{"id":13734,"date":"2012-07-03T08:39:48","date_gmt":"2012-07-03T06:39:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734"},"modified":"2012-07-03T08:39:48","modified_gmt":"2012-07-03T06:39:48","slug":"hinweise-des-tages-1666","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h01\">Robert Misik: Angela Merkel &ndash; die gef&auml;hrlichste Frau der Welt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h02\">SPD emp&ouml;rt &uuml;ber &ldquo;Dolchsto&szlig;legende&rdquo; aus der Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h04\">Fiskalpakt\/EU-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h05\">&ldquo;Nationalistisch angehauchte Demagogie&rdquo; von Hans-Werner Sinn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h06\">Denn sie wissen (auch) nicht, was sie tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h07\">Gabriel r&auml;umt Fehler in Agenda 2010 ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h08\">Sperrzeiten f&uuml;r Arbeitslosengeldempf&auml;nger trotz r&uuml;ckl&auml;ufiger Arbeitslosigkeit auf konstant hohem Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h09\">Mappus und ENBW &ndash; &bdquo;Es hat uns erschreckt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h10\">Gy&ouml;rgy Dalos &ndash; Resignieren geh&ouml;rt zum Dasein eines Ungarn dazu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h11\">Berufung ohne Beruf &ndash; Requiem auf einen Traum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h12\">Entt&auml;uschte Liebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734#h13\">Anmerkung zu &bdquo;Freiheit und Terror&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13734&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Robert Misik: Angela Merkel &ndash; die gef&auml;hrlichste Frau der Welt?<\/strong><br>\nWir sollten uns die Europ&auml;ische Union nicht kaputt machen lassen<br>\n&ldquo;Europe&rsquo;s Most Dangerous Leader&rdquo; hat der New Statesman Angela Merkel unl&auml;ngst genannt und im Blattinneren avancierte die deutsche Kanzlerin gleich zur &bdquo;gef&auml;hrlichsten Person der Welt&rdquo;. Resumee des Textes: &ldquo;Auf Grund ihres Realit&auml;tsverlustes und ihrer Versessenheit auf Austerit&auml;tspolitik zerst&ouml;rt Merkel das europ&auml;ische Projekt, sie st&uuml;rzt Deutschlands Nachbarn in Armut und die Welt in eine globale Depression. Man sollte sie stoppen.&rdquo;Ein bisschen wortradikal vielleicht. Aber in der Sache kann es kaum einen Zweifel geben, dass die Autoren recht haben. Kein Wunder, dass die deutsche Kanzlerin beim vergangenen EU-Gipfel derart isoliert war. Aber wenn die Merkelpolitik falsch und gescheitert ist &ndash; was w&auml;re dann die richtige Politik? Mehr Europa &ndash; aber das sagt sich leicht. Was muss also getan werden, um die Europ&auml;ische Union zu retten? Und ist das &uuml;berhaupt realistisch und m&ouml;glich, angesichts nationaler Ressentiments und der wachsenden EU-Stimmung in einigen L&auml;ndern?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1339639492595\/Videocast-von-Robert-Misik---Folge-240-Angela-Merkel---die-gefaehrlichste-Frau-der-Welt\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>SPD emp&ouml;rt &uuml;ber &ldquo;Dolchsto&szlig;legende&rdquo; aus der Koalition<\/strong><br>\nHat die harte Linie der SPD die Kanzlerin auf dem EU-Gipfel zu Kompromissen gezwungen? Das behaupten Politiker aus der Koalition &ndash; und sorgen damit f&uuml;r Entr&uuml;stung bei den Sozialdemokraten. Generalsekret&auml;rin Nahles nennt die Vorw&uuml;rfe &ldquo;ungeheuerlich&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDer Ton ist durchaus scharf. &ldquo;Wir empfinden es als Ungeheuerlichkeit, dass aus dem Unionslager &lsquo;Dolchsto&szlig;legenden&rsquo; verbreitet werden&rdquo;, sagte SPD-Generalsekret&auml;rin Andrea Nahles am Montag in Berlin.<br>\nMehrere Unionspolitiker &ndash; darunter CSU-Generalsekret&auml;r Alexander Dobrindt &ndash; hatten argumentiert, Merkels Einlenken auf dem EU-Gipfel bei den Auflagen f&uuml;r Krisenl&auml;nder und Bankenhilfen &uuml;ber den neuen Rettungsschirm ESM sei die Schuld der SPD. Weil diese f&uuml;r ihre Zustimmung im Bundestag zu ESM und Fiskalpakt auf einem Wachstumspakt bestanden habe, sei Merkel beim Gipfel erpressbar gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/kritik-von-cdu-und-fdp-spd-empoert-ueber-dolchstosslegenden-a-842136.