{"id":13836,"date":"2012-07-12T08:38:11","date_gmt":"2012-07-12T06:38:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836"},"modified":"2012-07-12T08:38:11","modified_gmt":"2012-07-12T06:38:11","slug":"hinweise-des-tages-1673","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h01\">Gustav Horn: Griechenland ist viel weiter, als die Deutschen denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h02\">Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h03\">Bankenunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h04\">Summa summarum Reiche sollen zahlen? Nichts da!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h05\">Zur Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h06\">Ludwig Poullain: Ex-Bankier und Bankenkritiker: &bdquo;Die M&auml;rkte beherrschen die Szene&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h07\">Credit-Suisse-Kunden tappen in die Bermuda-Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h08\">Die Legende vom hei&szlig; begehrten Ingenieur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h09\">IG Metall Jugendstudie: &bdquo;Pers&ouml;nliche Lage und Zukunftserwartungen der jungen Generation 2012&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h10\">Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen: Der &ldquo;Dritte Weg&rdquo; zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h11\">Sachsens Verfassungsschutz-Chef Boos zur&uuml;ckgetreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h12\">Br&uuml;ssel schl&auml;gt neue Abgasnormen f&uuml;r Autos vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h13\">Netzentwicklungsplan &ndash; Konzerninteressen gegen B&uuml;rgerbeteiligung und Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h14\">US-Offizier zu Afghanistan: &laquo;Milit&auml;rf&uuml;hrung t&auml;uscht US-Bev&ouml;lkerung&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h15\">CHE: Nachfrage nach Studium ohne Abitur so hoch wie noch nie in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836#h16\">Folgen der Privatisierung: Amerikanische Horrorgeschichten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13836&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gustav Horn: Griechenland ist viel weiter, als die Deutschen denken<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste Aufruf von fast 200 &Ouml;konomen hat deutlich gemacht, wie tief verwurzelt Vorstellungen &uuml;ber die &ldquo;unsoliden S&uuml;dl&auml;nder&rdquo; sind&hellip;<br>\nEin wichtiger Ma&szlig;stab f&uuml;r den Anpassungsbedarf ist die Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten. Sie sind in einer W&auml;hrungsunion der entscheidende Indikator, sowohl f&uuml;r die Inflationsentwicklung als auch f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit eines Landes&hellip;<br>\nNach Jahren, in denen die Lohnst&uuml;ckkosten und die Inflation im Land drastisch &uuml;ber das Stabilit&auml;tsziel der Zentralbank hinausgeschossen waren, wurde es zur letzten Jahreswende wieder erreicht. Zwischen Thessaloniki und Iraklio sinken die Lohnst&uuml;ckkosten deutlich. Und das nicht durch einen Anstieg der gemessenen Arbeitsproduktivit&auml;t infolge massiver Entlassungen, sondern im Wesentlichen durch eine brutale Senkung der L&ouml;hne um rund ein F&uuml;nftel. Die Konsequenzen dieses harschen Bremskurses sind offenkundig. Die Nachfrage in Griechenland ist zusammengebrochen. Statt Aufschwung herrscht Depression.<br>\nEtwas anderes zeigen die Zahlen allerdings auch &ndash; etwas, was die aktuelle Stammtischdiskussion in Deutschland aber &uuml;bersieht und politische Akteure oft verschweigen: Deutschland hat ebenfalls noch Anpassungsbedarf &ndash; in die andere Richtung. Der Anstieg der Lohnst&uuml;ckkosten in der Bundesrepublik hat &uuml;ber fast ein Jahrzehnt das Inflationsziel der EZB deutlich unterschritten. Erst in der Euro-Krise ist die Entwicklung mit der Preisstabilit&auml;t vereinbar. So wie der Anstieg in Griechenland hinter dem Durchschnitt des Euro-Raums zur&uuml;ckbleiben muss, ist in Deutschland ein Anstieg oberhalb des Durchschnitts erforderlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:schuldenkrise-griechenland-ist-viel-weiter-als-die-deutschen-denken\/70062024.