{"id":138358,"date":"2025-09-02T09:00:00","date_gmt":"2025-09-02T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138358"},"modified":"2025-09-02T17:31:24","modified_gmt":"2025-09-02T15:31:24","slug":"drei-millionen-faulenzer-und-friedrich-lars-und-baerbel-schwitzen-beim-reformmarathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138358","title":{"rendered":"Drei Millionen Faulenzer \u2013 Und Friedrich, Lars und B\u00e4rbel schwitzen beim Reformmarathon"},"content":{"rendered":"<p>Deutschland z&auml;hlt so viele Arbeitslose wie seit zehn Jahren nicht mehr, und ein Ende ist nicht in Sicht. Zwecks Krisenbew&auml;ltigung kauft die Bundesregierung teure Energie bei Donald Trump, r&uuml;stet Deutschland zur &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; und schleift eifrig den Sozialstaat. Diese Bundesregierung hat schon jetzt fertig. Eine Abrechnung von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9246\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-138358-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250902-Drei-Millionen-Faulenzer-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250902-Drei-Millionen-Faulenzer-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250902-Drei-Millionen-Faulenzer-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250902-Drei-Millionen-Faulenzer-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=138358-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250902-Drei-Millionen-Faulenzer-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250902-Drei-Millionen-Faulenzer-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Bist Du ein Faulenzer? Noch nicht? Dann wird&lsquo;s aber Zeit. Der Wirtschaftsstandort Deutschland meint es gut mit Dir. Schon morgen k&ouml;nnte Dein Chef Dich in den Urlaub schicken, ohne R&uuml;ckflugticket und auf Lebenszeit. Das hei&szlig;t dann f&uuml;r Dich: rein in die soziale H&auml;ngematte, Glieder und Seele baumeln lassen und es sich so richtig gut gehen lassen. Also mit allem Pipapo: Kaviar auf Staatskosten, Luxusbude, Karibiktrip, neues Gebiss von Dr. Best. Und setzt es doch mal einen Anschiss vom Fallmanager &ndash; Ohren auf Durchzug schalten und weiter genie&szlig;en. Einfach herrlich!<\/p><p>Die Republik &ndash; ein Schlaraffenland f&uuml;r M&uuml;&szlig;igg&auml;nger? Nun ja, w&auml;re es wirklich so, h&auml;tten viele und immer mehr was zu lachen. Tats&auml;chlich ist die Lage zum Heulen. <a href=\"https:\/\/www.arbeitsagentur.de\/presse\/2025-35-arbeitsmarkt-im-august-2025\">Mehr als drei Millionen Erwerbslose<\/a> z&auml;hlte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) im August. So viele gab es zuletzt vor zehn Jahren. Inoffiziell sind sogar 3.634.000 Menschen ohne Job, mehr als 600.000 stecken in irgendeiner F&ouml;rderma&szlig;nahme, sprich in der &bdquo;Warteschleife&ldquo;, fest, nicht wenige warten sehr lange. Sie komplettieren das, was der Fachjargon Unterbesch&auml;ftigung nennt, wobei das Ende der Fahnenstange hier wohl l&auml;ngst nicht erreicht ist.<\/p><p><strong>&bdquo;Die gro&szlig;e Job-Angst&ldquo;<\/strong><\/p><p>&bdquo;Immer mehr Entlassungen: Die gro&szlig;e Job-Angst&ldquo;, titelte dieser Tag die <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/immer-mehr-entlassungen-die-grosse-job-angst-68aecb507810010108f7c9e8\"><em>Bild<\/em><\/a> und lag ausnahmsweise richtig. Allein innerhalb der Automobilbranche wurden binnen eines Jahres 50.000 Stellen abgebaut, und ein Ende ist nicht in Sicht. Reihenweise Zulieferfirmen melden Insolvenz an. Die j&uuml;ngsten Beispiele: Bei der <a href=\"https:\/\/www.chip.de\/news\/business\/insolventer-deutscher-autozulieferer-vor-dem-aus-600-jobs-betroffen_0839e2d8-53ca-45c2-aca5-4493cc395576.html\">AE Group<\/a> mit bundesweit mehreren Standorten, darunter im th&uuml;ringischen Gerstungen, f&uuml;rchten 600 Besch&auml;ftigte um ihre Zukunft. Bei