{"id":13845,"date":"2012-07-13T08:43:28","date_gmt":"2012-07-13T06:43:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845"},"modified":"2012-07-13T08:43:28","modified_gmt":"2012-07-13T06:43:28","slug":"hinweise-des-tages-1674","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h01\">Schlamassel in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h02\">Griechenland: Seemacht ohne Steuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h03\">Banken, die unheimlichen Schattenwesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h04\">Steuerschwindel mit Tarnversicherungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h05\">Schavan wirbt um spanische Auszubildende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h06\">Arbeitnehmerkammer Bremen: Arbeitslosenversicherung verliert an Bedeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h07\">Bundessozialgericht: Neue Hartz-IV-S&auml;tze sind verfassungsgem&auml;&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h08\">Nur 3000 Schlecker-Frauen haben wieder Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h09\">Jobcenter Berlin 2011: Nahezu 100.000 Sanktionen und 75 Millionen Euro an Bund zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h10\">Hilfe f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h11\">Rentenkasse: Her mit dem Geld, das uns zusteht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h12\">2011: Zahl der Inobhutnahmen durch Jugend&auml;mter weiter gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h13\">J&uuml;rgen R&uuml;ttgers: Sieben Schritte zu einer lebenswerteren Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h14\">Lobbyismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h15\">Gazprom &ndash; das unheimliche Imperium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h16\">Gerichtshof kippt Saatgut-Monopol der Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h17\">Frankreich hat Probleme mit nuklearem Abfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h18\">Die Piraten arbeiten l&auml;ngst daran, die Gr&uuml;nen zu beerben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h19\">Demokratie, oder: Die geraubte Braut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h20\">Le Monde diplomatique &ndash; Juliausgabe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schlamassel in Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es war wieder eine lange Nacht<\/strong><br>\nDie Ergebnisse sind mager, die die Euro-Finanzminister nach einer langen Nacht verk&uuml;nden konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F07%2F11%2Fa0091&amp;cHash=cb00e2a2a7\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das hei&szlig;t u.a. dass es der spanischen Regierungen nicht gelungen ist, die Ausgaben zur Bankenrettung aus dem Staatshaushalt herauszuhalten, was sowie so nur Augenwischerei gewesen w&auml;re. Was im Nachhinein wirklich erstaunt, ist, dass Europa anscheinend von der spanischen Bankenkrise &uuml;berrascht wurde &ndash; oder so tut. Sp&auml;testens die im Desaster endende Fusion der Sparkassen Caja Madrid und Bancaja mit f&uuml;nf kleineren Geldinstituten zu einer neuen Bank (Bankia) in 2011 zeigt wie fahrl&auml;ssig die spanische Regierung bzw. wie unaufmerksam die EU das Platzen der Immobilienblase verfolgte. Die Summe der ausstehenden Immobilienkredite bel&auml;uft sich mittlerweile auf 320 Milliarden Euro, davon sind 180 Milliarden im Verzug. Die andere Seite des von Ulrike Herrmann benannten &bdquo;Sparparadox&ldquo; ist die im Zuge des Wirtschaftseinbruchs weitere Steigerung der Arbeitslosenzahl, d. h. noch mehr Kredite werden notleidend, die Banken geraten in noch gr&ouml;&szlig;ere Schwierigkeiten. Auch das neue Austerit&auml;tsprogramm (s.u.) zeichnet sich dadurch aus, abgesehen davon dass es absolut kontraproduktiv ist, dass Verm&ouml;gende und h&ouml;here Einkommen in diesem Sparpaket nicht vorkommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Raus aus dem Schlamassel&laquo;?<\/strong><br>\nDer konservative Regierungschef in Spanien Mariano Rajoy greift auf die abgedroschene Politikformel zur&uuml;ck: zu dem von ihm trotz anhaltender und massiver werdender Proteste verk&uuml;ndeten K&uuml;rzungsprogramm gebe es &raquo;keine Alternative&laquo;&hellip;<br>\nIn den ersten Monaten verabschiedete die konservative Regierung einen Haushalt, der K&uuml;rzungen von 27 Mrd. Euro vorsieht und schob kurz danach ein weiteres Sparpaket von 10 Mrd. Euro nach. Mit dieser kombinierten Rosskur sollte die Zielvorgabe der EU eingehalten werden: Senkung der Neuverschuldung von 8,5% des BIP auf 5,3% in diesem Jahr, davon sollten maximal 3,5% auf den Zentralstaat und 1,8% auf die Regionen und andere staatliche Einrichtungen entfallen&hellip;<br>\nWird die Rosskur zur Punktlandung bei der Quote des Staatsdefizits f&uuml;hren? Die meisten Experten sind skeptisch. In diesem Jahr erwartet Spanien einen R&uuml;ckgang seiner Wirtschaftsleistung um knapp 2%, und steckt damit zum zweiten Mal seit 2009 in einer Rezession. &raquo;Das erste Quartal d&uuml;rfte genauso ausgefallen sein wie das letzte Quartal des vergangenen Jahres&laquo;, sagt Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Zugleich nimmt die Arbeitslosigkeit rasant zu. Das Land hat mit 22,9% bereits die h&ouml;chste Arbeitslosenquote in der Europ&auml;ischen Union (EU). Bis zum Jahresende rechnet die Regierung mit einer Quote von 24,3% und einem Anstieg der Erwerbslosen auf fast 6 Millionen Menschen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/raus-aus-dem-schlamassel\/\">Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Krawalle in Spanien bei Bergarbeiterprotesten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/proteste-der-bergarbeiter-verletzte-bei-demonstrationen-in-spanien-a-843923.