{"id":13819,"date":"2012-07-11T08:43:06","date_gmt":"2012-07-11T06:43:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819"},"modified":"2012-07-11T08:43:06","modified_gmt":"2012-07-11T06:43:06","slug":"hinweise-des-tages-1672","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h01\">ESM-Verhandlung endet ohne Eilentscheid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h02\">Studie: Gro&szlig;e Mehrheit der Deutschen h&auml;lt Politiker und Wirtschaftsvertreter f&uuml;r unglaubw&uuml;rdig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h03\">Die falsche Freundin aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h04\">Euroland neu: Weder Schuldenklub noch Sparverein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h05\">Investoren beschenken Deutschland und meiden Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h06\">Griechenland: Privatisierungen als Ausweg aus der Krise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h07\">Premier Monti erw&auml;gt EU-Hilfen f&uuml;r Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h08\">Kretschmann will 11.600 Lehrer-Stellen streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h09\">Kapitaldeckung in der Krise &ndash; Die Risiken privater Renten- und Pflegeversicherungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h10\">Armut in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h11\">Die Piraten und Hartz IV &ndash; Ihr seid wahrlich systemrelevant!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h12\">Prof. Richard Wilkinson &uuml;ber Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h13\">Erkl&auml;rung der Internetfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h14\">Nach Acta ist vor Ceta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h15\">Profithunger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h16\">Mappus hat Kaufpreis f&uuml;r ENBW ohne Wertgutachten zugesagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h17\">Leopard-Panzer f&uuml;r Jakarta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h18\">Die Wut&ouml;konomen winden sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h19\">Jetzt hat Oswald Ruh<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h20\">TV-Tipp: Monitor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819#h21\">Zu guter Letzt: Eilentscheid<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13819&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>ESM-Verhandlung endet ohne Eilentscheid<\/strong><br>\nNach fast elf Stunden endet die Verhandlung &uuml;ber die Eilantr&auml;ge gegen den Euro-Krisenfonds ESM und den Fiskalpakt. Auch wenn Finanzminister Sch&auml;uble sich eine schnelle Einigung gew&uuml;nscht hatte, l&auml;sst das Urteil auf sich warten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:chronik-des-verhandlungstages-esm-verhandlung-endet-ohne-eilentscheid\/70061254.html\">FTD<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein offenes Wort des Bevollm&auml;chtigten des Bundestags Professor M&ouml;llers &uuml;ber die Wirkung des Fiskalpakts: &bdquo;Deutschland werde von L&auml;ndern wie Griechenland das Sparen lernen, um den Fiskalpakt einzuhalten&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Studie: Gro&szlig;e Mehrheit der Deutschen h&auml;lt Politiker und Wirtschaftsvertreter f&uuml;r unglaubw&uuml;rdig<\/strong><br>\nDie Mehrheit der Menschen vertraut weder den Aussagen der Politiker noch der Kommunikation von Unternehmen. Den Aussagen der Journalisten zur Krise glaubt jedoch immerhin die H&auml;lfte der B&uuml;rger.<br>\nDie meisten Menschen halten Vertreter der Politik und der Wirtschaft generell f&uuml;r unglaubw&uuml;rdig. Den Aussagen der Bundesregierung misstrauen 60 Prozent der repr&auml;sentativ befragten B&uuml;rger. Den Oppositionsparteien vertrauen sogar 70 Prozent nicht mehr. Und die Glaubw&uuml;rdigkeit der Wirtschaftsvertreter sinkt weiter. Den Aussagen von Unternehmen glauben 60 Prozent der Menschen nicht mehr &ndash; im Vergleich zu 2011 eine Zunahme von sieben Prozent. Der Finanzbranche misstrauen 78 Prozent &ndash; das ist eine Zunahme von vier Prozent innerhalb eines Jahres.<br>\nm Gegensatz zu Politik und Wirtschaft haben Journalisten nach wie vor einen Glaubw&uuml;rdigkeitsbonus. 60 Prozent der Menschen glauben den Vertretern der Printmedien grunds&auml;tzlich &ndash; eine Zunahme von acht Prozent gegen&uuml;ber 2011. 66 Prozent der B&uuml;rger vertrauen den Journalisten im Rundfunk. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese Zahl um vier Prozent.