{"id":137108,"date":"2025-08-08T13:21:00","date_gmt":"2025-08-08T11:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137108"},"modified":"2025-08-08T13:20:02","modified_gmt":"2025-08-08T11:20:02","slug":"der-grosse-epochenbruch-aber-ohne-europa-wie-ideologische-verbohrtheit-unsere-zukunft-ruiniert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137108","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe Epochenbruch, aber ohne Europa \u2013 Wie ideologische Verbohrtheit unsere Zukunft ruiniert"},"content":{"rendered":"<p>Umbruchzeiten in der Weltpolitik sind au&szlig;erordentliche Zeiten. Die bestehende Ordnung erodiert oder kollabiert, eine neue Ordnung erscheint am Horizont und bildet sich langsam heraus. Die &Uuml;bergangsphase, das Interregnum, ist h&auml;ufig sehr konfliktreich, mitunter kriegerisch: Die untergehende Macht will ihren absoluten oder auch nur relativen Niedergang nicht akzeptieren, die neuen M&auml;chte im Werden hingegen fordern Mitsprache oder sogar Dominanz. Ob die Konflikte diplomatisch oder mit Blut und Eisen gel&ouml;st werden, ist immer offen gewesen. Von <strong>Alexander Neu<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9239\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-137108-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808_Der_grosse_Epochenbruch_aber_ohne_Europa_Wie_ideologische_Verbohrtheit_unsere_Zukunft_ruiniert_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808_Der_grosse_Epochenbruch_aber_ohne_Europa_Wie_ideologische_Verbohrtheit_unsere_Zukunft_ruiniert_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808_Der_grosse_Epochenbruch_aber_ohne_Europa_Wie_ideologische_Verbohrtheit_unsere_Zukunft_ruiniert_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808_Der_grosse_Epochenbruch_aber_ohne_Europa_Wie_ideologische_Verbohrtheit_unsere_Zukunft_ruiniert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=137108-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808_Der_grosse_Epochenbruch_aber_ohne_Europa_Wie_ideologische_Verbohrtheit_unsere_Zukunft_ruiniert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250808_Der_grosse_Epochenbruch_aber_ohne_Europa_Wie_ideologische_Verbohrtheit_unsere_Zukunft_ruiniert_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Nun befindet sich die Welt seit einigen Jahren wieder in einem Interregnum. Epochenbr&uuml;che geh&ouml;ren zur menschlichen Geschichte wie ein Naturgesetz. Nur ist es dieses Mal ein besonderer Epochenbruch, der sich signifikant von vorangegangenen Br&uuml;chen unterscheidet: In den letzten 500 Jahren ist die Welt eine europ&auml;ische Welt, ab dem 20. Jahrhundert mit den USA eine westliche Welt gewesen. Europa (im politischen, &ouml;konomischen und kulturellen Sinne) hat die Welt dominiert und gestaltet: Kolonialismus, Ausbeutung, Krieg, aber auch Modernisierung in den Rest der Welt strukturierte den Globus zu einem auf Europa, den Westen ausgerichteten Globus.<\/p><p>Die Epochenbr&uuml;che der letzten 500 Jahre fanden in der europ&auml;ischen Welt statt: der Fall Konstantinopels 1453, der 30-j&auml;hrige Krieg mit den anschlie&szlig;enden, bis heute bedeutsamen Westf&auml;lischen Vertr&auml;gen zu modernem V&ouml;lkerrecht und staatlicher Souver&auml;nit&auml;t 1648, der Kollaps der Monarchien zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Osmanisches Reich, KuK-Monarchie und das deutsche Kaiserreich, Russisches Zarenreich und Oktoberrevolution sowie der Einstieg der USA als aufkommende Gro&szlig;macht) als Ergebnisse des Ersten Weltkrieges; die Niederlage des Deutschen Reiches und Aufteilung Deutschlands als Folge des Zweiten Weltkrieges; das Aufwachsen der Sowjetunion zur zweiten Supermacht und die damit einhergehende Aufteilung Europas in Ost und West und der Welt in sowjetische und US-amerikanische Einflusszonen. Der Staffelstab der Macht und der Vorherrschaft wanderte also zwischen den europ&auml;ischen, sp&auml;ter den Gro&szlig;m&auml;chten der n&ouml;rdlichen Hemisph&auml;re. Der Rest der Welt war blo&szlig;e Verf&uuml;gungsmasse.