{"id":138183,"date":"2025-09-02T14:00:12","date_gmt":"2025-09-02T12:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138183"},"modified":"2025-09-02T16:01:54","modified_gmt":"2025-09-02T14:01:54","slug":"fanal-der-unabhaengigkeit-am-2-september-1945-proklamierte-ho-chi-minh-die-demokratische-republik-vietnam-drv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138183","title":{"rendered":"Fanal der Unabh\u00e4ngigkeit: Am 2. September 1945 proklamierte Ho Chi Minh die Demokratische Republik Vietnam (DRV)"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war es Indonesien, das als erstes Land in S&uuml;dostasien am 17. August 1945 die Unabh&auml;ngigkeit des Inselreiches proklamierte. Wenige Tage sp&auml;ter war es der vietnamesische Revolution&auml;r und Widerstandsk&auml;mpfer <em>Ho Chi Minh<\/em>, der am 2. September 1945 die Unabh&auml;ngigkeit der <em>Demokratischen Republik Vietnam (DRV) <\/em>verk&uuml;ndete. Japan war besiegt und musste am selben Tag die Kapitulationsurkunde auf der in der Bucht von Tokio ankernden <em>USS Missouri<\/em> unterschreiben. Die alte Kolonialmacht Frankreich und die USA verst&auml;rkten derweil ihren Einsatz in Vietnam. Von <strong>Rainer Werning<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Im Herbst 1940, als die japanischen Faschisten in Indochina eindrangen, um es als St&uuml;tzpunkt im Krieg gegen die Alliierten zu benutzen, verrieten die franz&ouml;sischen Kolonialherren unser Land, gaben es in die H&auml;nde der Eroberer und kapitulierten vor Japan. Seitdem hat unser Volk unter dem doppelten japanisch-franz&ouml;sischen Druck zu leiden. Das verschlechterte die ohnehin jammervolle Lage des Volkes. Ende 1944 und Anfang 1945 starben in weiten Gebieten, von Quang Tri im S&uuml;den bis zum Norden des Landes, &uuml;ber zwei Millionen unserer Landsleute an Hunger. Am 9. M&auml;rz 1945 entwaffneten die Japaner die franz&ouml;sischen Truppen. Und wieder sind die franz&ouml;sischen Kolonialherren geflohen, oder sie haben vor den Japanern kapituliert. So vermochten sie nicht nur nicht, uns zu &rsaquo;sch&uuml;tzen&lsaquo;, sondern sie verkauften im Gegenteil unser Land im Laufe von f&uuml;nf Jahren zweimal an die Japaner. (&hellip;) De facto hat unser Land im Herbst 1940 aufgeh&ouml;rt, franz&ouml;sische Kolonie zu sein; es wurde zu einer japanischen. Nach der Kapitulation Japans stand das ganze Volk unseres Landes auf, nahm die Macht in seine H&auml;nde und gr&uuml;ndete die Demokratische Republik Vietnam. So haben wir eigentlich unsere Freiheit und Unabh&auml;ngigkeit den Japanern und nicht den Franzosen entrissen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>So hei&szlig;t es in der Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung, die der Revolutionsf&uuml;hrer Ho Chi Minh am 2. September 1945 in Hanoi anl&auml;sslich der Gr&uuml;ndung der DRV verk&uuml;ndete.<\/p><p><strong>Japan als Hegemonialmacht in Ost- und S&uuml;dostasien<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Der Kaiser ist heilig und unverletzlich&ldquo;,<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>hie&szlig; es in der japanischen Verfassung von 1890, und er sei legitimiert, als direkter Nachfahre der Sonneng&ouml;ttin <em>Amaterasu<\/em> mit unbeschr&auml;nkter Machtf&uuml;lle zu regieren. Als Souver&auml;n des Landes f&uuml;hrte der Tenno Exekutive und Legislative, aber auch Heer und Marine. Nach zwei siegreichen Kriegen gegen China und Russland in den Jahren 1894\/95 beziehungsweise 1904\/05 war Japan zur regionalen Gro&szlig;macht aufgestiegen. Im September 1931 besetzte die in der Mandschurei stationierte japanische <em>Kwantung-Armee<\/em> mehrere Gro&szlig;st&auml;dte in der Region, die als Puffer gegen&uuml;ber der Sowjetunion strategische Bedeutung hatten. Im Juli 1937 lie&szlig; schlie&szlig;lich ein inszenierter Angriff auf eine japanische Milit&auml;reinheit bei Peking den Krieg gegen China an allen Fronten eskalieren.