der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/sued-thueringen\/hildburghausen\/autoindustrie-arbeitsplatz-nidec-merbelsrod-100.html\">Nidec GPM<\/a> in Merbelsrod stehen 270 Stellen auf der Kippe. <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/wirtschaft\/autozulieferer-musashi-gewerkschaft-bangt-um-hunderte-jobs-in-hann-muenden-und-luechow-7SZE6RGMOFENVN646JXBGOHULE.html\">Musashi<\/a> aus Japan will sein Werk in Leinefelde-Worbis dichtmachen, dazu mindestens ein weiteres im nieders&auml;chsischen Hannoversch M&uuml;nden. Die <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/aktuelles\/wirtschaft\/id_100890300\/insolvenz-autozulieferer-mvi-group-und-huber-automotive-vor-dem-aus.html\">MVI-Group aus Wolfsburg und Huber Automative<\/a> im baden-w&uuml;rttembergischen M&uuml;hlhausen wollen mehrere Hundert Mitarbeiter loswerden.<\/p><p>Die Liste lie&szlig;e sich fortsetzen. Vor allem &uuml;ber Ostdeutschland schwappt die Pleitewelle hinweg. Allein in Th&uuml;ringen h&auml;ngen rund <a href=\"https:\/\/www.ingenieur.de\/wirtschaft\/autozulieferer-ae-group-am-ende-600-jobs-weg\/\">80.000 Arbeitspl&auml;tze<\/a> direkt oder indirekt von der Kfz-Industrie ab. Gerade die B&uuml;rger im Osten wissen, wie sich Deindustrialisierung anf&uuml;hlt. Nach dem Mauerfall waren die DDR-Planwirtschaft gnadenlos abgewickelt, ein ganzes Heer an Werkt&auml;tigen wegrationalisiert und ins kapitalistische Haifischbecken geworfen worden. Der Aderlass zog sich &uuml;ber viele Jahre hin und gipfelte im Jahr 2005 mit knapp f&uuml;nf Millionen Arbeitslosen. Davon traf die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit keine pers&ouml;nliche Schuld, sie waren schlicht Opfer &auml;u&szlig;erer Umst&auml;nde.<\/p><p><strong>Wasser predigen, Wein trinken<\/strong><\/p><p>So wie heute. Und f&uuml;r die Umst&auml;nde hat abermals auch und vor allem die Politik gesorgt. Die N&ouml;te des produzierenden Gewerbes haben vielfach mit den exorbitant gestiegenen Energiepreisen zu tun, also damit, dass Deutschland nie mehr g&uuml;nstiges Erdgas aus Russland beziehen will, daf&uuml;r umso mehr teures und schmutziges Frackinggas aus den USA. Oder damit, dass die EU-Kommission einen miserablen Deal mit Donald Trump gemacht hat und Europa seine G&uuml;ter nur mehr hoch verzollt nach &Uuml;bersee exportieren kann, w&auml;hrend Z&ouml;lle f&uuml;r US-Waren in Europa pass&eacute; sind. Oder damit, dass die Bundesregierung Unsummen zwecks Hochr&uuml;stung und bis auf Weiteres in einem nicht zu gewinnenden Krieg in der Ukraine verpulvert, weshalb man sich andere Dinge angeblich &bdquo;nicht mehr leisten kann&ldquo;, vorneweg den Sozialstaat, wie der Bundeskanzler meint.<\/p><p>Das alles haben die einfachen Menschen im Land auszubaden, die breite Bev&ouml;lkerung, und kein bisschen jene, die von der sogenannten Zeitenwende profitieren: Rheinmetall, Banken, Spekulanten, Friedrich Merz (CDU) selbst, der als BlackRock-Emiss&auml;r das Zepter schwingt. Am Wochenende legte der Kanzler nach: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68b2c1531824004325ee5a35\/cdu-landesparteitag-wir-leben-seit-jahren-ueber-unsere-verhaeltnisse-merz-spricht-von-epochenbruch.html\">&bdquo;Wir leben seit Jahren &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse&ldquo;<\/a>, behauptetet er und man fragt sich: Wer ist &bdquo;wir&ldquo;? Und wer sind Sie, der Sie Wasser predigen und Wein trinken und den Schampustrinkern immer wieder nachschenken, indem Sie einmal mehr ein Machtwort gesprochen und klargestellt haben: Eine Reichen- oder Verm&ouml;gensteuer sei mit dieser Koalition <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/haushalt-friedrich-merz-und-markus-soeder-lehnen-steuererhoehungen-trotz-drohenden-defizits-ab-a-b93ecf00-a990-4493-8641-1e278d8d7593\">&bdquo;ausgeschlossen&ldquo;<\/a>.