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das Gebaren der SPD ist grotesk, die Rhetorik von Nahles ist ganz einfach nur noch dumm und zeigt einmal mehr, dass aus den Reihen der SPD kein Jota an Vernunft zu erwarten ist. Eigentlich m&uuml;sste die SPD sich ja damit r&uuml;hmen, dass sie unter Umst&auml;nden ihren Anteil am marginalen Einlenken Merkels hat. Aber was macht Frau Nahles? Sie benutzt den Begriff &bdquo;Dolchsto&szlig;legende&ldquo; und vergleicht damit Merkels Einlenken auf dem EU-Gipfel mit der Niederlage des deutschen Kaiserreichs an der Westfront im ersten Weltkrieg.  Das ist nicht nur geschichtsvergessen, sondern auch ganz starker Tobak.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Paul Krugman &ndash; Europe&rsquo;s Great Illusion<\/strong><br>\nOver the past few months I&rsquo;ve read a number of optimistic assessments of the prospects for Europe. Oddly, however, none of these assessments argue that Europe&rsquo;s German-dictated formula of redemption through suffering has any chance of working. Instead, the case for optimism is that failure &mdash; in particular, a breakup of the euro &mdash; would be a disaster for everyone, including the Germans, and that in the end this prospect will induce European leaders to do whatever it takes to save the situation.<br>\nI hope this argument is right. But every time I read an article along these lines, I find myself thinking about Norman Angell.<br>\nWho? Back in 1910 Angell published a famous book titled &ldquo;The Great Illusion,&rdquo; arguing that war had become obsolete. Trade and industry, he pointed out, not the exploitation of subject peoples, were the keys to national wealth, so there was nothing to be gained from the vast costs of military conquest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/07\/02\/opinion\/krugman-europes-great-illusion.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Eurozone: Rekordarbeitslosigkeit im Mai 2012<\/strong><br>\nHeute ver&ouml;ffentlichte Eurostat die saisonbereinigten Arbeitslosenquoten f&uuml;r die EU17 und die EU27. In der Eurozone stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Mai 2012 auf 11,1% bzw. auf 17,561 Millionen Arbeitslose an, was zugleich der h&ouml;chsten Arbeitslosenquote seit Bestehen der Gemeinschaft entsprach und der h&ouml;chsten Quote seit dem Beginn der Datenerhebung im Jahre 1995. In der EU27 stieg die Arbeitslosenquote auf 10,3%. Einen Beleg f&uuml;r die Krise in der Eurozone liefern vor allem die hohen Arbeitslosenquoten in den S&uuml;dperipherie-Staaten. So lag die offizielle saisonbereinigte Arbeitslosenquote in Portugal im Mai unver&auml;ndert bei 15,2%, in Italien sank sie leicht auf 10,1% und in Griechenland, die mit ihrer monatlichen Datenerhebung immer hinterherhinken, stieg die saisonbereinigte Quote f&uuml;r M&auml;rz auf 21,9%! Die h&ouml;chste Quote in der gesamten EU erzielte Spanien mit einem Anstieg auf 24,6%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/eurozone-rekordarbeitslosigkeit-im-mai-2012\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><strong>Portugal: wie die &ldquo;Reformpolitik&rdquo; wirkt<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Lichtblick in Portugal&rdquo; titelte vor wenigen Tagen die FAZ, bezugnehmend auf den Schuldenindex des Centrums f&uuml;r Europ&auml;ische Politik (CEP). &ldquo;Es gibt substantielle Beweise, dass die Reformpolitik in Portugal wirkt&ldquo;, meint man beim CEP und auch die Bundeskanzlerin schwebte auf dieser Argumentationswelle in der Regierungserkl&auml;rung zum beginnenden Euro-Gipfel: &ldquo;Vieles ist schon auf den Weg gebracht worden, erste Erfolge sind in einer Reihe von Mitgliedstaaten zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere f&uuml;r die Programml&auml;nder Irland und Portugal, die eindrucksvoll best&auml;tigen, wie der Ansatz aus Konsolidierung und Strukturreformen flankiert durch solidarische europ&auml;ische Unterst&uuml;tzung gelingen kann.