{"id":137119,"date":"2025-08-10T12:00:09","date_gmt":"2025-08-10T10:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137119"},"modified":"2025-08-12T09:41:44","modified_gmt":"2025-08-12T07:41:44","slug":"stimmen-aus-afrika-nigers-langer-marsch-zur-souveraenitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137119","title":{"rendered":"Stimmen aus Afrika: Nigers \u201elanger Marsch\u201c zur Souver\u00e4nit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Die Milit&auml;rregierung im Niger kann sich trotz einer Finanzblockade durch Frankreich und Terroranschl&auml;gen an der Macht halten und hat konkrete Fortschritte in den Bereichen Landwirtschaft, Bildung und Energieversorgung vorzuweisen. Eine Reportage von <strong>Pavan Kulkarni<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nNoch immer durch Frankreichs Geldpolitik stranguliert und einem Krieg bewaffneter Gruppen gegen ihren Staat ausgesetzt, beging die Bev&ouml;lkerung im Niger den zweiten Jahrestag der Revolution vom 26. Juli gegen den franz&ouml;sischen Neokolonialismus.<\/p><p>Die Welle von Massenprotesten gegen die Stationierung franz&ouml;sischer Truppen in ihren ehemaligen Kolonien hatte bereits die von Frankreich gest&uuml;tzten Regime in Mali und Burkina Faso hinweggefegt, als am 26. Juli 2023 auch der damalige nigrische Pr&auml;sident Mohamad Bazoum gest&uuml;rzt wurde.<\/p><p>Unterst&uuml;tzt von Panafrikanisten, der Linken und der Massenbewegung gegen die franz&ouml;sische Vorherrschaft, gr&uuml;ndete der Anf&uuml;hrer des Umsturzes, General Abdourahamane Tchiani, den Nationalrat f&uuml;r den Schutz des Vaterlandes (Conseil national pour la sauvegarde de la patrie, CNSP) als Milit&auml;rregierung.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Seit dem 26. Juli 2023, als wir Nigrer die patriotische Verpflichtung eingegangen sind, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, geht das reaktion&auml;re neokoloniale System weiterhin aggressiv gegen unser Land und sein Volk vor&ldquo;, sagte Tchiani in seiner Rede zum Jahrestag.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Als die Regierung kurz nach der Gr&uuml;ndung des Nationalrates den Abzug der franz&ouml;sischen Truppen anordnete, versuchte Frankreich, 13 Mitgliedstaaten der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) zu einem Krieg gegen Niger anzustiften.<\/p><p>Die linken und panafrikanistischen Kr&auml;fte in diesen L&auml;ndern mobilisierten mit Demonstrationen gegen die geplante Invasion des Niger.<\/p><p>In der Zwischenzeit schlossen Mali und Burkina Faso &ndash; ebenfalls ehemalige ECOWAS-Mitglieder &ndash;, deren popul&auml;re Milit&auml;rregierungen bereits die franz&ouml;sischen Truppen ausgewiesen hatten, ein Verteidigungsb&uuml;ndnis mit dem Niger. Daraus ging die Allianz der Sahelstaaten (AES) hervor.<\/p><p>Die Regierung von Tchiani konnte die Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung im Inland festigen, indem sie sich erfolgreich gegen die Drohungen Frankreichs behauptete und dessen Truppen bis zum Jahresende aus dem Land vertrieb. Die Sanktionen der ECOWAS l&auml;hmten jedoch die unterentwickelte Wirtschaft des Binnenstaates.