{"id":137092,"date":"2025-08-07T14:00:37","date_gmt":"2025-08-07T12:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137092"},"modified":"2025-08-08T14:40:52","modified_gmt":"2025-08-08T12:40:52","slug":"die-ukraine-und-die-chronik-eines-angekuendigten-krieges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137092","title":{"rendered":"Die Ukraine und die Chronik eines angek\u00fcndigten Krieges"},"content":{"rendered":"<p>Der US-amerikanische Historiker <strong>Marc Trachtenberg<\/strong> und der Soziologe <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> erhellen in ihrem Buch &bdquo;Chronik eines angek&uuml;ndigten Krieges &ndash; Die Ukraine und das Versagen der Diplomatie&ldquo; Zusammenh&auml;nge, die unerl&auml;sslich sind, um den Ukraine-Konflikt zu durchschauen. Aber ist &bdquo;Versagen der Diplomatie&ldquo; zutreffend? M&uuml;ssen wir nicht davon ausgehen, dass Diplomaten im Dienst machtpolitischer Interessen ihrer jeweiligen Staaten gehandelt haben? Der US-dominierte Westen folgt bis heute der Logik des Kalten Krieges. Deutschland r&uuml;stet massiv auf. Und Russland im Kampfmodus hat jedes Vertrauen in Zusagen verloren. Von <strong>Irmtraud Gutschke<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1759\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-137092-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Ukraine-Chronik-eines-angekuendigten-Krieges-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Ukraine-Chronik-eines-angekuendigten-Krieges-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Ukraine-Chronik-eines-angekuendigten-Krieges-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Ukraine-Chronik-eines-angekuendigten-Krieges-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=137092-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Ukraine-Chronik-eines-angekuendigten-Krieges-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250808-Ukraine-Chronik-eines-angekuendigten-Krieges-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Buchtitel soll an den kolumbianischen Literaturnobelpreistr&auml;ger Gabriel Garc&iacute;a M&aacute;rquez denken lassen: Im Roman &bdquo;Chronik eines angek&uuml;ndigten Todes&ldquo; (1981) rekonstruiert er den Mord an einem jungen Mann. Dieser selbst war ahnungslos, aber alle anderen im Dorf hatten die Gewalttat vorausgesehen. Wobei die T&auml;ter gar froh gewesen w&auml;ren, wenn jemand sie gehindert h&auml;tte. Von sich aus konnten die Br&uuml;der nicht davon ablassen, weil es um die Ehre ihrer Schwester ging. <\/p><p>Ein &uuml;beraus klug gew&auml;hlter Titel also. Denn darin steckt ein wichtiger Zusammenhang auch f&uuml;r die Beurteilung politischer Sachverhalte: Ein Paradigma, eine grunds&auml;tzliche Denkweise pr&auml;gt die Einsch&auml;tzung einer Situation und kann einen fatalen Handlungszwang erzeugen. Wenn sich in der europ&auml;ischen Politik das Dogma eingefressen hat, dass die Ukraine um jeden Preis unterst&uuml;tzt und Russland geschw&auml;cht werden soll, sind wir Gefangene unserer selbst.<\/p><p>&bdquo;Europa droht in den Abgrund des Krieges zu rutschen. L&auml;ngst hat die Politik die Weichen auf eine Weise gestellt, die zu der gr&ouml;&szlig;ten Aufr&uuml;stung in der bundesdeutschen Geschichte f&uuml;hrt&ldquo;, schreibt Marcus Kl&ouml;ckner. &bdquo;Von Anfang an war f&uuml;r jeden nur halbwegs versierten Analysten zu erkennen, dass bei Russland die Eskalationsdominanz liegt und welcher Schluss daraus dringend zu ziehen gewesen w&auml;re, n&auml;mlich: Alles sollte daran gesetzt werden, diesen Krieg so schnell wie nur m&ouml;glich politisch zu beenden.