{"id":137823,"date":"2025-08-23T13:00:36","date_gmt":"2025-08-23T11:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137823"},"modified":"2025-08-24T12:35:15","modified_gmt":"2025-08-24T10:35:15","slug":"streitende-oligarchen-in-den-neokolonialisierten-philippinen-und-ihre-katastrophale-unterwuerfigkeit-gegenueber-washington-i-von-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137823","title":{"rendered":"Streitende Oligarchen in den neokolonialisierten Philippinen und ihre katastrophale Unterw\u00fcrfigkeit gegen\u00fcber Washington (I von II)"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;<em>Fantasie beseelt die Luft&ldquo;<\/em> lautet das Ehrengastmotto der Philippinen auf der diesj&auml;hrigen Frankfurter Buchmesse und will eine Br&uuml;cke zur lebendigen kulturellen und literarischen Bandbreite des s&uuml;dostasiatischen Inselstaates bauen. Das klingt prosaisch und vielversprechend. Weniger gut ist es indes um die &bdquo;gro&szlig;e Politik&ldquo; dieses Landes bestellt. Wie nie zuvor in der Geschichte der am 4. Juli 1946 gegr&uuml;ndeten Republik der Philippinen bek&auml;mpfen sich politische Clans und Familiendynastien bis aufs Messer. Selbst der amtierende Pr&auml;sident Ferdinand &bdquo;Bongbong&ldquo; Marcos, Jr. und seine Vizepr&auml;sidentin Sara Duterte, die Tochter seines Amtsvorg&auml;ngers Rodrigo R. Duterte, sind sich sp&auml;testens seit der Jahreswende 2023\/24 spinnefeind. &Uuml;berdies sieht sich die Vizepr&auml;sidentin mit einem Amtsenthebungsverfahren konfrontiert &ndash; mit ungewissem Ausgang. Eine Analyse von <strong>Epifanio San Juan, Jr.<\/strong> F&uuml;r die <em>NachDenkSeiten<\/em> besorgte unser S&uuml;dostasienexperte <strong>Rainer Werning<\/strong> die redaktionelle deutsche Bearbeitung sowie die vom Autor autorisierte &Uuml;bersetzung aus dem amerikanischen Englisch.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Vorbemerkung<\/strong><\/p><p><strong>E. San Juan, Jr.<\/strong> (87) ist einer der bedeutendsten philippinisch-amerikanischen Intellektuellen und emeritierter Professor f&uuml;r Englisch, vergleichende Literaturwissenschaft sowie ethnische Studien an diversen Universit&auml;ten in den USA. Er war u.a. Stipendiat des <em>W.E.B. Du Bois Institute<\/em> an der Harvard University und Fulbright-Professor f&uuml;r Amerikastudien an der Universit&auml;t Leuven (Belgien). Als Leiter des <em>Philippines Cultural Studies Center<\/em> in Storrs, Connecticut (USA) verfasste er zahlreiche B&uuml;cher &ndash; u.a. &bdquo;US Imperialism and Revolution in the Philippines&rdquo; und &bdquo;From Globalization to National Liberation&rdquo;. 1999 erhielt er den <em>Centennial Award for Achievement in Literature <\/em>vom<em> Cultural Center of the Philippines<\/em> f&uuml;r seine Beitr&auml;ge zu philippinisch-amerikanischen Studien.<\/p><p><em>Die Erstver&ouml;ffentlichung seines Beitrags erschien am 15. Juli 2025 im <\/em>Online-Magazin <em>CounterCurrents<\/em>, das in Kumaranalloor, Kottayam District im indischen Bundesstaat Kerala herausgegeben wird. Die unwesentlich gek&uuml;rzte Fassung des <a href=\"https:\/\/countercurrents.org\/2025\/07\/wrangling-oligarchs-in-neocolonized-philippines-and-their-catastrophic-subservience-to-washington\/\">Originalbeitrags<\/a> erscheint mit ausdr&uuml;cklicher Genehmigung des Verfassers.<\/p><p>Der abschlie&szlig;ende zweite Teil dieses Beitrags erscheint am 24. August 2025.<\/p><p><em>(Rainer Werning)<\/em><\/p><blockquote><p>\n<em>Nachdem er in Amerika gelebt hatte, f&uuml;hlte sich Rudyard Kipling verpflichtet, Ratschl&auml;ge zu geben, als 1898 mit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg und der Eroberung der Philippinen die amerikanische Kolonialzeit begann. &sbquo;Nehmt die Last des wei&szlig;en Mannes auf euch, die wilden Kriege des Friedens.&lsquo; Die Kriege des Friedens begannen fast sofort mit dem Aufstand in den Philippinen &ndash; einem langen, frustrierenden Kampf. Aber der wirklich wilde Krieg kam sechzig Jahre sp&auml;ter in Vietnam.