<\/p><p>Nun aber sind wir Zeitzeugen eines qualitativ anderen Epochenwandels: Der Westen und der &ndash; etwas vereinfacht formuliert &ndash; &bdquo;Nichtwesten&ldquo; k&auml;mpfen um den Erhalt der alten bzw. der Struktur der neuen Weltordnung. Der Westen will seinen relativen Machtverlust nicht akzeptieren, der Rest der Welt die Globaldominanz des Westens nicht mehr. Die unipolare Weltordnung liegt in den letzten Z&uuml;gen, die neuen Akteure stehen auf der B&uuml;hne und fordern multipolare Strukturen bzw. die Abbildung ihrer gewachsenen Macht in den internationalen Regierungsorganisationen, wie der UNO, dem IWF oder der Weltbank. Sofern ihnen dies nicht zugestanden wird &ndash; beispielsweise Reform des UN-Sicherheitsrates, in dem auch dem Globalen S&uuml;den permanente Sitze zugestanden werden &ndash;, bauen sie neue, eigene regionale und interregionale Foren, die die globalen Institutionen umgehen und zur Erosion dieser globalen internationalen Regierungsorganisationen f&uuml;hren. Die UNO befindet sich auf dem Wege in die Bedeutungslosigkeit. Eingeklemmt zwischen den alten Gro&szlig;m&auml;chten, die die UNO und das V&ouml;lkerrecht mit der sogenannten &bdquo;regelbasierten internationalen Ordnung&ldquo; zu ersetzen und den Rest der Welt darauf zu verpflichten versuchen, und den neuen, den aufkommenden Gro&szlig;m&auml;chten, die angesichts der Weigerung des Westens, die UNO zu reformieren, Parallelstrukturen in der Weltpolitik aufbauen und die westliche Ordnungsvorstellung sowie deren &bdquo;regelbasierte internationale Ordnung&ldquo; ablehnen.<\/p><p>Zu den Parallelstrukturen des Nichtwestens geh&ouml;ren vor allem BRICSplus sowie die Shanghai Organisation f&uuml;r Zusammenarbeit.<\/p><p>Die USA als die westliche F&uuml;hrungsmacht hat das Potenzial und die Herausforderungen f&uuml;r den Westen und insbesondere f&uuml;r die USA angesichts dieser Entwicklungen erkannt. Der neue US-Pr&auml;sident Donald Trump tut das, was Herrschende in Gro&szlig;m&auml;chten und untergehenden Gro&szlig;m&auml;chten tun: Sie versuchen, den Niedergang ihres Imperiums zu verhindern. Es war ein Irrtum der ersten Monate nach Amtsantritt, dass Trump es anders sehen k&ouml;nnte, dass er sich mit der aufkommenden neuen Weltordnung, der multipolaren Ordnung abfinden w&uuml;rde, dass er das Prinzip &bdquo;primus inter pares&ldquo; (&bdquo;Erster unter Gleichen&ldquo;) mittragen w&uuml;rde, in dem Einflusszonen nach Deals gem&auml;&szlig; der jeweiligen Machtpotenziale der Konkurrenten aufgeteilt werden w&uuml;rden. Er betrachtet diese Herausforderungen f&uuml;r die USA nicht anders als das &uuml;brige US-Establishment.<\/p><p>Es ist nur anders &ndash; direkter und ehrlicher; nicht in ideologische Worth&uuml;lsen &bdquo;Demokratien gegen Autokratien\/Diktaturen&ldquo;, &bdquo;Gut&ldquo; gegen &bdquo;B&ouml;se&ldquo;, &bdquo;Garten gegen Dschungel&ldquo; verpackt, sondern rein pragmatisch, rein machtpolitisch im Sinne der Denkschule des Realismus. Auch in der im Jahre 1992 bekannt gewordenen sogenannten Wolfowitz-Doktrin, benannt nach dem Neocon Paul Wolfowitz, die das Denken der US-Neocons (eine au&szlig;enpolitische Denkschule) reflektiert und deren Einfluss sich tats&auml;chlich auf beide Lager, die Republikaner und die Demokraten erstreckt, wird gefordert, die alleinige US-Vorherrschaft in der Weltpolitik mit allen Mitteln und somit auch jenseits v&ouml;lkerrechtlicher Restriktionen zu verteidigen. Dieser Ansatz gilt offensichtlich partei&uuml;bergreifend in den USA als Leitfaden US-amerikanischer Au&szlig;en-, Sicherheits- und Geopolitik. Und auch Donald Trump denkt in diese Richtung. Er k&auml;mpft nicht f&uuml;r den Westen, zumindest nicht in erster Linie, sondern f&uuml;r die USA, gem&auml;&szlig; seinen Losungen &bdquo;America first&ldquo; und &bdquo;Make America Great Again&ldquo;.