&ldquo; [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p><strong>Wie Deutschland immer mehr zur Kriegspartei wurde<\/strong><\/p><p>Das Buch besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen, die sich beim Lesen in ihrer Verbindung offenbaren. Zun&auml;chst analysiert der Historiker und Politologe Marc Trachtenberg die US-amerikanischen Interessen in der Umbruchsituation 1990, die Rolle der NATO und ihre Ausdehnung nach Osten.<\/p><p>Dem folgt eine akribisch zusammengestellte &bdquo;Chronik eines angek&uuml;ndigten Krieges&ldquo; aus deutscher Sicht: Marcus Kl&ouml;ckner, Soziologe und Medienwissenschaftler, f&uuml;hrt vor Augen, wie Deutschland im Ukraine-Konflikt von Anfang an medial aufr&uuml;stete und sich immer mehr zur Kriegspartei mauserte. &bdquo;Es begann mit 5000 Helmen&ldquo; und nun werden Taurus-Lieferungen in Betracht gezogen. Vom 26. Januar 2022 bis zum 13. April 2025 reicht die Medienschau, die an die zehn Grunds&auml;tze der Kriegspropaganda von Lord Arthur Ponsonby nach dem Ersten Weltkrieg denken l&auml;sst. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] <\/p><p>Denn Deutschland ist eben von Anfang an nicht neutral gewesen. Distanzierte Analyse der Situation lag nicht im politischen Interesse. Gut zu vermitteln war Mitgef&uuml;hl: Ein kleines Land, von einem gro&szlig;en &uuml;berfallen, braucht alle Unterst&uuml;tzung. Es galt das Schema der guten Ukrainer und der b&ouml;sen Russen &ndash; bis hin zu geradezu rassistischen &Auml;u&szlig;erungen. <\/p><p>&bdquo;Wir d&uuml;rfen nicht vergessen, dass, auch wenn Russen europ&auml;isch aussehen, dass es keine Europ&auml;er sind, jetzt im kulturellen Sinne, einen anderen Bezug zur Gewalt haben, einen anderen Bezug zum Tod haben.&ldquo; Das sagte die stellvertretende Leiterin des EU-Instituts f&uuml;r Sicherheitsstudien 2022 in der ZDF-Sendung Markus Lanz. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Florence Gaub wollte diese extreme &Auml;u&szlig;erung sp&auml;ter relativieren, aber deutlich wird die D&auml;monisierung Russlands, die sich in die wurzelnde Russophobie aus Zeiten des Kalten Krieges einpasst und an nur halbherzig &uuml;berwundene Naziideologie denken l&auml;sst. Als ob man endlich Revanche &uuml;ben d&uuml;rfte f&uuml;r den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg.<\/p><p>Schon im Ersten Weltkrieg hatte Berlin auf die F&ouml;rderung national-ukrainischer Bestrebungen als Kampfmittel gegen Russland gesetzt. 1941 bis 1943\/44 wurde der gr&ouml;&szlig;ere Teil des Territoriums der Ukraine nach seiner Besetzung durch die deutsche Wehrmacht &bdquo;als Reichskommissariat Ukraine&ldquo; von Berlin aus verwaltet. Das n&auml;hrte die Hoffnung ukrainischer Nationalisten, mit deutscher Hilfe einen unabh&auml;ngigen ukrainischen Staat gr&uuml;nden zu k&ouml;nnen, denn seit 1922 war die Ukraine eine Sowjetrepublik. <\/p><p>Obwohl vielen nicht bewusst, schwelt die deutsche Geschichte im Hintergrund heutiger Propaganda. Unglaublich viele Medienzitate hat Marcus Kl&ouml;ckner zusammengetragen. &Uuml;berdeutlich wird, wie die Auswahl und Formulierung von Nachrichten der Meinungsbildung dienen. Die eigene &bdquo;Front&ldquo; soll durch Ermutigungen gest&auml;rkt, Emp&ouml;rung gegen Russland eingebrannt werden. Andere Stimmen sind in der Minderheit. <\/p><p>&bdquo;In der &ouml;ffentlichen Debatte in Deutschland bleiben die Hintergr&uuml;nde des Krieges und die historischen Zusammenh&auml;nge eindimensional. Alles wirkt so, als h&auml;tte dieser Krieg keine weitreichende Vorgeschichte.