{"id":13778,"date":"2012-07-06T08:38:00","date_gmt":"2012-07-06T06:38:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778"},"modified":"2012-07-06T10:29:24","modified_gmt":"2012-07-06T08:29:24","slug":"hinweise-des-tages-1669","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h01\">&Ouml;konomen-Brief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h02\">Heiner Flassbeck: Berlin &ndash; eingemauert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h03\">J. Bradford DeLong  &ndash; Die Irrt&uuml;mer der &Ouml;konomiepropheten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h04\">Austerit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h05\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h06\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h07\">Politisierung des Libor-Skandals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h08\">Leiharbeit in Pflegeberufen vervielfacht &ndash; Schuften unter der Niedriglohnschwelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h09\">Ein Drittel der Erwerbst&auml;tigen unter 35 Jahren ist prek&auml;r besch&auml;ftigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h10\">Wolfgang Clement &uuml;bernimmt Ruder bei INSM<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h11\">Romania Unravels the Rule of Law<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h12\">CHE-Ranking unter Beschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778#h13\">Der Mindestlohn in der Weiterbildung kommt!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13778&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Ouml;konomen-Brief<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der offene Brief der &Ouml;konomen im Wortlaut<\/strong><br>\n172 Wirtschaftsprofessoren wenden sich mit einem Protestaufruf an B&uuml;rger und Politik. Die Beschl&uuml;sse des j&uuml;ngsten Eurogipfels erf&uuml;llten sie mit gro&szlig;er Sorge, schreiben die Wissenschaftler. Die Erkl&auml;rung im Wortlaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/protestaufruf-der-offene-brief-der-oekonomen-im-wortlaut-11810652.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es gibt in Deutschland (Stand 2010) <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Publikationen\/Thematisch\/BildungForschungKultur\/Hochschulen\/PersonalHochschulen2110440107004.pdf?__blob=publicationFile\">5.255 Professoren [PDF &ndash; 2.8 MB]<\/a>, die aktiv &bdquo;Wirtschaftswissenschaften&ldquo; an deutschen Hochschulen unterrichten. Z&auml;hlt man nun noch &bdquo;Wirtschaftsprofessoren&ldquo; aus anderen Fachbereichen, emeritierte, im Ausland unterrichtende und in der freien Wirtschaft oder der Verwaltung t&auml;tige &bdquo;Wirtschaftsprofessoren&ldquo; hinzu, sollte man locker auf eine f&uuml;nfstellige Zahl kommen. Die von den Medien kolportierte Bezeichnung &bdquo;deutsche &Ouml;konomen&ldquo; ist f&uuml;r eine politisch motivierte Gruppe, die gerade einmal etwas mehr als 1% der &bdquo;deutschen &Ouml;konomen&ldquo; ausmacht, ziemlich verzerrend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Schlimmste Stammtisch&ouml;konomie&rdquo;<\/strong><br>\nDie Reaktionen auf den Aufruf der &uuml;ber 170 deutschen &Ouml;konomen, die sich gegen eine Bankenunion wenden, fielen am Donnerstag heftig aus. Dabei mussten die von uns befragten Nichtunterzeichner keineswegs gro&szlig; &bdquo;angebohrt&ldquo; werden &ndash; zu entsetzt waren viele. Dabei sind fehlender Realit&auml;tsbezug und latenter Nationalismus nur zwei Vorw&uuml;rfe. Inhaltlich gibt der Text sogar so wenig her, dass eine fundamentale Analyse sogar kaum m&ouml;glich ist &ndash; &bdquo;schlimmste Stammtisch&ouml;konomie&ldquo;, wie Peter Bofinger, Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat, findet. Hier lesen Sie die ausf&uuml;hrlichen Stimmen der renommiertesten Volkswirte, die sich nicht der Herde angeschlossen und der FTD Rede und Antwort gestanden haben. [&hellip;]<br>\nPaul De Grauwe, Belgischer W&auml;hrungs&ouml;konom, lehrt zur Zeit an der renommierten LSE in London:<br>\nIch bin entsetzt. Dieser Aufruf ist eine Schande. Wie viele von den Unterzeichnern protestierten, als die deutsche Regierung deutsche Banken in der Finanzkrise rausgehauen hat &ndash; beziehungsweise die Geldh&auml;user &bdquo;rekapitalisiert&ldquo; wurden? Die Gruppe dieser &Ouml;konomen spricht nicht als &Ouml;konomen &ndash; sie sprechen als Deutsche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/07\/05\/schlimmste-stammtischokonomie\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche &Ouml;konomen im Panikmodus<\/strong><br>\n[&hellip;] So steht es in einem Brief, den Hans-Werner Sinn und andere formuliert haben. Und das ist grober Unfug. Niemand fordert die Kollektivhaftung f&uuml;r die Bankverbindlichkeiten und diese ist auch nicht auf dem Gipfel beschlossen worden. Es geht um die Rekapitalisierung von Banken und da sprechen wir von ganz anderen Gr&ouml;&szlig;enordnungen. [&hellip;]<br>\nWas die deutschen &Ouml;konomen hier betreiben ist Panikmache und Irref&uuml;hrung. F&uuml;r diesen Aufruf gibt es nur einen sinnvollen Ort: Ablage P wie Papierkorb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/07\/05\/deutsche-okonomen-im-panikmodus_5019\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Hans-Werner Sinn, die Euro-Krise und der Stammtisch<\/strong><br>\nEinmal mehr formieren sich in Deutschland Wirtschaftswissenschaftler, um gegen die Euro-Krisenpolitik aufzubegehren. Der Aufruf von &uuml;ber 150 &Ouml;konomen um den M&uuml;nchner Hans-Werner Sinn ist nicht die erste Kritik an Europas Kurs. Ein Kritiker der Kritiker spricht von &ldquo;Stammtisch-&Ouml;konomie&rdquo; [&hellip;]<br>\nInteressant ist, dass die ver&ouml;ffentlichte endg&uuml;ltige Version des Aufrufs einige K&uuml;rzungen und &Auml;nderungen enth&auml;lt, die in der am Mittwochabend durchgesickerten ersten Fassung im Internet inhaltlich bereits heftig kritisiert wurde. Urspr&uuml;nglich hie&szlig; es, dass es &ldquo;unm&ouml;glich&rdquo; sei, Steuerzahler in die Haftung zu nehmen. Nach nochmaliger &Uuml;berlegung der 160 &Ouml;konomen scheint das nun doch m&ouml;glich, jedoch nicht opportun: &ldquo;Die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden L&auml;nder Europas d&uuml;rfen f&uuml;r die Absicherung dieser Schulden nicht in Haftung genommen weden.&rdquo;<br>\nAnsonsten liefert das Dokument Allgemeinpl&auml;tze, die kaum Bezug nehmen auf die akuten Probleme der Euro-Zone. Etwa: &ldquo;Die Sozialisierung der Schulden l&ouml;st nicht dauerhaft die aktuellen Probleme.&rdquo; Sie f&uuml;hre dazu, dass unter dem Deckmantel der Solidarit&auml;t einzelne Gl&auml;ubigergruppen bezuschusst und volkswirtschaftlich zentrale Investitionsentscheidungen verzerrt w&uuml;rden. Was in der aktuellen Lage hingegen zu tun sei, dar&uuml;ber schweigen die Professoren. &ldquo;Das ist schlimmste Stammtisch-&Ouml;konomie&rdquo;, kritisiert Peter Bofinger, Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat, den Aufruf. &ldquo;Deutsche &Ouml;konomen sind gut im Jammern &ndash; das ist in der aktuellen Lage aber absolut kontraproduktiv&rdquo;, so Bofinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:offener-brief-gegen-bankenunion-hans-werner-sinn-die-euro-krise-und-der-stammtisch\/70059428.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Berlin &ndash; eingemauert<\/strong><br>\n&hellip; Bezeichnenderweise ist Herrn Br&uuml;derle und allen anderen in Berlin der Zinssozialismus, den die M&auml;rkte, die Kapitalm&auml;rkte n&auml;mlich, in den ersten acht Jahren der W&auml;hrungsunion praktizierten, gar nicht aufgefallen und sie haben ihn auch nicht beklagt&hellip;<br>\nMit Beginn der W&auml;hrungsunion sind die nominalen langfristigen Zinsen &uuml;berall gleich geworden, weil man unterstellte, die W&auml;hrungsunion werde ein Erfolg und die Inflationsraten blieben von nun an gleich. Gesunken sind die Zinsen seit Beginn der W&auml;hrungsunion &uuml;berall, weil die wichtigsten Zentralbanken der ganzen Welt ihre Ausleihezinsen senkten und das auf die M&auml;rkte f&uuml;r langfristiges Kapital durchschlug. Folglich kommt im heutigen Auseinanderlaufen der Zinsen etwas ganz anderes zum Ausdruck als eine Disziplinierung durch die M&auml;rkte. Es kommt darin zum Ausdruck, dass viele Marktteilnehmer nicht mehr glauben, dass alle Euro-Staaten ihre Anleihen in Euro zu-r&uuml;ckzahlen werden. Das wichtigste in einer W&auml;hrungsunion, die Angleichung