{"id":137840,"date":"2025-08-24T14:00:28","date_gmt":"2025-08-24T12:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137840"},"modified":"2025-08-22T16:54:53","modified_gmt":"2025-08-22T14:54:53","slug":"spotify-sahnt-mit-musik-gross-ab-bei-vielen-kuenstlern-kommt-dafuer-wenig-verguetung-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137840","title":{"rendered":"Spotify sahnt mit Musik gro\u00df ab \u2013 bei vielen K\u00fcnstlern kommt daf\u00fcr wenig Verg\u00fctung an"},"content":{"rendered":"<p>Die Nachricht ging durch die Medien, dass der schwedische Musik-Streaminganbieter Spotify Anfang August begonnen hat, die Preise f&uuml;r seinen Premium-Dienst zu erh&ouml;hen. Auch wurde bekannt, dass der Chef des milliardenschweren Unternehmens ordentlich in eine M&uuml;nchener R&uuml;stungsfirma reinbuttert, die unter anderem Kamikaze-Drohnen herstellt. Die Ausrichtung beider Aktivit&auml;ten ist klar: noch mehr Kasse machen, egal wie und in der Art, dass die grandiosen Erl&ouml;se weiterhin nicht gerecht verteilt werden. Spotify ist kein Partner, der alle K&uuml;nstler und Urheber der ver&ouml;ffentlichten Werke wertsch&auml;tzt und fair beteiligt. K&uuml;nstler, die sich in dessen F&auml;nge begeben, sind zwar das erste Glied der Wertsch&ouml;pfungskette, doch bittere Realit&auml;t ist: Mit Ausnahme der Stars stehen viele K&uuml;nstler unter Wert behandelt da &ndash; bei ihnen bleiben die kleinsten Betr&auml;ge h&auml;ngen. Auch stehen die Chancen recht schlecht, dass ihre Musik irgendwann bekannt wird &ndash; zumindest nicht in diesem System. Ein Zwischenruf von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6137\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-137840-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822-Spotify-sahnt-ab-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822-Spotify-sahnt-ab-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822-Spotify-sahnt-ab-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822-Spotify-sahnt-ab-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=137840-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250822-Spotify-sahnt-ab-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250822-Spotify-sahnt-ab-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Musiker machen Musik, andere machen Kasse<\/strong><\/p><p>Das Wort der brotlosen Kunst f&auml;llt einem ein, geht es um einen f&uuml;r uns alle (Akteure wie Publikum) bedeutenden Lebensinhalt: Musik machen, komponieren, auftreten. Ein Weg, &Ouml;ffentlichkeit und Aufmerksamkeit zu erzielen, soll mittels Streaming gelingen, meinen nicht wenige Musiker (gezwungenerma&szlig;en), weil das angesagt und unverzichtbar scheint und sich die Zeiten, die H&ouml;rgewohnheiten und das Nutzerverhalten ge&auml;ndert haben. Fr&uuml;her lief das mit dem Erfolg und Ber&uuml;hmt-Werden noch klassisch &uuml;ber Schallplatten, CDs und Radiosendezeiten. Doch wer kauft heute noch Silberlinge? Ein Hoffnungsschimmer: Vinylscheiben sind bei den Leuten wieder angesagt. Und trotzdem: Richtet sich der Blick auf das Leben der vielen K&uuml;nstler, die wiederum unser Musikh&ouml;rer-Leben bereichern, und auf deren Umst&auml;nde, Wertsch&ouml;pfung und Wertsch&auml;tzung in der Leistungs- und Verwertungsgesellschaft, tritt Ern&uuml;chterung ein. F&uuml;r viele K&uuml;nstler ist es Alltag, nicht oder unzureichend von Musik, von der (brotlosen?) Kunst durch Ver&ouml;ffentlichung via Streaming leben zu k&ouml;nnen, obwohl sie es verdienten, obwohl es m&ouml;glich w&auml;re, w&uuml;rde nur die Verteilung durch die Streamingdienste und weitere Vertragspartner der K&uuml;nstler gerecht ablaufen.