{"id":13782,"date":"2012-07-06T08:54:23","date_gmt":"2012-07-06T06:54:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13782"},"modified":"2015-03-07T14:16:48","modified_gmt":"2015-03-07T13:16:48","slug":"clement-ubernimmt-vorsitz-des-insm-kuratoriums-das-soziale-trugbild-wird-enttarnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13782","title":{"rendered":"Clement \u00fcbernimmt Vorsitz des INSM-Kuratoriums \u2013 das soziale Trugbild wird enttarnt"},"content":{"rendered":"<p>Der fr&uuml;here Bundeswirtschaftsminister und Ministerpr&auml;sident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. h.c. Wolfgang Clement, hat in dieser Woche den Vorsitz des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &uuml;bernommen. <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/Wolfgang-Clement-neuer-Kuratoriumsvorsitzender-der-INSM.html%20\">Er tritt die Nachfolge von Hans Tietmeyer an<\/a>, der seit Gr&uuml;ndung der INSM im Jahr 2000 diesen Vorsitz innehatte.<br>\nDass Clement nun auch noch den Kuratoriumsvorsitz dieser sich selbst als &bdquo;neoliberal&ldquo; bekennenden, von den Metall- und Elektroarbeitgeberverb&auml;nden millionenschwer finanzierten Propagandaagentur &uuml;bernimmt, ist, wenn man dessen politisches Zerst&ouml;rungswerk betrachtet, nur konsequent. Es ist der definitive Beweis daf&uuml;r, f&uuml;r welche Politik der ehemalige Sozialdemokrat in seinen fr&uuml;heren politischen &Auml;mtern schon immer eingetreten ist und warum er einer der Hauptverantwortlichen daf&uuml;r ist, dass die SPD ihre soziale Kompetenz verloren hat. Von <strong>Wolfgang Lieb<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n&Uuml;ber das Wirken und die Funktion der Arbeitgeberlobby- und PR-Agentur &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM) haben wir auf den NachDenkSeiten &uuml;ber die Jahre hinweg mit zahllosen Beitr&auml;gen berichtet. Sie brauchen dazu nur einmal das K&uuml;rzel INSM in unsere Suchfunktion einzugeben. Der Versuch mit dieser Initiative eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=130\">neoliberale Revolution von oben<\/a> voranzutreiben, war sogar ein wesentliches Motiv zur Gr&uuml;ndung der NachDenkSeiten (Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37\">unseren ersten Eintrag im November 2003<\/a>)<\/p><p>Auch die Spuren der Zerst&ouml;rung des Sozialstaates und der Sozialdemokratie des <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?s=Wolfgang+Clement&amp;paged=7\">Wolfgang Clement haben wir immer wieder nachgezeichnet<\/a>.<\/p><p>Clement war fr&uuml;her schon einmal Botschafter der INSM und er war zwischenzeitlich &uuml;berall dabei, wo sich marktradikale Kampfgruppen versammelten, von der au&szlig;erparlamentarischen Opposition (apO) der Konservativen, dem B&uuml;rgerKonvent, bis zum &bdquo;Frankfurter Zukunftsrat&ldquo;. <\/p><p>Clement tarnte sich stets mit dem Etikett des Modernisierers und Erneuerers. Das passt zu seinem Charakter und zu seinem Temperament, und es passte zu den Propagandisten der &bdquo;neuen Mitte&ldquo; &agrave; la Schr&ouml;der. Wobei man &bdquo;Modernisierung&ldquo; zwanglos als eine Politik &uuml;bersetzen konnte, die sich darin gefiel (und sich dabei von der &uuml;berwiegend b&uuml;rgerlichen Presse applaudieren lie&szlig;), Errungenschaften und erk&auml;mpfte Rechte der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften in Frage zu stellen oder als &bdquo;traditionalistisch&ldquo; zu bek&auml;mpfen. Clement war &ndash; und deshalb holte der Kanzler ihn nach Berlin &ndash; zusammen mit Schr&ouml;der einer der wichtigsten T&uuml;r&ouml;ffner der neoliberalen Ideologie nicht nur f&uuml;r die Sozialdemokratie.