{"id":137936,"date":"2025-08-25T11:31:50","date_gmt":"2025-08-25T09:31:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137936"},"modified":"2025-08-25T16:01:25","modified_gmt":"2025-08-25T14:01:25","slug":"klaus-von-dohnanyi-und-erich-vad-schicksalsfrage-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137936","title":{"rendered":"Klaus von Dohnanyi und Erich Vad: Schicksalsfrage f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Krieg oder Frieden&ldquo;: Klaus von Dohnanyi und Erich Vad diskutieren in diesem neuen Buch die Weltlage und stellen &uuml;bereinstimmend fest, dass es Sicherheit f&uuml;r Deutschland nicht allein durch Aufr&uuml;stung geben kann, sondern dass vor allem auch diplomatische Anstrengungen gefragt sind. Kann man diesbez&uuml;glich auf die derzeitige Bundesregierung hoffen? Nur in Kooperation mit Russland, so ist die &uuml;bereinstimmende Meinung, k&ouml;nnte unser Land aus seiner derzeit schwachen Position wieder herausfinden. Von <strong>Irmtraud Gutschke<\/strong>. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5211\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-137936-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250825-Klaus-von-Dohnanyi-Erich-Vad-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250825-Klaus-von-Dohnanyi-Erich-Vad-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250825-Klaus-von-Dohnanyi-Erich-Vad-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250825-Klaus-von-Dohnanyi-Erich-Vad-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=137936-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250825-Klaus-von-Dohnanyi-Erich-Vad-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250825-Klaus-von-Dohnanyi-Erich-Vad-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das Buch entstand auf der Grundlage eines Gespr&auml;chs, zu dem der Verleger des Westend Verlags, Markus Karstens, beide Autoren eingeladen hat. Am 9. Juli 2025 kamen sie in Hamburg zusammen: Klaus von Dohnanyi und Erich Vad. Ersterer, 97 Jahre alt inzwischen, promovierter Jurist, Urgestein der SPD mit immenser politischer Erfahrung. Unter Willy Brandt, von dem er immer noch gerne spricht, war er 1972 bis 1974 Bundesminister f&uuml;r Bildung und Wissenschaft. Von 1969 bis 1981 Mitglied des Bundestags, danach bis 1988 Erster B&uuml;rgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.<\/p><p>Erich Vad, Brigadegeneral a.D. und Jahrgang 1957, war Sekret&auml;r des Bundessicherheitsrates und milit&auml;rpolitischer Berater von Kanzlerin Angela Merkel. Der &Auml;ltere hat noch hautnah erlebt, was Krieg bedeutet, der J&uuml;ngere hat eine steile milit&auml;rische Karriere hinter sich, ist in den USA ausgebildet worden, hat verstanden, dass Regime-Change-Operationen zum selbstverst&auml;ndlichen Repertoire des US-Milit&auml;rs geh&ouml;ren und hat &uuml;ber die aktuelle Bedeutung des Milit&auml;rtheoretikers Carl von Clausewitz (1780-1831) promoviert. Im vorigen Jahr hat er bei Westend das Buch &bdquo;Ernstfall f&uuml;r Deutschland&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Dohnanyi: &bdquo;War Ihnen bei der Besch&auml;ftigung mit Clausewitz klar, dass er in der russischen Armee gedient hatte? Hat Sie das eventuell bewogen, dar&uuml;ber nachzudenken, dass uns damals ma&szlig;geblich das Zarenreich von Napoleon befreit hat, &auml;hnlich wie im zweiten Weltkrieg die fr&uuml;here Sowjetunion bei der Befreiung Deutschlands und Europas von Hitler kriegsentscheidend war?