<\/p><p>Unter diesen Bedingungen erlebte Japan zwischen 1930 und 1940 ein ph&auml;nomenales Wachstum seiner Wirtschaft. Die Industrieproduktion stieg um das F&uuml;nffache, die Stahlproduktion von 1,8 auf 6,8 Millionen Tonnen pro Jahr. Die Milit&auml;rausgaben wuchsen gleichfalls &uuml;berproportional. Gemessen am Gesamthaushalt Japans erreichten sie 1938 &ndash; ein Jahr nach der Invasion gegen China &ndash; einen Anteil von 75,4 Prozent. Schlie&szlig;lich verdoppelte sich von 1936 bis 1941 die Zahl der Wehrpflichtigen, sodass am 1. Januar 1942 sechs Millionen Soldaten unter Waffen standen.<\/p><p>Japans Kriegs&ouml;konomie erforderte die Sicherung strategisch wichtiger Rohstoffe, die zun&auml;chst aus China und seiner Kolonie Korea bezogen wurden. F&uuml;r einen geregelten &Ouml;lnachschub war man auf die Felder in Niederl&auml;ndisch-Indien (heute Indonesien) und auf Sumatra und Borneo angewiesen, da die USA und Gro&szlig;britannien 1941 einen &Ouml;lboykott gegen Tokio verh&auml;ngt hatten. Gleichzeitig hatte Frankreichs Kolonialadministration Indochina widerstandslos den Japanern &uuml;berlassen. Zwar blieben franz&ouml;sische Kolonialbeamte in Vietnam, Laos und Kambodscha, doch tonangebend war fortan das japanische Milit&auml;r. Damit kontrollierte das expansionss&uuml;chtige Kaiserreich nicht nur eine wichtige Rohstoffregion (Kautschuk, Kohle, Mangan, Bauxit, Nickel) &ndash; Indochina und Thailand wurden quasi Verb&uuml;ndete, um den weiteren milit&auml;rischen Vormarsch der kaiserlichen Truppen in S&uuml;dostasien zu flankieren. Begr&uuml;ndet wurden diese Feldz&uuml;ge mit der <em>Gr&ouml;&szlig;eren Ostasiatischen Gemeinsamen Wohlstandssph&auml;re<\/em>, die der Tenno als &bdquo;<em>Licht, Besch&uuml;tzer und F&uuml;hrer Asiens&ldquo; <\/em>im &bdquo;Kampf gegen den wei&szlig;en Kolonialismus und Imperialismus&ldquo; entfesselt hatte.<\/p><p><strong>Siegreiche Viet Minh<\/strong><\/p><p>In Vietnam &uuml;bte seit M&auml;rz 1945 die Kaiserliche Japanische Armee die eigentliche politische Macht aus. Sie erkl&auml;rte kurzerhand die &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; des Landes und setzte Kaiser Bao Dai als Oberhaupt dieses Vasallenstaates ein. Bis dato hatte die im Mai 1941 formierte <em>Viet Minh (Liga f&uuml;r den Kampf um die Unabh&auml;ngigkeit Vietnams), <\/em>die als B&uuml;ndnis antikolonialer, nationalistischer und kommunistischer Kr&auml;fte sowohl gegen die Franzosen als auch gegen die Japaner k&auml;mpfte, lediglich die schwer zug&auml;ngliche Dschungelregion entlang der chinesischen Grenze kontrolliert. Das &auml;nderte sich jedoch mit der franz&ouml;sischen Entmachtung; in rascher Abfolge konnte sie ein halbes Dutzend weitere Provinzen unter ihre Kontrolle bringen. Erfolgreiche Guerillaaktivit&auml;ten und die Erst&uuml;rmung von Reislagern demoralisierten zunehmend eine Besatzungsmacht, die unter dem &uuml;berwiegenden Teil der vietnamesischen Bev&ouml;lkerung zutiefst verhasst war.