<\/em><\/p>\n<p>&ndash; <em>John Kenneth Galbraith (1977)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Mit dem Ausbruch des israelisch-iranischen Krieges in der ersten Juniwoche inmitten der blutigen Unruhen in der Ukraine und des V&ouml;lkermords im Gazastreifen scheint die Welt in eine wirklich gef&auml;hrliche Phase einzutreten. In den Philippinen schien der schwelende Konflikt im <em>S&uuml;dchinesischen Meer\/Westphilippinischen Meer<\/em> seinen Siedepunkt erreicht zu haben, als die USA auf den Inseln Raketen stationierten, die das chinesische Festland erreichen k&ouml;nnen. Dies wurde vom ehemaligen US-Au&szlig;enminister Antony Blinken und dem ehemaligen US-Verteidigungsminister Lloyd Austin best&auml;tigt (Birnbaum 2024). Pr&auml;sident Marcos Jr. hat nicht nur die R&uuml;ckkehr von US-Soldaten und deren Stationierung auf neun St&uuml;tzpunkten der philippinischen Streitkr&auml;fte (AFP), sondern dar&uuml;ber hinaus auch die Ausweitung gemeinsamer Milit&auml;rman&ouml;ver und Investitionen von Milliardenbetr&auml;gen in die Modernisierung der AFP genehmigt (Reid 2025). Dies steht im Einklang mit den Vorbereitungen der USA, der vorhergesagten Invasion Taiwans durch China entgegenzutreten, was gegen die gemeinsam vereinbarte Ein-China-Politik verst&ouml;&szlig;t, und die Philippinen in eine Ukraine-&auml;hnliche Arena f&uuml;r endlose Gemetzel zu verwandeln.<\/p><p>Da US-Pr&auml;sident Donald Trump bereit ist, hohe Z&ouml;lle von bis zu 20 Prozent auf philippinische Exporte zu erheben, eilte Marcos Jr. im Juli nach Washington, um Gnade zu bitten. Seine Entourage bettelte um mehr Waffen f&uuml;r die Aufstandsbek&auml;mpfung und folgte somit belastenden Vertr&auml;gen, die die ehemalige US-Kolonie (1898-1946) an die Diktate Washingtons und des Pentagons binden. Die Forderung von Verteidigungsminister Pete Hegseth nach mehr Raketen und Logistik als Abschreckung gegen China signalisiert unmittelbare Kriegsvorbereitungen (<em>Arkansas Democrat Gazette<\/em> 2025). Der schwelende Streit um Inseln im S&uuml;dchinesischen Meer und die wahrgenommene Gefahr einer chinesischen Invasion Taiwans haben die Neokolonie in eine Krise gest&uuml;rzt, die mit ihrer v&ouml;llig zerst&ouml;rten Landwirtschaft und ihrer auf Callcenter reduzierten Industrie ohnehin schon ein hoffnungsloser Fall in Asien ist. Nur die &Uuml;berweisungen von Millionen von Vertragsarbeitern im Ausland &ndash; billige Arbeitskr&auml;fte im Inland, Seeleute auf Handelsschiffen und Kreuzfahrtschiffen &ndash; helfen, die enormen Auslandsschulden zu bezahlen und die Oligarchen in ihren luxuri&ouml;sen Casinos und Gesch&auml;ftsunternehmen au&szlig;erhalb des Landes spielen zu lassen (z.B. wurde Verteidigungsminister Gilberto Teodoro als ehemaliger maltesischer Staatsb&uuml;rger mit betr&auml;chtlichen Dollar-Investitionen in Malta entlarvt).<\/p><p><strong>Dutertes Inhaftierung<\/strong><\/p><p>Die Verhaftung des ehemaligen Pr&auml;sidenten Rodrigo Roa Duterte am 11. M&auml;rz 2025 beherrschte die Schlagzeilen internationaler Massenmedien. Er wurde von Interpol aufgrund eines Haftbefehls des <em>Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)<\/em> wegen mutma&szlig;licher Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhaftet (Khan 2024). Obwohl sich die Philippinen bereits aus dem IStGH zur&uuml;ckgezogen hatten, beansprucht dieser die Zust&auml;ndigkeit, da die Verbrechen angeblich in den Jahren 2011 bis 2019 begangen wurden, als die Philippinen noch dem R&ouml;mischen Statut, der Gr&uuml;ndungsurkunde des IStGH, angeh&ouml;rten. Die Debatte dreht sich nun um die vermeintliche Verletzung der Rechtsstaatlichkeit gegen&uuml;ber Duterte, abgesehen von der Verletzung der Souver&auml;nit&auml;t und der richterlichen Gewalt, als Marcos Jr. die Verhaftung und sofortige &Uuml;berstellung Dutertes in die Obhut des IStGH im niederl&auml;ndischen Den Haag genehmigte.<\/p><p>Als Dutertes Amtszeit als Pr&auml;sident 2022 endete, wurde er von Marcos Jr. abgel&ouml;st, der dank seiner Allianz mit Sara Duterte, der Vizepr&auml;sidentin, die Wahl gewann. Um Duterte zu verurteilen, muss die Staatsanwaltschaft beweisen, dass die 12.000 bis 30.000 Menschen, die w&auml;hrend des von Duterte gef&uuml;hrten &bdquo;Antidrogenkriegs&ldquo; get&ouml;tet wurden, Teil eines kriminellen Plans waren, eines weit verbreiteten und systematischen Angriffs auf Zivilisten (Wee &amp; Edemia 2025). Der Prozess gegen Duterte, der offiziell Ende September beginnen soll, wird von seinen unz&auml;hligen Opfern mit gr&ouml;&szlig;ter Spannung erwartet.