{"id":137446,"date":"2025-08-15T10:00:36","date_gmt":"2025-08-15T08:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137446"},"modified":"2025-08-15T16:52:19","modified_gmt":"2025-08-15T14:52:19","slug":"klimaschutz-oder-schutz-der-bevoelkerung-vor-den-folgen-des-klimawandels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137446","title":{"rendered":"Klimaschutz oder Schutz der Bev\u00f6lkerung vor den Folgen des Klimawandels"},"content":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die weltweiten Treibhausgasemissionen und die Temperaturen in Deutschland trotz F&ouml;rderungen der Energiewende in Billionenh&ouml;he weiter ungebremst ansteigen, sind die Ausgaben des Bundes f&uuml;r den Schutz der Bev&ouml;lkerung vor Extremwetterereignissen vergleichsweise gering. Das Gesundheitsministerium sieht seine Aufgabe lediglich darin, die Bev&ouml;lkerung auf die gesundheitlichen Folgen von Hitze &bdquo;hinzuweisen&ldquo;. Zu den genauen Ausgaben des Bundes f&uuml;r konkrete Schutzma&szlig;nahmen existieren nur Sch&auml;tzungen. Ein Gro&szlig;teil davon landet in der Forschung. Von <strong>Karsten Montag<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5728\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-137446-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250815_Klimaschutz_oder_Schutz_der_Bevoelkerung_vor_den_Folgen_des_Klimawandels_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250815_Klimaschutz_oder_Schutz_der_Bevoelkerung_vor_den_Folgen_des_Klimawandels_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250815_Klimaschutz_oder_Schutz_der_Bevoelkerung_vor_den_Folgen_des_Klimawandels_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250815_Klimaschutz_oder_Schutz_der_Bevoelkerung_vor_den_Folgen_des_Klimawandels_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=137446-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250815_Klimaschutz_oder_Schutz_der_Bevoelkerung_vor_den_Folgen_des_Klimawandels_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250815_Klimaschutz_oder_Schutz_der_Bevoelkerung_vor_den_Folgen_des_Klimawandels_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In einem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=136769\">vorangegangenen Beitrag<\/a> wurde gezeigt, dass trotz der Anstrengungen der EU und Deutschlands, den Treibhausgasaussto&szlig; zu reduzieren, die weltweiten Emissionen sowie die globale Lufttemperatur weiter ungebremst ansteigen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht, da die Bev&ouml;lkerung, der Energieverbrauch und somit der Treibhausgasaussto&szlig; insbesondere in Asien, wo mehr als die H&auml;lfte der Erdbev&ouml;lkerung lebt, anwachsen.<\/p><p>Dabei hat die Energiewende allein in Deutschland bis 2021 je nach Sch&auml;tzung bereits <a href=\"https:\/\/www.tech-for-future.de\/kosten-energiewende\/\">zwischen circa 500 Milliarden bis zu &uuml;ber eine Billion Euro gekostet<\/a>. Bis 2045 werden sich die Kosten <a href=\"https:\/\/www.enbw.com\/unternehmen\/themen\/klimaschutz\/kosten-der-energiewende.html\">einer Analyse zufolge<\/a> auf bis zu 3,44 Billionen Euro summieren. Als Hauptgrund f&uuml;r diese hohen Investitionen <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Publikationen\/Klimaschutz\/klimaschutz-energiewende.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=8)-\">nennt die Bundesregierung den Klimaschutz<\/a>. Doch mit jedem weiteren Jahr, in dem die weltweiten Treibhausgasemissionen und die globale Lufttemperatur weiter ungebremst ansteigen, wird die Frage dr&auml;ngender, ob dieses Geld &uuml;berhaupt sinnvoll angelegt ist. Denn wenn sich das Klima nicht mit der Energiewende sch&uuml;tzen und die Folgen des Wandels nicht abwenden lassen, m&uuml;sste das Klima nicht vor den Menschen, sondern die Menschen vor den Folgen des Klimawandels gesch&uuml;tzt werden.