{"id":137746,"date":"2025-08-23T12:00:02","date_gmt":"2025-08-23T10:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137746"},"modified":"2025-08-22T19:29:04","modified_gmt":"2025-08-22T17:29:04","slug":"soziale-spaltung-als-regierungstechnik-disziplin-fuer-die-da-unten-spielraeume-fuer-die-da-oben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137746","title":{"rendered":"Soziale Spaltung als Regierungstechnik \u2013 Disziplin f\u00fcr die da unten, Spielr\u00e4ume f\u00fcr die da oben"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland betreibt eine Umverteilung von unten nach oben &ndash; gesetzlich verankert und ideologisch abgesichert. Unter Kanzler Merz, der von &bdquo;Leistung&ldquo; schwadroniert, zahlen die gr&ouml;&szlig;ten Profiteure kaum Steuern, w&auml;hrend f&uuml;r Panzer munter neue Kredite aufgenommen werden. Das ist kein Widerspruch, sondern Absicht: Der Arbeitsmarkt ist zum Instrument sozialer Kontrolle verkommen. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8905\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-137746-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822_Soziale_Spaltung_als_Regierungstechnik_Disziplin_fuer_die_da_unten_Spielraeume_fuer_die_da_oben_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822_Soziale_Spaltung_als_Regierungstechnik_Disziplin_fuer_die_da_unten_Spielraeume_fuer_die_da_oben_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822_Soziale_Spaltung_als_Regierungstechnik_Disziplin_fuer_die_da_unten_Spielraeume_fuer_die_da_oben_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822_Soziale_Spaltung_als_Regierungstechnik_Disziplin_fuer_die_da_unten_Spielraeume_fuer_die_da_oben_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=137746-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822_Soziale_Spaltung_als_Regierungstechnik_Disziplin_fuer_die_da_unten_Spielraeume_fuer_die_da_oben_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250822_Soziale_Spaltung_als_Regierungstechnik_Disziplin_fuer_die_da_unten_Spielraeume_fuer_die_da_oben_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Methode 1: Reiche schonen, Arme belasten &ndash; die Schuldenbremse gehorcht dem Diktat der Macht<\/strong><\/p><p><strong>Ungerechte Steuerlast<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber 80&#8239;Prozent der Steuereinnahmen kommen aus L&ouml;hnen und Konsum. Wer arbeitet und einkauft, tr&auml;gt die Hauptlast des Staates. Verm&ouml;genseink&uuml;nfte hingegen leisten nur einen marginalen Beitrag &ndash; das ist politisch so gewollt. W&auml;hrend f&uuml;r Normalverdiener die Steuern erh&ouml;ht wurden (etwa die Mehrwertsteuer), hat man Spitzen- und Unternehmenssteuern deutlich gesenkt. Unterm Strich wurde steuerlich von unten nach oben umverteilt.<\/p><p>Gleichzeitig genie&szlig;en Wohlhabende milliardenschwere Ausnahmen. Firmenerben etwa profitieren von Steuererlassen, und Kapitaleink&uuml;nfte werden pauschal mit nur 25&nbsp;Prozent besteuert &ndash; unabh&auml;ngig von der Gewinnh&ouml;he. Gro&szlig;e Verm&ouml;genszuw&auml;chse bleiben so oft steuerfrei, w&auml;hrend Bildungs-, Sozial- oder Pflegeetats um jeden Euro ringen. Gerechtfertigt wird diese Schonung der oberen Schichten mit Schlagworten wie &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; und &bdquo;Standortsicherung&ldquo;.<\/p><p><strong>Schuldenbremse &ndash; flexibel nach Bedarf<\/strong><\/p><p>Die Schuldenbremse galt jahrelang als eiserne Haushaltsregel &ndash; bis sie politisch im Weg stand. 2025 hat die Regierung Merz sie kurzerhand ausgesetzt, um Hunderte Milliarden Euro f&uuml;r die Bundeswehr und einen &bdquo;Bev&ouml;lkerungsschutz&ldquo;-Fonds bereitzustellen. Ausgerechnet f&uuml;r Milit&auml;r und Sicherheitsapparate wurde der strikte Schulden-Deckel aufgehoben, w&auml;hrend bei Schulen, sozialen Projekten oder Kommunen weiter auf der Bremse gestanden wird.<\/p><p>Die Regel &bdquo;man darf nicht mehr ausgeben als einnehmen&ldquo; gilt also nur dort, wo Sparen politisch erw&uuml;nscht ist. Im Sozialbereich bleibt sie sakrosankt, f&uuml;r R&uuml;stung wurde sie ohne Z&ouml;gern gebrochen &ndash; eine doppelte Buchf&uuml;hrung der Merz-Regierung. H&ouml;here Steuern f&uuml;r Verm&ouml;gende lehnt sie gleichzeitig als &bdquo;Leistungsfeindlichkeit&ldquo; oder &bdquo;Neiddebatte&ldquo; ab.