{"id":13768,"date":"2012-07-05T08:52:33","date_gmt":"2012-07-05T06:52:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768"},"modified":"2012-07-05T08:52:33","modified_gmt":"2012-07-05T06:52:33","slug":"hinweise-des-tages-1668","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h01\">Welches Tempo f&uuml;r Haushaltssanierungen? &ndash; Ein internationaler &Uuml;berblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h02\">Frankreich schlittert in die Sparfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h03\">Hoffnungstr&auml;ger Hollande<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h04\">Die deutsche Agenda 2010 als Vorbild f&uuml;r Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h05\">Euro-Rettung: Br&uuml;ssel will deutsche Einlagensicherung pl&uuml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h06\">Desaster Derivatehandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h07\">Kranke H&auml;user!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h08\">Rentenanpassung &ndash; ein Tun &bdquo;als ob&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h09\">Ich gehe: Mein R&uuml;cktritt vom Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h10\">EU-Parlament kippt Acta &ndash; Geht schon wieder ein Gespenst um in Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h11\">Finanzinvestor pr&uuml;ft Extra-Dividende: Eiszeit bei Iglo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h12\">Oberb&uuml;rgermeister in Duisburg &ndash; SPD-Mann mit &bdquo;neuem Stil&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h13\">Folgen der verk&uuml;rzten Schulzeit: Setzen, Sechs!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h14\">Bildungsausgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h15\">Studienmonitor: Jugendliche ohne Leidenschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h16\">Paul Krugmans Gastbeitrag zu Obama: Ein Akt menschlichen Anstands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768#h17\">Das Letzte: K&uuml;ndigung wegen Posting: Nicht bei Facebook &uuml;ber die Firma l&auml;stern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13768&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Welches Tempo f&uuml;r Haushaltssanierungen? &ndash; Ein internationaler &Uuml;berblick<\/strong><br>\nDas Hauptergebnis der Analyse aus 173 Jahren mit Haushaltssanierungen in 15 Industriel&auml;ndern ist, dass die wirtschaftshemmende Wirkung insgesamt &uuml;berwiegt. So<br>\nbewirkt eine Reduktion des Staatsdefizits um 1% des BIP typischerweise eine BIP-Verringerung um 0,5% des BIP w&auml;hrend 2 Jahren und eine Erh&ouml;hung der Arbeitslosenquote<br>\num 0,3%. Demgegen&uuml;ber fallen die Zinss&auml;tze nach 2 Jahren wie erwartet um 20 Basispunkte, was jedoch anscheinend nicht ausreicht, um die negativen Effekte wettzumachen.<br>\nInteressanterweise war die hemmende Wirkung sogar in Episoden sichtbar, in denen das Ausfallrisiko erh&ouml;ht ist. Eigentlich w&uuml;rde man unter diesen Umst&auml;nden erwarten, dass<br>\npositive Vertrauenseffekte eine wichtigere Rolle spielen als in anderen Episoden. Dennoch waren die negativen Effekte schw&auml;cher als sonst.<br>\nDie wichtigste Schlussfolgerung ist, dass das richtige Tempo der Haushaltskonsolidierungen von vielen Faktoren abh&auml;ngig ist. Angesichts der d&uuml;steren Wachstumsaussichten in den Industriel&auml;ndern und der bestehenden Risiken sollten die Gefahren von exzessiven Haushaltssanierungen unbedingt beachtet werden. Deren Bedarf und Dringlichkeit ist von Land zu Land unterschiedlich; so sind etwa nur wenige L&auml;ndern von einem raschen Renditeanstieg ihrer Staatsanleihen betroffen.<br>\nDie Sanierungen sollten demnach den jeweiligen Umst&auml;nden der L&auml;nder angepasst werden. Das w&uuml;rde beispielsweise hei&szlig;en, dass L&auml;nder, deren Staatsanleihen nur wenig Druck der M&auml;rkte ausgesetzt sind, ihre Staatshaushalte zeitlich gestaffelter und weniger dramatisch sanieren m&uuml;ssten. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r L&auml;nder, deren Ausgangsbedingungen vor der Krise vorteilhafter gewesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dievolkswirtschaft.ch\/de\/editions\/201203\/pdf\/Helbling.pdf\">Die Volkswirtschaft, Das Magazin f&uuml;r Wirtschaftspolitik 3-20112 [PDF &ndash; 187 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich schlittert in die Sparfalle<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung korrigiert ihre Wachstumsprognose deutlich nach unten. Laut &Ouml;konomen droht dem Land ein &auml;hnliches Schicksal wie Italien und Spanien. Auch Deutschland k&ouml;nnte abst&uuml;rzen.<br>\nFrankreich l&auml;uft Gefahr, in die gleiche Abw&auml;rtsspirale wie Spanien oder Italien zu geraten, sollte Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande an seinem Defizitziel von drei Prozent f&uuml;r 2013 festhalten. &ldquo;Letztlich wird Hollande aufgrund der wegbrechenden Konjunktur wohl eher 40 bis 45 Mrd. Euro statt der geplanten 33 Mrd. Euro sparen m&uuml;ssen, um das Defizitziel zu erreichen&rdquo;, sagte Xavier Timbeau, Konjunkturchef des Pariser Forschungsinstituts OFCE. Dann d&uuml;rfte die Arbeitslosigkeit bis Ende 2013 auf ein Rekordhoch von mehr als elf Prozent steigen und Frankreich und Deutschland in die Rezession rutschen.<br>\nFrankreichs Rechnungshof hatte am Montag durch einen Kassensturz die Nation aufgeschreckt und eine sch&auml;rfere Konsolidierung von Hollande gefordert. Die angepeilte Senkung des Staatsdefizits auf 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr erfordere sofortige Korrekturen &ndash; ansonsten drohe ein zus&auml;tzliches Haushaltsloch von bis zu 10 Mrd. Euro. 2013 m&uuml;sse die Sparanstrengung gar 33 Mrd. Euro betragen. Die H&auml;lfte davon solle durch Einschnitte beim Staat erfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:rezession-frankreich-schlittert-in-die-sparfalle\/70058609.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hoffnungstr&auml;ger Hollande<\/strong><br>\nHollande hat nun nicht nur eine Quadratur des Kreises zu l&ouml;sen, sondern gleich mehrere Probleme, deren L&ouml;sung je eigene Quadraturen des Kreises beinhalten: Au&szlig;enhandelsdefizit, Arbeitslosigkeit, EU-Fiskalpakt bzw. Schuldenbremse. Mit antizyklischen und keynesianischen Hausrezepten allein wird Hollande die franz&ouml;sische Krise so wenig meistern k&ouml;nnen wie Obama die amerikanische mit dem Drucken von Dollarnoten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/juli\/hoffnungstraeger-hollande\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die deutsche Agenda 2010 als Vorbild f&uuml;r Europa?<\/strong><br>\nStrukturreformen werden den europ&auml;ischen Krisenl&auml;ndern als Weg aus der Krise empfohlen.<br>\nDie deutsche Agenda 2010 gilt als Vorbild, das Deutschland vor Arbeitslosigkeit und Rezession bewahrt habe. Die Defizit- und Schuldnerstaaten sollten &auml;hnlich schmerzhafte Reformen nicht scheuen, um wieder zu Wachstum und Besch&auml;ftigung zu kommen. Tats&auml;chlich haben die deutschen Reformen vor allem mehr Ungleichheit und hohe Export&uuml;bersch&uuml;sse erm&ouml;glicht.<br>\nLetztere w&uuml;rden auch den Defizitl&auml;ndern helfen, setzen aber eben andere L&auml;nder voraus, die Import&uuml;bersch&uuml;sse akzeptieren und sich daf&uuml;r verschulden oder entsparen&hellip;.<br>\nDer Anstieg der Zahl der Erwerbst&auml;tigen in den acht Jahren seit dem Reformjahr 2003 betrug 831.000, in den acht Jahren davor (1995 &ndash; 2003) jedoch 1.754.000, also mehr als doppelt so viel&hellip;<br>\n&Auml;hnlich fragw&uuml;rdig stellt sich die Lage bei der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden dar. Sie betrug 1991 &uuml;ber 60 Milliarden Stunden und sank dann bis 2005 auf knapp 56 Milliarden, um danach bis 2011 wieder auf &uuml;ber 58 Milliarden anzusteigen. In der Rezession 2009 sank sie aber kurzfristig wieder auf unter 56 Milliarden&hellip;\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120705_wirtschaftsentwicklung.