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rajoy schickt Spanien in lange Rezession<\/strong><br>\nWeitere 65 Mrd. Euro will Spaniens Premier Mariano Rajoy einsparen &ndash; und k&ouml;nnte damit die wacklige Konjunktur im Krisenland endg&uuml;ltig abw&uuml;rgen. &Ouml;konomen sehen vor allem den privaten Konsum abst&uuml;rzen. Spaniens Wirtschaft steckt tief in der Krise. Ein Ende der Rezession ist nicht in Sicht. Die Wirtschaftsleistung d&uuml;rfte 2012 laut &Ouml;konomen um knapp zwei Prozent schrumpfen. Die Arbeitslosenquote ist mit mehr als 24 Prozent die h&ouml;chste in Europa. Das sorgt daf&uuml;r, dass die Binnennachfrage, eine wichtige St&uuml;tze der spanischen Wirtschaft, schon jetzt leidet. Das neue Sparpaket wird den Konsum insbesondere durch die von der EU gew&uuml;nschte Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer belasten. Die Einhaltung der Sparvorgaben ist auch eine Voraussetzung daf&uuml;r, dass das Land bis zu 100 Mrd. Euro aus den Rettungsfonds EFSF und ESM zur Rekapitalisierung kriselnder Banken erh&auml;lt. Daf&uuml;r muss Spanien seinen Bankensektor teilweise neu strukturieren und sich eine intensive Kontrolle durch die EU-Institutionen gefallen lassen. Die Banken, denen das Geld &uuml;ber den spanischen Rettungsfonds FROB zukommt, m&uuml;ssen sich gesundschrumpfen. Schlie&szlig;ungen sind m&ouml;glich. EU-Gelder flie&szlig;en nur dann, wenn auch private Eigner und Geldgeber der Banken Verluste hinnehmen. Wie von der Mehrwertsteuererh&ouml;hung werden auch von dieser Br&uuml;sseler Vorgabe viele B&uuml;rger getroffen: Hunderttausende Kleinanleger m&uuml;ssen ihre Investments abschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:sparkurs-rajoy-schickt-spanien-in-lange-rezession\/70062268.html\">FTD<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Spaniens kleine Leute sind die gro&szlig;en Verlierer<\/strong><br>\nSpaniens Kleinanleger bangen um ihr Erspartes. Bis zu 300.000 B&uuml;rger, so sch&auml;tzt die Konsumentenschutzvereinigung Adicae, haben sich in den letzten Jahren diese Preferentes aufschwatzen lassen: hochriskante Zwitter aus Anleihen und Aktien. Nun droht ihnendie Teilenteignung: Die Financial Times enth&uuml;llte am Mittwoch, dass die Staaten der Euro-Zone Spaniens notleidende Sparkassen dazu dr&auml;ngen, hohe Abschreibungen vorzunehmen, ehe sie diesen maroden Cajas Notkredite geben. Laut spanischen Medienberichten verlieren die Preferentes-Inhaber dann mindestens 40 Prozent ihres Einsatzes. Als 2007 die Luft aus Spaniens Immobilienblase entwich, wollten die Gro&szlig;anleger keine Preferentes mehr haben. Gerade jetzt hatten aber die Cajas frisches Eigenkapital n&ouml;tiger denn je. Also guckten sie sich eine neue Zielgruppe aus, um ihre Finanzierungsl&ouml;cher zu stopfen: Privatanleger wie Maria Carmen Bolla. Sie schickten ihre Berater los, versprachen den arglosen Kunden fette Rendite ohne Risiko &ndash; und schufen f&uuml;r sie einen k&uuml;nstlichen Sekund&auml;rmarkt, auf dem man die Preferentes zum Nominalpreis verkaufen konnte. Insgesamt sammelten Spaniens Banken rund 30 Mrd. Euro mit solchen hybriden Schuldenprodukten mit Eigenkapitalcharakter ein. Die Finanzaufseher lie&szlig;en ihnen nahezu alles durchgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:bankenkrise-spaniens-kleine-leute-sind-die-grossen-verlierer\/70062145.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bankenunion<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Barry Eichengreen: Sinns Unsinn<\/strong><br>\nEine Gemeinschaftsw&auml;hrung, aber 17 separate Zentralbankaufsichten &ndash; das ist Wahnsinn. Diese Kombination funktioniert nicht. In einer W&auml;hrungsunion sind die grenz&uuml;berschreitenden Auswirkungen nationaler Bankenprobleme tief greifend. Das Vorgehen spanischer Banken hat zu gro&szlig;e Konsequenzen f&uuml;r die deutsche Wirtschaft, als dass es spanischen Aufsichtsbeh&ouml;rden &uuml;berlassen bleiben k&ouml;nnte, und andersherum.