<\/p><p>Die umfassendste Dokumentation von Dutertes &bdquo;Verbrechen gegen die Menschlichkeit&rdquo; ist Patricia Evangelistas <em>Some People Need Killing<\/em> (2023). Evangelistas Journalismus ist f&uuml;r seine akribische Dokumentation lobenswert. Ihre Perspektive st&uuml;tzt sich jedoch auf grobe empirische Aufzeichnungen, denen eine angemessene kulturell-ideologische Kontextualisierung fehlt, weshalb sie selbst zugibt, dass das Buch &bdquo;eine pers&ouml;nliche Geschichte ist, geschrieben (&hellip;) als B&uuml;rgerin einer Nation, die ich nicht als meine eigene erkennen kann. Die Tausenden, die starben, wurden mit der Erlaubnis meines Volkes get&ouml;tet&ldquo; (2023, xvi). Diese leichtfertige Bemerkung widerspricht jedoch ihrer gesamten Darstellung und untergr&auml;bt sie, da die Menschen sich gewehrt und unerm&uuml;dlich Widerstand geleistet und nun (mit Hilfe organisierter Anw&auml;lte und Menschenrechtsaktivisten) Duterte vor den IStGH gebracht haben. Wir brauchen eine ernsthafte Untersuchung, wer wirklich verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist.<\/p><p>Noch ungeheuerlicher, wenn nicht gar unverantwortlich ist das Fehlen des Drahtziehers hinter den Verbrechen. K&ouml;nnen wir davon ausgehen, dass Evangelistas Leser so naiv und uninformiert sind? Wir d&uuml;rfen nicht die Augen davor verschlie&szlig;en, dass die Journalistin es vers&auml;umt hat, die massiven Morde mit der erheblichen materiellen und politischen Unterst&uuml;tzung in Verbindung zu bringen, die die USA den f&uuml;r die Drogenbek&auml;mpfungskampagnen verantwortlichen Polizei-, Milit&auml;r- und Sicherheitsbeh&ouml;rden gew&auml;hrt haben. Unter der Regierung von Marcos Jr. sind sie nun raffiniert, selbstgerecht und moralistisch geworden (Pardo 2025). Werfen wir einen Blick auf die Jahre vor diesem Massaker, um ein vollst&auml;ndigeres Bild der soziopolitischen Landschaft, der Ereignisse und Faktoren sowie der schrecklichen Folgen des Zusammentreffens verschiedener, komplexer und unvorhersehbarer Kr&auml;fte in diesem Winkel Ozeaniens zu erhalten.<\/p><p><strong>R&uuml;ckblickende &Uuml;berlegungen<\/strong><\/p><p>Die Covid-19-Pandemie von 2020 ist weniger ein Omen als vielmehr ein Symptom einer tiefgreifenden Krise der neoliberalen kapitalistischen Weltordnung. Weltweit sind &uuml;ber vier Millionen Menschen gestorben, 609.000 in den USA, 539.000 in Brasilien und 413.000 in Indien (Stand: 15. Juli 2021). Die Varianten vermehren sich, ein Ende ist nicht in Sicht. Wie immer leiden Menschen mit anderer Hautfarbe, Arme und Marginalisierte &uuml;berall mehr als die Besitzenden. Wir sind von der &bdquo;Katastrophe&rdquo; des 11. September und dem &bdquo;globalen Krieg gegen den Terrorismus&rdquo; zum Zusammenbruch des Casino- und Finanzkapitals im Jahr 2008 &uuml;bergegangen, ohne dass es nennenswerte Vergeltungsma&szlig;nahmen gab &ndash; abgesehen vom Elend der verarmten Millionen. Vielleicht formieren sich die &Uuml;berlebenden jetzt neu und planen ihre n&auml;chsten Schritte, um das r&auml;uberische, ungerechte System zu st&uuml;rzen, wie wir es in Kolumbien, Brasilien, Burkina Faso, Mali, Niger und Myanmar beobachten k&ouml;nnen.<\/p><p>Krisen sind f&uuml;r den Kapitalismus unverzichtbar, da sie, wie Marx es nannte, &bdquo;die gewaltsame Anpassung aller Widerspr&uuml;che des Kapitalismus&rdquo; bewirken (Harvey 2014, xiii). Enteignung als Kapitalakkumulation, kreative Zerst&ouml;rung, profitable Verschwendung &ndash; das sind die Paradoxien, Antinomien und Aporien, die die postmoderne Landschaft pr&auml;gen. Der Antagonismus zwischen den wenigen plutokratischen Managern des Sicherheits-\/&Uuml;berwachungsstaates und der &bdquo;&uuml;berfl&uuml;ssigen&ldquo; Mehrheit wird sich angesichts der weltweiten Unzufriedenheit zwangsl&auml;ufig versch&auml;rfen &ndash; man denke nur an die Massenmobilisierung nach der T&ouml;tung von George Floyd und die Campus-Proteste gegen die summarische Abschiebung von Migranten in den Gulag von El Salvador. Abgesehen von der Pandemie sind wir verzweifelt angesichts von D&uuml;rren, Br&auml;nden, &Uuml;berschwemmungen und allen m&ouml;glichen Naturkatastrophen, die die Wirtschaft und das Leben auf den Kontinenten verw&uuml;sten, ganz zu schweigen von den internen und multilateralen Konflikten um die Kontrolle &uuml;ber M&auml;rkte, Ressourcen, Territorien, Hoffnungen, Tr&auml;ume usw.