{"id":13665,"date":"2012-06-26T09:11:12","date_gmt":"2012-06-26T07:11:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13665"},"modified":"2015-03-06T11:25:08","modified_gmt":"2015-03-06T10:25:08","slug":"zustimmung-der-lander-zum-fiskalpakt-schmierentheater-zweiter-akt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13665","title":{"rendered":"Zustimmung der L\u00e4nder zum Fiskalpakt \u2013 Schmierentheater zweiter Akt"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem der Bundesrat schon im Mai seine <a href=\"http:\/\/www.bundesrat.de\/cln_235\/SharedDocs\/Drucksachen\/2012\/0101-200\/130-1-12,templateId=raw,property=publicationFile.pdf\/130-1-12.pdf\">grunds&auml;tzliche Zustimmung zum Fiskalpakt signalisiert hatte [PDF &ndash; 117 KB]<\/a>, war es nicht mehr &uuml;berraschend, dass es bei den Bund-L&auml;nder-Verhandlungen im Kanzleramt nicht mehr darum ging, ob eine der weitreichendsten vertraglichen Bindungen f&uuml;r Bund, L&auml;nder und Gemeinden sinnvoll oder ob er sch&auml;dlich ist, sondern nur noch um den Preis, den die Bundesregierung f&uuml;r den von ihr in Europa vorangetriebenen Pakt an die L&auml;nder zu bezahlen bereit ist.<br>\nWer bei einer Verhandlung seinem Verhandlungspartner in der Sache schon zugestimmt hat, kann nat&uuml;rlich keine harten Bedingungen mehr stellen, dementsprechend billig lie&szlig;en sich die L&auml;nder durch die Bundesregierung auch abspeisen. Das Ergebnis der Bund-L&auml;nder-Verhandlungen vom Sonntag l&auml;sst sich so zusammenfassen: Wir (die L&auml;nder) zahlen jetzt in bar (n&auml;mlich mit der Zustimmung zum Fiskalpakt), ob und in welchem Umfang (vom Bund) geliefert wird, das wird irgendwann sp&auml;ter ausgehandelt und wer dann Verhandlungspartner sein wird, das werden die Bundestagswahlen zeigen. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nObwohl der von Kanzlerin Merkel durchgesetzte Fiskalpakt die nationale &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; noch mehr anzieht und die L&auml;nder ihre Neuverschuldung schneller herunterbremsen m&uuml;ssen als dies das 2009 ge&auml;nderte Grundgesetz vorschreibt und obwohl die L&auml;nder &ndash; angesichts der ausdr&uuml;cklichen Einbeziehung der kommunalen Verschuldung in die k&uuml;nftige Defizitobergrenze &ndash; dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r die chronisch &uuml;berschuldeten Kommunen haften m&uuml;ssen, ging es bei den Verhandlungen zwischen Bund und L&auml;ndern &uuml;ber deren Zustimmung im Bundesrat mit keinem Wort um die Kernfrage, ob die L&auml;nder und vor allem, ob auch die Kommunen k&uuml;nftig &uuml;berhaupt noch investieren und ob sie ihre sozialen und daseinsvorsorgerischen Leistungen noch erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Auch die L&auml;nder h&auml;ngen dem unhinterfragten Irrglauben an, dass eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13482\">vorgeschriebene Spar-Absicht auch zum Spar-Erfolg f&uuml;hre<\/a>, statt zu erkennen, dass das Abbremsen von Verschuldung mitten in einer Krise die Wirtschaftsdynamik nur noch weiter abbremst und damit zu Steuerr&uuml;ckg&auml;ngen bei gleichzeitig steigenden sozialen Leistungen und damit zu noch mehr Schulden f&uuml;hrt. (Siehe die Spirale nach unten in Griechenland oder Spanien). <\/p><p>Wie die Kommunen k&uuml;nftig ihre Stra&szlig;en und Schulen sanieren sollen und wie sie die k&uuml;nftigen Sozialleistungen finanzieren sollen, dazu blieb es am Sonntag bei vagen Absichtserkl&auml;rungen. Der sonst so gro&szlig;sprecherische bayerische Ministerpr&auml;sident Seehofer gab sich schon damit zufrieden, dass die Bundesregierung &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article107259998\/Laender-Ja-zum-Fiskalpakt-wird-fuer-den-Bund-teuer.html\">die finanziellen Belastungen der L&auml;nder durch den Fiskalpakt verstanden und akzeptiert<\/a>&ldquo; habe. <\/p><p><strong>Die L&auml;nder verhandelten nach der Devise: das Hemd ist mir n&auml;her als der Rock.