<\/p><p>Insgesamt tr&auml;gt die Finanzordnung christlich demokratischer Pr&auml;gung inzwischen die Handschrift der Ungleichheit. Die Schuldenbremse blockiert Investitionen in soziale Gerechtigkeit, aber nicht in milit&auml;rische St&auml;rke. Steuergesetze sch&uuml;tzen dynastische Verm&ouml;gen, nicht aber prek&auml;re Familien. Deutschland betreibt eine Umverteilung von unten nach oben &ndash; gesetzlich verankert und ideologisch abgesichert. Unter Kanzler Merz, der von &bdquo;Leistung&ldquo; schwadroniert, zahlen die gr&ouml;&szlig;ten Profiteure kaum Steuern, w&auml;hrend f&uuml;r Panzer munter neue Kredite aufgenommen werden. Das ist kein Widerspruch, sondern Absicht: Disziplin f&uuml;r die da unten, Spielr&auml;ume f&uuml;r die da oben. Wer das nicht hinnehmen will, muss &uuml;ber Macht reden &ndash; nicht nur &uuml;ber Gerechtigkeit.<\/p><p><strong>Prekarit&auml;t als Prinzip: Armut verwalten, Arbeitskraft disziplinieren<\/strong><\/p><p>Mit den Hartz-Reformen ab 2003 wurde ein rigides Arbeitsmarktregime etabliert: Erwerbslose mussten nahezu jede Arbeit annehmen &ndash; unter Androhung harter Sanktionen bis zum vollst&auml;ndigen Leistungsentzug. Diese als &bdquo;F&ouml;rdern und Fordern&ldquo; besch&ouml;nigte Politik schuf ein Klima der Angst und lie&szlig; den Niedriglohnsektor boomen: Millionen landeten in unsicheren Billigjobs. Zwar sank die Arbeitslosigkeit, doch um den Preis zunehmender Prekarisierung. Bis heute m&uuml;ssen Hunderttausende trotz Arbeit ihre Einkommen mit Grundsicherung aufstocken &ndash; ein deutliches Indiz, dass Hartz&nbsp;IV Armut nicht verhindert, sondern verwaltet hat.<\/p><p>Unter Kanzler Merz wird diese Zumutung versch&auml;rft neu aufgelegt. Sanktionen werden wieder rigoros durchgezogen &ndash; bis hin zum zweimonatigen Totalausfall der Leistung, wenn jemand ein zumutbares Angebot ausschl&auml;gt (verfassungsrechtliche Bedenken hin oder her). Zudem gilt erneut: Jeder noch so miese Job geht vor &ndash; Weiterbildung hat nachrangig zu sein. Merz kn&uuml;pft nahtlos an die Hartz-Doktrin an: Hauptsache, Erwerbslose verschwinden schnell aus der Statistik.<\/p><p>Begleitet wird die harte Linie von h&auml;mischer Rhetorik gegen &bdquo;faule Arbeitslose&ldquo;. Konservative und neoliberale Stimmen zeichnen das Feindbild des Sozialschmarotzers, dem es an Eigeninitiative mangele. Sobald es Haushaltsengp&auml;sse gibt, wird reflexartig Stimmung gegen die Schw&auml;chsten gemacht &ndash; statt die Reichen st&auml;rker zu belasten oder den Wettbewerbsdruck zu hinterfragen. Quer durch die Parteien propagiert man eine h&auml;rtere Gangart gegen &bdquo;Arbeitsunwillige&ldquo;. In diesem Diskurs gilt nicht das System als Ursache von Armut, sondern das Individuum mit angeblicher Tr&auml;gheit.<\/p><p>Dabei wollen die allermeisten Erwerbslosen arbeiten, sobald es einen passenden Job gibt. Dennoch stilisiert man den Ausnahmefall zur Regel, um H&auml;rte zu rechtfertigen. &bdquo;Leistung muss sich lohnen&ldquo;, hei&szlig;t es &ndash; gemeint ist: Nicht-Arbeit muss wehtun. So wird der Unmut gezielt nach unten gelenkt: Man emp&ouml;rt sich &uuml;ber vermeintlich zu &uuml;ppige Sozialleistungen, w&auml;hrend gro&szlig;e Verm&ouml;gen und Konzerngewinne unber&uuml;hrt bleiben. Soziale Misere wird individualisiert, damit niemand &uuml;ber die strukturelle Ungleichheit reden muss.<\/p><p>Prekarisierung dient dabei als Herrschaftsinstrument. Die Politik h&auml;lt ein permanentes Drohpotenzial aufrecht: Wer in einem schlecht bezahlten Job schuftet, soll immer die Angst sp&uuml;ren, ihn zu verlieren und ins Bodenlose zu fallen. &bdquo;Man muss das Pack zu Dankbarkeit erziehen!&ldquo; scheint die geistige Haltung der M&auml;chtigen zu sein. Die Botschaft, vermittelt durch das Beispiel der Langzeitarbeitslosen oder Menschen ohne Wohnung: &bdquo;Wenn du nicht spurst, ergeht es dir ebenso.&ldquo; Diese Unsicherheit diszipliniert die Besch&auml;ftigten. Der Soziologe Lo&iuml;c&nbsp;Wacquant spricht vom &bdquo;zentaurischen Staat&ldquo;: oben gro&szlig;z&uuml;gig gegen&uuml;ber Unternehmen (Steuergeschenke, Deregulierung), unten streng mit den Armen (Kontrollen, Sanktionen). So garantiert der Staat ein Heer billiger Arbeitskr&auml;fte und subventioniert niedrige L&ouml;hne &uuml;ber Sozialleistungen, damit Unternehmen keine h&ouml;heren L&ouml;hne zahlen m&uuml;ssen.<\/p><p>Diese Politik folgt dem Diktat der Macht: Sie nutzt den Reichen und belastet die Schwachen. Einst demonstrierten Hunderttausende gegen Hartz&nbsp;IV; heute haben viele die neoliberalen Narrative verinnerlicht und fordern selbst sch&auml;rfere Regeln f&uuml;r &bdquo;Arbeitsunwillige&ldquo; &ndash; letztlich zu ihrem eigenen Nachteil. Der Arbeitsmarkt ist zum Instrument sozialer Kontrolle verkommen. Armut wird nicht beseitigt, sondern b&uuml;rokratisch verwaltet und bestraft, um die bestehende Ordnung zu sichern. &bdquo;F&ouml;rdern und Fordern&ldquo; entpuppt sich als Drangsalieren und Gehorchen. Reiche werden geschont, Arme geg&auml;ngelt &ndash; und die Politik verkauft es als alternativlos. Menschen in st&auml;ndiger Existenzangst sind leichter regierbar. Doch eine Gesellschaft, die auf Angst und Spaltung setzt, untergr&auml;bt ihr demokratisches Fundament. Die Schuldenbremse mag dem Kompass der Macht gehorchen &ndash; das Arbeitsmarktregime tut es ebenso. Nur eine wache &Ouml;ffentlichkeit kann dieses Narrativ durchbrechen und die Prekarisierung als politische Entscheidung &ndash; nicht als Naturgesetz &ndash; entlarven.