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120705_wirtschaftsentwicklung_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>&hellip; Im Endergebnis war der rasch steigende deutsche Export&uuml;berschuss vielleicht die zentrale Wirkung der Reformen. Der Leistungsbilanzsaldo betrug ab 2005 zwischen vier Prozent und acht Prozent des BIP. Das deutsche Wachstum verdankte sich somit zum gro&szlig;en Teil der Nachfrage des Auslandes.<br>\nDabei gaben die deutschen Unternehmen die geringen Lohnkosten nur partiell weiter. Vielmehr stiegen die Einkommen der Unternehmen und Kapitaleigner. Die hohen Einkommen sparten besonders viel. Dieser Effekt wurde durch den Versuch auch weniger gut verdienender Haushalte verst&auml;rkt, f&uuml;r ihre Altersvorsorge zu sparen, die durch die Rentenreform bedroht wurde. Der Finanzsektor transferierte diese Ersparnis ins Ausland, da sich im Inland trotz Steuererleichterungen nicht ausreichend Investoren fanden. Die ausl&auml;ndischen Schuldner absorbierten somit die deutsche Ersparnis und schafften die Nachfrage, ohne die Deutschlands Wachstum eingebrochen w&auml;re.<br>\nF&uuml;r L&auml;nder im S&uuml;den der Eurozone, die hohe Leistungsbilanzdefizite haben und in den vergangenen Jahren im Gegensatz zu Deutschland steigende L&ouml;hne und eine entsprechende Binnennachfrage aufwiesen, scheint das deutsche Reformmodell als geeignete Strategie zur Wiederherstellung der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit. Aber bringt sie auch Wachstum und Besch&auml;ftigung? Die deutsche Erfahrung l&auml;sst Zweifel zu, denn beides kam in Deutschland kaum durch die Reformen, sondern dank der ausl&auml;ndischen Nachfrage zustande. Diese wirkte wie ein mehrj&auml;hriges massives Konjunkturprogramm in H&ouml;he von &uuml;ber vier Prozent des BIP.<br>\nDie Strategie h&auml;tte also bestenfalls dann Erfolgsaussichten, wenn nun andere L&auml;nder diese Nachfragerolle &uuml;bern&auml;hmen, sich verschuldeten (bzw. Ersparnisse aufl&ouml;sten) und Leistungsbilanzdefizite akzeptieren w&uuml;rden. Dazu fehlt es aber an der Bereitschaft bei den Gl&auml;ubigerl&auml;ndern, insbesondere in Deutschland. Ohne diese Bereitschaft wird ein Austerit&auml;ts- und Lohnsenkungskurs aber nur zu einer allgemeinen Rezession f&uuml;hren. Zwar schrumpfen die Defizite der Schuldnerl&auml;nder, aber um den Preis massiver Wachstumseinbu&szlig;en. Eine expansive Lohnpolitik in Deutschland w&auml;re ein wichtiger Beitrag zu einer europ&auml;ischen Wachstumsstrategie.<br>\nZus&auml;tzlich droht eine Ausbreitung der sozialen Schieflage, in die Deutschland durch die Reformen geraten ist, auf ganz Europa. Die Verschlechterung der Einkommensverteilung, die Expansion des Niedriglohnsektors und der Abbau sozialstaatlicher Leistungen lassen sich auf ganz Europa ausdehnen. Ob sie die Verm&ouml;gensbesitzer zu realwirtschaftlichen Investitionen veranlassen und damit vielleicht neues Wachstum ausl&ouml;sen, muss bezweifelt werden. Denn ohne Aussicht auf kaufkr&auml;ftige Nachfrage d&uuml;rften sich die Unternehmen zur&uuml;ckhalten. Wachstum braucht Kaufkraft, die nur aus der gerechten Verteilung einer Wertsch&ouml;pfung kommen kann, die sich ihrerseits nur unter dem Dach einer expansiven Wirtschaftspolitik entfalten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/09197.pdf%20\">Friedrich-Ebert-Stiftung WISO direkt [PDF &ndash; 217 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Euro-Rettung: Br&uuml;ssel will deutsche Einlagensicherung pl&uuml;ndern<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel k&ouml;nnte den Schutz deutscher Kontoguthaben f&uuml;r die Euro-Rettung anzapfen. Die Sparkassen wehren sich an der Regulierungsfront weiter gegen die m&ouml;gliche Pl&uuml;nderung ihrer Sicherungsfonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/banken\/euro-rettung-bruessel-will-deutsche-einlagensicherung-pluendern\/6827318.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Wieder eine &bdquo;die wollen nur unser Geld&ldquo; Angstmache.