{"id":13811,"date":"2012-07-10T08:39:32","date_gmt":"2012-07-10T06:39:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811"},"modified":"2012-07-11T08:26:37","modified_gmt":"2012-07-11T06:26:37","slug":"hinweise-des-tages-1671","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h01\">Heiner Flassbeck: &ldquo;Wie ist der EURO noch zu retten?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h02\">Wachstumsprogramm &ndash; Wie viel bringen die EU-Gipfel-Beschl&uuml;sse wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h03\">ESM: Verfassungsrichter geraten unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h04\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h05\">Manifest f&uuml;r wirtschaftliche Vernunft, deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h06\">Paul Krugman: Wir sparen uns zu Tode<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h07\">Der graue Markt der Schattenbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h08\">Libor-Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h09\">Viele Fu&szlig;angeln auf dem Weg zur Euro-Banken-Aufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h10\">Schweizer Angst vor dem Kollaps der Gro&szlig;banken <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h11\">Exporte steigen, Eurozone schw&auml;chelt, Inlandsnachfrage sinkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h12\">ver.di kritisiert Minijob-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h13\">S&uuml;&szlig;e Ware, saure Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h14\">Alleinerziehende in Hartz IV zu vielen Kompromissen bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h15\">Ausbildung: Viele Azubis ohne &Uuml;bernahmezusage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h16\">Meldegesetz &ndash; Berlin meldet Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h17\">Das Recht des deutschen Arztes auf Korruption<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h18\">Jakob Augstein: Bundespr&auml;sident Gauck &ndash; Der Einmischer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h19\">B&uuml;rgerliche Gro&szlig;machtphantasien &ndash; Die Wiederkehr der deutschen Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h20\">Exzellenz an der Uni Bielefeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h21\">Syrien ist anders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h22\">Dicke Luft in Peking<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h23\">Campact-Unterschriftenkampagne: Schwarz-Gelb macht Ihre Daten zur Ware<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811#h24\">Zu guter Letzt: Unvers&ouml;hnliche Standpunkte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13811&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: &ldquo;Wie ist der EURO noch zu retten?&rdquo;<\/strong><br>\nVortrag vor dem 62, &Ouml;sterreichischen St&auml;dtetag in Dornbirn<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.staedtebund.gv.at\/staedtetag\/staedtetag-2012\/videos\">St&auml;dtebund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wachstumsprogramm &ndash; Wie viel bringen die EU-Gipfel-Beschl&uuml;sse wirklich?<\/strong><br>\nDrei Experten nehmen f&uuml;r PLUSMINUS das Wachstumspaket unter die Lupe:\n<ul>\n<li>Der Wirtschaftsexperte Frederico Steinberg aus Madrid: Der erste Posten &ndash; 55 Milliarden &ndash; flie&szlig;t vor allem f&uuml;r gro&szlig;e Infrastrukturprojekte wie eine Autobahn bei Madrid. Doch Beton ist das letzte, was Spanien jetzt braucht<\/li>\n<li>F&uuml;r den Konjunkturforscher Gustav Horn ist das ein ziemlich dreister Etikettenschwindel. Die Mittel aus dem Strukturfonds, die besagten 55 Milliarden, fl&ouml;ssen nicht zus&auml;tzlich in die Wirtschaft. Sie seien lediglich umgewidmet worden. Deshalb entstehe kein Konjunkturimpuls.<br>\nUnd selbst das Umschichten des Geldes in andere Projekte ist mehr als schwierig.<\/li>\n<li>EU-Experte Daniel Gros aus Br&uuml;ssel: 2007 hat sie beschlossen, in den kommenden Jahren 308 Milliarden f&uuml;r Strukturf&ouml;rderung zur Verf&uuml;gung zu stellen. Diese Summe wird nun in Raten ausgezahlt. Jetzt sind noch 55 Milliarden &uuml;brig. Diese werden einfach umbenannt zum neuen Wachstumsprogramm.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,22icv6tr1npct2ix~cm.asp%3Chttp:\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,22icv6tr1npct2ix~cm.asp\">Das Erste plus minus<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>ESM: Verfassungsrichter geraten unter Druck<\/strong><br>\nVor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber die Eilantr&auml;ge gegen die Gesetze zur langfristigen Euro-Stabilisierung warnen Politiker vor den Folgen eines Scheiterns und setzen damit die Verfassungsrichter unter Druck.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/esm-verfassungsrichter-geraten-unter-druck\/id_57797414\/index\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt wird selbst die sonst so gern beschworene &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; des Gerichts in Frage gestellt, ja sogar die Urteilsf&auml;higkeit der Richter bezweifelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir haben &auml;u&szlig;erst magere Jahre vor uns<\/strong><br>\nKeinen Lohn mehr, kein &Uuml;bergangsgeld, keine Arbeitslosenunterst&uuml;tzung &ndash; und keine Rente: Dieses Schicksal droht in den n&auml;chsten Jahren Hunderttausenden Arbeitern und Angestellten in Italien. Schuld ist die im Dezember 2011 Hals &uuml;ber Kopf verabschiedete Rentenreform. Da beschloss die gerade erst ins Amt getretene Regierung Monti einen radikalen Schnitt. Mit einem Schlag wurde das Renteneintrittsalter f&uuml;r M&auml;nner auf 66, ab 2020 auf 67 Jahre, f&uuml;r Frauen auf 62 Jahre erh&ouml;ht; f&uuml;r Frauen sind weitere Anpassungsschritte auf 63,5 Jahre im Jahr 2014, auf 65 Jahre im Jahr 2016 und dann auf 66 Jahre im Jahr 2018 vorgesehen. Und zugleich wurden die M&ouml;glichkeiten, vor Erreichen dieser Altersgrenzen auszuscheiden, radikal eingeschr&auml;nkt. Dumm nur, dass Personen wie De Martino, ermuntert von ihren Unternehmen und vom Staat, vorher schon Aufl&ouml;sungsvertr&auml;ge unterschrieben hatten &ndash; Vertr&auml;ge, die auf einmal nichts mehr wert sind. Stefania Venturi, 56 Jahre alt, war Informatikerin bei einer Firma, die f&uuml;r die Staatsbahnen arbeitete. Am 30. April schied sie aus, drei Jahre lang wurde ihr das sogenannte &ldquo;Mobilit&auml;tsgeld&rdquo; zugesichert &ndash; 700 Euro im Monat. Danach w&auml;re sie noch eineinhalb Jahre ohne Unterst&uuml;tzung arbeitslos &ndash; und dann in Rente gegangen. Verkraftbar, dachte sie, schlie&szlig;lich arbeitet ihr Mann. Jetzt wird sie erst mit 67 in den Ruhestand gehen k&ouml;nnen, also neun Jahre schier nichts erhalten. &ldquo;Wir haben zwei 15-j&auml;hrige Kinder&rdquo;, erz&auml;hlt sie, &ldquo;das Brot kann ich noch kaufen, aber wir haben &auml;u&szlig;erst magere Jahre vor uns.&rdquo;<br>\nBlo&szlig; 65.000 Arbeitnehmer seien betroffen und die w&uuml;rden durch Hilfen aufgefangen, hatte Arbeitsministerin Elsa Fornero immer wieder behauptet, doch vor einigen Tagen legte die Rentenkasse pr&auml;zise Zahlen vor: Fast 400.000 Personen werden teils &uuml;ber Jahre hinweg ohne Einkommen dastehen. Ministerin Fornero hat jetzt zwar nachgebessert und Geld f&uuml;r &Uuml;bergangsregelungen locker gemacht, die weiteren 55.000 Betroffenen Schutz gew&auml;hren &ndash; doch immer noch bleiben 270.000 au&szlig;en vor. &ldquo;Kein Geld&rdquo;, erwiderte sie im Parlament trocken auf kritische Nachfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2012%2F07%2F06%2Fa0078&amp;cHash=c8c0d81234\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob das einer Nichtexpertenregierung mit etwas mehr Sinn f&uuml;r &ldquo;Volkes Stimmung&rdquo; auch passiert w&auml;re?