{"id":13645,"date":"2012-06-25T09:00:44","date_gmt":"2012-06-25T07:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645"},"modified":"2012-06-25T09:00:44","modified_gmt":"2012-06-25T07:00:44","slug":"hinweise-des-tages-1660","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h01\">Colin Crouch &ndash; &ldquo;F&uuml;r M&auml;rkte ist Demokratie komfortabel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h02\">Fiskalpakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h03\">Kassenm&auml;&szlig;ige Steuereinnahmen nach Steuerarten in den Kalenderjahren 2010 &ndash; 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h04\">Steueroasen &ndash; Gefahr f&uuml;r die Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h05\">Eurobonds kaufen wir sofort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h06\">Transformationskongress<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h07\">Altersdiskriminierung &ndash; In Deutschland allt&auml;glich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h08\">Erste Klage nach Entlassungen bei Damp-Kliniken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h09\">DGB legt neues Konzept zur Sicherung der Rente vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h10\">Bundesregierung: Alterssicherung ist zukunftsfest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h11\">Mappus, die Bankermarionette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h12\">Oskar Negt &ndash; &ldquo;Die Risse des Systems aufdecken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h13\">Asylrecht: Fl&uuml;chtlinge als Verbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h14\">Hochschulrektorenkonferenz kritisiert Akkreditierungssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h15\">Bildungsbericht 2012: Hochschulen als Ausbildungseinrichtung immer wichtiger!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h16\">Hannes Wader: &ldquo;Ich bin im Grunde meines Charakters ein aggressiver Mensch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645#h17\">Zu guter Letzt: Bild-Zeitung zieht Truppen f&uuml;r Invasion Griechenlands zusammen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13645&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Colin Crouch &ndash; &ldquo;F&uuml;r M&auml;rkte ist Demokratie komfortabel&rdquo;<\/strong><br>\nDer Soziologe Colin Crouch &uuml;ber das komplizierte Verh&auml;ltnis von Kapitalismus und B&uuml;rgermacht [&hellip;]<br>\nIn den jetzigen Demokratien d&uuml;rfen die B&uuml;rger w&auml;hlen, aber was sie damit beeinflussen k&ouml;nnen, ist begrenzt. Die Politiker, die sie w&auml;hlen, d&uuml;rfen die Finanzm&auml;rkte nicht zu arg ver&auml;rgern, sonst droht eine schlimme Krise. Im Grunde akzeptieren B&uuml;rger und Politiker bis jetzt diese Spielregel. Und deshalb ist Demokratie f&uuml;r Finanzmarktakteure eine komfortable Sache. Es gibt keine Unruhen, keinen Milit&auml;rputsch. Das ist doch angenehm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2012%2F06%2F23%2Fa0041&amp;cHash=d51611fcc0\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fiskalpakt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine kurze Bewertung des deutschen &ldquo;Pakt f&uuml;r nachhaltiges Wachstum und Besch&auml;ftigung&rdquo;<\/strong><br>\nHier eine Bewertung des Verhandlungsergebnisses der Opposition mit der Bundesregierung zum Fiskalpakt durch die Mitarbeiter unserer Gr&uuml;nen Fraktion im Europaparlament f&uuml;r Haushalt Tom K&ouml;ller und f&uuml;r Europ&auml;ische Makro&ouml;konomie Francisco Padilla. [&hellip;]<br>\nZusammenfassend sind wir der Meinung, dass der deutsche Pakt aus gr&uuml;ner Sicht schwach ist und weit entfernt von dem, was n&ouml;tig ist, um sowohl kurz- als auch langfristig gegen die Krise zu k&auml;mpfen. Der Erfolg der vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen ist zweifelhaft und wenig relevant f&uuml;r die Operationalisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2012\/eine-kurze-bewertung-des-deutschen-pakt-fur-nachhaltiges-wachstum-und-beschaftigung\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ist wohl &bdquo;typisch gr&uuml;n&ldquo;. Man l&auml;sst ein Gutachten &uuml;ber den Fiskalpakt erstellen, das sich klar gegen den Fiskalpakt ausspricht, und stimmt dann in Bundestag und Bundesrat dennoch f&uuml;r den Fiskalpakt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Oberster Verfassungsrichter Vo&szlig;kuhle &ndash; Achtung, Aufpasser!