&ldquo;<br>\nDie Not scheint gro&szlig;. Mit aller Macht versucht man Beispiele zu pr&auml;sentieren, die ein &ldquo;Wirken&rdquo; der bisherigen Strategie belegen. Aber gibt z.B. Portugal solche Einsch&auml;tzungen &uuml;berhaupt her? [&hellip;]<br>\nNun der noch viel schockierendere Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung Portugals mittels einiger Daten aus der Verwendungsrechnung des BIPs. Nicht wirklich &uuml;berraschend, sie gleicht der Entwicklung in Griechenland oder auch der in Spanien. Einkommen, Konsum, Investitionen und erzielte Wertsch&ouml;pfung sinken Hand in Hand und legen die Lebensl&uuml;gen der Troika-Agenda und ihrer ideologischen Vertreter gnadenlos offen:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/110703_1a3-450x334.png\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/portugal-wie-die-reformpolitik-wirkt\/\">Querschuesse<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Asmussen mahnt Sparkurs in Griechenland an<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat Griechenland aufgefordert, den Sparpakt einzuhalten. Einen anderen Weg gibt es f&uuml;r EZB-Direktoriumsmitglied J&ouml;rg Asmussen nicht. Und Erleichterungen soll es keine geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ezb-notenbanker-asmussen-mahnt-sparkurs-in-griechenland-an\/6823080.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie lautete doch schon einmal der Refrain eines Landserliedes, das zu einem Symbol f&uuml;r das Feindbild gegen&uuml;ber den Deutschen in nahezu der ganzen Welt wurde: &bdquo;Wir werden weiter marschieren \/ Wenn alles in Scherben f&auml;llt, \/ Denn heute da h&ouml;rt uns Deutschland\/ Und morgen die ganze Welt &bdquo; (oder wenigstens ganz Europa).<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fiskalpakt\/EU-Gipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Legende von der Niederlage Deutschlands<\/strong><br>\nDeutschland &ndash; auf dem Fu&szlig;ballplatz und im Verhandlungsraum vernichtend geschlagen: Das ist die Geschichte, die hierzulande alle erz&auml;hlen. Jetzt gehe es also an &ldquo;unser Geld&rdquo;, jetzt beginne die &ldquo;Schuldenunion&rdquo; oder, meine Lieblingsformulierung, jetzt sei ein Weg gefunden worden, um das deutsche Verm&ouml;gen zu verbrauchen. So wie Balotelli das Ding ins deutsche Tor gerammt hat, so hat auch Monti den Sack zugemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/07\/02\/die-legende-von-der-niederlage-deutschlands_4990\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Jakob Augsteien &ndash; Der S&uuml;den wei&szlig;, wie&rsquo;s geht<\/strong><br>\nDie Deutschen haben vergessen, wie linke Politik geht. Bei der Bew&auml;ltigung der Euro-Krise lernen sie es jetzt wieder: Mehr Sozialstaat, weniger Nationalstaat, das sind die Ziele linker Politik. Der Fiskalpakt ist eine Etappe dorthin &ndash; und ausgerechnet die gebeutelten S&uuml;dl&auml;nder weisen den Weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mehr-sozialstaat-und-weniger-nationalstaat-hilft-gegen-die-euro-krise-a-842044.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.G.:<\/strong> Wem die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13671\">Kritik an Augstein<\/a> in der letzten Woche als unfair oder &uuml;berzogen empfunden hat, dem muss dieser Artikel klar machen, dass sie vollkommen berechtigt war. Wer den Fiskalpakt als Etappe auf dem Weg zu einem sozialeren Europa preist, der hat offensichtlich jegliches Denken eingestellt. Zumindest jedes soziale Denken.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Ein typischer &bdquo;Augstein&ldquo;. Neben allerlei wohlfeiler Schwadronade kommt Augstein zum &uuml;berraschenden Schluss, dass nun ausgerechnet der Fiskalpakt die Weichen zu einer &bdquo;linken Politik&ldquo; stellen k&ouml;nnte. Vielleicht sollte sich Jakob Augstein einmal mit <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120613_stephan_schulmeister_fiskalpakt-strangulierung_von_wirtschaft_und_sozialstaat.pdf\">Stephan Schulmeister [PDF &ndash; 99.5 KB]<\/a> zusammen setzen &ndash; der k&ouml;nnte ihm dann erkl&auml;ren, warum der Fiskalpakt ganz sicher keine &bdquo;Etappe&ldquo; zu &bdquo;mehr Sozialstaat&ldquo; sein kann, sondern den Sozialstaat stranguliert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Herta D&auml;ubler-Gmelin &ndash; &ldquo;Dazu braucht es einen Volksentscheid&rdquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit der ehemaligen Justizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin, die jetzt beim Bundesverfassungsgericht gegen den ESM und den Fiskalpakt klagt<br>\nAm 29. Juni haben Bundestag und Bundesrat mit dem ESM und dem Fiskalpakt einem Vertragswerk zugestimmt, das wegen der kurz zuvor von Italien und Spanien durchgesetzten &Auml;nderungen bei der Bankenhilfe am Tag der Abstimmung bereits &uuml;berholt war. Nichtsdestotrotz bef&uuml;rchten Kritiker wegen der darin festgeschriebenen Abgabe der Budgethoheit der nationalen Parlamente, der automatischen finanziellen Sanktionierung und vorgeschriebenen Einsetzung eines &ldquo;Expertendirektoriums&rdquo; bei &Uuml;berschreitung der Staatsverschuldung eine dramatische Verschiebung der Gestaltungshoheit von der demokratisch legitimierten Legislative hin zu einem Superexekutivorgan, welches Politik als &ldquo;Sachzwang&rdquo; durchsetzt und gegen dessen Entscheidungen sich die Bev&ouml;lkerung sich weder politisch noch juristisch wehren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37194\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>PHOENIX Runde: Die Eurokrise &ndash; Mit dem R&uuml;cken zur Wand?<\/strong>\n<ul>\n<li>Norbert Barthle (CDU, Haushaltspolitischer Sprecher Unionsfraktion)<\/li>\n<li>Roman Huber (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Bundesvorstand Mehr Demokratie e.V.)<\/li>\n<li>Dorothea Siems (Jounalistin, Die Welt)<\/li>\n<li>Stephan Schulmeister (Wirtschaftsforscher)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/505989\">Phoenix<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/podfiles.zdf.de\/podcast\/phoenix_podcasts\/120628_phx_runde_p.mp4\">ZDF &ndash; Podcast <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es war schon fast wieder r&uuml;hrend, wie Norbert Barthle, haushaltspolitischer Sprecher Unionsfraktion, versuchte, Demokratie und die Debattenkultur des Parlaments zu retten. Er betonte immer wieder wie intensiv die Fraktion bez&uuml;glich des Fiskalvertrages und des ESM informiert wurde, ja anscheinend sogar diskutiert hat. Leider hat keiner der Diskussionsteilnehmer gefragt,  ob denn, wenn schon nicht das Parlament, die Fraktion in irgendeiner Frage die Vorlage der Regierungen korrigiert hat. Erfrischend war es, Stephan Schulmeister in Aktion zu sehen, auch wenn er manch Wichtiges nicht n&auml;her ausf&uuml;hren konnte. Auch in dieser Frage wies Schulmeister daraufhin, dass angesichts der F&auml;higkeit der Finanzm&auml;rkte, quasi &uuml;ber Nacht neue Situationen zu schaffen, die demokratischen Debatten immer zu sp&auml;t kommen w&uuml;rden. Deshalb w&auml;re es der entscheidende Schritt gewesen, den Finanzm&auml;rkten diese Macht zu nehmen. Und dazu h&auml;tte man wirklich Zeit genug gehabt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lativa No Austerity Success<\/strong><br>\nWhy have so many left Latvia if it is such an economic success as the advocates claim? Latvia experienced the full effects of austerity and neoliberalism. Birth rates fell during the crisis &ndash; as is the case almost everywhere austerity programs are imposed. It continues having among Europe&rsquo;s highest rates of suicide and of road deaths caused by drunk driving. Violent crime is high, arguably, because of prolonged unemployment and police budget cuts. Moreover, a soaring brain drain moves in tandem with blue-collar emigration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/michael-hudson.com\/2012\/06\/lativa-no-austerity-success-extended\/\">Michael Hudson<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Nationalistisch angehauchte Demagogie&rdquo; von Hans-Werner Sinn?<\/strong><br>\nEs ist nicht das erste Mal, dass Ifo-Chef Hans-Werner Sinn mit seinen Thesen bei Kollegen aneckt.<br>\nDoch selten ist die Reaktion so heftig ausgefallen wie die des IMK-Chefs Gustav Horn, der Sinn  auf seiner Facebook-Seite der &ldquo;nationalistisch angehauchten Demagogie&rdquo; beschuldigt und schreibt: &ldquo;Er  (Sinn) will offenbar den Euro zerst&ouml;ren.