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kurzarbeit: In Italien kein Erfolgsmodell<\/strong><br>\n&hellip;beide L&auml;nder starteten mit einer identischen Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent in die Wirtschaftskrise. Hier h&ouml;ren die Gemeinsamkeiten allerdings auf: Trotz des kr&auml;ftigen Einbruchs behielten in Deutschland die meisten Arbeitnehmer ihren Job. Seit Anfang 2010 nahm die Besch&auml;ftigung sogar wieder zu, die Wirtschaft erholte sich. In Italien hingegen gingen sowohl die Zahl der Erwerbst&auml;tigen als auch das Wachstum erheblich zur&uuml;ck. Eine nachhaltige Erholung ist nicht in Sicht.<br>\nDass Deutschland besser abschnitt, beruht nach der Analyse von Stein und Aric&ograve; auf den g&uuml;nstigeren Rahmenbedingungen. Angesichts des gro&szlig;en Ausma&szlig;es der Rezession verlie&szlig; sich die Bundesregierung nicht allein auf arbeitsmarktpolitische Instrumente. In kurzer Folge legte sie mehrere Konjunkturprogramme auf, die dabei halfen, den starken Nachfrager&uuml;ckgang aufzufangen. Die italienische Regierung unterst&uuml;tzte die Wirtschaft dagegen kaum; Begr&uuml;ndung: Der Staat sei zu hoch verschuldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/40502_40511.htm\">B&ouml;ckler Impuls 12\/2012<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Manifest f&uuml;r wirtschaftliche Vernunft, deutsch<\/strong><br>\nMehr als vier Jahre nach Beginn der Finanzkrise bleiben die weltweit wichtigsten Volkswirtschaften zutiefst in Flaute oder Depression &ndash;  eine allzu bekannte Situation aus den 1930er Jahren. Der Grund ist einfach: Wir verlassen uns auf die gleichen Konzepte, welche die damalige Politik gepr&auml;gt hatten. Diese Ideen &ndash; inzwischen l&auml;ngst widerlegt &ndash; beinhalten tiefgreifende Fehler, sowohl &uuml;ber die Ursachen der Krise, als auch ihre Natur und die angemessene Reaktion.<br>\nDiese Fehler haben tiefe Wurzeln im &ouml;ffentlichen Bewusstsein genommen und genie&szlig;en die Unterst&uuml;tzung der &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r &uuml;berm&auml;&szlig;ige Strenge der aktuellen Finanzpolitik in vielen L&auml;ndern. Also die Zeit ist reif f&uuml;r ein Manifest, in dem Mainstream-&Ouml;konomen der &Ouml;ffentlichkeit eine weitere, auf vielfacher Erfahrung beruhende Analyse der aktuellen wirtschaftlichen Probleme aufzeigt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/doc\/120710_ein_manifest_fuer_wirtschaftliche_vernunft.doc\">&Uuml;bertragung ins Deutsche [DOC &ndash; 41 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fiket.de\/2012\/07\/05\/ein-manifest-fur-wirtschaftliche-vernunft\/\">Eine weitere &Uuml;bersetzung auf einem schwedischen Blog fiket<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.manifestoforeconomicsense.org\/\">Nochmals das Original in englisch mit Unterzeichnern<\/a>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Wir sparen uns zu Tode<\/strong><br>\n&hellip;Inzwischen sind seit Beginn der Krise vier Jahre vergangen. Der Abschwung ist &uuml;berwunden, aber der Aufschwung hat noch immer nicht begonnen. In den Vereinigten Staaten geht die Arbeitslosigkeit leicht zur&uuml;ck (w&auml;hrend sie in Europa weiter steigt), doch sie ist noch immer viel zu hoch und weit von dem Stand entfernt, auf dem sie sich vor wenigen Jahren befand. Zig Millionen Amerikaner und Europ&auml;er stecken in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit jedem Monat werden die Zukunftsaussichten der jungen Menschen schlechter. Und all das w&auml;re nicht n&ouml;tig.<br>\nTatsache ist, dass wir &uuml;ber das Wissen und die Instrumente verf&uuml;gen, diese Krise zu beenden. Wenn wir endlich l&auml;ngst bekannte und erprobte wirtschaftliche Prinzipien anwenden, deren G&uuml;ltigkeit durch die j&uuml;ngsten Ereignisse noch best&auml;tigt wurde, k&auml;men wir in k&uuml;rzester Zeit, vielleicht schon innerhalb von zwei Jahren, zur Vollbesch&auml;ftigung zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/juni\/wir-sparen-uns-zu-tode\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der graue Markt der Schattenbanken<\/strong><br>\nTrotz der dramatischen Folgen der anhaltenden Finanzkrise nutzen viele Schattenbanken weiterhin hochkomplexe und hochriskante Wertpapiere f&uuml;r ihre Machenschaften. Hedgefonds spekulieren haupts&auml;chlich mit komplizierten Derivaten, w&auml;hrend au&szlig;erbilanzielle Zweckgesellschaften in der j&uuml;ngsten Krise insbesondere &uuml;ber verbriefte Produkte st&uuml;rzten, deren Konstruktion ihre Manager selbst nicht oder nur unzureichend verstanden hatten. Auch sind die Aufseher oft schon aus personellen Gr&uuml;nden mit der Einsch&auml;tzung der mit derartigen Papieren verbundenen Risiken &uuml;berfordert. Diese Probleme k&ouml;nnten durch einen Finanz-T&Uuml;V angegangen werden.[12] W&uuml;rden unverst&auml;ndliche und riskante Wetten nicht mehr zugelassen, w&auml;re gerade den am wenigsten regulierten Schattenbanken eine wesentliche Gesch&auml;ftsgrundlage entzogen und ihr Daseinszweck damit in Frage gestellt.<br>\nDie Politik muss endlich begreifen, dass die Existenz der Schattenbanken eine Einladung zur Regulierungsvermeidung darstellt. Die Devise muss daher lauten: Gleiche Regeln f&uuml;r gleiches Gesch&auml;ft. F&uuml;r alle Aktivit&auml;ten auf den Finanzm&auml;rkten m&uuml;ssen die gleichen Anforderungen in Bezug auf Transparenz, Risikomanagement, Liquidit&auml;t und Eigenkapital sowie auf eine geordnete Abwicklung im Insolvenzfall gelten &ndash; gleichg&uuml;ltig, ob die jeweiligen Akteure &uuml;ber eine Banklizenz verf&uuml;gen oder nicht. Nur so l&auml;sst sich eine weitere Blase und damit die Neuauflage der gegenw&auml;rtigen Finanzmarktkrise verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/juni\/der-graue-markt-der-schattenbanken\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Libor-Skandal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Libor-Skandal brockt Deutscher Bank Klage in den USA ein<\/strong><br>\nDass Investoren gegen die Banken klagen, die den Libor manipuliert haben soll, ist ein normaler Vorgang. Die Deutsche Bank ist aber offenbar so besorgt, dass bereits erste Mitarbeiter freigestellt wurden.<br>\nDie Deutsche Bank sieht sich wegen der mutma&szlig;lichen Zinsmanipulationen durch europ&auml;ische Banken mit Klagen von Investoren konfrontiert: Eine zum Frankfurter Bankhaus Metzler geh&ouml;rende Kapitalanlagegesellschaft habe sich in New York an mehreren Sammelklagen gegen die Deutsche Bank und andere Institute beteiligt, die der Manipulation des Interbankenzinssatzes Libor bezichtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:zinsmanipulation-libor-skandal-brockt-deutscher-bank-klage-in-den-usa-ein\/70060516.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: Straflos, skrupellos<\/strong><br>\nSchon jetzt ist klar, dass der Barclays- Bankenskandal am entscheidenden Punkt genauso ausgehen wird wie alle vorangegangenen: Keiner der f&uuml;hrenden Verantwortlichen wird sich pers&ouml;nlich vor einem Strafgericht verantworten m&uuml;ssen.<br>\n&hellip; so folgerichtig der R&uuml;cktritt von Europas dreistestem Bonus-J&auml;ger ist (Jahressal&auml;r 2011: 26 Millionen Euro), so wenig tr&auml;gt das zur L&ouml;sung des eigentlichen Problems bei&hellip;Keiner der f&uuml;hrenden Verantwortlichen wird sich pers&ouml;nlich vor einem Strafgericht verantworten m&uuml;ssen&hellip;<br>\nGewiss, im Einzelfall ist es stets schwierig, Vorsatz oder grobe Fahrl&auml;ssigkeit nachzuweisen, wenn die Top-Leute der Hochfinanz mal wieder Milliardensch&auml;den anrichten. Darum wagen die meisten Staatsanw&auml;lte nicht einmal eine Anklage. Aber das rechtfertigt nicht die Unt&auml;tigkeit der Regierenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/bankenskandale-straflos-skrupellos\/6845064.