<br>\nDer Trend zum Misstrauen verst&auml;rkt sich, wenn es speziell um die Euro- und Verschuldungskrise geht: Fast 90 Prozent der Menschen sind der Ansicht, dass Politiker die Wahrheit zur Krise verschleiern. Nahezu 80 Prozent der B&uuml;rger meinen, die Unternehmen l&uuml;gen, wenn es um die Krise geht. Hinzu kommt: &Uuml;ber drei Viertel der Menschen f&uuml;hlen sich in der Euro- und Verschuldungskrise durch die Politik mit ihren Interessen und Anliegen nicht vertreten. Bezogen auf die Unternehmen sind dies 84 Prozent.<br>\nNicht zuletzt ist wie 2011 immer noch die gro&szlig;e Mehrheit der B&uuml;rger (76 Prozent) der Ansicht, dass die Verantwortlichen die Krise nicht im Griff haben. Ihre Einsch&auml;tzung der Euro- und Verschuldungskrise ist durch und durch n&uuml;chtern: Sie glauben nicht, dass sie ihren H&ouml;hepunkt bereits &uuml;berschritten hat (67 Prozent), ein gutes Ende nehmen wird (50 Prozent) oder gar das Ansehen Deutschlands in Europa st&auml;rken wird (50 Prozent). Sie wissen, dass die Krise der internationalen Finanzm&auml;rkte auch sie betrifft (60 Prozent) &ndash; allerdings glauben sie derzeit mehrheitlich (noch) nicht, dass ihr pers&ouml;nlicher Lebensstandard und der ihrer Familie (50 Prozent) oder die Demokratie in Deutschland (56 Prozent) bedroht sind.<br>\nKnapp zwei Drittel der Menschen sind zwar der Meinung, dass Politiker und Unternehmen der Krise die notwendige Aufmerksamkeit schenken. Nicht nur in Sachen Ehrlichkeit, sondern auch im Hinblick auf Verst&auml;ndlichkeit und Relevanz stellen die B&uuml;rger sowohl Politik als auch Wirtschaft jedoch ein schlechtes Zeugnis aus: Nur f&uuml;r knapp 30 Prozent der B&uuml;rger sind die Aussagen der Politiker zur Krise verst&auml;ndlich. Etwas mehr Befragte (34 Prozent) finden die Kommunikation der Unternehmen verst&auml;ndlich. Nur jeweils 35 Prozent der Befragten sagen, dass Unternehmen und Politiker die Diskussion zur Krise aktiv voranbringen.<br>\nAuch in der Euro- und Verschuldungskrise haben die Journalisten &ndash; verglichen mit anderen Akteuren &ndash; einen deutlichen Vertrauensvorschuss, der allerdings schrumpft. Nur die H&auml;lfte der Menschen meinen, dass Journalisten bei diesem Thema die Wahrheit sagen. Noch deutlicher wird die Kritik an der journalistischen Leistung, wenn es um Erkl&auml;rung und Bewertung der Krise geht. 54 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die journalistischen Einordnungen ihnen nicht weiterhelfen. Mehr als zwei Drittel der Menschen sagen, dass Journalisten in der Krise ihre Interessen nicht aufgreifen und vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/news\/schlechte-noten-fuer-die-krisenkommunikation-4\">Gemeinschaftsstudie des Fachgebiets f&uuml;r Kommunikationswissenschaft und Journalistik der Universit&auml;t Hohenheim (Stuttgart) und der ING-DiBa AG (Frankfurt)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Irrtum d&uuml;rfte darin liegen, dass man Vertrauen nicht durch eine verbesserte Kommunikation schaffen kann. Da kann man noch so gut kommunizieren, die Menschen sehen doch die verheerenden Wirkungen der gegenw&auml;rtigen Politik f&uuml;r Europa und die Weltwirtschaft, sie wissen doch, dass sie f&uuml;r die Rettung der Spekulanten zur Kasse gebeten werden, sie haben doch bemerkt, dass das Versprechen, die Finanzm&auml;rkte zu regulieren und zu kontrollieren nicht eingehalten wurde und sie sp&uuml;ren, dass die Politik und mit ihnen die Journalisten in den F&auml;ngen der Finanzm&auml;rkte sind.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Zur falschen Kommunikation passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die falsche Freundin aus Deutschland<\/strong><br>\nDie Schulden des S&uuml;dens sind zum Teil unser Reichtum. Bundeskanzlerin Merkel verschweigt, dass Spardiktate allein die Probleme nicht l&ouml;sen, sondern versch&auml;rfen. Eine andere Europa-Politik ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig&hellip;<br>\nEs ist Angela Merkel gelungen, den Eindruck zu erwecken, es ginge ihr um die Interessen der Deutschen. Um die Verteidigung unseres wohlverdienten Reichtums gegen die Griechen und Spanier und Italiener, die auf unsere Kosten ihrer Verschwendungssucht fr&ouml;nen. Denen m&uuml;sse gezeigt werden, wo der Sparhammer h&auml;ngt, dann k&ouml;nnten wir notfalls auch helfen. Mit Merkel&rsquo;schen Worten: &bdquo;Keine Hilfe ohne Haftung&ldquo;.<br>\nDas klingt zwar logisch, entspringt aber genau dem L&uuml;gengeb&auml;ude, das die Kanzlerin seit Jahren f&uuml;r uns baut. In diesem Geb&auml;ude sind die Etagen klar verteilt: Oben &bdquo;wir&ldquo;, durch ordentliches Wirtschaften reich. Unten die Faulen aus dem S&uuml;den, die st&auml;ndig nach Hilfe schreien, um dann alles zu verprassen, was sie kriegen k&ouml;nnen.