<\/p><p>Diese Folgen sind in Deutschland mannigfaltig: von immer mehr hitzebedingten Todesf&auml;llen im Sommer &uuml;ber h&auml;ufigere Extremwetterereignisse wie Starkregen, &Uuml;berschwemmungen und D&uuml;rren bis hin zum Aussterben von Tier- und Pflanzenarten, die sich nicht schnell genug an die ver&auml;nderten Lebensbedingungen anpassen k&ouml;nnen. Was unternehmen Bund und L&auml;nder, um die Menschen vor diesen zum Teil lebensbedrohlichen Auswirkungen zu sch&uuml;tzen? Um die Antwort in einem Satz vorwegzunehmen: im Vergleich zu den Anstrengungen f&uuml;r die Energiewende so gut wie nichts.<\/p><p><strong>Kein Geld f&uuml;r Klimaanlagen und andere Hitzeschutzma&szlig;nahmen in Pflegeeinrichtungen und Krankenh&auml;usern<\/strong><\/p><p>In den vergangenen zehn Jahren sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland sch&auml;tzungsweise 40.500 Menschen an Hitze gestorben. Im Vergleichszeitraum 1992 bis 2001 waren lediglich 22.700 hitzebedingte Todesf&auml;lle verzeichnet worden.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250815-Montag-Klima-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250815-Montag-Klima-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 1: Hitzebedingte Todesf&auml;lle in Deutschland, Datenquellen: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/hitzebedingte-mortalitaet-in-deutschland-zwischen-1992-und-2021-a2a70f7c-64bf-454c-b771-11491d8630d4\">Deutsches &Auml;rzteblatt<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Themen\/Gesundheit-und-Gesellschaft\/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z\/H\/Hitze\/Bericht_Hitzemortalitaet.html\">Robert Koch-Institut<\/a><\/small><\/p><p>Betroffen sind laut RKI insbesondere &bdquo;vulnerable Bev&ouml;lkerungsgruppen&ldquo;. Gemeint sind alte, pflegebed&uuml;rftige und gesundheitlich vorbelastete Menschen. Den einfachsten und effektivsten Schutz gegen extreme Hitze bieten Klimaanlagen. Aus einem <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/landespolitik\/hitze-pflege-krankenhaus-100.html\">Bericht des <em>WDR<\/em><\/a> geht jedoch hervor, dass weder das Land Nordrhein-Westfalen noch der Bund ausreichende Gelder f&uuml;r die Nachr&uuml;stung von bestehenden Krankenh&auml;usern, Senioren- und Pflegeheimen mit Klimaanlagen und &auml;hnlichen Hitzeschutzma&szlig;nahmen vorgesehen haben.<\/p><p>Auf Nachfrage der <em>NachDenkSeiten<\/em> kritisierte Eugen Brysch, Vorstand der <a href=\"https:\/\/www.stiftung-patientenschutz.de\">Deutschen Stiftung Patientenschutz<\/a>, eine mangelnde verbindliche Planung seitens der Bundesregierung f&uuml;r die rund 1.600 Krankenh&auml;user und 12.000 Pflegeeinrichtungen in Deutschland, um diese &bdquo;klimafest&ldquo; zu machen. Staatliche Empfehlungen, f&uuml;r Au&szlig;enbeschattung zu sorgen, liefen ins Leere, wenn die meisten Zimmer &bdquo;nicht mal &uuml;ber Jalousien oder Rollos&ldquo; verf&uuml;gen. Bestandsbauten sollten &bdquo;bis sp&auml;testens 2027&ldquo; an die klimatischen Bedingungen angepasst werden, und bei Neubauten sei sicherzustellen, dass die Raumtemperatur 25 Grad Celsius nicht &uuml;bersteigt. Dies k&ouml;nne nur gelingen, wenn die Schutzvorkehrungen in jedem Bundesland &bdquo;baurechtlich verankert&ldquo; w&uuml;rden, erkl&auml;rt Brysch.<\/p><p>Die NachDenkSeiten haben beim Bundesgesundheitsministerium nachgefragt, welche konkreten Ma&szlig;nahmen und welches Budget seitens der Regierung vorgesehen sind, um alte, pflegebed&uuml;rftige und gesundheitlich vorbelastete Menschen vor den Auswirkungen von extremer Hitze ad&auml;quat zu sch&uuml;tzen. Die Pressestelle des Ministeriums antwortete daraufhin, in Deutschland seien L&auml;nder und Kommunen zust&auml;ndig f&uuml;r Hitzema&szlig;nahmen und Hitzeaktionspl&auml;ne. &bdquo;Umfassende Empfehlungen zur Erstellung kommunaler Hitzeaktionspl&auml;ne&ldquo; seien von Bund und den L&auml;ndern <a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/themen\/gesundheit\/gesundheit-im-klimawandel\/handlungsempfehlungen-zu-hitzeaktionsplaenen\">bereits 2017 erarbeitet worden<\/a>. Aufgabe des Gesundheitsministeriums sei es, die Bev&ouml;lkerung auf die gesundheitlichen Folgen von Hitze <a href=\"https:\/\/www.bundesgesundheitsministerium.de\/themen\/praevention\/hitze.html\">&bdquo;hinzuweisen&ldquo;<\/a>. Zudem nannte das Ministerium <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Themen\/Gesundheit-und-Gesellschaft\/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z\/H\/Hitze\/gesundheitliche-auswirkungen-hitze-node.html\">weitere<\/a> <a href=\"https:\/\/www.bioeg.de\/was-wir-tun\/hitzeschutz-klimawandel-und-gesundheit\/\">Informationsangebote<\/a>, unter anderem solche mit Namen wie <a href=\"https:\/\/hitzeservice.de\/\">&bdquo;Hitzeservice&ldquo;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.klima-mensch-gesundheit.de\/hitzeschutz\/\">&bdquo;Klima-Mensch-Gesundheit&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Die Haltung der Bundesregierung k&ouml;nnte im Vergleich zur Corona-Krise kaum kontr&auml;rer sein. Zum Schutz insbesondere der vulnerablen Bev&ouml;lkerungsgruppe der Alten und gesundheitlich Vorbelasteten wurden 2020 und 2021 Schulen geschlossen, die Wirtschaft lahmgelegt und Ausgangssperren verordnet. Die Corona-Ma&szlig;nahmen inklusive der Impfungen und der Kosten der L&auml;nder und Kommunen haben <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117122\">mehr als eine halbe Billion Euro verschlungen<\/a>.<\/p><p>Die mangelnde Bereitschaft der Bundesregierung, konkrete Hitzeschutzma&szlig;nahmen in Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen umzusetzen, stellt damit indirekt das offizielle Corona-Narrativ infrage und l&auml;sst einen unheimlichen Verdacht aufkommen. Ging es bei den Corona-Ma&szlig;nahmen nach dem anf&auml;nglichen Schock &uuml;berhaupt in erster Linie um den Schutz der Bev&ouml;lkerung? Oder standen der Wettlauf um die vermeintliche &bdquo;Zukunftstechnologie&ldquo; mRNA-Impfung und die enormen Gewinne der Pharmaindustrie, die bereits Ende 2020 in sogenannten <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/dokumente\/sammlung\/60-eu-impfvertrage\/\">Advance Purchase Agreements<\/a> mit der EU-Kommission festgelegt wurden, im Vordergrund?<\/p><p>Parallelen zu diesen m&ouml;glichen eigentlichen Gr&uuml;nden f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen lassen sich beim &bdquo;Klimaschutz&ldquo; erkennen. Denn wie im vorangegangenen Beitrag dargestellt, stehen auch bei der Energiewende offensichtlich nicht die Reduzierung der Treibhausgasemissionen und somit der Schutz der Bev&ouml;lkerung vor den Folgen des Klimawandels im Vordergrund, sondern wirtschaftliche Interessen. Zu diesen geh&ouml;ren beispielsweise die F&ouml;rderung von Schl&uuml;sseltechnologien wie Sektorenkopplung, Power-to-Gas, Wasserstoff-Gaskraftwerke, Energiespeicher, Elektromobilit&auml;t und &Auml;hnliches.<\/p><p><strong>Extremwetterereignisse f&uuml;hren zu deutlich h&ouml;heren Sch&auml;den<\/strong><\/p><p>Dass Extremwetterereignisse Menschenleben kosten k&ouml;nnen, wurde im Rahmen der sogenannten <a href=\"https:\/\/www.bmi.bund.de\/SharedDocs\/downloads\/DE\/veroeffentlichungen\/2022\/abschlussbericht-hochwasserkatastrophe.