<\/p><p>Was wir derzeit erleben, ist beispiellos. Es handelt sich nicht um eine Rebellion der ausgebeuteten Massen, sondern um eine &ouml;kologische Katastrophe, die die kapitalistische Globalisierung nicht aufhalten, geschweige denn verhindern kann, da sie den Zerfallsprozess noch versch&auml;rft hat. Der Warenfetischismus regiert unangefochten. Mike Davis hat unsere derzeitige Lage pr&auml;gnant diagnostiziert: &bdquo;Wir sehen ein weltweites System der Akkumulation, das &uuml;berall traditionelle Grenzen zwischen Tierkrankheiten und Menschen aufbricht, die Macht der Pharmamonopole st&auml;rkt, krebserregende Abf&auml;lle vermehrt, Oligarchien subventioniert und fortschrittliche Regierungen untergr&auml;bt, die sich f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit einsetzen, traditionelle Gemeinschaften (sowohl industrielle als auch vorindustrielle) zerst&ouml;rt und die Ozeane in Kloaken verwandelt. Marktorientierte L&ouml;sungen lassen die sozialistischen Verh&auml;ltnisse von Dickens bestehen und perpetuieren die globale Schande des eingeschr&auml;nkten Zugangs zu sauberem Wasser und sanit&auml;ren Einrichtungen.&ldquo; Davis fasst die konvergierenden Krisen unserer Zivilisation wie folgt zusammen: &bdquo;Sie sind definiert durch die Unf&auml;higkeit des Kapitalismus, Einkommen f&uuml;r die Mehrheit der Menschheit zu generieren, Arbeitspl&auml;tze und sinnvolle soziale Rollen zu schaffen, die Emissionen fossiler Brennstoffe zu beenden und revolution&auml;re biologische Fortschritte in die &ouml;ffentliche Gesundheit umzusetzen. Der Superkapitalismus von heute ist zu einem absoluten Hemmschuh f&uuml;r die Entwicklung der f&uuml;r das &Uuml;berleben unserer Spezies notwendigen Produktivkr&auml;fte geworden.&ldquo; (2020)<\/p><p>Die Auswirkungen dieser globalen Umw&auml;lzungen wurden k&uuml;rzlich vom US-amerikanischen <em>National Intelligence Council<\/em> in seinem Bericht <em>&bdquo;Global Trends 2040&ldquo;<\/em> dargelegt. Dies w&uuml;rde nicht nur zu einer St&ouml;rung des internationalen Handels f&uuml;hren, sondern auch zu einer Erosion der Weltordnung, zu Fragmentierung und Polarisierung. Misstrauen und Skepsis gegen&uuml;ber hegemonialen Institutionen w&uuml;rden zunehmen und nach &bdquo;alternativen Anbietern von Governance&ldquo; verlangen (Barnes 2021). Rassen-, ethnische und nationale Spaltungen w&uuml;rden sich vervielfachen und vertiefen. Die Weltpolitik w&uuml;rde volatiler und konfliktreicher werden, wie die versch&auml;rfte Konfrontation zwischen China und den Vereinigten Staaten zeigt. Leider appelliert der Bericht jedoch an die Unternehmenselite und die Technokraten des Staates, &bdquo;vorausschauend statt reaktiv&rdquo; zu handeln und die Krisen zu l&ouml;sen (Leitartikel, <em>The New York Times<\/em>, 2021). Was ist mit der Rebellion der Gr&uuml;nen und der Koalition indigener Gemeinschaften, die sich der Gier der Unternehmen widersetzen?<\/p><p><strong>Rumoren im &bdquo;Bauch des Ungeheuers&ldquo;<\/strong><\/p><p>In allen Berichten &uuml;ber die &ouml;ffentliche Reaktion auf die Pandemie wurden die Menschen an vorderster Front, die &Auml;rzte, Krankenschwestern und Pflegekr&auml;fte in den Krankenh&auml;usern, f&uuml;r ihren Einsatz gelobt. Der &Ouml;konom Joseph A. Lim fasste die Auswirkungen der Pandemie im Jahr 2020 zusammen, auf die die Regierung mit einem strengen dreimonatigen Lockdown namens <em>&bdquo;Enhanced Community Quarantine&ldquo;<\/em> reagierte. Dies f&uuml;hrte zu &bdquo;der h&ouml;chsten Arbeitslosigkeit und dem gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;ckgang des BIP im zweiten Quartal 2020&rdquo; (Lim 2020). Au&szlig;erdem trug sie laut Umfragedaten des Meinungsforschungsinstituts <em>Social Weather Stations<\/em> (IBON 2025) zum Anstieg der Zahl der Familien, die von Hunger betroffen sind, von 2,9 Millionen im Juni 2022 auf 7,5 Millionen im M&auml;rz 2025 bei &ndash; eine Krise, die auf anhaltend niedrige Einkommen, niedrige L&ouml;hne und exorbitant gestiegene Lebensmittelpreise zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist.<\/p><p>Die Folgen der Pandemie f&uuml;r philippinische Krankenschwestern in den Vereinigten Staaten verdeutlichten jedoch die rassistische und ungleiche Belastung dieser Gruppe. Bis September 2020 waren 67 philippinische Krankenschwestern an Covid-19 gestorben, ein Drittel aller landesweit registrierten Krankenschwestern, obwohl sie nur vier Prozent der gesamten Krankenschwestern ausmachten. Warum ist das so? Weil in den kolonialisierten Randgebieten &bdquo;bereits 1907 ein amerikanischer Lehrplan eingef&uuml;hrt wurde, der englischsprachigen Krankenschwestern, die sich leicht in amerikanische Krankenh&auml;user integrieren konnten, Abschl&uuml;sse verlieh&ldquo; und so die Unterprivilegierten auf solche Notf&auml;lle vorbereitete (Powell 2021). Angesichts des gravierenden Personalmangels in den 1980er-Jahren aufgrund der AIDS-Epidemie erm&ouml;glichte die Anwerbung philippinischer Krankenschwestern f&uuml;r Krankenh&auml;user in New York und San Francisco Tausenden von Menschen, ein Visum zu erhalten. Seitdem verdient diese Gruppe jedoch weniger als die Mehrheit der Amerikaner mit dem gleichen Bildungsniveau (Catholic Institute 1987, 44-48), was typisch f&uuml;r ein rassistisches System der Umverteilung und sozialen Anerkennung ist.<\/p><p>Mit etwa 3,4 Millionen Menschen bilden die Filipino-Amerikaner die zweitgr&ouml;&szlig;te asiatische Gruppe in den USA, darunter &uuml;ber 310.000 Menschen ohne Papiere (Aquino 2017). 60 Prozent der Filipino-Amerikaner sind Frauen, was auf die Feminisierung der exportierten Arbeitskr&auml;fte als Teil der Wachstumsstrategie der Philippinen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Im Jahr 2008 waren 666.000 in den Philippinen geborene Arbeitnehmerinnen in der Zivilwirtschaft besch&auml;ftigt, wobei 22,9 Prozent als Beruf examinierte Krankenschwester angaben. Die Notlage der Frauen ist ein Indikator f&uuml;r die Prostitution der globalisierten philippinischen Arbeitskr&auml;fte (Aguilar 2024; zu B&auml;uerinnen siehe Lindio-McGovern 1997). Nach &uuml;ber hundert Jahren der Verbindung zwischen der Neokolonie und ihrem imperialen Vormund sind Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass die Filipinos Diskriminierung, rassistisch motivierte Gewalt und eine Reihe restriktiver Bundesgesetze erdulden mussten, die sich auf die B&uuml;rgerrechte und die Einwanderung auswirkten. Angesichts der Diskriminierung und Ausgrenzung, denen ethnische Wanderarbeiter aus Asien und anderen unterentwickelten L&auml;ndern ausgesetzt waren, ist dies nicht verwunderlich.<\/p><p>Philippinische Wanderarbeiter in den Vereinigten Staaten trugen kurz nach der &bdquo;Befriedung&rdquo; der Inseln durch die USA im Philippinisch-Amerikanischen Krieg von 1899 bis 1913 zur Kapitalakkumulation in Hawaii und an der Westk&uuml;ste bei. Doch statt sozialer Anerkennung wurden sie mit Vorurteilen und Ausgrenzung konfrontiert. Historiker verweisen oft auf die ber&uuml;chtigten viert&auml;gigen Unruhen in Watsonville, Kalifornien im Dezember 1929, als wei&szlig;e B&uuml;rgerwehren philippinische Landarbeiter angriffen und einen von ihnen ungestraft t&ouml;teten. Der ermordete Arbeiter Fermin Tobera wurde als Held gefeiert, als sein Leichnam in seiner Heimat beigesetzt wurde. Dies ist nur einer von vielen gewaltt&auml;tigen Vorf&auml;llen, die die militante Pr&auml;senz der Filipinos im imperialen Kernland pr&auml;gten, wo ihre F&uuml;hrung multiethnischer Gewerkschaftsstreiks &ndash; von den Zuckerplantagen Hawaiis bis zu den Weing&uuml;tern Kaliforniens in den 1960er-Jahren &ndash; die multiethnische B&uuml;rgerrechtsbewegung des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts vorwegnahm.<\/p><p>Mit ironischer Tragik ist der Aufstand von Watsonville von den Filipinos vergessen worden, die heute ihre Assimilation als Koch im Wei&szlig;en Haus, Entertainer in Disneyland, Rockstars in den sozialen Medien usw. feiern. Mit Trumps rassistischer L&uuml;ge vom <em>&bdquo;Kung-Flu&rdquo; <\/em>(der Pr&auml;sident verglich das Coronavirus entgegen der Einsch&auml;tzung von Experten wiederholt mit einer Grippe &ndash; auf Englisch <em>&bdquo;flu&rdquo; <\/em>&ndash;, die &uuml;berdies einzig von Chinesen &uuml;bertragen worden sei &mdash; <em>Anm.: RW<\/em>), die alle asiatisch aussehenden Menschen stigmatisiert, sind Filipinos nun als einfache S&uuml;ndenb&ouml;cke ins Visier geraten. Vilma Kari, eine 65-j&auml;hrige Filipina, wurde auf einer Stra&szlig;e in der N&auml;he des Times Square in Midtown Manhattan, New York City, angegriffen. Drei Umstehende drehten ihr den R&uuml;cken zu (Hong et al., 2021, A15). Zuvor wurden philippinische Einwohner sowie chinesischst&auml;mmige Amerikanerinnen in New York City und Kalifornien als fremd aussehende Migranten und &Uuml;bertr&auml;ger des t&ouml;dlichen Virus aus Wuhan, China, angegriffen. Asiaten und Pazifikinsulaner haben pl&ouml;tzlich ihre &bdquo;Aura der vorbildlichen Minderheit&ldquo; verloren und rufen nun voller Angst und Zittern zu Solidarit&auml;t &uuml;ber Klassen-, ethnische oder religi&ouml;se Unterschiede hinweg auf. Sie brauchen Triage und Zuflucht vor Verletzungen und Morddrohungen durch wei&szlig;e Suprematisten.