<br>\nWenn die Welt so einfach w&auml;re, h&auml;tte die Bundeskanzlerin recht. Doch sie hat unrecht, und sie l&uuml;gt, weil sie Entscheidendes verschweigt. Sie hat verschwiegen, dass Spardiktate allein die Probleme nicht l&ouml;sen, sondern versch&auml;rfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-esm-merkel-die-falsche-freundin-aus-deutschland,1472602,16581582.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Euroland neu: Weder Schuldenklub noch Sparverein<\/strong><br>\nBundesbank-Pr&auml;sident Jens Weidmann will eine &ldquo;Fiskalunion&rdquo; ohne EU-Steuern und vor allem ohne &ldquo;Schuldenunion&rdquo;. Er will die Bev&ouml;lkerung abstimmen lassen, aber nur &uuml;ber seine Pr&auml;ferenzen.<br>\nDer Bundesbank-Pr&auml;sident Jens Weidmann stellt in einem Kommentar, der zeitgleich in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen&rdquo; und im &ldquo;Standard&rdquo; erschienen ist, Betrachtungen zu einer &ldquo;Fiskalunion als Erg&auml;nzung der W&auml;hrungsunion&rdquo; an. Fiskalunion bedeutet f&uuml;hr ihn jedoch nicht die Vergemeinschaftung (von Teilen) der Steuerpolitik, was das Wort &ldquo;Fiskus&rdquo; vermuten lie&szlig;e, auch nicht der Schulden (Eurobonds), sondern die zentral &uuml;berwachte und exekutierte Begrenzung der staatlichen Kreditaufnahme: eine Europ&auml;isierung der Schuldenbremse. Das ist ein ganz bestimmtes Verst&auml;ndnis von &ldquo;Fiskalunion&rdquo;, das ganz bestimmten Interessen dient&hellip;<br>\nZwar l&auml;sst Weidmann offen, ob die EU-Regierung dies durch Steuererh&ouml;hungen oder Ausgabenk&uuml;rzungen erzwingt, doch genau da liegt der Hund: Die Entscheidung, ob die Staatsquote eines Landes steigt oder sinkt &ndash; eine der politischsten &uuml;berhaupt &ndash; ginge an die EU &uuml;ber. Und wie die EU-Institutionen entscheiden werden, ist absehbar: Tausendmal lieber werden sie &ldquo;sparen&rdquo; als &ldquo;steuern&rdquo;. Eine Schuldenbremse ist in Br&uuml;ssel erfahrungsgem&auml;&szlig; immer eine &ldquo;ausgabenseitige&rdquo; (K&uuml;rzen und Sparen) und nicht einnahmenseitige (h&ouml;here Steuern). Doch eine ausgabenseitige Schuldenbremse ist nicht nur sozial brutal, wie an den explodierenden Selbstmord- und Obdachlosenzahlen in Athen und Griechenland beobachtete werden kann, sondern auch &ouml;konomischer Suizid.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1339639413835\/Christian-Felber-Euroland-neu-Weder-Schuldenklub-noch-Sparverein\">der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Investoren beschenken Deutschland und meiden Spanien<\/strong><br>\nDeutschland verdient Geld beim Schuldenmachen: Investoren nehmen bei einer Auktion erneut negative Renditen in Kauf. Der Zinssatz f&uuml;r spanische Anleihen erreicht derweil ein kritisches Niveau&hellip;<br>\nDie Auktion von deutschen Schatzanweisungen mit sechsmonatiger Laufzeit sp&uuml;lte dem Bund am Montag 3,29 Milliarden Euro in die Kasse. Die Investoren nahmen daf&uuml;r sogar eine negative Rendite von durchschnittlich 0,0344 Prozent in Kauf, um in den Besitz der als ausfallsicher geltenden Papiere zu kommen.<br>\nKurz vor den Beratungen der Euro-Gruppe &uuml;ber ein Hilfsprogramm f&uuml;r Spanien sind die Renditen f&uuml;r zehnj&auml;hrige spanische Staatsanleihen wieder &uuml;ber die kritische Marke von sieben Prozent gestiegen. Am Montagmorgen betrug die Rendite 7,026 Prozent und lag damit erstmals seit dem 19. Juni &uuml;ber der Sieben-Prozent-Schwelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/anleihen\/negative-rendite-investoren-beschenken-deutschland-und-meiden-spanien\/6855414.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Deutschland liegt mit seiner Bruttoschuldenquote von 81,2 % (2012) in der im Handelsblatt aufgestellten Rangliste auf Platz 7 unter den 17 Euro-L&auml;ndern. Spanien stand mit 80,9 % sogar noch besser da.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland: Privatisierungen als Ausweg aus der Krise?<\/strong><br>\nDie Vertrauensabstimmung im griechischen Parlament hat Ministerpr&auml;sident Samaras gewonnen. Jetzt kann er sich an die Umsetzung seiner Pl&auml;ne machen. Um Geld einzunehmen, will er die staatliche Eisenbahngesellschaft privatisieren. Die Opposition warnt vor einem Ausverkauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/vertrauensabstimmung104.