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1\">&bdquo;Hochwasserkatastrophe 2021&ldquo;<\/a> deutlich. Allein in Deutschland sollen dabei 188 Menschen ums Leben gekommen sein. Auch wenn derartige Ereignisse periodisch wiederkehren und nicht eindeutig dem Klimawandel zuzuschreiben sind, weisen mehrere Auswertungen darauf hin, dass die extremwetterbezogenen Sch&auml;den in Deutschland ansteigen. Haben D&uuml;rren, Hitzewellen oder &Uuml;berschwemmungen zwischen 2000 und 2009 Sch&auml;den in H&ouml;he von 41,3 Milliarden Euro verursacht, lagen diese zwischen 2015 und 2024 mit 94,4 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250815-Montag-Klima-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250815-Montag-Klima-02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 2: Extremwetterbezogene Sch&auml;den in Deutschland in Euro, Datenquellen: <a href=\"https:\/\/www.prognos.com\/sites\/default\/files\/2022-07\/Prognos_KlimawandelfolgenDeutschland_%C3%9Cbersicht%20vergangener%20Extremwettersch%C3%A4den_AP2_1.pdf\">Jan Trenczek et al.<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.gdv.de\/gdv\">Gesamtverband der Versicherer<\/a><\/small><\/p><p>Eine <a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/M-O\/Merkblaetter\/merkblatt-klimawandelfolgen-in-deutschland-zusammenfassung.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=6\">vom Bundeswirtschaftsministerium gef&ouml;rderte Studie<\/a> verdeutlicht, dass der gr&ouml;&szlig;te Teil der monet&auml;ren Sch&auml;den der Hochwasserkatastrophe 2021 bei den Privathaushalten aufgetreten ist. Die Autoren der Studie <a href=\"https:\/\/www.prognos.com\/sites\/default\/files\/2022-07\/Prognos_KlimawandelfolgenDeutschland_%C3%9Cbersicht%20vergangener%20Extremwettersch%C3%A4den_AP2_1.pdf\">&bdquo;&Uuml;bersicht vergangener Extremwettersch&auml;den in Deutschland&ldquo;<\/a>, aus der die Daten der extremwetterbezogenen Sch&auml;den zwischen 2000 und 2021 in Abbildung 2 stammen, gehen davon aus, dass Extremwetterereignisse durch den Klimawandel &bdquo;wahrscheinlicher und intensiver&ldquo; werden. Sie benennen zwar einige der weiter unten angef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung zur Bew&auml;ltigung der Folgen des Klimawandels, kritisieren jedoch, dass es in Deutschland an einer &bdquo;systematischen und umfassenden Analyse und Absch&auml;tzung der (monetarisierten) Kosten vergangener Extremwetterereignisse&ldquo; fehlt.<\/p><p>Hinzu kommt, dass die Ma&szlig;nahmen des Bundes zur Bew&auml;ltigung der Folgen des Klimawandels sich fast ausschlie&szlig;lich auf Forschung, Ausarbeitung von Strategien und Pl&auml;ne beschr&auml;nken:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/download\/deutsche-anpassungsstrategie-an-den-klimawandel\">Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (2008)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/download\/aktionsplan-anpassung-zur-deutschen-anpassungsstrategie-an-den-klimawandel\">&bdquo;Aktionsplan Anpassung&ldquo; zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (2011)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/sites\/default\/files\/medien\/378\/publikationen\/climate_change_24_2015_kurz_vulnerabilitaet_deutschlands_gegenueber_dem_klimawandel_6.pdf\">Vulnerabilit&auml;tsanalyse (2015)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bmuv.de\/fileadmin\/Daten_BMU\/Download_PDF\/Klimaschutz\/klimawandel_das_fortschrittsbericht_bf.pdf\">Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (2015)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/download\/zweiter-fortschrittsbericht-zur-deutschen-anpassungsstrategie-an-den-klimawandel\">Zweiter Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (2020)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/KWRA-Zusammenfassung\">Klimawirkungs- und Risikoanalyse (2021)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.recht.bund.de\/bgbl\/1\/2023\/393\/VO\">Bundes-Klimaanpassungsgesetz (2023)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/download\/deutsche-anpassungsstrategie-an-den-klimawandel-2024\">Klimaanpassungsstrategie (2024)<\/a><\/li>\n<\/ul><p><strong>Bundesregierung investiert 380 Millionen Euro f&uuml;r konkrete Ma&szlig;nahmen zum Schutz der K&uuml;sten vor den Folgen des Klimawandels<\/strong><\/p><p>Die 2008 vom Bundeskabinett beschlossene &bdquo;Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel&ldquo; sollte die Risiken des Klimawandels bewerten, m&ouml;gliche Handlungsbedarfe benennen sowie entsprechende Ziele definieren. Demnach seien die folgenden Schwerpunktregionen besonders sensitiv gegen&uuml;ber Klima&auml;nderungen:<\/p><ul>\n<li>Zentrale Teile Ostdeutschlands, das nordostdeutsche Tiefland und die s&uuml;dostdeutschen Becken und H&uuml;gel k&ouml;nnten k&uuml;nftig verst&auml;rkt durch ein geringeres Wasserdargebot betroffen sein.