<\/p><p>Kaum war ein Thema auf der politischen Agenda, da hatte sich Clement schon positioniert, schneller als die meisten und h&auml;ufig so rechtzeitig, dass es gerade noch f&uuml;r ein Interview in den &bdquo;Tagesthemen&ldquo; reichte. Als Journalist kannte er nat&uuml;rlich die medialen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten: Am ehesten erreicht man eine hohe Ver&ouml;ffentlichungsquote, wenn man sich gegen die eigenen Leute stellte &ndash; sozusagen als Kronzeuge gegen die SPD. So lehnte er etwa vehement eine Kraft-W&auml;rme-Kopplungsquote ab, stemmte sich gegen eine Verl&auml;ngerung der &Ouml;kosteuer &uuml;ber das Jahr 2003 hinaus, hatte den phantastischen Vorschlag, die Kfz-, Mineral- und &Ouml;kosteuer komplett zugunsten einer Stra&szlig;engeb&uuml;hr abzuschaffen, wollte gar alle Autobahnen privatisieren, wehrte sich gegen die Einf&uuml;hrung des Dosenpfands, pl&auml;dierte f&uuml;r die Pr&auml;implantations-Diagnostik und propagierte den Import von Stammzellen aus Israel, als Schr&ouml;der diesen politischen Sprengsatz noch mit einer Expertenkommission zu entsch&auml;rfen versuchte.<\/p><p>Man brauchte nur die Zeitungsarchive durchbl&auml;ttern, es gab kaum eine Woche, wo Clement nicht in den Schlagzeilen der &uuml;berregionalen Medien auftauchte. Ob er eine strikte Trennung von Bundes- und L&auml;ndersteuern forderte, ob er nach seiner &bdquo;Abstrafung&ldquo; auf dem N&uuml;rnberger Parteitag der SPD rasch eine eigene Fraktion unter dem Namen &bdquo;N&uuml;rnberger Mitte&ldquo; gr&uuml;nden wollte, ob er nach dem Pisa-Schock mal eben die Einheitsschule bis zur achten Klasse, eine fr&uuml;here Einschulung und k&uuml;rzere Schulzeiten einf&uuml;hren wollte, ob er &uuml;ber Nacht einen neuen ZDF-Intendanten &bdquo;von au&szlig;en&ldquo; aus dem Hut zaubern, Berlusconi durch die Einf&uuml;hrung einer H&ouml;chstquote f&uuml;r ausl&auml;ndische Anteilseigner vom deutschen Medienmarkt fernhalten wollte oder ob er schnell mal eine B&uuml;rgschaft f&uuml;r die durch die Kirch-Pleite in finanzielle Gefahr geratenen Fu&szlig;ballvereine anbot. Man k&ouml;nnte die Liste beliebig erg&auml;nzen und fortschreiben, f&uuml;r Schlagzeilen war Clement immer gut.<\/p><p>Clement war f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren, f&uuml;r die Aufweichung von Tarifvertr&auml;gen, f&uuml;r die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes, f&uuml;r Lebensmittelkarten f&uuml;r Arbeitslose, f&uuml;r die Anhebung des Renteneintrittsalters. Clement beschimpfte Hartz IV-Empf&auml;nger als &bdquo;Parasiten&ldquo;. Clement stellte sich gegen Eichels Kontrollmitteilungen &uuml;ber Kapitalertr&auml;ge, er war f&uuml;r l&auml;ngere Einkaufszeiten, f&uuml;r die Streichung von Feier- und Urlaubstagen. Er wollte unbedingt Elite-Unis, war f&uuml;r eine Lockerung des Kartellrechts f&uuml;r die Presse, betrieb eine Kampagne gegen die Ausbildungsplatzabgabe. Clement war schon f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition, als diese noch gar nicht zur Debatte stand. Und vor allem war Clement f&uuml;r die Hartz-Gesetze. Daf&uuml;r hat er fast seine gesamte Energie eingesetzt. Da er als Jurist von Wirtschaft wenig Ahnung hatte, glaubte er, &uuml;ber eine effizientere Verwaltung der Arbeitslosigkeit die Arbeitslosigkeit