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun wird also Griechenland verkauft &ndash; zum Ramschpreisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Premier Monti erw&auml;gt EU-Hilfen f&uuml;r Italien<\/strong><br>\nItaliens Ministerpr&auml;sident Monti hat signalisiert, sein Land m&uuml;sse wegen der Krise eventuell unter den EU-Rettungsschirm&hellip;<br>\nItalien bezahlt derzeit hohe Zinsen f&uuml;r die Ausgabe neuer Staatsanleihen. Wenn das Land einen R&uuml;ckgriff auf EU-Hilfen ins Spiel bringt, so sein m&ouml;gliches Kalk&uuml;l, k&ouml;nnte das die M&auml;rkte beruhigen und die Zinsen sinken lassen. Bislang beanspruchen f&uuml;nf L&auml;nder aus der Euro-Zone die Hilfen aus dem Rettungsschirm: Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-07\/monti-italien-rettungsschirm\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kretschmann will 11.600 Lehrer-Stellen streichen<\/strong><br>\nEinen &ldquo;echten Bildungsaufbruch&rdquo; hatte er versprochen, jetzt verk&uuml;ndet er erst mal einen Stellenabbau: Rund 11.600 Lehrer weniger will der baden-w&uuml;rttembergische Regierungschef Kretschmann k&uuml;nftig besch&auml;ftigen.<br>\nAnders k&ouml;nne sein Land die Vorgaben der Schuldenbremse nicht einhalten&hellip;<br>\nKretschmann sagte, die Schuldenbremse aus dem Grundgesetz solle so rasch wie m&ouml;glich in der Landesverfassung verankert werden. Die Gespr&auml;che mit der Opposition sollten &ldquo;m&ouml;glichst parallel zu den Haushaltsberatungen abgeschlossen werden&rdquo;. Der Rechnungshof hatte am Montag angemahnt, dass die Schuldengrenze noch in diesem Jahr auch in Landesrecht umgesetzt werden m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/baden-wuerttemberg-kretschmann-will-lehrerstellen-streichen-a-843705.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kretschmann ist halt auch nur ein stinknormaler Konservativer.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.K.:<\/strong> Das ist schon dreist wie der erste GR&Uuml;NE MP so vor sich hin argumentiert. Wegen der &bdquo;vom Himmel gefallenen&ldquo; Schuldenbremse sind die Wahlversprechen,  die Bildungspolitik zum Kernthema der GR&Uuml;NE\/SPD Koalition zu machen, leider in den Papierkorb zu werfen. Und weil die im Bund von CDU\/CSU\/SPD\/GR&Uuml;NE verabschiedete Schuldenbremse jetzt an die soziale Ausgestaltung unseres &bdquo;demokratischen und sozialen Bundesstaates&ldquo; (GG) geht, soll zur Absicherung dieser unsozialen Politik die Schuldenbremse gleich noch in die BaW&uuml; Verfassung geschrieben werden. Ob dieser Logik scheint ein Arztbesuch angeraten zu sein.<\/em><br>\n<em>Warum arbeitet der MP Kretschmann  nicht daran, die gro&szlig;en Verm&ouml;gen &uuml;ber eine Verm&ouml;genssteuer, h&ouml;here Erbschaftssteuer und h&ouml;here Spitzensteuers&auml;tze zur Finanzierung einer Bildungspolitik heranzuziehen, um zumindest mit den Nordeurop&auml;ischen L&auml;ndern und deren Ausgaben f&uuml;r die Bildung gleich zu ziehen?<\/em><br>\n<em>Erg&auml;nzende Anmerkung WL: Das ist eben die Logik der &bdquo;Schuldenbremse&ldquo;: Man spart an Sozialleistungen, an der Daseinsvorsorge und nun eben auch an der Bildung. Wenn Bildung ein zentrales Element f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit unseres Landes ist, dann zeigt sich in diesen K&uuml;rzungen, dass die &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; die Zukunft unseres Landes bremst und damit eher zu noch mehr Schulden f&uuml;hren wird. Bildungsabbau als &bdquo;Generationengerechtigkeit&ldquo;!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kapitaldeckung in der Krise &ndash; Die Risiken privater Renten- und Pflegeversicherungen<\/strong><br>\nDie Erfahrungen nach zehn Jahren Riester- Rente zeigen, dass sich die Arbeitnehmer durch die Aufgabe der parit&auml;tischen Finanzierung deutlich schlechter stellen. Auch sind die Renditen in der gesetzlichen Rentenversicherung &ndash; trotz der massiven Absenkung des zuk&uuml;nftigen Rentenniveaus &ndash; den Renditen der Riester-Vertr&auml;ge &ndash; vor allem in den Vertr&auml;gen ab 2011 &ndash; in der Regel deutlich &uuml;berlegen, zumal die Berufsunf&auml;higkeit in den Riester-Vertr&auml;gen nicht abgesichert ist. Angesichts der gesunkenen Kapitalmarktzinsen wurde der Garantiezins seit Einf&uuml;hrung der Riester-Rente mehrmals gesenkt. In Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Lebensversicherungen zuerst die hohen Garantiezinsen in den Altvertr&auml;gen bedienen m&uuml;ssen und die &Uuml;berschussbeteiligungen in den j&uuml;ngsten Riester-Vertr&auml;gen daher gering ausfallen d&uuml;rften. Zur schlechten Bilanz der Riester-Renten tragen auch die hohen Verwaltungskosten und Gewinne der Versicherungswirtschaft, die Unsicherheiten des Kapitalmarktes, und die notwendige Dynamisierung der Renten bei.