der Inflationsraten hat n&auml;mlich &uuml;berhaupt nicht geklappt&hellip;<br>\nDeswegen haben auch die ganzen Gipfel und deren Beschl&uuml;sse zur Haushaltsdisziplinierung an den Zinsdifferenzen kaum etwas ge&auml;ndert. Niemand glaubt n&auml;mlich, dass die beschlossenen Ma&szlig;nahmen wirken k&ouml;nnen und dass sie wirklich zielf&uuml;hrend sind, weil das Problem der auseinander laufenden Inflationsraten ja noch gar nicht wirklich angegangen ist&hellip;<br>\nDaraus ergibt sich, dass die Verhinderung von Zinssozialismus im Br&uuml;derleschen Sinne nichts anderes bedeutet als das Ende der W&auml;hrungsunion. Wer nicht f&uuml;r m&ouml;glich h&auml;lt, dass die L&auml;nder des Euroraumes wieder vollst&auml;ndig gleiche Zinsen haben, sagt implizit, dass er das Ende der W&auml;hrungsunion kommen sieht. Damit best&auml;tigt er die M&auml;rkte, die ja das Gleiche glauben&hellip;<br>\nW&auml;hrungsunion ist Zinssozialismus! Wer den Zinssozialismus nicht mit relativ unab-h&auml;ngigen Staaten und relativ unabh&auml;ngiger Wirtschaftspolitik hinbekommt, weil der Ausgleich der Wettbewerbsf&auml;higkeit zwischen den Regionen nicht gelingt, muss den Zinssozialismus &uuml;ber dauerhafte Transferzahlungen erzwingen, wie es in der deutsch-deutschen W&auml;hrungsunion noch immer der Fall ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120706_flassbeck_berlin_eingemauert.pdf\">WuM [PDF &ndash; 37 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>J. Bradford DeLong  &ndash; Die Irrt&uuml;mer der &Ouml;konomiepropheten<\/strong><br>\nManche Wirtschaftstheoretiker predigen weiter Sparen als Rettung gegen den Abschwung. Dabei m&uuml;ssten sie es l&auml;ngst besser wissen. Die Krise f&ouml;rdert unerwartete Zusammenh&auml;nge zutage.<br>\nDiejenigen unter uns &Ouml;konomen, die wir tief in die Wirtschafts- und Finanzgeschichte eingetaucht sind, haben Grund, auf unsere Analysen w&auml;hrend der vergangenen f&uuml;nf Jahre stolz zu sein. Uns war klar, dass der rasche Anstieg der H&auml;userpreise, im Verbund mit der zunehmenden Fremdkapitalisierung, gesamtwirtschaftlich gef&auml;hrlich war. Wir erkannten, dass hohe, durch Blasen bedingte Verluste bei von fremdkapitalisierten Finanzinstituten gehaltenen Verm&ouml;genswerten eine panikartige Flucht in sichere Anlagen herbeif&uuml;hren w&uuml;rde und dass zur Verhinderung einer tiefen Depression der Staat zum Kreditgeber letzter Instanz werden m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:euro-krise-die-irrtuemer-der-oekonomiepropheten\/70059414.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Austerit&auml;t<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Wir m&uuml;ssen den K&uuml;rzungs-Irrsinn beenden<\/strong><br>\nWenn die deutsche Regierung ihren Kurs nicht &auml;ndert, wird der Euro auseinanderfliegen, sagt Heiner Flassbeck, Chef-Volkswirt bei der UNO-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf. Sparen treibe Europa immer nur weiter in die Krise. Stattdessen m&uuml;ssten vor allem in Deutschland die L&ouml;hne steigen&hellip;<br>\nDer Staat, der weniger k&uuml;rzt, erm&ouml;glicht Wachstum und muss sich am Ende weniger verschulden; wer nur k&uuml;rzt, muss sich mehr verschulden. Das ist offenbar nicht ganz leicht zu verstehen, aber trotzdem wahr&hellip;<br>\nNiemand kann mehr mit den deutschen Unternehmen mithalten, die sich durch systematische Lohnzur&uuml;ckhaltung gro&szlig;e Wettbewerbsvorteile verschafft haben. Ausgel&ouml;st wurde die dahinter stehende Schw&auml;che der Gewerkschaften nat&uuml;rlich durch Hartz IV, Leiharbeit und die anderen Folterinstrumente einschlie&szlig;lich der Verweigerung eines vern&uuml;nftigen Mindestlohns&hellip;<br>\nAuch Deutschland ist eindeutig in einer Rezession. Der hiesige Binnenmarkt ist so flach wie immer, und die Exporte sinken, vor allem weil die anderen Eurol&auml;nder von Deutschland nichts mehr kaufen&hellip;<br>\nWirklichkeitsverweigerung ist in der Politik weit verbreitet. Die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen steigen, alle Konjunkturindikatoren weisen nach unten, und man vermittelt dem Volk den Eindruck von der brummenden Wirtschaft&hellip;<br>\nDer Fiskalpakt sieht noch rigidere Sparprogramme vor, wird also