<\/p><p>Mit Musik via Streaming wird weltweit enorm Umsatz generiert und sehr, sehr viel Geld verdient. Wo aber flie&szlig;t das alles nur hin, wenn zu h&ouml;ren ist, dass die Musiker weniger bekommen, als gerecht w&auml;re? Der Gitarrist Christopher Annen der deutschen Pop-Band AnnenMayKantereit listete auf, wer die H&auml;nde aufmacht und sich so richtig aus dem gro&szlig;en Topf der Einnahmen bedient: Es sind die Streamingdienste (die die Regeln vorgeben) wie eben der europ&auml;ische Anbieter Spotify, der sein Gesch&auml;ftsmodell so angelegt hat, dass am Ende (zu) wenig bei den Musikern ankommt (mit Ausnahme der Stars). Viel Geld verbleibt so beim Dienst selbst, gefolgt von den Musik-Labels, von Vertriebsfirmen, Verwertungsgesellschaften wie unter anderem der GEMA.<br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/spotify-bezahlung-kuenstler-verguetungsmodell-100.html\">DLF<\/a>)<\/p><p><strong>Was bleibt ihnen, den Musikern, &uuml;brig?<\/strong><\/p><p>Tapfer sind die vielen, vielen Musiker, die trotz der vorherrschenden miesen Bedingungen und Vorgaben enthusiastisch Musik einspielen und diese dann doch &uuml;ber Spotify ver&ouml;ffentlichen, obwohl sie wohl wissen, wie z&auml;h es ist, damit Erl&ouml;se zu erzielen. Man rechne sich das mal aus: Um mit einem passablen Hit, einem Lied, das durchaus beliebt ist beim Publikum, auf Spotify 500 Euro zu verdienen, m&uuml;ssten je nach durchschnittlicher Auszahlungsrate und Anzahl der Streams eine unterschiedliche Anzahl von Streams erfolgen. Im Schnitt braucht es dann etwa 166.667 bis 250.000 Streams, um 500 Euro zu erzielen. Die Auszahlungsrate pro Stream liegt bei Spotify zwischen l&auml;ppischen 0,002 und 0,003 Euro! Da muss folglich heftig angeklickt werden, um an die 500 Euro ranzukommen.<\/p><p>Die Musiker, die Streaminganbieter nutzen, befinden sich in der Zwickm&uuml;hle, denn Spotify und Co. geben den Takt an. Spotify zu h&ouml;ren geh&ouml;rt bei vielen Menschen inzwischen zum Alltag &ndash; wer geh&ouml;rt werden will, muss also &hellip;:<\/p><blockquote><p>\n<em>In vielen L&auml;ndern ist Spotify der mit Abstand meistgenutzte Musikstreamingdienst &ndash; und f&uuml;r viele Menschen eine Art Synonym f&uuml;rs Musikh&ouml;ren. In Deutschland ist Spotify laut einer Mediennutzungsstudie von Nielsen mit 41 Prozent Marktf&uuml;hrer, gefolgt von Youtube Music (31 Prozent) und Amazon Music (29 Prozent). Der Dienst Apple Music kommt auf 14 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer. Mit anderen Worten: Wer auf Spotify nicht stattfindet, der findet wom&ouml;glich &uuml;berhaupt nicht statt. Und selbst wenn sich viele K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler &uuml;ber die d&uuml;rftige Bezahlung durch Spotify beschweren, so sind sie doch von seinen Algorithmen und Playlists abh&auml;ngig.<\/em><\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/wirtschaft\/kritik-am-spotify-ceo-warum-musiker-und-fans-mit-boykott-drohen-KVJASVQQN5HJ7F3YDZULRDAELU.html\">Redaktionsnetzwerk Deutschland<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Ungerechtigkeit mit System &ndash; viel f&uuml;r die Gro&szlig;en, wenig f&uuml;r die Kleinen, bezahlt von den Nutzern<\/strong><\/p><p>NachDenkSeiten-Chefredakteur <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80395\">Jens Berger hat in seinem Artikel beschrieben<\/a>, wie perfekt und gleichzeitig ungerecht das System Spotify funktioniert, sich, also Spotify und andere gro&szlig;e Player noch gr&ouml;&szlig;er zu machen, w&auml;hrend die &bdquo;Kleinen&ldquo; in die R&ouml;hre schauen:<\/p><blockquote><p>\n<em>Wenn ich als etwas &auml;lterer