<\/p><p>Derzeit k&auml;mpft Trump seinen Krieg in erster Linie als Handels- und Sanktionskrieg &ndash; selbst gegen seine Verb&uuml;ndeten im westlichen Lager &ndash; gegen den Rest der Welt. Insbesondere die EU und die BRICS-Staaten sind in seinem Fokus.<\/p><p>Im Folgenden sollen die Ma&szlig;nahmen der USA als Globalakteur im Abwehrkampf gegen ihren relativen Machtverlust sowohl mit Blick auf die &bdquo;Freunde&ldquo; und die &bdquo;Feinde&ldquo; skizziert werden.<\/p><p><strong>BRICSplus<\/strong><\/p><p>Die BRICSplus-Gruppierung ist zwar keine formale internationale Regierungsorganisation, verf&uuml;gt also nicht &uuml;ber eigene feste Organisationsstrukturen und einen entsprechenden institutionellen Standort. Ihre Bedeutung auch als &bdquo;nur&ldquo; kooperierende Staatengruppe ist dennoch nicht zu untersch&auml;tzen. Die abwechselnd in den Hauptst&auml;dten der Teilnehmerstaaten j&auml;hrlich stattfindenden Gipfeltreffen sind ein wichtiger Hinweis darauf, dass die Regierungen diesem Staatenb&uuml;ndnis eine hohe politische Relevanz beimessen.<\/p><p>Dieses Jahr fand das Gipfeltreffen unter der brasilianischen Pr&auml;sidentschaft in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro im Juli statt, also vor einem Monat.<\/p><p>Als Gr&uuml;ndungsmitglieder gelten Brasilien (B), Russland (R), Indien (I), China (C), die 2006 die BRIC schufen. S&uuml;dafrika stie&szlig; 2010 hinzu. Mit dem &bdquo;S&ldquo; f&uuml;r S&uuml;dafrika wurde der Name auf BRICS erweitert. Mit der n&auml;chsten Erweiterung (&Auml;gypten, &Auml;thiopien, Indonesien, der Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate) wurde darauf verzichtet, das Alphabet weiter zu strapazieren. Es hei&szlig;t nun einfach BRICSplus. Der Status von Saudi-Arabien ist nicht eindeutig erkennbar. Zwar ist auf der <a href=\"https:\/\/infobrics.org\/\">BRICS-Homepage<\/a> Saudi-Arabien als Vollmitglied aufgef&uuml;hrt, jedoch gibt es unterschiedliche Informationen &uuml;ber den tats&auml;chlichen Status des Landes.<\/p><p>Hinzu kommen eine Vielzahl von BRICS-Partnerstaaten. Dieses Format der Partnerstaaten kann als eine Vorstufe zur Vollmitgliedschaft oder auch nur als eine Anbindung an die BRICS interpretiert werden.<\/p><p>Die BRICSplus-Staaten repr&auml;sentieren rund 50 Prozent (unter Einschluss der Partnerl&auml;nder rund 56 Prozent) der Weltbev&ouml;lkerung. Der Anteil der BRICSplus-Vollmitglieder am weltweiten Bruttoinlandsprodukt soll <a href=\"https:\/\/infobrics.org\/en\/post\/52789\/\">rund 41 Prozent<\/a> (unter Einschluss der Partnerl&auml;nder rund 44 Prozent) betragen.