Europa in eine tiefe Rezession oder gar Depression f&uuml;hren &ndash; und den Euro zerst&ouml;ren. Das ist so, als w&uuml;rden sie einem Patienten den linken Daumen bandagieren und daf&uuml;r das rechte Bein abs&auml;gen. Am Ende ist der Patient tot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2012\/ausgabe-05\/gewerkschaft\/brennpunkt\/seite-3\/A0\">ver.di PUBLIK<\/a><\/li>\n<li><strong>Amartya Sen &ndash; Austerity is undermining Europe&rsquo;s grand vision<\/strong><br>\nEconomic policy is triggering disaffection among nations &ndash; the very thing the pioneers of unity hoped to erase [&hellip;]<br>\nThe so-called &ldquo;rescue&rdquo; packages for the troubled economies of Europe have involved insistence on draconian cuts in public services and living standards. The hardship and inequality of the process have frayed tempers in austerity-hit countries and generated resistance &ndash; and partial non-compliance &ndash; which in turn have irritated the leaders of countries offering the &ldquo;rescue&rdquo;. The very thing that the pioneers of European unity wanted to eliminate, namely disaffection among European nations, has been fomented by these deeply divisive policies (now reflected in such rhetoric as &ldquo;lazy Greeks&rdquo; or &ldquo;domineering Germans,&rdquo; depending on where you live).<br>\nAs a result, the costs of failed economic policies extend well beyond economic lives (important as they are). There is no danger of a return to 1939, but it does not help Europe to have dogs barking, sequestered in resentment and contempt &ndash; if not hate. On the economic side, too, the policies have been seriously counterproductive, with falling incomes, high unemployment and disappearing services, without the expected curative effect of deficit reduction.<br>\nSo what has gone wrong? Two issues need to be separated out: one, the counterproductive nature of the policy of austerity imposed on (or, as in Britain, chosen voluntarily by) governments; and two, a reasoned suspicion about the lack of viability of the shared euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2012\/jul\/03\/austerity-europe-grand-vision-unity?fb=native&amp;CMP=FBCNETTXT9038\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EZB<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Die EZB macht ihre Arbeit nicht&rdquo;<\/strong><br>\nEine m&ouml;gliche Zinssenkung der Europ&auml;ischen Zentralbank ist dem belgischen &Ouml;konom Paul de Grauwe zu wenig<br>\nAn den Kapitalm&auml;rkten geht die Hoffnung um, dass die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) wieder stimulierend eingreift. Die Schw&auml;che der Konjunktur mache eine Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte wahrscheinlich, sagt etwa Janet Henry, Europa-&Ouml;konomin von HSBC. J&uuml;rgen Michels, Analyst bei Citigroup, geht davon aus, dass die EZB bei ihrer Zinssitzung heute, Donnerstag, wieder an der Liquidit&auml;tsschraube drehen wird. Bereits im Dezember 2011 und Februar 2012 hat sie mehr als eine Billion Euro in die Hand genommen, um europ&auml;ische Banken aufzup&auml;ppeln. Der &Ouml;konom Paul de Grauwe kritisiert im Standard-Interview, dass die EZB sich um die notwendigen Entscheidungen dr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1339639800953\/Oekonom-Die-EZB-macht-ihre-Arbeit-nicht\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Europas Zombiebanken<\/strong><br>\nDie Leitzinssenkung der EZB ist besser als nichts und bringt kaum etwas<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank, H&uuml;terin der Preisstabilit&auml;t in der Eurozone, hat die Leitzinsen gesenkt: von bereits niedrigen 1,0 Prozent auf rekordtiefe 0,75 Prozent &ndash; doch dieser Schritt geht ins Leere. &Ouml;konomen erhoffen sich von einer Zinssenkung der Notenbank im Normalfall eine St&auml;rkung der Realwirtschaft. Niedrigere Zinsen sollen die Investitionen der Unternehmen ankurbeln und Sparern nahelegen, ihr Erspartes doch lieber zu konsumieren.