<\/p><p><strong>Frankreich zieht die geldpolitische Schlinge enger<\/strong><\/p><p>Auch nach der Aufhebung dieser Sanktionen im Februar 2024 bleibt Niger in den F&auml;ngen eines De-facto-Embargos, das Frankreich durch seine Kontrolle &uuml;ber die nigrische W&auml;hrung, den CFA-Franc (Franc de la Communaut&eacute; Financi&egrave;re d&rsquo;Afrique) verh&auml;ngt hat.<\/p><p>Diese W&auml;hrung wurde 1945 von Frankreich eingef&uuml;hrt und acht westafrikanischen sowie sechs zentralafrikanischen Kolonien aufgezwungen. Urspr&uuml;nglich war sie an den franz&ouml;sischen Franc gekoppelt, seit 2002 ist es der Euro. Sie wird von der Bank von Frankreich gedruckt und hat au&szlig;er der Garantie der Umwandlung in Euro keinen eigenst&auml;ndigen Wert.<\/p><p>Frankreich nutzt diese W&auml;hrung, die die formelle Unabh&auml;ngigkeit seiner ehemaligen Kolonien &uuml;berlebt hat, als Hebel, um Nigers F&auml;higkeit zum Handel zu unterbinden, sagte Aboubakar Alassane, ein nigrisches Mitglied der antiimperialistischen &bdquo;West African Peoples Organization&ldquo;.<\/p><p>Alle Devisenumtauschgesch&auml;fte und Transaktionen der acht Mitgliedsl&auml;nder der Westafrikanischen Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion, die den CFA-Franc verwenden, werden von der Zentralbank der Westafrikanischen Staaten (BCEAO) oder ihren autorisierten Vermittlern abgewickelt.<\/p><p>Die BCEAO wurde Ende der 1950er-Jahre vom franz&ouml;sischen Staat gegr&uuml;ndet und war bis 2020 verpflichtet, 50 Prozent ihrer gesamten Devisenreserven bei der Banque de France zu halten. Frankreich hatte au&szlig;erdem eine garantierte Vertretung in den Leitungsgremien.<\/p><p>Einige dieser offensichtlichen Kontrollmechanismen wurden zu Beginn dieses Jahrzehnts im Rahmen &bdquo;symbolischer&ldquo; Reformen abgeschafft, um den Neokolonialismus zu verschleiern, gegen den sich im Sahel Massenbewegungen entwickelten.<\/p><p>Da der CFA-Franc jedoch weiterhin an den Euro gekoppelt ist und der Wechselkurs von Frankreich garantiert wird, bleibt die BCEAO ein Instrument des franz&ouml;sischen Neokolonialismus.<\/p><p>&bdquo;Wenn wir beispielsweise Erd&ouml;l exportieren, flie&szlig;t das Geld, das wir daf&uuml;r erhalten, an die BCEAO, selbst wenn wir mit den BRICS-Staaten Handel treiben. Seit wir uns dieser Unterwerfung unter Frankreich verweigern, ist es fast unm&ouml;glich geworden, zu exportieren&ldquo;, sagte Alassane. &bdquo;Wenn wir etwas importieren m&uuml;ssen, m&uuml;ssen wir unser Geld bei der BCEAO hinterlegen&ldquo;, um den CFA-Franc von der Banque de France in Euro umtauschen zu lassen. &bdquo;Ohne Euro oder Dollar k&ouml;nnen wir nichts importieren&ldquo;, erkl&auml;rte er weiter.<\/p><p><strong>Der lange Kampf um die W&auml;hrungshoheit<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die &Uuml;berwindung des CFA-Franc und die Einf&uuml;hrung einer eigenen W&auml;hrung sind daher die n&auml;chsten Aufgaben der Revolution&ldquo;, bekr&auml;ftigt Alassane.<\/p><p>Er ist zuversichtlich, dass mit der Gr&uuml;ndung der Konf&ouml;deralen Bank f&uuml;r Investitionen und Entwicklung der Allianz der Sahelstaaten (Banque conf&eacute;d&eacute;rale pour l&rsquo;investissement et le d&eacute;veloppement, <a href=\"https:\/\/www.minute.bf\/aes-la-banque-confederale-pour-linvestissement-et-le-developpement-bientot-operationnelle\/\">BCID-AES<\/a>) in diesem Jahr eine solide Grundlage f&uuml;r diesen &Uuml;bergang geschaffen wird. Ein Entwurf f&uuml;r die Gr&uuml;ndung der Bank sowie ein Fahrplan f&uuml;r ihre Umsetzung wurden bis zum 25. Mai ausgearbeitet, als die Finanzminister der drei AES-Mitgliedsl&auml;nder in der malischen Hauptstadt Bamako zusammenkamen.