<\/strong><br>\n[&hellip;] Bis zu drei Wochen wird das Gericht zur Pr&uuml;fung ansetzen. Die Kanzlerin hat die M&auml;rkte im Nacken, die auf Signale sensibel reagieren und nicht in den ruhigen Bahnen eines Verfassungstaates arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/verfassungsgericht-vosskuhle-will-mehr-zeit-fuer-euroklagen-a-840372.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.F.:<\/strong> Die M&auml;rkte sitzen also der Bundeskanzlerin, die &ldquo;die Richtlinien der Politik der Bundesregierung bestimmt&rdquo; und &ldquo;die faktisch der m&auml;chtigste deutsche Amttr&auml;ger&rdquo; ist (lt. Wikipedia&rdquo;) &ldquo;im Nacken und reagieren sensibel und ungehalten auf die Spielregeln des Verfassungsstaates&rdquo;.<br>\nUnd was will uns das nun sagen? Ist der Verfassungsstaat nicht mehr marktkonform und muss entsprechend &ldquo;reformiert&rdquo; werden? Will der Autor damit andeuten, wir w&uuml;rden mit der Tatsache, einen Verfassungsstaat zu haben, inzwischen &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse leben?<br>\nEine echte journalistische (oder besser suggestive) Glanzleistung!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>An der Verfassungskrise nur knapp vorbeigeschrammt<\/strong><br>\nDer vom Verfassungsgericht verlangte Aufschub, damit die Klagen ordentlich behandelt werden k&ouml;nnen und damit es den &ldquo;Fiskalpakt&rdquo; m&ouml;glicherweise vor der Unterschrift Gaucks als verfassungswidrig beurteilen kann, haben bei Regierung und der Formal-Opposition von GR&Uuml;NEN und SPD keine Freude ausgel&ouml;st. Zwar bestritt der Regierungssprecher, dass die Kanzlerin den Bundespr&auml;sidenten gebeten habe, er m&ouml;ge z&uuml;gig unterschreiben. Offenkundig haben die Karlsruher Richter auf ihrem Recht der Verfassungspr&uuml;fung sehr nachdr&uuml;cklich bestehen m&uuml;ssen. Die Republik schlitterte so grade noch an einer Verfassungskrise vorbei: Bundespr&auml;sident gegen Verfassungsgericht: Der Fall w&auml;re neu gewesen. Wer sich dran erinnert, dass Bundespr&auml;sident K&ouml;hler auch deshalb zur&uuml;ckgetreten ist, weil er von der Kanzlerin mit unziemlichen Hast zur Unterzeichnung des EFSF-Rettungsschirm-Gesetzes gedr&auml;ngt worden war, der wei&szlig; worum es erneut geht: Um noch mehr Bankenrettung und noch weniger Demokratie. Noch steht es 1 : 0 f&uuml;r die Banken. Ob das Gericht die erneute Niederlage des Parlaments , ob es seine Selbstentmachtung verhindern wird, ist ungewiss. Gewiss ist nur: L&auml;sst man die Parlamentsmehrheit weiter wursteln, ger&auml;t die Demokratie vor later Bankenrettung in Vergessenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/archiv\/index_1_600.html\">rationalgalerie<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kassenm&auml;&szlig;ige Steuereinnahmen nach Steuerarten in den Kalenderjahren 2010 &ndash; 2011<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Content\/DE\/Standardartikel\/Themen\/Steuern\/Steuerschaetzungen_und_Steuereinnahmen\/2012-05-29-steuereinnahmen-nach-steuerarten-2010-2011.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3\">Bundesfinanzministerium [PDF &ndash; 10 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Den gr&ouml;&szlig;ten Batzen bringt mit 190.033 Mrd. Euro mit rund einem Drittel der gesamten Steuereinnahmen in H&ouml;he von 573.352 Mrd. Euro im Jahre 2011 die Umsatzsteuer. An zweiter Stelle kommt mit 139.749 Mrd. Euro und einem knappen Viertel des Steueraufkommens die Lohnsteuer.