<br>\nDoch mit den Zinssenkungen verh&auml;lt es sich wie mit dem Biergenuss. Das erste Kr&uuml;gerl mag den Gaumen erfreuen, das zweite die Laune heben. Aber sp&auml;testens das f&uuml;nfte oder sechste ist zu viel des Guten. Eine Zinssenkung auf 0,75 Prozent wird wenige Unternehmen von Investitionsprojekten &uuml;berzeugen &ndash; und wenn, dann d&uuml;rfte die Qualit&auml;t der Investition &auml;u&szlig;erst zweifelhaft sein, wenn sie sich nur bei einem Zins unter einem Prozent &uuml;berhaupt rechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1339639927150\/Kommentar-von-Lukas-Sustala-Europas-Zombiebanken\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Fachbegriff f&uuml;r diese verfahrene Situation ist &bdquo;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liquidit%C3%A4tsfalle\">Liquidit&auml;tsfalle<\/a>&ldquo; &ndash; mit klassischer Geldpolitik wird die EZB in der Krise die Konjunktur nicht mehr stimulieren k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>DGB: EZB-Zinssenkung muss durch andere Ma&szlig;nahmen erg&auml;nzt werden<\/strong><br>\nDie Absenkung des Zinssatzes ist ein richtiges Signal, kann aber alleine die Krise nicht l&ouml;sen. Die Erfahrung zeigt, dass Banken niedrige Zinsen und bessere Konditionen nicht freiwillig an Krisenstaaten weitergeben.<br>\nIWF-Chefin Christine Lagarde hat recht: Zus&auml;tzlich zur Zinssenkung bedarf es ma&szlig;geschneiderter geldpolitischer Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Krisenstaaten. Aber auch ein beschr&auml;nktes neues Aufkaufprogramm f&uuml;r Staatsanleihen wird mittelfristig nicht ausreichen. Vielmehr muss die Staatsfinanzierung grunds&auml;tzlich aus der Abh&auml;ngigkeit der Finanzm&auml;rkte befreit werden. Die Rettungsfonds EFSF und ESM m&uuml;ssen mit einer Banklizenz ausgestattet werden, damit sie im Notfall quasi unbegrenzt Kredite an die Staaten geben k&ouml;nnen. Dadurch sind Staatsschulden praktisch garantiert, die Lage an den Staatsanleihe-M&auml;rkten beruhigt sich.<br>\nAuch gegen die Rezession wird die Zinssenkung alleine nicht ausreichen. Als Anreiz f&uuml;r Investitionen gen&uuml;gt das nicht. Die K&uuml;rzungspolitik der letzten Jahre hat die Nachfrage in Europa einbrechen lassen. An dieser Stelle muss dringend gegengesteuert werden. Wir brauchen ein umfassendes, europ&auml;isch ausgerichtetes Investitionsprogramm. Statt einseitiger staatlicher Ausgabenk&uuml;rzungen brauchen wir eine St&auml;rkung der Einnahmeseite. Nur mit einer St&auml;rkung der Nachfrage kann die Wirtschaft wieder auf Trab gebracht und die Jugendarbeitslosigkeit bek&auml;mpft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++296325c4-c69b-11e1-7dba-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Bank of England wirft Druckerpresse wieder an<\/strong><br>\nDie britische Zentralbank setzt im Kampf gegen die Rezession und aus Angst vor einer Ansteckung durch die Schuldenkrise in Kontinentaleuropa abermals auf die Notenpresse. Wie die Bank of England am Donnerstag nach einer Sitzung ihres geldpolitischen Rats in London mitteilte, stockt sie ihr Anleihenkaufprogramm um 50 Mrd. auf 375 Mrd. Pfund auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/bank-von-england-wirft-die-druckerpresse-wieder-an-1.17322183\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zum Vergleich der Gr&ouml;&szlig;enordnung: 375 Mrd. Pfund sind etwa 470 Mrd. Euro. Die EZB hat bisher Staatsanleihen hoch verschuldeter Euro-Mitglieder im Wert von 210,5 Mrd. Euro gekauft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie viel bringen die EU-Gipfel-Beschl&uuml;sse wirklich?<\/strong><br>\nSpanien, Italien, Griechenland &ndash; &uuml;berall treibt die Wirtschaftskrise die Menschen auf die Stra&szlig;e. Auf Druck der EU werden L&ouml;hne gek&uuml;rzt und Staatsausgaben reduziert. Die Sparprogramme ziehen die europ&auml;ische Wirtschaft nach unten. Doch jetzt will die EU m&auml;chtig Gas geben. Ein Wachstumsprogramm von 120 Milliarden soll den Abschwung stoppen. Durchbruch oder Luftnummer? Drei Experten nehmen f&uuml;r PLUSMINUS das Wachstumspaket unter die Lupe: Der Wirtschaftsexperte Frederico Steinberg aus Madrid. Der Konjunkturforscher Gustav Horn aus D&uuml;sseldorf. Und EU-Experte Daniel Gros aus Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,22icv6tr1npct2ix~cm.asp\">PlusMinus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/432744_plusminus\/11040956_wie-viel-bringen-die-eu-gipfel-beschluesse?buchstabe=P\">ARD-Mediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: EU-Gipfel &ndash; Der Teufel steckt im Kleingedruckten<\/strong><br>\nMontis Triumph, Merkels Dem&uuml;tigung? Von wegen! Auf dem EU-Gipfel am Freitag hat die Kanzlerin in Wahrheit keine entscheidenden Positionen preisgegeben. Was auch bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass die W&auml;hrungsunion zerbricht, ist weiter gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wolfgang-muenchau-merkel-hat-auf-dem-euro-gipfel-nichts-aufgegeben-a-842488.