<br>\nLehnen die Unterzeichner des Sinn-Schreibens es ab, eine einzelne Aufsicht, einen Einlagensicherungs- und Abwicklungsfonds in Betracht zu ziehen, dann fordern sie im Grunde die R&uuml;ckkehr zu nationalen W&auml;hrungen, denn mit dem jetzigen Arrangement kann der Euro nicht &uuml;berleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:euro-krise-sinns-unsinn\/70062013.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Bankenunion und Europ&auml;ische Demokratie: Wirtschaftsausschuss fordert volle Mitentscheidungsrechte<\/strong><br>\nDer Schritt zu einer tieferen und integrierten Fiskal- und Wirtschaftsunion zwischen den L&auml;ndern bedarf solider Mechanismen f&uuml;r legitime und rechenschaftspflichtige Entscheidungen. Das Europaparlament, die Stimme der europ&auml;ischen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, muss daher umfassend in diesen Prozess eingebunden werden. Der einzige Ausweg ist ein offener und transparenter Prozess, der voller demokratischer Kontrolle unterliegt. Jede L&ouml;sung, die nicht auf einem demokratischen Prozess gr&uuml;ndet,ist zum Scheitern verurteilt.<br>\nDie Zeit der zaghaften Retuschen am bestehenden System zur L&ouml;sung der Krise ist vorbei. Die L&ouml;sungen m&uuml;ssen umfassend sein und die ganze Bandbreite der Probleme abdecken. Die Mitgliedsstaaten d&uuml;rfen keinen R&uuml;ckzieher bei der Umsetzung der Bankenunion machen. Die Arbeit an einer einheitlichen europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rde muss jetzt schnell und geordnet beginnen und dabei das Europaparlament vollst&auml;ndig mit einbeziehen. Im Rahmen der M&ouml;glichkeiten muss das neue Regelwerk die Auswirkungen auf alle 27 Mitgliedsstaaten der EU ber&uuml;cksichtigen. Der Euro ist Teil unserer gemeinsamen Zukunft. Wir fordern die Mitgliedsstaaten deshalb auf, eine echte europ&auml;ische L&ouml;sung f&uuml;r die aktuellen Herausforderungen Europas zu suchen. Wir mussten schmerzhaft lernen, dass es keine Zauberformel gibt, die allein auf nationalen Interessen beruht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2012\/bankenunion-und-europaische-demokratie-wirtschaftsausschuss-fordert-volle-mitentscheidungsrechte\/\">Presserkl&auml;rung der Sprecherinnen und Sprecher der politischen Fraktionen im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung (ECON)<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;konomenstreit &ndash; Praxischeck mit Karl-Heinz Paqu&eacute;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftswissenschaftler Karl-Heinz Paqu&eacute; hat einen sehr lesenswerten Brief an jene Kollegen verfasst, die den kritisierten Aufruf von Ifo-Chef Hans-Werner Sinn unterschrieben haben. Von 2001 bis 2007 war Paqu&eacute; stellvertretender Landesvorsitzender der FDP in Sachsen-Anhalt und dort Finanzminister. Im Gegensatz zu vielen Unterzeichnern des Aufrufs hat er also jede Menge Praxiserfahrung: &hellip;. Ich selbst habe nicht unterschrieben, weil ich in der Sache v&ouml;llig anderer Meinung bin. Ich habe die Stellungnahme zur Europ&auml;ischen Bankenunion unterschrieben, die Frank Heinemann (Berlin) am Freitag initiierte. Aber dies ist nicht der Kernpunkt meiner Mail. Mir geht es um die Rolle des &Ouml;konomen in der Politik- und Krisenberatung, also ein Thema von allgemeiner Bedeutung f&uuml;r unsere Profession. Mit Blick auf diese Rolle sollten wir nochmals ernsthaft und in Ruhe nachdenken. Was diese Rolle betrifft, war m. E. der Aufruf vom Dienstag alles andere als ein Erfolg. Ich erl&auml;utere im Folgenden, weshalb ich dies so sehe. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/07\/09\/okonomenstreit-praxischeck-mit-karl-heinz-paque\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag viele Einsch&auml;tzungen Paqu&eacute;s nicht teilen, aber sein Fazit ist bedenkenswert: &ldquo;Wir m&uuml;ssen zur&uuml;ck zu einer ganzheitlichen Betrachtung. Und wir m&uuml;ssen Alternativen aufzeigen und diskutieren. Die W&auml;hrungsunion ist nun mal da, ob wir dies begr&uuml;&szlig;en oder bedauern, und zwar in ihrer heutigen Form. Die Geschichte l&auml;uft eben asymmetrisch: Will man die W&auml;hrungsunion behalten, kann man nicht einfach dorthin zur&uuml;ck, wo man herzukommen glaubt &ndash; aus der (nicht-globalisierten) Welt entscheidungsautonomer Nationalstaaten ohne jede Haftungsverschr&auml;nkung. Will man aber dorthin zur&uuml;ck (was aus meiner Sicht gar nicht geht), so sollte man offen das Ende der W&auml;hrungsunion fordern, so wie es meines Wissens ein einziger der Unterzeichner (Olaf Henkel) getan hat. Das ist dann ehrlicher und seri&ouml;ser.