<\/em><\/p>\n<p><strong>Eine Richtigstellung von Olaf Storbeck<\/strong> im Handelsblatt (wobei wir Storbecks Denunzierung von Tsipras f&uuml;r unangebracht halten):<\/p>\n<p><strong>Deutsche &Ouml;konomen sinken auf Tsipras Niveau<\/strong><br>\nDeutsche &Ouml;konomen versuchen einen Aufruf gegen die Gipfelbeschl&uuml;se vom vergangenen Wochenende. Was herauskommt ist besch&auml;mend und offenbart den erb&auml;rmlichen Zustand weiter Kreise der deutschen &Ouml;konomie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/handelsblog\/2012\/07\/04\/deutschlands-okonomen-sinken-auf-tsipras-niveau\/\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar Gustav Horn:<\/strong> Olaf Storbeck analysiert messerscharf den Aufruf des Dortmunder Professors Walter Kr&auml;mer und stellt Erschreckendes fest.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Alte Bekannte der NachDenkSeiten wie Hans-Werner Sinn, Bernd Raffelh&uuml;schen und Klaus Zimmermann sind auch <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/euro-krise-hans-werner-sinn-ruft-zu-protest-gegen-bankenunion-auf-a-842662.html\">mit von der Partie<\/a>. Das Niveau dieser &bdquo;&Ouml;konomen&ldquo; ist in der Tat unterirdisch und der angeschlagene national-chauvinistische Ton unertr&auml;glich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Desaster Derivatehandel<\/strong><br>\nDiejenigen, die dieses Drama angezettelt haben, orchestrieren seinen Verlauf. Fein formuliert und durch intensive Lobbyarbeit verst&auml;rkt, haben sie die Bankenkrise in Europa erfolgreich in eine Staatsschuldenkrise umgedeutet. Aus gutem Grund. So merkt n&auml;mlich keiner, dass sich im Vergleich zu 2008 nichts, rein gar nichts ge&auml;ndert hat, oder, wie es der oberste deutsche Bankenaufseher Jochen Sanio anl&auml;sslich seiner Verabschiedung im Dezember auf den Punkt gebracht hat: &ldquo;Bis heute hat der R&uuml;ckbau des weltweiten Finanzsystems nicht stattgefunden&rdquo;.<br>\nDie vollmundigen Absichtserkl&auml;rungen der Politiker nach der Lehman-Pleite sind schon lange wieder vergessen, in den folgenden Monaten ausgearbeitete Gesetze und Verordnungen gammeln in irgendwelchen Schubladen vor sich hin, eine ernsthafte juristische Aufarbeitung der ermittelten kriminellen Handlungen findet nach wie vor nicht statt&hellip;<br>\nGut versteckt hinter dieser filmreifen Kulisse w&auml;chst und gedeiht immer noch der gr&ouml;&szlig;te Schwarzmarkt der Welt, der Handel mit Finanzderivaten&hellip;<br>\nV&ouml;llig unreguliert und unbeaufsichtigt verzockt eine Hand voll Banken im wahrsten Sinne des Wortes die reale Welt. Verrichten Banker &bdquo;Gottes Werk&ldquo;, wie es einst der Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, formulierte&hellip;<br>\nEs sind nur eine Hand voll Banken, die diese tickende Zeitbombe zu verantworten haben. Allen voran die &bdquo;big 5&ldquo; aus den USA, JPMorgan, Bank of America, Citigroup, Wells Fargo und Goldman Sachs. Dazu gesellen sich die europ&auml;ischen Gr&ouml;&szlig;en Deutsche Bank, UBS, Cr&eacute;dit Suisse (CS), HSBC. Ein nennenswertes Volumen vom gro&szlig;en Derivate-Kuchen, 11,6 Billionen, geh&ouml;rt der mit Milliarden Steuergeldern geretteten teilstaatlichen Commerzbank.<br>\nDie genannten US-Banken halten aktuell zusammen f&uuml;r 226,5 Billionen USD Finanzderivate (hier), die Deutsche Bank, UBS, CS und Commerzbank kommen zusammen auf 188,6 Billionen USD (Quelle: Gesch&auml;ftsberichte 2011). Das Eigenkapital der vier europ&auml;ischen Banken betr&auml;gt gerade einmal 197 Milliarden USD, auf das der US-Banken k&ouml;nnen wir verzichten, steht in einem &auml;hnlich desolaten Verh&auml;ltnis zum Volumen im Derivatehandel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/der-oekonomiker.blogspot.de\/2012\/07\/stanpunkt-291-derivate-desaster.html\">Der andere &Ouml;konomie Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kranke H&auml;user!