&rdquo;<br>\nAnlass f&uuml;r Horns heftige Reaktion ist das Interview, dass meine Kollegin Dorit He&szlig; mit dem Ifo-Chef gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/handelsblog\/2012\/07\/02\/nationalistisch-angehauchte-demagogie-von-hans-werner-sinn\/\">Handelsblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Denn sie wissen (auch) nicht, was sie tun<\/strong><br>\nDie einzigen, die wissen was sie tun, sind die sogenannten M&auml;rkte. Sie spielen die Staaten gegeneinander aus, wechseln blitzartig Interessen und Aktionen, immer dorthin, wo aus der Krise am meisten Kapital zu schlagen ist.<br>\nDeshalb ist, nach der staatlichen Schuldenpolitik vergangener Jahrzehnte, das wirklich gro&szlig;e Versagen der Politik, bis heute nicht die M&auml;rkte, Hedgefonds und Banken diszipliniert zu haben. F&uuml;r sie sind Politiker nur noch Marionetten in ihrem gro&szlig;en Geldgier-Spiel.<br>\nDie Wanderung am Abgrund wird weitergehen. Die widerspr&uuml;chliche, tastende, suchende Krisenpolitik und die t&auml;gliche Angst vor dem Absturz werden noch viele Jahre unsere Begleiter sein. Unabh&auml;ngig davon, wer regiert. Denn alle geh&ouml;ren zur ganz gro&szlig;en Koalition derjenigen, die (auch) nicht wissen, was sie tun oder tun k&ouml;nnten. Auch die Verfassungsrichter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3871\">Sprengsatz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gabriel r&auml;umt Fehler in Agenda 2010 ein<\/strong><br>\nSPD-Chef Gabriel hat die Ausweitung des Niedriglohnsektors durch die Agenda 2010 als falsch bezeichnet. Nun m&uuml;sse die Politik Altersarmut vermeiden.<br>\nGabriel forderte: &ldquo;Niemand, der sein Leben lang rentenversichert war und &uuml;ber viele Jahrzehnte gearbeitet hat, darf im Rentenalter auf Sozialhilfeniveau kommen, nur weil er unverschuldet arbeitslos war oder in den Niedriglohnsektor gedr&uuml;ckt wurde.&rdquo;<br>\nDie Riester-Rente in der bestehenden Form reicht dem SPD-Vorsitzenden zufolge nicht aus: &ldquo;Viele Riester-Vertr&auml;ge gehen von absurden Voraussetzungen aus und bringen eine zu geringe Rendite.&rdquo; Au&szlig;erdem w&uuml;rden Menschen mit geringem Einkommen h&auml;ufig die Riester-Rente meiden. &ldquo;Hier m&uuml;ssen wir uns etwas einfallen lassen&rdquo;, sagte Gabriel. Es sei eine Herausforderung f&uuml;r die Politik, &ldquo;Altersarmut zu verhindern, die durch lange Arbeitslosigkeit und Hungerl&ouml;hne entsteht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2012-07\/spd-gabriel-niedriglohn-2\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht d&auml;mmert es allm&auml;hlich oder ist es wieder einmal nur ein f&uuml;r Gabriel typischer Hakenschlag.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2012\/report2012-01.php\">Nochmals zur Erinnerung<\/a>:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Im Jahr 2010 arbeiteten 23,1% der Besch&auml;ftigten f&uuml;r einen Niedriglohn von unter 9,15 &euro;.<\/em><\/li>\n<li><em>Bezieht man Sch&uuml;ler\/innen, Studierende und Rentner\/innen mit ein, waren gut 7,9 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte von Niedrigl&ouml;hnen betroffen.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Zunahme der Zahl der Niedriglohnbesch&auml;ftigten seit 1995 geht fast ausschlie&szlig;lich auf Westdeutschland zur&uuml;ck.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Durchschnittsl&ouml;hne im Niedriglohnsektor lagen im Jahr 2010 mit 6,68 &euro; in West- und 6,52 &euro; pro Stunde in Ostdeutschland weit unter der Niedriglohnschwelle.<\/em><\/li>\n<li><em>Gut 4,1 Millionen Besch&auml;ftigte (12%) verdienen weniger als 7 &euro; brutto pro Stunde und davon 1,4 Millionen sogar weniger als 5 &euro;. Ostdeutsche, Frauen und Minijobber\/innen sind von solchen Niedrigstl&ouml;hnen &uuml;berproportional betroffen.