&ldquo; Diese sei, so Marcus Kl&ouml;ckner in der Einleitung, in der Zeit zwischen 2014 und 2022 zu verorten. Weitgehend ausgeblendet wurde tats&auml;chlich die &bdquo;Anti-Terror-Operation&ldquo; gegen die selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk, welche zun&auml;chst nur innerhalb der Ukraine mehr Rechte bekommen wollten, die zwischen 10.000 und 14.000 Zivilisten das Leben kostete. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] <\/p><p>Der Konflikt h&auml;tte entsch&auml;rft werden k&ouml;nnen, aber die beiden Minsker Abkommen, mitunterzeichnet von Angela Merkel und Fran&ccedil;ois Hollande, blieben Makulatur. Kein Waffenstillstand und keine Autonomieregelung f&uuml;r besagte Ostgebiete. Sp&auml;ter gab Merkel sogar zu, dass es nur darum ging, der Ukraine Zeit zu verschaffen, &bdquo;um st&auml;rker zu werden, wie man heute sieht&ldquo;. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Vielleicht um sich vom Vorwurf der Russland-N&auml;he reinzuwaschen (immerhin hatte sie Nord Stream II verteidigt), bekannte sie diesen Vertrauensbruch, der den Kreml ein weiteres Mal best&auml;rkte, keiner westlichen Zusicherung zu glauben.<\/p><p><strong>Zerst&ouml;rtes Vertrauen<\/strong><\/p><p>Seine Illusionen musste diesbez&uuml;glich ja schon Gorbatschow verlieren. Er gefiel sich in seinem Entschluss, den Kalten Krieg und das Wettr&uuml;sten zu beenden, f&uuml;hlte sich geschmeichelt, wenn westliche Regierungschefs ihn auf Augenh&ouml;he empfingen. Dabei hatte er zun&auml;chst noch ein riesiges Imperium im R&uuml;cken, das allerdings mit erheblichen &ouml;konomischen Problemen belastet war. Beides bestimmte seine Verhandlungsposition. Von 1921 bis 1991 existierte die Sowjetunion auf einer Fl&auml;che von 22.402.223 km&sup2; mit einer Einwohnerzahl von zuletzt 290.100.023. Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges vergr&ouml;&szlig;erte sie ihren internationalen Einflussbereich. Dem Rat f&uuml;r gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) geh&ouml;rten zuletzt zehn Staaten an. Dem Verteidigungsb&uuml;ndnis Warschauer Pakt acht (ohne Kuba, Mongolei und Vietnam, aber mit Albanien). <\/p><p>Gorbatschows Abkehr von einer Politik der Konfrontation war mutig. Aber im Resultat zerfiel die UdSSR, und die einst befreundeten L&auml;nder reihten sich in die Phalanx ihrer Feinde ein. Wurde Gorbatschow &uuml;ber den Tisch gezogen? &Uuml;beraus detailliert geht Marc Trachtenberg in seiner Untersuchung dieser Frage nach. Insbesondere bezieht er sich auf das Buch &bdquo;Nicht einen Schritt weiter nach Osten&ldquo; von Mary Elise Sarotte [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]. Wann und in welcher Form wurden Zusicherungen gegeben? Welche Rolle spielten Bush und Baker, Kohl und Genscher? Auf spannende Weise werden die geopolitischen Umbr&uuml;che 1989\/90 mit ihren Akteuren noch einmal lebendig. Heute sehen wir ihre Ergebnisse, aber damals war alles im Fluss.