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht l&auml;sst sich, was die EZB betrifft wie vielleicht auch die EU-Kommission, etwas Hoffnung aus der positiven Theorie der Regulierung sch&ouml;pfen. Sie besagt, dass die Regulierungsbeh&ouml;rden letztlich keine Entscheidungen treffen, die ihren Erhalt und damit Einkommen, Macht, Reputation bedrohen. Angesichts eines drohenden Auseinderbrechens der Eurozone sollte man nicht vergessen, dass die Eigeninteressen der EZB oder der Kommission diese vielleicht &uuml;ber ihren eigenen Schatten springen l&auml;sst. Die EZB sich vielleicht doch noch entschlie&szlig;t, Staatsanleihen im Umfang von UK oder der USA zu kaufen. &ndash; Bei Gleichverhalten der Staaten st&uuml;nden die M&auml;rkte dann vor einem echten (Zocker)Problem.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankreich muss Kurs halten<\/strong><br>\nFrankreich ist Deutschlands wichtigster Handelspartner, noch vor den USA oder China. Deshalb ist f&uuml;r die deutsche Wirtschaft wichtig, welchen Kurs die neue F&uuml;hrung in Paris in ihrer Haushaltspolitik einschl&auml;gt. Im politischen Berlin f&uuml;rchten indes viele, Pr&auml;sident Hollande k&ouml;nnte seine Wahlversprechen einl&ouml;sen und den Fokus auf die Wachstumsf&ouml;rderung legen, anstatt Sozialabbau und Ausgabenk&uuml;rzung das Wort zu reden. Hollandes Regierungschef Ayrault hat in der Steuerpolitik jetzt klare Alternativen zum Sch&auml;uble-Kurs vorgestellt: H&ouml;here Steuern auf Verm&ouml;gen, Erbschaften und Kapitalgewinne, Sondersteuern f&uuml;r &Ouml;lkonzerne und Banken, drei Prozent auf Dividenden &ndash; und ein Spitzensteuersatz von 75 Prozent ab einer Million Euro Jahreseinkommen. &Ouml;ffentliche Aufgaben sollen in Frankreich wieder st&auml;rker von Beziehern hoher Einkommen und aus den Extraprofiten marktbeherrschender Unternehmen finanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120706_klartext_frankreich_muss_kurs_halten.pdf\">DGB [PDF &ndash; 94 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Politisierung des Libor-Skandals<\/strong><br>\nDer Chef von Barclays verurteilte die Zinsmanipulationen, stellte sie aber als Einzelf&auml;lle dar. Damit schien Diamond die Abgeordneten nicht recht zu &uuml;berzeugen. Sie hielten ihm die lange Reihe von Skandalen und Bussen vor, die Barclays in den letzten Jahren hinnehmen musste. Der Labour-Abgeordnete John Mann fasste den Unmut der Politiker in der Feststellung zusammen, entweder sei Diamond als Verantwortlicher Komplize gewesen oder er sei nachl&auml;ssig oder vollkommen inkompetent gewesen. Gleichzeitig versuchte die Bank, durch die Publikation von Dokumenten, welche die Bank of England sowie die Staatsverwaltung in die Mitverantwortung zu ziehen schienen, abzulenken. So habe der stellvertretende Gouverneur Paul Tucker im Oktober 2008, auf dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise, Diamond angerufen. Er habe ihm erkl&auml;rt, es sei in den Ministerien von Whitehall aufgefallen, dass Barclays von den 15 die Zinss&auml;tze zur Libor-Ermittlung meldenden Banken fast immer die h&ouml;chsten Werte genannt habe. Diamond schickte ein Protokoll des Gespr&auml;chs an seinen engsten Mitarbeiter, den am Dienstag ebenfalls zur&uuml;ckgetretenen Investmentbanker Jerry del Missier. Dieser hat nach Darstellung der Bank Tuckers Bemerkung als Anordnung verstanden, tiefere Zinsen zu melden. Dass die Notenbank und die Regierung in der Finanzkrise ein Interesse an tiefen Libor haben konnten, ist nicht unplausibel, da diese ein beruhigendes Signal aussandten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/politisierung-des-libor-skandals-1.17320251\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlans Pascheit:<\/strong> F&uuml;r den Skandal hinter dem Skandal ist es doch nicht relevant, dass die Bank bereits vorher den Libor manipulierte. Tatsache bleibt, dass das Gespr&auml;ch zwischen dem Deputy Governor der Bank of England und Diamond offensichtlich stattgefunden hat und Barclays am Tag danach einen deutlich niedrigeren Zins meldete.