abschaffen zu k&ouml;nnen. Er hat entscheidend zu dem Leitbildwechsel beigetragen, dass f&uuml;r die Arbeitslosigkeit nicht mehr die (Wirtschafts-)Politik verantwortlich, sondern die Schuld der Arbeitslosen ist, die man nur durch Druck zu Arbeit f&uuml;r jeden Preis und zu allen Bedingungen zwingen m&uuml;sse. Er r&uuml;hmte sich den Niedriglohnsektor ausgeweitet und die Leiharbeit zum Erfolgsmodell gemacht zu haben. <\/p><p>Clements gesamte politische Karriere basierte weitgehend darauf, dass er seiner damaligen Partei, der SPD, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2906\">permanent vors Schienbein trat<\/a>. Dadurch wurde er zum Medienstar und dadurch zum Ministerkandidaten des Medienkanzlers Gerhard Schr&ouml;der. Clement war das trojanische Pferd der konservativen Kr&auml;fte in den Reihen SPD. Konservative Politiker und die sie unterst&uuml;tzenden Medien konnten mit ihm als Stichwortgeber von einem angeblichen Linksschwenk der SPD schwadronieren und damit die Partei dem rechten Fl&uuml;gel zutreiben. <\/p><p>Bis zu seinem Parteiausschlussverfahren hat ihm niemand an der Spitze der SPD politisch jemals die gelbe, geschweige denn die rote Karte gezeigt. Niemand hat ihm Paroli geboten, wenn er sich eindeutigen Beschl&uuml;sse der SPD entgegenstellte und als Kronzeuge gegen die eigene Partei auftrat.<\/p><p>Nie wurde in der SPD  und nur ganz selten in den Medien offen &uuml;ber die zahllosen politischen Flops von Clement geredet, die Clement gelandet hat.<br>\nDass Clement die epochale Niederlage der SPD in NRW ma&szlig;geblich zu verantworten hat, dass er zusammen mit Schr&ouml;der die SPD von einer Wahlniederlage zur anderen gef&uuml;hrt hat, dass gerade auch er die Parteimitglieder in Scharen aus der SPD getrieben hat, dass er ma&szlig;geblich dazu beigetragen hat, dass die Sozialdemokraten ihre Glaubw&uuml;rdigkeit in ihrer sozialen Kernkompetenz verloren haben, dass er einer der Hauptverursacher daf&uuml;r war, dass die SPD ihre Bedeutung als Volkspartei verloren hat, dar&uuml;ber wurde zwar in jedem Ortsverein bittere Klage gef&uuml;hrt, aber in der &Ouml;ffentlichkeit wurden <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3377\">teilweise bis heute von den Parteispitzen<\/a> die Verdienste Clements um die Partei in h&ouml;chsten T&ouml;nen ger&uuml;hmt. Er ist seiner Parteigenossin Andrea Ypsilanti in den R&uuml;cken gefallen, er hat sich &ouml;ffentlich von Gesine Schwan als sozialdemokratische Kandidatin f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten abgesetzt und zuletzt im NRW-Wahlkampf f&uuml;r den FDP-Politiker Christian Lindner geworben. <\/p><p>Nach dem Coup Schr&ouml;ders, in seinem Niedergang auf  Neuwahlen zu setzen wurde Clement beiseitegeschoben und als die Gro&szlig;e Koalition gebildet wurde, beachtete ihn niemand mehr. Nachdem also Clement auf dem Feld der Politik der Stuhl vor die T&uuml;r gestellt wurde und die SPD (endlich) ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn er&ouml;ffnete, trat er aus der Partei aus. Er ging (wie viele andere der gest&uuml;rzten rot-gr&uuml;nen Regierung auch) durch die Dreht&uuml;r und sammelte als Dankesch&ouml;n f&uuml;r seine vorherige Interessen- und Klientelpolitik, zahllose Posten seiner Freunde aus der Wirtschaft ein.