Mann, der voll f&uuml;r den Dienst zahlt, hin und wieder mal einen Song h&ouml;re, komme ich auf vielleicht 100 Abrufe pro Monat. Spitzen wir es mal zu und unterstellen, ich h&auml;tte im letzten Monat 100 Songs von einer kleinen Alternative-Band geh&ouml;rt, deren Fan ich bin. Eigentlich sollte diese Band doch dann f&uuml;nf Euro (zwei Drittel von 7,50 Euro, die von meinem Abo im Topf landen) bekommen. Doch das verhindert &ndash; rein hypothetisch, versteht sich &ndash; mein Sohn. Der ist jung, braucht jeden Euro, und h&ouml;rt Spotify als nicht zahlender Kunde mit Werbeunterbrechungen. Er h&ouml;rt jedoch auch viel mehr Musik als ich. Sagen wir mal, er kommt am Tag auf 50 Songs, also 1.500 pro Monat. Und &ndash; abermals rein hypothetisch[*] &ndash; er h&ouml;rt nicht wie ich Musik einer kleinen Alternative-Band, sondern nur die Gassenhauer des deutschen Rappers und Megastars Capital Bra. Im Topf sind immer noch nur meine 7,50 Euro, die verteilen sich jetzt aber auf 1.600 Abrufe, von denen meine geliebte kleine Band mit 100 Abrufen nur 6,25% bekommt. Die Alternative-Band &ndash; bzw. deren Musikverlag &ndash; bekommen am Ende also nur 47 Cent und der Rapper Capital Bra bekommt stolze 7,03 Euro. Und das, obwohl ich als zahlender Kunde seine Musik weder mag noch &uuml;berhaupt geh&ouml;rt habe.<\/em><\/p>\n<p><em>Dieses Rechenbeispiel mag recht konstruiert wirken, ist es aber nicht. Der Rapper Capital Bra kommt in Summe auf 1,4 Milliarden (ja, das ist kein Schreibfehler) Streams pro Jahr. Das sind selbst bei der l&auml;cherlich klingenden Aussch&uuml;ttungsquote von 0,003 Euro pro Stream stolze 4,2 Millionen Euro. Meine kleine Band kommt hingegen auf beispielsweise rund 100.000 Streams. Das sind gerade mal 300 Euro. Davon l&auml;sst sich nicht nur nicht leben &ndash; das reicht noch nicht einmal, um ein Lied &uuml;berhaupt erst einmal zu produzieren.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Probleme erkannt, und jetzt?<\/strong><\/p><p>An einer deutschlandweiten Online-Umfrage zur Verg&uuml;tung am Musikstreamingmarkt haben rund 3.000 Musikschaffende teilgenommen. Die Bundesregierung, hier der Kulturstaatsminister, fasste zusammen, was inakzeptabel ist &ndash; f&uuml;r die Musikschaffenden:<\/p><blockquote>\n<ul>\n<li><em>Die befragten Musikschaffenden erzielen j&auml;hrlich im Durchschnitt sehr geringe Gesamteinnahmen von unter 15.000 &euro; aus ihrer musikschaffenden T&auml;tigkeit, die H&auml;lfte sogar weniger als 5.000 &euro;.<\/em><\/li>\n<li><em>Die durchschnittlichen Jahreseinnahmen aus Musikstreaming betragen f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Befragten (72 %) weniger als 500 &euro;, wobei dies abh&auml;ngig von Genre und Vertragsart ist.<\/em><\/li>\n<li><em>Nur 21 % der Befragten beziehen den Lebensunterhalt gr&ouml;&szlig;tenteils durch musikschaffende T&auml;tigkeiten, stattdessen finanzieren sich die meisten durch zus&auml;tzliche Einkommensquellen.<\/em><\/li>\n<li><em>Musikstreaming macht 14 % der Gesamteinnahmen der befragten Musikschaffenden aus, bleibt jedoch die zweitgr&ouml;&szlig;te Einnahmequelle nach Live-Auftritten mit 34 %.<\/em><\/li>\n<li><em>Fast 60 % der Befragten waren seit den 2020ern kommerziell am erfolgreichsten.<\/em><\/li>\n<li><em>Trotz des Wachstums des Musikmarktes verzeichneten 38 % der Befragten r&uuml;ckl&auml;ufige Gesamteinnahmen in den letzten f&uuml;nf Jahren. Gleichzeitig hatten 35 % der Befragten steigende Gesamteinahmen.<\/em><\/li>\n<li><em>Im Streamingmarkt stiegen die Einnahmen f&uuml;r 38 % der Befragten, w&auml;hrend 25 % R&uuml;ckg&auml;nge melden.