<\/p><p>Trachtenberg zitiert Gorbatschow, eine NATO-Erweiterung sei damals &uuml;berhaupt nicht diskutiert worden, f&uuml;hrt aber im gleichen Atemzug Zitate von Bush und Mitterand an, dass es durchaus ein Interesse bei den osteurop&auml;ischen Verb&uuml;ndeten gegeben habe. Sie h&auml;tten indes &bdquo;nicht allzu lautstark auf dieses Thema&ldquo; gedr&auml;ngt in der Sorge, &bdquo;dass ein zu schnelles Vorgehen Gorbatschows Position innerhalb der sowjetischen F&uuml;hrung untergraben k&ouml;nnte&ldquo;. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Eine &uuml;beraus wichtige Feststellung. Man musste Gorbatschow st&uuml;tzen und im Vertrauen wiegen, so lange es in seinem R&uuml;cken noch Kr&auml;fte gab, die eine R&uuml;ckkehr zu fr&uuml;heren Verh&auml;ltnissen wollten. &bdquo;Manche meiner Kritiker halten mir bis heute vor, ich h&auml;tte damals nicht darauf bestanden, vertraglich festzuhalten, dass die NATO sich zuk&uuml;nftig nicht nach Osteuropa ausdehnen d&uuml;rfe&ldquo;, schrieb er 2019. &bdquo;Eine solche Forderung w&auml;re absurd, ja geradezu l&auml;cherlich gewesen, denn der Warschauer Pakt existierte ja noch. Man h&auml;tte uns sofort beschuldigt, ihn preisgegeben zu haben.&ldquo; [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Wer h&auml;tte &bdquo;uns&ldquo; beschuldigt? Nicht die USA, sondern der eigene milit&auml;risch-industrielle Komplex. In seiner au&szlig;enpolitischen Mission k&auml;mpfte Gorbatschow zugleich gegen die Gegner im eigenen Land und scheute sich nicht, vollendete Tatsachen zu schaffen. Solange der Warschauer Pakt als Pendant zur NATO existierte, hatte er international noch eine starke Verhandlungsposition. Und so lange er das Ja-Wort zur Deutschen Einheit nicht gegeben hatte. Denn dabei musste auch die deutsche NATO-Mitgliedschaft gekl&auml;rt werden.<\/p><p><strong>Deutschland au&szlig;erhalb der NATO?<\/strong><\/p><p>Trachtenberg zitiert den damaligen US-Au&szlig;enminister Baker: &bdquo;Angenommen, die Wiedervereinigung findet statt, was w&uuml;rden Sie bevorzugen: ein vereinigtes Deutschland au&szlig;erhalb der NATO, absolut unabh&auml;ngig und ohne amerikanische Truppen; oder ein vereinigtes Deutschland, das seine Verbindungen zur NATO beibeh&auml;lt, aber mit der Garantie, dass sich &hellip; die Truppen der NATO nicht &ouml;stlich der gegenw&auml;rtigen Grenze ausbreiten werden?&ldquo; Gorbatschow antwortete, dass &bdquo;eine Ausweitung der NATO-Zone nicht akzeptabel ist, aber dass die Anwesenheit amerikanischer Truppen eine eind&auml;mmende Rolle spielen kann&ldquo;. Denn es sei m&ouml;glich, &bdquo;dass ein vereinigtes Deutschland nach Wegen suchen k&ouml;nnte, um wieder aufzur&uuml;sten und eine neue Weltmacht zu schaffen, wie es nach Versailles geschah. Wenn Deutschland au&szlig;erhalb der europ&auml;ischen Strukturen steht, k&ouml;nnte sich die Geschichte wiederholen.&ldquo; [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Auch in Gro&szlig;britannien und in Frankreich hat es bekanntlich Vorbehalte gegen die deutsche Vereinigung gegeben. Interessant, wie sich die USA da als Garant anboten, Deutschland durch die Einbindung in EU und NATO an chauvinistischen Alleing&auml;ngen zu hindern. Baker fand bei Gorbatschow Geh&ouml;r, dass sich ein neutrales Deutschland sehr wohl daf&uuml;r entscheiden k&ouml;nnte, &bdquo;sein eigenes Nuklearpotenzial zu schaffen, anstatt sich auf die amerikanischen nuklearen Abschreckungskr&auml;fte zu verlassen&ldquo;. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Zwei Staaten, die in der Antihitlerkoalition gewesen waren, sollte man da nicht eine gemeinsame Sprache finden? Zwei Gro&szlig;m&auml;chte im Dialog &ndash; wie schmeichelhaft, erhebend f&uuml;r Gorbatschow.<\/p><p>Trachtenberg verhehlt ein &bdquo;Element der Arglist&ldquo; nicht und nimmt die Worte des Politikwissenschaftlers Joshua Shifrison als Beleg: &bdquo;Unverbl&uuml;mt legten die Vereinigten Staaten 1990 in Gespr&auml;chen mit den Sowjets einen kooperativen Gro&szlig;entwurf f&uuml;r ein Nachkriegseuropa vor, w&auml;hrend sie dabei waren, ein von den Vereinigten Staaten dominiertes System zu schaffen.&ldquo; Sie seien darauf aus gewesen, &bdquo;sowjetische Schw&auml;chen auszunutzen&ldquo;, w&auml;hrend sie &bdquo;eine kooperative Fassade pr&auml;sentierten&ldquo;. [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>Mitte 1990 aber h&auml;tten die US-F&uuml;hrer gewusst, &bdquo;dass sie alle Tr&uuml;mpfe in der Hand hielten und mehr oder weniger alles bekommen konnten, was sie wollten&ldquo;. Wobei Trachtenberg letztlich doch der US-amerikanischen Argumentation folgt, dass die Deutschen &bdquo;ohne den Schutz der Vereinigten Staaten&ldquo; ihre &bdquo;eigene Macht entwickeln&ldquo; und gar eine Atomstreitmacht aufbauen w&uuml;rden, was &bdquo;unweigerlich eine Bedrohung f&uuml;r Russland&ldquo; w&auml;re. Das NATO-System sei daher auch f&uuml;r Russland eine &bdquo;Quelle der Beruhigung&ldquo;. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Dabei beruft er sich auch auf die Worte von Joe Biden bei den Anh&ouml;rungen zur NATO-Erweiterung im Jahr 1997, als dieser noch Senator war: &bdquo;Es ging nicht nur darum, Russland einzud&auml;mmen &hellip; Sie sollte Deutschland einbinden; sie sollte Stabilit&auml;t in Europa bringen.&ldquo; [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] <\/p><p>Stabilit&auml;t h&auml;tte die Charta von Paris bringen k&ouml;nnen, die am 21. November 1990 als Schlussdokument der KSZE-Sondergipfels von 32 europ&auml;ischen L&auml;ndern sowie den USA und Kanada unterschrieben wurde. Die Chance wurde vertan, eine &bdquo;gesamteurop&auml;ische Friedens- und Sicherheitsordnung in Angriff zu nehmen&ldquo;, schreibt Horst Teltschik, der damals unter Helmut Kohl stellvertretender Leiter des Kanzleramts und Chef der Abteilung f&uuml;r ausw&auml;rtige Beziehungen war. &bdquo;Ein gemeinsames europ&auml;isches Haus zu bauen&ldquo;, war ja auch Gorbatschows Traum gewesen. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Doch eine Wirtschaftszone von Lissabon bis Wladiwostok konnte nicht im US-Interesse sein. <\/p><p><strong>Russlands &bdquo;rote Linien&ldquo;<\/strong><\/p><p>Inzwischen macht Trump auch Biden und Selenskyj f&uuml;r den Krieg in der Ukraine verantwortlich. Offen sprach er von einem Stellvertreterkrieg, was die deutsche Propaganda nicht m&uuml;de wurde zu leugnen.