<\/p><ul>\n<li>Die Dussmann Gruppe, Berlin, die ihr Image mit Kultur p&auml;ppelt und vor allem aber Branchenprimus bei den Geb&auml;udereinigern ist, bedankte sich als <a href=\"http:\/\/www.dussmann.com\/de\/dussmann-gruppe\/kontakt\/impressum\/\">erste mit einem Stiftungsratsposten<\/a>. Der &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=984#more-984\">Superminister verkaufte jetzt W&uuml;rstchen<\/a>&ldquo;. Der Dank d&uuml;rfte vor allem Clements unerm&uuml;dlichem Einsatz gegen den Mindestlohn gegolten haben, der ja gerade f&uuml;r das Geb&auml;udereinigungsgewerbe lange Zeit  ein lukratives Gesch&auml;ftsmodell war.<\/li>\n<li>Die M. DuMont Schauberg GmbH &amp; Co. KG, K&ouml;ln (u.a. K&ouml;lner Stadtanzeiger, Frankfurter Rundschau, Express et. al.) bedankte sich wohl f&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.dumont.de\/dumont\/de\/101277\/presse\">Clements Einsatz<\/a> bei der Lockerung des Kartellrechts f&uuml;r die Presse mit einem Aufsichtsratsposten.<\/li>\n<li>Der &bdquo;Mister Zeitarbeit&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/politikerkarrieren-clement-wird-mr-zeitarbeit-574698.html\">stern<\/a>) wurde vom Weltmarktf&uuml;hrer f&uuml;r Leiharbeit &bdquo;adecco&ldquo; mit dem Posten eines &bdquo;Chairmans&ldquo; eines Londoner Adecco-Instituts geehrt. Clement darf dort wohl seine gro&szlig;en &bdquo;Erfolge&ldquo; mit den Hartz-Gesetzen, bei der &bdquo;Flexibilisierung&ldquo; des Arbeitsmarktes mit Niedrigl&ouml;hnen, Aufstockern  oder der Ausweitung der Leiharbeit einbringen und die Strategien eines der weltweit gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;(Leih-)Arbeitgebers&ldquo; wissenschaftlich (!) untermauern lassen.<\/li>\n<li>Auch die RWE Power AG, Essen, einer der gr&ouml;&szlig;ten Stromproduzenten Europas, bedankte sich artig bei Clement f&uuml;r seinen schier &uuml;bermenschlichen Einsatz f&uuml;r die Kohlesubventionen und nat&uuml;rlich f&uuml;r den Einsatz der Kernenergie mit einem Aufsichtsratsposten.<\/li>\n<\/ul><p>Um die Zahl der Aufsichts- Beirats- oder Advisorsposten aufzuz&auml;hlen, die Clement besetzt oder besetzt hatte, reichen keine zwei H&auml;nde aus:<\/p><ul>\n<li>Landau Media AG, Berlin (einem Anbieter von Medienbeobachtung und Resonanz-Analysen)<\/li>\n<li>Wolters Kluwer Germany, K&ouml;ln-M&uuml;nchen (Deutscher Wirtschaftsdienst)<\/li>\n<li>Deekeling Arndt Advisors (Kommunikationsagentur, strategische Kommunikationsberatung) (Senior Advisor)<\/li>\n<li>DIS Deutscher Industrie Service AG (Personaldienstleister): ehemals Aufsichtsrat (DIS ist inzwischen von Adecco &uuml;bernommen)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ec-group.ru\/de\/search\/index.php?q=Wolfgang+Clement&amp;where=&amp;how=d\">Energy Consulting<\/a>, russisches Beratungsunternehmen, (stellvertretender  Aufsichtsratsvorsitzender) <\/li>\n<li>Versatel AG,  Anbieter von Telekommunikationsdiensten, Aufsichtsrat<\/li>\n<li>Berger &ndash; Lahnstein &ndash; Middelhoff, eine Investmentfirma die u.a. mit RiverRock ein Public an Private Equity Business betreibt. (Middelhoff ist &uuml;brigens derjenige, der Arcandor  an die Wand gefahren hat und der vom Insolvenzverwalter auf Schadenersatz in H&ouml;he von 186 Millionen verklagt wird.)<\/li>\n<li>Citigroup, Bankenriese, (Senior Advisor)<\/li>\n<li>Und sicherlich viele andere Posten und P&ouml;stchen mehr.<\/li>\n<li>So ganz nebenbei war Clement noch Gastprofessor an der Duisburger &bdquo;NRW School of Governance&ldquo; und lehrte &uuml;ber das &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.karriere.de\/studium\/mit-neuem-master-in-die-politik-6930\/\">Regieren in D&uuml;sseldorf und Berlin am Beispiel der Besch&auml;ftigungs- und Arbeitsmarktpolitik<\/a>&ldquo; und dass der Mindestlohn neue Arbeitspl&auml;tze verhindere und Atomkraftwerke unverzichtbar sei.