<\/p><p><strong>Methode 2: Chancengleichheit proklamieren, Selektion zementieren<\/strong><\/p><p>Bildung gilt als Schl&uuml;ssel f&uuml;r gleiche Chancen &ndash; de facto zementiert das deutsche Schulsystem aber soziale Ungleichheit. Die Herkunft eines Kindes entscheidet ma&szlig;geblich &uuml;ber seinen Bildungsweg. Nur rund ein Drittel der Kinder aus armem Elternhaus schafft den Sprung aufs Gymnasium, aber fast 80&#8239;Prozent der privilegierten. Auch an der Hochschule setzen sich die Unterschiede fort: Die Chance, einen Studienabschluss zu erwerben, ist f&uuml;r ein Nichtakademiker-Kind nur ein Bruchteil so gro&szlig; wie f&uuml;r ein Akademiker-Kind.<\/p><p>Diese soziale Selektivit&auml;t besteht, weil sie den Privilegierten nutzt. Deutschland h&auml;lt mit seinem dreigliedrigen Schulsystem an der fr&uuml;hen Sortierung der Sch&uuml;ler nach der 4.&nbsp;Klasse fest, was vor allem Oberschichtfamilien zugutekommt, die ihre Kinder unter ihresgleichen wissen wollen.<strong> <\/strong>Das Gymnasium ist quasi sakrosankt &ndash; seit Jahrzehnten wird jede grundlegende Reform hin zu l&auml;ngerem gemeinsamen Lernen blockiert. Wer vom Gymnasialpfad abweicht, hat es deutlich schwerer: Zwar f&uuml;hren auch Real- oder Hauptschule letztlich zum Ziel, aber nur &uuml;ber steinige Umwege, w&auml;hrend das Abitur direkt zu Studium, sicheren Jobs und h&ouml;herem Einkommen f&uuml;hrt.<\/p><p>Die Profiteure dieses Systems verteidigen ihren Status. Eltern aus h&ouml;heren Schichten hebeln notfalls Schulempfehlungen aus, um ihre Kinder aufs Gymnasium zu bringen. Viele Wohlhabende wechseln gleich ganz ins Private: Inzwischen besucht etwa jedes zehnte Kind eine Privatschule. Diese Abwanderung verst&auml;rkt die Segregation: Gut betuchte Eltern kehren dem &ouml;ffentlichen Schulsystem den R&uuml;cken, w&auml;hrend an den zur&uuml;ckgelassenen Brennpunktschulen fast nur noch arme Kinder unter schlechten Bedingungen lernen. In den privilegierten &bdquo;Bildungsinseln&ldquo; dagegen sorgen kleinere Klassen, bessere Ausstattung und engagierte Eltern f&uuml;r Vorteile.<\/p><p>Statt die ungerechten Strukturen anzugehen, wird die Schuld an Bildungsproblemen oft den Betroffenen zugeschoben. Es hei&szlig;t dann, manche Familien seien &bdquo;bildungsfern&ldquo; oder es fehle an &bdquo;Leistungsbereitschaft&ldquo; &ndash; so als l&auml;ge das Problem bei den Kindern und Eltern. Tats&auml;chlich aber starten arme Kinder mit deutlich schlechteren Voraussetzungen. Ohne ruhigen Lernplatz und Unterst&uuml;tzung zu Hause k&ouml;nnen sie ihr Potenzial kaum entfalten. <\/p><p>Dennoch lenken manche Politiker vom Investitionsmangel ab und sch&uuml;ren Ressentiments: Friedrich Merz behauptete 2023 etwa, &uuml;berforderte Schulen l&auml;gen vor allem an zu vielen Kindern mit schlechten Deutschkenntnissen &ndash; und nicht am eklatanten Lehrermangel, maroden Geb&auml;uden oder &uuml;berf&uuml;llten Klassen. Solche populistischen Ablenkungsman&ouml;ver verzerren die Debatte und verhindern, dass &uuml;ber die eigentlichen Vers&auml;umnisse gesprochen wird.<\/p><p>Auch aktuell setzt die Politik andere Priorit&auml;ten als Bildungsgerechtigkeit. 2025 wurden, legt man einen erweiterten Verteidigungsbegriff inklusive Cyber, NATO und Kommunikation an, fast 95&nbsp;Milliarden&nbsp;Euro f&uuml;r die Bundeswehr mobilisiert, w&auml;hrend Schulen chronisch unterfinanziert blieben &ndash; viele Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler lernen in maroden R&auml;umen, nutzen stinkende Toiletten oder sind ohne Lehrkraft. Reformen gibt es allenfalls in Trippelschritten, die am selektiven Grundprinzip nichts &auml;ndern. <\/p><p>Solange das System die St&auml;rkeren st&auml;rker f&ouml;rdert als die Schwachen, bleibt Chancengleichheit eine Floskel. Der Bildungserfolg h&auml;ngt vom Elternhaus ab, nicht vom Talent. Die privilegierte Schicht kann sich darauf verlassen, dass die bestehenden Strukturen ihren Vorsprung wahren. Ohne einen radikalen Kurswechsel &ndash; etwa gezielte F&ouml;rderung benachteiligter Schulen, l&auml;ngeres gemeinsames Lernen und massive Investitionen &ndash; wird sich daran nichts &auml;ndern. Chancengleichheit bleibt sonst ein sch&ouml;ner Schein, und die soziale Schieflage verfestigt sich von Generation zu Generation.