<br>\nEs ist ja so, dass vor allem die kleinen und mittleren Einkommen den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihres Lohnes verkonsumieren. Das hei&szlig;t die Lohnbezieher tragen auch die Hauptlast an der Umsatzsteuer. Nimmt man noch die Versicherungssteuer, die Tabak-, die Kaffee-, die Branntwein-, die Alkopop-, die Schaumwein-, die KfZ-, die Lotterie und die Energie- und Stromsteuer hinzu, so sind dreiviertel der Steuereinnahmen Massensteuern die von der Masse der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger bezahlt werden.<br>\nDie Steuern auf Kapitaleinkommen und auf das Einkommen von Selbstst&auml;ndigen machen nur einen kleinen Bruchteil des gesamten Steueraufkommens aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steueroasen &ndash; Gefahr f&uuml;r die Weltwirtschaft<\/strong><br>\nAlternative Aufstellungen etwa der angesehenen Nicht-Regierungsorganisation &ldquo;Netzwerk Steuergerechtigkeit&rdquo; kommen auf einige Dutzend Steueroasen weltweit. Darunter sind Inselparadiese wie die Virgin Islands, Antigua oder die Bahamas, aber auch hochentwickelte Staaten wie die Schweiz, Israel oder Ungarn. Auch Deutschland mit seinem Finanzplatz Frankfurt wird kritisch erw&auml;hnt, der vielen Nicht-Deutschen allerhand Schlupfl&ouml;cher biete, und die USA tauchen allein schon wegen der Sonderregeln im Zwergstaat Delaware auf, in dem wegen g&uuml;nstiger Steuergesetze unz&auml;hlige US-Gro&szlig;konzerne ihren juristischen Sitz haben. Allgemein gelten unschlagbar g&uuml;nstige Steuerregeln als ein wichtiges Merkmal von Steueroasen. Oft kommen Ausl&auml;nder besser weg als Ortsans&auml;ssige. Hinzu kommen Intransparenz und Anonymit&auml;t, etwa in Form eines Bankgeheimnisses. Viele Steueroasen bieten auch anonymisierte Unternehmensgr&uuml;ndungen im Schnellverfahren an. Wichtig ist aber auch ein rechtlich-politisch sicheres Umfeld; wohl deshalb sind etwa viele britische &Uuml;berseebesitzungen so beliebt.<br>\nGenutzt werden Steueroasen von reichen Privatleuten, aber auch von Unternehmen, die dort Tochtergesellschaften gr&uuml;nden. Fortan werden Gewinne in die Steueroasen verlagert oder &uuml;ber interne Rechnungsketten Kosten in h&ouml;her besteuerte L&auml;nder verschoben, um dort Steuern zu sparen. Derlei Techniken bewegen sich regelm&auml;&szlig;ig mindestens am Rande der Legalit&auml;t; sie nachzuweisen, ist allerdings schwer &ndash; vor allem dann, wenn die jeweilige Steueroase nicht besonders auskunftsfreudig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/profit\/s\/d\/23.06.2012-18.05\/b\/steueroasen-gefahr-fuer-die-weltwirtschaft.html\">WDR 5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurobonds kaufen wir sofort<\/strong><br>\nZahlen muss Deutschland sowieso, sagt Investmentbanker Andrew Bosomworth. Es gibt nur die Wahl zwischen &ldquo;guten&rdquo; und &ldquo;schlechten&rdquo; Risiken<br>\ntaz: Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat schon 210 Milliarden Euro aufgewendet, um Staatsanleihen zu kaufen. Bisher hat dies nichts gebracht.Bosomworth: Die EZB ist vorgegangen, als ob sie eine W&auml;hrungsintervention t&auml;tigt. Sie agiert nicht transparent und gibt kein klares Zinsziel vor. Sie muss es machen wie die Schweizer Notenbank, die den Investoren deutlich gesagt hat, dass sie alles tun wird, um den Franken bei 1,20 zum Euro zu stabilisieren. Die EZB kann aber nur kurzfristig eine Br&uuml;cke bauen. Diese Br&uuml;cke f&uuml;hrt ins Nichts, wenn die Politik nicht das Fahrtziel bestimmt und die Voraussetzungen f&uuml;r mehr Wachstum schafft. [&hellip;]<br>\ntaz: Wie hoch w&auml;ren die Zinsen f&uuml;r diese Eurobonds?<br>\nBosomworth: Niedrig. Wahrscheinlich 2 bis 3 Prozent f&uuml;r zehn Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F06%2F23%2Fa0244&amp;cHash=1aa6f24f10\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Als &bdquo;Investmentbanker&ldquo; verschweigt Bosomworth freilich, dass die EZB dem ganzen Spuk ein Ende setzen k&ouml;nnte, indem sie ab einer bestimmten Zinsgrenze den Staaten direkt die Anleihen abkauft. Ansonsten ist das Interview aber nicht uninteressant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Transformationskongress<\/strong><br>\nHier finden Sie auf einen Blick die Materialien zum Kongress. Unter Aktuelles werden nach und nach Pr&auml;sentationen aus den Workshops eingestellt sowie Reden, Video- und Audiobeitr&auml;ge verlinkt.  