<\/strong><br>\nWenn &Auml;rzte und Kliniken wirtschaftlich erfolgreich arbeiten, ist das gut f&uuml;r uns alle. Es sei denn, ein Patient braucht Hilfe&hellip;<br>\nNachhaltig wirtschaften mussten Krankenh&auml;user schon immer. Doch inzwischen haben Stellenk&uuml;rzungen und Arbeitsverdichtungen ein Ausma&szlig; erreicht, das die gesamte medizinische Versorgung in Deutschland zu ruinieren droht. Es ist nicht allein die Privatisierung der Medizin, die Patienten gef&auml;hrdet. Auch in kommunal oder konfessionell gef&uuml;hrten Krankenh&auml;usern und in den Praxen macht es die Industrialisierung der Medizin &Auml;rzten wie Pflegekr&auml;ften schwer, das Wohl der Patienten noch im Auge zu behalten. Vor allem geht in dem st&auml;ndig steigenden Arbeitsdruck etwas verloren, was wesentlich w&auml;re f&uuml;r eine gute Medizin: Zeit f&uuml;r Zuwendung, Zuh&ouml;ren, Trost. Der Patient steht nicht mehr im Mittelpunkt, sondern wird zum St&ouml;rfaktor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/37739\">SZ<\/a> \n<p><strong>Passend dazu<\/strong> unser <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13750#h15\">Hinweis Nr. 15<\/a> von gestern.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rentenanpassung &ndash; ein Tun &bdquo;als ob&rdquo;<\/strong><br>\nSchaut man auf die Nachrichten, darauf, was aktuell zu Renten berichtet wird &ndash; da h&auml;lt sich weiter hartn&auml;ckig die Auffassung, unsere Altersrenten w&auml;ren wie allj&auml;hrlich zum 1. Juli an gestiegene L&ouml;hne angepasst worden.<br>\nSogar Gewerkschafter bedienen sich zum Teil dieser irref&uuml;hrenden Sprachregelung &ndash; obwohl regelrechte Anpassung seit SPD-Kanzler Schr&ouml;der Vergangenheit ist&hellip;<br>\nSeither haben wir es noch und noch in West und auch in Ost immer wieder sogar mit Nullrunden und insgesamt mit einem sinkenden Realwert der Renten zu tun &ndash; im Endeffekt also mit Minusrunden. Nur kurzzeitig (1998\/99, 2003, 2009) erscheint die Anpassung &uuml;berhaupt mal gegen&uuml;ber der Preisentwicklung akzeptabel.<br>\nGanz anders, als es die amtliche Berichterstattung der &Ouml;ffentlichkeit vermittelt.<br>\nUm 9 % ist die Kaufkraft der Renten in den letzten acht Jahren gefallen, registrieren die Sozialverb&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alteninformant-pit.de\/pits-aktueller-kommentar\/\">Alteninformant<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant die dort aufgef&uuml;hrte Tabelle der Renten&ldquo;anpassungen&ldquo; im Vergleich zu den Inflationsraten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ich gehe: Mein R&uuml;cktritt vom Amt<\/strong><br>\nDer Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Piraten hat genug, die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat ihn gelehrt: Sein politisches Amt ist mit dem Bezug von Arbeitslosenhilfe nicht vereinbar.<br>\nSo wie es aussieht, werde ich in K&uuml;rze genug Einkommen haben, um vom Jobcenter unabh&auml;ngig zu sein. Bis dahin wollen mich Freunde unterst&uuml;tzen. Nun ist ein Sprung ins Ungewisse angesagt, wie ihn viele gehen, die die G&auml;ngelung durch die Jobcenter nicht mehr ertragen und freiwillig auf Sozialleistungen verzichten. Ich verlasse das Amt, um frei zu sein. Das Arbeitsamt. Nicht mein Amt als politischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/ein-pirat-zieht-sich-zurueck-ich-gehe-mein-ruecktritt-vom-amt-11809930.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Erfreulich, dass die FAZ Herrn Ponader die M&ouml;glichkeit einr&auml;umt, &uuml;ber das Schicksal eines &ndash; prominenten &ndash; Alg II-Empf&auml;ngers zu schreiben. Aber hat sich diese Zeitung jemals zuvor um die allt&auml;gliche Willk&uuml;r der Arbeitsagenturen und die Dem&uuml;tigung von (nicht prominenten) Hartz IV-Empf&auml;ngern gek&uuml;mmert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Der geschilderte Vorgang enth&auml;lt allerdings einige Merkw&uuml;rdigkeiten (soweit die Darstellung von Ponader korrekt ist). Ein Schelm wer an politische Repression denkt. Ponader ist sicher das, was man einen Nonkonformisten nennt, der gegen alle b&uuml;rgerliche Ideologie steht. Eine funktionierende Demokratie muss Ponader aber den gleichen politischen Freiraum gew&auml;hren wie jeden anderen B&uuml;rger auch. Ob er nun Arbeitslosengeld II bezieht oder nicht.