{"id":137169,"date":"2025-08-08T14:20:34","date_gmt":"2025-08-08T12:20:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137169"},"modified":"2026-01-27T11:54:44","modified_gmt":"2026-01-27T10:54:44","slug":"auf-dem-portal-der-westen-der-funke-mediengruppe-ist-von-einem-blitz-angriff-russlands-die-rede-eine-propagandaanalyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137169","title":{"rendered":"Auf dem Portal \u201eDer Westen\u201c der Funke-Mediengruppe ist von einem \u201eBlitz-Angriff\u201c Russlands die Rede &#8211; eine Propagandaanalyse"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Blitz-Angriff auf die EU? Insider schlagen Alarm&ldquo; und &bdquo;Putin hat nur engen Zeitkorridor&ldquo; &ndash; mit dieser Schlagzeile tritt das Portal &bdquo;Der Westen&ldquo; an seine Leserschaft heran. Ein St&uuml;ck Propaganda in Reinform: Substanzlos, inhaltlich und journalistisch entkernt, aber daf&uuml;r alarmistisch, manipulativ und propagandistisch kontaminiert. Eine Kurzanalyse. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9186\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-137169-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Propagandaanalyse-Blitz-Angriff-Russlands-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Propagandaanalyse-Blitz-Angriff-Russlands-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Propagandaanalyse-Blitz-Angriff-Russlands-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Propagandaanalyse-Blitz-Angriff-Russlands-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=137169-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250808-Propagandaanalyse-Blitz-Angriff-Russlands-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250808-Propagandaanalyse-Blitz-Angriff-Russlands-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Journalismus braucht Fakten. Je ungeheuerlicher der Vorwurf, je fester hat das journalistische Fundament zu sein. Wie wir alle wissen: Der Graben zwischen Anspruch und Realit&auml;t ist im Journalismus unserer Zeit kaum noch zu &uuml;berbr&uuml;cken. Gerade was die &bdquo;Berichterstattung&ldquo; zu Russland angeht, bleibt der Journalismus auf der Strecke. Die Stimmungsmache gegen Russland ist allgegenw&auml;rtig. Und nun ist da das Portal &bdquo;Der Westen&ldquo;, das zur Funke-Mediengruppe geh&ouml;rt &ndash; eine der gr&ouml;&szlig;ten Mediengruppen Deutschlands mit einem Jahresumsatz 2024 von &uuml;ber einer Milliarde Euro. <\/p><p>Dort ist im Ressort Politik ein &bdquo;Beitrag&ldquo; unter folgender &Uuml;berschrift erschienen: <a href=\"https:\/\/www.derwesten.de\/politik\/putin-nato-krieg-engen-id301740801.html\">&bdquo;Blitz-Angriff auf die EU? Insider schlagen Alarm: &sbquo;Putin hat nur engen Zeitkorridor&lsquo;&ldquo;<\/a><\/p><p>Es gilt, sich die Ungeheuerlichkeit dieser Schlagzeile vor Augen zu f&uuml;hren. Das hier als realistisch betrachtete Szenario w&auml;re nichts anderes als der Beginn des 3. Weltkriegs. Ein &bdquo;Blitz-Angriff&ldquo; (wir denken an: &bdquo;Blitzkrieg&ldquo;&hellip;) Russlands auf die EU? Also auf L&auml;nder wie Deutschland, Frankreich, Italien? <\/p><p>Das w&auml;re der