&ldquo; Weitreichendes historisches Wissen und milit&auml;rstrategische Erfahrung &ndash; wie beides hier zusammenkommt, macht das Buch so interessant. <\/p><p><strong>Die Europ&auml;er und ihr &bdquo;Wunschkonzert&ldquo;<\/strong><\/p><p>Von den Friedenshoffnungen, die vom Treffen zwischen Putin und Trump am 15. August auf Alaska ausgingen, konnten die beiden noch nichts wissen. Aber dass Trump den Ukraine-Krieg beendet sehen oder aber dessen Kosten den Europ&auml;ern aufb&uuml;rden will, war ihnen schon klar. In seinem Buch &bdquo;Nationale Interessen. Orientierung f&uuml;r deutsche und europ&auml;ische Politik in Zeiten globaler Umbr&uuml;che&ldquo; hat sich Klaus von Dohnanyi mit transatlantischer Vasallentreue auseinandergesetzt. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Nun scheint damit Schluss zu sein. &bdquo;K&ouml;nnen Sie erkl&auml;ren, warum wir, w&auml;hrend Donald Trump versucht, sich mit den Russen irgendwie zu verst&auml;ndigen &hellip; warum wir uns da &uuml;berhaupt nicht politisch einschalten?&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Nun, &bdquo;eingeschaltet&ldquo; hat sich Kanzler Merz inzwischen wohl, indem er wie Jens Berger so sch&ouml;n feststellte, am 18. August bei einer &bdquo;Klassenfahrt nach Washington&ldquo; mitmachte, die aber keineswegs dazu diente, Friedenshoffnungen zu best&auml;rken. Im Gegenteil, sie kamen als Bedenkentr&auml;ger. Sehr verschnupft m&ouml;gen die sieben gewesen sein, als Trump das Treffen unterbrach, um mit Putin zu telefonieren. [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] <\/p><p>Sowieso konnten sie die Logik nicht verstehen, warum er &uuml;ber ihre K&ouml;pfe hinweg zun&auml;chst mit dem russischen Pr&auml;sidenten verhandelte. Dabei ist die Erkl&auml;rung ganz einfach: Weil es ein Stellvertreterkrieg war, dessen Beendigung die beiden Gro&szlig;m&auml;chte nun erst einmal unter sich ausmachen m&uuml;ssen. Doch die &bdquo;Willigen in der EU&ldquo; scheinen ihn auf Teufel komm raus weiterf&uuml;hren zu wollen. <\/p><p>Immer gegen die US-Dominanz in Europa eingestellt, h&auml;tte ich mir nun fast w&uuml;nschen m&ouml;gen, dass Trump im Oval Office dagegen ein Machtwort gesprochen h&auml;tte. &bdquo;Sieben auf einen Streich&ldquo; &ndash; aber wir sind nun mal nicht im M&auml;rchen vom &bdquo;tapferen Schneiderlein&ldquo;. In was f&uuml;r einer Geschichte stattdessen? Wenigstens nicht mehr in La Fontaines Fabel von den zwei Ziegenb&ouml;cken, die einander auf einer schmalen Br&uuml;cke nicht vorbei lassen und schlie&szlig;lich beide ins Wasser st&uuml;rzen. Das hei&szlig;t, Selenskyj befindet sich wohl immer noch in dieser Rolle. Vielleicht kann er wirklich nicht vor und zur&uuml;ck. &bdquo;Einen sofortigen Friedensschluss zu Putins Bedingungen konnten die Europ&auml;er beim Treffen mit Trump abwenden&ldquo;, hie&szlig; es umgehend im <em>Spiegel<\/em>. [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Darauf kann Merz nun wahrlich stolz sein: dass der Krieg erst einmal weitergeht. Seine Forderung nach einen Waffenstillstand fegte Trump vom Tisch, zu Recht, weil danach blo&szlig; eine neue Eskalation folgen w&uuml;rde. Also erbitterte K&auml;mpfe weiterhin. Emp&ouml;rung &uuml;ber jeden russischen Angriff in den deutschen Medien, w&auml;hrend ukrainische Aktionen entweder begr&uuml;&szlig;t oder verschwiegen werden. <\/p><p>Europa verbissen im Kriegsmodus. Waffenlieferungen, von Anfang an verbunden mit unrealistischen Zielen, so Erich Vad, &bdquo;also zum Beispiel die R&uuml;ckeroberung des Donbass und der Krim oder ein milit&auml;rischer Sieg &uuml;ber die Nuklearmacht Russland. Das war und ist milit&auml;risch nicht machbar! &hellip; Und die milit&auml;rische Lage war auch oft ganz anders, als sie medial transportiert wurde. Es war drei Jahre lang ein regelrechtes Wunschkonzert, zum Teil auch billige Propaganda.&ldquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>].