<\/li>\n<li>F&uuml;r die Region der links- und rechtsrheinischen Mittelgebirge wird ein insgesamt niederschlagsreicheres Klima angenommen. Dies l&auml;sst Folgen f&uuml;r die Land- und Forstwirtschaft sowie f&uuml;r den Hochwasserschutz erwarten. Im Oberrheingraben k&ouml;nnten Hitzebelastungen h&auml;ufiger und intensiver werden, zudem k&ouml;nnte die Hochwassergefahr steigen.<\/li>\n<li>Der R&uuml;ckgang der Gletscher h&auml;tte wasserwirtschaftliche Auswirkungen, eine verminderte Schneesicherheit wirkt negativ auf die Attraktivit&auml;t von Wintersportgebieten. Mit ver&auml;nderten Gefahrenpotenzialen f&uuml;r Naturgefahren, wie Steinschl&auml;ge oder Muren, muss gerechnet werden.<\/li>\n<li>Die K&uuml;stenregionen k&ouml;nnten zunehmend durch den Meeresspiegelanstieg und ein ge&auml;ndertes Sturmklima gef&auml;hrdet werden. Es bestehen allerdings gro&szlig;e Unsicherheiten dar&uuml;ber, wie stark sich Meeresspiegelniveaus und Sturmklima ver&auml;ndern.<\/li>\n<\/ul><p>Bereits 2008 wiesen die Autoren des Berichts darauf hin, dass Extremwetterereignisse wie Starkniederschl&auml;ge, Hochwasser, St&uuml;rme, Lawinenabg&auml;nge oder Erdrutsche vermehrt zu Todesf&auml;llen f&uuml;hren k&ouml;nnen. Insbesondere im &bdquo;Hitzesommer 2003&ldquo; seien allein in Deutschland &bdquo;rund 7.000 Menschen an Herzinfarkt, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenversagen sowie Atemwegsproblemen und Stoffwechselst&ouml;rungen&ldquo; gestorben. Als einzige konkrete Ma&szlig;nahme zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels in Deutschland, die auch mit einem Budget beziffert wird, findet sich in dem Dokument jedoch lediglich ein &bdquo;Sonderrahmenplan&ldquo; f&uuml;r zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen des K&uuml;stenschutzes. Dieser soll zwischen 2009 und 2025 mit insgesamt 380 Millionen Euro aus Bundesmitteln gef&ouml;rdert werden.<\/p><p><strong>6,1 Milliarden Euro von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden f&uuml;r den Hochwasserschutz<\/strong><\/p><p>Die geringen Investitionen des Bundes in konkrete Ma&szlig;nahmen zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels werden auch anhand eines Berichts &uuml;ber das seit 2014 bestehende <a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/themen\/wasser-und-binnengewaesser\/hochwasservorsorge\/hochwasserschutzprogramm\">Nationale Hochwasserschutzprogramm<\/a> deutlich. Darin hei&szlig;t es, der Bund beteilige sich ma&szlig;geblich an der Finanzierung der von den L&auml;ndern geplanten und durchgef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen der Kategorien &bdquo;Deichr&uuml;ckverlegung&ldquo; und &bdquo;gesteuerte Hochwasserr&uuml;ckhaltung&ldquo; &uuml;ber den bereits erw&auml;hnten Sonderrahmenplan. Dieser wurde 2015 mit neuen Finanzmitteln ausgestattet.<\/p><p>Dem Bericht zufolge haben die Ma&szlig;nahmen zum Hochwasserschutz an den Fl&uuml;ssen Rhein, Donau, Weser, Elbe und Oder Bund, L&auml;nder und Gemeinden zwischen 2015 und 2021 1,2 Milliarden Euro gekostet. Der Anteil des Bundes lag bei 518 Millionen Euro. Die Gesamtkosten f&uuml;r weitere Ma&szlig;nahmen werden auf 4,9 Milliarden Euro gesch&auml;tzt. Dem gegen&uuml;ber steht beispielsweise das <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/ktf-sondervermoegen-2207614\">&bdquo;Sonderverm&ouml;gen Klima- und Transformationsfonds&ldquo;<\/a> der Bundesregierung, das &ndash; ausgestattet mit 211,8 Milliarden Euro &ndash; zwischen 2024 und 2027 einen &bdquo;zentralen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands&ldquo; leisten soll.