realgewordene Kriegsalbtraum. Europa &ndash; wenn nicht weite Teile der Welt &ndash; w&uuml;rde aller Voraussicht nach bei einem hei&szlig;en Krieg mit Russland in den Abgrund st&uuml;rzen. &bdquo;Blitz-Angriff&ldquo;? Wie sollte ein solcher ablaufen? Bei der gewaltigen milit&auml;rischen Kampfkraft, die die NATO-Staaten aufbringen k&ouml;nnen, liegt die Vermutung nahe, dass hier kein Angriff Russlands mit konventionellen Waffen gemeint sein kann. Es m&uuml;sste um einen Nuklearangriff gehen. Ein atomarer &bdquo;Enthauptungsschlag&ldquo;?<\/p><p>Diese &Uuml;berlegungen sind in Anbetracht der Schlagzeile angebracht. Anzumerken gilt: In den wenigen Zeilen, die unter der rei&szlig;erischen &Uuml;berschrift zu finden sind, erfolgt keinerlei Pr&auml;zisierung, was an dieser Stelle konkret mit &bdquo;Blitz-Angriff&ldquo; gemeint ist &ndash; womit wir beim Kern des Problems angelangt sind.<\/p><p>Hier ist die Rede davon, dass ein Angriff Russlands auf die EU &ndash; wom&ouml;glich sogar Deutschland &ndash; im Raum steht. Dieser Angriff k&ouml;nnte als &bdquo;Blitz-Angriff&ldquo;, also auf eine besonders schnelle, das hei&szlig;t hier: geradezu heimt&uuml;ckische Weise erfolgen. Blitzschnell, heimt&uuml;ckisch bedeutet: Wir, die Bev&ouml;lkerung, drohen, von dem hinterh&auml;ltigen Angriff &uuml;berrascht zu werden. Und das kann bedeuten: Wehrlosigkeit, Tod, Leid. Mit anderen Worten: Die &Uuml;berschrift erzeugt Angst. <\/p><p>Nun gibt es zwei M&ouml;glichkeiten: Entweder stimmt der Aussagegehalt der &Uuml;berschrift oder er stimmt nicht. Wenn er stimmt, dann hat der Journalismus zu &bdquo;liefern&ldquo;, das hei&szlig;t: Er muss seine &Uuml;berschrift auf ein tragf&auml;higes Fundament stellen. Es braucht an dieser Stelle harte Fakten. Liefert ein Medium an dieser Stelle nichts Substanzielles, was die gew&auml;hlte &Uuml;berschrift st&uuml;tzt, ist das aus journalistischer Sicht verwerflich, ja: unverantwortlich. Denn: Diese &Uuml;berschrift ist dazu geeignet, das friedliche Zusammenleben zwischen EU-B&uuml;rgern bzw. Deutschen und Russen zu zerst&ouml;ren. Wenn &bdquo;Russland&ldquo; einen &bdquo;Blitz-Angriff&ldquo; auf &bdquo;uns&ldquo; plant, dann werden &ndash; logischerweise &ndash; Russen diesen Angriff ausf&uuml;hren. Das hei&szlig;t: Unsere russischen Mitb&uuml;rger hier, aber auch generell die Russen in ihrem Land, <em>k&ouml;nnen<\/em> oder gar <em>m&uuml;ssten<\/em> quasi als Feinde betrachtet werden. <\/p><p>Wir erkennen, was hier passiert: Die &Uuml;berschrift sch&uuml;rt massiv Stimmung gegen ein Land und letztlich gegen eine Gruppe von Menschen &ndash; die Russen. Sie s&auml;t Misstrauen. Sie s&auml;t Angst. Sie ist destruktiv. Dass der Aussagegehalt der &Uuml;berschrift etwas durch ein Fragezeichen abgeschw&auml;cht ist, ist kaum der Rede wert. Zwar braucht die journalistische Frage nicht so viel Substanz wie eine reine Aussage, aber: Auch die journalistische Frage kann nicht g&auml;nzlich ohne Substanz auskommen. Auch f&uuml;r sie gilt: Je weitreichender sie ist, umso fester muss ihre Grundlage sein. <\/p><p>Wo also ist nun die Substanz, die eine derartige Aussage samt ihrer Implikationen rechtfertigt? Unter der &Uuml;berschrift des von Redakteur Marcel G&ouml;rmann verfassten Beitrags ist Folgendes zu lesen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Insider warnen eindringlich: Hat die NATO nicht mehr so viel Zeit f&uuml;r die Aufr&uuml;stung? Putin k&ouml;nnte es eilig haben mit einem Krieg.