<\/p><p>Es war ein kongeniales politisches Quartett in Gestalt von<em> Ho Chi Minh, Pham Van Dong, Truong Chinh <\/em>und<em> Vo Nguyen Giap<\/em>, das als F&uuml;hrungsspitze der <em>Kommunistischen Partei Vietnams <\/em>&uuml;ber herausragende organisatorische und milit&auml;rische F&auml;higkeiten verf&uuml;gte und stets darauf bedacht war, eine breitestm&ouml;gliche Einheitsfront im Kampf gegen ihre politischen Gegner herzustellen beziehungsweise zu konsolidieren. &Uuml;ber diese vier Pers&ouml;nlichkeiten schrieb Gabriel Kolko in seinem fulminanten Opus <em>Anatomy of a War<\/em> von 1985:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>(&hellip;) von dieser Zeit an stiegen sie zu einer kollegialen, kooperativen und kreativen F&uuml;hrung auf, die, frei von Problemen des Egoismus, in den folgenden vier Jahrzehnten f&uuml;r eine bemerkenswerte Kontinuit&auml;t sorgte. Deren Harmonie bildete eine Urquelle f&uuml;r die St&auml;rke einer Partei und war ein wesentlicher Grund daf&uuml;r, dass diese nicht &ndash; wie im Falle anderer marxistisch-leninistischer Parteien &ndash; von R&auml;nkespielen und F&uuml;hrungsk&auml;mpfen heimgesucht wurde.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Am 14. August 1945, wenige Tage nach den Atombombenabw&uuml;rfen auf die St&auml;dte Hiroshima und Nagasaki, nahm der japanische Kaiser Hirohito seine Kapitulationsrede auf, die am n&auml;chsten Tag im Radio ausgestrahlt wurde. Am 2. September kam es auf dem in der Sagami-Bucht vor Tokio ankernden US-Schlachtschiff <em>USS Missouri<\/em> offiziell zur Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde. Japans politische und milit&auml;rische F&uuml;hrung, die Ost-, S&uuml;dostasien und zahlreiche Inseln im Pazifik mit Krieg und Zerst&ouml;rung &uuml;berzogen hatte, musste fortan den Befehlen des Siegers USA gehorchen &ndash; widerwillig und mit Abscheu, wie die Gesten des Oberbefehlshabers der japanischen Armee, General <em>Umezu Yoshijiro<\/em>, verrieten. Bevor er zusammen mit Au&szlig;enminister <em>Shigemitsu Mamoru<\/em> seine Unterschrift unter die Kapitulationsurkunde setzte, schn&auml;uzte er sich mehrfach und laut &ndash; ein in Ostasien zutiefst unmanierliches Benehmen.<\/p><p><strong>Vereitelte Wahlen<\/strong><\/p><p>Jubelfeiern pr&auml;gten am 15. August 1945 in zahlreichen St&auml;dten Asiens das Bild. Das japanische Kolonialjoch war abgesch&uuml;ttelt, und die fr&uuml;heren westlichen Kolonialherren hatten ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit eingeb&uuml;&szlig;t. Grund genug f&uuml;r die vielschichtigen &ndash; bewaffneten und politischen &ndash; antikolonialen Organisationen, Partisanengruppen und Parteien, auf ein Ende &auml;u&szlig;erer Bevormundung zu dr&auml;ngen und die Unabh&auml;ngigkeit ihrer L&auml;nder anzustreben.<\/p><p>Die Viet Minh hatte geschickt ein Machtvakuum genutzt und auf die Unterst&uuml;tzung der Alliierten gesetzt. Die Anfangspassagen der Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung orientierten sich stark am US-amerikanischen Vorbild. Doch die Kolonialmacht Frankreich k&auml;mpfte hartn&auml;ckig um die Wiederherstellung ihrer politischen und &ouml;konomischen Herrschaft. Seine Niederlage in der Schlacht von <em>Dien Bien Phu<\/em> im Fr&uuml;hjahr 1954 und weltweite Proteste gegen den Krieg f&uuml;hrten am 20.