<\/p><p><strong>Methode 3: Wohnraumverteilung und st&auml;dtische Segregation<\/strong><\/p><p>Auch der Wohnungsmarkt spiegelt die soziale Kluft deutlich &ndash; und politische Entscheidungen haben sie vertieft. Der Staat hat sich weitgehend aus dem sozialen Wohnungsbau zur&uuml;ckgezogen: Seit 2002 hat sich die Zahl der Sozialwohnungen nahezu halbiert (auf rund eine Million). Statt ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, verteilt die Politik lieber Wohngeld &ndash; und subventioniert damit faktisch hohe Mieten mit Steuergeld. 2023 erhielten &uuml;ber eine Million Haushalte Wohngeld; Milliarden flossen so direkt an private Vermieter, w&auml;hrend der Wohnungsmangel bestehen blieb.<\/p><p>In vielen St&auml;dten steigen die Mieten seit Jahren drastisch. Verk&auml;ufe kommunaler Wohnungen und das Agieren gro&szlig;er Immobilienkonzerne haben die Gentrifizierung angeheizt: G&uuml;nstige Viertel werden &bdquo;aufgewertet&ldquo;, &auml;rmere Mieter verdr&auml;ngt. Versuche wie der Berliner Mietendeckel wurden gerichtlich gestoppt, und die bundesweite Mietpreisbremse greift nur l&uuml;ckenhaft. Die Mieten kennen daher nahezu &uuml;berall nur den Weg nach oben &ndash; und mit ihnen die Verdr&auml;ngung einkommensschwacher Haushalte aus begehrten Lagen.<\/p><p>So entsteht eine deutliche r&auml;umliche Trennung. Wohlhabende wohnen in teuren, innenstadtnahen Vierteln, w&auml;hrend Geringverdiener und Transferbezieher an die Stadtr&auml;nder oder in strukturschwache Regionen abgedr&auml;ngt werden. In manchen Gro&szlig;st&auml;dten ballen sich Armut und hohe Migrantenanteile in bestimmten &bdquo;Problemvierteln&ldquo;. Diese Segregation ist auch Folge politischer Weichenstellungen &ndash; etwa des Ausverkaufs kommunaler Wohnungen. Trotz einzelner Gegenma&szlig;nahmen (Milieuschutz, kommunaler Wohnungskauf) bestimmt meist der Geldbeutel, wer wo wohnt. Die Wohnungsfrage wirkt damit als Spaltungsmotor: Sie trennt die Gesellschaft in gut versorgte Zonen und abgeh&auml;ngte Gebiete. Ohne Kurswechsel &ndash; z.B. massiven sozialen Wohnungsbau und strengere Mietregulierung &ndash; wird sich diese Spaltung weiter vertiefen.<\/p><p><strong>Methode 4: Sicherheitspolitik: Kontrolle von R&auml;umen und Gruppen<\/strong><\/p><p>Auch &uuml;ber die Sicherheitspolitik wird gesellschaftliche Spaltung betrieben. Polizei und Beh&ouml;rden definieren bestimmte Viertel als &bdquo;gef&auml;hrlich&ldquo; und gew&auml;hren sich dort Sonderrechte. In solchen kriminalit&auml;tsbelasteten Zonen &ndash; meist sozial benachteiligte, migrantisch gepr&auml;gte Stadtteile &ndash; gibt es verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen und Dauerpr&auml;senz. Die Bewohner stehen unter Generalverdacht. People of Colour berichten von willk&uuml;rlichen Kontrollen (Racial Profiling). Viele Anwohner leben in st&auml;ndiger Angst vor staatlicher Schikane und f&uuml;hlen sich zu B&uuml;rgern zweiter Klasse abgestempelt. Ihr Vertrauen in Polizei und Rechtsstaat erodiert.<\/p><p>&Auml;hnlich setzt der Staat Gefl&uuml;chtete r&auml;umlich unter Druck. Bis 2015 durften Asylsuchende ihren Landkreis nicht verlassen; heute zwingt sie die Wohnsitzauflage weiter an einen zugewiesenen Ort. Zudem isoliert man sie in abgelegenen Sammelunterk&uuml;nften mit strikten Auflagen und oft ohne Erlaubnis zu arbeiten. Das schafft faktisch eine zweite Klasse ohne volle Bewegungsfreiheit und Teilhabe.<\/p><p>Parallel werden Feindbilder bem&uuml;ht, um repressive Ma&szlig;nahmen zu rechtfertigen. Man fabuliert etwa von &bdquo;No-Go-Areas&ldquo; oder &uuml;berh&ouml;ht Clan-Kriminalit&auml;t zum Hauptproblem &ndash; obwohl deren Anteil an allen Straftaten minimal ist. Spektakul&auml;re Razzien in migrantischen Milieus sollen Handlungsst&auml;rke zeigen. Die Botschaft: Der Staat sch&uuml;tzt die anst&auml;ndige Mehrheit vor einer vermeintlich kriminellen Unterschicht oder &bdquo;fremden&ldquo; Gefahr. Kurzfristig mag das verfangen, doch an den Ursachen von Kriminalit&auml;t &ndash; Armut, Ausgrenzung &ndash; &auml;ndert es nichts. Stattdessen vertieft es die Gr&auml;ben: Die stigmatisierten Gruppen verlieren das Vertrauen in einen Staat, der sie als Bedrohung abstempelt. Sicherheitspolitik, die auf Ausgrenzung setzt, gef&auml;hrdet den gesellschaftlichen Frieden.