<\/p><p>Das BRICSplus-B&uuml;ndnis richtet sich nach eigenen Angaben gegen keine anderen Staaten(-gruppen), betont jedoch die Wahrung der Souver&auml;nit&auml;t seiner Staaten und den Anspruch auf eine selbstbestimmte Entwicklung &ndash; auch und vor allem unabh&auml;ngig westlicher Interventionen und Einfl&uuml;sse. Im Westen wurde das BRICSplus-Gebilde lange Zeit als irrelevant ignoriert. Zu heterogen seien die jeweiligen nationalen Interessen, als dass sie geb&uuml;ndelt werden und sodann eine Gefahr f&uuml;r die westliche Hegemonie darstellen k&ouml;nnten. Man setzte weithin auf die alte Methode des &bdquo;Teile und Herrsche&ldquo; im Umgang mit den nichtwestlichen Staaten. Tats&auml;chlich jedoch scheint mittlerweile der Wille zur Unabh&auml;ngigkeit, tats&auml;chlicher politischer und &ouml;konomischer Souver&auml;nit&auml;t der nichtwestlichen Staaten schwerer zu wiegen als ihre ansonsten heterogenen Interessenlagen. Es bedurfte offensichtlich einer Staaten-Avantgarde &ndash; also die BRICS-Staaten &ndash;, die nun sukzessive immer mehr Staaten anzieht. Seit rund zwei Jahren beobachten Politik und Mainstreammedien im Westen dann doch mit Argusaugen die Entwicklung der BRICSplus unter dem Aspekt der Bedrohung der westlichen Globaldominanz &ndash; Stichwort: Ersetzung der unipolaren hin zur multipolaren Weltordnung.<\/p><p><strong>BRICSplus &ndash; Der &bdquo;Krieg&ldquo; beginnt<\/strong><\/p><p>Den offiziellen Startschuss zum Kampf gegen BRICSplus feuerte US-Pr&auml;sident Donald Trump angesichts des im Juli stattgefundenen BRICSplus-Gipfels in Brasilien. So berichtet <em>CNN<\/em> folgendes <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/07\/10\/business\/brics-tariff-threat-trump\">Statement von Donald Trump<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;,<em>Jedes Land, das sich der antiamerikanischen Politik der BRICS anschlie&szlig;e&acute;, werde sich diesen Z&ouml;llen &sbquo;ohne Ausnahme&lsquo; stellen m&uuml;ssen, schrieb Trump am Sonntag in den sozialen Medien, als sich die Staats- und Regierungschefs der Gruppe zu einem j&auml;hrlichen Gipfeltreffen in Rio de Janeiro trafen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>(&bdquo;,<em>Any country aligning themselves with the Anti-American policies of BRICS&acute; will face those duties with ,no exceptions&acute;, Trump <a href=\"https:\/\/www.cnn.com\/2025\/07\/06\/business\/bessent-tariff-deadline-trump\">wrote on social media<\/a> Sunday, as leaders from the group met for an annual summit in Rio de Janeiro<\/em>.&ldquo;)\n<\/p><\/blockquote><p>Trumps Unmut trifft vor allem die im Raum stehende Abwendung der BRICS-Staaten vom US-Dollar als Welthandelsw&auml;hrung. Den bilateralen oder multilateralen Handel ohne Nutzung des US-Dollars, also die Nutzung der nationalen W&auml;hrungen der Handelspartner und erst recht eine eigene BRICSplus-Handelsw&auml;hrung betrachtet Donald Trump &ndash; und wohl nicht nur er &ndash; als &bdquo;anti-amerikanische Politik&ldquo;.<\/p><p><a href=\"https:\/\/t.me\/CerFunhouse\">Drago Bosnic<\/a>, unabh&auml;ngiger geopolitischer und milit&auml;rischer Analyst, konnte zu dieser Thematik einen kritischen Artikel auf der <a href=\"https:\/\/infobrics.org\/en\/post\/52934\/\">&bdquo;<em>Gemeinsamen Homepage der Au&szlig;enministerien der BRICS-Mitgliederstaaten<\/em>&ldquo;<\/a> ver&ouml;ffentlichen, womit seinem Beitrag zumindest ein halboffizieller Charakter zugestanden werden kann:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Der von den USA angef&uuml;hrte politische Westen ist eine Bedrohung f&uuml;r jedes auch nur ann&auml;hernd souver&auml;ne Land auf diesem Planeten. Egal, wie viele Zugest&auml;ndnisse ein Land macht, es wird nie genug sein, denn der aggressivste Machtpol der Menschheitsgeschichte verlangt nichts als blinden Gehorsam. Wenn dies bedeutet, dass L&auml;nder (oder ganze L&auml;ndergruppen, wie die EU\/NATO zeigt) ihre grundlegendsten nationalen Interessen opfern m&uuml;ssen, um die USA zufriedenzustellen, dann ist das nach der geopolitischen Logik Washingtons, &sbquo;so sei es<\/em>&acute;&ldquo;.