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Libor als Anachronismus der Londoner City<\/strong><br>\nDie Euphorie an den Finanzm&auml;rkten nach dem j&uuml;ngsten EU-Gipfel hat sich gelegt. Die Schuldenkrise ist zur&uuml;ckgekehrt, erneut haben sich Hoffnungen auf eine nachhaltige politische L&ouml;sung nicht &uuml;berraschend als tr&uuml;gerisch erwiesen. Die Zins-Spreads, wichtiger Indikator f&uuml;r Spannungen im Euro-System, haben sich wieder ausgeweitet. Marktteilnehmer sind zur &Uuml;berzeugung gekommen, dass die Resultate des Gipfels nichtssagend und weit unsicherer sind, als sie auf den ersten Blick ausgesehen haben. Skeptisch werden auch die Pl&auml;ne f&uuml;r ein neues Sparprogramm in Spanien an den M&auml;rkten beurteilt. Kommentatoren sind zunehmend &uuml;berzeugt, dass im gegenw&auml;rtig herrschenden Konjunkturklima weitere Sparmassnahmen kontraproduktiv wirken und die Haushaltdefizite erh&ouml;hen. Marshall Auerback von Pinetree Capital weist zudem auf bisher in der &Ouml;ffentlichkeit wenig beachtete Stresssymptome im Euro-Raum hin: Interbanken-Ausleihungen sinken weiter, und es findet ein Abfluss von Kapital aus dem Euro-Raum statt.<br>\n&Uuml;berlagert wird gegenw&auml;rtig die Schuldenkrise von dem in der Sicht einiger Kommentatoren &laquo;gr&ouml;ssten Insiderhandel-Skandal der Geschichte&raquo;. . Nat&uuml;rlich ist es ein Skandal, wenn Banken Zinss&auml;tze, die als Ausgangsgr&ouml;sse f&uuml;r die Preisgestaltung von Finanzinstrumenten im Wert von 800 Bio. $ dienen und die die Notenbanken f&uuml;r ihre Geldpolitik verwenden, seit Jahren oder Jahrzehnten gezielt manipulieren und damit falsche Marktsignale aussenden. Doch einige Stimmen warnen vor vorschnellen Urteilen und &Uuml;berreaktionen. Wie die Fachzeitschrift &laquo;IFR&raquo; betont, ist der Libor ein Anachronismus, ein &Uuml;berbleibsel aus jener Zeit, als die Londoner Square Mile noch auf Vertrauen und Verantwortung statt auf Kontrakten basierte und man sich als &laquo;Gentleman Banker&raquo; in einem grossen Klub gegenseitig kannte und benahm. Der Libor ist nie ein auf effektiven Transaktionen basierender Zinssatz gewesen, der ad&auml;quat die am Markt herrschenden Kreditkosten spiegelt. Der Branchenkommentator Christopher Whalen spricht von einem &laquo;Konsens-Indikator&raquo;. Der Libor ist das Ergebnis von Zinss&auml;tzen, zu denen, wie Banken annehmen, andere Institute ihnen Geld ausleihen w&uuml;rden, falls sie wollten. Wie aber k&ouml;nnen Banken ohne echte Offerten wissen, zu welchem Preis ihnen Geld angeboten w&uuml;rde? Zudem ist es ein Aspekt der Finanzkrise, dass Banken z&ouml;gern, sich gegenseitig Kredite zu geben. Trotz der grossen Emp&ouml;rung scheint keineswegs klar zu sein, ob und in welchem Ausmass Banken in London ihre Zinsangaben manipuliert haben. Eine Meinung lautet, dass Banken stets dazu tendieren, die Meldungen, die &ouml;ffentlich sind, zu niedrig anzusetzen, um ihr gutes &laquo;Standing&raquo; im Markt zu unterstreichen. Eine andere, von Regulatoren geteilte Ansicht ist, dass Banken kartellartig zu hohe S&auml;tze gemeldet haben, um Zusatzgewinne auf ihren Finanzgesch&auml;ften zu erzielen. Allerdings seien im Laufe der Finanzkrise &ndash; m&ouml;glicherweise mit offizieller Duldung oder Ermunterung &ndash; zu niedrige S&auml;tze &uuml;bermittelt worden, um keine Zeichen von Schw&auml;che zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/boerse_und_maerkte\/libor-als-anachronismus-der-londoner-city-1.17332730\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert ist, dass die Regierungen uns ihren Austerit&auml;tskurs als Beruhigung der M&auml;rkte verkaufen m&ouml;chten, w&auml;hrend die M&auml;rkte uns schon seit einiger Zeit signalisieren, dass dieser Kurs kontraproduktiv sei. Einmal abgesehen davon, dass die EU im Gegensatz zu Griechenland Spanien schon wieder ein h&ouml;heres Minus bei Haushaltsdefizit erlaubt, ist die geplante Absenkung von 6,3% (2012) auf 4,5% in 2013 und 2,8% in 2014 viel zu rigoros und wird den Wirtschaftseinbruch eher bef&ouml;rdern. &ndash; Was den Libor betrifft, mag dieser in der Tat anachronistisch sein, aber zu vermissen sind Vorschl&auml;ge, wie dieses Meldesystem zu verbessern sei bzw. wodurch es ersetzt werden k&ouml;nnte. Voraussetzung w&auml;re zumindest die radikale Trennung von Gesch&auml;ftsbanken und Investmentbanken im Sinne des Glass-Steagall-Gesetzes (1933). Einmal ist es grunds&auml;tzlich ein Unding, dass die auf Kurzfristigkeit ausgerichteten H&auml;ndler auch &uuml;ber langfristige Einlagen und Kredite bestimmen, wie jetzt bei der deutschen Bank. Und was den Libor betrifft, ist es geradezu fahrl&auml;ssig t&ouml;richt, die Libormeldungen den H&auml;ndlern bzw. den Zockern zu &uuml;berlassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Made-in-London Scandals Risk City Reputation as Money Center<\/strong><br>\nLondon risks losing its status as the world&rsquo;s top financial center as the $360 trillion interest-rate fixing probe follows a series of market abuses by banks that eroded trust in a city already shrinking faster than rivals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bloomberg.com\/news\/2012-07-05\/made-in-london-scandals-risk-city-s-reputation-as-finance-center.html\">Bloomberg<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst der gewiss der Finanzwirtschaft verbundene Wirtschaftsdienst Bloomberg l&auml;sst an der Londoner City kein gutes Haar mehr. Mag nat&uuml;rlich sein, dass damit nur ein anderer Finanzplatz hochgeschrieben werden soll.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Viele Fu&szlig;angeln auf dem Weg zur Euro-Banken-Aufsicht<\/strong><br>\nDas Vorhaben der Euro-Staaten, als Voraussetzung f&uuml;r direkte Bankenhilfen eine europ&auml;ische Bankenaufsicht zu installieren, ist ehrgeizig. Ziel ist die Durchbrechung des Teufelskreises von Banken- und Staatsschuldenkrise, was viele &Ouml;konomen und Politiker f&uuml;r ein zentrales Element zur nachhaltigen &Uuml;berwindung der Krise halten. Aber nicht alle: Rund 170 deutschsprachige &Ouml;konomen warnten in einem offenen Brief voller Polemik vor der &laquo;Vergemeinschaftung der Haftung f&uuml;r die Bankschulden&raquo;. Letzteres gibt der Gipfelbeschluss zwar kaum her. Doch er hat viele Fragen offengelassen. Die Gipfelerkl&auml;rung h&auml;lt nur fest, dass die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) &laquo;einbezogen&raquo; werden soll. Wird somit eine zentrale Aufsichtsbeh&ouml;rde in oder bei der EZB geschaffen? Wird diese nur f&uuml;r grenz&uuml;berschreitend t&auml;tige Gro&szlig;banken oder f&uuml;r alle Institute zust&auml;ndig sein? Welche Rolle bleibt den nationalen Beh&ouml;rden und der bestehenden, schmalbr&uuml;stigen EU-Bankenaufsicht (EBA)? Wenn der ESM, ein gemeinsames Vehikel der Euro-Staaten, direkt Banken rekapitalisieren kann, muss es auch eine gemeinsame Kontrolle geben. Wobei anzumerken ist, dass die Frage der Haftung f&uuml;r den Fall, dass eine Bank einen Hilfskredit nicht zur&uuml;ckzahlen kann, noch umstritten zu sein scheint: Tr&auml;gt der ESM den Verlust, oder haftet der Herkunftsstaat des Instituts? Der wichtigste Mangel der Gipfelerkl&auml;rung liegt darin, dass sie sich &uuml;ber das Thema Restrukturierung und Abwicklung ausschweigt. Wenn der ESM direkt Banken rekapitalisiert, wer entscheidet &uuml;ber deren Restrukturierung und &ndash; falls der ESM Aktion&auml;r wird &ndash; &uuml;ber die sp&auml;tere Reprivatisierung? Wer bestimmt, wann eine geordnete Abwicklung statt einer Rettung angezeigt ist? Doch bereits die Schaffung einer europ&auml;ischen Aufsicht einschlie&szlig;lich Abwicklungsregime verlangt von den Euro-Staaten einen erheblichen Verzicht auf Souver&auml;nit&auml;t zugunsten der Euro-Ebene. Und je weiter man dabei geht, desto dringender stellt sich die Frage, wie die neuen Strukturen demokratisch legitimiert und kontrolliert werden. Weitere Herausforderungen stellen der Umgang mit Altlasten und die Auswirkungen auf EU-Staaten, die am geplanten Integrationsschritt nicht teilnehmen, aber Teil des Binnenmarkts f&uuml;r Finanzdienstleistungen bleiben.