<\/p><p><strong>Methode 5: Symbolische Macht: Sprache, Bilder und Deutungshoheit<\/strong><\/p><p>Sprache und mediale Bilder sichern die bestehenden Verh&auml;ltnisse ab. Begriffe wie &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo;, &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo; oder &bdquo;Sozialneid&ldquo; setzen den Deutungsrahmen: Reiche erscheinen als verdiente Leistungstr&auml;ger, Arme als selbst schuld an ihrer Lage, und Kritik an Ungleichheit als Neid. So werden strukturelle Ursachen ausgeblendet und Unterschiede als quasi naturgegeben hingenommen.<\/p><p>Medien verst&auml;rken diese Deutung, indem sie soziale Probleme auf Einzelschicksale reduzieren. TV-Dokus &uuml;ber Hartz-IV-Empf&auml;nger inszenieren vorzugsweise Extreme &ndash; Verwahrlosung, &bdquo;Faulheit&ldquo; &ndash; und blenden politische Ursachen der Armut aus. Das Publikum sieht seine Vorurteile best&auml;tigt: &bdquo;die da unten&ldquo; seien selbst verantwortlich. Selbst seri&ouml;sere Medien machen Armut selten als strukturelles Problem zum Thema. Statt Empathie zu wecken, entsteht eine Schaulust mit klarer Distanz: &bdquo;Wir hier oben&ldquo; gegen &bdquo;die dort unten&ldquo;.<\/p><p>Diese Stigmatisierungen wirken bis ins Selbstbild der Betroffenen. Viele Erwerbslose sch&auml;men sich so sehr f&uuml;r das &bdquo;Hartzer&ldquo;-Klischee, dass sie zustehende Hilfe meiden. Andere &uuml;bernehmen trotzig das zugeschriebene &bdquo;Asozialen&ldquo;-Image. Diese verinnerlichte Abwertung &ndash; Bourdieu spricht von symbolischer Gewalt &ndash; stabilisiert die Ungleichheit zus&auml;tzlich, denn wer sich minderwertig f&uuml;hlt, fordert kein Recht ein.<\/p><p>Fazit: Auch Sprache und Medien funktionieren als Herrschaftsinstrument &ndash; sie legitimieren die soziale Ungleichheit und halten Gegenwehr klein. Versuche eines Gegen-Narrativs (etwa, das Hartz-IV-Stigma mit dem &bdquo;B&uuml;rgergeld&ldquo; zu &uuml;berwinden) wurden sofort mit alten Parolen wie &bdquo;Leistung muss sich lohnen!&ldquo; torpediert. Solange die Profiteure der Ungleichheit die Deutungshoheit innehaben, bleibt die soziale Spaltung bestehen. Nur wenn diese symbolische Macht durchbrochen wird, entsteht Raum f&uuml;r eine echte Debatte &uuml;ber Gerechtigkeit.<\/p><p><small>Titelbild: Prazis Images \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Verwendeten Quellen:<\/strong><\/p><p>E03-1 Regieren durch Steuer- und Finanzpolitik Verteilung, Umverteilung und Ideologie<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Finanzierung\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbII14.pdf#%3A~%3Atext%3DStruktur%20des%20Steueraufkommens%202024%20Die%2Cdie%20abh%C3%A4ngig%20Besch%C3%A4ftigten%20im%20Quellenabzugsverfahren\">sozialpolitik-aktuell.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.econstor.eu\/bitstream\/10419\/148585\/1\/875259103.pdf#%3A~%3Atext%3DDie%20Progressions%2Cbei%20Einkommensteuer%20und%20Unternehmensteuern%20entlastet\">econstor.eu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/Monatsberichte\/2022\/06\/Inhalte\/Kapitel-6-Statistiken\/6-1-13-steueraufkommen-nach-steuergruppen.html#%3A~%3Atext%3D2001%20446%2C2%20218%2C9%20227%2C4%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%2049%2C0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%2C530%2C6%20256%2C0%20274%2C6%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%2048%2C2%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%C2%A0%2051%2C8\">bundesfinanzministerium.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.finanzwende.de\/fileadmin\/_processed_\/7\/d\/csm_Steuern_Slide_5_edba4bcf82.png#%3A~%3Atext%3D\">finanzwende.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.549401.de\/16-51-1.pdf#%3A~%3Atext%3DEine%20umfassende%20mikrodatenbasierte%20Analyse%20zu%2Cknapp%20die%20H%C3%A4lfte%20des%20Steueraufkommens\">diw.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/presse\/pressemitteilungen\/2024-07-02-ausgesetzte-vermoegensteuer-kostet-deutschland-bislang-380#%3A~%3Atext%3D%2CWerkzeugkasten%20gegen%20Steuerflucht%20zur%20Verf%C3%BCgung\">oxfam.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/judith-niehues-die-einkommens-und-vermoegensungleichheit-deutschlands-im-internationalen-vergleich-387559.html#%3A~%3Atext%3D%2Cnach%20Abzug%20der%20Einkommensteuer\">iwkoeln.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/system\/files\/dokument_pdf\/APuZ_2020-48_online.pdf#%3A~%3Atext%3DVorstellung%2C%20Fiskal%02politik%20sei%20prim%C3%A4r%20eine%2Cden%20Anh%C3%A4ngern%20der%20Schuldenbremse%20verbreitet\">bpb.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/de\/blog-17857-auf-nimmerwiedersehen-schwarze-null-27495.htm#%3A~%3Atext%3Dbrachten%20diese%20Kritiker%2C%20mit%20unterschiedlicher%2Cmitverantwortlich%20f%C3%BCr%20den%20%C3%B6ffentlichen%20Investitionsstau\">wsi.de<\/a><\/li>\n<\/ul><p>E03-2 Regieren durch Erwerbsarbeit Abh&auml;ngigkeit Prekarit&auml;t in BRD2003<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/doku.iab.de\/forschungsbericht\/2022\/fb1722.pdf#%3A~%3Atext%3Ddieser%20Analysen%20auf%20Basis%20von%2Cdiese%20Sanktionen%20wurden%20in%20zwei\">doku.iab.