<\/p>\n<p>(&bdquo;<em>The US-led political West is a threat to every remotely sovereign nation on the planet. No matter how many concessions a country makes, it&rsquo;ll never be enough, as the most aggressive power pole in human history wants nothing but blind obedience. According to Washington DC&rsquo;s geopolitical logic, if this means that countries (or entire groups of countries, as evidenced by the EU\/NATO) need to sacrifice their most basic national interests to satisfy the US, then &ldquo;so be it&rdquo;<\/em>.&ldquo;)\n<\/p><\/blockquote><p>Interessant an der Formulierung Bosnics sind zwei Aspekte: Erstens die Interpretation, nach der der Westen als Bedrohung f&uuml;r jegliche Unabh&auml;ngigkeit nichtwestlicher Staaten und somit als Gefahr auch f&uuml;r das UNO-V&ouml;lkerrecht betrachtet wird, denn die staatliche Souver&auml;nit&auml;t ist ein Grundstein der UNO-Charta; und zweitens, dass selbst im Westen eine starre Hierarchie besteht, indem der Autor den USA attestiert, selbst die EU und die NATO als Objekte US-amerikanischer Interessenpolitik zu betrachten.<\/p><p>Und tats&auml;chlich scheint sich eine zunehmende Anzahl nichtwestlicher Staaten &ndash; angesichts seines politischen Missbrauchs (grundlegend f&uuml;r die Anwendung von Sanktionen gegen Drittstaaten, beispielsweis Ausschluss aus dem SWIFT-System oder Sperrung des Zugangs zum US-Dollar f&uuml;r den Handel) f&uuml;r au&szlig;enpolitische und au&szlig;enwirtschaftliche Interessen der USA &ndash; vom US-Dollar als faktische Welthandelsw&auml;hrung zu verabschieden. So schreibt ein anderer Autor auf der oben genannten <a href=\"https:\/\/infobrics.org\/en\/post\/52946\/\">BRICSplus-Homepage<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Ende einer &Auml;ra? Welt bewegt sich jenseits des Dollars. Mehr als 90 L&auml;nder haben einen historischen Bruch mit dem US-Dollar in ihrem internationalen Handel eingeleitet<\/em>.&ldquo;<\/p>\n<p>(&bdquo;<em>End of an Era? World Moves Beyond the Dollar. More than 90 countries have initiated a historic break with the US dollar in their international trade.<\/em>&ldquo;)\n<\/p><\/blockquote><p>Nach jetzigem Stand ist kein Einknicken der BRICSplus-Staaten angesichts der Erpressungsversuche Donald Trumps zu erkennen. Das Machtbewusstsein in der BRICSplus-Gemeinschaft ist gr&ouml;&szlig;er, als es die USA und die Europ&auml;er erwartet haben. Der Stellvertreterkrieg in der Ukraine und seine geopolitischen Hintergr&uuml;nde (NATO-Osterweiterung) wie auch die Trag&ouml;die im Nahen Osten, insbesondere Gaza, und deren geopolitische Intentionen haben dem Nichtwesten die letzten Illusionen &uuml;ber eine faire und vertrauensw&uuml;rdige Partnerschaft auf Augenh&ouml;he mit dem Westen genommen. Die Narrative zwischen dem Westen und dem Nichtwesten &uuml;ber die Weltpolitik fallen immer weiter auseinander.<\/p><p><strong>EU-US-Handelsabkommen<\/strong><\/p><p>Dass die USA auch ihre Verb&uuml;ndeten nicht mit Samthandschuhen anfassen, davon konnte sich die &Ouml;ffentlichkeit EU-Europas j&uuml;ngst bei einem Treffen zwischen dem US-Pr&auml;sidenten Donald Trump und der EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen &uuml;berzeugen.<\/p><p>Das Treffen fand ganz nach den Vorlieben Trumps weder in offiziellen R&auml;umen in Washington oder Br&uuml;ssel statt, sondern so nebenbei auf einem Golfplatz in Schottland &ndash; w&uuml;rde man es zynisch formulieren, dann zwischen zwei Schl&auml;gen Trumps auf dem Rasen. Jedenfalls war das Ergebnis ganz nach dem Geschmack Donald Trumps. Und die Kommissionspr&auml;sidentin feierte das Ergebnis als ein &bdquo;gutes Abkommen&ldquo; &ndash; ja, f&uuml;r die USA, nicht jedoch f&uuml;r die EU und ihre Wirtschaft. Das Ergebnis ist in einem <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/fact-sheets\/2025\/07\/fact-sheet-the-united-states-and-european-union-reach-massive-trade-deal\/\">Fact Sheet des Wei&szlig;en Hauses<\/a> zusammengefasst.