<br>\nAngesichts all dieser offenen Fragen mahnen besonnene Br&uuml;sseler Stimmen, dass es bis zur vollst&auml;ndigen Umsetzung einer derart weitreichenden Reform Zeit brauchen werde&hellip; Einen raschen Beitrag zur &Uuml;berwindung der akuten Krise wird er deshalb kaum leisten k&ouml;nnen. Dies wird Spanien und andere S&uuml;deurop&auml;er entt&auml;uschen, denen vor allem an der raschen direkten Rekapitalisierung liegt. Zudem bleibt abzuwarten, wie weit die Euro-Staaten tats&auml;chlich zum Transfer von Kompetenzen bereit sind. Damit besteht die Gefahr, dass man sich unter dem Druck der M&auml;rkte, im Lechzen nach raschen L&ouml;sungen und unter dem Zwang zu Kompromissen mit einem minimalistischen Schnellschuss zufriedengibt. Damit aber w&auml;re niemandem geholfen.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftsnachrichten\/viele-fussangeln-auf-dem-weg-zur-euro-banken-aufsicht-1.17332698\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schweizer Angst vor dem Kollaps der Gro&szlig;banken<\/strong><br>\nSind unsere Banken sicher? Und ab wann sind sie es nicht mehr? In der Schweiz lautet die Antwort: keine Ahnung. Dies l&auml;sst sich jedenfalls aus dem Hickhack schlie&szlig;en, das dieser Tage dort ausgefochten wird, und zwar auf h&ouml;chster Ebene. Es ist ein Streit, wie er eigentlich in jedem Land mit denselben Argumenten laufen k&ouml;nnte &ndash; und stets mit beunruhigenden Einsichten&hellip;<br>\nAber bekanntlich droht im Banking, wenn denn einmal Unf&auml;lle auftreten, gleich die Massenkollision: Die Zahlungsprobleme des einen Hauses werden zum Zahlungsproblem des n&auml;chsten &ndash; und so weiter. In den Worten des Stabilit&auml;tsberichts der Nationalbank: &ldquo;Das Gegenparteien-Risiko f&uuml;r das Schweizer Bankensystem hat zugenommen. Das Risiko des Zusammenbruchs einer gro&szlig;en Bank bleibt substanziell.&rdquo; Wenn die obersten W&auml;hrungsh&uuml;ter der Schweiz solche Bef&uuml;rchtungen &auml;u&szlig;ern, dann m&uuml;sste es vielleicht auch andernorts zu denken geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pdf.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2012-07\/schweiz-banken.pdf\">Zeit Online [PDF &ndash; 66.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Exporte steigen, Eurozone schw&auml;chelt, Inlandsnachfrage sinkt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verarbeitendes Gewerbe Mai 2012: Umsatz saisonbereinigt +&nbsp;0,7&nbsp;% zum Vormonat<\/strong><br>\nDer preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorl&auml;ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2012 saison- und arbeitst&auml;glich bereinigt um 0,7 % h&ouml;her als im April 2012 (nach &ndash; 0,9 % im April 2012 gegen&uuml;ber M&auml;rz 2012). Dabei erh&ouml;hte sich der Inlandsumsatz im Mai 2012 um 0,3 %, die Ums&auml;tze mit ausl&auml;ndischen Abnehmern nahmen um 1,2 % zu. Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgesch&auml;fts verringerte sich der Umsatz mit der Eurozone um 0,4 %, w&auml;hrend der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 2,4 % stieg.<br>\nIm Vergleich zum Mai 2011 stieg der arbeitst&auml;glich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Mai 2012 real um 0,7 %. Das Gesch&auml;ft mit inl&auml;ndischen Abnehmern verringerte sich in diesem Zeitraum um 1,4 %, w&auml;hrend sich der Auslandsumsatz um 3,0 % erh&ouml;hte. Der Absatz in die Eurozone sank um 2,3 %, der Umsatz im Gesch&auml;ft mit dem restlichen Ausland stieg hingegen um 7,1 %.<br>\nKumuliert von Januar bis Mai 2012 lag das arbeitst&auml;glich bereinigte Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 0,8 % &uuml;ber dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dabei nahmen der Inlandsumsatz um 0,6 % und der Auslandsumsatz um 1,0 % zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/07\/PD12_233_421.html;jsessionid=1AD71522829D727F4F7D4EE465C4088F.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach wie vor lebt das Verarbeitende Gewerbe vom Export. Der Inlandsabsatz war mit 0,3 % deutlich schw&auml;cher als der Auslandsumsatz mit 1,2 %. Deutlich zeigt sich auch die Rezession in der Eurozone.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Ausfuhren im Mai 2012: + 0,5 % zum Mai 2011<\/strong><br>\nIm Mai 2012 wurden von Deutschland Waren im Wert von 92,5 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 77,2 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im Mai 2012 um 0,5 % h&ouml;her und die Einfuhren um 0,2 % niedriger als im Mai 2011. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegen&uuml;ber dem Vormonat April 2012 um 3,9 % und die Einfuhren um 6,3 % zu.<br>\nDie Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Mai 2012 mit einem &Uuml;berschuss von 15,3 Milliarden Euro ab. Im Mai 2011 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz + 14,6 Milliarden Euro betragen. Der Au&szlig;enhandelsbilanz&uuml;berschuss lag im Mai 2012 kalender- und saisonbereinigt bei 15,0 Milliarden Euro.<br>\nZusammen mit den Salden f&uuml;r Dienstleistungen (&ndash; 1,0 Milliarden Euro), Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen (&ndash; 0,8 Milliarden Euro), laufende &Uuml;bertragungen (&ndash; 1,7 Milliarden Euro) sowie Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel (&ndash; 2,8 Milliarden Euro) schloss &ndash; nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank &ndash; die Leistungsbilanz im Mai 2012 mit einem &Uuml;berschuss von 9,0 Milliarden Euro ab. Im Mai 2011 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 7,4 Milliarden Euro ausgewiesen.<br>\nIn die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) wurden im Mai 2012 Waren im Wert von 53,6 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 49,5 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber Mai 2011 sanken die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 1,5 %, w&auml;hrend die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 0,4 % stiegen. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im Mai 2012 Waren im Wert von 35,8 Milliarden Euro (&ndash; 2,3 %) geliefert und Waren im Wert von 34,8 Milliarden Euro (&ndash; 0,6 %) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im Mai 2012 Waren im Wert von 17,8 Milliarden Euro (+ 0,2 %) ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 14,7 Milliarden Euro (+ 2,7 %) von dort eingef&uuml;hrt.<br>\nIn die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im Mai 2012 Waren im Wert von 38,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 27,7 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber Mai 2011 nahmen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 3,4 % zu und die Importe von dort um 1,2 % ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/07\/PD12_234_51.html\">Statistisches Bundesamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch in dieser Statistik zeigt sich, dass Deutschland seine Au&szlig;enhandels- und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse weiter steigert. Ebenso zeigen sich die rezessiven Entwicklungen im Euro-Raum. Die deutlich h&ouml;here Steigerung der Exporte und der &Uuml;bersch&uuml;sse mit den L&auml;ndern au&szlig;erhalb der EU mag Wasser auf die M&uuml;hlen derjenigen lenken, die darauf setzen, dass die deutsche Volkswirtschaft nicht auf die Euro-L&auml;nder angewiesen sei, sondern sich besser auf seine weltweite Wettbewerbsf&auml;higkeit konzentrieren sollte. Wer darauf setzt, kann jedoch die Euro-Zone und den Euro generell nicht retten. Im &Uuml;brigen, werden die sog. Drittl&auml;nder &auml;hnliche Leistungs- und Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands auf Dauer nicht hinnehmen, sondern mit der Abwertung ihrer W&auml;hrungen reagieren.