<\/p><p><strong>Naiv, sich eine Welt aus lauter Einzelstaaten vorzustellen <\/strong><\/p><p>Er beruft sich auf Clausewitz: &bdquo;Kriege brechen nicht einfach aus. Sie haben ihre Vorgeschichte, ihre politischen Voraussetzungen &hellip; Da sind politische Interessen immer im Spiel, und vor allen Dingen: Nicht nur, wenn man Kriege f&uuml;hrt, sondern vor allem, wenn man aus Kriegen rauskommen will, braucht man daf&uuml;r ein politisches Konzept.&ldquo; [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Dies ist nicht das einzige Buch, das sich dieser Vorgeschichte widmet, den politischen Interessen, die zum Ukraine-Konflikt f&uuml;hrten. Wodurch es sich von anderen unterscheidet, ist die Form eines lockeren Gespr&auml;chs. Moderiert wurde das Gespr&auml;ch von Maike Gosch, die an der Vorbereitung beteiligt war und wohl auch an der Nachbereitung, die solch ein Gespr&auml;ch n&ouml;tig hat. Lesend darf man sich f&uuml;hlen, als wenn man dabei w&auml;re. Schlie&szlig;lich ist man ja die ganze Zeit auch mit sich selbst im Disput und ist dankbar f&uuml;r manche Einzelheit, die man nicht mehr im Ged&auml;chtnis hat.<\/p><p>&bdquo;Ich habe amerikanischen Freunden, die &uuml;ber Weihnachten bei uns waren, das erkl&auml;rt mit der Ukraine und Russland&ldquo;, so Erich Vad. &bdquo;Ich habe gesagt: Stellt euch mal vor, in Mexiko w&uuml;rde eine neue Regierung an die Macht kommen, die gern Mitglied der Eurasischen Union von Putin werden m&ouml;chte und die w&uuml;rde sich dann einigen mit den Russen &uuml;ber Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte und &uuml;ber Raketenstellungen am Rio Grande, und sie w&uuml;rden im Lande gemeinsame Milit&auml;rman&ouml;ver mit den Russen durchf&uuml;hren und im Golf von Mexiko (jetzt hei&szlig;t er ja Golf von Amerika) Seeman&ouml;ver veranstalten, zusammen mit den Chinesen und anderen BRICS-Staaten. Stellt euch mal vor, was w&uuml;rden die USA in einer solchen Situation wohl machen? Und der amerikanische Freund sagte prompt, da w&uuml;rden wir, das hei&szlig;t die USA, sofort einmarschieren.&ldquo; [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Mir war nicht bewusst, wie Clinton nach 1990 mit seinen Pl&auml;nen einer NATO-Osterweiterung innerhalb seiner F&uuml;hrungsriege auf Kritik stie&szlig;, weil &bdquo;dies ein Fehler von historischem Ausma&szlig; sei&ldquo;. Klaus von Dohnanyi: &bdquo;Dieser rapide Wechsel &hellip; einer ganzen Reihe von Staaten, von Estland &uuml;ber Litauen bis Rum&auml;nien, die zum russischen Sicherheitssystem nach Westen geh&ouml;rten und pl&ouml;tzlich Teil des amerikanischen Sicherheitssystems nach Osten wurden, also Mitglied der NATO&ldquo;, stand ja tats&auml;chlich am Beginn zahlreicher Konflikte. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Vad: &bdquo;Ja, das war sicherlich aus strategischer Sicht eine fundamentale Schw&auml;chung der russischen Sicherheitsposition in Europa &hellip;. Die Russen haben ihr Problem auch sehr fr&uuml;h kommuniziert. Ich war ja 2008 mit der Bundeskanzlerin zusammen auf dem NATO-Gipfel in Bukarest, bei dem die Aufnahme der Ukraine und Georgiens anstand. Die Kanzlerin hat meiner Meinung nach berechtigterweise und richtig gesagt, dass das nicht in Frage komme. Die Aufnahme der Ukraine und Georgiens in die NATO w&uuml;rde faktisch Krieg mit Russland provozieren.&ldquo; [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Es ist eine naive Vorstellung, dass die Welt aus lauter v&ouml;llig selbstst&auml;ndigen Einzelstaaten besteht, die v&ouml;llig frei in ihren Entscheidungen sind. Immer schon gab es ein Ringen um Einflusszonen, die sich vergr&ouml;&szlig;erten oder zerfielen und einen Phantomschmerz zur&uuml;ckgelassen haben. Die Zeit des Kalten Krieges mag einem im Vergleich zu heute sogar einigerma&szlig;en stabil erscheinen. Im irrigen Glauben, nach dem Zerfall der Sowjetunion als einzige Weltmacht &uuml;brig geblieben zu sein, sahen sich Kr&auml;fte in den USA best&auml;rkt, Russland mit seinen Interessen nun &uuml;berhaupt nicht mehr ernst zu nehmen. Gegenreaktionen waren vorauszusehen.