\/21. Juli zur Unterzeichnung der <em>Genfer Indochina-Abkommen<\/em>. Zwar beendeten diese vorerst die Kampfhandlungen, brachten aber nicht die Unabh&auml;ngigkeit und Einheit Vietnams. Die sollten allgemeine, freie Wahlen im Jahre 1956 besiegeln. Bis dahin wurde entlang des 17. Breitengrads eine milit&auml;rische Demarkationslinie &ndash; in etwa vergleichbar der Jahre zuvor in Korea errichteten Demarkationslinie entlang des 38. Breitengrads &ndash; gezogen, die das Land faktisch teilte. W&auml;hrend Hanoi auf die Durchf&uuml;hrung der in den Genfer Abkommen festgelegten allgemeinen Wahlen beharrte, lehnte Saigon diese rundweg ab &ndash; aus Furcht vor einem &uuml;berw&auml;ltigenden Wahlsieg Ho Chi Minhs. Zu Beginn der 1960er-Jahre war die Chance einer friedlichen Vereinigung vertan und der (inner-)vietnamesische Konflikt durch die zunehmende West-Ost-Blockkonfrontation internationalisiert worden.<\/p><p><strong>Teilung und erneut Krieg<\/strong><\/p><p>In der auf Betreiben Frankreichs und der USA Ende Oktober 1955 als Gegenregierung zur DRV geschaffenen <em>Republik Vietnam (S&uuml;dvietnam)<\/em> traten die USA immer tiefer in die Fu&szlig;stapfen der japanischen und franz&ouml;sischen Kolonialisten. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (ein vermeintlicher Angriff nordvietnamesischer Patrouillenboote auf einen US-amerikanischen Zerst&ouml;rer in internationalen Gew&auml;ssern, der Anfang August 1964 die sogenannte <em>Tongking<\/em>-Aff&auml;re ausl&ouml;ste) provozierte die US-Regierung einen Krieg, der in Vietnam bis heute als <em>&bdquo;Amerikanischer Krieg&ldquo;<\/em> und im Ausland gemeinhin als Vietnamkrieg beziehungsweise &bdquo;Zweiter Indochinakrieg&ldquo; bezeichnet wird.<\/p><p>In Washington grassierte ein paranoider Antikommunismus, der die politische F&uuml;hrung und Milit&auml;rstrategen gleicherma&szlig;en auf die kategorische, wiewohl d&uuml;rftige <em>&bdquo;Domino-Theorie&ldquo;<\/em> fixierte. Demnach galt es, in Vietnam unbedingt St&auml;rke und Verantwortung f&uuml;r seinen dortigen Verb&uuml;ndeten zu demonstrieren, andernfalls &uuml;berlie&szlig;e man das Land &bdquo;den Kommunisten&ldquo;. Und fiele erst einmal Vietnam, w&uuml;rde das eine Kettenreaktion ausl&ouml;sen und die Nachbarl&auml;nder &ndash; Dominosteinen vergleichbar &ndash; in rascher Abfolge &bdquo;kommunistisch&ldquo; werden lassen. Damit, so die Horrorvorstellung der US-amerikanischen Regierungen in den 1960er- und fr&uuml;hen 1970er-Jahren, w&auml;re die Region S&uuml;dostasien ein f&uuml;r alle Mal &bdquo;verloren&ldquo; und ein erweiterter Einflussbereich der Volksrepublik China.<\/p><p>Die eigentlich naheliegende Vorstellung, dass mit der Gr&uuml;ndung der DRV das Fanal eines Kampfes f&uuml;r Unabh&auml;ngigkeit und Freiheit gesetzt und der vietnamesischen Bev&ouml;lkerung endlich ein Weg aus kolonialer Bevormundung gewiesen worden war, passte nicht ins Weltbild imperialer Kommissk&ouml;pfe. Die dumpfe Gleichsetzung von Nationalisten mit Kommunisten, gekoppelt mit Ignoranz und arroganter Missachtung vietnamesischer Geschichte und Kultur, lie&szlig; Washington einen Krieg verursachen, auf dessen H&ouml;hepunkt (31. Januar 1969) 1,1 Millionen vietnamesische Soldaten und Milizion&auml;re sowie 542.400 GIs gegen die nordvietnamesische Volksarmee und s&uuml;dvietnamesische Partisanenverb&auml;nde k&auml;mpften.<\/p><p>In seinem Hauptartikel der Ausgabe vom 7. April 1975 r&auml;sonierte das Hamburger Nachrichtenmagazin <em>Der Spiegel<\/em> &uuml;ber das Kriegsende und kam zu dem Fazit, dass<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>er au&szlig;er Amerikas Reichtum (gesch&auml;tzte 140 Milliarden Dollar &ndash; Anm. RW) auch Amerikas politische Moral schwer sch&auml;digte und &uuml;ber 56.000 Amerikaner das Leben kostete. Binnen drei Wochen&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>hie&szlig; es darin weiter<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>krachte dieses asiatische Pseudo-Sparta