<\/em><br>\n<em>Wenn Deutschland seine europ&auml;ischen Nachbarl&auml;nder weiter niederkonkurriert und damit die W&auml;hrungsunion notwendigerweise sprengt, verliert unser Land die (Preis-)Vorteile eines derzeit durch die Krise etwas geschw&auml;chten Euros. Fliegt die Euro-Zone auseinander, so wird eine dramatische Aufwertung einer dann wie auch immer gearteten &bdquo;deutsche W&auml;hrung&ldquo; oder eine W&auml;hrung einer &bdquo;Lega Nord&ldquo; die Folge sein. Wenn Deutschland dann auf dem au&szlig;ereurop&auml;ischen Markt weiter preislich so wettbewerbsf&auml;hig bleiben will, wie bisher, ginge das logischerweise nur, wenn die L&ouml;hne und die Sozialleistungen sowie die Unternehmensteuern auch in Zukunft weiter gesenkt w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>ver.di kritisiert Minijob-Reform<\/strong><br>\nZur von der Regierungskoalition geplanten Anhebung der Einkommensgrenzen bei Minijobs von 400 auf 450 Euro erkl&auml;rt der Vorsitzende von ver.di:<br>\n&ldquo;Minijobber brauchen nicht ein bisschen mehr Geld, sondern sozialversicherungspflichtige Arbeit&rdquo;. Alles andere versch&auml;rfe lediglich die Altersarmut.<br>\nNach Auskunft der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See liege die Zahl der 400-Euro-Jobber bei rund 6,8 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmarkt-chef-von-ver-di-bsirkse-kritisiert-reform-der-minijobs-a-843306.html\">Berichte in mehreren Medien u.a. Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>S&uuml;&szlig;e Ware, saure Arbeit<\/strong><br>\nEndlich Sommer, und alle lieben Erdbeeren. Viele St&auml;dte sind mit quietschroten Verkaufsb&uuml;dchen &uuml;berschwemmt. Doch die Verk&auml;uferinnen werden von einem Beerengiganten miserabel entlohnt und mit peniblen Vorschriften drangsaliert. Die rund 600 Saisonarbeiterinnen schwitzen locker auch mal 12 Stunden am Tag in ihren 4 Quadratmeter kleinen Metallbutzen &ndash; f&uuml;r 7,50 Euro die Stunde. Brutto. Vielen bleibt nicht viel mehr als 5 Euro &uuml;brig. Prek&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F07%2F09%2Fa0058&amp;cHash=d28b85a78c\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu noch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein Knochenjob f&uuml;r ein sensibles Fr&uuml;chtchen<\/strong><br>\nDie Erdbeere ist eine deutsche Erfolgsgeschichte. Gab es 1990 erst 5.000 Hektar Anbaufl&auml;che, so ist es derzeit fast dreimal so viel, knapp die doppelte Fl&auml;che Hamburgs. Darauf wurden im letzten Jahr 154.400 Tonnen Erdbeeren geerntet. &ldquo;Das geht nur durch Wanderarbeiter&rdquo;, sagt der Sozialgeograf J&ouml;rg Becker. Viele w&uuml;rden im M&auml;rz aus Polen oder Rum&auml;nien zur Spargelernte kommen und nach Erdbeer-, Kirsch-, Wein- oder Apfelernte erst im November wieder fahren, wenn die letzten M&ouml;hren aus der Erde geholt worden sind, erkl&auml;rt Becker. Ohne die Zehntausende Helfer gehe in deutschen Agrarbetrieben wenig. &ldquo;Die Erdbeerpfl&uuml;cker brauchen besonders viel Geschicklichkeit&rdquo;, betont J&ouml;rg Becker. Und sie verdienen noch weniger als die Verk&auml;uferinnen in der Branche: Laut einem inzwischen ausgelaufenen Tarifvertrag zwischen 6,10 Euro (Ost) und 6,40 Euro (West). &ldquo;V&ouml;llig unklar, wie die &uuml;berleben k&ouml;nnen&rdquo;, sagt Becker. Einen g&uuml;ltigen Tarifvertrag gibt es nicht, die Tarifpartner konnten sich nicht einigen.<br>\nAuch weil manche Kunden Erdbeeren schon unterm Weihnachtsbaum naschen wollen, wurden 2011 etwa 85.000 Tonnen Erdbeeren importiert. Wenn sie bei uns auf dem Tisch landen, haben sie bereits einen sehr weiten Weg hinter sich. Die Herkunftsl&auml;nder sind Marokko, &Auml;gypten, Israel, Neuseeland oder Mexiko, aber Spanien f&uuml;hrt. Hier bedroht der enorme Durst der Erdbeere den Grundwasserspiegel. Laut einer Studie des Umweltverbands WWF wurden bislang in Spanien mehr als 2.100 Hektar &ouml;ffentlicher oder privater W&auml;lder ohne Genehmigung in Erdbeerplantagen umgewandelt, 450 Hektar davon sogar in besonders gesch&uuml;tzten Natura-2000-Gebieten. In Andalusien sind ganze Landstriche mit Erdbeerfeldern unter Plastikplanen &uuml;bers&auml;t &ndash; viele davon illegal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F07%2F09%2Fa0060&amp;cHash=2e360e3db1\">taz<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also bleibt auch hier nur die Forderung nach einem Mindestlohn, auch wenn die hiesigen Erdbeerproduzenten auf die ca. 6 Euro Stundenlohn in Spanien verweisen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alleinerziehende in Hartz IV zu vielen Kompromissen bereit<\/strong><br>\n40 Prozent der Alleinerziehenden ben&ouml;tigen Hartz IV &ndash; fast ausschlie&szlig;lich Frauen. Dabei w&auml;ren drei von vier alleinerziehenden Hartz-IV-Empf&auml;ngerinnen bei der Jobsuche bereit, unterhalb ihres fachlichen K&ouml;nnens und unter belastenden Arbeitsbedingungen zu arbeiten. Gut die H&auml;lfte w&uuml;rde auch f&uuml;r ein geringes Einkommen arbeiten. Das zeigt eine Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die am Montag in der Zeitschrift IAB-FORUM ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nLediglich Bedingungen, die der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zuwiderlaufen, akzeptieren Alleinerziehende seltener als der Durchschnitt der Hartz-IV-Empf&auml;nger. Ein langer Arbeitsweg von einer Stunde oder ung&uuml;nstige Arbeitszeiten sowie ein Wechsel des Wohnortes werden von den meisten alleinziehenden Hartz-IV-Empf&auml;ngerinnen nicht in Kauf genommen, berichtet das IAB.<br>\nMehr als ein Drittel geht parallel zum Leistungsbezug einer Erwerbst&auml;tigkeit nach. Meist handelt es sich bei dieser Besch&auml;ftigung aber lediglich um einen Mini-Job, der einen Verdienst von maximal 400 Euro im Monat erlaubt. &bdquo;Da das Angebot an ganzt&auml;giger Kinderbetreuung in Deutschland noch nicht ausreicht, ist eine Erwerbst&auml;tigkeit in gr&ouml;&szlig;erem Umfang oft nicht m&ouml;glich&ldquo;, so die IAB-Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/fo0112.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Beitrag der Forschungsabteilung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit der belegt, wozu Hartz IV dient, n&auml;mlich Menschen unterhalb ihres fachlichen K&ouml;nnens dazu noch in belastende Arbeitsbedingungen zu zwingen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ausbildung: Viele Azubis ohne &Uuml;bernahmezusage<\/strong><br>\nIm letzten Jahr der Ausbildung haben mehr als die H&auml;lfte der Auszubildenden noch keine &Uuml;bernahmezusage. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung der DGB-Jugend unter Auszubildenden in sechs Bundesl&auml;ndern. Danach gaben nur 43 Prozent der Befragten an, dass sie bereits eine sichere Perspektive im Betrieb &uuml;ber die Ausbildungszeit hinaus haben.<br>\nTrotz einer insgesamt guten Arbeitsmarktlage in Deutschland k&ouml;nnen viele Auszubildende von einer sp&auml;teren Festanstellung in ihren Betrieben nur tr&auml;umen. Nur 17 Prozent der Lehrlinge im letzten Ausbildungsjahr haben eine Zusage f&uuml;r eine unbefristete Anstellung, ergab eine Umfrage der DGB Jugend unter Auszubildenden in sechs gro&szlig;en Fl&auml;chenl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2caf8d9a-bc48-11e1-5931-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Meldegesetz &ndash; Berlin meldet Chaos<\/strong><br>\nDas d&uuml;rfte einmalig in der deutschen Parlamentsgeschichte sein: Die Bundesregierung hat am Montag dazu aufgefordert, ein von der eigenen Koalition im Parlament durchgedr&uuml;cktes Gesetz im Bundesrat wieder zu kippen. Daf&uuml;r gibt es gute Chancen: Nicht nur Datensch&uuml;tzer, sondern auch Unions- und SPD-regierte Bundesl&auml;nder lehnen die Regelung entr&uuml;stet ab&hellip;<br>\nSchwarz-gelb hofft nun darauf, dass der Koalitionsentwurf vom Bundesrat gestoppt wird, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag die Kehrtwende umschrieb. Selbst CSU-Chef Horst Seehofer will im Bundesrat als bayerischer Ministerpr&auml;sident gegen das neue Gesetz stimmen. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) geht davon aus, da&szlig; &raquo;jetzt der Vermittlungsausschuss einberufen wird, und dass sich hier noch eine &Auml;nderung ergibt.&laquo; Kurios mutet die Stellungnahme der FDP-Fraktion an: &raquo;Wir laden die CDU\/CSU-Fraktion herzlich ein, schnellstm&ouml;glich zu einer Einwilligungsl&ouml;sung im Melderecht zu kommen&laquo;, erkl&auml;rte ausgerechnet die innenpolitische Sprecherin der FDP, Gisela Piltz, die den Aufruhr erst verursacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/07-10\/058.