inhumanes Menschenbild sowie ihre fehlende Wirtschaftskompetenz. In keinem anderen Bereich hat diese Regierung bisher so gr&uuml;ndlich versagt wie in diesem. Die Mittel f&uuml;r das Pseudowirtschaftsprogramm werden nun nochmals deutlich erh&ouml;ht, die Zahl der &ldquo;Besch&auml;ftigten&rdquo; wird auf eine Viertelmillion erh&ouml;ht, die Umsetzung bleibt Sache der Kommunen, was alles noch viel schlimmer macht. [&hellip;]<br>\nWer die K&ouml;zmunka, die &ldquo;gemeinn&uuml;tzige&rdquo; Arbeit verweigert oder das Programm unentschuldigt abbricht, verliert 3 Jahre den Anspruch auf jegliche staatliche Zahlung (Sozialhilfe im Monat um die 90 EUR). Oft ist der Betroffene jedoch vom Gutd&uuml;nken seines Aufsehers und des Dorfnotars abh&auml;ngig, was als &ldquo;entschuldigt&rdquo; gewertet wird und was nicht. Wer bis zu 40 Stunden in der Woche den Anordnungen folgt, darf mit einer Aufstockung seiner Sozialhilfe um rund 70 EUR pro Monat rechnen. Auch die Arbeit fern des Wohnortes, samt &Uuml;bernachtung im Wohncontainer, muss der Delinquent gegebenenfalls in Kauf nehmen, Familie hin oder her. Daf&uuml;r gibt es au&szlig;er dem Fahrgeld keine zus&auml;tzlichen Entsch&auml;digungenVolkswirtschaftlich dient das Programm lediglich der Ruhigstellung der Unterschicht und der Sch&ouml;nung der Arbeitsmarktstatistik, deren leichte Verbesserung fast ausschlie&szlig;lich auf diesen sozio-&ouml;konomischen Selbstbetrug zur&uuml;ckf&uuml;hrbar ist. Die K&ouml;zmunka hat zudem noch den erfreulichen Effekt, dass das Wahlvolk nickend am Stra&szlig;enrand steht und sieht, dass die Regierung bei den &ldquo;cig&aacute;nyok&rdquo; endlich durchgreift. Nicht, dass es da nicht wirklich viel zu tun g&auml;be, aber diese Regierung macht nur einen neuen Deckel auf einen alten Topf, der Druck darunter steigt aber weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pesterlloyd.net\/html\/1225kozmunka.html\">Pester Lloyd<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nur die wenigsten Azubis werden unbefristet &uuml;bernommen<\/strong><br>\nTrotz der insgesamt guten Arbeitsmarktlage in Deutschland sind die Berufsperspektiven f&uuml;r viele junge Leute immer noch wenig ermutigend. Nach einem Bericht der &bdquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&ldquo; haben nur 17 Prozent der Lehrlinge im letzten Ausbildungsjahr eine Zusage f&uuml;r eine unbefristete Anstellung in ihren Betrieben. Das Blatt beruft sich dabei auf eine aktuelle Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) unter jungen Auszubildenden in sechs gro&szlig;en Fl&auml;chenl&auml;ndern. Demnach werden insgesamt 43 Prozent der Lehrlinge von ihren Ausbildungsbetrieben &uuml;bernommen, zum Teil allerdings nur f&uuml;r bis zu sechs Monate. F&uuml;r jeden vierten Lehrling steht bereits fest, dass er sich nach der Ausbildung einen anderen Arbeitgeber suchen muss. Weitere 32 Prozent haben noch keine Information dar&uuml;ber, wie es mit ihnen weiter geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/aufmacher\/berliner_buero\/art182516,4338502\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bonanza f&uuml;r Miethaie<\/strong><br>\nWie Immobilieninvestoren in Berlin h&ouml;here Renditen als Bernard Madoff erzielen<br>\nBerlin erlebt derzeit in einigen Bezirken drastische Mietsteigerungen von bis zu 20 Prozent pro Jahr. Das l&auml;sst sich den Statistiken einschl&auml;giger