U.a. die Rede von James K. Galbraith, Stephan Schulmeister oder Worshop-Materialen u.a. mit Colin Crouch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.transformationskongress.de\/die-materialien-zum-programm\/\">Transformationskongress<\/a>\n<p>Siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++dc5cd176-b624-11e1-697a-00188b4dc422\">Prof. Richard Wilkinson &uuml;ber Ungleichheit<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Altersdiskriminierung &ndash; In Deutschland allt&auml;glich?<\/strong><br>\nEs ist ein Problem, das schwer zu fassen ist: mal wird ein Kredit nicht gew&auml;hrt, mal eine Operation ausgeredet, Vertr&auml;ge werden nicht verl&auml;ngert oder eine Bewerbung wird unter fadenscheinigen Argumenten abgelehnt. Dahinter k&ouml;nnte Altersdiskriminierung stecken, aber beweisen?<br>\nMeist wird der wahre Grund f&uuml;r die Ablehnung nicht genannt, mit dem Alter hat das alles vordergr&uuml;ndig nichts zu tun, aber in Wahrheit&hellip;?<br>\nProblem Altersdiskriminierung, die Dunkelziffer ist recht hoch. Gerade erst hat eine Befragung ergeben, dass Betroffene sich nicht trauen, gegen die Benachteiligung vorzugehen. Auch weil Diskriminierung aufgrund des Alters als normal empfunden wird. Altersdiskriminierung in Deutschland also ein nur allzu allt&auml;gliches Ph&auml;nomen?<br>\nUnd es trifft nicht nur Senioren. Auch junge Menschen f&uuml;hlen sich aufgrund ihres Alters benachteiligt, sogar in betr&auml;chtlicher Zahl. Ob jung, ob alt, insgesamt klagt laut Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes jeder f&uuml;nfte &uuml;ber Altersdiskri-minierung und das wollen wir in der Lebenszeit genauer wissen: Wie verbreitet ist das Problem? Wen trifft es, und in welchen Lebensbereichen? Haben Sie auch schon einmal das Gef&uuml;hl gehabt, dass Ihnen aufgrund ihres Alters Unrecht geschehen ist? Haben Freunde, Bekannte solche Dinge schon erlebt? Was muss passieren, damit in Deutschland &ndash; auch mit Blick auf den demographischen Wandel- endlich vorurteilsfrei mit Alter und &auml;lter werden umgegangen wird?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/lebenszeit\/1790349\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erste Klage nach Entlassungen bei Damp-Kliniken<\/strong><br>\nDer Tarifkonflikt an den Damp-Kliniken hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht: Die zur Helios Kliniken GmbH geh&ouml;rende Damp-Gruppe hat ihre Vertr&auml;ge mit der Zentralen Service-Gesellschaft Damp (ZSG) gek&uuml;ndigt. Die ZSG sei wegen der Streiks nicht mehr in der Lage, ihre vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen, sagte J&ouml;rg Reschke von der Helios Regionalf&uuml;hrung Nord-West am Freitag. Die ZSG habe als Reaktion vorsorglich alle 1.000 Mitarbeiter entlassen. Die Gewerkschaft ver.di reagierte emp&ouml;rt und k&uuml;ndigte juristische Schritte an. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB wurde bereits die erste Klage beim Arbeitsgericht Flensburg eingereicht, wie die NDR 1 Welle Nord berichtete. Hunderte weitere Klagen sollen folgen.<br>\nAllein an der Endo-Klinik in Hamburg-Altona sind 100 Mitarbeiter von den K&uuml;ndigungen betroffen, wie NDR 90,3 meldete. In der Hansestadt hatten am Donnerstag die unbefristeten Streiks an den Damp-Kliniken begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/regional\/hamburg\/helios129.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>DGB legt neues Konzept zur Sicherung der Rente vor<\/strong><br>\nIn dem vorgestellten Konzept wird der Rentenbeitrag von heute 19,6 Prozent nicht gesenkt, sondern der demografischen Entwicklung angepasst und in j&auml;hrlichen Schritten um je 0,1 Prozentpunkte f&uuml;r Versicherte und Arbeitgeber angehoben. Im Jahr 2025 w&uuml;rde der Rentenbeitrag innerhalb des gesetz&shy;lichen Rahmens von 22 Prozent liegen. Dadurch entsteht eine Demografie-Reserve, mit der die Sicherung des heutigen Rentenniveaus bis 2030 finanziert, die Erwerbsminderungsrente verbessert und die Rente