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Leserinnen und Leser fragten uns, wie den das Parlament, in dem nur ein gutes Dutzend Abgeordnete anwesend sind beschlussf&auml;hig sein k&ouml;nne. Jeder Kaninchenz&uuml;chterverein (nichts gegen Kaninchenz&uuml;chter) m&uuml;sse doch vor einer Mitgliederversammlung die Beschlussf&auml;higkeit feststellen.<\/em><br>\n<em>Der Bundestag mag zwar im Laufe des Tages beschlussf&auml;hig gewesen sein, aber zum Fu&szlig;ballspiel sind halt die Abgeordneten zum Fernseher geeilt und es gab wohl eine gegenseitige Absprache, dass weder eine Fraktion noch 5 % der Mitglieder des Parlaments die Beschlussf&auml;higkeit bezweifelt werden sollte. Das Parlamentspr&auml;sidium hat offenbar keine M&ouml;glichkeit von sich aus die Beschlussf&auml;higkeit feststellen zu lassen.<\/em><br>\n<em>M&uuml;sste der Bundestag immer beschlussf&auml;hig besetzt sein, so g&auml;be es wohl zahllose Gesetze nicht oder die Abstimmung dar&uuml;ber h&auml;tte vertagt werden m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Es w&auml;re h&ouml;chste Zeit die Gesch&auml;ftsordnung des Bundestages zu reformieren.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/rechtsgrundlagen\/go_btg\/go06.html\">Gesch&auml;ftsordnung des Deutschen Bundestages<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&sect; 45 Feststellung der Beschlu&szlig;f&auml;higkeit, Folgen der Beschlu&szlig;unf&auml;higkeit<\/em><br>\n<em>(1) Der Bundestag ist beschlu&szlig;f&auml;hig, wenn mehr als die H&auml;lfte seiner Mitglieder im Sitzungssaal anwesend ist.<\/em><br>\n<em>(2) Wird vor Beginn einer Abstimmung die Beschlu&szlig;f&auml;higkeit von einer Fraktion oder von anwesenden f&uuml;nf vom Hundert der Mitglieder des Bundestages bezweifelt und auch vom Sitzungsvorstand nicht einm&uuml;tig bejaht oder wird die Beschlu&szlig;f&auml;higkeit vom Sitzungsvorstand im Einvernehmen mit den Fraktionen bezweifelt, so ist in Verbindung mit der Abstimmung die Beschlu&szlig;f&auml;higkeit durch Z&auml;hlung der Stimmen nach &sect;51, im Laufe einer Kernzeit-Debatte im Verfahren nach &sect;52 festzustellen. Der Pr&auml;sident kann die Abstimmung auf kurze Zeit aussetzen.<\/em><br>\n<em>(3) Nach Feststellung der Beschlu&szlig;unf&auml;higkeit hebt der Pr&auml;sident die Sitzung sofort auf. &sect;20 Abs. 5 findet Anwendung. Ein Verlangen auf namentliche Abstimmung bleibt dabei in Kraft. Stimmenthaltungen und ung&uuml;ltige Stimmen z&auml;hlen bei der Feststellung der Beschlu&szlig;f&auml;higkeit mit.<\/em><br>\n<em>(4) Unabh&auml;ngig von dem Verfahren nach den Abs&auml;tzen 1 bis 3 kann der Pr&auml;sident bei Kernzeit-Debatten im Einvernehmen mit den Fraktionen die Sitzung unterbrechen, wenn der Sitzungsvorstand bezweifelt, da&szlig; 25 vom Hundert der Mitglieder des Bundestages anwesend sind. Die Feststellung der Anwesenheit erfolgt im Verfahren nach &sect;52.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Recht des deutschen Arztes auf Korruption<\/strong><br>\nDer Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 22. Juni die Strafbarkeit von Bestechung und Bestechlichkeit bei niedergelassenen &Auml;rzten nach den heute g&uuml;ltigen Gesetzen verneint. Zugleich hat er den Gesetzgeber darauf hingewiesen, dass dies die Folge einer Gesetzesl&uuml;cke ist, weil die Strafandrohung bei Korruption nur f&uuml;r Amtstr&auml;ger in Beh&ouml;rden und Kliniken gelte, nicht aber f&uuml;r &Auml;rzte, die ihr Geld bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) verdienen. Dies sei aber von der Politik durch eine Gesetzes&auml;nderung heilbar&hellip;<br>\nEine gemeinsame Untersuchung der Antikorruptionsorganisation Transparency International und des GKV- Spitzenverbandes belegt, dass die &auml;rztliche Selbstverwaltung unf&auml;hig, unt&auml;tig oder unwillig ist, ihre Mitglieder korrekt &uuml;ber die berufsst&auml;ndischen Verbote der Vorteilsnahme zu informieren. Zwischen 14 und 35 Prozent der niedergelassenen &Auml;rzte, 24 Prozent der Kliniken und 46 Prozent nicht&auml;rztlicher Leistungsanbieter halten Kickbacks f&uuml;r eine g&auml;ngige Praxis im Verkehr mit &auml;rztlichen oder nicht&auml;rztlichen Leistungserbringern. Diese Realit&auml;t kann die &auml;rztliche Selbstverwaltung nur verleugnen, weil sie keine effektiven Strukturen zur Kontrolle und &Uuml;berwachung der berufsst&auml;ndischen Normen aufgebaut hat&hellip;<br>\nDie Regierungsparteien reagierten auf das Urteil der BGH nur mit Wohlgefallen und Beifall f&uuml;r die Straffreiheit der Korruption von &Auml;rzten, Waren- und Leistungsanbietern. Sie reagierten aber nicht mit Aktivit&auml;ten f&uuml;r die vom BGH angeregten gesetzlichen Ma&szlig;nahmen&hellip;<br>\nDie Kosten f&uuml;r die bestechenden Zuwendungen werden auf die Preise aufgeschlagen, die die Versicherten zu zahlen haben. Das Europ&auml;ische Netzwerk gegen Betrug und Korruption im Gesundheitswesen EHFCN errechnete im Jahre 2010 f&uuml;r Deutschland bei Gesundheitsausgaben von 287 Milliarden Euro Kosten von mehr als 19 Milliarden Euro, die durch korruptive Praktiken verursacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2012\/07\/das-recht-des-deutschen-arztes-auf-korruption-14157.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>BKA und Bundespolizei l&ouml;schen massenhaft Ermittlungsdaten<\/strong><br>\nAngeblich war fehlerhafte Software daf&uuml;r verantwortlich, dass Erkenntnisse aus der Telefon&uuml;berwachung des BKA monatelang gel&ouml;scht wurden &ndash; sie sind f&uuml;r immer verloren. Die Ermittlungen zur rechten Terrorgruppe NSU seien aber nicht betroffen, beteuert die Beh&ouml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.ftd.de\/artikel\/70060553.xml?v=2.0\">FTD Mobil<\/a>\n<p><strong>Zur Erinnerung:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hans Leyendecker: Dunkle Gr&uuml;nderjahre des BKA Braune Wurzeln<\/strong><br>\nEnde der f&uuml;nfziger Jahre bestand die F&uuml;hrungsetage des Bundeskriminalamtes (BKA) aus 47 Beamten. Nur zwei von ihnen hatten keine braune Weste. Viele waren bei der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) gewesen, bei Einsatzgruppen oder der Geheimen Feldpolizei, die vor allem in Wei&szlig;russland schwere Verbrechen an der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung begangen hatte. 33 der Beamten hatten als ehemalige SS-F&uuml;hrer gedient&hellip;<br>\nMit gro&szlig;er Mehrheit war 1951 vom Bundestag der Artikel 131 des Grundgesetzes verabschiedet worden. Darin wurde die Wiedereinstellung von Beamten geregelt, die &ldquo;aus anderen als beamten- oder tarifrechtlichen Gr&uuml;nden&rdquo; entlassen worden waren &ndash; wegen ihrer NS-Vergangenheit. &ldquo;Wir sollten jetzt mit der Nazi-Riecherei Schluss machen&rdquo; erkl&auml;rte ein Jahr sp&auml;ter der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer. Das war der Startschuss zu einer Art Resozialisierung der NS-Kriminalbeamten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/dunkle-gruenderjahre-des-bka-braune-wurzeln-1.434425\">SZ<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Bundespr&auml;sident Gauck &ndash; Der Einmischer<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident &ndash; nie war er so wertvoll wie heute. Als es schlimm stand um das Schloss Bellevue, gab es die Idee, das Amt abzuschaffen. Weil sich Wulff, der Schn&auml;ppchenj&auml;ger, dort festgesetzt hatte. Die Leute fragten: Wof&uuml;r brauchen wir eigentlich einen Pr&auml;sidenten? Joachim Gauck hat nach hundert Tagen im Amt diese Frage beantwortet: Der Pr&auml;sident ist das Korrektiv in der Krise. Kein Kanzler hatte das je n&ouml;tiger als Angela Merkel. Und kein Pr&auml;sident war je daf&uuml;r geeigneter als Gauck. Die Kanzlerin wusste schon, warum sie diesen Pr&auml;sidenten nicht wollte.