<\/p><p>Angesichts der landesweiten Besorgnis &uuml;ber die Zunahme von Hassverbrechen verbreitete sich der Hashtag <em>#StopAsianHate<\/em> wie ein Lauffeuer auf Twitter. Der preisgekr&ouml;nte Schriftsteller Viet Thanh Nguyen forderte 2021 eine gemeinsame politische Identit&auml;t f&uuml;r schwarze Amerikaner, Muslime, Latinos und LGBTQ-Personen, um sich f&uuml;r eine Dekolonialisierungsagenda zu vereinen. Ohne Vorwarnung l&ouml;ste das Massaker an sechs Frauen asiatischer Herkunft in einem Spa in Atlanta\/Georgia eine weltweite Emp&ouml;rung aus und veranlasste das Wei&szlig;e Haus und den Kongress zum Handeln. Aber wie realistisch ist es, dass die Dekolonisierung der asiatischst&auml;mmigen Amerikaner und Pazifikinsulaner die rassistische imperiale Aggression weltweit stoppen kann, wenn die Biden-Regierung China als Hauptfeind betrachtete, der kontrolliert oder einged&auml;mmt werden muss? Auf jeden Fall sind fromme, tr&auml;nenreiche W&ouml;lfe, die Schafe h&uuml;ten, kaum beruhigend.<\/p><p><strong>Imperiale Expansion der USA in Asien<\/strong><\/p><p> Vor dem Hintergrund des Endes der neoliberalen Globalisierung berichte ich in meinem Buch &bdquo;U.S. Imperialism and Revolution in the Philippines&ldquo; von der Eroberung der Inseln durch die USA mittels blutiger Unterwerfung. &Uuml;ber eine Million tote Filipinos konnten leider nicht in den Genuss von US-Pr&auml;sident William McKinleys <em>&bdquo;wohlwollender Assimilation&rdquo;<\/em> (1898) kommen. Das als &bdquo;erstes Vietnam&ldquo; bezeichnete Kolonial&bdquo;abenteuer&ldquo; l&auml;utete den Beginn der imperialen Expansion der USA in Asien, insbesondere in China, ein (San Juan 2007, 1-66). Es war ein ernsthafter Schritt zur Erf&uuml;llung der &bdquo;zivilisatorischen Mission&ldquo; oder &bdquo;Last des wei&szlig;en Mannes&ldquo;, um Kiplings Gedicht zu zitieren, das ausdr&uuml;cklich als Verteidigung der US-Aggression auf den Philippinen aus der Sicht der wei&szlig;en Vorherrschaft geschrieben wurde.<\/p><p>Lenin bemerkte, dass &bdquo;die Vereinigten Staaten bei der Annexion der Philippinen den philippinischen F&uuml;hrer Aguinaldo betrogen haben, indem sie dem Land Unabh&auml;ngigkeit versprachen&ldquo;. In Bezug auf Wilsons &bdquo;Vierzehn Punkte&ldquo; von 1918, in denen er das Selbstbestimmungsrecht aller Nationen bekr&auml;ftigte, bemerkte Lenin: &bdquo;Seltsamerweise sagen Ihre Forderungen nichts &uuml;ber die Befreiung der Philippinen aus.&ldquo; Lenins Bemerkung sowie die von Rosa Luxemburg waren nur Fu&szlig;noten zu Mark Twains Kritik an der Massakrierung widerspenstiger Einheimischer durch die USA, darunter 900 Moro-M&auml;nner, -Frauen und -Kinder am <em>Mount Dajo<\/em> am 9. M&auml;rz 1906 (1992, 168-78; zu den Gr&auml;ueltaten der USA auf Samar, Philippinen). Das Gemetzel geht weiter mit Hilfe von US-Drohnen, Raketen, Logistik und US-Spezialeinheiten bei der vollst&auml;ndigen Zerst&ouml;rung der s&uuml;dphilippinischen Stadt Marawi im Mai-Juni 2017, einer der bedeutendsten &bdquo;Errungenschaften&ldquo; Dutertes.<\/p><p>Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die Philippinen als g&uuml;nstiger Ausgangspunkt f&uuml;r Interventionen im Korea- und Indochina-Krieg auf dem H&ouml;hepunkt des Kalten Krieges. 