<\/p><p><strong>Strategische Sichtweisen verstehen und den Kontrahenten zubilligen<\/strong><\/p><p>Gro&szlig;machtpolitik, geostrategische Interessen: Bem&auml;ngelt wird das in der &Ouml;ffentlichkeit nur, wenn das Russland betrifft. Als wenn es eine Art Charakterfehler sei, mitgebracht aus sowjetischen, gar zaristischen Zeiten. Den USA wird das zugestanden, und deutsche Politiker sind &auml;rgerlich, dass sie in der Liga der Gro&szlig;en nicht mitspielen d&uuml;rfen, dass Deutschland nach zwei verlorenen Weltkriegen bestenfalls &bdquo;Mittelmacht&ldquo; ist, wenn nicht ohnehin auf einem absteigenden Ast.<\/p><p>Mit diesem Brett vorm Kopf ist es dann eben schwer, die russische Motivation f&uuml;r das Krim-Referendum 2014 zu verstehen, die Erich Vad nachvollziehen kann. &bdquo;Die Krim ist strategisch f&uuml;r die Russen so wichtig wie Kaliningrad und Murmansk. Das sind die Eckpfeiler ihrer strategischen Verteidigung.&ldquo; [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>N&uuml;chterner Befund: V&ouml;lkerrecht hin oder her, Interessen werden durchgesetzt, so lange man es kann. Interessant, wie Klaus von Dohnanyi in diesem Zusammenhang an die geheime Operation der CIA und des MI6 im August 1953 im Iran erinnert, weil der demokratisch gew&auml;hlte iranische Ministerpr&auml;sident Mossadegh die &Ouml;lvorkommen verstaatlichen wollte, welche die Kolonialmacht Gro&szlig;britannien als ihr Eigentum betrachtete. [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Strategische Sichtweisen verstehen und den Kontrahenten zubilligen: Das ist f&uuml;r mich ein wichtiger Ertrag des Buches. Generell, um Weltpolitik durchschauen zu k&ouml;nnen, um zu n&uuml;chternen Einsch&auml;tzungen zu gelangen, welche zugegebenerma&szlig;en verst&auml;ndlichen W&uuml;nschen auch entgegenstehen k&ouml;nnen. Da denke ich immer an die ironische Forderung, die 1990 an einer Hauswand in Berlin-Kreuzberg zu lesen war: &bdquo;Reiche Eltern f&uuml;r alle&ldquo;. Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s, es gibt eine enorme Ungerechtigkeit in der Welt. Und der angeschlagene Westen verf&uuml;gt immer noch &uuml;ber eine gewisse Ausstrahlung. <\/p><p>Dass es doch besser sei, in der EU und in der NATO zu sein, werde ich diesen Herbst wom&ouml;glich zu h&ouml;ren bekommen, wenn ich nach Georgien und Armenien reise. Wie soll ich antworten? Auf den Ukraine-Krieg verweisen? <\/p><p>Bunt und frei m&ouml;chte man sich die Welt gerne denken. 195 Staaten, 193 Mitglieder der Vereinten Nationen, vielleicht 5.000 V&ouml;lker &ndash; und jedem sei das Selbstbestimmungsrecht garantiert? Wohlstand auch? <\/p><p><strong>Kriegspropaganda packt uns bei unseren Sehns&uuml;chten und &Auml;ngsten<\/strong><\/p><p>Die deutsche Propaganda zum Ukraine-Konflikt spielt auf dieser Klaviatur: dass ein gro&szlig;es Land ein kleineres mir nichts, dir nichts &uuml;berfallen habe, dem jetzt Mitgef&uuml;hl und Beistand geb&uuml;hre. Zur Unterst&uuml;tzung der Ukraine Druck auf Russland auszu&uuml;ben, so lautet die westliche Kampfansage. Unter den Tisch gekehrt wird dabei die Verletzung von Menschenrechten der russischsprachigen Bev&ouml;lkerung, die gewaltsame Ukrainisierung bis hin zur Sprache und Kultur. Weitgehend verschwiegen und insgeheim gar als rechtm&auml;&szlig;ig betrachtet wurde die sogenannte Anti-Terror-Operation der ukrainischen Armee ab 2014 in den Ostgebieten. 