mit 67 ausgesetzt werden k&ouml;nnen&hellip;<br>\nF&uuml;r Durchschnittsverdiener bedeutet dies j&auml;hrlich einen zus&auml;tzlichen Beitrag von nur 2,60 Euro pro Monat, durch den die erheblichen Verbesserungen finanziert werden k&ouml;nnen&hellip;<br>\nDie von der Bundesregierung geplante Absenkung des Rentenniveaus um knapp 20 Prozent bis zum Jahr 2030 w&auml;re unverantwortlich. Ein solcher Sturzflug der Rente w&uuml;rde bedeuten, dass Altersarmut k&uuml;nftig die Mitte der Gesellschaft erreichen wird. Wir fordern die Koalition deshalb eindringlich auf, den Rentenbeitrag nicht abzusenken. Angesichts der demografischen Herausforderungen w&auml;re es geradezu schizophren, die R&uuml;cklagen praktisch aufzul&ouml;sen. In wenigen Jahren w&auml;re dann eine drastische Beitragserh&ouml;hung n&ouml;tig, ohne dass die Entwertung der Rente aufgehalten wird. Wir fordern die Koalition deshalb auf, den geltenden gesetzlichen Mechanismus abzuschaffen, nach dem der Rentenbeitrag gesenkt werden muss, wenn die Nachhaltigkeitsr&uuml;cklage der Rentenversicherung 1,5 Monatsausgaben &uuml;bersteigt. Ein solcher Mechanismus ist absolut unsinnig und f&uuml;hrt dazu, dass die Renten der heute Jungen um 20 Prozent gesenkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++d160fbda-b93c-11e1-4348-00188b4dc422\/\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesregierung: Alterssicherung ist zukunftsfest<\/strong><br>\nDie deutsche Alterssicherung ist &bdquo;demografie- und zukunftsfest&ldquo; aufgestellt. Dies betont die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/9826) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/9354). Grundlage seien die drei S&auml;ulen aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung und zus&auml;tzlicher privater Vorsorge. Das geplante Rentenpaket ziele darauf, die Lebensleistung von Menschen, die ein Leben lang gearbeitet, jedoch wenig verdient haben, gesellschaftlich relevante Leistungen erbracht und zus&auml;tzlich vorgesorgt haben, besser zu stellen. Die Linke hat in ihrer Anfrage Kritik an dem im M&auml;rz dieses Jahres vorgestellten Rentenpaket ge&auml;u&szlig;ert. &bdquo;Je st&auml;rker die Menschen von Altersarmut bedroht sind, desto weniger hilft ihnen das Rentenpaket&ldquo;, hei&szlig;t es in der Vorbemerkung. Die Voraussetzungen f&uuml;r die Zuschussrente seien viel zu hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_06\/2012_310\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der Vorbemerkung der <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/098\/1709826.pdf\">Fragestellerin der Fraktion Die Linke [PDF &ndash; 430 KB]<\/a> hei&szlig;t es u.a.:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Je st&auml;rker die Menschen von Altersarmut bedroht sind, desto weniger hilft ihnen das Rentenpaket. Denn die Voraussetzungen f&uuml;r die Zuschussrente sind viel zu hoch: Anf&auml;nglich sind 40 Versicherungsjahre, darunter 30 Beitragsjahre erforderlich, sp&auml;ter sind es 45 und 35 Jahre. Hinzu kommt sp&auml;ter die Anforderung &ndash; zun&auml;chst f&uuml;nf, dann steigend auf 35 Jahre &ndash; zus&auml;tzlich privat f&uuml;r das Alter vorzusorgen.<br>\nGerade die Hauptrisikogruppen der Altersarmut &ndash; Geringverdienende wegen mangelnder Sparf&auml;higkeit, Langzeiterwerbslose und Erwerbsgeminderte wegen fehlender Beitragszeiten &ndash; werden an diesen hohen H&uuml;rden scheitern.<br>\nDie Bedingung zus&auml;tzlich vorzusorgen, f&ouml;rdert ebenso wie die Vorsorgepflicht f&uuml;r Selbst&auml;ndige die Versicherungswirtschaft, aber nicht die von Altersarmut Bedrohten oder bereits Betroffenen.<br>\nJe l&auml;nger und h&auml;ufiger die Menschen von Erwerbslosigkeit betroffen sind, desto gr&ouml;&szlig;er wird die Gefahr der Altersarmut und desto kleiner wird die Chance auf eine Zuschussrente. Seit dem Haushaltsbegleitgesetz 2011 werden f&uuml;r Hartz-IV-Betroffene keine Beitr&auml;ge mehr an die Rentenkasse gezahlt. F&uuml;r Erwerbslose, die Arbeitslosengeld I erhalten, werden Pflichtbeitr&auml;ge an die Rentenkasse gezahlt. Doch bei der Mindestzahl an Beitragsjahren, die notwendig sind, um eine Zuschussrente erhalten zu k&ouml;nnen, werden sie nicht mitgez&auml;hlt.