<\/p><p>Das Online-Medium <em>T-Online<\/em> hat eine Presseschau zu den Bewertungen diverser Mainstreammedien im EU-Raum zusammengestellt. Diese gelangen ganz &uuml;berwiegend zu einem vernichtenden Urteil hinsichtlich des von der Kommissionspr&auml;sidentin proklamierten <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_100840622\/zoll-deal-von-eu-und-usa-so-reagiert-die-internationale-presse.html\">&bdquo;guten Abkommens&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Schaut man sich das Ergebnis an, so k&ouml;nnte man den Eindruck gewinnen, dass die Kommissionspr&auml;sidentin der EU &uuml;berhaupt kein Interesse an einer starken EU hat, einer EU, die einen eigenst&auml;ndigen Machtpol in der sich herausbildenden multipolaren Weltordnung darstellen k&ouml;nnte. Was ist mit der &bdquo;strategischen Autonomie&ldquo;, die die EU unbedingt umsetzten wollte? Was bleibt &uuml;brig von der harten Positionierung der Europ&auml;er gegen Donald Trump zu Beginn seiner Amtszeit im Vergleich zum Verhalten und Handeln der letzten Wochen? Man &uuml;berschlug sich geradezu mit Forderungen nach einem unabh&auml;ngigen und selbstst&auml;ndigen Europa. Und jetzt?<\/p><p>Offensichtlich hat man nach den ersten Anti-Trump-Emp&ouml;rungsrunden und den verlautbarten hochtrabenden Zielen europ&auml;ischer Eigenst&auml;ndigkeit dann doch kalte F&uuml;&szlig;e bekommen. Man konnte sich in EU-Br&uuml;ssel und ein paar europ&auml;ischen Hauptst&auml;dten dann doch nicht dazu durchringen, EU-Europa zum eigenst&auml;ndigen Akteur in der internationalen Politik zu machen. Stattdessen entschied die EU-Kommission, s&auml;mtliche Handlungs- und Kooperationsoptionen jenseits der transatlantischen Orientierung freiwillig, ja geradezu mit Eifer zu kappen, sodass nur noch die USA als Partner verbleiben und sich EU-Europa somit bewusst und zielgerichtet in eine alternativlose Abh&auml;ngigkeit zu den USA man&ouml;vriert.<\/p><p>Die transatlantische Ideologie ist offenbar zu fest in den K&ouml;pfen und Seelen der europ&auml;ischen Politikentscheider verankert, als dass man in alternativen Kategorien zu denken in der Lage ist. Vielmehr kamen die EU-Eliten zu dem Ergebnis: Die transatlantische Orientierung Europas habe einen Preis, den man (also der europ&auml;ische Steuerzahler) halt zahlen m&uuml;sse, den die EU in Wirklichkeit die Steuerzahler zahlen lassen will, aber es nicht m&uuml;sste. Diese fortgesetzte einseitige Orientierung auf die USA macht EU-Europa zu einem freiwilligen Anh&auml;ngsel. Der Preis hierf&uuml;r wird weiter steigen. Donald Trump konnte ohne Probleme auf dem Golfplatz seine Ziele durchsetzen &ndash; was ihm zeigt, wie willensschwach die EU ist, und somit seinen Appetit auf weitergehende Unterwerfungen noch steigern d&uuml;rfte.<\/p><p>Bereits auf dem NATO-Gipfel Ende Juni war der Kuschelkurs der europ&auml;ischen NATO-Staaten gegen&uuml;ber Trump von beeindruckender Peinlichkeit &ndash; angef&uuml;hrt von ihrem Generalsekret&auml;r Mark Rutte, der Trump als &bdquo;Daddy&ldquo; bezeichnete. Und Ursula von der Leyen setzte dieses Trauerspiel auf dem Golfplatz fort.<\/p><p>Welchen weltpolitischen Status wird oder kann EU-Europa angesichts dieses unterw&uuml;rfigen Politikansatzes erringen?