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Zinsmanipulation &ndash; Anw&auml;lte nehmen Deutsche Bank ins Visier<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank soll zusammen mit anderen Geldh&auml;usern Marktzinsen manipuliert haben. Kunden fordern einen gigantischen Schadenersatz. Aber noch sei offen, wer daf&uuml;r aufkommen m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/zinsmanipulation-anwaelte-nehmen-deutsche-bank-ins-visier,1472780,16547662.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Leiharbeit in Pflegeberufen vervielfacht &ndash; Schuften unter der Niedriglohnschwelle<\/strong><br>\nIn Altenheimen und Krankenh&auml;usern werden nach Zahlen der N&uuml;rnberger Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) deutlich mehr Leiharbeiter eingesetzt als fr&uuml;her. Alleine von 2005 bis 2011 erh&ouml;hte sich die Zahl der verliehenen Pflegekr&auml;fte um mehr als 400 Prozent auf etwa 16.350, wie eine am Donnerstag von der S&uuml;ddeutschen Zeitung (SZ) ver&ouml;ffentlichte Antwort der BA auf eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann ergab.<br>\nDer Durchschnittslohn der verliehenen Pflegekr&auml;fte betrug demnach nur etwa 1600 Euro brutto im Monat. Bei zwei Dritteln der Leiharbeiter lag das Gehalt unter der bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle von 1802 Euro f&uuml;r einen Alleinstehenden pro Monat. Im Gesundheits- und Sozialwesen betrug der Durchschnittslohn Ende 2010 dagegen 2456 Euro. Zimmermann nannte die Gehaltsunterschiede bedenklich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!96747\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein Drittel der Erwerbst&auml;tigen unter 35 Jahren ist prek&auml;r besch&auml;ftigt<\/strong><br>\nDie Krise, so steht es zu vermuten, wird Deutschland noch einholen, wenn der Export aufgrund der Rezession und der Sparma&szlig;nahmen in den verschuldeten L&auml;ndern weiter einbricht, wie viele bef&uuml;rchten. Noch aber boomt die Wirtschaft. Dennoch stellt eine Studie der IG Metall fest, dass viele jungen Menschen keinen festen Arbeitsplatz finden. Zwar ist die Arbeitslosigkeit der jungen Menschen im Vergleich zu Griechenland, Portugal oder Spanien gering, aber fast jeder Dritte der Menschen unter 35 Jahren arbeitet befristet, ist in Leiharbeit oder in einer ABM-Ma&szlig;nahme, so die IG Metall.<br>\nDie IG Metall hat zum dritten Mal im Juni des Jahres eine repr&auml;sentative Umfrage unter 1000 jungen Erwerbst&auml;tigen unter 35 Jahren und 800 Personen &uuml;ber 35 Jahren von Infratest durchgef&uuml;hrt. Danach gaben noch mehr der jungen Menschen als im Jahr zuvor an, dass sie 2011 &ldquo;ungewollte Einschnitte und Br&uuml;che&rdquo; wie Arbeitslosigkeit, Leiharbeit oder Arbeitsplatzwechsel erlebt hatten. Prek&auml;re Besch&auml;ftigung haben nun 32 Prozent der jungen Menschen in ihrem bisherigen Leben erfahren, 2009 waren es noch 28 Prozent. &ldquo;Etwa jeder Dritte hat keinen Ausbildungsplatz in seinem Wunschberuf und jeder vierte Befragte hatte Probleme, &uuml;berhaupt einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu finden. Das f&uuml;hrt beispielsweise dazu, dass junge Menschen sich eine T&auml;tigkeit suchen, die unter dem eigenen Qualifikationsniveau liegt&rdquo;, so die IG Metall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/152339\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wolfgang Clement &uuml;bernimmt Ruder bei INSM<\/strong><br>\nDie Lobby-Organisation &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; hat einen neuen Kuratoriumsvorsitzende. Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement &uuml;bernimmt den Posten von Ex-Bundesbankchef Hans Tietmeyer.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-wolfgang-clement-uebernimmt-ruder-bei-insm\/v_detail_tab_print\/6835252.html\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/Wolfgang-Clement-neuer-Kuratoriumsvorsitzender-der-INSM.