<br>\nWer Joachim Gauck kennenlernen m&ouml;chte, muss sich das ZDF-Interview ansehen, das Bettina Schausten mit ihm gef&uuml;hrt hat&hellip;<br>\nAber Joachim Gauck ist einer, der macht klar: Die Schwelle des Bellevue setzt Merkels Macht eine Grenze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundespraesident-gauck-mischt-sich-in-die-politik-ein-a-843327.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man fragt sich, ob Augstein und ich dasselbe Interview gesehen haben.<\/em><br>\n<em>Vgl. meinen Kommentar &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13801\">Hofberichterstattung im Sommerloch &ndash; Der Bundespr&auml;sident als der &bdquo;st&auml;ndige Vertreter der Politik gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Aber vielleicht schauen Sie <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/\">die Sendung selbst an<\/a> und entscheiden selbst, wer von uns beiden richtiger liegt.<\/em><br>\n<em>Augstein schreibt: &bdquo;dieser Bundespr&auml;sident w&uuml;rde am liebsten selbst Politik machen&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Gauck sagt, dass dem Bundespr&auml;sidenten politische Bewertungen nicht zust&uuml;nden.<\/em><br>\n<em>Augstein schreibt: &bdquo;Der Pr&auml;sident ist das Korrektiv in der Krise.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Gauck korrigiert nicht sondern best&auml;tigt den Kurs der Kanzlerin: sie habe &bdquo;rote Linien nicht &uuml;berschritten&ldquo; und dass &bdquo;deutsche Interessen voll inhaltlich&ldquo; gewahrt.<\/em><br>\n<em>Augstein schreibt: &bdquo;Neulich hat Gauck die Unterschrift unter das ESM-Gesetz verz&ouml;gert.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Tatsache ist, dass ihn &ndash; und das ist ungew&ouml;hnlich im Umgang der obersten Verfassungsorgane &ndash; das oberste Gericht &ouml;ffentlich darum gebeten hat, mit der Unterzeichnung des Gesetzes zu warten. (Das konnte man auch <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fiskalpakt-gauck-verschiebt-unterschrift-unter-rettungsschirm-a-840267.html\">im Spiegel lesen<\/a>)<\/em><br>\n<em>Augstein h&auml;lt es f&uuml;r eine &bdquo;Abmahnung&ldquo;, das Gauck sagte Merkel habe &bdquo;nun die Verpflichtung, sehr detailliert zu beschreiben, was das bedeutet&ldquo;. <\/em><br>\n<em>Meine Interpretation ist, Gauck selbst hat doch verk&uuml;ndet, er wolle es sich zur Hauptaufgabe machen, &bdquo;Politik und B&uuml;rger einander wieder n&auml;her zu bringen&ldquo; und jetzt schiebt er diese Aufgabe ausschlie&szlig;lich der Kanzlerin zu. Er wolle nur noch helfen. Er begreife sich als &bdquo;st&auml;ndiger Vertreter der aus&uuml;benden Politik gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung&ldquo;.  Woran macht Augstein Gauck als &bdquo;Korrektiv in der Krise&ldquo; fest?<\/em><br>\n<em>Augstein schreibt: &bdquo;Die Kanzlerin wusste schon, warum sie diesen Pr&auml;sidenten nicht wollte.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Gauck sagt:  &bdquo;Ich k&ouml;nnte nicht, was sie kann und was sie gerade leistet&ldquo;. Im Vergleich mit anderen F&uuml;hrungskr&auml;ften in der Welt und in Europa wachse der Respekt ihr gegen&uuml;ber.<\/em><\/p>\n<p><em>Augstein mag nun in einem weiteren offenen Brief die NachDenkSeiten ein weiteres Mal heruntermachen und vielleicht auch mich pers&ouml;nlich verunglimpfen. Aber zum Gl&uuml;ck k&ouml;nnen sich ja unsere Leserinnen und Leser ihr eigenes Urteil bilden, wenn Sie das Interview anschauen und unser beider Kommentierung miteinander vergleichen.<\/em> <\/p>\n<p><em>H&ouml;ren Sie  dazu auch den <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/07\/09\/drk_20120709_1509_131670d1.mp3\">Zornesausbruch von Bazon Brock im DLF [Audio &ndash; mp3]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>B&uuml;rgerliche Gro&szlig;machtphantasien &ndash; Die Wiederkehr der deutschen Frage<\/strong><br>\nDie Zeitschrift Merkur ist eine derjenigen, in denen ein eher konservativer Teil des deutschen B&uuml;rgertums &ndash; oder was sich daf&uuml;r h&auml;lt &ndash; mit sich selber und f&uuml;r sich denkt. Ihr Untertitel lautet: &bdquo;Deutsche Zeitschrift f&uuml;r europ&auml;isches Denken&ldquo;, nicht aber &bdquo;Denken f&uuml;r ein deutsches Europa&ldquo;. Gleichwohl er&ouml;ffnete der Jahrgang 2012 mit einem Text unter der &Uuml;berschrift: &bdquo;Hegemon wider Willen. Zur Stellung Deutschlands in der Europ&auml;ischen Union&ldquo;&hellip;<br>\nDer Autor, Christoph Sch&ouml;nberger, Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht an der Universit&auml;t Konstanz, ist Jahrgang 1966&hellip; &bdquo;Nichts von den m&uuml;hsam-kunstvollen Konstruktionen, die Westeuropa nach 1945 entwickelt und der wiedervereinigte Kontinent nach 1989 best&auml;tigt und vertieft hat, erscheint in der europ&auml;ischen Staatsschuldenkrise noch selbstverst&auml;ndlich. Diese grundlegende Verunsicherung trifft die Bundesrepublik besonders, war doch der erstaunliche Wiederaufstieg Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Eingliederung in ein verdichtet integriertes europ&auml;isches Staatengef&uuml;ge untrennbar verkn&uuml;pft. Zugleich zeigt sich jetzt deutlicher denn je, wie sehr die Bundesrepublik zur Hegemonialmacht Europas geworden ist. Sie muss f&uuml;hren&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2012\/07\/wiederkehr-der-deutschen-frage-14182.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Exzellenz an der Uni Bielefeld<\/strong><br>\nDer Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Bielefeld hat am Dienstagabend (3. Juli) endg&uuml;ltig das Namenskonzept f&uuml;r den neuen Hochschulcampus beschlossen. Mit einer &Auml;nderung stimmten die Politiker der Benennung und Umbenennung der Stra&szlig;en, Pl&auml;tze und Wege auf dem Campusgel&auml;nde zu. Die n&ouml;rdliche Universit&auml;tsstra&szlig;e, die von der Voltmannstra&szlig;e am Heizkraftwerk entlang bis zum Zehlendorfer Damm in &ldquo;Erfahrung&rdquo; umbenannt werden sollte, beh&auml;lt im Einm&uuml;ndungsbereich von der Voltmannstra&szlig;e bis zu den Parkh&auml;usern, also bis zu neuen Querstra&szlig;e &bdquo;Spannungsbogen&ldquo;, den Namen Universit&auml;tsstra&szlig;e. Die Politiker  begr&uuml;ndeten ihre Entscheidung mit der besseren Orientierung f&uuml;r die Autofahrer.&rdquo;<br>\nDamit erh&auml;lt der Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme (FBIIS), dessen Haupteingang auf den Platzbereich Inspiration f&uuml;hrt, die Adresse &ldquo;Inspiration 1&rdquo;. Ein neue Adresse erhalten durch die teilweise Umbenennung der Morgenbreede in &bdquo;Konsequenz&ldquo; beispielsweise die Verhaltensforschung und die beiden Kindertagesst&auml;tten des Studentenwerks Bielefeld (UNI-Kita, Kita am Voltmannshof). Das Zentrum f&uuml;r interdisziplin&auml;re Forschung liegt demn&auml;chst an der &ldquo;Methoden&rdquo;.<br>\nDer Beigeordnete Gregor Moss wies in der Entscheidungsvorlage f&uuml;r die Politiker noch einmal auf die Bedeutung des Namenskonzeptes hin: &bdquo;Mit der wissenschaftsbezogenen Benennung der Stra&szlig;en, Wege und Pl&auml;tze erh&auml;lt dieses Bildungsquartier eine besondere, ganz eigene Identit&auml;t. Der Hochschulstandort Bielefeld erlangt dadurch nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal unter den Hochschulstandorten in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch im internationalen Vergleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ekvv.uni-bielefeld.de\/blog\/uniaktuell\/entry\/namenskonzept_f%C3%BCr_den_campus_beschlossen\">Universit&auml;t Bielefeld uni.aktuell<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.V.:<\/strong> Nach dem Scheitern von Neuantr&auml;gen im diesj&auml;hrigen Exzellenzwettbewerb f&uuml;hrt die Uni Bielefeld den Exellenzwettberwerb mit anderen Mitteln weiter: die Stra&szlig;en an der und um die Universit&auml;t bekommen &ldquo;innovative&rdquo; neue Namen: &ldquo;Der Hochschulstandort Bielefeld erlangt dadurch nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal unter den Hochschulstandorten in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch im internationalen Vergleich.