<\/strong><\/p><p>Sie gaben sich z.B. mit der Erkl&auml;rung der Regierung zufrieden, dass durch die noch ausstehenden Konkretisierungen der Vorgaben des Fiskalpakts durch die Europ&auml;ische Kommission keine &uuml;ber die nationale &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; hinausgehenden Anforderungen an die L&auml;nder begr&uuml;ndet werden w&uuml;rden.<\/p><p>Schaut man ins Kleingedruckte so ist auch dieser vom Bund zugesagte Schutzzaun f&uuml;r die L&auml;nder ziemlich l&ouml;cherig. Jeder Vertragsstaat darf ja nach dem Fiskalpakt nur mehr ein strukturelles (konjunkturbereinigtes) Defizit von maximal 0,5% des BIP aufweisen. (Siehe <a href=\"http:\/\/stephan.schulmeister.wifo.ac.at\/fileadmin\/homepage_schulmeister\/files\/Fiskalpakt_Misere__end_04_12.pdf\">zum Problem, dass mit der Festsetzung des sog. &bdquo;strukturellen Defizits&ldquo; die EU-Kommission den fiskalpolitischen Spielraum der Mitgliedsstaaten bestimmt, Stephan Schulmeister [PDF &ndash; 191 KB]<\/a>)<br>\nWie dieses &bdquo;Defizitkriterium&ldquo; innerstaatlich umgesetzt werden soll, sei aber noch zu konkretisieren, hei&szlig;t es in der <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/BPA\/2012\/06\/2012-06-24-fiskalvertrag.html?nn=391796\">Verlautbarung der Bundesregierung<\/a>. Auch hier werden die L&auml;nder also auf k&uuml;nftige Verhandlungen vertr&ouml;stet. Und was n&uuml;tzen den L&auml;ndern gro&szlig;spurige Versprechen, dass ihre Haushaltsautonomie garantiert bleibt, wenn ihnen ausschlie&szlig;lich die &bdquo;Autonomie&ldquo; bleibt, zu entscheiden, wo sie weiter in ihre Haushalte einschneiden m&uuml;ssen. <\/p><p>Denn die Einhaltung der gesamtstaatlichen Defizitobergrenze soll ja k&uuml;nftig eine &bdquo;Stabilit&auml;tsrat&ldquo; &uuml;berwachen und damit dieser &bdquo;Stabilit&auml;tsrat&ldquo; sich auch gegen&uuml;ber den L&auml;ndern durchsetzen kann, soll doch wohl gerade das sog. &bdquo;Stabilit&auml;tsratsgesetz&ldquo; demn&auml;chst ge&auml;ndert werden. Dabei kann dann wieder einkassiert werden, was jetzt den L&auml;ndern vermeintlich gener&ouml;s versprochen wurde. <\/p><p>Die L&auml;nder lie&szlig;en sich wohl davon blenden, dass der Bund bis 2019 das Risiko etwaiger Sanktionszahlungen bei einem Versto&szlig; gegen den Fiskalpakt &uuml;bernehmen will. (K&uuml;nftig sind ja bei einem Versto&szlig; gegen diesen v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertrag automatisch Strafzahlungen bis zu 0,1 Prozent der j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung eines Staates, f&uuml;r Deutschland also bis zu etwa 2,5 Milliarden Euro m&ouml;glich.) Warum gilt aber diese Haftungsfreistellung nur bis 2019 und nicht bis 2020, dem Zeitpunkt also, zu dem die L&auml;nder die Vorgaben der nationalen &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; erf&uuml;llt haben m&uuml;ssen? Ist damit nicht ein zus&auml;tzlicher, von Europa kommender Zwang eingebaut, dass die L&auml;nder (umso mehr) Strafe zahlen m&uuml;ssen, wenn sie die Vorgaben bis 2020 nicht erf&uuml;llen k&ouml;nnen sollten?