<\/p><p>Auf ein dreit&auml;giges Treffen von Finanzexperten in der nigrischen Hauptstadt Niamey folgte am 24. und 25. Juli ein Treffen der Minister aus Mali, Burkina Faso und Niger.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.lesahel.org\/reunion-des-experts-des-finances-de-laes-accelerer-loperationnalisation-de-la-banque-confederale-pour-linvestissement-et-le-developpement-bcid-aes\/\"><em>Le Sahel<\/em> berichtete<\/a>, dass die &bdquo;Aufgabenbeschreibung f&uuml;r die Vorbereitung der rechtlichen Dokumente, Verfahrenshandb&uuml;cher und das Informationssystem&rdquo; zu den Themen geh&ouml;rten, die bei diesem Ministertreffen vor dem Jahrestag am 26. Juli diskutiert wurden.<\/p><p>Die Ausweisung der franz&ouml;sischen Truppen und der Austritt aus der ECOWAS seien eine Frage des &bdquo;politischen Willens&ldquo;, erkl&auml;rte Alassane. Die Losl&ouml;sung von den finanziellen Fesseln Frankreichs sei jedoch ein &bdquo;technisches&ldquo; Problem, dessen L&ouml;sung Zeit brauche. Dies gelte vor allem f&uuml;r eines der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt, das sich von &uuml;ber einem Jahrhundert franz&ouml;sischer Kolonialherrschaft und fortgesetzter Ausbeutung nach der Unabh&auml;ngigkeit befreie.<\/p><p>Trotz dieser wirtschaftlichen Zw&auml;nge kann die aktuelle Regierung Erfolge vorweisen.<\/p><p>&bdquo;<strong>Zum ersten Mal haben wir im Niger keinen Versorgungsengpass erlebt&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das im letzten Jahr gestartete gro&szlig;fl&auml;chige <a href=\"https:\/\/nigertimes.org\/2024\/03\/24\/ceremonie-officielle-de-lancement-du-programme-grande-irrigation-pgi-pour-le-cnsp-et-le-gouvernement-refonder-lagriculture-nigerienne-pour-batir-notre-souverainete-alimentaire-ne-doit-pa\/?utm_source=chatgpt.com\">Bew&auml;sserungsprogramm<\/a> zeige &bdquo;greifbare Ergebnisse&ldquo;, sagte Tchiani in seiner Rede.<\/p><p>&bdquo;Seit der Macht&uuml;bernahme durch den CNSP wurde die bew&auml;sserte Fl&auml;che erweitert&ldquo;, insbesondere in wichtigen Agrarregionen wie Dosso und Tillab&eacute;ri, berichtete Salia Zirkifil, ein 53-j&auml;hriger Reisbauer aus Kandadji in Tillab&eacute;ri, gegen&uuml;ber <em>Peoples Dispatch<\/em>. &bdquo;Dadurch ist das Angebot an Getreide gestiegen und die Preise sind erschwinglicher geworden.&ldquo;<\/p><p>Die Sanktionen der ECOWAS Mitte 2023, gefolgt von noch nie dagewesenen &Uuml;berschwemmungen w&auml;hrend des letzten Monsuns, hatten die Lebensmittelpreise in die H&ouml;he getrieben. &bdquo;Ein Sack Reis mit 25 Kilogramm kostete zwischen 16.000 und 20.000 CFA-Franc. Jetzt ist er f&uuml;r 11.000 bis 12.000 CFA-Franc erh&auml;ltlich&ldquo;, sagte er.<\/p><p>&bdquo;Zum ersten Mal&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.anp.ne\/souverainete-alimentaire-le-president-de-la-republique-se-rejouit-des-resultats-du-programme-de-grandes-irrigations\/\">f&uuml;gte Tchiani in seiner Rede hinzu<\/a>, &bdquo;haben wir im Niger keinen Versorgungsengpass erlebt.&ldquo;<\/p><p>In solchen Zeiten war es f&uuml;r Bauernfamilien &uuml;blich gewesen, den Getreidemangel zu &uuml;berbr&uuml;cken, indem sie die Samen der letzten Ernte a&szlig;en. Dadurch hatten sie f&uuml;r die n&auml;chste Pflanzsaison jedoch zu wenig Saatgut.