<\/p><p><strong>Bullshit-Ministerin Bas<\/strong><\/p><p>Wer hat etwas anderes erwartet? Die Gewerkschaften vielleicht? Als am Freitag die Meldung von &uuml;ber drei Millionen Arbeitslosen die Runde gemacht hatte, meldete sich <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/3-millionen-arbeitslose-dgb-fordert-bessere-vermittlung-statt-kuerzungen\/\">Anja Piel<\/a> vom Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu Wort. &bdquo;Sozialstaatsreformen, die Sicherheitsversprechen kaputtsparen, sind ein Irrweg, auf den sich Bundeskanzler Merz und die CDU\/CSU nicht begeben d&uuml;rfen&ldquo;, gab sie Bescheid. Sozialabbau auf dem R&uuml;cken von Besch&auml;ftigten und Arbeitslosen l&ouml;se &bdquo;kein einziges unserer aktuellen Probleme, sondern gef&auml;hrdet den gesellschaftlichen Frieden und am Ende die Demokratie&ldquo;.<\/p><p>Noch am selben Tag beschlossen die Koalitionsspitzen bei ihrer Klausur in W&uuml;rzburg den z&uuml;gigen Substanz- und Namensverlust des B&uuml;rgergelds (k&uuml;nftig &bdquo;Neue Grundsicherung&ldquo;) mit versch&auml;rften Sanktionen bis hin zum totalen Leistungsentzug sowie eine weitere Nullrunde f&uuml;r 2026 nach der von 2025. Zwei Tage sp&auml;ter trat die dabei federf&uuml;hrende Bundesarbeitsministerin B&auml;rbel Bas (SPD) bei der Landeskonferenz der Jungsozialisten (Jusos) in Nordrhein-Westfalen in die B&uuml;tt und polterte: Die Debatte dar&uuml;ber, dass die Sozialversicherungssysteme und der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar seien, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68b501c48c33b226bcaee7db\/Streit-um-Buergergeld-Das-ist-Bullshit-Bas-weist-Merz-Aussage-zum-Sozialstaat-zurueck.html\">&bdquo;ist &ndash; und da entschuldige ich mich jetzt schon f&uuml;r den Ausdruck &ndash; Bullshit&ldquo;<\/a>. Keine Entschuldigung hatte sie daf&uuml;r parat, dass sie beim Bashing von Langzeiterwerbslosen die Chefinnenkeule schwingt und gem&auml;&szlig; Haushaltsentwurf ausgerechnet bei den Wiedereingliederungshilfen in den Arbeitsmarkt K&uuml;rzungen plant. Das n&auml;mlich hatte unter der Woche der <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/organisationen-warnen-vor-weiteren-kuerzungen-in-der-arbeitsmarktintegration\/\">Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband<\/a> beklagt.<\/p><p><strong>Nichts da mit Reichensteuer<\/strong><\/p><p>Zu all dem fand sich in besagter DGB-Mitteilung kein Wort, so wenig wie die Buchstaben SPD, was wahlweise f&uuml;r pathologische Realit&auml;tsverweigerung oder daf&uuml;r spricht, dass die Gewerkschaften ihre Mitglieder f&uuml;r dumm verkaufen wollen. Motto: Merz ist der Schuft, Bas und Lars Klingbeil (SPD) sind die Guten. Der Finanzminister hat ja schlie&szlig;lich die Sache mit der Reichensteuer ins Spiel gebracht. Genau, und wie programmiert setzte es daf&uuml;r die kalkulierte Watschen durch die Union, was wiederum CSU-Chef Markus S&ouml;der nicht gen&uuml;gt, denn: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/koalition-kanzler-machtwort-schwarz-rot-streitet-ueber-steuererhoehungen\/100151831.html\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen Steuern senken.&ldquo;<\/a> Am besten f&uuml;r Rheinmetall-Frontmann Armin Papperger, was S&ouml;der nicht sagte, aber ziemlich sicher denkt. Deutsche Waffenschmieden sollen schlie&szlig;lich in Zukunft &bdquo;Deutschlands wirtschaftliches R&uuml;ckgrat&ldquo; bilden, wie Jens Berger gerade erst <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138128\">hier<\/a> problematisiert hat.