<\/p><p><strong>Was die Entlastung der L&auml;nder anbetrifft, stellt die Bundesregierung den L&auml;ndern nur mehr oder weniger ungedeckte und zeitlich unbestimmte Wechsel in die Zukunft aus.<\/strong><\/p><p>Die von den L&auml;ndervertretern hochgelobte Zusage des Bundes, zus&auml;tzlich 580 Millionen f&uuml;r den Ausbau von Kinderkrippen und 75 Millionen j&auml;hrlich zum laufenden Betrieb beisteuern zu wollen, steht noch nicht einmal im <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/BPA\/2012\/06\/2012-06-24-fiskalvertrag.html?nn=391796\">ver&ouml;ffentlichten Eckpunktepapier der Bundesregierung<\/a>. <\/p><p>Angesichts von noch 15 verbleibenden Monaten bis zum Inkrafttreten eines Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz f&uuml;r Kinder ab dem ersten Geburtsjahr m&uuml;ssten noch ca. 262.000 zus&auml;tzliche Pl&auml;tze in Tageseinrichtungen und\/oder Tagespflege geschaffen werden. Das sind mehr, als in den letzten f&uuml;nf Jahren zusammen ausgebaut wurden. (<a href=\"http:\/\/www.bildungsbericht.de\/daten2012\/c_web2012.pdf\">Bildungsbericht S. 65 [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a>). Die angeblich versprochenen zus&auml;tzlichen 580 Millionen Euro reichen aber maximal f&uuml;r 30.000 zus&auml;tzliche Kita-Pl&auml;tze und die 75 Millionen Euro Betriebskostenzusch&uuml;sse sind angesichts der Ausgaben der L&auml;nder (2010) f&uuml;r Kindertageseinrichtungen in H&ouml;he von 8,3 Milliarden Euro (siehe <a href=\"http:\/\/www.bildungsbericht.de\/index.html?seite=10215\">Exzell-Tabelle im Bildungsbericht<\/a>) wirklich nur der sprichw&ouml;rtliche Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Betrachtet man dagegen die gesch&auml;tzten Kosten f&uuml;r die Einf&uuml;hrung des sog. <a href=\"http:\/\/www.betreuungsgeld-aktuell.de\/betreuungsgeld\/\">Betreuungsgeld von j&auml;hrlich 2,2 Milliarden Euro<\/a> kann man getrost von einem Ablenkungsman&ouml;ver von der unsinnigen Einf&uuml;hrung der sog. &bdquo;Herdpr&auml;mie&ldquo; sprechen. <\/p><p>Als gro&szlig;en Erfolg feiert etwa Sachsen-Anhalts Ministerpr&auml;sident Reiner Hasseloff (DCU), die angebliche Zusage von 4 Milliarden Euro, mit denen sich der Bund an den Eingliederungshilfen f&uuml;r Behinderte beteiligen soll, die bei den L&auml;ndern und Kommunen mit insgesamt 12 Milliarden anfallen. Doch tats&auml;chlich gibt es von Seiten der Bundesregierung nur die vage Vertr&ouml;stung, dass in der n&auml;chsten Legislaturperiode (wer dann auch immer regieren wird) ein neues Bundesleistungsgesetz erarbeitet werden soll, das die L&auml;nder bei der Eingliederungshilfe f&uuml;r Behinderte &ndash; eigentlich insgesamt eine gesamtstaatliche Aufgabe &ndash; entlasten soll. Diese Zusage der Bundesregierung &ndash; sollte sie denn &uuml;berhaupt gegeben worden sein &ndash; ist eine reine Luftbuchung, denn daran sind das dann neu gew&auml;hlte Parlament und m&ouml;glicherweise eine andere Regierung in keiner Weise gebunden. (Diskontinuit&auml;tsgrundsatz: Mit dem Ablauf einer Wahlperiode werden alle Zusagen aus der vorigen gegenstandslos.) Der FDP-Generalsekret&auml;r Patrick D&ouml;ring, hat ein solches Zugest&auml;ndnis schon jetzt ausdr&uuml;cklich bestritten: Beschlossen seien nur Zahlungen des Bundes von etwa 600 Millionen Euro f&uuml;r den Ausbau der Kindertagesst&auml;tten sowie von rund 500 Millionen Euro f&uuml;r die Grundsicherung im Alter. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/frankfurter-allgemeine-zeitung\/fiskalpakt-der-fiskalvertrag-hat-fuer-den-bund-seinen-preis-11799145.html\">Weitere Zusagen hat es nicht gegeben<\/a>.&ldquo;.<\/p><p>Dass der Bund sich an der von den Kommunen zu tragenden sozialen Grundsicherung im Alter zun&auml;chst mit 555 Millionen und sp&auml;ter mit 700 Millionen beteiligen soll, ist im Grunde eine Selbstverst&auml;ndlichkeit. Schlie&szlig;lich ist Altersarmut im Wesentlichen durch den Rentenabbau und durch die Arbeitsmarkt- und Lohnsenkungspolitik (Ausweitung des Niedriglohnsektors und Hartz IV) des Bundes verursacht. Die steigenden Lasten der Kommunen f&uuml;r die soziale Grundsicherung sind ein typisches Beispiel daf&uuml;r, wie die Lasten einer verfehlten Politik des Bundes auf die untere Ebene verlagert wurden. (Versto&szlig; gegen das Konnexit&auml;tsprinzip, wonach die Kosten f&uuml;r die Erf&uuml;llung einer &ouml;ffentlichen Aufgabe, von der Ebene zu tragen sind, die die Kosten verursacht: &bdquo;Wer bestellt, bezahlt.&ldquo;)<\/p><p>Gleichfalls nur eine Absichtserkl&auml;rung f&uuml;r das kommende Wahljahr ist die Bereitschaft des Bundes zusammen mit den L&auml;ndern die Voraussetzungen f&uuml;r eine gemeinsame Kreditaufnahme (&bdquo;Huckepackverfahren&ldquo;) zu schaffen, damit die L&auml;nder genauso g&uuml;nstige Zinskonditionen erlangen k&ouml;nnen, wie sie derzeit f&uuml;r Bundesanleihen bestehen. (Die Rendite f&uuml;r Bundesanleihen liegt derzeit teilweise sogar im Minus.) Doch was Merkel auf europ&auml;ischer Ebene Recht ist, kann ihr in Deutschland nur billig sein, d.h. es wird keine &bdquo;Deutschland-Bonds&ldquo; geben, es sei denn der Bund h&auml;tte ein <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/frankfurter-allgemeine-zeitung\/fiskalpakt-der-fiskalvertrag-hat-fuer-den-bund-seinen-preis-11799145.html\">fiskalpolitisches Durchgriffsrecht auf die L&auml;nder<\/a>. Wie ein solches &bdquo;Intelligentes Schuldenmanagement&ldquo; aussehen soll, steht also weitgehend in den Sternen und die L&auml;nderfinanzminister sollten sich dabei nicht schon jetzt die H&auml;nde reiben, &uuml;ber durchaus denkbare Zinsentlastungen. (Die Frage ist allerdings berechtigt: Warum sollten die L&auml;nder auch h&ouml;here Zinsen bezahlen m&uuml;ssen, als der Bund?) <\/p><p>Mit dem Fiskalpakt wirklich &uuml;berhaupt nichts zu tun, hatte die Forderung der Bayern, der Bund m&ouml;ge den Verkehrsetat um 1,5 Milliarden Euro aufstocken. Da waren eher Engp&auml;sse bei der Finanzierung bayerischer Verkehrsprojekte der Vater des Gedankens. Dementsprechend d&uuml;rftig waren auch die Zusagen des Bundes: &bdquo;Bund und L&auml;nder stimmen darin &uuml;berein, dass eine Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he der vom Bund f&uuml;r den Zeitraum 2014 &ndash; 2019 zur Aufgabenerf&uuml;llung der L&auml;nder zu zahlenden Kompensationen nach Artikel 143c GG (&bdquo;Entflechtungsmittel&ldquo;, z.B. zur Verbesserung der kommunalen Verkehrsverh&auml;ltnisse) im Herbst dieses Jahres erfolgt&ldquo;, hei&szlig;t es verschl&uuml;sselt in den Eckpunkten der Bundesregierung.<br>\nGemessen an den Kosten von Stuttgart 21 von derzeit optimistisch gesch&auml;tzten weit &uuml;ber 4 Milliarden, d&uuml;rfte die Zugest&auml;ndnisse des Bundes gegen&uuml;ber den L&auml;ndern und Kommunen auf diesem Feld allenfalls Peanuts darstellen.