<\/p><p>&bdquo;Diesmal konnten die Bauern ihr gesamtes Saatgut f&uuml;r die Aussaat aufbewahren&ldquo;, sagte Zirkifil voller Hoffnung, dass die n&auml;chste Ernte noch gr&ouml;&szlig;er ausfallen werde.<\/p><p><strong>Zementbauten ersetzen strohgedeckte Schulr&auml;ume<\/strong><\/p><p>Bildung ist ein weiterer wichtiger Bereich, in dem der Nationalrat Fortschritte erzielt hat. &bdquo;Der Exekutivausschuss der Union der nigrischen Studenten lobt insbesondere das gro&szlig; angelegte Programm zum Bau von Schulr&auml;umen in Niamey und im ganzen Land&ldquo;, erkl&auml;rte dessen Generalsekret&auml;r Effred Al-Hassan. Diese Schulr&auml;ume sind solide Geb&auml;ude aus Zement.<\/p><p>Die meisten Klassenzimmer und Wohnh&auml;user im Niger sind mit Lehm oder Stroh verkleidet und &uuml;berdacht. Es ist nicht ungew&ouml;hnlich, dass diese Bauten w&auml;hrend der Monsunregenf&auml;lle einst&uuml;rzen. Das Ausma&szlig; der Zerst&ouml;rungen w&auml;hrend der &Uuml;berschwemmungen in der Sahelzone zwischen Juni und Oktober des vergangenen Jahres war jedoch verheerend.<\/p><p>Um beim Wiederaufbau zu helfen, senkte die Regierung den Zementpreis um die H&auml;lfte.<\/p><p>Isaka, ein Lehrer an einer &ouml;ffentlichen Schule, hegt eine einfache Hoffnung f&uuml;r die Zukunft des Bildungswesens: &bdquo;Ich w&uuml;nsche mir, dass eines Tages alle Klassenzimmer im Niger aus Zement gebaut sind&ldquo;, sagte er gegen&uuml;ber <em>Peoples Dispatch<\/em>.<\/p><p>&bdquo;In Niamey hat die Regierung inzwischen 3.000 Schulr&auml;ume aus Zement gebaut. Wir haben immer noch welche aus Lehm, aber alle strohgedeckten wurden in Niamey durch Zementbauten ersetzt&ldquo;, sagte Alassane.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wenn ein Sch&uuml;ler in einem sauberen, gut bel&uuml;fteten und gut ausgestatteten Klassenzimmer lernt, das vor den Elementen gesch&uuml;tzt ist, f&ouml;rdert das die Konzentration, st&auml;rkt das Engagement und verbessert die schulischen Leistungen erheblich. Die r&auml;umlichen Gegebenheiten wirken sich direkt auf die Einstellung, das Verhalten und die Anwesenheit der Sch&uuml;ler aus und beeinflussen den gesamten Bildungsprozess positiv&ldquo;, erkl&auml;rte der Studentenvertreter Al-Hassan.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>&bdquo;Schlie&szlig;lich habe&ldquo;, so f&uuml;gte er hinzu, &bdquo;die Zahlung von Stipendien, Beihilfen und Zulagen&ldquo; durch den Nationalrat &ndash; die unter dem vorherigen Regime l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig waren &ndash; eine wichtige Rolle dabei gespielt, &bdquo;einige der sozialen N&ouml;te der Sch&uuml;ler zu lindern. Diese Zahlungen spiegeln die Bereitschaft wider, den Sch&uuml;lern zuzuh&ouml;ren und auf ihre Bed&uuml;rfnisse einzugehen.&ldquo;<\/p><p>Allerdings seien unterbesetzte Schulen mit einem Mangel an qualifizierten Lehrkr&auml;ften &bdquo;nach wie vor ein kritisches Thema&ldquo;, sagte er. Etwa 80 Prozent der Lehrer sind befristet angestellt. Das Fortbestehen dieses Problems unter der Regierung des Nationalrats ist laut Soumaila Koba, dem Pr&auml;sidenten der Unabh&auml;ngigen Lehrergewerkschaft, ein wesentlicher Faktor, der die Qualit&auml;t des nigrischen Bildungssystems beeintr&auml;chtigt.