Immobilienanbieter im Internet entnehmen. Im noch vor kurzen als Problemkiez gebrandmarkten Neuk&ouml;lln beispielweise ist die Durchschnittsmiete im Vergleich zum 1. Quartal 2011 um 16 Prozent gestiegen. Bei neuen Vertr&auml;gen steigt die Kaltmiete oft schlagartig um 50 Prozent, nicht selten wird sie sogar verdoppelt. Ein vom B&uuml;ndnis Mietenstopp in Umlauf gebrachtes Video zeigt einen Immobilienberater, der seinem Publikum erkl&auml;rt, wie man die Miete einer Neuk&ouml;llner Wohnung in k&uuml;rzester Zeit von 450 auf 850 Euro steigern und damit eine Eigenkapitalrendite von 23 Prozent erwirtschaften kann. Das habe, so der Redner, nicht einmal der gr&ouml;&szlig;te Finanzbetr&uuml;ger der Geschichte, Bernie Madoff, bieten k&ouml;nnen.<br>\nDer Berliner Wohnungsmarkt ist zu einem Eldorado f&uuml;r Renditej&auml;ger geworden, und der Senat aus SPD und CDU schaut unt&auml;tig zu. Dabei h&auml;tte er die M&ouml;glichkeit einzugreifen. W&uuml;rde der Senat einen Wohnungsnotstand erkl&auml;ren, dann d&uuml;rften die Preise f&uuml;r Neuvermietungen die Oberwerte des Mietspiegels nicht &uuml;berschreiten. Obwohl der Mietspiegel selbst stark ansteigt &ndash; nicht zuletzt weil er Mietvertr&auml;ge, die l&auml;nger als 4 Jahre laufen, nicht ber&uuml;cksichtigt &ndash;, k&ouml;nnten damit doch einige der gegenw&auml;rtigen Exzesse einged&auml;mmt werden. Doch der Senat verweist auf leerstehenden Wohnraum &ndash; in den Plattenbausiedlungen von Hohensch&ouml;nhausen und Marzahn. Klaus Wowereit begr&uuml;&szlig;t die steigenden Mieten sogar. Im November erkl&auml;rte er der Berliner Morgenpost: &bdquo;Man muss sich entscheiden, ob man das niedrige Niveau halten oder die Stadt nach vorne bringen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/236\">Kontext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verdammt hoher Preis &ndash; Billigmode und die Selbstmordrate bei indischen Arbeiterinnen<\/strong><br>\nMode soll billig sein &ndash; das wollen die Verbraucher, das verlangen die Modefirmen und deshalb lassen sich die Hersteller in den Billiglohnl&auml;ndern offenbar immer neue Methoden einfallen, um den Preis zu dr&uuml;cken. Dabei wird die Spirale der Ausbeutung von jungen Frauen, die in indischen Webereien, Spinnereien und N&auml;hereien arbeiten, immer weiter gedreht. Ein Billiglohn-Rezept hei&szlig;t &bdquo;Sumangali&ldquo;: Damit verkaufen Familien ihre oft minderj&auml;hrigen T&ouml;chter f&uuml;r viele Jahre an eine Fabrik, wo sie wie Leibeigene gehalten werden. F&uuml;r einige von ihnen ist ihr Leben so unertr&auml;glich, dass sie ihm selber ein Ende gesetzt haben. Es geht um Firmen, die auch deutsche Modehersteller beliefern. Dabei werben diese deutschen Firmen damit, nur mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die sich an ihre Leitlinien, die Codes of Conducts, halten und Ausbeutung wie etwa das Sumangali-Prinzip untersagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\/sendungen\/2012\/0621\/indien.