<br>\nGleiches gilt f&uuml;r Zeiten des Bezugs der fr&uuml;heren Arbeitslosenhilfe.<br>\nF&uuml;r Erwerbslose, insbesondere f&uuml;r Ostdeutsche, wird es also ungleich schwieriger sein, die Pflichtbeitragsh&uuml;rde von 30 und sp&auml;ter 35 Jahren zu &uuml;berwinden&hellip;&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>&Uuml;berpr&uuml;fen Sie einmal inwieweit die Meinung der Bundesregierung, dass die Alterssicherung zukunftsfest sei, zutrifft. In Zukunft ist nur eines klar, dass die Altersarmut zunimmt und dass die Rente dramatisch sinkt.<\/em> <\/p>\n<p>dazu: <strong>Antwort der Bundesregierung: Auswirkungen der EU-Krisenbew&auml;ltigung auf soziale Standards und Armut in Europa<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120622_Antwort_Auswirkungen_EU-Krise_auf%20Armut_und_soz_Standards.pdf\">Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales [PDF &ndash; 360 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fast 81 Mio. armutsgef&auml;hrdete Personen in der EU 27 &uuml;ber zw&ouml;lfeinhalb Mio. in Deutschland mit ansteigender Tendenz. 2,3 Mio. armutsgef&auml;hrdete Jugendliche und genauso viele &Auml;ltere &uuml;ber 65.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mappus, die Bankermarionette<\/strong><br>\nBeim Kauf der EnBW-Aktien gab der Investmentbanker Notheis den Takt vor, der Exministerpr&auml;sident lie&szlig; sich dirigieren. Nun soll die Bankenaufsicht den Fall pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F06%2F23%2Fa0182&amp;cHash=c48c4ce2d6\">taz<\/a>\n<p>Dazu: <strong>CDU-Spitze entsetzt &uuml;ber Mappus&rsquo; Vorgehen<\/strong><br>\n &ldquo;Man kann das niemandem mehr erkl&auml;ren&rdquo;: Baden-W&uuml;rttembergs CDU distanziert sich von ihrem ehemaligen Partei- und Regierungschef Stefan Mappus. In der EnBW-Aff&auml;re habe Mappus den Interessen der Banken gehorcht, sagt CDU-Landesgruppenchef Strobl.<br>\n&hellip; Landeschef Thomas Strobl sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: &ldquo;Man kann das niemandem mehr erkl&auml;ren.&rdquo; Der Bundestagsabgeordnete zeigte sich entsetzt dar&uuml;ber, dass sich Mappus vom Investmentbanker Dirk Notheis habe steuern lassen.<br>\n&hellip; Gr&uuml;n-Rot wirft Mappus vor, er habe mit 4,7 Milliarden Euro viel zu viel f&uuml;r die 45 Prozent an dem Energieversorger gezahlt. Strobl zeigte sich &uuml;berzeugt, dass das Vorgehen von Mappus ein Einzelfall gewesen sei: &ldquo;In den Jahrzehnten, in denen ich politisch t&auml;tig bin, kann ich mich an so etwas nicht erinnern.&rdquo; Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, Gregor Gysi, bestritt, dass es sich um einen Einzelfall handele. &ldquo;Die gro&szlig;en Banken und Konzerne bestimmen immer mehr die Politik der Bundesregierung.&rdquo; Im Fall Mappus und EnBW sei das auf die Spitze getrieben worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/enbw-affaere-cdu-spitze-entsetzt-ueber-mappus-vorgehen-1.1391690\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Oskar Negt &ndash; &ldquo;Die Risse des Systems aufdecken&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Negt, international renommierter Soziologe und Philosoph, warnt im Gespr&auml;ch mit der Kontext:Wochenzeitung im Rahmen der Reihe &uuml;ber die Arbeitswelt vor einer Aufl&ouml;sung der Gesellschaft. Die sieht er vor allem durch eine umfassende Kommerzialisierung bedroht. Existenzielle Probleme wie der Konflikt zwischen Arm und Reich w&uuml;rden massiv verdr&auml;ngt &ndash; auch mittels Mega-Events wie der Fu&szlig;ball-EM.