<\/em><\/li>\n<li><em>Bei Einf&uuml;hrung eines gesetzliches Mindestlohnes von 8,50 &euro; h&auml;tte jede\/r f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte Anspruch auf eine Lohnerh&ouml;hung (gut 25% der Frauen und knapp 15% der M&auml;nner). <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sperrzeiten f&uuml;r Arbeitslosengeldempf&auml;nger trotz r&uuml;ckl&auml;ufiger Arbeitslosigkeit auf konstant hohem Niveau<\/strong><br>\nKurz gefasst:\n<ul>\n<li>Seit der Aufnahme neuer Sperrtatbest&auml;nde beim Bezug von Arbeitslosengeld in den Jahren 2005 und 2006 hat sich die Zahl der verh&auml;ngten Sperrzeiten fast verdoppelt: W&auml;hrend im Jahr 2004 insgesamt 368.578 Speerzeiten verh&auml;ngt wurden, waren es im Jahr 2011 schon 728.223.<\/li>\n<li>Die Gesamtzahl der Sperrzeiten ist zwar seit ihrem h&ouml;chsten Niveau im Krisenjahr 2009 (mit 843.071 Sperrzeiten) r&uuml;ckl&auml;ufig, seit Beginn des Jahres 2012 zeichnet sich allerdings eine erneute Zunahme ab, da die Zahl der von Januar bis Juni 2012 verh&auml;ngten Sperrzeiten &uuml;ber dem Vorjahresniveau liegt.<\/li>\n<li>Die Sperrzeitquote &ndash; der Anteil der verh&auml;ngten Sperrzeiten am Zugang der Empf&auml;ngerInnen von Arbeitslosengeld &ndash; liegt seit den Neuregelungen auf einem konstant hohen Niveau und erreichte im Jahr 2011 mit 28,8 % ihren bislang h&ouml;chsten Wert. Demnach wurden in 2011 je Fall Sperrzeiten noch h&auml;ufiger verh&auml;ngt als zuvor.<\/li>\n<li>Innerhalb der Speerzeiten dominieren kurze Sperrzeiten wegen &bdquo;versp&auml;teter Arbeitsuchendmeldung&ldquo; und &bdquo;Meldevergehen&ldquo; sowie sehr lange Sperrzeiten wegen &bdquo;Arbeitsaufgabe ohne wichtigen Grund&ldquo;: Im Juni 2012 beliefen sich rund 67 % der Sperrzeiten auf eine Dauer von einer Woche und rd. 23 % auf eine Dauer von 12 Wochen.<\/li>\n<li>Zwar werden &uuml;ber M&auml;nner wesentlich h&auml;ufiger Sperrzeiten verh&auml;ngt (rd. 70 % aller Sperrzeiten), allerdings sind bei den Sperrzeiten der Frauen die langen Sperrzeiten von 12 Wochen mit einem der Anteil von 27 % h&auml;ufiger, als bei M&auml;nnern (rd. 22 %).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hintergrund:<br>\nWird von der Agentur f&uuml;r Arbeit &uuml;ber Arbeitslosengeldempf&auml;nger eine Sperrzeit verh&auml;ngt, so wird f&uuml;r die Dauer der Sperrzeit kein Arbeitslosengeld gezahlt. Zudem mindert sich die Anspruchsdauer. Nach der Argumentation der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sollen mit der Feststellung von Sperrzeiten (gem&auml;&szlig; &sect; 144 SGB III) &bdquo;die Interessen der Gemeinschaft der Beitragszahler gewahrt und missbr&auml;uchlicher Leistungsbezug vermieden werden&ldquo;.<br>\nAndererseits stellen passive Leistungen der Arbeitsmarktpolitik auch ein wichtiges Element der Regulierung von Arbeitsbedingungen dar: Je gr&ouml;&szlig;er die Risiken, etwa durch m&ouml;glichen Entzug der Leistungen, desto wichtiger wird der Erhalt des Arbeitsplatzes und desto eher sind Besch&auml;ftigte zu Zugest&auml;ndnissen (Entgelt, Arbeitszeit, Leistungsanforderungen usw.) bereit. Insofern ist die Ausgestaltung der Lohnersatzleistungen in der Arbeitsmarktpolitik nicht nur f&uuml;r die Arbeitslosen von Bedeutung, sondern auch f&uuml;r die Erwerbst&auml;tigen. In den letzten Jahren wurden die Regelungen zu Sperrzeiten im Bereich des Drittens Buches Sozialgesetzbuch &ndash; neben den Sanktionen im Bereich des SGB II (vgl. Abbildung IV.81a) &ndash; deutlich versch&auml;rft: Seit 2003 liegt die Darlegungs- und Beweislast f&uuml;r die Beurteilung eines wichtigen Grundes, der eine Sperrzeit abwenden kann, nicht mehr bei der Arbeitsagentur sondern beim Arbeitslosen, &bdquo;wenn der Grund in seiner Sph&auml;re oder in seinem Verantwortungsbereich&ldquo; liegt. Im Jahr 2005 wurden &bdquo;Meldevers&auml;umnisse&ldquo; sowie &bdquo;unzureichende Eigenbem&uuml;hungen&ldquo; und im Jahr 2006 &bdquo;versp&auml;tete Arbeitsuchendmeldung&ldquo; als neue Sperrzeittatbest&auml;nde eingef&uuml;hrt.<br>\n<strong>Siehe auch die Grafik: Sperrzeiten von Arbeitslosengeldempf&auml;ngern nach Anlass 2004 &ndash; 6\/2012<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV61.pdf\">Sozialpolitik aktuell in Deutschland [PDF &ndash; 247 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Sozialpolitik aktuell finden Sie wieder ganze Reihe wichtiger Dokumente zur Sozial- und Gesellschaftspolitik, u.a.