15.000 Tote &ndash; das sei ein richtiger Krieg gewesen, so Erich Vad, mit &bdquo;den Rebellen, den sogenannten Separatisten, die freilich von Russland unterst&uuml;tzt wurden &hellip; Das ist genauso, als wenn in Mexiko ein Machtkampf liefe zwischen einer proamerikanischen und einer prorussischen Regierung.&ldquo; [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Darauf habe Russland reagiert. &bdquo;Aus russischer Sicht ist der Westen der Aggressor: die volle politische Kontrolle der Ukraine und der Versuch, sie ins NATO-B&uuml;ndnis zu integrieren mit allen Folgekonsequenzen des Verlusts der Kontrolle &uuml;ber das Schwarze Meer und &uuml;ber das Nachbarland.&ldquo; [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] <\/p><p>&bdquo;Herr Vad, was machen wir denn jetzt?&ldquo;, fragt Klaus von Dohnanyi. &bdquo;Wir haben einen Krieg mitten in Europa. Wie bringen wir den zu Ende? Daf&uuml;r muss doch von deutscher Seite etwas getan werden!&ldquo; [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Die Antwort darauf: &bdquo;Die Amerikaner reden ja mit den Russen schon seit Monaten. Wir Europ&auml;er sind aus meiner Sicht aus dem Spiel. Wir haben zwei gro&szlig;e, strategische Fehler gemacht, vor allem Deutschland! Wir haben ausschlie&szlig;lich auf die Ukraine und Selenskij gesetzt und Russland in Zeiten der Ampelregierung im Grunde genommen absolut au&szlig;en vor gelassen.&ldquo; [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Aber ist es nicht volle Absicht gewesen, in blindem Gehorsam der Biden-Administration zu folgen? &bdquo;Wenn Russland gewinnt&ldquo; &ndash; nicht nur Carlo Masala hat uns diese Warnung einh&auml;mmern wollen. [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Man macht uns Angst, damit wir mit der gigantischen Verschuldung Deutschlands einverstanden sind, die letztendlich zu einer weiteren Umverteilung von unten nach oben f&uuml;hrt. Den R&uuml;stungskonzernen, nicht zuletzt auch jenen in den USA, sind Gewinne garantiert, die Masse der Bev&ouml;lkerung aber sieht unsicheren Zeiten entgegen. Alles, nur kein Krieg, werden sie sich sagen und alles schlucken, was ihnen auferlegt ist.<\/p><p>&bdquo;Putin will eigentlich gar nicht die Ukraine, sondern er will ganz Deutschland und dann will er auch noch Frankreich und dann will er auch noch die Niederlande und am Ende will er zum Atlantik marschieren.&ldquo;&ndash; Klaus von Dohnanyi h&auml;lt das f&uuml;r eine v&ouml;llige Fehleinsch&auml;tzung.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Erich Vad auch, gibt aber zu bedenken, dass Russland voll auf Kriegswirtschaft umgestellt hat, was hiesige &Ouml;konomen ebenfalls bef&uuml;rworten. Mit dem Hintergedanken, dass ein Krieg &bdquo;die wirtschaftliche Stagnation und viele andere politische Probleme scheinbar l&ouml;sen k&ouml;nnte&ldquo;, indem diese dann &bdquo;keine Rolle mehr spielen&ldquo;. Extrem gef&auml;hrlich k&ouml;nnte es in der derzeit aufgeheizten Stimmung werden. Und sei es auf Nebenschaupl&auml;tzen im Baltikum &ndash; wenn &bdquo;ein kleiner Funke dann pl&ouml;tzlich zur Explosion kommt, eine politische Kettenreaktion abl&auml;uft, die nicht mehr eingefangen wird und dann sind wir in einem Krieg mit Russland.&ldquo; [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] <\/p><p>Dagegen setzt er ein Zitat von Moshe Dayan: &bdquo;Wenn du Frieden willst, reicht es nicht aus, mit deinen Freunden zu reden, du musst mit deinen Feinden reden.