<\/p><p>Da sie oft versp&auml;tet bezahlt werden &ndash; und nur einen Bruchteil des Gehalts ihrer festangestellten Kollegen an &ouml;ffentlichen Schulen bekommen &ndash;, sind befristet angestellte Lehrer gezwungen, st&auml;ndig nach alternativen oder zus&auml;tzlichen Arbeitsm&ouml;glichkeiten zu suchen. Das hindert sie daran, ihre gesamte Arbeitszeit und Energie dem Unterrichten zu widmen.<\/p><p>&bdquo;<strong>Wir m&uuml;ssen den Terrorismus bek&auml;mpfen, damit die Schulen funktionieren k&ouml;nnen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die Regulierung ihrer Arbeitsverh&auml;ltnisse und L&ouml;hne sowie die Einstellung weiterer Lehrkr&auml;fte erfordern jedoch erhebliche Haushaltsmittel. Bislang konnte die Regierung aufgrund der finanziellen Zwangslage solche Mittel nicht bereitstellen, zumal dringende Sicherheitsausgaben einen Gro&szlig;teil der Staatskasse beanspruchen, so Koba.<\/p><p>&bdquo;Die gesamte westliche Zone ist durch Terroranschl&auml;ge bedroht.&ldquo; Sie haben dazu gef&uuml;hrt, dass Dutzende Schulen geschlossen wurden, da die Dorfbewohner &ndash; darunter auch Lehrer und Sch&uuml;ler &ndash; in sicherere Gebiete geflohen sind. &bdquo;Wir m&uuml;ssen den Terrorismus bek&auml;mpfen, damit diese Schulen funktionieren k&ouml;nnen&ldquo;, sagte er gegen&uuml;ber <em>Peoples Dispatch<\/em>.<\/p><p>Sowohl Koba als auch Al-Hassan sind der Meinung, dass der erfolgreiche Abschluss des Schuljahres mit allen Pr&uuml;fungen ohne Betrug oder andere Verst&ouml;&szlig;e angesichts der aktuellen Sicherheitsprobleme an sich schon eine beachtliche Leistung ist.<\/p><p>&bdquo;Der Sahel wird seit mehr als einem Jahrzehnt von einer schweren Sicherheitskrise heimgesucht, die die Existenz ihrer Staaten&ldquo; bedroht, sagte der nigrische Au&szlig;enminister Bakary Sangar&eacute; in seiner Rede vor der 79. UN-Generalversammlung im vergangenen September.<\/p><p>Frankreich hat als wichtiger Teilnehmer am NATO-Krieg 2011 Libyen zerst&ouml;rt und damit Terrororganisationen in der gesamten Sahelzone hervorgebracht. Anschlie&szlig;end errichtete es Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte in der Region &ndash; angeblich, um diese Gruppen zu bek&auml;mpfen. Unter der franz&ouml;sischen Militarisierung nahmen jedoch das von ihnen kontrollierte Gebiet und die Zahl der gewaltt&auml;tigen Anschl&auml;ge nur noch zu.<\/p><p><strong>Unterst&uuml;tzt Frankreich Terrororganisationen?<\/strong><\/p><p>In seiner Rede vor der Generalversammlung <a href=\"https:\/\/trt.global\/afrika-english\/article\/18214687\">f&uuml;gte Sangar&eacute; hinzu<\/a>, dass Frankreich nach dem Abzug seiner Truppen &bdquo;Terrororganisationen in der Sahelzone informiert, trainiert, finanziert und bewaffnet&ldquo;, um seine &bdquo;neue Strategie der Rekolonisierung&ldquo; umzusetzen.&ldquo;<\/p><p>Anfang August 2022 forderte Malis Au&szlig;enminister Abdoulaye Diop in einem <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/mali-accuse-france-arming-jihadist\/?utm_source=chatgpt.com\">Brief an den UN-Sicherheitsrat<\/a> eine Dringlichkeitssitzung und warf Frankreich vor, den malischen Luftraum verletzt zu haben, &bdquo;um Informationen zugunsten terroristischer Gruppen zu sammeln &hellip; und Waffen und Munition f&uuml;r sie abzuwerfen&ldquo;.