<br>\nUnausweichlich erzwingt die zunehmende &Uuml;beralterung (? (WL) unserer Gesellschaft in Zukunft h&ouml;here absolute und relative Ausgaben f&uuml;r Renten, aber auch f&uuml;r Pflege und Gesundheit. Auch j&uuml;ngere Erwerbst&auml;tige profitieren nur vordergr&uuml;ndig von niedrigeren Beitragss&auml;tzen. Ihre Rentenbezugsdauer erh&ouml;ht sich bei steigender Lebenserwartung.<br>\nSie m&uuml;ssen dann auch l&auml;nger von den abgesenkten gesetzlichen Renten leben. Aufgrund der Reformen m&uuml;ssen sie mindestens doppelt so viel selbst ansparen, wie sie durch die Rentenreformen auf der Beitragsseite entlastet werden.<br>\nDie nun geplante freiwillige, private Pflegeversicherung nach dem Vorbild der Riester-Rente w&uuml;rde die Fehler der Riester-Reform in einem anderen Sozialversicherungszweig wiederholen. F&uuml;r eine langfristig sichere Pflegeabsicherung sollte auf eine breite und alle Personenkreise umfassende Versicherung auf der Basis des Umlageverfahrens gebaut werden. Damit k&ouml;nnte eine Unterversicherung im Pflegefall vermieden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">WISO Diskurs in Welt der Areit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armut in Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU-Vergleich des WSI: Armut unter Besch&auml;ftigten und Arbeitslosen in Deutschland besonders stark gestiegen<\/strong><br>\nSeit 2004 sind die Besch&auml;ftigtenzahlen in Deutschland kr&auml;ftig gewachsen, die Arbeitslosigkeit hat deutlich abgenommen. Doch die positive Entwicklung hat eine Schattenseite, sagt WSIForscher Dr. Eric Seils: &ldquo;Analysiert man die soziale Lage der Erwerbsbev&ouml;lkerung, dann zeigt sich, dass die deutschen Besch&auml;ftigungserfolge mit einem hohen sozialen Preis verbunden waren.&rdquo;<br>\nDer Sozialwissenschaftler hat die EU-weite Erhebung von Armutsdaten ausgewertet, die aktuell bis zum Einkommensjahr 2009 vorliegen. 2009 waren laut Eurostat in Deutschland 7,1 Prozent der Erwerbst&auml;tigen von Arbeitsarmut betroffen.<br>\nIm Vergleich zu 2004 ist der Anteil der &ldquo;Working Poor&rdquo; um 2,2 Prozentpunkte gestiegen. Damit nahm die Arbeitsarmut in Deutschland, ebenso wie in Spanien, deutlich st&auml;rker zu als in allen anderen EU-Staaten&hellip;<br>\nNoch weitaus drastischer stieg seit 2004 die Armutsquote unter Arbeitslosen &ndash; um 29 Prozentpunkte. Im EU-Durchschnitt waren es nur 5 Prozentpunkte. 2009 hatten 70 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland nur ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze &ndash; 25 Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt der 27 EU-Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Zahl der armutsgef&auml;hrdeten Personen in der EU leicht gestiegen<\/strong><br>\nDie Zahl der armutsgef&auml;hrdeten Personen in der EU hat sich leicht erh&ouml;ht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17\/10055) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/9674) hervor, in der sich die Abgeordneten nach den Auswirkungen der EU-Krisenbew&auml;ltigung auf soziale Standards und Armut in Europa erkundigen. Laut Regierung gab es 2005 rund 79,1 Millionen Personen, die nach Sozialleistungen armutsgef&auml;hrdet sind. 2010 seien es rund 80,9 Millionen gewesen. Im gleichen Zeitraum sank der Vorlage zufolge die Zahl der Personen in der EU, die in &bdquo;Erwerbslosenhaushalten&ldquo; leben, von 39,1 Millionen auf 37,9 Millionen. Wie die Regierung weiter darlegt, stiegen die Ausgaben des Sozialschutzes in den 27 L&auml;ndern der EU: 2005 waren es 2.879,2 Milliarden Euro, 2009 dagegen 3.336,1 Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_07\/2012_337\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Deutschland hat etwa 80 Millionen Einwohner, so viele Menschen sind in der EU armutsgef&auml;hrdet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>OECD-Besch&auml;ftigungsausblick: Arbeitslosigkeit in Deutschland r&uuml;ckl&auml;ufig, Langzeitarbeitslosigkeit weiter kritisch<\/strong><br>\nIn kaum einem Industrieland ist die Arbeitslosigkeit in den vergangenen f&uuml;nf Jahren so sehr gesunken wie in Deutschland, gleichzeitig ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen erheblich h&ouml;her als im OECD-Durchschnitt. Fast die H&auml;lfte der Arbeitslosen in Deutschland ist l&auml;nger als ein Jahr ohne Job &ndash; der Gro&szlig;teil dieser Gruppe sogar l&auml;nger als zwei Jahre. Zum Vergleich: Im OECD-Raum liegt der Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit bei 35 Prozent. Je l&auml;nger ein Mensch ohne Arbeit ist, umso geringer sind die Chancen, dass er wieder in ein Besch&auml;ftigungs-verh&auml;ltnis gelangt: Wer weniger als zw&ouml;lf Monate arbeitslos ist, findet in Deutschland mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit einen neuen Job. Bei einem Langzeit-arbeitslosen ver-ringert sich die Wahrscheinlichkeit auf 40 Prozent.