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Hier nimmt der Redakteur, wie schon in der &Uuml;berschrift, erneut Bezug auf &bdquo;Insider&ldquo;. Insider? Wer soll das sein? Insider &ndash; diese stammen woher? Aus dem Kreise der NATO? Der Bundesregierung? Der CIA? Und: Der Begriff wird hier in seiner Pluralform verwendet. Also mehrere Personen (Akteure?) &bdquo;warnen&ldquo;. Nun liegt die Verknappung und liegen Informationsdefizite in &Uuml;berschriften oder dem Teaser in der Natur der Sache. &Uuml;berschriften und Teaser sind kurz, pr&auml;gnant &ndash; &bdquo;informationelle Reibungsverluste&ldquo; sind normal. Das Informationsfeuerwerk ist von daher im Haupttext zu erwarten. Sie wissen schon: Namen, Daten, Fakten. Wer? Was? Wo? Wie? Wann? Kurzum: Journalismus eben. <\/p><p>Um es vorweg zu nehmen: Der Beitrag erf&uuml;llt die journalistischen Anspr&uuml;che nicht. Oder genauer: Unter dem &bdquo;Beitrag&ldquo;, der sich nicht einmal als Artikel bezeichnen l&auml;sst, folgen insgesamt f&uuml;nf Zeilen. Das hei&szlig;t: Wir sprechen hier allenfalls vom Umfang einer Meldung. Und trotzdem nimmt alleine die &Uuml;berschrift auf dem Computerbildschirm fast den gesamten Raum ein. Ganz so, als ob ein Riesenartikel folgen w&uuml;rde. Beim Leser entsteht bei diesem Pr&auml;sentationsmodus schnell der Eindruck, dass die Gr&ouml;&szlig;e der &Uuml;berschrift in gewisser Weise mit der &bdquo;Gr&ouml;&szlig;e&ldquo; der gelieferten Fakten im Einklang steht. <\/p><p>Dem ist nicht so. Werfen wir nochmal einen Blick auf den Teaser:<\/p><blockquote><p>\n<em>Hat die NATO nicht mehr so viel Zeit f&uuml;r die Aufr&uuml;stung? Putin k&ouml;nnte es eilig haben mit einem Krieg.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Wie schon in der &Uuml;berschrift taucht auch hier ein Fragezeichen auf. Der Redaktion m&ouml;chte man sagen: Wie w&auml;re es, wenn bei einem Thema mit einer solchen Reichweite keine Fragen gestellt, sondern Antworten gegeben w&uuml;rden? Ist das zu viel verlangt? An die Unbestimmtheit in der Frage kn&uuml;pft dann auch der Konjunktiv in Form des Verbs &bdquo;k&ouml;nnen&ldquo; an. Putin <em>k&ouml;nnte<\/em> es eilig haben &ndash; ja, Putin k&ouml;nnte aber auch auf der Toilette sitzen. So genau wei&szlig; man das offensichtlich nicht.<\/p><p>Nun zum Text:<\/p><blockquote><p>\n<em>Kommt es zum gro&szlig;en Krieg zwischen Russland und der NATO? Bislang ist man von einer ernsten Gefahr erst Ende dieses Jahrzehnts ausgegangen. Doch nun gibt es neue Warnungen. Putin hat aktuell milit&auml;risch die Nase vorne, die Europ&auml;er m&uuml;ssen sich erst f&uuml;r einen Krieg r&uuml;sten. Wird er diese Chance nutzen?