&ldquo;<\/p><p><strong>Diplomatie als Gebot der Stunde<\/strong><\/p><p>Wie vielen in der DDR Sozialisierten widerstrebt es mir zutiefst, in Russland einen Feind zu sehen. Auch wenn der Krieg f&uuml;r das Land nicht folgenlos geblieben ist, wenn Patriotismus in Nationalismus &uuml;bergeht und der &bdquo;kollektive Westen&ldquo; auf eine grunds&auml;tzliche Weise zum Gegner erkl&auml;rt wird. Man vertraut uns nicht mehr. Und ich kann nur hoffen, dass sich Putins Vertrauen in Trump nicht als Illusion erweist. <\/p><p>Und welche Folgen wird die Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenraketen 2026 haben? &bdquo;Mit einer Abwehrkomponente, mit einer Angriffskomponente, mit Hyperschallwaffen, nuklear oder konventionell best&uuml;ckt&ldquo; &ndash; Erich Vad sieht darin eine sehr schlechte L&ouml;sung. [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Und Klaus von Dohnanyi war noch unter Kanzler Schmidt bei einer NATO-&Uuml;bung dabei, wo simuliert wurde, Deutschland nuklear zu verseuchen, &bdquo;um die Russen am Vormarsch zu hindern&ldquo;. [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><p>Deutschland als potenzielles Schlachtfeld in einem europ&auml;ischen Krieg &ndash; wie w&auml;re das zu verhindern? Durch Abschreckung durch Aufr&uuml;stung? Wirklich? Erich Vad bem&auml;ngelt, dass die Bundeswehr zum Ende des Kalten Krieges 500.000 Soldaten hatte, aber jetzt nur noch 180.000 Mann. Wieviel Kanonenfutter (oder Drohnenfutter) w&uuml;rde man denn brauchen? In neue, digitale Technologien investieren? Russland tut das auch. So w&auml;ren wir also wieder beim Wettr&uuml;sten, das auch zu einer Form von Wirtschaftskrieg f&uuml;hrt. Dass es nichts bringt, sich weiter in eine Kriegshysterie hineinzusteigern, darin sind sich die Beiden einig. <\/p><p>Wenn man das russische Verhandlungsangebot vom Dezember 2021 endlich ernst nehmen w&uuml;rde, k&ouml;nnte man Putin &bdquo;hineinlocken&ldquo; in eine neue Verhandlungsrunde? Klaus von Dohnanyis Frage hat sich inzwischen gekl&auml;rt. Verhandlungen sind im Gange, aber die Gefahr besteht, dass Deutschland, dass Europa sie torpedieren wird. Trump hat versprochen, dass er diesen Krieg beenden will. Die Ukraine hat die Mitgliedschaft in der NATO in ihrer Verfassung verankert. Russland lehnt sie strikt ab. Die Europ&auml;er haben die ganze Zeit die &bdquo;territoriale Integrit&auml;t&ldquo; des Landes auf ihre Fahnen geschrieben, die bei einer Verhandlungsl&ouml;sung nicht zu haben w&auml;re. Russland hat schon 2021 sehr weitreichende Sicherheitsgarantien verlangt und bereits &bdquo;neue Regionen&ldquo; in die F&ouml;deration eingegliedert. Dass die Ostgebiete mit einer gewissen Autonomie in der Ukraine bleiben k&ouml;nnten, sah das Minsker Abkommen vor. Doch dieser Zug ist inzwischen abgefahren. <\/p><p>&bdquo;Am Ende ist es ein Gesch&auml;ft, in dem beide Seiten gesichtswahrend rauskommen m&uuml;ssen&ldquo;, so Erich Vad. &bdquo;Was k&ouml;nnen wir beide denn tun, dass unsere Bundesregierung versteht, was ihre Aufgabe ist?&ldquo; Wie ehrlich hilflos spricht Klaus von Dohnanyi da unsereinem aus dem Herzen! <\/p><p>Kann es &uuml;berhaupt mit der Bundesregierung gelingen, die wir derzeit haben? Eine tief wurzelnde Russophobie nicht erst seit Zeiten des Kalten Krieges hat sich in die Hirne eingefressen, sonst w&auml;ren die Kontakte zu Russland doch nicht abgebrochen worden, als sie am notwendigsten waren. Klar, dass Putin gern mit Trump verhandelte, der Russland inzwischen in aller Deutlichkeit als Gro&szlig;macht anerkennt. Er h&auml;tte auch den H&ouml;rer abgenommen, wenn Merz ihn angerufen h&auml;tte. Aber h&auml;tte der es denn geschafft (und gewollt), ihm wie Trump erst einmal zuzuh&ouml;ren, um seine Position zu verstehen? <\/p><p>&bdquo;Merz tickt v&ouml;llig unhistorisch&ldquo;, meint Klaus von Dohnanyi. &bdquo;Es gibt keinen Frieden in Europa ohne Russland, und es gibt keinen Frieden in Europa, ohne dass Deutschland zu diesem Frieden mit Russland einen entscheidenden Beitrag leistet. Wenn Putin heute so bitter &uuml;ber Deutschland redet, dann auch deswegen, weil ihn kein Land in Europa so entt&auml;uscht hat. &bdquo;Unsere St&auml;rke war, dass wir mit Russland in der Kooperation waren &hellip; Horst Teltschik hat das ja wunderbar beschrieben, was f&uuml;r die Russen wichtig ist: das Wichtigste ist, dass sie ihre W&uuml;rde haben, dass sie respektiert werden auf einer Ebene wie die andere Seite auch.