<br>\nGesunken ist der Anteil von L&ouml;hnen, Geh&auml;ltern und Sozialleistungen am Nationaleinkommen. Lag er in den fr&uuml;hen 1990er Jahren noch bei 67 Prozent, so steht er aktuell bei 62 Prozent. Damit einher geht eine gr&ouml;&szlig;ere Einkommensungleichheit, die sich, wie in anderen OECD-L&auml;ndern, vor allem bei Geringqualifizierten manifestiert. F&uuml;r die wachsende Ungleichheit sind unter anderem die erheblich zur&uuml;ckgegangenen Tarifbindungen verantwortlich (von 72 auf 62 Prozent der Besch&auml;ftigten mit Tariflohnanspruch). Mini-Job-Vertr&auml;ge, die nachlassende Organisation von Arbeitgebern in Verb&auml;nden und der Umstand, dass Tarifvertr&auml;ge immer seltener automatisch auf alle Unternehmen einer Branche ausgedehnt werden, beg&uuml;nstigen die Erosion. Selbst Besch&auml;ftigte, die tariflich abgesichert sind, werden immer h&auml;ufiger mit Ausnahmeklauseln konfrontiert, mit denen Firmen in Krisenzeiten hinter branchen&uuml;blichen Lohnerh&ouml;hungen zur&uuml;ckbleiben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/45\/0,3746,de_34968570_35008905_50685933_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/60\/17\/50686330.pdf\">OECD: Wie schneidet Deutschland im Vergleich ab [PDF &ndash; 158 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die wirtschaftsnahe OECD spricht von einem &bdquo;Arbeitsmarktwunder&ldquo; und behauptet nat&uuml;rlich, dass dies durch &bdquo;strukturpolitische Ma&szlig;nahmen&ldquo; erm&ouml;glicht worden sei. Was eine reine Behauptung ist, siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_20_2007.pdf\">Viel L&auml;rm um nichts [PDF &ndash; 272 KB]<\/a>! Was allerdings kein Wunder war, das ist, dass der Lohnanteil am Nationaleinkommen gesunken ist, dass die Gewerkschaften und die Tarifvertr&auml;ge geschw&auml;cht worden sind und dass sich der Niedriglohnsektor und prek&auml;re Arbeit (die in die gesch&ouml;nte Arbeitslosenstatistik dann nicht mehr eingeht) dramatisch zugenommen hat. Aber das ist ja f&uuml;r die OECD ein Erfolg.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Piraten und Hartz IV &ndash; Ihr seid wahrlich systemrelevant!<\/strong><br>\nDie Piraten wollen das bedingungslose Grundeinkommen. Sie sollten lieber damit aufh&ouml;ren, die durch Hartz IV geschaffenen Verh&auml;ltnisse zu verst&auml;rken. Eine Antwort auf Johannes Ponader.<br>\nHartz IV: Das ist in erster Linie Generalverdacht. Menschen, die in dieser Ecke des Sozialstaates enden, bekommen nicht nur das Mindestma&szlig; an Lebenserhaltung, sondern laufen auch st&auml;ndig Gefahr, es gek&uuml;rzt zu bekommen, sei es wegen nicht eingehaltener Termine, zu wenig Bewerbungen oder weil sie die Stadt zu einem unpassenden Zeitpunkt verlassen haben. Die Zahl der Leistungsk&uuml;rzungen steigt stetig. Im Beamtendeutsch nennt sich dieser Vorgang &bdquo;zielgenauere Anwendung der Regeln&ldquo;&hellip;<br>\nDas ist, im Groben, &bdquo;Hartz IV&ldquo;, ein Begriff, den Ponader ablehnt. Er bevorzugt &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; &ndash; was verwundert, denn der in 44 F&auml;llen verurteilte Peter Hartz war als Namensgeber genau das, was die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ihren Kunden als Standard vorwirft: untreu. Es passt also bestens zusammen.<br>\nDie Regierung Schr&ouml;der hat in Kooperation mit der gesetzesversch&auml;rfend agierenden CDU seinerzeit einen Paradigmenwechsel eingel&auml;utet. Das grunds&auml;tzlich negative Menschenbild des Neoliberalismus wurde als Grundannahme in die Sozialpolitik eingef&uuml;hrt&hellip;<br>\nPonader m&ouml;chte diesen offensichtlichen Opferstatus nicht f&uuml;r sich reklamieren. Er gebraucht lieber sch&ouml;nere Ausdr&uuml;cke und besteht auf seiner pers&ouml;nlichen Integrit&auml;t; er nennt das Kind nicht beim Namen. Damit nicht genug, steigt er auch noch mit Hilfe anderer komplett aus. Menschlich ist das durchaus nachvollziehbar. Doch f&uuml;r den politischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Partei ist das erstaunlich unpolitisch. Ein Privileg wird qua Posten genutzt, um genau dem auszuweichen, was andere &uuml;ber sich ergehen lassen m&uuml;ssen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/die-piraten-und-hartz-iv-ihr-seid-wahrlich-systemrelevant-11815054.