<\/em><\/li>\n<li><em>Eine absolute Mehrheit der befragten Musikschaffenden von &uuml;ber 74 % ist unzufrieden mit den Streamingeinnahmen aus Urheber- und Leistungsschutzrechten.<\/em><\/li>\n<li><em>76 % der Befragten k&ouml;nnen ihre Musikstreamingeinnahmen entweder &uuml;berhaupt nicht oder im Vergleich zu anderen Einnahmequellen schlechter nachvollziehen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Mehrheitlich wird das nutzerzentrierte Abrechnungsmodell bevorzugt, die Einf&uuml;hrung einer Mindestanzahl von Streams dagegen abgelehnt sowie eine geringere Verg&uuml;tung f&uuml;r KI-generierte und funktionale Musik bef&uuml;rwortet.<\/em><\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/kulturstaatsminister.de\/fileadmin\/user_upload\/Downloads\/Pressemitteilungen\/2025-02-10-streaming-studie.pdf\">Kulturstaatsminister<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Wie w&auml;re es damit? Beispiel aus Frankreich<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber Spotify kann man schlussfolgern, dass der Anbieter kein F&ouml;rderer der K&uuml;nstler ist. Es geht um anderes &ndash; Profit. Die Verteilung passt nicht und die Besteuerung auch nicht. Gro&szlig;e Konzerne wie dieser Streaminganbieter werden nicht gerecht besteuert bzw. finden Wege, derlei Ungemach zu umgehen. Dass im an sich neoliberalen Land Frankreich eine Steuer f&uuml;r Streamingdienste Zeichen setzt, um Musikproduktionen und Tourneen wenigstens ein bisschen unterst&uuml;tzen zu k&ouml;nnen, ist wie ein Beginn des Gegensteuerns und sollte Nachahmer in Europa finden. Diese (Steuer)Gelder landen dann eben nicht auf den Konten schon genannter Nutznie&szlig;er, sondern verdienterma&szlig;en bei den K&uuml;nstlern:<\/p><blockquote><p>\n<em>Vor rund einem Jahr hat Frankreich eine Steuer f&uuml;r Musikstreamingdienste wie Spotify eingef&uuml;hrt, um franz&ouml;sische Musik zu f&ouml;rdern. Wie erfolgreich das System ist, erl&auml;uterte Jean-Philippe Thiellay im Deutschlandfunk Kultur. Er ist Direktor des Centre National de la Musique, das das Geld verwaltet und weiterleitet. Auf nationaler Ebene h&auml;tten hunderte [sic] Musikproduktionen und Tourneen unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nnen. Viele davon h&auml;tten ohne die Unterst&uuml;tzung mit Geldern aus der Streamingsteuer nicht stattgefunden, vor allem in den finanziell schwachen Sektoren, darunter die klassische Musik, franz&ouml;sischer Chanson [sic] und Jazz. Rund 10 Millionen Euro Einnahmen aus der Streamingsteuer konnte Centre National de la Musique weiterverteilen. Und es k&ouml;nnte noch mehr werden: Denn die Besteuerung f&uuml;r Musikstreamingdienste wurde auch f&uuml;r Social Media Plattformen wie Tiktok und Meta angek&uuml;ndigt, aber bisher vom Staat noch nicht eingefordert.<\/em><\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/frankreich-hat-mit-streamingsteuer-hunderte-musikprojekte-gefoerdert-102.html\">DLF<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Doch bleibt&lsquo;s wie gehabt, kreativ in Sachen Rendite, auf der Strecke bleiben die Kreativen<\/strong><\/p><p>Die paar franz&ouml;sischen Musiker wird es etwas freuen, deren prek&auml;re Situation besteht weiter, auch bleibt es im gro&szlig;en Streaming-Monopoly wie gehabt. Daniel Ek, der Spotify-Boss, lebt seinen Money-Macht-Eitelkeit-Traum von noch mehr und noch mehr und noch mehr Kohle-Einsammeln aus, von wegen Visionen f&uuml;r die Musiker &hellip;<\/p><blockquote><p>\n<em>Spotify: Aktion&auml;re jubeln, Musiker darben. Frankfurt am Main. Der Preis f&uuml;r Aktien von Spotify ist auf einem Allzeithoch. Die US-notierten Papiere des schwedischen Musikstreamingdienstes sind am Mittwoch auf 