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Summa summarum Reiche sollen zahlen? Nichts da! <\/strong><br>\nVon Marc Beise<br>\nSelbst an der Krise haben viele Verm&ouml;gende noch gut verdient. Sie profitieren im besonderen Ma&szlig;e von dem Geld, dass die Steuerzahler f&uuml;r die Rettung der Eurozone aufbringen. M&uuml;ssten sie nicht nun auch mehr belastet werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/summa-summarum-reiche-1.1410089\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Marc Beise erkl&auml;rt, dass die Euro-Krise keine Krise, die durch reiche Spekulanten verursacht wurde, sondern dadurch, dass Staaten durch billige Kredite dazu verleitet wurden, &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse zu leben. Man kann schon argumentieren, dass die W&auml;hrungsunion Investoren verf&uuml;hrt hat, Kreditrisiken der S&uuml;dstaaten zu untersch&auml;tzen. Es ist aber nicht so, wie Beise behauptet, dass die Staaten zu viel Geld geliehen haben und &bdquo;&uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt&ldquo; haben. Es ist offenkundig, dass Spanien und Irland vor der Krise Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse gef&uuml;hrt haben und geringe Staatsschulden hatten, und dass Italien seine Defizite stark reduziert hat.<\/em><br>\n<em>Dennoch behauptet Beise, es w&auml;ren die Staaten &ndash; mit Zustimmung der B&uuml;rger &ndash; die &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt h&auml;tten.<\/em><br>\n<em>Und nat&uuml;rlich darf der Hinweis nicht fehlen, Reiche w&uuml;rden Arbeitspl&auml;tze schaffen. Na gut, sie schaffen Arbeitspl&auml;tze &ndash; aber nur dann, wenn die Verbraucher die Produkte, die sie herstellen wollen, nachfragen.<\/em><br>\n<em>Allerdings ist Beise zuzustimmen, dass man anstatt von Zwangsanleihen lieber &uuml;ber eine &Auml;nderung des Steuersystems nachdenken sollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zur Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<strong>Weichenstellung in der Euro-Krise<\/strong><br>\nMit ihren verfassungsrechtlichen Bedenken steht die LINKE nicht allein, so haben unter anderem auch der CSU-Abgeordnete Gauweiler und der N&uuml;rnberger Staatsrechtler Schachtschneider Eilantr&auml;ge gestellt. Diese verfolgen mit ihren Einw&auml;nden aber die entgegengesetzten Ziele und bedienen die europa-feindliche bis rechtspopulistische Stimmung gegen die vermeintlich unf&auml;higen und faulen s&uuml;dlichen EU-L&auml;nder. Diese Sichtweise unterstellt die Hypothese eines reichen Deutschland, dass f&uuml;r die &bdquo;Verfehlungen&ldquo; der anderen Eurol&auml;nder zahlen m&uuml;sse.<br>\nDIE LINKE und Demokratie EV konzentrieren sich in ihren Antragen auf die Frage, ob mit der Verabschiedung von ESM-Vertrag und Fiskalpakt durch eine (Fast)-Allparteien-Koalition im Bundestag nicht die &bdquo;roten Haltelinien&ldquo; des Grundgesetzes &uuml;berschritten seien. Einerseits werden dadurch n&auml;mlich Kompetenten der Haushaltsf&uuml;hrung teilweise auf die europ&auml;ische Ebene verschoben, andererseits ist der Fiskalpakt so konstruiert, dass er &ndash; einmal verabschiedet &minus; auch durch eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat nie wieder ge&auml;ndert werden kann&hellip;<br>\nDer Pr&auml;sident des Verfassungsgericht Vo&szlig;kuhle betonte in der m&uuml;ndlichen Verhandlung zurecht die Herausforderung, dass auch in ungew&ouml;hnlichen Krisensituationen die Verfassung nicht au&szlig;er Acht gelassen werden d&uuml;rfe. &ldquo;Europa fordert den demokratischen Verfassungsstaat ebenso wie der demokratische Verfassungsstaat Europa fordert. Wer dieses Verh&auml;ltnis zu einer Seite aufl&ouml;st, verliert die andere!