zusammen, waren von (S&uuml;dvietnams General &ndash; Anm. RW) Thieus 13 Divisionen sechs zerstoben, sah sich der Staatschef fast auf den Herrschaftsbereich des B&uuml;rgermeisters von Saigon reduziert &ndash; ein Debakel vergleichbar etwa mit dem j&auml;hen Fall Frankreichs 1940, dramatischer als die schleichende Katastrophe in Kambodscha, dessen Staatschef Lon Nol dieser Tage nach Bali entflog, ein Ergebnis &uuml;berlegener Kampfmoral wie &uuml;berlegener strategischer Phantasie. (&hellip;) 7,1 Millionen Tonnen Bomben hatten die Amerikaner &uuml;ber Vietnam abgeworfen, dreieinhalbmal so viel, wie im Zweiten Weltkrieg vom Himmel fielen. Eine Million Vietnamesen waren umgekommen, sechs Millionen verloren ihre Heimat und mussten vor den Fronten fl&uuml;chten, mehr als ein Viertel des Tropenwaldes war von Bomben und Granaten zerfetzt und auf viele Jahre durch chemische Entlaubungsgifte zerst&ouml;rt. Selbst in S&uuml;dvietnam, f&uuml;r das die Amerikaner den Dschungelkrieg f&uuml;hrten, hatten die Fl&auml;chenw&uuml;rfe der US-Bomber zw&ouml;lf Prozent der Agrarfl&auml;che zerst&ouml;rt; im feindlichen Norden ging fast die H&auml;lfte der D&ouml;rfer in Flammen auf.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der Krieg zog auch die auf Neutralit&auml;t bedachten Nachbarstaaten Kambodscha und Laos in Mitleidenschaft, wo weitere massive B-52-Fl&auml;chenbombardements mit Napalm Millionen Menschen zwangen, in die St&auml;dte zu fliehen. Am 27. Januar 1973 war zwar im Abkommen von Paris das Ende eines <em>&bdquo;Krieges ohne Fronten&ldquo;<\/em> (Greiner) vereinbart worden. Doch noch zwei erbitterte Kampfjahre vergingen, bis Saigon kapitulierte und die letzten US-Staatsb&uuml;rger mit Hubschraubern panisch au&szlig;er Landes geschafft wurden. Wie in Korea zwei Jahrzehnte zuvor hatte ein weiterer imperialer Nachfolgekrieg des Zweiten Weltkriegs die L&auml;nder Vietnam, Kambodscha und Laos in Schutthaufen verwandelt.<\/p><p><em><strong>Vietnam &ndash; Zeittafel<\/strong> (Zusammenstellung: Rainer Werning)<\/em><\/p><p>Seit <strong>1858<\/strong> beginnen franz&ouml;sische Truppen mit der schrittweisen Eroberung der s&uuml;dlichen und sp&auml;ter der n&ouml;rdlichen Landesteile Vietnams.<\/p><p><strong>1887<\/strong> &ndash; Entstehung der <em>Indochinesischen Union<\/em> durch den Zusammenschluss der (s&uuml;dlichen) Kolonie Cochinchina und der Protektorate Tonking (Nordvietnam) und Annam (Zentralvietnam) sowie dem Protektorat Kambodscha mit Saigon als Hauptstadt &ndash; <strong>1893<\/strong> kommt Laos dazu.<\/p><p><strong>1925<\/strong> &ndash; Gr&uuml;ndung der <em>Thanh Nien<\/em> (Liga der revolution&auml;ren Jugend Vietnams) auf Initiative des 1890 geborenen Ho Chi Minh in Kanton (China)<\/p><p><strong>3. Februar 1930<\/strong> &ndash; Gr&uuml;ndung der <em>Kommunistischen Partei Vietnams (KPV)<\/em> in Hongkong<\/p><p><strong>1937<\/strong> &ndash; Bildung der <em>Demokratischen Front Indochinas<\/em> unter Einfluss der KPV<\/p><p><strong>Juni 1940<\/strong> &ndash; Frankreich kapituliert und das Vichy-Regime erkl&auml;rt sich an der Seite Deutschlands zur Kooperation mit Japan bereit. Japan besetzt Vietnam, w&auml;hrend seine Truppen die dortige franz&ouml;sische Kolonialverwaltung (noch) im Amt belassen.<\/p><p><strong>10. Mai 1941<\/strong> &ndash; Gr&uuml;ndung der <em>Viet Minh<\/em> (Liga f&uuml;r den Kampf um die Unabh&auml;ngigkeit Vietnams)<\/p><p><strong>Ende 1944 bis Anfang 1945<\/strong> &ndash; Verheerende Hungersnot, in deren Verlauf &uuml;ber zwei Millionen Menschen sterben<\/p><p><strong>9. M&auml;rz 1945<\/strong> &ndash; Die japanischen Truppen l&ouml;sen die franz&ouml;sische Kolonialverwaltung auf und proklamieren ein &bdquo;unabh&auml;ngiges&ldquo; Vietnam mit Kaiser Bao Dai an der Spitze.