<\/p><p>Auf Nachfrage der <em>NachDenkSeiten<\/em> beim Bundesumweltministerium, wie hoch die Summe der Ausgaben f&uuml;r konkrete Ma&szlig;nahmen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung vor den Folgen des Klimawandels in Deutschland seit 2008 ist, antwortete ein Sprecher, dass eine Gesamt&uuml;bersicht &uuml;ber alle Ausgaben von Bund, L&auml;ndern und Kommunen nicht vorliegt. Viele Ma&szlig;nahmen w&uuml;rden oft mehrere umweltpolitische Ziele gleichzeitig verfolgen. Daher sei eine methodische Zuordnung &bdquo;ausschlie&szlig;lich zur Klimaanpassungsfinanzierung&ldquo; nicht einfach.<\/p><p>Zu den Ausgaben des Bundes verwies der Sprecher des Ministeriums auf eine <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/sites\/default\/files\/medien\/11850\/publikationen\/07_2025_cc.pdf\">vom Bundesumweltamt herausgegebene Sch&auml;tzung<\/a>. Aus dieser geht hervor, dass die Bundesregierung im Haushaltsjahr 2022 sch&auml;tzungsweise zwischen 2,1 und 3,4 Milliarden Euro f&uuml;r Anpassungen an den Klimawandel ausgegeben hat. Circa 57 Prozent davon entfielen auf &bdquo;investive Ausgaben&ldquo;, 38 Prozent auf Forschung sowie circa f&uuml;nf Prozent auf Personalkosten.<\/p><p><strong>Strategien und Pl&auml;ne der Bundesregierung untersch&auml;tzen regelm&auml;&szlig;ig die tats&auml;chlichen Auswirkungen des Klimawandels<\/strong><\/p><p>In dem f&uuml;r die Anpassungsstrategie aus dem Jahr 2008 zugrunde liegenden Szenario ging die Bundesregierung davon aus, dass sich die durchschnittliche Jahrestemperatur in Deutschland f&uuml;r den Zeitraum 2021 bis 2050 um 0,5 bis 1,5 Grad und f&uuml;r den Zeitraum 2071 bis 2100 um 1,5 bis 3,5 Grad gegen&uuml;ber dem Wert der &bdquo;Klimanormalperiode&ldquo; 1961 bis 1990 erh&ouml;hen k&ouml;nnte. <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/presse\/pressemitteilungen\/DE\/2024\/20241230_deutschlandwetter_jahr_2024_news.html\">Laut dem Deutschen Wetterdienst<\/a> lag das Temperaturmittel in Deutschland im Jahr 2024 jedoch bereits 2,7 Grad &uuml;ber dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Die vom Deutschen Wetterdienst bereitgestellten Zeitreihen zeigen zudem, dass ein Trend zu deutlich h&ouml;heren Temperaturen schon 2008 zu erkennen war. 2007 wurde bereits eine Erh&ouml;hung um 1,7 Grad gemessen.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250815-Montag-Klima-03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250815-Montag-Klima-03.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Abbildung 3: Unterschied der Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland zum Mittelwert 1961-1990 in Grad Celsius, Datenquelle: <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/leistungen\/zeitreihen\/zeitreihen.html\">Deutscher Wetterdienst<\/a><\/small><\/p><p>Die vom Bundeskabinett 2011, 2015 und 2020 ver&ouml;ffentlichten Aktionspl&auml;ne und Fortschrittsberichte zur deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel sehen &auml;hnlich wie die zugrunde liegende Anpassungsstrategie von 2008 haupts&auml;chlich Analysen, Risikobewertungen und die Identifikation von Handlungserfordernissen vor. Konkrete Umsetzungen zum Schutz der deutschen Bev&ouml;lkerung vor den Folgen des Klimawandels inklusive eines Budgets sind auf den Hunderten Seiten von Text nicht zu finden.