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/06\/die-risse-des-systems-aufdecken\/\">Kontext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Asylrecht: Fl&uuml;chtlinge als Verbrecher<\/strong><br>\nMan hat sich auch in Deutschland daran gew&ouml;hnt, dass Fl&uuml;chtlinge in Abschiebehaft kommen &ndash; auch wenn sie nichts verbrochen, sondern nur Zuflucht gesucht haben. Nun soll man sich hierzulande auch noch daran gew&ouml;hnen, dass Fl&uuml;chtlinge sogleich in Aufnahmehaft kommen, sobald sie hier ankommen. Es wird dann so sein, dass die Aufnahmehaft nahtlos in die Abschiebehaft &uuml;bergeht. Fl&uuml;chtlinge, die der Unfreiheit entfliehen wollten, landen auf diese Weise genau dort. Aus ganz Europa soll ein Malta f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge werden. Ankommende Bootsfl&uuml;chtlinge werden in Malta n&auml;mlich schon heute sofort und ohne Ausnahme inhaftiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/asylrecht-der-fluechtling-als-verbrecher-1.1385214\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.H.:<\/strong> Sollte das in Europa so Wirklichkeit werden, wie es Heribert Prantl beschreibt und was aktuell pro asyl zum Ziel einer Kampagne gestartet hat, w&auml;re das eine Schande.<br>\nSchlimm genug, wie wir  Europas Grenzen abschotten, wie wir zusehen, wie die Fl&uuml;chtlinge im Mittelmeer umkommen und dass wir die im unterdr&uuml;ckten  Griechenland gestrandeten Fl&uuml;chtlinge einfach ihrem Schicksal &uuml;berlassen. Dabei aber st&auml;ndig unsere Politik mit christlichen, humanen oder westlichen Werten zu begr&uuml;nden, ist unertr&auml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hochschulrektorenkonferenz kritisiert Akkreditierungssystem<\/strong><br>\nWissenschaftsrat ver&ouml;ffentlicht &bdquo;Empfehlungen zur Akkreditierung als Instrument der Qualit&auml;tssicherung&ldquo;<br>\nJeder neue Bachelor- und Masterstudiengang muss beschrieben, begutachtet und beurteilt werden. Der Wissenschaftsrat hat &ldquo;Empfehlungen zur Akkreditierung als Instrument der Qualit&auml;tssicherung&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Die Hochschulrektorenkonferenz reagierte darauf und fordert, das System grundlegend zu reformieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1788606\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bildungsbericht 2012: Hochschulen als Ausbildungseinrichtung immer wichtiger!<\/strong><br>\nMit mehr als einer halben Million Studienanf&auml;ngerinnen und -anf&auml;ngern brachte das Jahr 2011 einen Rekordansturm auf die Hochschulen. Wichtige bildungspolitische Zielsetzungen wie die Erh&ouml;hung der Studienanf&auml;nger- und Absolventenquote r&uuml;cken damit in greifbare N&auml;he.<br>\nUnmittelbare Folgen hat die hohe Studiennachfrage f&uuml;r den Ressourcenbedarf in der Lehre an den Hochschulen. Der Hochschulpakt 2020 scheint nach den aktuellen Vorausberechnungen in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von ca. 300.000 Studienpl&auml;tzen deutlich unterdimensioniert zu sein. Eine Herausforderung bleibt dar&uuml;ber hinaus, die Studiennachfrage erfolgreich in Abschl&uuml;sse m&uuml;nden zu lassen &ndash; die Studienabbruchquote von 35 % in Bachelorstudieng&auml;ngen an Universit&auml;ten und der anhaltend hohe Studienabbruch in den Ingenieur- und Naturwissenschaften zeigen wichtige Problemfelder auf.<br>\nOffen ist, welche Rolle der Bachelorabschluss k&uuml;nftig f&uuml;r die berufliche T&auml;tigkeit und die Berufslaufbahn spielen wird. Bisher bildet er insbesondere an den Universit&auml;ten f&uuml;r bis zu 80 % der Absolvent(inn)en prim&auml;r die Vorstufe f&uuml;r ein Masterstudium. &ldquo;Dem Arbeitsmarktwert des Bachelors misstrauen viele Studierende noch.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/84281\/bildungsbericht-2012-hochschulen-als-ausbildungseinrichtung-immer-wichtiger\/\">bildungsklick<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bildungsbericht.de\/zeigen.html?seite=10203\">Bildung in Deutschland 2012<\/a>\n<p><em>Der studentische Dachverband &bdquo;freier zusammenschluss von studentInnenschaften e.V.&ldquo; (fzs) merkt an:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Laut Bildungsbericht 2012 fehlen in den kommenden Jahren 300.000 Studierm&ouml;glichkeiten. Die Abbruchquoten sind deutlich gestiegen. Es ist ersch&uuml;tternd, dass diese Situation als &bdquo;Erfolg&ldquo; verkauft wird. Im Jahr 2010 gab es 111.000 Bachelorabschl&uuml;sse. Das entspricht einer Absolventinnenrate von 70%. Davon wollen laut Bildungsbericht 80% ein Masterstudium beginnen.