&ldquo; [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]<\/p><p><strong>NATO-Friedenstruppen: eine Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><\/p><p>Vielleicht ist es auch ein charakterliches Problem, dass der deutsche Bundeskanzler in seiner Furcht, seinem Hass auf Russland zu einem Gespr&auml;ch auf Augenh&ouml;he nicht f&auml;hig und nicht willens ist. Aber es k&ouml;nnte uns teuer zu stehen kommen. Nach den Gespr&auml;chen im Wei&szlig;en Haus vergangene Woche nahm er gleich den Mund wieder voll. Bekr&auml;ftigte, dass der Ukraine &bdquo;keine Gebietsabtretungen aufgezwungen werden d&uuml;rften&ldquo;. [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] Ob Bundeswehrsoldaten in die Ukraine geschickt w&uuml;rden, das m&uuml;sse das Parlament entscheiden. Dabei d&uuml;rfte ihm doch klar sein, dass dies gerade der Knackpunkt ist: Russland duldet keine NATO-Pr&auml;senz vor seiner Haust&uuml;r. Er wei&szlig; es nat&uuml;rlich und denkt: Nun gerade. Um mit Erich Vad zu sprechen: Das w&auml;re so, als wenn Russen und Chinesen Truppen nach Mexiko schicken w&uuml;rden. Ohne die antirussische Aus- und Aufr&uuml;stung der Ukraine w&auml;re es nicht zu diesem Krieg gekommen.<\/p><p>Keine Rede davon, dass Waffenlieferungen an Kiew eingestellt werden. Trump geht es nur darum, wer die Kosten tr&auml;gt. Wenn in Kiew geplant ist, nun amerikanische Waffensysteme im Wert von 100 Milliarden Dollar zu erwerben, und die Europ&auml;er das bezahlen sollen, wie die <em>Financial Times<\/em> berichtet, ist das f&uuml;r ihn ein wunderbarer Deal. [<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] 100 Milliarden f&uuml;r den &bdquo;Frieden&ldquo; und dann vielleicht noch der Friedensnobelpreis? K&ouml;nnte er so ein Angebot ausschlagen?<\/p><p>&bdquo;NATO-Friedenstruppen&ldquo;: Das ist eine Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit. In Russland wird man es als Signal verstehen, dass der Krieg im westlichen Interesse weitergef&uuml;hrt werden soll &ndash; mit allen Konsequenzen. Wir brauchen eine vertraglich abgesicherte Friedensordnung in Europa unter Einbeziehung Russlands. F&uuml;r unser Land und unseren Kontinent w&auml;re das die beste Sicherheitsgarantie. <\/p><p><em>Klaus von Dohnanyi\/ Erich Vad: <a href=\"https:\/\/westendverlag.de\/Krieg-oder-Frieden-Deutschland-vor-der-Entscheidung\/2332\">Krieg oder Frieden. Deutschland vor Entscheidung.<\/a> Westend Verlag, 144 S., geb., 20 &euro;<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Westend Verlag<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/f045d4ce0c3148fdbea716759b92447a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Erich Vad: Ernstfall f&uuml;r Deutschland. Ein Handbuch gegen den Krieg. Westend Verlag, 80 S., br., 15&euro;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Klaus von Dohnanyi: Nationale Interessen. Orientierung f&uuml;r deutsche und europ&auml;ische Politik in Zeiten globaler Umbr&uuml;che. Siedler Verlag, 299 S., geb., 26 &euro;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Dohnanyi \/Vad, S. 24f <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ukraine-krieg-newsblog-trump-selenskij-merz-treffen-livestream-li.3298820\">sueddeutsche.de\/politik\/ukraine-krieg-newsblog-trump-selenskij-merz-treffen-livestream-li.3298820<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ukraine-krieg-erfolg-fuer-friedrich-merz-bei-donald-trump-kommentar-a-fd7427c1-185a-467b-a026-acd9f8f86a8e\">spiegel.de\/politik\/deutschland\/ukraine-krieg-erfolg-fuer-friedrich-merz-bei-donald-trump-kommentar-a-fd7427c1-185a-467b-a026-acd9f8f86a8e<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Dohnanyi\/Vad, S. 21<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] ebenda, 20<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] ebenda, S. 30f<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] ebenda, S. 33<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] ebenda, S. 35<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] ebenda, S. 38<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] ebenda, S. 40<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] ebenda, S. 50f<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] ebenda, S. 47<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] ebenda, S. 52<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] ebenda, S. 53<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Carlo Masala: Wenn Russland gewinnt. C.H.Beck, 119 S., br., 15 &euro;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Dohnanyi\/ Vad, S. 61<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] ebenda, S. 57<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] ebenda, S. 74<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] ebenda, S. 76<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] ebenda, S. 139<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/merz-ukraine-keine-gebietsabtretungen-aufzwingen-100.html\">deutschlandfunk.de\/merz-ukraine-keine-gebietsabtretungen-aufzwingen-100.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/8dad9c67-59da-4f38-b43a-3d6ba5f1df57\">ft.com\/content\/8dad9c67-59da-4f38-b43a-3d6ba5f1df57<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Krieg oder Frieden&ldquo;: Klaus von Dohnanyi und Erich Vad diskutieren in diesem neuen Buch die Weltlage und stellen &uuml;bereinstimmend fest, dass es Sicherheit f&uuml;r Deutschland nicht allein durch Aufr&uuml;stung geben kann, sondern dass vor allem auch diplomatische Anstrengungen gefragt sind. Kann man diesbez&uuml;glich auf die derzeitige Bundesregierung hoffen? Nur in Kooperation mit Russland, so ist<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137936\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":137429,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,170,171,208],"tags":[3240,3260,2102,1426,783,466,915,3500,906,259,2794,1800,260,1556,3331,229,2377,2181],"class_list":["post-137936","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-friedenspolitik","category-militaereinsaetzekriege","category-rezensionen","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-feindbild","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-merz-friedrich","tag-nato","tag-putin-wladimir","tag-raketenstationierung","tag-ruestungsindustrie","tag-russland","tag-stellvertreterkrieg","tag-trump-donald","tag-ukraine","tag-usa","tag-vad-erich","tag-von-dohnanyi-klaus","tag-waffenlieferungen","tag-wettruesten"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Foto-Dohnanyi-Vad.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=137936"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137936\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":137968,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/137936\/revisions\/137968"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/137429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=137936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=137936"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=137936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}