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein erstaunlich kritischer Artikel in der FAZ &ndash; allerdings im Feuilleton.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Prof. Richard Wilkinson &uuml;ber Ungleichheit<\/strong><br>\nRichard Wilkinson ist Wirtschaftshistoriker und untersucht die Wechselwirkungen von Gesundheit und Gesellschaft. Er ist Gr&uuml;nder und Co-Director des Equality Trust.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++dc5cd176-b624-11e1-697a-00188b4dc422\">Video des Vortrags auf dem Transformationskongress auf der Website des DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erkl&auml;rung der Internetfreiheit<\/strong>\n<ul>\n<li>Wir stehen f&uuml;r ein freies und offenes Internet.<\/li>\n<li>Wir unterst&uuml;tzen transparente und partizipative Prozesse in der Gestaltung von Netzpolitik und die Etablierung von f&uuml;nf grundlegenden Prinzipien:<\/li>\n<li>Meinungsfreiheit: Zensiert das Internet nicht.<\/li>\n<li>Zugang: F&ouml;rdert den universellen Zugang zu schnellen und bezahlbaren Netzwerken.<\/li>\n<li>Offenheit: Erhaltet das Internet als offenes Netzwerk, wo alle Menschen frei sind sich zu vernetzen, zu kommunizieren, zu schreiben, zu lesen, zu betrachten, zu sprechen, zuzuh&ouml;ren, zu lernen sowie sch&ouml;pferisch und innovativ t&auml;tig zu sein.<\/li>\n<li>Innovation: Besch&uuml;tzt die Freiheit ohne Erlaubnis innovativ und sch&ouml;pferisch t&auml;tig zu sein. Neue Technologien d&uuml;rfen nicht blockiert und Innovatoren nicht f&uuml;r die Handlungen ihrer Nutzer bestraft werden.<\/li>\n<li>Privatsph&auml;re: Besch&uuml;tzt die Privatsph&auml;re und verteidigt das Recht jedes Einzelnen, &uuml;ber die Nutzung seiner Daten und Ger&auml;te zu bestimmen.&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/digitalegesellschaft.de\/2012\/07\/erklarung-der-internetfreiheit\/\">Declaration of Internet Freedom. Internationale Organisationen der Zivilgesellschaft haben sich zusammengeschlossen, um f&uuml;r die Freiheit des Internets einzustehen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nach Acta ist vor Ceta<\/strong><br>\nActa ist erledigt. Doch das Ceta-Abkommen gleicht Acta in Teilen aufs Wort. Aktivisten lenken nun die Aufmerksamkeit darauf und auf andere heikle Pl&auml;ne.<br>\nSo tot, wie viele denken, ist Acta keineswegs. Der kanadische Rechtswissenschaftler und Acta-Experte Michael Geist macht darauf aufmerksam, dass Kanada seit 2009 mit der EU-Kommission &uuml;ber das sogenannte Comprehensive Economic and Trade Agreement (Ceta) verhandelt. Anhand k&uuml;rzlich geleakter Unterlagen weist er nach, dass nach dem damaligen Stand der Verhandlungen (Februar 2012) Teile von Acta praktisch wortw&ouml;rtlich in Ceta &uuml;bernommen werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2012-07\/nach-acta-kommt-ceta-indect-ipred\">Die Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Profithunger<\/strong><br>\nBundesdeutsche Unternehmen sind ma&szlig;geblich an der Spekulation mit Nahrungsmittel-Rohstoffen beteiligt. Nach Angaben der Organisation Oxfam hielten sie 2011 mit 11,4 Milliarden Euro rund ein Sechstel des weltweit in diese Anlage-Klasse investierten Kapitals. Die gr&ouml;&szlig;ten Fonds bieten die Allianz und die Deutsche Bank an; zu den weiteren Akteuren am Markt z&auml;hlen die Commerzbank und die Bank Sal. Oppenheim. Die Weltbank misst Finanzprodukten wie den &ldquo;PowerShares&rdquo; der Deutschen Bank eine Schl&uuml;sselrolle beim Lebensmittel-Preisanstieg 2007\/2008 zu, der zu einer Hungersnot f&uuml;hrte. Die Konzerne hingegen streiten einen Zusammenhang zwischen ihren B&ouml;rsen-Aktivit&auml;ten und Versorgungskrisen ab und machen stattdessen &ldquo;Fundamentalfaktoren&rdquo; wie das Bev&ouml;lkerungswachstum, den Biosprit-Boom, den Klimawandel und politische Krisen f&uuml;r die Teuerung verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58370\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mappus hat Kaufpreis f&uuml;r ENBW ohne Wertgutachten zugesagt<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um den Kauf von EnBW durch das Land Baden-W&uuml;rttemberg erhebt der Rechnungshof Vorw&uuml;rfe: Offenbar hat der K&auml;ufer, Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus, sich kein Gutachten f&uuml;r den Kaufpreis machen lassen. Einziger Anhaltspunkt war offenbar der Buchwert.