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Das Vorhaben steht in einer gewissen Tradition PR-sprachlicher Niveaulosigkeiten bestimmt nicht nur an dieser Universit&auml;t, denen wir beispielsweise schon die Umbenennung der Hausmeisterei in &ldquo;Facility Management&rdquo; verdanken. Nur zur Sicherheit: ja, diejenigen MitarbeiterInnen der Uni Bielefeld, die sich nicht mit solchem Quatsch besch&auml;ftigen, geben sich redliche M&uuml;he, gute Wissenschaft zu betreiben.<\/em><br>\n<em>Der auf den Webseiten der Uni eingestellte Text ist aber ein gelungenes Beispiel f&uuml;r Realsatire.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Syrien ist anders<\/strong><br>\n&hellip;Um ein Ende des Blutvergie&szlig;ens in Syrien zu erreichen, an dem nunmehr nicht nur die Regierungstruppen, sondern auch die Einheiten der sogenannten Freien Syrischen Armee sowie verschiedene islamistische und andere Milizen beteiligt sind, trafen sich Ende Juni in Genf die f&uuml;nf St&auml;ndigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates sowie verschiedene nah&ouml;stliche Staatenvertreter, darunter aus Katar, Saudi-Arabien und der T&uuml;rkei (die sogenannte Syrien-Aktionsgruppe), mit dem fr&uuml;heren UNO-Generalsekret&auml;r, Kofi Annan. Es wurde erneut bekr&auml;ftigt, eine friedliche L&ouml;sung des Konflikts im Sinne des Annan-Friedensplanes erreichen zu wollen, an der von syrischer Seite die verschiedenen Gruppen der Opposition und die Assad-Regierung beteiligt sein sollten. Damit ist weder der Syrische Nationalrat mit Alleinvertretungsrecht ausgestattet, noch Assad ausgeschlossen.<br>\nFolgerichtig lehnte die syrische Opposition diesen Plan ab, mit Assad will sie nichts mehr zu tun haben, und darin wird sie vom Westen best&auml;rkt. Was aber die Opposition will und wie sie vertreten wird, ist &auml;u&szlig;erst strittig. Eine unter Schirmherrschaft der Arabischen Liga veranstaltete Konferenz in Kairo endete in der Nacht zum 4. Juli in einem Handgemenge vor den Kameras des katarischen Senders al-Dschasira. Derweil hat der franz&ouml;sische Pr&auml;sident, Fran&ccedil;ois Hollande, zu einem neuerlichen Treffen der Freunde Syriens eingeladen, das wiederum der russische Au&szlig;enminister f&uuml;r v&ouml;llig unn&ouml;tig h&auml;lt, weil es gelte, die Vereinbarungen von Genf umzusetzen.<br>\nDer syrische Konflikt bleibt in einem Zwischenstadium. Die syrische Regierung ist weiter milit&auml;risch handlungsf&auml;hig, was nicht zuletzt der Abschuss des t&uuml;rkischen Flugzeuges am 22. Juni gezeigt hatte, das in den syrischen Luftraum eingedrungen war. Der B&uuml;rgerkrieg im Innern setzt sich fort. Das bleibt so, solange der Westen und die arabischen Golfmonarchien einerseits und Russland andererseits ihre Waffenlieferungen fortsetzen. Eine einheitliche Oppositionsvertretung, auf die sich eine Anerkennungspolitik berufen k&ouml;nnte, ist nicht in Sicht. Damit gibt es aber auch keinen Vorwand f&uuml;r eine milit&auml;rische Intervention. Zum Annan-Plan gibt es keine friedenschaffende Alternative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2012\/07\/syrien-ist-anders-14184.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Dicke Luft in Peking. Ein Erfahrungsbericht<\/strong><br>\nIn Chinas Hauptstadt bekommt man Smogwerte direkt aufs Handy &ndash; bei 120 beginnt der Alarm. Eines Tages zeigte das Display unserer Autorin: &bdquo;500, Beyond Index&ldquo;. Nat&uuml;rlich hatte ich geh&ouml;rt, dass Peking ein Smog-Problem hat, dass es viele Autos und nicht so hohe Umweltstandards gibt wie in Europa. Aber vom Ausma&szlig; des Problems hatte ich keine Ahnung. Ich war nicht darauf vorbereitet, in einer Stadt zu leben, in der die Luft gef&auml;hrlich ist, in der man Angst hat, zu atmen. In der Eltern ihren Kindern auf dem Weg zur Schule zwei Schutzmasken &uuml;bereinander aufsetzen, in der Hoffnung, dass doppelt besser h&auml;lt. In der Fl&uuml;ge gestrichen werden, weil der Smog zu dicht ist. In der Freunde die Wohnung nur zum Arbeiten oder Einkaufen verlassen, um das Gemisch aus Schwefel, Kohlenmonoxid, Stickoxiden und Feinstaub m&ouml;glichst zu meiden. Und einem raten, um Himmels Willen nicht zu l&uuml;ften: Frischluft ist giftig. Der Smog kommt &uuml;berall hin. In den U-Bahnstationen h&auml;ngt klebriger Nebel, in der Wohnung klebt dreckiger Staub. Die Luftverschmutzung in Peking ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mit die schlimmste der Welt. Die Feinstaubkonzentration liegt 15 Mal h&ouml;her, als in Europa &uuml;berhaupt zugelassen. Feinstaubpartikel, ausgesto&szlig;en von Fahrzeugen, Kohle&ouml;fen und Industrieanlagen, dringen in Lunge und Blutkreislauf ein, sie verursachen Krebs, Herzkreislauf- und Atemwegserkrankungen. Lungenkrebs ist inzwischen der gr&ouml;&szlig;te Killer unter den Krebsarten in ganz China. Laut Greenpeace sterben jedes Jahr mehr als 650 000 Menschen an Krankheiten, die durch die Luftverschmutzung verursacht werden. In der Bev&ouml;lkerung ist deshalb in den letzten Jahren die Emp&ouml;rung &uuml;ber die getricksten Messungen der chinesischen Umweltbeh&ouml;rde immer gr&ouml;&szlig;er geworden. In Internetforen brach sie sich Bahn, bis sich die Regierung letztlich gezwungen sah, ihre Informationspolitik zu verbessern. Nach einer ungew&ouml;hnlich langen Periode des giftigen Nebels &ndash; um die Jahreswende war die Luft in Peking so stark verschmutzt, dass mehrere hundert Fl&uuml;ge gestrichen und die Stadtautobahnen gesperrt werden mussten &ndash; hat der Staatsrat eine neue Vorschrift zur Luftmessung erlassen. Endlich sollen bei den offiziellen Messungen auch Feinstaub und Ozon ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/umwelt-dicke-luft-in-peking-\/6848760.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde vermittelt dieser Erfahrungsbericht zwei Botschaften: Solange China in seinen St&auml;dten solch elende Zust&auml;nde billigt, ist von China keine Zustimmung zu globalen Regelungen zu erwarten. Genauso wenig ist zu erwarten, dass China seinen und den ausl&auml;ndischen Unternehmen teure Umweltauflagen zumutet und damit auf die Kostenvorteile der Externalisierung von Umweltkosten verzichtet.<\/em><\/p><\/li>\n<p><a name=\"h23\"><\/a><strong>Campact-Unterschriftenkampagne: Schwarz-Gelb macht Ihre Daten zur Ware<\/strong><br>\n&auml;rgern Sie sich &ouml;fter &uuml;ber unerw&uuml;nschte Werbung im Briefkasten? Fragen Sie sich dann auch, woher die Werber Ihre Adresse haben? K&uuml;nftig k&ouml;nnte es darauf eine einfache Antwort geben: von Ihrer &ouml;rtlichen Meldebeh&ouml;rde!<br>\nStill und leise, im Schatten von Eurorettung und Europameisterschaft, hat Schwarz-Gelb im Bundestag eine Neuregelung des Meldewesens beschlossen, die den Datenschutz faktisch aufhebt. Meldebeh&ouml;rden sollen Adressdaten an Werbetreibende und Adressh&auml;ndler verkaufen d&uuml;rfen &ndash; ohne dass Sie das verhindern k&ouml;nnen.<br>\nDoch noch ist das Gesetz f&uuml;r die Werbewirtschaft zum Gl&uuml;ck nicht in Kraft: Erst m&uuml;ssen die L&auml;nder im Bundesrat mehrheitlich zustimmen. Bislang haben sie sich dazu noch nicht eindeutig positioniert. Mit einem Online-Appell fordern wir die Ministerpr&auml;sident\/innen auf, die Regelung im Bundesrat zu Fall zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.campact.de\/melderecht\/sn1\/signer\">Campact<\/a><\/p>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Unvers&ouml;hnliche Standpunkte<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120710_stuttmann.gif\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturarchiv_4521.html\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13811","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13811"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13811\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13825,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13811\/revisions\/13825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}