<\/p><p><strong>15. August 1945<\/strong> &ndash; Japan kapituliert<\/p><p><strong>2. September 1945<\/strong> &ndash; Ho Chi Minh ruft in Hanoi unter gro&szlig;er Anteilnahme der Bev&ouml;lkerung die<em> Demokratische Republik Vietnam (DRV) <\/em>aus.<\/p><p><strong>5. Juni 1948<\/strong> &ndash; Frankreich erkl&auml;rt die Gr&uuml;ndung des &bdquo;<em>Staates Vietnam&ldquo;<\/em> mit <em>Kaiser Bao Dai<\/em> an der Spitze.<\/p><p><strong>7. Februar 1950<\/strong> &ndash; Die USA erkennen den von Bao Dai repr&auml;sentierten Staat an und beginnen ab Mai mit der direkten wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung der Franzosen.<\/p><p><strong>12. April 1953<\/strong> &ndash; Dekret der DRV &uuml;ber die Bodenreform<\/p><p><strong>13. M&auml;rz bis 7. Mai 1954<\/strong> &ndash; Schlacht von <em>Dien Bien Phu<\/em>, die mit einer vernichtenden Niederlage der franz&ouml;sischen Kolonialtruppen endet und den Ruhm des kommandierenden nordvietnamesischen Generals <em>Vo Nguyen Giap <\/em>begr&uuml;ndet.<\/p><p><strong>8. Mai bis 21. Juli 1954<\/strong> &ndash; Genfer Indochina-Konferenz, an der die Volksrepublik China, die USA, die Sowjetunion, Frankreich und &ndash; als ehemalige franz&ouml;sische Kolonien &ndash; Vietnam, Laos und Kambodscha teilnehmen. Gem&auml;&szlig; dem in Genf unterzeichneten Abkommen wird Vietnam entlang des 17. Breitengrads geteilt. Die Viet Minh sollen sich in den Norden und die Franzosen in den S&uuml;den zur&uuml;ckziehen. 1956 sollen demokratische Wahlen in ganz Vietnam abgehalten und die Demarkationslinie aufgehoben werden. W&auml;hrend Frankreich Vietnam, Kambodscha und Laos die Unabh&auml;ngigkeit sowie den Abzug seiner Truppen vertraglich zusichert, unterschreiben die US-Unterh&auml;ndler das Abkommen nicht und beteuern lediglich, es zu respektieren.<\/p><p><strong>7. Juli 1954<\/strong> &ndash; Bao Dai ernennt <em>Ngo Dinh Diem<\/em> zum Premierminister.<\/p><p><strong>23. bis 26. Oktober 1955<\/strong> &ndash; Diem setzt Bao Dai ab, verk&uuml;ndet die <em>Republik Vietnam<\/em> als Gegengewicht zur DRV und erkl&auml;rt sich zum Pr&auml;sidenten.<\/p><p><strong>1956<\/strong> &ndash; Die f&uuml;r Gesamtvietnam festgelegten Wahlen werden in S&uuml;dvietnam nicht durchgef&uuml;hrt.<\/p><p><strong>20. Dezember 1960<\/strong> &ndash; Gr&uuml;ndung der <em>NFL (National Liberation Front of South Vietnam),<\/em> die pikanterweise sowohl von US-Truppen und der s&uuml;dvietnamesischen Regierung als auch in der internationalen Vietnam-Solidarit&auml;t als <em>&bdquo;Vietcong&ldquo;<\/em> bezeichnet wird &ndash; ein zutiefst absch&auml;tziger, denunziatorischer Begriff f&uuml;r &bdquo;vietnamesischer Kommunist&ldquo; bzw. &bdquo;kommunistischer Verr&auml;ter an Vietnam&ldquo;. In der damaligen &bdquo;Frontstadt&ldquo; Westberlin erschallt fortan u.a. der Demonstrationsaufruf <em>&bdquo;Kommt herunter vom Balkon, unterst&uuml;tzt den Vietcong!&ldquo;<\/em><\/p><p><strong>5. Mai 1961<\/strong> &ndash; US-Pr&auml;sident <em>John F. Kennedy<\/em> erkl&auml;rt seine Bereitschaft, US-Truppen nach S&uuml;dvietnam zu entsenden. Zum Jahreswechsel 1960\/61 wird die Zahl des US-amerikanischen Milit&auml;rberater im Lande von zuvor 327 auf 900 Mann aufgestockt.