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/dielinke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/weichenstellung-in-der-euro-krise\/%20\">Axel Troost Die Linke<\/a>\n<li><strong>Protokollarische Notizen zur Anh&ouml;rung in Karlsruhe<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r Interessierte ist es interessant, den Verhandlungsverlauf vor dem Bundesverfassungsgericht nachzulesen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ludwig Poullain: Ex-Bankier und Bankenkritiker: &bdquo;Die M&auml;rkte beherrschen die Szene&ldquo;<\/strong><br>\nDer heute 92-j&auml;hrige Gr&uuml;nder der Westdeutschen Landesbank &uuml;ber Ackermanns 25-%-Rendite, &uuml;ber die Fehler der Landesbanken als Gesch&auml;ftsbanken zu fungieren, &uuml;ber die Euro-Krise und &uuml;ber die Abh&auml;ngigkeit von Merkel und Sch&auml;uble von &bdquo;den M&auml;rkten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gffstream-1.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1342011613\/radio\/tischgespraech\/wdr5_tischgespraech_20120711_2100.mp3\">wdr5 Tischgespr&auml;ch [Audio &ndash; mp3]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein alter, erfahrener Banker, der mit allen und allem abrechnet. Wieder einer, der schonungslos darauf hinweist, dass die Politik in den F&auml;ngen der Finanzwirtschaft ist. Das Tischgespr&auml;ch belegt allerdings auch mit welchen Vorurteilen diese Banker die Welt betrachten. F&uuml;r Poullain sind eben die S&uuml;deurop&auml;er Faulenzer, die ihre L&auml;nder deindustrialisiert haben. Dass und warum diese L&auml;nder auskonkurriert werden konnten, wie die &ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge sind, das hat der Banker selbst in seinem hohen Alter, wie vermutlich die meisten seiner Banker-Kollegen nie bedacht oder es hat ihn nicht interessiert. Er zeichnet eine d&uuml;stere Zukunftsperspektive f&uuml;r den Euro und f&uuml;r Deutschland, ohne auch nur einen Gedanken dar&uuml;ber zu verschwenden, wie eine L&ouml;sung aussehen k&ouml;nnte. Die Folgen einer Wiedereinf&uuml;hrung der alten W&auml;hrungen nicht nur f&uuml;r die Zukunft Europas sondern auch f&uuml;r eine deutsche W&auml;hrung und die deutsche Wirtschaft kommen ihm nicht in den Sinn. Er macht nicht einen Vorschlag, wie das Bankensystem zu regulieren oder zu restrukturieren w&auml;re. Die M&auml;rkte richten eben alles.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Credit-Suisse-Kunden tappen in die Bermuda-Falle<\/strong><br>\nDie Schweizer Gro&szlig;bank lockte Tausende Kunden mit einem Steuertrick. &Uuml;ber sogenannte Bermuda-Produkte schleusten vor allem deutsche Staatsb&uuml;rger Milliarden am Fiskus vorbei. Wie das unmoralische Angebot funktionierte.<br>\nEin neues Datenleck bei der Bank zeigt, dass die Credit Suisse auf ihren Konten nach wie vor massenhaft unversteuerte Verm&ouml;gen hortet. Erneut gelangten die Daten in den Besitz deutscher Steuerbeh&ouml;rden &ndash; auf welchem Wege und wom&ouml;glich gegen welche Geldzahlungen, ist noch unklar.<br>\nNach Recherchen des Handelsblatts sind rund 7000 Kunden betroffen, die meisten von ihnen deutsche Steuerb&uuml;rger. Ihr Geld steckt in sogenannten Bermuda-Produkten &ndash; Konten, die als Lebensversicherungen getarnt wurden und, anders als die meisten Kapitalanlagen, f&uuml;r ihre Laufzeit von mindestens zw&ouml;lf Jahren steuerbefreit sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/neuer-steuerskandal-credit-suisse-kunden-tappen-in-die-bermuda-falle\/6863850.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schweizer Banken leisten offenbar notorische Beihilfe f&uuml;r deutsche Steuerhinterzieher. W&uuml;rde das Steuerabkommen mit der Schweiz in Kraft treten, w&uuml;rden solche Steuerbetr&uuml;gereien vermutlich nie mehr aufgedeckt.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Nicht nur in Deutschland:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Razzia bei Schweizer Gro&szlig;bank UBS<\/strong><br>\nFranz&ouml;sische Steuerfahnder haben offenbar B&uuml;ros der Schweizer UBS durchsucht. Laut Nachrichtenagentur Reuters waren auch Privatwohnungen mehrerer Manager das Ziel der Fahnder. Dem Institut wird Geldw&auml;sche und Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/ubs-razzia-bei-schweizer-grossbank-a-843849.html\">Spiegel-Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Legende vom hei&szlig; begehrten Ingenieur<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Industrie mit immer neuen Panikmeldungen vor dem Fachkr&auml;ftemangel warnt, suchen zehntausende gutausgebildete und hochmotivierte deutsche Ingenieure eine Stelle. Wie passt das zusammen?