<br>\nPonader verweist hier auch auf einen Spiegel-Artikel &uuml;ber ihn, der bisher nur in der Print-Ausgabe erh&auml;ltlich ist. Ich habe diesen Artikel gelesen und er ist von &uuml;belster Machart, vollst&auml;ndig mit einem denunziatorischen und h&auml;mischen Tenor geschrieben. Dies untermalt auf das beste Albrecht M&uuml;llers gestrige Ausf&uuml;hrungen und legt die zunehmende Brutalisierung und Menschenverachtung der Mainstreampresse dar.<\/em><br>\n<em>Die Schilderung der Repressivit&auml;t, die mit dem Bezug von ALG II verbunden ist, ist ebenfalls sehr interessant. ALG II ist eindeutig auch Instrument der innenpolitischen Befriedung und Unterdr&uuml;ckung. Soetwas wird in der &ouml;ffentlichen Diskussion &uuml;berhaupt nicht reflektiert. Erstaunlich, das die FAZ Ponaders Darstellung publiziert w&auml;hrend die Kollegen des Spiegels offenbar nur noch Hetzartikel produzieren k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Parlament kippt Acta &ndash; Geht schon wieder ein Gespenst um in Europa?<\/strong><br>\nMit einem gro&szlig;en Knall hat das EU-Parlament Acta versenkt. War die Anti-Acta-Party offizielle Geburtsstunde einer politischen Bewegung? Oder ist der Vertrag einer Sponti-Aktion zum Opfer gefallen?&hellip;<br>\nDer Protest hat gezeigt, dass sich f&uuml;r netzpolitische Themen mittlerweile breite und zuvor unpolitische Bev&ouml;lkerungsschichten mobilisieren lassen, zumindest kurzzeitig. Das gilt zun&auml;chst einmal f&uuml;r die Jungen, die Kids, die mit und im Netz aufwachsen&hellip;<br>\nJeder Politiker sollte deshalb aus der Acta-Pleite mindestens zwei Lehren ziehen: Erstens, Netzthemen gehen l&auml;ngst alle an, weil das Internet f&uuml;r viele Deutsche &ndash; und nicht mehr nur f&uuml;r picklige Nerds &ndash; zu einer Dimension ihres Lebensraums geworden ist. Eigentlich m&uuml;sste auch der Begriff &ldquo;Netzpolitik&rdquo; l&auml;ngst pass&eacute; sein. Das Netz ist de facto Querschnittsthema der Politik. Die zweite Lektion besagt, dass eine ignorante Politik locker das Zeug dazu hat, binnen k&uuml;rzester Zeit m&auml;chtige Koalitionen zu schmieden, die das Zeug haben, auch Regierungen erzittern zu lassen&hellip;<br>\nGeht jetzt also ein m&auml;chtiges Gespenst um in Europa? Wird die Netzbewegung jetzt, da sie den Riesen Acta offiziell erlegt hat, so m&auml;chtig wie dereinst die Anti-Atomkraft- oder die Friedensbewegung? Noch ist das nicht ausgemacht, selbst wenn heute bei allen gro&szlig;en und kleinen Netzaktivisten beschwingt mit Club-Mate-Flaschen angesto&szlig;en werden d&uuml;rfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/eu-parlament-kippt-acta-geht-schon-wieder-ein-gespenst-um-in-europa-1851435.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Finanzinvestor pr&uuml;ft Extra-Dividende: Eiszeit bei Iglo<\/strong><br>\nEs ist bereits einige Jahre her, da sorgte das Vorgehen von Finanzinvestoren f&uuml;r viel Kritik. Von Heuschrecken ist deshalb bis heute die Rede, die &uuml;ber die Unternehmen herfielen und alles leerfra&szlig;en, also Kapital heraussaugten. Beim Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 zum Beispiel, beim Modeunternehmen Hugo Boss und bei einigen anderen wurden damals hohe Dividenden an die Eigent&uuml;mer, darunter immer wieder Finanzinvestoren wie Permira, ausgesch&uuml;ttet, obwohl die Ertragslage so gar nicht danach war. Diese Zeiten sind eigentlich vorbei. Doch jetzt k&ouml;nnte es erneut ein Unternehmen in Besitz von Finanzinvestoren treffen. Iglo mit Sitz in Hamburg ist bekannt vor allem f&uuml;r tiefgek&uuml;hlte Fischst&auml;bchen (Werbefigur: K&auml;pt&rsquo;n Iglo) und Spinat und geh&ouml;rte urspr&uuml;nglich lange zum international t&auml;tigen Unilever-Konzern. Doch die Briten entschlossen sich 2006 zum Verkauf. Iglo und die Schwestermarke Birds Eye gingen an Permira. Es wurde investiert, und es wurden Zuk&auml;ufe get&auml;tigt. Zum Beispiel kam auch die fr&uuml;here italienische Schwestermarke Findus dazu.