<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>In den Zeilen f&auml;llt die Entsubjektivierung auf, das hei&szlig;t: Weder tauchen hier nun namentlich &bdquo;die Insider&ldquo; auf, noch andere Personen, die konkret mit ihrem Namen f&uuml;r bestimmte Aussagen einstehen. Das Vage, das Unbestimmte setzt sich fort. Da findet das W&ouml;rtchen &bdquo;es&ldquo; Verwendung in der Frage, ob &bdquo;<em>es<\/em> zum gro&szlig;en Krieg kommt&ldquo;. Da erf&auml;hrt der Leser, dass &bdquo;es&ldquo; neue Warnungen gibt. Stephen Kings &bdquo;ES&ldquo; &ndash; es scheint zu leben. <\/p><p>Da l&auml;sst der Verfasser das Indefinitpronomen &bdquo;man&ldquo; &ndash; ja, wie soll man es sagen? &ndash; &bdquo;sprechen&ldquo;: &bdquo;Bislang ist <em>man<\/em> von einer ernsten Gefahr ausgegangen&ldquo; &ndash; so, ist <em>&bdquo;man&ldquo; <\/em>das? Wer ist denn hier &bdquo;man&ldquo;? K&ouml;nnte &bdquo;man&ldquo; journalistisch dieses W&ouml;rtchen &bdquo;man&ldquo; bitte &bdquo;einordnen&ldquo;? Stehen hinter &bdquo;man&ldquo; Interessen? Auch hier gilt es wohl zu sagen: &bdquo;Man&ldquo; wei&szlig; es nicht. <\/p><p>Am Schluss des Beitrags findet sich erneut eine Frage: &bdquo;Wird er (Putin) diese Chance nutzen?&ldquo; Wie w&auml;re es, wenn man als Journalist mal bei Putin, im Kreml oder wenigstens bei der Russischen Botschaft in Deutschland nachfragen w&uuml;rde, anstatt angstsch&uuml;rende, manipulative Fragen zu verbreiten? <\/p><p>Unter der letzten Zeile des Beitrags folgt eine weitere &Uuml;berschrift: Fotostrecke: Greift Putin fr&uuml;her an? &bdquo;Die n&auml;chsten Jahre sind die gef&auml;hrlichsten&ldquo;.<\/p><p>Das ist etwas verwirrend. Der erste Eindruck vermittelt eher, dass hier nun ein neuer, eigener Beitrag erfolgt. Aber dieser Teil soll wohl Bestandteil des Beitrags sein. Als Leser hat man nun also auch noch die Bilderstrecke anzuklicken. Acht Bilder folgen. Die erste Abbildung ist ein Bild von Putin (wie immer: Ein ausgew&auml;hltes Bild, auf dem Putin wenig sympathisch blickt&hellip;). Der Text zu dem Bild lautet: <\/p><blockquote><p>\n<em>Bislang warnten Insider davor, dass Russland Ende dieses Jahrzehnts, also 2029, und nach Beendigung des Ukraine-Krieges, einen Angriff auf die EU-Staaten im Baltikum wagen k&ouml;nnte. Doch nun gibt es neue Prognosen. Haben Deutschland, die EU und die NATO gar nicht mehr so viel Zeit?<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Noch immer erfolgt hier nichts Substanzielles. Stattdessen: Eine Wiederholung der Aussagen aus der &Uuml;berschrift, des Teasers und des Grundtextes. Erinnert sei daran: Ein Grundelement der Propaganda ist die Wiederholung propagandistischer Botschaften, von Halbwahrheiten, L&uuml;gen, Verdrehungen usw. <\/p><p>Zu Bild 2. Dort ist Donald Tusk zu sehen, der Regierungschef Polens. Zu dem Bild hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n<em>Dabei bezieht sich Regierungschef Tusk auf eine Einsch&auml;tzung des NATO-Oberbefehlshabers Alexus Grynkewich, der das &auml;hnlich sieht. <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Hier nun tauchen zum ersten Mal Namen auf. Sind damit nun &bdquo;die Insider&ldquo; gemeint? &bdquo;Man&ldquo; wei&szlig; es nicht. Jedenfalls: Auf die Einsch&auml;tzungen des polnischen Ministerpr&auml;sidenten (wir alle kennen die Haltung