<\/p><p><strong>11. Juni 1963<\/strong> &ndash; Selbstverbrennung des M&ouml;nchs <em>Thich Quang Duc<\/em> aus Protest gegen staatliche Repressionsma&szlig;nahmen gegen Buddhisten. Landesweite Proteste und massenhafte Festnahmen von Studenten, Buddhisten und Oppositionellen bringen das Diem-Regime ins Wanken und lassen die USA zunehmend auf Distanz gehen.<\/p><p><strong>1. November 1963<\/strong> &ndash; CIA-gef&uuml;hrter Putsch gegen Diem, in dessen Verlauf der Pr&auml;sident und sein j&uuml;ngerer Bruder get&ouml;tet werden<\/p><p><strong>2. bis 4. August 1964<\/strong> &ndash; <em>Tonking-Zwischenfall<\/em>, der den USA den Vorwand liefert, den Krieg in Vietnam auszuweiten<\/p><p><strong>4. August 1964<\/strong> &ndash; Beginn der US-Bombenangriffe auf Nordvietnam, w&auml;hrend drei Tage darauf der US-Kongress die Tonking-Resolution beschlie&szlig;t, wodurch der Krieg &ndash; ohne Kriegserkl&auml;rung &ndash; in immer schnellerem Tempo und mit immer mehr nach Vietnam abkommandierten GIs eskaliert<\/p><p><strong>3. September 1967<\/strong> &ndash; Nach einer Serie vorangegangener (Milit&auml;r-)Putsche avanciert <em>Nguyen Van Thieu<\/em> zum Pr&auml;sidenten S&uuml;dvietnams<\/p><p><strong>1967 bis 1972<\/strong> &ndash; Mit dem <em>Ph&ouml;nix-Programm<\/em> wird eine der gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;Aufstandsbek&auml;mpfungsoperationen&ldquo; durchgef&uuml;hrt, die auf die Zerschlagung der NLF-Infrastruktur zielen und zahlreiche Opfer unter der Zivilbev&ouml;lkerung fordern.<\/p><p><strong>30.\/31. Januar 1968<\/strong> &ndash; &Uuml;berraschend f&uuml;r Saigon und den US-amerikanischen Generalstab beginnen Partisanen landesweit am Tag des buddhistischen Neujahrsfestes <em>Tet<\/em> mit Attacken auf die Machtzentralen und Milit&auml;rbasen.<\/p><p><strong>16. M&auml;rz 1968<\/strong> &ndash; Massaker von <em>My Lai<\/em>, bei dem 504 Menschen unter dem Befehl des US-amerikanischen Leutnants William Calley Jr. grausam hingemetzelt werden<\/p><p><strong>25. Juli 1969<\/strong> &ndash; Die auf der Pazifikinsel Guam verk&uuml;ndete Nixon-Doktrin besagt, dass fortan &bdquo;Asiaten gegen Asiaten&ldquo; k&auml;mpfen sollen.<\/p><p><strong>2. September 1969<\/strong> &ndash; Todestag Ho Chi Minhs, der allerdings erst einen Tag sp&auml;ter publik gemacht wird, um den Nationalfeiertag nicht zu tr&uuml;ben.<\/p><p><strong>Dezember 1972 bis Anfang 1973<\/strong> &ndash; die &bdquo;Weihnachtsbombardements&ldquo; auf die nordvietnamesischen Gro&szlig;st&auml;dte Hanoi und Haiphong fordern Tausende von Opfern unter der Zivilbev&ouml;lkerung und zerst&ouml;ren Krankenh&auml;user und andere &ouml;ffentliche Einrichtungen.<\/p><p><strong>15. Januar 1973<\/strong> &ndash; US-Pr&auml;sident <em>Richard Nixon<\/em> ordnet den Stopp der Bombardierung Nordvietnams an, nachdem sich sein Sicherheitsberater und sp&auml;terer Au&szlig;enminister, <em>Henry Kissinger<\/em>, und der nordvietnamesische Chefunterh&auml;ndler, das Politb&uuml;romitglied der KPV, <em>Le Duc Tho<\/em>, in Paris auf einen Entwurf eines Friedensvertrages zwischen beiden L&auml;ndern verst&auml;ndigten.<\/p><p><strong>27. Januar 1973<\/strong> &ndash; Das Pariser Abkommen wird unterzeichnet.<\/p><p><strong>Dezember 1973<\/strong> &ndash; Das Osloer Friedensnobelpreiskomitee erkennt Henry Kissinger und Le Duc Tho gemeinsam die Auszeichnung zu, die Letzterer allerdings nicht annimmt.<\/p><p><strong>30. April 1975<\/strong> &ndash; Saigon f&auml;llt und S&uuml;dvietnam kapituliert. Auf internationalen 1.-Mai-Demonstrationen erschallt der Ruf <em>&bdquo;1. Mai &ndash; Saigon frei!