<br>\nIglo gilt heute als europ&auml;ischer Marktf&uuml;hrer, das Unternehmen w&auml;chst. In der vergangenen Woche war ein Weiterverkauf der Firma vorerst geplatzt. Nach Brancheninformationen hatten sich die beiden letzten Interessenten Blackstone und BC Partners &ndash; beide ebenfalls Finanzinvestoren &ndash; gegen eine Erh&ouml;hung des gemeinsamen Angebots von 2,5 Milliarden Euro entschieden. Zuvor waren schon andere Bieter ausgestiegen. Permira k&ouml;nnte nun bei Iglo trotzdem Kasse machen und sich eine kreditfinanzierte Sonderdividende auszahlen lassen. Es ist von einem Betrag von etwa 500 Millionen Euro die Rede. Der Hamburger Fischst&auml;bchen-Konzern hat ohnehin mit einer Schuldenlast von 1,4 Milliarden Euro zu k&auml;mpfen. Nun arbeitet Permira zusammen mit Credit Suisse und der Deutschen Bank offenbar an einer Refinanzierung von 1,9 Milliarden Euro &uuml;ber vorrangige Kredite und nachrangige Anleihen, wie aus Bankenkreisen verlautet. Die Differenz von 500 Millionen Euro k&ouml;nnte dann an Permira flie&szlig;en. Kreditfinanzierte Aussch&uuml;ttungen waren bei Private-Equity-Firmen vor der Finanzkrise beliebt, weil sie damit von niedrigen Zinsen profitierten und schnell bei Investments Kasse machen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanzinvestor-prueft-extra-dividende-eiszeit-bei-iglo-1.1400686\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Oberb&uuml;rgermeister in Duisburg &ndash; SPD-Mann mit &bdquo;neuem Stil&ldquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here SPD-Landtagsabgeordnete S&ouml;ren Link wird am Mittwoch  als Duisburger Oberb&uuml;rgermeister vereidigt, in der Nachfolge des CDUlers Adolf Sauerland. Sein Wahlergebnis erinnert an jene Zeiten, als im Ruhrpott noch die Hoch&ouml;fen qualmten und alle Malocher SPD w&auml;hlten: Mit stolzen 71,96 Prozent wurde Link am Sonntag gew&auml;hlt.<br>\nDoch der vermeintlich strahlende Sieg erinnert nur auf den ersten Blick an die alte Genossenherrlichkeit. Denn noch nie war die Wahlbeteiligung in der Ruhrgebietsstadt so gering. Gerade mal 93.962 Duisburgerinnen und Duisburger machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch: 25,75 Prozent. F&uuml;r Sauerlands Abwahl hatten im Februar noch knapp 130.000 Menschen gestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Oberbuergermeister-in-Duisburg\/!96660\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ist es Resignation oder Fatalismus, dass sich gerade noch ein Viertel der Wahlberechtigten an einer Oberb&uuml;rgermeisterwahl beteiligen. Fatalismus vielleicht deswegen, weil eine Stadt die unter einem Haushaltssicherungskonzept steht und &uuml;ber fast 10 Jahre Einsparungen in  zweistelliger Millionenh&ouml;he vorzunehmen hat, ohnehin kaum noch politischen Entscheidungsspielraum hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Folgen der verk&uuml;rzten Schulzeit: Setzen, Sechs!<\/strong><br>\nDie Verk&uuml;rzung der Schulzeit zum G 8 ist missraten. Jetzt ist es h&ouml;chste Zeit, durch eine Wahlm&ouml;glichkeit der Schulen selbst die l&auml;hmende Debatte um die Dauer der Gymnasialzeit zu beenden. Eine Erkenntnis aber bleibt: Die Politik sollte sich aus solchen Projekten heraushalten&hellip;<br>\nEs lohnt sich heute, noch einmal zu schauen, welche Gr&uuml;nde seinerzeit f&uuml;r die Notwendigkeit der gymnasialen Schulzeitverk&uuml;rzung angef&uuml;hrt wurden: Steigerung der internationalen Wettbewerbsf&auml;higkeit, Haushaltseinsparungen durch weniger Lehrer und Sch&uuml;ler, Sicherung der Renten durch l&auml;ngere Berufsverweildauer, bessere Arbeitsmarktchancen j&uuml;ngerer Schulabsolventen. Inzwischen klingen diese rein &ouml;konomischen Argumente seltsam hohl und veraltet&hellip;<br>\nP&auml;dagogische Argumente f&uuml;r das G 8 fehlten seinerzeit g&auml;nzlich. Forsch formulierte die damalige Kultusministerin von Baden-W&uuml;rttemberg, Annette Schavan, man werde im achtj&auml;hrigen Gymnasium mehr Abiturienten in k&uuml;rzerer Zeit zu besseren Ergebnissen f&uuml;hren. Gleichzeitig wurde die &Ouml;ffentlichkeit get&auml;uscht: Am Unterrichtsvolumen werde nicht ger&uuml;ttelt, behauptete etwa der damalige saarl&auml;ndische Ministerpr&auml;sident Peter M&uuml;ller, der Stoff werde nur auf acht statt auf neun Jahre verteilt. In Wirklichkeit war die Einf&uuml;hrung des achtj&auml;hrigen Gymnasiums in allen Bundesl&auml;ndern mit massiven Stundenk&uuml;rzungen verbunden. Allein in Bayern fielen bis zu 20 Jahreswochenstunden einfach weg, der Beginn einer unseligen Stoffverdichtung&hellip;<br>\nDeutschland geh&ouml;rt heute zu den L&auml;ndern, die ihren Jugendlichen bis zum Abitur mit am wenigsten Unterricht bieten, n&auml;mlich rund 9500 Vollzeitstunden. Der internationale Durchschnitt liegt bei 11.