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/loicwacquant.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/lw-2008-ordering-insecurity-social-polarization-and-the-punitive-upsurge.pdf#%3A~%3Atext%3Dand%20destitution%20by%20the%20individual%2Cwhich%20concentrate%20the%20disorders%20and\">loicwacquant.org<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/iab-forum.de\/sanktionen-in-der-grundsicherung-ausgewaehlte-forschungsergebnisse-aus-veroeffentlichungen-der-jahre-2021-bis-2024-im-ueberblick\/#%3A~%3Atext%3DSanktionen%20in%20der%20Grundsicherung%20%2Cimmer%20in%20die%20gew%C3%BCnschte%20Richtung\">iab-forum.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/d-nb.info\/1069105104\/34#%3A~%3Atext%3DArbeitsmarktreformen%202003%20haben%20sich%20die%2CSozialhilfe%20Menschen%20in%20eine%20soziale\">d-nb.info<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/themen\/aktuelle-meldungen\/2020\/juli\/niedriglohnsektor-sackgasse-statt-sprungbrett#%3A~%3Atext%3Dbezahlte%20T%C3%A4tigkeiten%20f%C3%BCr%20die%20H%C3%A4lfte%2Cder%20Sprung%20%C3%BCber%20die%20Niedriglohnschwelle\">bertelsmann-stiftung.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.wsi.de\/data\/wsimit_2011_08_pieper.pdf#%3A~%3Atext%3Dn%C3%A4chs%02ten%20Jahren%20dramatisch%20zunehmen%3A%20Der%2CAnstieg%20der%20Kosten%20f%C3%BCr%20die\">wsi.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lpb-bw.de\/regelsatz-buergergeld#%3A~%3Atext%3DB%C3%BCrgergeld%20Regelsatz%202024%20%2CRegelsatz%20umfasst%20die%20Kosten\">lpb-bw.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/soztheo.de\/soziologie\/schluesselwerke-der-soziologie\/loic-wacquant-bestrafen-der-armen-2009\/#%3A~%3Atext%3D%E2%80%9EIntegrationsverweigerer%E2%80%9C%20verkn%C3%BCpfen%20soziale%20Unsicherheit%20mit%2Cund%20sanktioniert%20%E2%80%93%20nicht%20integriert\">soztheo.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/faust-detail.htm?sync_id=HBS-004573&amp;%3A~%3Atext=Ursachen%20und%20Auswirkungen%20von%20Sanktionen%2Cist%20eine%20l%C3%A4hmende\">boeckler.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/kommunalwiki.boell.de\/index.php\/Mietpreisbremse#%3A~%3Atext%3DClaus%20Michelsen%2C%20wissenschaftlicher%20Mitarbeiter%20am%2C70\">kommunalwiki.boell.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/hug-rsh.de\/2019\/01\/09\/mietrechtsaenderung-2018-2019-das-sind-die-neuerungen\/#%3A~%3Atext%3DVermieter%20sind%20k%C3%BCnftig%20verpflichtet%2C%20einem%2C%C3%BCber%20diese%20Umst%C3%A4nde%20Auskunft%20zu\">hug-rsh.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/bverfg-2bvf120-2bvl420-2bvl520-berliner-mietendeckel-verfassungswidrig-nichtig-land-bund-kompetenz-entscheidung-einstimmig#%3A~%3Atext%3DLand%20Berlin%20hatte%20keine%20Kompetenz%2C%2Cschon%20eine%20umfassende%20Regelung%20getroffen\">lto.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/weiterdenken.de\/de\/2018\/12\/03\/sicherheit-und-konsum#%3A~%3Atext%3Dwas%20nicht%20nur%20die%20Infrastruktur%2CStadtraums%20durch%20die%20Stadtgesellschaft%20ausschlie%C3%9Ft\">weiterdenken.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0264275120313561#%3A~%3Atext%3DEvolution%20of%20urban%20development%20and\">sciencedirect.com<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.quartiersmanagement-berlin.de\/fileadmin\/content-media\/20_Jahre_QM\/20_Jahre_QM-Bilanz_Perspektiven_2019-03-19-barrierefrei.pdf#%3A~%3Atext%3D%2CQuartier%20erm%C3%B6glichen%2C%20die%20soziale\">quartiersmanagement-berlin.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/repository.difu.de\/bitstream\/difu\/53653\/1\/DF6323.pdf#%3A~%3Atext%3D%5BPDF%5D%20Programm%20%2CSt%C3%A4dtebauf%C3%B6rderung%20sowie%20f%C3%BCr%20deren\">repository.difu.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/08707.pdf#%3A~%3Atext%3D%2Cdas%20Ziel%2C%20der%20sozialen%20Pola\">library.fes.de<\/a><\/li>\n<\/ul><p>E03-3 Regieren durch Zugang Selektion &amp; soziale Ungleichheiten<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/izpb\/soziale-ungleichheit-354\/520843\/soziale-herkunft-und-bildung\/#%3A~%3Atext%3Dalleinerziehende%20M%C3%BCtter%20und%20V%C3%A4ter%2C%20die%2C%E2%80%9Eungelernt%E2%80%9C%20in%20den%20Arbeitsmarkt%20gegangen\">bpb.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/pressemitteilung\/2023-04-18\/chancenmonitor-2023-bildungschancen-haengen-stark-vom-elternhaus-ab#%3A~%3Atext%3DDie%20Unterschiede%20in%20den%20Bildungschancen%2Cein%20Migrationshintergrund%E2%80%9C%20sagt%20Ludger%20W%C3%B6%C3%9Fmann\">ifo.