<\/li>\n<li>Er schrieb regelm&auml;&szlig;ige Kolumnen f&uuml;r Springers &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;.<\/li>\n<\/ul><p>Wer sich fragen mag, wie Clement bei seinen vielen Posten &uuml;berhaupt noch zum Nachdenken kommt, um seine Beratungst&auml;tigkeiten wahrzunehmen, der stellt die falsche Frage: Clement wei&szlig; alles schon. Er fragt niemals nach dem warum, er sagt stets warum nicht. Er versteht sich als der permanente Modernisierer, und Modernisierung hei&szlig;t f&uuml;r ihn die Interessen seiner Einfl&uuml;sterer und  Auftraggeber lautstark zu vertreten und lautstark gegen alle Widerst&auml;nde durchzusetzen. <\/p><p>Er ist also als Vorsitzender des Kuratoriums der Arbeitgeberlobby INSM an der richtigen Stelle.<\/p><p>Was dabei tr&ouml;stlich ist, das ist die Tatsache, dass Clement auf welchem Posten er auch immer war, unendlich viele Baustellen hinterlassen hat und, wenn ihn die Probleme einzuholen gedroht haben, er immer auf die n&auml;chste Baustelle gefl&uuml;chtet ist. Ein weiteres Kennzeichen ist, dass &uuml;berall dort, wo er t&auml;tig war, er einen Scherbenhaufen hinterlassen hat. So ist er f&uuml;r die epochale Niederlage der SPD in NRW genauso verantwortlich, wie f&uuml;r den Niedergang der Regierung Schr&ouml;der und der SPD als Volkspartei. <\/p><p>Vielleicht gelingt ihm dieses Zerst&ouml;rungswerk ja auch mit der &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;. Einen viel unglaubw&uuml;rdigeren Repr&auml;sentanten f&uuml;r den Begriff &bdquo;sozial&ldquo; in ihrem Firmennamen h&auml;tte diese Agentur f&uuml;r die Manipulation der &ouml;ffentlichen Meinung im Arbeitgeberinteresse kaum finden k&ouml;nnen. Wo die INSM k&uuml;nftig als H&uuml;terin einer &bdquo;sozialen Marktwirtschaft&ldquo; auftreten will, steht k&uuml;nftig das inzwischen zum Gl&uuml;ck weitverbreitete negative Image des Wolfgang Clement als eines der unerbittlichsten Zerst&ouml;rer des Sozialstaats und damit auch einer sozialen Marktwirtschaft dagegen. Das soziale Trugbild ist enttarnt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der fr&uuml;here Bundeswirtschaftsminister und Ministerpr&auml;sident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. h.c. Wolfgang Clement, hat in dieser Woche den Vorsitz des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) &uuml;bernommen. <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/Wolfgang-Clement-neuer-Kuratoriumsvorsitzender-der-INSM.html%20\">Er tritt die Nachfolge von Hans Tietmeyer an<\/a>, der seit Gr&uuml;ndung der INSM im Jahr 2000 diesen Vorsitz innehatte.<br \/> Dass Clement nun auch noch den Kuratoriumsvorsitz dieser<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13782\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[130,128,145],"tags":[661,1156,301,234],"class_list":["post-13782","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-drehtuer-politik-und-wirtschaft","category-insm","category-sozialstaat","tag-clement-wolfgang","tag-leiharbeit","tag-rentenalter","tag-studiengebuehren"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13782"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13782\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25328,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13782\/revisions\/25328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}