<br>\nIm letzten Jahr haben &uuml;ber 500.000 Menschen ein Studium begonnen. Damit steigt der Bedarf an Masterstudienpl&auml;tzen um mehr als das Dreifache auf 290.000, w&auml;hrend die Kapazit&auml;ten nicht deutlich steigen werden. Die Bachelorstudierenden befinden sich also vielfach in einer Sackgasse.<br>\nDie Bologna-Reform sollte eine Erh&ouml;hung der Erfolgsquote bewirken. Die Abbruchquoten sind allerdings erschreckend. W&auml;hrend in den 10-semestrigen Studieng&auml;ngen ein Viertel der Studierenden das Studium abbrach, liegt die Quote an Universit&auml;ten bei 6-semestrigen Bachelorstudieng&auml;ngen bei 35%.<br>\nDas ist kein Erfolg, das ist ein Armutszeugnis. Wir m&uuml;ssen nun durch verst&auml;rkte Kooperation zwischen Bund und L&auml;ndern und eine hohe Priorit&auml;t f&uuml;r Bildung diese Missst&auml;nde beheben, anstatt uns mit &bdquo;Exzellenz&ldquo; zu schm&uuml;cken.&ldquo;<br>\n(&hellip;)<br>\n &bdquo;Der Bildungsbericht verdeutlicht, dass Bachelorabschl&uuml;sse momentan zu prek&auml;rer Besch&auml;ftigung f&uuml;hren. Universtit&auml;tsbachelor verdienen 26% weniger als Absolvent*innen der herk&ouml;mmlichen Abschl&uuml;sse.<br>\nPositiv ist allenfalls, dass inzwischen &uuml;ber 50% der Absolvent*innen Frauen sind. Auch der deutliche Anstieg der Studierendenzahlen ist erfreulich, die Infrastruktur muss jedoch mitwachsen. Eine Verk&uuml;rzung der Studienzeit kann nur &uuml;ber eine st&auml;rkere Betreuungsintensit&auml;t, Studienberatung und qualitativ hochwertige Lehre erreicht werden &ndash; nicht jedoch durch zwanghafte Repressionsinstrumente, die an die sogenannte &bdquo;Regelstudienzeit&ldquo; gekoppelt werden. Zudem ist weiterhin die h&ouml;chste soziale Selektivit&auml;t westlicher Industriel&auml;nder zu verzeichnen. Von 100 Akademiker*innenkindern beginnen 77 ein Studium. Wenn die Eltern einen Hauptschulabschluss haben, sind es nur 13 von 100 Kindern. Es hilft uns nicht, in Sonntagsreden Blumenstr&auml;u&szlig;e f&uuml;r angebliche Erfolge zu &uuml;berreichen. Wenn Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit zugunsten von Prestige, Reputation und Exzellenz in den Hintergrund treten, ist etwas faul in der &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo;.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hannes Wader: &ldquo;Ich bin im Grunde meines Charakters ein aggressiver Mensch&rdquo;<\/strong><br>\nDer Musiker und Liedermacher Hannes Wader hat angek&uuml;ndigt, zuk&uuml;nftig noch mehr Konzerte als in den vergangenen Jahren geben zu wollen: &ldquo;Ich merke, dass ich auch gut bei Stimme bin, und das ist ganz toll&rdquo;, sagte Wader an seinem 70. Geburtstag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/fazit\/1792584\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die NachDenkSeiten gratulieren Hannes Wader und w&uuml;nschen ihm noch viel Schaffenskraft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bild-Zeitung zieht Truppen f&uuml;r Invasion Griechenlands zusammen<\/strong><br>\nGeht es den &ldquo;Pleite-Griechen&rdquo; jetzt an den Kragen? Das Boulevardblatt Bild hat heute begonnen, Truppen auf dem Gel&auml;nde des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof zusammenzuziehen. Sobald die milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten ausreichen, soll die Armee aus sogenannten &ldquo;Bild-Lesersoldaten&rdquo; unter F&uuml;hrung von Generalfeldmarschall Diekmann den schwer verschuldeten EU-Staat Griechenland angreifen, die sch&ouml;nsten Inseln annektieren und den Rest des Landes aus der Eurozone werfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2011\/06\/bild-zeitung-zieht-truppen-fur-invasion.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13645","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13645"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13645\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13649,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13645\/revisions\/13649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}