<\/p><p>Am 24. M&auml;rz 2021 &ndash; also elf Monate vor dem russischen &Uuml;berfall &ndash; hatte Selenskyj das Dekret Nr. 117 unterzeichnet, das die &bdquo;Strategie zur De-Okkupation und Wiedereingliederung des vor&uuml;bergehend besetzten Gebiets der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol&ldquo; in Kraft setzte. Am 10. November 2021 folgte ein Vertrag &uuml;ber &bdquo;Strategische Partnerschaft&ldquo; mit den USA, die schon seit Mitte der 90er-Jahre gemeinsame Man&ouml;ver mit der ukrainischen Armee durchf&uuml;hrten. Zitat: &bdquo;Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, die Bem&uuml;hungen der Ukraine zur Bek&auml;mpfung der bewaffneten Aggression Russlands zu unterst&uuml;tzen, unter anderem durch die Aufrechterhaltung von Sanktionen und die Anwendung anderer relevanter Ma&szlig;nahmen bis zur Wiederherstellung der territorialen Integrit&auml;t der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen.&ldquo; [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>H&auml;tte Russland 2022 besser nicht pr&auml;ventiv reagieren, sondern einen Angriff auf die Krim abwarten sollen? Am 17. Dezember 2021 lie&szlig; Putin der NATO und den USA jeweils einen Vertragsentwurf zukommen, der Sicherheitsgarantien f&uuml;r beide Seiten rechtsverbindlich festlegen sollte. Dieses Angebot gleichsam in letzter Minute wurde br&uuml;sk zur&uuml;ckgewiesen, von oben herab, wie es nach dem Ende der Sowjetunion &uuml;blich war. <\/p><p><strong>Wie soll das noch enden?<\/strong><\/p><p>Am 24. Februar 2022 begann die von Russland &bdquo;Spezielle Milit&auml;roperation&ldquo; genannte Invasion zur Unterst&uuml;tzung der Ostgebiete. Schon im Fr&uuml;hjahr 2022 lag nach Verhandlungen in Istanbul ein unterschriftsreifes Waffenstillstandsabkommen auf dem Tisch. Am 9. April fuhr der britische Premier Boris Johnson unangek&uuml;ndigt nach Kiew. &bdquo;Nach Angaben der britischen Zeitung Guardian vom 28. April hatte Johnson Selenskyj dazu gedr&auml;ngt, keine Zugest&auml;ndnisse an Putin zu machen. Die Ukrajinska Prawda berichtete am 5. Mai 2022, dass Johnson zwei klare Botschaften &uuml;berbracht habe: Putin sei ein Kriegsverbrecher und es solle Druck auf ihn ausge&uuml;bt, nicht aber mit ihm verhandelt werden.&ldquo; [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Ein Weltordnungskrieg. NATO und EU setzen auf einen milit&auml;rischen Sieg der Ukraine gegen Russland. Dass Trump Verst&auml;ndnis f&uuml;r Putins Sicht &auml;u&szlig;erte und beide Seiten zu Verhandlungen aufforderte, war f&uuml;r Hardliner eine kalte Dusche. Und &bdquo;Friedenstauben&ldquo; wie ich fassten Hoffnung. <\/p><p>Seither hat es schon mehrere Gespr&auml;chsrunden in Istanbul gegeben. Aber ein Waffenstillstand liegt noch in der Ferne. Abgesehen davon, dass er schwer kontrollierbar w&auml;re, f&uuml;rchtet Russland, dass die ukrainische Armee danach mit erneuerter Kraft die K&auml;mpfe umso erbitterter fortsetzen w&uuml;rde. Man wolle diese Gespr&auml;che in Istanbul, um &bdquo;die Ursachen des Konflikts zu beseitigen&rdquo; und &bdquo;die Wiederherstellung eines langfristigen, dauerhaften Friedens zu erreichen&rdquo;, wird Putin zitiert. [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Die Ukraine indes besteht weiter auf territorialer Integrit&auml;t und fordert die von Russland eroberten Gebiete zur&uuml;ck, was wirklich nur mit milit&auml;rischen Mitteln ginge. <\/p><p>So sind beide Seiten in einer Kriegslogik gefangen. Die Sprache der Konfrontation beherrscht die russischen wie die ukrainischen Nachrichten und steckt auch uns wie ein Bazillus an. Bis ins Privaten hinein: Noch sind es nur Meinungen, die aufeinanderprallen, angefeuert von Ohnmacht und Angst. Dass die Bundesrepublik jetzt so viel Geld ins Milit&auml;r steckt, muss schlie&szlig;lich einen Grund haben. Der dritte Weltkrieg, der uns droht, hat er nicht l&auml;ngst begonnen?