<\/p><p>Im vergangenen Jahr <a href=\"https:\/\/www.agenzianova.com\/en\/news\/burkina-faso-la-giunta-militare-accusa-costa-davorio-e-benin-di-ospitare-basi-francesi-per-destabilizzare-il-paese\/\">beschuldigte<\/a> Burkina Fasos Pr&auml;sident Ibrahim Traor&eacute; Frankreich, zwei St&uuml;tzpunkte in Benin, das an Burkina Faso und Niger grenzt, zur &bdquo;Ausbildung von Terroristen&ldquo; zu nutzen. <a href=\"https:\/\/www.aa.com.tr\/en\/africa\/burkina-faso-accuses-france-of-destabilization-in-complicity-with-benin-ivory-coast\/3272883\">Er gab an<\/a>, &uuml;ber &bdquo;Audioaufnahmen von franz&ouml;sischen Agenten in Benin zu verf&uuml;gen, die in den Operationszentren der Terroristen agieren&ldquo;.<\/p><p>Die Anschuldigung, Frankreich nutze Benin als Ausgangspunkt f&uuml;r Terroranschl&auml;ge, wurde auch innerhalb des Landes ge&auml;u&szlig;ert &ndash; unter anderem von Gewerkschaften, der Kommunistischen Partei und mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen.<\/p><p>W&auml;hrend Frankreich bestreitet, terroristische Gruppen zu unterst&uuml;tzen, ist sein Verb&uuml;ndeter Ukraine, die von ihm Milit&auml;rhilfe in Milliardenh&ouml;he erhalten hat, weniger zur&uuml;ckhaltend. So <a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/afrique\/article\/2024\/08\/01\/au-mali-l-ombre-de-l-ukraine-derriere-les-rebelles-en-guerre-contre-les-mercenaires-russes-de-wagner_6264164_3212.html\">sagte der Sprecher des ukrainischen Milit&auml;rgeheimdienstes<\/a>, Andriy Yusov, in einem Interview im vergangenen Jahr, dass man bewaffneten Gruppen, die in Mali gegen den Staat k&auml;mpfen, &bdquo;Informationen und nicht nur Informationen&ldquo; zur Verf&uuml;gung stelle.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus <a href=\"https:\/\/www.lemonde.fr\/afrique\/article\/2024\/08\/01\/au-mali-l-ombre-de-l-ukraine-derriere-les-rebelles-en-guerre-contre-les-mercenaires-russes-de-wagner_6264164_3212.html\">berichtete <em>Le Monde<\/em><\/a>, dass die ukrainischen Beh&ouml;rden auch eine bewaffnete Gruppe im Umgang mit Drohnen ausbilden.<\/p><p>&bdquo;Indem es hochkar&auml;tige Terroroperationen mit subversiven wirtschaftlichen Ma&szlig;nahmen heimt&uuml;ckisch kombiniert&ldquo;, lassen Frankreich und seine neokolonialen Regierungen in der ECOWAS &bdquo;uns manchmal aus den Augen verlieren, was wir gemeinsam erreicht haben&ldquo;, n&auml;mlich &bdquo;die R&uuml;ckeroberung unseres Landes und seiner immensen Ressourcen&ldquo;, sagte Tchiani in seiner Ansprache.<\/p><p><strong>Uranabbau verstaatlicht<\/strong><\/p><p>Zu den strategisch wichtigsten Ressourcen Nigers z&auml;hlen die gr&ouml;&szlig;ten Uranvorkommen Afrikas. Diese Ressource war lange Zeit ein Monopol Frankreichs.<\/p><p>Das Staatsunternehmen Sopamin <em>(Soci&eacute;t&eacute; du Patrimoine des Mines du Niger)<\/em> war Minderheitsaktion&auml;r des Uran-Bergbauunternehmens Soma&iuml;r, welches diese Vorkommen ausbeutete.<\/p><p>63 Prozent der Anteile lagen beim franz&ouml;sischen Staatsunternehmen Orano, das seit 1971 einen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohen Anteil von 86 Prozent der Uranproduktion f&ouml;rderte.<\/p><p>Nachdem der Nationalrat den Export von Uran nach Frankreich gestoppt hatte, legte Orano den Abbau lahm und brachte die Produktion praktisch zum Erliegen.