<br>\nWie kommen die Horrorzahlen hinter dem Fachkr&auml;ftemangel  zustande? Im aktuellen &bdquo;Ingenieurmonitor&ldquo; des VDI f&auml;llt uns auf:<br>\nDie gemeldeten offenen Stellen werden massiv &bdquo;hochgerechnet&ldquo;:  Denn die Unternehmen haben gesagt, sie melden der Arbeitsagentur nur &bdquo;jede siebte Ingenieurstelle&ldquo;. Doch das war im &bdquo;Jahr 2009&ldquo;. Mitten in der Wirtschaftskrise. Der VDI arbeitet weiter mit diesen Zahlen. So kommt er aktuell auf &bdquo;109.200&ldquo; offene Stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/das-erste\/sendungen\/report-muenchen\/videos-und-manuskripte\/arbeitslose-ingenieure102.html\">report M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>IG Metall Jugendstudie: &bdquo;Pers&ouml;nliche Lage und Zukunftserwartungen der jungen Generation 2012&ldquo;<\/strong>\n<ul>\n<li>Brucherfahrungen, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und Unsicherheit verst&auml;rken sich f&uuml;r die junge Generation trotz verbesserter &ouml;konomischer Rahmenbedingungen. Die Debatte um den Fachkr&auml;ftemangel hat ebenfalls keine greifbaren positiven Auswirkungen.<\/li>\n<li>Der Vergleich zwischen den Generationen zeigt eine weiter ansteigende Polarisierung zwischen der jungen Generation und den &uuml;ber 35J&auml;hrigen.<\/li>\n<li>Erste Indikatoren zeigen, dass Werkvertr&auml;ge und Werkvertragsunternehmen eine nicht zu untersch&auml;tzende Gr&ouml;&szlig;enordnung in der Arbeitswelt sind. Junge Besch&auml;ftigte arbeiten besonders h&auml;ufig in solchen Konstellationen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xbcr\/internet\/docs_ig_metall_xcms_188823__2.pdf\">IG Metall [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen: Der &ldquo;Dritte Weg&rdquo; zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realit&auml;t<\/strong><br>\nZentrales Ergebnis der Studie ist die Erkenntnis, dass Ausgr&uuml;ndungen in der Diakonie fl&auml;chendeckend und in den vielf&auml;ltigsten Formen betrieben wird.\n<ul>\n<li>Die Ausgr&uuml;ndungspraxis dient der Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und der Senkung von Arbeitskosten.<\/li>\n<li>Die Zuordnung ausgegr&uuml;ndeter Betriebe zum Diakonischen Werk ist unklar und uneinheitlich.<\/li>\n<li>Die Nutzung von Leiharbeit in diakonischen Einrichtungen ist &uuml;bliche Praxis. Einige diakonische Sozialunternehmen unterhalten eigene Leiharbeitsunternehmen. Anders als Ausgliederungen ist &bdquo;ersetzende&ldquo; Leiharbeit aber kein fl&auml;chendeckendes Ph&auml;nomen. Zudem hat ihre Bedeutung abgenommen.<\/li>\n<li>Hervorzuheben sind weitere vom Dritten Weg abweichende Formen der Arbeitsgestaltung: die Nutzung von einseitig durch den Arbeitgeber festgelegte Arbeitsbedingungen bei einigen Fachverb&auml;nden, Einzelarbeitsvertr&auml;ge als Instrument unternehmerischer Lohnkostensenkung und die unterschiedlichen landeskirchlichen Arbeitsvertragsrichtlinien, die je nach Satzung auch in anderen landeskirchlichen Diakonien genutzt werden k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>Normatives Postulat und Empirie des Dritten Wegs weichen strukturell voneinander ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_fof_2012_07_11.pdf\">Hans B&ouml;ckler Stiftung, Fakten f&uuml;r eine faire Arbeitswelt [PDF &ndash; 6 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sachsens Verfassungsschutz-Chef Boos zur&uuml;ckgetreten<\/strong><br>\nSachsens Verfassungsschutzpr&auml;sident Reinhard Boos tritt &uuml;berraschend zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nBoos zieht damit Konsequenzen aus einer Panne des Geheimdienstes bei der Aufkl&auml;rung des Skandals um die Terror-Zelle NSU, die jahrelang in Zwickau untergetaucht war. Hintergrund des R&uuml;cktritts sei, dass Akten zum Fall der Zwickauer Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund nicht in die parlamentarische Kontrolle miteinbezogen wurden, sagte Ulbig<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/boos106_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html\">MDR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers MF:<\/strong> Das Wort &ldquo;Panne&rdquo; findet sich fast allen Artikeln zum Thema NSU. Eine Panne ist per Definition ein Missgeschick, ein durch Unachtsamkeit verursachter Fehler. Diese Argumentation ist den Verantwortlichen des Verfassungsschutzes zuzugestehen, aber dass auch die Medien diese Formulierung &uuml;bernehmen, halte ich f&uuml;r einen weiteren Beweis von Meinungsmache. Sollte man die Bewertung, ob der Vorgang tats&auml;chlich nur eine &ldquo;Panne&rdquo; war, nicht dem dem Untersuchungsauschuss &uuml;berlassen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Vgl. auch zum Thema &bdquo;Pannen&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p><strong>NSU-Ermittlungspannen &ndash; Sachsens Verfassungsschutzchef tritt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/nsu-ermittlungspannen-sachsens-verfassungsschutzchef-tritt-zurueck-a-843817.html\">Spiegel-Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Noch ein Verfassungssch&uuml;tzer geht<\/strong><br>\nNach den Geheimdienstchefs aus Th&uuml;ringen und im Bund wird nun Sachsens oberster Verfassungssch&uuml;tzer versetzt.<br>\nHintergrund ist offenbar eine Panne bei Ermittlungen zur Terrorzelle NSU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Konsequenz-aus-NSU-Skandalen\/!97105\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Verfassungsschutzpr&auml;sident Boos tritt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Pannen bei der Aufkl&auml;rung der von Neonazis ver&uuml;bten Mordserie haben eine weitere personelle Konsequenz: Sachsens Verfassungsschutzpr&auml;sident Reinhard Boos gibt sein Amt auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/sachsen-verfassungsschutzpraesident-boos-tritt-zurueck-11816941.html\">faz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Br&uuml;ssel schl&auml;gt neue Abgasnormen f&uuml;r Autos vor<\/strong><br>\nNeuwagen in Europa sollen ab 2020 im Durchschnitt nur noch 95 Gramm des Klimagases Kohlendioxid pro Kilometer aussto&szlig;en d&uuml;rfen. Durch den geringeren Verbrauch k&ouml;nnten Autofahrer beim Erwerb eines neuen Wagens erheblich sparen, erkl&auml;rte die EU-Kommission bei der Vorstellung des Vorschlags in Br&uuml;ssel. Der Vorschlag beh&auml;lt den umstrittenen Ansatz bei, dass gro&szlig;e Wagen mehr Abgase aussto&szlig;en d&uuml;rfen als kleine Modelle&hellip;<br>\nDeutsche Firmen wie BMW mit vor allem gro&szlig;en Autos bekommen also h&ouml;here Grenzwerte zugestanden. Hedegaard verteidigte den Ansatz als &ldquo;fair und ausgewogen&rdquo;, weil die Hersteller proportional gleich stark reduzieren m&uuml;ssten &ndash; n&auml;mlich 27 Prozent weniger CO2 im Jahr 2020 verglichen mit 2015.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.google.com\/hostednews\/afp\/article\/ALeqM5iD-AdMPG9YV5PZv1MHgB-sSiJnbg?docId=CNG.d70d8da9967ab0ab5934799efab0c3f5.481\">AFP<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die deutsche Automobillobby mit ihren spritfressenden Luxuskarossen haben sich in Br&uuml;ssel mal wieder erfolgreich durchgesetzt. Die EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard begr&uuml;ndete die Bevorzugung der gro&szlig;en Autos mit einem ziemlich unsinnigen Vergleich. Man k&ouml;nne von einem Dickleibigen nicht verlangen, dass er mehr  abspeckt als ein Normal- oder Untergewichtiger. Umgekehrt w&uuml;rde ein Schuh daraus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Netzentwicklungsplan &ndash; Konzerninteressen gegen B&uuml;rgerbeteiligung und Energiewende<\/strong><br>\nGestern endete die Frist f&uuml;r die B&uuml;rgerbeteiligung zum Entwurf des Netzentwicklungsplans. Auf den ersten Blick erscheint es so, als h&auml;tte man hier den B&uuml;rgern die M&ouml;glichkeit gegeben, ihre Interessen und Bedenken einzubringen. Doch eine wirkliche Partizipation scheint gar nicht erw&uuml;nscht zu sein.