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/folgen-der-verkuerzten-schulzeit-setzen-sechs-1.1400905\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bildungsausgaben<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120705_bildungsausgaben.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120705_bildungsausgaben_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/cache\/images\/6\/135836-1x2-galerie.gif?9F76B%20\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Studienmonitor: Jugendliche ohne Leidenschaft?<\/strong><br>\nWie schauen Jugendliche auf ihre Zukunft und welche Faktoren sind hierf&uuml;r ausschlaggebend? Wie stehen Jugendliche allgemein zu Politik? Der aktuelle Studienmonitor besch&auml;ftigt sich mit einigen Studien, die sich genau mit diesen Fragen auseinandergesetzt haben. Sowohl der Schulerfolg als auch der Blick auf die eigene Zukunft und das Engagement f&uuml;r politische Belange sind unter anderem abh&auml;ngig von der sozialen Herkunft der Jugendlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/werkstatt.bpb.de\/2012\/06\/studienmonitor-jugendliche-ohne-leidenschaft\/\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Paul Krugmans Gastbeitrag zu Obama: Ein Akt menschlichen Anstands<\/strong><br>\nEs ist schon erstaunlich, wie grausam die Gegner von Obamas Gesundheitsreform sind. Statt Menschen zu helfen, wollen sie nur eines: Das Projekt verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-obama-ein-akt-menschlichen-anstands,1472602,16537912.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: K&uuml;ndigung wegen Posting: Nicht bei Facebook &uuml;ber die Firma l&auml;stern<\/strong><br>\nNachdem ein Arbeitnehmer auf Facebook das Lied &ldquo;B&uuml;ck dich hoch&rdquo; von Deichkind gepostet hatte, wurde ihm gek&uuml;ndigt. Sein Arbeitgeber f&uuml;hlte sich beleidigt. Vor dem Arbeitsgericht Herford wurde am Dienstag (19.06.2012) ein Vergleich geschlossen. Kein Einzelfall &ndash; laut Medienrechtsanwalt Christian Solmecke steigt die Zahl solcher F&auml;lle zurzeit sprunghaft an. Solmecke zu WDR.de: &ldquo;Pro Woche landen zwei bis drei F&auml;lle zu Beleidigungen oder Mobbing in sozialen Netzwerken in unserer Kanzlei. Die Leute vergessen, dass soziale Netzwerke &uuml;berhaupt nicht privat sind und deshalb alles, was man dort tut, unter Beobachtung stehen kann.&rdquo; Als Anwalt rate er allen Facebook-Anwendern deutlich dazu, Postings zum eigenen Arbeitsplatz komplett zu unterlassen. Grunds&auml;tzlich gilt in Deutschland zwar Meinungsfreiheit. Beleidigungen und Schm&auml;hkritik fallen aber nicht darunter. Ist das Lied von Deichkind nun eine erlaubte Form der Kritik oder schon eine Beleidigung? Und ist es auch f&uuml;r Dritte tats&auml;chlich als Kritik an der konkreten Firma erkennbar? Diese Punkte h&auml;tte das Arbeitsgericht Herford kl&auml;ren m&uuml;ssen, wenn sich die Parteien nicht auf den Vergleich geeinigt h&auml;tten. Das Arbeitsgericht Herford durfte nicht mitteilen, welchen Inhalt der Vergleich hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/digital\/facebook390.html\">WDR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tape.tv\/musikvideos\/Deichkind\/Bueck-dich-Hoch\">Tape.tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13768","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13768"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13768\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13771,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13768\/revisions\/13771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}