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Bundessuperminister Clement war seit der Gr&uuml;ndung der Lobbyorganisation schon &ouml;fter f&uuml;r sie aktiv. Auch f&uuml;r befreundete Organisationen wie <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/08\/clement-verlasst-konvent-fur-deutschland\/\">Konvent f&uuml;r Deutschland<\/a> und den <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/03\/der-frankfurter-zukunftsrat-eine-neue-altvertraute-reforminitiative\/\">Frankfurter Zukunftsrat<\/a> ist bzw. war Clement t&auml;tig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Romania Unravels the Rule of Law<\/strong><br>\nNow it&rsquo;s Romania&rsquo;s turn to worry those of us who care about constitutionalism, democracy and the rule of law.<br>\nA political crisis has gripped Romania as its left-leaning prime minister, Victor Ponta, slashes and burns his way through constitutional institutions in an effort to eliminate his political competition. In the last few days, Ponta and his center-left Social Liberal Union (USL) party have sacked the speakers of both chambers of parliament, fired the ombudsman, threatened the constitutional court judges with impeachment and prohibited constitutional court from reviewing acts of parliament &ndash; all with the aim of making it easier for Ponta to remove President Traian Basescu from office. They hope to accomplish that by week&rsquo;s end.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/07\/05\/guest-post-romania-unravels-the-rule-of-law\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>CHE-Ranking unter Beschuss<\/strong><br>\nDie Absetzbewegung vom umstrittenen CHE-Ranking ist um einen prominenten Vertreter reicher. Aufgrund von &bdquo;gravierenden methodischen Schw&auml;chen und empirischen L&uuml;cken&ldquo; will der Fachverband der Soziologen beim allj&auml;hrlich inszenierten Wettstreit um Studierende und Reputation nicht l&auml;nger mitmachen und r&auml;t seinen Mitgliedern zum Boykott. Der Vorsto&szlig; k&ouml;nnte weitere Nachahmer finden, auch bei Medizinern und Historikern ist die Skepsis gro&szlig;. Beim CHE ist man alarmiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1431-che-ranking-soziologen.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Mindestlohn in der Weiterbildung kommt!<\/strong><br>\nIn seiner heutigen (4.7.2012) Sitzung erkl&auml;rte das Bundeskabinett den Mindestlohn in der Weiterbildung f&uuml;r allgemeinverbindlich. Damit wurde nach langem Hin und Her endlich dem Antrag der Gewerkschaften ver.di und GEW sowie der Zweckgemeinschaft von Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes der Tr&auml;ger beruflicher Bildung stattgegeben. Der Mindestlohntarifvertrag f&uuml;r das p&auml;dagogische Personal tritt zum 1. August in Kraft.<br>\nDurch die massiven K&uuml;rzungen in der nach Sozialgesetzbuch II und III gef&ouml;rderten Aus- und Weiterbildung wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&auml;tze vernichtet und die Geh&auml;lter derer, die ihren Job behalten konnten, drastisch abgesenkt. Nicht wenige Weiterbildungsunternehmen mussten ganz aufgeben. Um diesem Dumping-Wettlauf ein Ende zu setzen, hatten ver.di und GEW mit dem Zweckverband bereits vor f&uuml;nf Jahren einen ersten Mindestlohntarifvertrag ausgehandelt und die Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung beantragt. Dies war jedoch zun&auml;chst insbesondere an ideologischen Vorbehalten seitens der Arbeitgeberverb&auml;nde und der FDP-Ministerien gescheitert. Nun sollen k&uuml;nftig Lohnuntergrenzen von 12,60 Euro in Westdeutschland und 11,25 Euro in Ostdeutschland allgemeinverbindlich gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gew.de\/Der_Mindestlohn_in_der_Weiterbildung_kommt.html\">GEW<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13778","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13778"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13778\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13785,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13778\/revisions\/13785"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}