<br>\nDenn es ist offenkundig: Der grunds&auml;tzliche Kurs, ein zentralistisches Versorgungssystem zu konservieren und in der Netzstruktur dauerhaft zu verankern, stand nie zur Disposition&hellip;<br>\nDer vorliegende Entwurf zum Netzentwicklungsplan dient nicht in erster Linie der Energiewende, sondern vor allem den &Uuml;bertragungsnetzbetreibern, die ein betriebswirtschaftliches Interesse daran haben, auch k&uuml;nftig m&ouml;glichst viel Energie zu transportieren. Sie sind somit auch der falsche Ansprechpartner f&uuml;r eine effiziente Stromnetzstruktur. Er dient weiterhin den zentralistischen Stromkonzernen, die so ihre Macht festigen k&ouml;nnen, die durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien stetig schwindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.de\/de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1661&amp;Itemid=379\">Eurosolar<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>US-Offizier zu Afghanistan: &laquo;Milit&auml;rf&uuml;hrung t&auml;uscht US-Bev&ouml;lkerung&raquo;<\/strong><br>\nEin Insider packt aus: Oberstleutnant Daniel Davis ist der erste ranghohe Offizier, der sagt, die Strategie der USA in Afghanistan sei gescheitert. Gegen&uuml;ber dem Schweizer Fernsehen sagt Davis: Nach dem Abzug der internationalen Streitkr&auml;fte bis Ende 2014 sei ein B&uuml;rgerkrieg wahrscheinlich.<br>\nDutzende von ehemaligen K&auml;mpfern in Afghanistan haben sich zur Gruppe &laquo;Veteranen gegen den Krieg&raquo; zusammengeschlossen. In &laquo;10vor10&raquo; kritisieren sie, dass die USA nach zehn Jahren Kriegsf&uuml;hrung in Afghanistan auf der ganzen Linie gescheitert sind&hellip;<br>\n&laquo;Die Taliban sind zu stark&raquo;, sagt Davis. Wenn alle Nato-Staaten es nicht schaffen, gegen sie vorzugehen, wie sollten es denn die Afghanen alleine schaffen? Davis: &laquo;Die amerikanische Bev&ouml;lkerung wird get&auml;uscht!&raquo;<br>\nNach dem Abzug der Nato-Truppen rechne er mit einem B&uuml;rgerkrieg &ndash; die Wahrscheinlichkeit betrage seiner Meinung nach &uuml;ber 75 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.sf.tv\/Nachrichten\/Archiv\/2012\/07\/10\/International\/US-Offizier-zu-Afghanistan-Militaerfuehrung-taeuscht-US-Bevoelkerung\">Tagesschau Schweizer Fernsehen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>CHE: Nachfrage nach Studium ohne Abitur so hoch wie noch nie in Deutschland<\/strong><br>\nDer Boom beim Studium ohne Abitur wirkt sich in den einzelnen Bundesl&auml;ndern sehr unterschiedlich aus. So besitzen in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2,2 Prozent und 4,2 Prozent aller Studienanf&auml;nger(innen) kein Abitur. Mit diesen Quoten nehmen diese Bundesl&auml;nder im deutschlandweiten Vergleich die drei Spitzenpl&auml;tze ein. Th&uuml;ringen, Sachsen und das Saarland bilden mit Anteilen zwischen 0,9 Prozent und 0,4 Prozent hingegen die Schlusslichter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.che.de\/cms\/?getObject=5&amp;getNewsID=1449&amp;getCB=398&amp;getLang=de\">CHE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie man bei einem Anteil von 2,1 Prozent der Studienanf&auml;nger\/innen ohne Abitur (also Meister und Berufst&auml;tige mit mehrj&auml;hriger Berufspraxis) von einem &bdquo;Boom&ldquo; sprechen kann, erschlie&szlig;t sich wohl nur den Besch&ouml;nigern des bertelsmannschen CHE.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Folgen der Privatisierung: Amerikanische Horrorgeschichten<\/strong><br>\nVon Paul Krugman<br>\nIndem Regierungsaufgaben immer &ouml;fter privatisiert werden, wird der Staat zu einem Vergn&uuml;gungspark: Wer mitspielen will, muss nur bezahlen. Dass dieses Spiel Menschenleben bedroht, zeigen auf schreckliche Weise die Resozialisierungszentren von New Jersey.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/folgen-der-privatisierung-amerikanische-horrorgeschichten,1472602,16592640.html\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13836","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13836"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13838,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13836\/revisions\/13838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}