<br>\nHerr Mappus erkl&auml;rt, der Buchwert der Aktie liege bei 39,90 Euro. Dies sei der Kaufpreis. Henri Proglio erkl&auml;rt, er w&uuml;nsche 40 Euro pro Aktie. Unterhalb des Buchwerts k&ouml;nne er nicht verkaufen. Herr Mappus erkl&auml;rt, 40 Euro seien o.k.&ldquo; [&hellip;] doch allein diese &bdquo;&ouml;konomische Rundung&ldquo; von 39,90 auf 40 Euro betr&auml;gt, auf das ganze Aktienpaket bezogen, 11,2 Millionen Euro, schreibt der Rechnungshof.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/enbw-skandal-mappus-hat-kaufpreis-fuer-enbw-ohne-wertgutachen-zugesagt-11815160.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Leopard-Panzer f&uuml;r Jakarta<\/strong><br>\nAngela Merkel vereinbart bei ihrem Besuch in Jakarta &uuml;berraschend eine engere R&uuml;stungskooperation. Das st&ouml;&szlig;t auf Kritik. Von Waffenlieferungen war zuvor nicht die Rede&hellip;<br>\nZuvor hatten indonesische Medien den stellvertretenden Verteidigungsminister des Landes zitiert, wonach Indonesien bis zu 100 gebrauchte Leopard 2 Panzer aus Deutschland kaufen wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Deutsch-indonesischer-Ruestungsdeal\/!97060\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Wut&ouml;konomen winden sich<\/strong><br>\nOffenbar haben die &Ouml;konomen um Hans-Werner Sinn und Walter Kr&auml;mer eingesehen, dass sie mit ihrem populistischen Aufruf &uuml;berzogen haben, jedenfalls erscheint jetzt <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/oekonomen-aufruf-die-risiken-der-rettungspolitik-11814959.html\">in der FAZ<\/a> eine ausf&uuml;hrliche Erl&auml;uterung ihrer Position.<br>\nWer Banken schonend sanieren und abwickeln will, der braucht dazu die geeigneten Instrumente &ndash; und er braucht einen Fonds, um die marode Bank w&auml;hrend der Sanierung oder Abwicklung zu stabilisieren. Genau so hat man es im deutschen Restrukturierungsgesetz gemacht, das inzwischen international als vorbildlich gilt. Was anderes ist eine Bankenunion &ndash; unter anderem &ndash;, als ein geordnetes Verfahren zur Sanierung maroder Banken?<br>\nWarum das alles auf europ&auml;ischer Ebene? Weil die Banken l&auml;ngst europ&auml;isch agieren und weil die enge Verflechtung von Banken und Staaten in einer W&auml;hrungsunion t&ouml;dlich ist&hellip;<br>\nWenn man wirklich glaubt, dass es in Europa nur noch darum geht, wie der eine den anderen Abzocken kann und inhaltliche Erw&auml;gungen &uuml;berhaupt keine Rolle mehr spielen, dann muss man das mit dem Euro wohl wirklich bleiben lassen. Das muss man dann aber auch sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/07\/09\/die-wutokonomen-winden-sich_5029\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Jetzt hat Oswald Ruh<\/strong><br>\nWieder einmal ist Oswald Metzger (57) mit einer Kandidatur gescheitert. Diesmal mit Karacho bei der CDU in Ravensburg, f&uuml;r die er in den Bundestag einziehen wollte. Und diesmal begreift der Wendehals sogar selbst, dass das sein politisches Ende ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/07\/jetzt-hat-oswald-ruh\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>TV-Tipp: Monitor<\/strong><br>\nDonnerstag, 12. Juli 2012 um 21:45 Uhr im Ersten<br>\nDie Themen der kommenden Sendung:\n<ol>\n<li>Marionette: Wie die Investmentbank Morgan Stanley einen Ministerpr&auml;sidenten steuerte<\/li>\n<li>Angriff: Wie Hacker die bargeldlosen Kassensysteme im Einzelhandel knacken<\/li>\n<li>Versagen: Wie der Verfassungsschutz gegen die Polizei arbeitete<\/li>\n<li>Verelendung: Wie ganze Stadtviertel zu Ghettos verkommen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/impressum\/index.php5\">Das Erste Monitor<\/a> <\/p>\n<p>Austerity: punishing the poor for the mistakes oft the rich.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Eilentscheid<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120711_stuttmann.gif\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20120710_Dalli_kol.gif\">Stuttman Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13819","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13819","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13819"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13819\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13826,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13819\/revisions\/13826"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13819"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13819"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13819"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}