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Bundeshaushalt 2013 und Finanzplan des Bundes bis 2016 (Bundesregierung)<\/em><\/li>\n<li><em>Arbeitsrechtsreformen in Krisenzeiten &mdash; eine Bestandsaufnahme in Europa (etui)<\/em><\/li>\n<li><em>Rentenversicherung in Zahlen 2012 (DRV)<\/em><\/li>\n<li><em>Arbeitsm&auml;rkte im Wandel 1991 &ndash; 2010 (Statistisches Bundesamt)<\/em><\/li>\n<li><em>IAB-Forschungsbericht zur Arbeitskr&auml;ftenachfrage<\/em><\/li>\n<li><em>Pflege-Neuausrichtungsgesetz: Private Pflegezusatzversicherung, Stellungnahmen von Verb&auml;nden und Einzelsachverst&auml;ndigen<\/em><\/li>\n<li><em>Hartz IV-Bed&uuml;rftigkeit Erwerbst&auml;tiger nach Bundesl&auml;ndern und Regionen (DGB)<\/em><\/li>\n<li><em>Kennzahlen der Gesetzlichen Krankenversicherung 2012 &ndash; GKV-Spitzenverband<\/em><\/li>\n<li><em>Sondergutachten 2012 Sachverst&auml;ndigenrat Gesundheit: Wettbewerb an der Schnittstelle zwischen ambulanter und station&auml;rer Versorgung<\/em><\/li>\n<li><em>u.v.a. mehr. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mappus und ENBW &ndash; &bdquo;Es hat uns erschreckt&ldquo;<\/strong><br>\nDas Demokratieverst&auml;ndnis von Stefan Mappus teile er nicht, sagt Peter Hauk. Der Fraktionschef der CDU in Baden-W&uuml;rttemberg hofft nach dem ENBW-Skandal auf eine Revolution&hellip;<br>\nHinter dem Stil der E-Mails steht ein Demokratieverst&auml;ndnis, das ich nicht teile. Die Korrespondenz vermittelt einen Politikstil, der autokratisch war. Und sie erweckt den Eindruck, dass es vor allem um Macht ging. Im Tenor: Den Deal ziehen wir durch, ich muss als Sieger dastehen. Dies, verbunden mit den Ratschl&auml;gen von Notheis an Mappus, hat die Partei erschreckt.<br>\nKritikw&uuml;rdig ist nicht allein der Versto&szlig; gegen die Verfassung und die Haushaltsordnung. Ich halte auch die Umst&auml;nde des Kaufs f&uuml;r schwierig. Die Verwaltung war nicht eingebunden, der Chef der Staatskanzlei erfuhr davon erst sehr kurzfristig, die CDU-Fraktion wurde unmittelbar nach der entscheidenden Kabinettssitzung informiert, ich auch erst eine halbe Stunde zuvor. Alles in diesem Verfahren war auf ganz wenige Personen zentriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/mappus-und-enbw-es-hat-uns-erschreckt-11805508.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Die Pointe an Mappus und seinem EnBW-Deal ist m.E. nicht so sehr rechtlicher oder stilistischer Art, sondern besteht darin, mit welch kindlicher Naivit&auml;t sich der Parteivorsitzende der &bdquo;Wirtschaftspartei CDU&ldquo; in Baden-W&uuml;rttemberg von einem Vertreter der Bankwirtschaft hat einseifen und abzocken lassen. Die in verschiedenen Presseorganen nachzulesende Reaktion der Regierungspartei CDU in Berlin, Herrn Notheis zur persona non grata zu erkl&auml;ren, verdeutlicht diese Naivit&auml;t nochmals auf&rsquo;s Sch&ouml;nste: Die CDU hat nicht verstanden, dass Herr Notheis auch als Parteifreund einfach nur das Gesch&auml;ft seines Arbeitgebers betrieben hat und dass man als unbedarfter Goldfisch das Wasser nicht mit Haifischen teilen sollte. Die &bdquo;Wirtschaft an sich&ldquo; ist &bdquo;gut&ldquo;, so die &Uuml;berzeugung der CDU, Gewinnstreben eine vernachl&auml;ssigbare Randerscheinung.<\/em><br>\n<em> Es reicht daher auch nicht, der Kanzlerin und der CDU vorzuwerfen, sie argumentiere in Bezug auf den Staat betriebswirtschaftlich. Denn auch und gerade betriebswirtschaftlich ist das Verbot schuldenfinanzierten Wachstums, wie es Frau Merkel bei jeder Gelegenheit verk&uuml;ndet, blanker Unsinn. Nahezu kein im Wettbewerb stehendes Unternehmen kommt zur eigenen Leistungssteigerung ohne Kredite aus und ein Verbot, Erhaltungs- oder Zukunftsinvestitionen aus Krediten zu finanzieren, k&auml;me einem Todesurteil f&uuml;r die Entwicklung der Unternehmen gleich. Dieses Todesurteil hat die CDU in der ihr eigenen &bdquo;betriebswirtschaftlichen&ldquo; Logik f&uuml;r Deutschland schon ausgesprochen: Der Betrieb, wie wir ihn kennen, wird wegen Verschuldungsverbot (Steuererh&ouml;hungen und W&auml;hrungshoheit sind eh&rsquo; pass&eacute;) nach und nach eingestellt. Jeder Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens in Deutschland w&uuml;rde f&uuml;r ein solches Konzept zum Teufel gejagt. Nur die CDU darf sich br&uuml;sten, das Land &bdquo;marktwirtschaftlich&ldquo; zu f&uuml;hren.