<\/p><p>Der im November 2015 vom Umweltbundesamt ver&ouml;ffentlichte Bericht &bdquo;Vulnerabilit&auml;t Deutschlands gegen&uuml;ber dem Klimawandel&ldquo; geht &ndash; ebenso wie die Deutsche Anpassungsstrategie von 2008 &ndash; von einer Erh&ouml;hung der Jahresmitteltemperatur in Deutschland im Verh&auml;ltnis zum Referenzzeitraum 1961 bis 1990 von 1,5 bis 3,5 Grad im Zeitraum 2071 bis 2100 aus. Dabei stellte der Deutsche Wetterdienst f&uuml;r 2014 bereits eine Erh&ouml;hung der Temperatur um 2,1 Grad und f&uuml;r 2015 um 1,7 Grad fest. Hinsichtlich der sozio&ouml;konomischen Entwicklung prognostizierten die Autoren des Berichts einen R&uuml;ckgang der deutschen Bev&ouml;lkerung bis 2030 auf 75,7 bis 78,7 Millionen Einwohner. Tats&auml;chlich wuchs die deutsche Bev&ouml;lkerung von 81,7 Millionen im Jahr 2015 auf 83,5 Millionen Einwohner im Jahr 2024 an. Auch dieser Trend zeichnete sich bereits mit Beginn der Fl&uuml;chtlingskrise Mitte 2015 ab.<\/p><p>Im 2021 vom Umweltbundesamt ver&ouml;ffentlichten Bericht &bdquo;Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 f&uuml;r Deutschland&ldquo; wechselten die Autoren, die zum Teil identisch mit denen des Vulnerabilit&auml;tsberichts von 2015 sind, bei den Prognosen der Temperaturerh&ouml;hung kurzerhand den Vergleichszeitraum aus. Statt die Temperatur&auml;nderungen mit dem Referenzzeitraum 1961 bis 1990 zu vergleichen, verwendeten sie die Referenzperiode 1971 bis 2000. F&uuml;r den Zeitraum 2031 bis 2060 gehen die Autoren von einer Erh&ouml;hung der j&auml;hrlichen Durchschnittstemperatur in Deutschland um 1,5 bis 2,2 Grad im Vergleich zu dem von ihnen gew&auml;hlten Referenzzeitraum aus. Bereits f&uuml;r 2020 stellte der Deutsche Wetterdienst eine Erh&ouml;hung der Temperatur im Vergleich zur Referenzperiode 1971 bis 2000 um 1,8 Grad fest, 2024 waren es sogar 2,3 Grad.<\/p><p>Es scheint, dass die Autoren nicht aus ihren Fehlern lernen und regelm&auml;&szlig;ig die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland grob untersch&auml;tzen. B&ouml;se formuliert k&ouml;nnte man behaupten, dass die Bundesregierung ihre Anstrengungen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung vor den Folgen des Klimawandels auf eine Forschung konzentriert, deren Prognosen sich bereits zum Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung als verfehlt herausstellen. W&auml;hrenddessen sterben vermehrt insbesondere alte und kranke Menschen in Deutschland an den Folgen extremer Hitze, die Sch&auml;den durch Starkregen werden gr&ouml;&szlig;er, und Menschen ertrinken in &Uuml;berschwemmungsgebieten aufgrund fehlender Fr&uuml;hwarnsysteme und baulicher Anpassungen der Wasserwege.<\/p><p><strong>Bundes-Klimaanpassungsgesetz und die Klimaanpassungsstrategie 2024<\/strong><\/p><p>Vorl&auml;ufiger H&ouml;hepunkt der Passivit&auml;t des Bundes ist das Ende 2023 vom Bundestag verabschiedete Bundes-Klimaanpassungsgesetz. Dessen offizielles Ziel gem&auml;&szlig; Paragraph 1 ist es, &bdquo;zum Schutz von Leben und Gesundheit, von Gesellschaft, Wirtschaft und Infrastruktur sowie von Natur und &Ouml;kosystemen negative Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere die drohenden Sch&auml;den, zu vermeiden oder, soweit sie nicht vermieden werden k&ouml;nnen, weitestgehend zu reduzieren&ldquo;. In Paragraph 3 hei&szlig;t es, die Bundesregierung solle bis zum Ablauf des 30. September 2025 eine &bdquo;vorsorgende Klimaanpassungsstrategie&ldquo; mit messbaren Zielen vorlegen. Es stellt sich die Frage, warum es einer weiteren &bdquo;Klimaanpassungsstrategie&ldquo; bedarf, wenn eine solche bereits 2008 formuliert und in den darauffolgenden Jahren immer wieder erweitert wurde.<\/p><p>Konkrete Ma&szlig;nahmen sucht man indes in dem Gesetz vergeblich. Vorgesehen sind weitere Analysen, Datenerhebungen und Klimaanpassungskonzepte sowie ein &bdquo;Monitoringbericht nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft&ldquo;. Einzig ein &bdquo;Ber&uuml;cksichtigungsgebot&ldquo; soll die &bdquo;Tr&auml;ger &ouml;ffentlicher Aufgaben&ldquo; dazu anhalten, bei ihren &bdquo;Planungen und Entscheidungen das Ziel der Klimaanpassung nach &sect; 1 fach&uuml;bergreifend und integriert zu ber&uuml;cksichtigen&ldquo;.