<\/p><p>Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird EU-Europa kein eigenst&auml;ndiger Globalakteur werden, da es nicht im Interesse der politikbestimmenden europ&auml;ischen Transatlantiker liegt. Das f&uuml;r EU-Europa m&ouml;gliche Spektrum bewegt sich mit allergr&ouml;&szlig;ter Wahrscheinlichkeit im dienenden Bereich den USA gegen&uuml;ber. Es beginnt beim klassischen &bdquo;bandwagoning&ldquo;, das hei&szlig;t, sich den USA zu unterwerfen in der Hoffnung, im Windschatten des gro&szlig;en Bruders zu segeln, etwas vom Kuchen abzubekommen. Und es endet bei der weitgehenden Selbstaufgabe EU-Europas, um die globale Vormachtstellung der USA zu unterst&uuml;tzen, was eine weitgehend irrationale Denke bedeutet.<\/p><p>Dass US-Pr&auml;sidenten, und nicht nur Donald Trump, &bdquo;America first&ldquo; denken und danach handeln, ist das eine. Dass aber die EU-Europ&auml;er diesen Ansatz mit begeisterter Selbstaufgabe ihrer selbst mittragen, ist schon etwas anderes. Zumal die EU sich weder demographisch (EU = 450 Millionen Einwohner und USA = 340 Millionen Einwohner) noch hinsichtlich der BIP-Daten (EU 17,94 Billionen Euro und die USA 25,27 Billionen Euro im Jahr 2024) unterordnen muss. Im Gegenteil w&auml;re die EU bei einem Handelsvolumen von 1,68 Billionen Euro (Stand 2024) mit den USA durchaus in der Lage, den US-Sanktions- und Zolldrohungen ebenso schmerzhafte Ma&szlig;nahmen entgegenzusetzen. Warum die Kommissionspr&auml;sidentin dies nicht tut, mag an ihrer transatlantischen Ideologisierung liegen. Nur, hier geht es nicht um ihre transatlantischen &Uuml;berzeugungen und ihr pers&ouml;nlichen Empfindungen, sondern um den europ&auml;ischen Wohlstand, die Lebensqualit&auml;t der Menschen in EU-Europa &ndash; schlichtweg um die Zukunft EU-Europas in einer neuen Weltordnung. Zumindest scheint den neuen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eine Vorahnung dessen zu ereilen, was das &bdquo;gute Abkommen&ldquo; so alles bedeuten k&ouml;nnte:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/finanzminister-klingbeil-fordert-konsequenzen-aus-handelskonflikt-mit-den-usa-100.html\">So berichtet der <em>Deutschlandfunk<\/em><\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Zum Auftakt seines Antrittsbesuchs in Washington hat Bundesfinanzminister Klingbeil die Europ&auml;er aufgerufen, Lehren aus dem Handelsstreit mit den USA zu ziehen. Der SPD-Politiker sagte im DLF, die Auseinandersetzung habe deutlich gemacht, wie abh&auml;ngig die EU in zentralen wirtschaftlichen Fragen sei.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Ob Lars Klingbeil jedoch die Machtfrage gegen den Kanzler Friedrich Merz im Hinblick auf die Ratifikation des &bdquo;guten Abkommens&ldquo; stellen wird, ist eher unwahrscheinlich.<\/p><p>Wie unabh&auml;ngiges, die nationalen Interessen verteidigendes Handeln geht, das zeigt derzeit Indien, ein BRICSplus-Staat: Indien verweigert sich sehr selbstbewusst den Erpressungen Donald Trumps, k&uuml;nftig kein &Ouml;l mehr aus Russland zu beziehen. So zitiert die &bdquo;Tagesschau&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/zoelle-usa-indien-klingbeil-100.html\">die indische Reaktion<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Indien wies die US-Kritik als &ldquo;ungerechtfertigt und unvern&uuml;nftig&rdquo; zur&uuml;ck. Wie jede gro&szlig;e Volkswirtschaft werde Indien alle notwendigen Ma&szlig;nahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine wirtschaftliche Sicherheit zu sch&uuml;tzen, sagte ein Sprecher des Au&szlig;enministeriums.