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.news4teachers.de\/2024\/12\/das-ungerechteste-schulsystem-das-ich-kenne-warum-bildungsforscher-hattie-glaubt-dass-deutschland-ohne-bildungsreformen-nie-an-die-pisa-spitze-kommt\/#%3A~%3Atext%3D%E2%80%9EDas%20ungerechteste%20Schulsystem%2C%20das%20ich%2CUnd%20das\">news4teachers.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.eeducation.de\/numerus-clausus-zugangsbeschraenkung-fuer-studiengaenge\/#%3A~%3Atext%3DNumerus%20Clausus%3A%20Zugangsbeschr%C3%A4nkung%20f%C3%BCr%20Studieng%C3%A4nge%2CSo\">eeducation.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.che-consult.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/CHECK-Zugangsbeschraenkungen-an-deutschen-Hochschulen-2024_25.pdf#%3A~%3Atext%3DDer%20Anteil%20zugangsbeschr%C3%A4nkter%20Studienangebote%20in%2CF%C3%A4chergruppe%2C%20Hochschultyp%2C%20Bundesland%20und%20Studienort\">che-consult.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mobile-university.de\/studium\/numerus-clausus\/#%3A~%3Atext%3D%2A%20Eignungspr%C3%BCfungen%20%28z.%20B.%20Kunst%2Coder%20Medienstudieng%C3%A4nge\">mobile-university.de<\/a><\/li>\n<\/ul><p>E03-4 Regieren durch Wohnpolitik 2003 Soz. Selektivit&auml;t<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sozialer-wohnungsbau-der-bund-zahlt-aber-die-laender-bauen-100.html#%3A~%3Atext%3DSeit%20der%20F%C3%B6deralismusreform%202006%20ist%2CEs%20gibt%20keine%20gesetzliche%20Zweckbindung\">deutschlandfunk.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/zahlen-und-fakten\/soziale-situation-in-deutschland\/341826\/sozialmietwohnungen\/#%3A~%3Atext%3DIm%20Jahr%202002%20gab%20es%2CTag%20rund%20200%20Wohnungen%20reduziert\">bpb.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-wie-wirken-mietpreisbremse-sozialer-wohnungsbau-wohngeld-neue-studie-untersucht-77-3138.htm#%3A~%3Atext%3DWohngeld%3A%20Nur%20wenige%20werden%20erreicht%2CMedian%20sogar%20bei%20mehr%20als\">boeckler.de<\/a><\/li>\n<\/ul><p>E03-5 Regieren durch sozial kontrollierte R&auml;ume Polizei-, Migrations- und Sicherheitspolitik 2003<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.dezim-institut.de\/fileadmin\/user_upload\/Demo_FIS\/publikation_pdf\/FA-5383.pdf#%3A~%3Atext%3Dpr%C3%A4gnantes%20Beispiel%20daf%C3%BCr%20sind%20%C3%B6ffentliche%2CProfiling%2C%20diskriminierende%20Etikettierun%02gen%20und%20entsprechende\">dezim-institut.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2023\/berlin-wie-videoueberwachung-den-kotti-gefaehrdet\/#%3A~%3Atext%3DManche%20sehen%20den%20Kotti%20vor%2CSie%20sollen%20das%20Objekt%20sch%C3%BCtzen\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/artikel\/fragen-und-antworten-zu-racial-profiling.html#%3A~%3Atext%3DEine%20Studie%20aus%20der%20Schweiz%2C109\">mediendienst-integration.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/AusgeLAGERt.pdf#%3A~%3Atext%3DAusl%C3%A4nderbeh%C3%B6rden%2C%20Asylsuchende%20zu%20verpflichten%2C%20%2Cdie%20Sachleistungen%20zur%C3%BCckgreifen%20zu%209\">proasyl.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/fluchtforschung.net\/warum-abschiebung-keine-einfache-politische-loesung-ist\/#%3A~%3Atext%3DIm%20Zuge%20der%20sogenannten%20Migrationskrise%2C31%20geplante%20Auslagerung%20von\">fluchtforschung.net<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/migrantsproject.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Bigo_Security-and-Immigration.pdf#%3A~%3Atext%3Dstrengthens%20international%20collaboration%20between%20the%2Cvery%20services%20into%20security%20auxil%02iaries\"><em>migrantsproject.eu<\/em><\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/figure\/Abb-3-Verwendung-des-Begriffs-No-go-Area-in-der-politischen-Kommunikation-seit-2011_fig1_341292230#%3A~%3Atext%3Dseit%202011%20nach%20ausgew%C3%A4hlten%20Parteien%2Cinnen%20der%20CDU%2FCSU%20machen\">researchgate.net<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/No-Go-Areas-Wie-Staat-Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t-kapituliert-ebook\/dp\/B01MY0ZWIU#%3A~%3Atext%3DNo%2Cviele%20St%C3%A4dte%20in%20Deutschland\">Polizei-Rassismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/clankriminalitaet-generalverdacht-rezension-100.html#%3A~%3Atext%3DSprachkritik%20Grundrechte%2C2023\">deutschlandfunk.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2012\/03\/29\/zum-verhaltnis-von-wissenschaft-und-politik-und-die-medien\/#%3A~%3Atext%3D%2Cvon%20Politik%2C%20Wissenschaft%20und%20Medien\">migazin.