<\/p><p>Offensichtlich aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahlen hat das Bundeskabinett im Dezember 2024 die &bdquo;Klimaanpassungsstrategie 2024&ldquo; beschlossen. &Auml;hnlich wie in den zahlreichen Dokumenten der Vorjahre findet sich darin nicht eine einzige konkrete Ma&szlig;nahme zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels, die mit einem Budget beziffert ist. Stattdessen kann man darin ann&auml;hernd identische Erkenntnisse lesen wie in der Deutschen Anpassungsstrategie aus dem Jahr 2008. So hei&szlig;t es beispielsweise in der Klimaanpassungsstrategie von 2024, dass Hitze bereits heute eine &bdquo;besonders gravierende Folge des Klimawandels&ldquo; sei. Hohe Temperaturen h&auml;tten &bdquo;negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit&ldquo;. So k&ouml;nne Hitze &bdquo;vorliegende Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege oder der Nieren verschlimmern&ldquo; sowie &bdquo;direkt hitzebedingte Erkrankungen ausl&ouml;sen&ldquo;.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Die Bundesregierung gibt Hunderte Milliarden Euro f&uuml;r die F&ouml;rderung der Energiewende aus. Diese Ausgaben werden sich h&ouml;chstwahrscheinlich in den n&auml;chsten 20 Jahren auf weitere mehrere Billionen Euro summieren. Als offiziellen Hauptgrund nennt der Bund den Klimaschutz, der die Abwendung oder zumindest die Abmilderung des Klimawandels zum Ziel hat. Dadurch soll die Bev&ouml;lkerung auch vor den Folgen der klimatischen Ver&auml;nderungen gesch&uuml;tzt werden. W&auml;hrend die weltweiten Treibhausgasemissionen sowie die Temperaturen weiter ungebremst ansteigen, mehren sich in Deutschland die Opfer extremer Hitze, und die Sch&auml;den von Extremwettereignissen werden immer h&ouml;her.<\/p><p>F&uuml;r konkrete Ma&szlig;nahmen zum Schutz der Bev&ouml;lkerung vor den Folgen des Klimawandels hat der Bund in den letzten 17 Jahren hingegen maximal einige wenige Milliarden Euro ausgegeben. Insbesondere in Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen fehlt es an grundlegendem Schutz vor extremer Hitze wie Jalousien und Klimaanlagen. Stattdessen f&ouml;rdert die Bundesregierung vornehmlich eine Forschung, welche die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland wiederholt grob untersch&auml;tzt.<\/p><p>Sollten die weltweiten Treibhausgasemissionen, die Temperaturen in Deutschland sowie die Sch&auml;den durch Extremwetterereignisse weiter so rapide ansteigen wie in den letzten 25 Jahren, wird es f&uuml;r die Politik immer schwieriger, die hohen Ausgaben f&uuml;r die Energiewende sowie den mangelnden Schutz der Bev&ouml;lkerung vor den Folgen des Klimawandels zu rechtfertigen. Die gesamte Klimaschutzstrategie der EU und Deutschlands der letzten Jahrzehnte k&ouml;nnte wie eine Blase zerplatzen. Die daf&uuml;r Verantwortlichen k&ouml;nnten sich mit Vorw&uuml;rfen konfrontiert sehen, warum sie nicht rechtzeitig f&uuml;r einen wirksamen Schutz gegen die Folgen des Klimawandels gesorgt haben &ndash; und stattdessen Billionen in eine Energiewende investiert haben, die den Klimawandel nicht aufh&auml;lt und aufgrund von au&szlig;enpolitischen Fehlentscheidungen zu h&ouml;heren Energiekosten f&uuml;hrt.<\/p><p><small>Titelbild: Lina Balciunaite\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/8aeb79c7080043f38b852514809a1b47\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&auml;hrend die weltweiten Treibhausgasemissionen und die Temperaturen in Deutschland trotz F&ouml;rderungen der Energiewende in Billionenh&ouml;he weiter ungebremst ansteigen, sind die Ausgaben des Bundes f&uuml;r den Schutz der Bev&ouml;lkerung vor Extremwetterereignissen vergleichsweise gering. Das Gesundheitsministerium sieht seine Aufgabe lediglich darin, die Bev&ouml;lkerung auf die gesundheitlichen Folgen von Hitze &bdquo;hinzuweisen&ldquo;. 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