<\/p><p>&bdquo;Aber die Produktion wurde wieder aufgenommen&ldquo;, sagte Alassane, nachdem der Nationalrat Soma&iuml;r verstaatlicht und Orano im vergangenen Monat die Kontrolle entzogen hatte. &bdquo;Wir bauen Vorr&auml;te auf.&ldquo;<\/p><p>Obwohl aufgrund des &bdquo;Finanzembargos Frankreichs&ldquo; derzeit keine Exporte m&ouml;glich sind, ist er zuversichtlich, dass der Uranabbau nach der Losl&ouml;sung der Allianz der Sahelstaaten vom CFA-Franc und der Einf&uuml;hrung einer eigenen W&auml;hrung mit einer eigenen Zentralbank die dringend ben&ouml;tigten Mittel f&uuml;r die Finanzierung der Entwicklung Nigers liefern wird.<\/p><p>Die Nutzung von Uran zur Erzeugung von Atomstrom im eigenen Land kann f&uuml;r Niger, dessen Wirtschaft bisher auf die Rohstoffgewinnung f&uuml;r Frankreich ausgerichtet war und au&szlig;erhalb des Bergbausektors extrem unterindustrialisiert ist, indes nur ein fernes Ziel sein.<\/p><p>W&auml;hrend das gef&ouml;rderte Uran franz&ouml;sische Atomreaktoren antrieb und ein Drittel aller Gl&uuml;hbirnen in dem europ&auml;ischen Land zum Leuchten brachte, hatten &uuml;ber 85 Prozent der Nigrer keinen Anschluss an das nationale Stromnetz.<\/p><p>Etwa 70 Prozent des in Niger verbrauchten Stroms werden aus dem benachbarten Nigeria importiert. Sein Pr&auml;sident Bola Tinubu hatte auf Gehei&szlig; Frankreichs die Mobilisierung der ECOWAS, deren Vorsitzender er damals war, f&uuml;r einen Krieg gegen Niger angef&uuml;hrt, nachdem dessen Marionettenregime unter Mohamed Bazoum im Juli 2023 gest&uuml;rzt worden war.<\/p><p>Tinubu konnte jedoch sein eigenes Parlament nicht f&uuml;r den Krieg mobilisieren. Dennoch st&uuml;rzte er einen Gro&szlig;teil von Niger in Dunkelheit, indem er die Stromversorgung unterbrach, als die ECOWAS-Sanktionen im August 2023 in Kraft traten.<\/p><p>Selbst nach Aufhebung der Sanktionen im Februar dieses Jahres betrug die Stromversorgung seitens Nigerias nur 46 Megawatt pro Tag, <a href=\"https:\/\/www.abujapress.com\/2025\/04\/fg-slashes-electricity-supply-to-niger.html\">42 Prozent weniger<\/a> als vor den Sanktionen mit 80 Megawatt. Die gravierenden Engp&auml;sse hielten somit an und f&uuml;hrten in Niamey zu lang anhaltenden Stromausf&auml;llen, die manchmal mehrere Tage dauerten.<\/p><p>&bdquo;Aber jetzt&ldquo;, so Alassane, &bdquo;haben wir dank der beiden neuen Kraftwerke eine stabile Stromversorgung in der Stadt&ldquo;: ein <a href=\"https:\/\/www.esi-africa.com\/renewable-energy\/solar\/sanction-hit-niger-increases-energy-supply-with-solar-pv-plant\/\">30-Megawatt-Solarkraftwerk<\/a>, das gr&ouml;&szlig;te seiner Art im Land, das Ende 2023 vom Nationalrat in Betrieb genommen wurde, und ein weiteres <a href=\"https:\/\/www.anp.ne\/energie-inauguration-a-niamey-dune-centrale-electrique-de-20-megawatts-du-nom-de-sa-majeste-le-roi-mohamed-vi\/\">20-Megawatt-W&auml;rmekraftwerk<\/a>, das im vergangenen Dezember eingeweiht wurde.<\/p><p>Die Abh&auml;ngigkeit von Nigeria bei der Stromversorgung hat in Niamey deutlich abgenommen, au&szlig;erhalb der Hauptstadt besteht sie jedoch weiterhin.<\/p><p>&bdquo;Die Elektrifizierung zu meistern bedeutet, die Quelle der Industrialisierung zu erschlie&szlig;en, die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte zu erm&ouml;glichen und damit die Grundlagen f&uuml;r eine autonome Entwicklung zu schaffen&ldquo;, <a href=\"https:\/\/peoplesdispatch.org\/2025\/06\/27\/the-impact-of-the-nationalization-of-the-electricity-sector-and-uranium-production-in-niger\/\">betont Mamane Adamou<\/a>, der Leiter des Instituts f&uuml;r Strategie, Bewertung und Zukunftsforschung<em> <\/em>im Niger.