der polnischen Regierung zu Russland &hellip;) und des NATO-Oberbefehlshabers einen journalistischen Beitrag dieser Art aufbauen? Ganz ohne Perspektivierung? Kritische Gegenstimmen? Das kann man machen. Das hat aber mit Journalismus nichts mehr zu tun. <\/p><p>Zu Bild 3. Wieder ist Tusk zu sehen:<\/p><blockquote><p>\n<em>So dr&auml;ngt Polens Ministerpr&auml;sident Donald Tusk zur Eile bei den milit&auml;rischen Vorbereitungen. Schon bis 2027 soll sich der Westen auf einen gro&szlig;en Konflikt mit Russland wappnen. Diesen Zeitpunkt nannte der Politiker bei einer B&uuml;rgerversammlung, berichtet die Nachrichtenagentur.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>All das ist bekannt. Nur: Wo ist das Substanzielle? <\/p><p>Zu Bild 4.<\/p><blockquote><p>\n<em>Auch der deutsche Milit&auml;rexperte S&ouml;nke Neitzel dr&auml;ngt auf eine schnellere Aufr&uuml;stung der Bundeswehr. Im Gespr&auml;ch mit der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; sagte Neitzel: &bdquo;Die n&auml;chsten drei Jahre sind die gef&auml;hrlichsten.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Auch die Positionierung Neitzels ist &ouml;ffentlich bekannt. Er gilt als Hardliner der Russlandpolitik. Gibt es nur diese Expertenmeinung? Oder gibt es auch noch andere Meinungen? Ja, die gibt es. In dem Beitrag von &bdquo;Der Westen&ldquo; kommen sie nicht vor. <\/p><p>Auf den Bildern 5-8 folgen nochmal Neitzel, nochmal Putin, dann ein Bild von Xi Jinping zusammen mit Putin und schlie&szlig;lich Boris Pistorius. Um es abzuk&uuml;rzen: An keinem der Bildtexte findet sich Substanzielles. <\/p><p>Fazit: Dieser Beitrag darf als ein St&uuml;ck Propaganda in Reinform betrachtet werden. Der ungeheuerliche Aussagegehalt der &Uuml;berschrift wird nicht durch harte Fakten untermauert. &Uuml;berschrift und Beitrag stimulieren Angst, sind manipulativ. Eine perspektivierende Einordnung durch Aussagen von Experten, die die Situation anders einsch&auml;tzen oder fundamental widersprechen, ist nicht zu finden. Die propagandistischen Stilmittel der Wiederholung der inhaltlichen Unbestimmtheit manipulieren die Leserschaft und helfen dabei, das Feindbild Russland (Russen) aufzubauen. <\/p><p>Das Problem ist dabei gar nicht so sehr ein einzelner Beitrag. Das Problem: Beitr&auml;ge, die &auml;hnlich aufgezogen sind, gibt es zuhauf. Gerade hat der <em>Stern<\/em> einen Beitrag unter der &Uuml;berschrift <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/ukraine-podcast\/so-koennte-russland-deutschland-angreifen----ein-szenario-35938236.html?utm_medium=posting&amp;utm_campaign=stern_fanpage&amp;utm_source=twitter\">&bdquo;Szenario: So k&ouml;nnte Russland Deutschland angreifen&ldquo;<\/a> ver&ouml;ffentlicht. Eine Antwort &ndash; geschweige denn eine fundierte Antwort &ndash;, warum Russland &uuml;berhaupt einen Krieg mit der NATO anfangen sollte, findet sich auch darin nicht.<\/p><p><small>Titelbild: Kastoluza \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/503de882a49846099a0e4b03abbd1758\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Blitz-Angriff auf die EU? 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