1957 lobte die US-Au&szlig;enpolitikexpertin Vera Micheles Dean den westlichen Kolonialismus als Geburtshelfer einer &bdquo;pluralistischen Gesellschaft&rdquo;, w&auml;hrend sie den Tod des von der CIA unterst&uuml;tzten Antikommunisten Ramon Magsaysay (philippinischer Pr&auml;sident von 1953 bis zu seinem Tod am 17. M&auml;rz 1957 infolge eines Flugzeugabsturzes <em>&ndash; Anm.: RW<\/em>) beklagte. Der Prozess der Neokolonialisierung wurde von Daniel B. Schirmer (1987) und Jonathan Fast (1973) ausf&uuml;hrlich beschrieben, wobei Letzterer die vollst&auml;ndige Kooptierung der Kompradoren-Elite als Satrapen der US-Oberhoheit bis heute aufzeigt. Dies sollte alle absurden Behauptungen &uuml;ber die Postkolonialit&auml;t der Philippinen widerlegen. Nach dem Indochina-Konflikt pries ein weiterer Experte, William McCord, Fukuyamas apokalyptischen Triumph des Marktliberalismus. Gleichzeitig beklagte er, dass der Autokrat Ferdinand Marcos das gro&szlig;e Potenzial der Inseln verschwendet und sie zum &bdquo;wirtschaftlichen Sanierungsfall des asiatisch-pazifischen Raums&rdquo; gemacht habe (1991, 57), w&auml;hrend die industrialisierten Nachbarl&auml;nder einen enormen Aufschwung erlebten. Der wirtschaftliche Ruin ist heute wohl nicht mehr zu retten, da das Land in noch schlimmere Verh&auml;ltnisse geschlittert ist.<\/p><p>Die <em>&bdquo;People Power&rdquo;<\/em>-Revolte vom Februar 1986 kann eher als warnende Farce denn als Tragikom&ouml;die betrachtet werden. Nach Marcos kehrte das Aquino-Regime zu der neofeudalen, von Caciques gef&uuml;hrten Demokratie zur&uuml;ck, die der US-Neokolonialismus hinterlassen hatte (O&rsquo;Brien 1990; Bauzon 1991; Sison 2015) und von ihren Nachfolgern &ndash; von General Fidel Ramos &uuml;ber die habgierige Arroyo bis hin zum wankelm&uuml;tigen, skrupellosen Duterte &ndash; neu aufgelegt wurde. Das einst gepriesene &bdquo;Schaufenster der Demokratie&rdquo; f&uuml;r die freie Welt dient nun wieder dazu, die Macht der USA zu demonstrieren, w&auml;hrend Washington seinen Fokus auf den asiatisch-pazifischen Raum verlagert. China ist nun der neue aufstrebende Leviathan, den es zu bek&auml;mpfen und einzud&auml;mmen gilt, daher der strategische Wert des Archipels, insbesondere der Seewege neben den umstrittenen Riffen und Inseln des Westphilippinischen Meeres. Diese neue Rolle des Archipels, die mit der Ernennung der Philippinen zur &bdquo;zweiten Front&ldquo; nach Afghanistan\/Irak im Kampf gegen den islamischen Extremismus begann, wurde durch den Besuch des damaligen Pr&auml;sidenten Trump in Manila und auf dem Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt <em>Clark Air Field<\/em> im Februar 2017 bekr&auml;ftigt. Trump prahlte mit der Zerst&ouml;rung Japans durch die USA im Zweiten Weltkrieg und drohte der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit &bdquo;Feuer und Zorn&rdquo;, einer noch brutaleren Version der V&ouml;lkermordkampagne gegen die Filipinos im Rahmen des ohnehin brutalen &bdquo;Manifest Destiny&rdquo;.<\/p><p><strong>Passage durch unbekannte Gew&auml;sser<\/strong><\/p><p>Von entscheidender Bedeutung ist die Kontroverse um verstreute Inseln im Westphilippinischen Meer, die China f&uuml;r sich beansprucht und auf denen es vermutlich zum Schutz der Schifffahrtswege milit&auml;rische Anlagen errichtet.<\/p><p>Dieser Schritt ist eine eklatante Missachtung des Urteils des <em>St&auml;ndigen Schiedshofs<\/em> in Den Haag aus dem Jahr 2016, das die Zust&auml;ndigkeit der Philippinen f&uuml;r das umstrittene Gebiet best&auml;tigte. Die Fischgr&uuml;nde um das Scarborough-Riff (Panatag-Insel), die Spratly-Inseln und verschiedene Riffe liegen alle innerhalb der ausschlie&szlig;lichen Wirtschaftszone der Philippinen. Dennoch hat China seine K&uuml;stenwache und bewaffnete Milizen angewiesen, philippinische Fischerboote einzusch&uuml;chtern und zu vertreiben. Duterte hatte &ouml;ffentlich den Schutz der territorialen Integrit&auml;t der Nation aufgegeben, die er zu verteidigen geschworen hatte &ndash; ein eklatanter Verrat, der in anderen souver&auml;nen Staaten ohne gro&szlig;es Aufsehen zum Tod durch Erschie&szlig;en gef&uuml;hrt h&auml;tte. Die j&uuml;ngste &bdquo;Hinwendung zu Asien&rdquo; der USA hat diese Region in ein Pulverfass verwandelt, einen wahren Z&uuml;ndstoff f&uuml;r einen Showdown zwischen zwei Atomm&auml;chten (die sich bereits gegenseitig mit kriegerischen Vorw&uuml;rfen &uuml;berziehen), in dem die Philippinen lediglich als &bdquo;Kollateralschaden&rdquo; enden k&ouml;nnten (zur geopolitischen Bedeutung des Indopazifiks siehe Bellamy und Clark 2024).