&ldquo;<\/em><\/p><p><strong>2. Juli 1976<\/strong> &ndash; Nord- und S&uuml;dvietnam werden unter dem Namen <em>Sozialistische Republik Vietnam<\/em> <em>(SRV)<\/em> wiedervereint. Saigon, die ehemalige Hauptstadt S&uuml;dvietnams, wird in <em>Ho-Chi-Minh-Stadt<\/em> umbenannt.<\/p><p><em><strong>Weiterf&uuml;hrende Lekt&uuml;re &amp; Links<\/strong><\/em><\/p><ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/taz.de\/50-Jahre-Ende-des-Vietnamkriegs\/!6081831\/\">50 Jahre Ende des Vietnamkriegs: &bdquo;Geblendet von eigener Hybris&ldquo; &ndash; Interview mit Bernd Greiner<\/a><\/em>, in: taz vom 30. April 2025<\/li>\n<li>Martin Gro&szlig;heim (2011): <em>Ho Chi Minh: Der geheimnisvolle Revolution&auml;r. Leben und Legende<\/em>. M&uuml;nchen<\/li>\n<li>Gabriel Kolko (1985): <em>Anatomy of a War: Vietnam, the United States and the Modern Historical Experience.<\/em> New York<\/li>\n<li>Bao Ninh (2014): <em>Die Leiden des Krieges<\/em>. Roman. Halle<\/li>\n<li>Ignacio Ramonet (2000): <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!1238285\"><em>Der Vietnamkrieg im Film<\/em>,<\/a> in: Le Monde diplomatique (Z&uuml;rich) vom 14. April<\/li>\n<li>Qu&#7923;nh Tr&acirc;n (2025): <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2517\/der-amerikanische-krieg\/nur-das-us-trauma-zaehlt\/!GBN6JA02WQAZ\"><em>Der &bdquo;Amerikanische Krieg&rdquo;: Nur das US-Trauma z&auml;hlt<\/em><\/a>, in: Die Wochenzeitung (WOZ). CH-Z&uuml;rich, Nr. 17 vom 24. April<\/li>\n<li>Nick Turse (2025): <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2025\/04\/30\/vietnam-war-anniversary-landmines-bombs\/\"><em>The Vietnam War Is Still Killing People, 50 Years Later<\/em><\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/stichtag\/stichtag-wiedervereinigung-vietnam-100.html\"><em>2. Juli 1976: Offizielle Wiedervereinigung von Nord- und S&uuml;dvietnam<\/em><\/a><\/li>\n<\/ul><p><small>Titelbild: Melinda Nagy \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war es Indonesien, das als erstes Land in S&uuml;dostasien am 17. August 1945 die Unabh&auml;ngigkeit des Inselreiches proklamierte. Wenige Tage sp&auml;ter war es der vietnamesische Revolution&auml;r und Widerstandsk&auml;mpfer <em>Ho Chi Minh<\/em>, der am 2. September 1945 die Unabh&auml;ngigkeit der <em>Demokratischen Republik Vietnam (DRV) <\/em>verk&uuml;ndete. Japan war besiegt und musste<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138183\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":138184,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,212,20,171],"tags":[2020,379,1497,1792,2301,2991,1556,357],"class_list":["post-138183","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-gedenktagejahrestage","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-biochemische-waffen","tag-china","tag-japan","tag-kolonialismus","tag-konfrontationspolitik","tag-unabhaengigkeitsbewegungen","tag-usa","tag-vietnam"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/shutterstock_708965989.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/138183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=138183"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/138183\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":138405,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/138183\/revisions\/138405"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/138184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=138183"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=138183"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=138183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}