<\/p><p>Zu der dritten Verhandlungsrunde am 23. Juli in Istanbul kam die ukrainische Delegation nicht zu sp&auml;t und fast alle waren zivil gekleidet. Wie die russische Nachrichtenagentur <em>Ria Novosti<\/em> bekundet, fand das Gespr&auml;ch auf Russisch statt. Man vereinbarte wieder einen Gefangenenaustausch und war sich einig, dass die Vorstellungen von einer Nachkriegsordnung weit auseinanderliegen. Nur vierzig Minuten sollen die Gespr&auml;che gedauert haben. Aber interessant immerhin die Andeutung, dass es st&auml;ndige Online-Kontakte gibt.<\/p><p>Damit ist eigentlich ein Erlass au&szlig;er Kraft gesetzt, der Verhandlungen mit Russland verbot. Selenskyj unterschrieb ihn im September 2022 und schickt ihm jetzt seine Anweisung hinterher: &bdquo;Gem&auml;&szlig; der Verfassung der Ukraine kann niemand au&szlig;er mir Verhandlungen &uuml;ber die Souver&auml;nit&auml;t und die territoriale Unversehrtheit der Ukraine f&uuml;hren.&ldquo; [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Ja, er verlangt geradezu ein Gespr&auml;ch mit Putin, das aber gr&uuml;ndlicher Vorbereitung bed&uuml;rfe, meint die russische Seite. Denn tats&auml;chlich ist es international &uuml;blich, dass Vertr&auml;ge unterschriftsreif vorliegen, ehe sich die Regierungschefs treffen. Aber Selenskyj ist nat&uuml;rlich an einem publikumswirksamen Auftritt interessiert, wie er ihn im Wei&szlig;en Haus hinlegte, was Trump ja &uuml;berhaupt nicht gefiel. <\/p><p>Hierzulande h&ouml;rt man oft, dass doch kein Land bestimmen k&ouml;nne, was vor seinen Grenzen geschieht. Emotional muss man zustimmen. Aber n&uuml;chtern betrachtet, verh&auml;lt sich Russland wie eine Gro&szlig;macht, die nicht nur auf ihrer Sicherheit (der Beitritt Finnlands und Schwedens zur NATO 2023 bereitet dort kaum Schmerz), sondern auch auf ihren traditionellen Einflusssph&auml;ren besteht. Zum verletzten Sicherheitsbed&uuml;rfnis kommt die Erfahrung von Verlust.<\/p><p>Staaten befinden sich mit ihrem Selbstbestimmungsrecht in einem internationalen Machtgef&uuml;ge. Russland will mit den USA gleichziehen und erhebt Anspr&uuml;che, wie es Europa beziehungsweise Deutschland auch gern tun m&ouml;chten. Nun wird darum gerungen, wer am l&auml;ngeren Hebel sitzt. <\/p><p>Aber wir leben mit Russland auf einem Kontinent. Und wie schon der alte Bismarck wusste, k&ouml;nnen gute Beziehungen zu diesem riesigen Land Deutschland nur gut tun. Entsprechend m&uuml;sste unsere Europa-Politik sein. Wenn selbstgef&auml;llige Leute am Ruder sind, die aus dem Korsett ihrer anerzogenen Dogmen nicht heraus k&ouml;nnen, wird es indes gef&auml;hrlich. Denn das w&uuml;rde umgekehrt auch jene nationalistischen Kr&auml;fte in Russland best&auml;rken, die ihren Einfluss vom Krieg herleiten. Es ist ein Jammer, dass unsere Regierung so wenig von Russland wei&szlig; und so parteiische Berater hat. Denn auch Russland w&uuml;rde von guten Beziehungen zu Deutschland profitieren. Die deutsche Zarin Katharina II. wird dort immer noch verehrt. <\/p><p><small>Titelbild: LukeOnTheRoad \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Marc Trachtenberg, Marcus Kl&ouml;ckner: Chronik eines angek&uuml;ndigten Krieges. Die Ukraine und das Versagen der Diplomatie. Westend 2025, 205 S., br., 20 &euro;, S. 9<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Arthur Ponsonby: L&uuml;gen in Kriegszeiten: Kritische Betrachtungen. Westend 2022, 176 S., br., 24 &euro;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Trachtenberg\/Kl&ouml;ckner, S. 96<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Gabriele Krone-Schmalz: Eiszeit. Warum Russland d&auml;moniert wird und warum das so gef&auml;hrlich ist. Westend 2023, 357 S., br., S. 12<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/53\/angela-merkel-russland-krieg-wladimir-putin\">zeit.de\/2022\/53\/angela-merkel-russland-krieg-wladimir-putin<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Mary Elise Sarotte: Nicht einen Schritt weiter nach Osten. Amerika, Russland und die wahre Geschichte der Nato-Osterweiterung. Aus dem Englischen von Martin Richter. C.H. Beck, 2024, 391 S., geb., 28 &euro;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Kl&ouml;ckner \/ Trachtenberg, S. 23f<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Michail Gorbatschow: Was jetzt auf dem Spiel steht. Mein Aufruf f&uuml;r Frieden und Sicherheit. Siedler 2019, 185 S., geb., 18 &euro;, S. 14<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>]Kl&ouml;ckner\/ Trachtenberg, S. 33 f<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] ebenda, S. 59<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] ebenda, S. 53<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] ebenda, S. 58<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] ebenda, S. 73<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Horst Teltschik: Russisches Roulette. C.H.Beck 2019, 234 S., br., 16,95 &euro;., S.62<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/ueber-die-netzwelt\/das-ignorierte-angebot-russlands-briefe-vom-17-dezember-2021\">infosperber.ch\/medien\/ueber-die-netzwelt\/das-ignorierte-angebot-russlands-briefe-vom-17-dezember-2021<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Geheimer-Friedensvertrag-haette-Ukraine-Krieg-nach-wenigen-Wochen-beenden-koennen-9700618.html\">telepolis.de\/features\/Geheimer-Friedensvertrag-haette-Ukraine-Krieg-nach-wenigen-Wochen-beenden-koennen-9700618.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/putin-direkte-verhandlungen-ukraine-100.html\">tagesschau.de\/ausland\/europa\/putin-direkte-verhandlungen-ukraine-100.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/selenskyj:-kein-verbot-f%C3%BCr-verhandlungen-mit-putin-f%C3%BCr-mich\/89313668\">swissinfo.ch\/ger\/selenskyj:-kein-verbot-f&uuml;r-verhandlungen-mit-putin-f&uuml;r-mich\/89313668<\/a><\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/f8736cfc05314da3a2dd341aaf0d11e4\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der US-amerikanische Historiker <strong>Marc Trachtenberg<\/strong> und der Soziologe <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> erhellen in ihrem Buch &bdquo;Chronik eines angek&uuml;ndigten Krieges &ndash; Die Ukraine und das Versagen der Diplomatie&ldquo; Zusammenh&auml;nge, die unerl&auml;sslich sind, um den Ukraine-Konflikt zu durchschauen. 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