<\/p><p>Von den Gewerkschaften vernimmt man dazu praktisch keinen Widerspruch. Ihnen scheint alles heilig zu sein, was Arbeitspl&auml;tze schafft, auch wenn&lsquo;s unheilig viele Tote verspricht. Und f&uuml;r sie gilt: Solange eine Sozialdemokratie mit f&uuml;nf Prozent plus x W&auml;hlerstimmen irgendwie zum Mehrheitsbeschaffer taugt, geh&ouml;rt ihr die Treue gehalten, komme, was wolle. Daf&uuml;r glaubt man dann auch gerne dem M&auml;rchenonkel, der den nahenden Aufschwung halluziniert. Derlei h&ouml;rt man derzeit in Serie, von Arbeitsmarktforschern, Wirtschaftsinstituten und anderen Meistern der Glaskugelbranche. Auch Andrea Nahles, einst SPD-Vorsitzende, heute BA-Vorstandsvorsitzende, hegt und pflegt ein <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/zahl-der-arbeitslosen-steigt-im-august-ueber-drei-millionen-accg-110660564.html\">&bdquo;zartes Pfl&auml;nzchen&ldquo;<\/a> namens Hoffnung. Fest macht sie dies an einer leicht gestiegenen Zahl gemeldeter Stellen, allerdings ausgehend von zuletzt niederstem Niveau, sowie der seit Jahresbeginn r&uuml;ckl&auml;ufigen Kurzarbeit als vermeintlich verl&auml;sslichem Krisenindikator.<\/p><p><strong>Kanzler der Schmerzen<\/strong><\/p><p>Die Dinge d&uuml;rften anders liegen: Statt Personal auf Staatskosten bei der Stange zu halten, setzen die Bosse sie heute gleich vor die T&uuml;r. So k&ouml;nnte etwa laut einer Studie der Unternehmensberatung Horv&aacute;th bis 2029 <a href=\"https:\/\/www.horvath-partners.com\/de\/presse\/detail\/studie-maschinenbauer-im-schraubstock-zoelle-ki-und-konkurrenz-aus-china-wie-die-branche-auf-den-kosten-und-wettbewerbsdruck-reagiert\">jede f&uuml;nfte Stelle<\/a> im stark exportlastigen Maschinenbau wegbrechen, das w&auml;ren zusammen 200.000 Arbeitspl&auml;tze weniger. Gr&uuml;nde daf&uuml;r seien die hohen US-Z&ouml;lle und die aufstrebende chinesische Konkurrenz. Ein &bdquo;dramatisches Jobsterben&ldquo; beutelt nicht minder die Chemieindustrie. Der Chef der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, sprach unl&auml;ngst von bundesweit 260 Betrieben, die ihre Belegschaft eindampfen wollten. <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/arbeitsmarkt-chemiebranche-beklagt-dramatisches-jobsterben\/100151303.html\">40.000 Besch&auml;ftigte<\/a> m&uuml;ssten um ihre Anstellung bangen. Schlecht sieht es ebenso ums Handwerk aus, den Handel und die Gastronomie. Hier k&ouml;nnten Zehntausende Stellen verschwinden, weil die Menschen im Zuge der &bdquo;Zeitenwende&ldquo; viel an Kaufkraft eingeb&uuml;&szlig;t haben und ihr Geld zusammenhalten.<\/p><p>Aber ausgerechnet jetzt, wo die N&ouml;te gr&ouml;&szlig;er werden und Hilfe f&uuml;r eine wachsende Zahl an Menschen erforderlich ist, soll der Sozialstaat in einem <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/herbst-der-reformen-cdu-generalsekretaer-linnemann-will-beamten-revolution-93909495.html\">&bdquo;Herbst der Reformen&ldquo;<\/a> weiter geschleift werden, w&auml;hrend interessierte Kreise wie in schlechten alten Zeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=137670\">Ressentiments gegen gesellschaftliche Randgruppen<\/a> sch&uuml;ren und Bed&uuml;rftige, Gering- und Normalverdienende gegeneinander aufbringen.<\/p><p>Der <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/506815.sozialstaatsdebatte-kanzler-der-schmerzen.html?sstr=kanzler%7Cder%7Cschmerzen\">Kanzler der Schmerzen<\/a> findet das alles &bdquo;unerl&auml;sslich&ldquo;, jedoch mit dem Begriff &bdquo;Zeitenwende&ldquo; nicht mehr treffend genug umrissen. Ergo hat er ein anderes Schlagwort aus dem Hut gezaubert: &bdquo;Epochenbruch.&ldquo; Das klingt so martialisch, das haut die faulste Haut aus der H&auml;ngematte, Zielrichtung Jobcenter. F&uuml;r die letzten Durchh&auml;nger bliebe immer noch Verhungern.<\/p><p><small>Titelbild: ondrejsustik \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/82bd015698e7404da178dce1c0980eeb\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland z&auml;hlt so viele Arbeitslose wie seit zehn Jahren nicht mehr, und ein Ende ist nicht in Sicht. Zwecks Krisenbew&auml;ltigung kauft die Bundesregierung teure Energie bei Donald Trump, r&uuml;stet Deutschland zur &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; und schleift eifrig den Sozialstaat. Diese Bundesregierung hat schon jetzt fertig. 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