<\/em><br>\n<em> Dass hiergegen in den deutschen Parlamenten kein Widerspruch erkennbar ist, kommt m.E. einer Krise des Parlamentarismus sehr nahe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gy&ouml;rgy Dalos &ndash; Resignieren geh&ouml;rt zum Dasein eines Ungarn dazu<\/strong><br>\nHistorische Galionsfiguren des Faschismus erfahren in Ungarn eine Renaissance, die von der Regierungspartei Fidesz wohlwollend geduldet wird, auf die Herabw&uuml;rdigung der &ldquo;Heiligen ungarischen Krone&rdquo; steht k&uuml;nftig ein Jahr Gef&auml;ngnis. Ein Gespr&auml;ch mit dem ungarischen Historiker und Schriftsteller Gy&ouml;rgy Dalos &uuml;ber nationalistische Ph&auml;nomene, die anderswo in der EU nicht denkbar w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/kultur\/article107618343\/Resignieren-gehoert-zum-Dasein-eines-Ungarn-dazu.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Berufung ohne Beruf &ndash; Requiem auf einen Traum<\/strong><br>\nWeil Lehrstuhlinhaber an den Universit&auml;ten lieber forschen als lehren und feste Stellen rar sind, behilft man sich mit Honorarkr&auml;ften. Ohne sie w&auml;re die grundst&auml;ndige Lehre nicht gew&auml;hrleistet, zumal immer mehr junge Leute an die Unis dr&auml;ngen. Diese Lehrbeauftragten und Privatdozenten sind hoch qualifiziert, werden allerdings besch&auml;mend wenig bis gar nicht bezahlt. Um das Existenzminimum zu sichern, f&uuml;hren sie oft ein Leben zwischen mehreren Lehrauftr&auml;gen an verschiedenen Unis zur gleichen Zeit, sind gr&ouml;&szlig;tenteils weder kranken- noch sozialversichert. Unaufhaltsam n&auml;hert sich eine ganze Akademiker-Generation der Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/01.07.2012-11.05\/b\/berufung-ohne-beruf.html\">WDR Dok5<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein h&ouml;renswertes Requium &uuml;ber das Innenleben der &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; Deutschland. Kein Wunder, dass die besten K&ouml;pfe abwandern oder gar nicht erst an den Hochschulen bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Entt&auml;uschte Liebe<\/strong><br>\nBei jedem Fu&szlig;ballturnier ist es das Gleiche. Solange die deutsche Mannschaft gewinnt, sieht es in &ldquo;Bild&rdquo; so aus: [&hellip;]<br>\nSobald die deutsche Mannschaft aber rausfliegt, sieht es pl&ouml;tzlich so aus:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/40003\/enttaeuschte-liebe\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+bildblog+%28BILDblog%29\">BILDblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Anmerkung zu &bdquo;Freiheit und Terror&ldquo;<\/strong><br>\nVon Wolfgang Bittner<br>\nMeiner Aussage in dem Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13730\">&bdquo;Freiheit und Terror&ldquo; vom 2.7.2012<\/a>, in den Vereinigten Arabischen Emiraten d&uuml;rften Frauen &bdquo;noch nicht einmal Auto fahren&ldquo;, wurde widersprochen. In der Tat ist es so, dass Frauen in den VAE &ndash; im Gegensatz zu Saudi-Arabien &ndash; offiziell Auto fahren d&uuml;rfen. Inoffiziell, also in den Familien, wird das zumeist nicht gern gesehen, und viele M&auml;nner verbieten es Ihren Frauen und T&ouml;chtern. Ihnen werden auch sonst wesentliche Rechte vorenthalten. Nach Untersuchungen von Amnesty International herrscht in den VAE eine starke Diskriminierung von Frauen; sie werden h&auml;ufig Opfer h&auml;uslicher, insbesondere sexueller Gewalt.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13734","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13734","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13734"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13734\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13737,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13734\/revisions\/13737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13734"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13734"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13734"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}