459 US-Dollar geklettert. Im vergangenen Jahr hat der Konzern Stellen abgebaut, Podcasts eingestellt, Marketingausgaben gek&uuml;rzt und in den USA Abonnementpreise erh&ouml;ht, um seine Profitabilit&auml;t zu steigern. Spotifys ausgegebene &raquo;Vision&laquo; ist, einer Million K&uuml;nstlern ein Leben von ihrer Kunst zu erm&ouml;glichen. Vor etwa zwei Jahren kam jedoch bei einer Anh&ouml;rung des Gr&uuml;nders und Chefs Daniel Ek vor dem US-Kongress heraus, dass Musiker, die nicht zu den meistgeh&ouml;rten z&auml;hlen, monatlich im Durchschnitt nicht mehr als zw&ouml;lf US-Dollar erhalten. (Reuters\/jW)<\/em><\/p>\n<p><em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/487928.spotify-aktion%C3%A4re-jubeln-musiker-darben.html\">Junge Welt<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Was k&ouml;nnen Musikschaffende gegen die schreiend unfaire Lage unternehmen?<\/strong><\/p><p>Auch Musiker befinden sich mitten in der Gesellschaft, die eine des unerbittlichen Marktes, des Geldes ist, ja. Sich diesen Marktmechanismen zu verweigern, k&ouml;nnte machbar sein, indem Bands ihre Musik nicht streamen lassen, ihr Schaffen in Eigenregie in die &Ouml;ffentlichkeit tragen und vor allem live vor das Publikum treten. Die eigene Webseite, weitere Pr&auml;senz in sozialen Medien und dar&uuml;ber hinaus vielleicht sogar altmodische Vertriebswege und Formen zu hegen und zu pflegen (die gute alte CD, per Post, der eigene Stand nahe der B&uuml;hne bei einem Konzert), das Bewerben und Klinkenputzen bei kleineren Radiostationen &ndash; alles Punkte, um als Band, als Solok&uuml;nstler bekannt zu werden. Ber&uuml;hmt zu werden, der Traum nicht weniger K&uuml;nstler, gelingt damit allein noch nicht, aber dieser bunte Blumenstrau&szlig; selbst gew&auml;hlter Aktivit&auml;ten fern der Abh&auml;ngigkeit von einer Krake namens Streaminganbieter stellt eine Alternative dar. Nebenbei: 500 Euro zu erwirtschaften, das sollte damit locker drin sein (f&uuml;r den Anfang). Nebeneffekt: Musiker &auml;rgert sich nicht mehr &uuml;ber die Geier von Spotify.<\/p><p><small>Titelbild: r.classen\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nachricht ging durch die Medien, dass der schwedische Musik-Streaminganbieter Spotify Anfang August begonnen hat, die Preise f&uuml;r seinen Premium-Dienst zu erh&ouml;hen. Auch wurde bekannt, dass der Chef des milliardenschweren Unternehmens ordentlich in eine M&uuml;nchener R&uuml;stungsfirma reinbuttert, die unter anderem Kamikaze-Drohnen herstellt. Die Ausrichtung beider Aktivit&auml;ten ist klar: noch mehr Kasse machen, egal wie und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137840\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":80396,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,131,917],"tags":[1678,3111,1771,3195],"class_list":["post-137840","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-oekonomie","category-kultur-und-kulturpolitik","tag-kuenstler","tag-plattformoekonomie","tag-selbststaendige","tag-spotify"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/shutterstock_1483917947.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=137840"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137840\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":137892,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137840\/revisions\/137892"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/80396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=137840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=137840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=137840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}