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/urteil-gefahrengebiete-in-hamburg-sind-verfassungswidrig-1.2477876#%3A~%3Atext%3DDas%20Gesetz%20verletze%20zudem%20das%2CDiskriminierungsverbot%20und%20den%20Gleichheitsgrundsatz%20des%C2%A0Grundgesetzes\">sueddeutsche.de<\/a><\/li>\n<\/ul><p>E03-6 Regieren durch Symbolische Macht &amp; Spaltung legimitieren<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/diskursmonitor.de\/glossar\/freund-und-feind-begriffe\/#%3A~%3Atext%3Dlegitimen%20Mehrheitsgruppe%20im%20politischen%20Diskursfeld%2Cdes%20Individuums%20vor%20staatlicher%20Willk%C3%BCr%E2%80%98\">diskursmonitor.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2022-03\/frauen-selbstbewusstsein-confidence-culture-shani-orgada-ros-gill\/seite-2#%3A~%3Atext%3DGill%3A%20Neoliberalismus%20zeichnet%20sich%20aus%2Cselbst%20verantwortlich%20f%C3%BChlen%20und%20nicht\">zeit.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/d-nb.info\/1197739688\/34#%3A~%3Atext%3Dnach%20Ma%C3%9Fnahmen%20zur%20Reduzierung%20sozio%C3%B6konomischer%2CStudien%20des%20arbeitgebernahen%20Insti%02tuts%20der\">d-nb.info<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/fileadmin\/user_data\/stiftung\/02_Wissenschaftsportal\/03_Publikationen\/AP40_Armutszeugnis.pdf#%3A~%3Atext%3Dmatch%20at%20L4893%20Berichte%20sind%2CVer%02anstaltung\">otto-brenner-stiftung.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.stiftung-mercator.de\/content\/uploads\/2021\/07\/Medienanalyse_Flucht_Migration.pdf#%3A~%3Atext%3DEine%20Berichterstattung%2C%20die%20immer%20wieder%2CStand%02punkt%20erscheint%20es%20den%20Rezipientinnen\">stiftung-mercator.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.zwd.info\/buendnis-von-studierendenorganisationen-will-wohnraumknappheit-in-den-oeffentlichen-diskurs-ruecken.html#%3A~%3Atext%3DMit%20einer%20breit%20angelegten%20Kampagne%2Cinnen%20aufmerksam\">zwd.info<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/integration\/medien.html#%3A~%3Atext%3D%2CPolizeilichen%20Kriminalstatistik%20hingegen%2066%2C7%20Prozent\">mediendienst-integration.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/mediendiversitaet.de\/vielfalt-in-rundfunkraeten\/werden-rundfunkraete-ihrem-anspruch-gerecht#%3A~%3Atext%3Dtats%C3%A4chlich%20wenig%20zu%20tun.%20Politiker%2Caber%20mitbestimmen%20d%C3%BCrfen%20sie%20nicht\">mediendiversitaet.de<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mediaed.org\/transcripts\/Stuart-Hall-Representation-and-the-Media-Transcript.pdf#%3A~%3Atext%3Dcommunication%20is%20seen%20as%20downplaying%2CThe\">mediaed.org<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/library.fiveable.me\/key-terms\/film-and-media-theory\/stuart-hall#%3A~%3Atext%3DHall%20argued%20that%20media%20representations%2Crace%2C%20class%2C%20gender%2C%20and%20nationality\">library.fiveable.me<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/archiv\/532476\/die-alternativpresse-ein-modell-fuer-gegenoeffentlichkeit-und-seine-grenzen\/#%3A~%3Atext%3DAls%20Ausdruck%20der%20Alternativbewegung%20ist%2Cmit%20dem%20Zerfall%20der%20studentischen\">bpb.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland betreibt eine Umverteilung von unten nach oben &ndash; gesetzlich verankert und ideologisch abgesichert. Unter Kanzler Merz, der von &bdquo;Leistung&ldquo; schwadroniert, zahlen die gr&ouml;&szlig;ten Profiteure kaum Steuern, w&auml;hrend f&uuml;r Panzer munter neue Kredite aufgenommen werden. Das ist kein Widerspruch, sondern Absicht: Der Arbeitsmarkt ist zum Instrument sozialer Kontrolle verkommen. Von <strong>Detlef Koch<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137746\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":137747,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,146,137,132],"tags":[409,1303,2027,3403,2084,309,392,1174,1478,1582,827,425],"class_list":["post-137746","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-soziale-gerechtigkeit","category-steuern-und-abgaben","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-bildungschancen","tag-bildungsselektion","tag-gentrifizierung","tag-mietpreise","tag-oberschicht","tag-repressionen","tag-schuldenbremse","tag-segregation","tag-sozialdarwinismus","tag-sozialer-wohnungsbau","tag-stigmatisierung","tag-unterschicht"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/shutterstock_444509881.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=137746"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":137882,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137746\/revisions\/137882"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/137747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=137746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=137746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=137746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}