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Bleibt zu hoffen, dass die EU-Mitgliedsstaaten dem Beispiel Indiens folgen, mithin ihre nationalen Interessen wiederentdecken und das &bdquo;gute Abkommen&ldquo; nicht ratifizieren. Ich bin da aber nicht sonderlich optimistisch. Und ob sich Donald Trump lediglich mit der vollst&auml;ndigen Unterordnung EU-Europas unter &bdquo;America first&ldquo; zufriedengeben wird oder das sich andienende EU-Europa letztlich sogar f&uuml;r &bdquo;America first&ldquo; opfern wird, ist fraglich. Ein anderer Globalakteur, der chinesische Staatschef Xi Jinping, &auml;u&szlig;ert hierzu seine Zweifel, <a href=\"https:\/\/x.com\/ChinainEnglis\/status\/1951805294721618185?t=mwWA6KnONXlxS9WoW9TaRA&amp;s=09\">wie er auf <em>X<\/em> kundtat<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Vereinigten Staaten k&uuml;mmern sich nicht um ihre Verb&uuml;ndeten; sie verfolgen nur ihre eigenen Interessen. Und wenn sie sehen, dass das Verlassen eines Partners diesen Interessen dient, z&ouml;gern sie nicht, ihn zu opfern und in die H&ouml;lle zu schicken&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>(&bdquo;The United States does not care about its allies; it only pursues its own interests. And when it sees that abandoning a partner serves those interests, it does not hesitate to sacrifice them and send them to hell.&ldquo;)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Damit liegt Xi auf der klaren analytischen Linie mit dem k&uuml;rzlich verstorbenen US-Strategen Henry Kissinger, dem folgende Aussage zur US-Au&szlig;enpolitik nachgesagt wird:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Es kann gef&auml;hrlich sein, Amerikas Feind zu sein; aber Amerikas Freund zu sein, ist verh&auml;ngnisvoll.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>(&bdquo;It may be dangerous to be America&rsquo;s enemy, but to be America&rsquo;s friend is fatal.&ldquo;)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend George Bush Junior nach dem Terrorangriff am 11. September 2001die Welt mit den Worten &bdquo;<em>entweder man ist mit uns oder mit den Terroristen<\/em>&ldquo; (h&auml;ufig auch &uuml;bersetzt &bdquo;gegen uns&ldquo;) dichotomisierte, dabei aber noch ein &ndash; selbstverst&auml;ndlich unter US-F&uuml;hrung &ndash; &bdquo;<em>Wir-gegen-die-Terroristen<\/em>&ldquo; suggerierte, geht Donald Trump noch einen Schritt weiter, was sich wie folgt benennen lie&szlig;e: &bdquo;Entweder man unterwirft sich uns oder ist gegen uns.&ldquo;<\/p><p>Mit anderen Worten: Sollte dieses &bdquo;gute&ldquo; Unterwerfungsabkommen in Kraft treten, dann brauchen wir in der EU nicht mehr &uuml;ber den Machtfaktor EU-Europa in einer multipolaren Weltstruktur zu diskutieren, sondern vielmehr &uuml;ber den sozio-&ouml;konomischen Niedergang des europ&auml;ischen Kontinents &ndash; inklusive des wahrscheinlichen faktischen Zerfalls der europ&auml;ischen Integration, da einzelne Mitgliedssaaten ihr Heil in der Flucht suchen, also sich au&szlig;en- und au&szlig;enwirtschaftspolitisch neu orientieren werden. Die neue Weltordnung findet ohne EU-Europa als mitgestaltendes Subjekt statt.<\/p><p>An den beiden Beispielen &ndash; BRICSplus und EU-Europa &ndash; wird deutlich, wie die verschiedenen Politikverst&auml;ndnisse (ideologiegesteuert oder pragmatischer Realismus) &uuml;ber Wohl und Wehe eines Landes oder eines Staatenbundes entscheiden k&ouml;nnen. Die Eliten EU-Europas haben sich gegen eine interessengeleitete, multivektorale Au&szlig;en- und Au&szlig;enwirtschaftspolitik entschieden. Daf&uuml;r werden wir einen hohen Preis zahlen.<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ ElNino<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/1dfbd7a1f44a48d9bdeefb3a80aa9ee0\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umbruchzeiten in der Weltpolitik sind au&szlig;erordentliche Zeiten. Die bestehende Ordnung erodiert oder kollabiert, eine neue Ordnung erscheint am Horizont und bildet sich langsam heraus. 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