<\/p><p><em>Den zweiten Teil dieses Artikels k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137829\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><p><em><strong>Anmerkung &amp; Quellen<\/strong><\/em><\/p><ul>\n<li>Von Epifanio San Juan, Jr. erscheinen auch zwei Aufs&auml;tze &uuml;ber die philippinische Diaspora und das (Aus-)Bildungswesen auf den Inseln in dem Band: Rainer Werning\/J&ouml;rg Schwieger (Hrsg.): <em>Von Marcos zu Marcos: Die Philippinen seit 1965<\/em>. Wien: Promedia Verlag, September 2025<\/li>\n<li>Aguilar, Delia. 2024. <em>Toward a Nationalist Feminism. <\/em>Quezon City: Gantala Press<\/li>\n<li>Almendral, Aurora. 2017. The General Running Duterte&rsquo;s Antidrug War. <em>The New York Times <\/em>(June 2): A15<\/li>\n<li>Arendt, Hannah. 1968. <em>Between Past and Present.<\/em> New York: The Viking Press<\/li>\n<li>Aquino, Alyssa. 2017. Undocumented Filipinos Are Living a Special Nightmare in Trump&rsquo;s America. <em>Foreign Policy in Focus<\/em>. Washington, D.C.: FPIF<\/li>\n<li><em>Arkansas Democrat Gazette<\/em>. 2025. U.S., Philippines to discuss alliance. (July 12). <a href=\"http:\/\/editor.arkansasonline.com\/article\/281681145897836\/\">editor.arkansasonline.com<\/a><\/li>\n<li>Bauzon, Kenneth. 1991. Knowledge and Ideology in Philippine Society. <em>Philippine Quarterly of Culture and Society<\/em> 19: 207-34<\/li>\n<li>Barnes, Julian. 2021. Intelligence Report Warns Pandemic is Chipping Away at the World Order. <em>The New York Times<\/em> (9 April): A 11<\/li>\n<li>Bellamy, John Foster and Brett Clark. 2024. Imperialism and the Indo-Pacific: An Introduction. <em>Monthly Review<\/em> (July 1). <a href=\"http:\/\/www.monthlyreview.org\/imperialism-and-the-indopacific0=-an-introduction\/\">monthlyreview.org<\/a><\/li>\n<li>Birnbaum, Michael (2024): Blinken, Austin detail new U.S. security commitments for the Philippines. <em>The Washington Post<\/em> (July 31): A15<\/li>\n<li>Catholic Institute for International Relations. 1987. <em>The Labour Trade<\/em>. London: Catholic Institute<\/li>\n<li>Coronel, Sheila. 2017. A Presidency Bathed in Blood. <em>Democracy Journal<\/em> (29 June). <a href=\"http:\/\/democracyjournal.org\/arguments\/a-presidency-bathed-in-blood\/\">democracyjournal.org<\/a><\/li>\n<li>Davis, Mike. 2020. Beware the light at the end of the Covid tunnel. <em>The Nation<\/em> (11 March). <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/podcast\/society\/mike-davis-covid\/\">thenation.com<\/a><\/li>\n<li>Evangelista, Patricia. 2023. <em>Some People Need Killing, <\/em>New York: Random House<\/li>\n<li>Fast, Jonathan. 1973. Imperialism and Bourgeois Dictatorship in the Philippines. <em>New Left Review<\/em> 78 (March-April): 69-93<\/li>\n<li>Galbraith, John Henry. 1977. <em>The Age of Uncertainy.<\/em> Boston: Houghton Mifflin<\/li>\n<li>Harvey, David. 2014. <em>Seventeen Contradictions and the End of Capitalism<\/em>. New York: Oxford University Press<\/li>\n<li>Hong, Nicole et al. 2021. Brutal Attack on Filipino Woman Sparks Outrage: Everybody is on Edge. <em>The New York Times<\/em> (30 March): A15<\/li>\n<li>IBON. 2025. Election post-mortem: Any hope for the economy? (May 19). 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Juli<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137823\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":100121,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20],"tags":[379,2183,3024,2102,1426,3124,1792,2301,3228,2069,1971,2515,1556,340],"class_list":["post-137823","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","tag-china","tag-duterte-rodrigo","tag-ethnische-minderheiten","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-indopazifik","tag-kolonialismus","tag-konfrontationspolitik","tag-marcos-jr-ferdinand","tag-militaerstuetzpunkte","tag-philippinen","tag-regierungskrise","tag-usa","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Shutterstock_2177537795.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137823","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=137823"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137823\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":137915,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137823\/revisions\/137915"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/100121"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=137823"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=137823"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=137823"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}