<\/p><p>Wie billig sich die L&auml;nder ihre Zustimmung zum Fiskalpakt vom Bund abkaufen lie&szlig;en, mag man auch schon daran erkennen, dass Finanzminister Sch&auml;uble keinerlei Abweichungen am Etat des Bundeshaushalts f&uuml;r 2013 zulassen will und die mit den L&auml;ndern ausgehandelten m&ouml;glichen <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/schaeuble-haelt-an-etatzielen-fest-1845575.html\">Zusatzbelastungen durch Verschiebungen innerhalb des Haushalts ausgleichen will<\/a>. Ob die Deckungsvorschl&auml;ge dann zu Lasten der L&auml;nder an anderer Stelle gehen, wird man erst noch abwarten m&uuml;ssen. Ein Null-Summen-Spiel f&uuml;r die L&auml;nder d&uuml;rfte aber die wahrscheinlichste L&ouml;sung sein.<\/p><p>Der rheinland-pf&auml;lzische Ministerpr&auml;sident Beck hat v&ouml;llig Recht, wenn er sagt: &ldquo;In ganz entscheidenden Punkten haben wir zwar <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:euro-krise-laender-geben-weg-fuer-fiskalpakt-frei\/70054004.html\">Verhandlungsbereitschaft erreicht, aber in keiner Weise irgendwelche konkreten Zusagen<\/a>.&ldquo;<\/p><p>Dennoch will Beck den SPD-L&auml;ndern im Bundesrat die Zustimmung zum Fiskalpakt empfehlen.<br>\nWarum er eine solche Empfehlung aussprechen will, l&auml;sst sich nur aus dem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13615\">ersten Akt des politischen Schmierentheaters um den Fiskalpakt erkl&auml;ren<\/a>, n&auml;mlich damit, dass Beck parteipolitisch gar nicht anders kann, weil seine Parteifreunde in Berlin schon dem Systemwechsel von einem sozialstaatlichen Europa hin zu einem Kontinent, in dem die Demokratie nur noch um das &bdquo;Vertrauen der M&auml;rkte&ldquo; zu buhlen hat, schon l&auml;ngst zugestimmt hatten. <\/p><p>Schade, dass auf dem Sonderparteitag der Gr&uuml;nen, den Gegnern einer Zustimmung zum Fiskalpakt drei Stimmen fehlten. Vielleicht h&auml;tte es dann wenigstens noch eine kontroverse &ouml;ffentliche Debatte gegeben. So bleibt nur noch die kleine Hoffnung auf das Bundesverfassungsgericht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem der Bundesrat schon im Mai seine <a href=\"http:\/\/www.bundesrat.de\/cln_235\/SharedDocs\/Drucksachen\/2012\/0101-200\/130-1-12,templateId=raw,property=publicationFile.pdf\/130-1-12.pdf\">grunds&auml;tzliche Zustimmung zum Fiskalpakt signalisiert hatte [PDF &ndash; 117 KB]<\/a>, war es nicht mehr &uuml;berraschend, dass es bei den Bund-L&auml;nder-Verhandlungen im Kanzleramt nicht mehr darum ging, ob eine der weitreichendsten vertraglichen Bindungen f&uuml;r Bund, L&auml;nder und Gemeinden sinnvoll oder ob er sch&auml;dlich ist, sondern nur noch um<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13665\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[180,156],"tags":[423,1247,392],"class_list":["post-13665","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-europaeische-vertraege","category-schulden-sparen","tag-austeritaetspolitik","tag-fiskalpakt","tag-schuldenbremse"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13665","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13665"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13665\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13667,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13665\/revisions\/13667"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13665"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13665"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13665"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}