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik: Das verspielte Grundrecht<\/strong><br>\nHier verspielt Europa nicht sein Geld. Hier verspielt es die fast noch wichtigere W&auml;hrung, auf der die Einheit des Kontinents einst gr&uuml;nden sollte: den Anspruch auf Freiheit und gleiche Rechte f&uuml;r alle. Deutschland, wie gesagt, vorneweg. Dem Urteil, das die Regierung &uuml;ber demokratische Mindestanforderungen in der Finanzkrise belehren musste, folgte am Mittwoch die Verhandlung &uuml;ber das &bdquo;Asylbewerberleistungsgesetz&ldquo;. Es wird, wenn die Eindr&uuml;cke aus der Verhandlung nicht tr&uuml;gen, wieder das h&ouml;chste Gericht sein, das eine humanit&auml;re Mindestanforderung verteidigt: dass auch Fl&uuml;chtlinge das Recht besitzen, wenigstens mit minimaler Existenzsicherung ausgestattet zu werden statt mit einem seit 20 Jahren nicht erh&ouml;hten Taschengeld. Es wird ein Karlsruher Urteil sein, das klarmacht: Wer Freiheit, Solidarit&auml;t und Gerechtigkeit zu Grundwerten erkl&auml;rt wie Angela Merkel, der l&uuml;gt, wenn er (oder sie) das Gegenteil praktiziert. Das tut Angela Merkel, in Deutschland und erst recht in Europa. Gestern berichteten die Agenturen nicht nur vom Karlsruher Asylverfahren. Sie berichteten auch davon, dass im Mittelmeer die Sommer-Saison des Fl&uuml;chtlingssterbens l&auml;uft: Mindestens sieben Menschen wurden nach dem Untergang eines Bootes vor der italienischen K&uuml;ste vermisst. Europa nimmt das Massensterben vor seinen Grenzen &ndash; im Jahre 2011 mehr als 1 500 Ertrunkene oder Verdurstete &ndash; achselzuckend zur Kenntnis, wenn &uuml;berhaupt.<br>\nDie &bdquo;Fl&uuml;chtlingsbek&auml;mpfung&ldquo;, von der unsere Kanzlerin schon einmal in einem vielsagenden Lapsus sprach, wurde dabei immer mehr an die EU-Au&szlig;engrenzen verlagert, ausgerechnet in die s&uuml;dlichen Krisenl&auml;nder. Wer es bis an die Mittelmeerk&uuml;ste schafft, wird im Staat seiner Ankunft interniert. Ausgerechnet Griechenland hat seine Aufgaben hier vorbildlich erf&uuml;llt: Hunderttausende hausen dort unter oft menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen &ndash; das Geld ist bekanntlich knapp! &ndash; in Lagern. Den anderen Europ&auml;ern gef&auml;llt das so gut, dass sie jetzt EU-weit die Inhaftierung erleichtern wollen. Sp&auml;testens seit Deutschland sein Asylrecht bis zur Unkenntlichkeit einschr&auml;nkte, hat keine Regierung und keine EU-Kommission versucht, den einzigen dauerhaft erfolgversprechenden Weg zu gehen. Die Alternative zur Abschottung liegt nicht in einer v&ouml;lligen &Ouml;ffnung der Grenzen, wie gern unterstellt wird. Sie liegt einerseits in der Einhaltung der humanit&auml;ren Mindeststandards in einem immer noch reichen Kontinent, der nur einen Bruchteil aller Fl&uuml;chtlinge beherbergt. Sie liegt andererseits in der Bek&auml;mpfung der Fluchtursachen, an der es immer noch mangelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-das-verspielte-grundrecht,1472602,16434960,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wir m&uuml;ssen uns eben darauf einstellen, dass Europa nicht wie das Modell -Land Kanada in Sachen Migration und Fl&uuml;chtlingen von den meisten Krisenherden der Welt nur relativ schwer und kostspielig zu erreichen ist. In Sachen Integrationspolitik selbst k&ouml;nnen wir allerdings von Kanada lernen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Eine Ballade voller Ungereimtheiten<\/strong><br>\nNeue Spuren deuten auf die Verwicklung der Geheimdienste in rechten Terror.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dasdossier.de\/presseschau\/macht\/sicherheit\/eine-ballade-voller-ungereimtheiten\">Das Dossier<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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