<\/p><p>Bis zu dieser autonomen Entwicklung ist es noch ein steiniger Weg. Die Volksbewegungen sind jedoch weiterhin zuversichtlich, dass der Nationalrat das Land auf diesem Weg &bdquo;mit Aufrichtigkeit&ldquo; voranbringt.<\/p><p>&bdquo;<strong>Ein schwieriger, aber siegreicher Kampf&ldquo;<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Kein gro&szlig;es politisches Projekt nationaler Tragweite wurde jemals in Eile und innerhalb kurzer Zeit umgesetzt. Dies gilt insbesondere f&uuml;r Niger, wenn man die Probleme im Zusammenhang mit der Ausbeutung unserer nat&uuml;rlichen Ressourcen und die beispiellosen Widerst&auml;nde ber&uuml;cksichtigt, mit denen wir heute konfrontiert sind&ldquo;, erkl&auml;rte Tchiani.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>In seiner Rede zum Jahrestag f&uuml;gte er hinzu, es sei ein &bdquo;schwieriger, aber siegreicher Kampf, den wir &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum auf einem Weg voller Fallstricke f&uuml;hren m&uuml;ssen.&ldquo;<\/p><p>Er machte keine falschen oder voreiligen Siegesversprechungen. &bdquo;Wir haben uns daf&uuml;r entschieden, diesen schwierigen Weg gemeinsam und in Einheit zu gehen, mit voller Verantwortung und im klaren Bewusstsein der Probleme und Herausforderungen, die vor uns liegen.&ldquo;<\/p><p>Gleichwohl versicherte er der nigrischen Bev&ouml;lkerung, dass &bdquo;trotz der schwierigen Lage, in der wir uns befinden, und der heftigen Widrigkeiten, denen wir gegen&uuml;berstehen, unser Land tats&auml;chlich auf dem richtigen Weg ist: dem Weg der W&uuml;rde, der Souver&auml;nit&auml;t und des Kampfes f&uuml;r eine bessere Zukunft f&uuml;r alle.&ldquo;<\/p><p><em>Der Artikel erschien bei <a href=\"https:\/\/peoplesdispatch.org\/2025\/07\/30\/on-the-long-march-to-sovereignty-nigers-revolution-against-french-neocolonialism-enters-third-year\/\">Peoples Dispatch<\/a> &ndash; aus dem Englischen &uuml;bersetzt von Marta Andujo.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ AustralianCamera<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=133785\">70 Jahre &bdquo;Asiatisch-Afrikanische Konferenz&ldquo;: Der Geist von Bandung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=130523\">Internationale Buchmesse in Havanna w&uuml;rdigt S&uuml;dafrika und den Panafrikanismus<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114328\">Afrika entgleitet dem Westen und das ist f&uuml;r die Afrikaner wohl auch gut so<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86833\">Streit um Umgang mit Russland: S&uuml;dafrikanische Au&szlig;enministerin verwahrt sich gegen &bdquo;Bevormundung und Einsch&uuml;chterungsversuche&ldquo; durch USA und EU<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68322\">Vergessene Themen: &bdquo;Afrika&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Milit&auml;rregierung im Niger kann sich trotz einer Finanzblockade durch Frankreich und Terroranschl&auml;gen an der Macht halten und hat konkrete Fortschritte in den Bereichen Landwirtschaft, Bildung und Energieversorgung vorzuweisen. 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