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Schlie&szlig;ung von Minen, die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent, die Erh&ouml;hung der Energiesteuer, K&uuml;rzungen der Geh&auml;lter im &Ouml;ffentlichen Dienst, Senkung der Arbeitslosenhilfe, Einsparungen von 65 Milliarden Euro in den n&auml;chsten zweieinhalb Jahren, das alles und noch viel mehr, entspricht der &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo;. Der Protest dagegen ist nat&uuml;rlich &bdquo;Krawall&ldquo;.<\/em><br>\nSchauen Sie einmal selbst, wer hier Krawall macht: <\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.rt.com\/news\/fires-bullets-protesting-miners-939\/\">Over 70 injured as protesters clash with police in Madrid<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=q1s2Eg4nsik\">La policia del R&eacute;gimen dispara a ni&ntilde;as y mujeres 76 heridos, Madrid Espa&ntilde;a<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland: Seemacht ohne Steuer<\/strong><br>\nDer Krisenstaat Griechenland ist fast pleite. Dennoch zahlt die erfolgreichste Branche des Landes, die Reedereien, praktisch keine Abgaben &ndash; wie auch anderswo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F07%2F12%2Fa0104&amp;cHash=023f330524\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Banken, die unheimlichen Schattenwesen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Im Schatten der Kontrollen<\/strong><br>\nWeil Schattenbanken keiner offiziellen Bankenaufsicht unterliegen, wei&szlig; bis heute niemand genau, wie gro&szlig; das Volumen ist. Der internationale Finanzstabilit&auml;tsrat (FSB) sch&auml;tzt, dass ihr Volumen bei mehr als 46 Billionen Euro liegt. Das sind knapp 60 Billionen Dollar und macht damit fast ein Drittel aller weltweit gehandelten Finanzprodukte aus. Praktisch alle Experten f&uuml;rchten, dass dieses Volumen w&auml;chst und zwar umso mehr, je st&auml;rker das Gesch&auml;ft der normalen Banken reguliert wird&hellip;<br>\nNiemand wei&szlig;, wie gro&szlig; das Risiko ist, dass die hier verwalteten Kredite platzen.<br>\nSeit Beginn der Finanzkrise vor vier Jahren ist klar, dass die in den Schattenbanken angeh&auml;uften Risiken im Krisenfall die offiziellen Banken in Gefahr bringt und auch dieser Bereich reguliert werden muss. Passiert ist bislang wenig &ndash; in Europa so gut wie nichts&hellip;<br>\nSolange die Banken zwar immer st&auml;rker reguliert werden, der wachsende Bereich der Schattenbanken aber weiter wuchern kann, solange droht das in Schattenbanken versteckte Risiko immer unkalkulierbarer und gef&auml;hrlicher zu werden. Vorschl&auml;ge, diese riskanten Schlupfl&ouml;cher zu stopfen, liegen seit Jahren vor. Erfolgreich kann das nat&uuml;rlich nur sein, wenn es weltweit erfolgt. Und da haben unterschiedlichste Interessen bislang jeglichen Fortschritt verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,g14yuwn57c79vi7q~cm.asp\">Das Erste plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Verst&auml;ndliche Erkl&auml;rung des Schattenbankwesens. Interessant auch die Aktivit&auml;ten der Deutschen Bank auf diesem Feld.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Absprachen, Manipulationen, Betrug <\/strong><br>\nDie Gro&szlig;banken der Welt sind gleich reihenweise in kriminelle Machenschaften verwickelt. Mit Bu&szlig;en alleine ist das Problem nicht zu l&ouml;sen. Die verantwortlichen ManagerInnen m&uuml;ssen vor Gericht gestellt werden. Und es braucht st&auml;rkere staatliche Aufsichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/-2f5e\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Transparency International: Banken viel zu zugekn&ouml;pft<\/strong><br>\nBei der Frage nach Einsichtsm&ouml;glichkeiten in die Gesch&auml;fte der 105 weltweit gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Unternehmen schnitt die Geldbranche besonders schlecht ab. &ldquo;Die Studie belegt erneut, dass wir mehr Regulierung und verbindliche Berichtsstandards f&uuml;r den Finanzsektor brauchen&rdquo;, sagte die deutsche TI-Chefin Edda M&uuml;ller am Dienstag in Berlin. Man k&ouml;nne nicht Steuergelder zur eigenen Rettung kassieren und sich gleichzeitig weigern, die selbst gezahlten Steuern zu ver&ouml;ffentlichen. Die Organisation sieht einen Zusammenhang zwischen der Transparenz eines Unternehmens und seiner Korruptionsanf&auml;lligkeit. Die Angaben zu Gewinnen und Steuerzahlungen in armen L&auml;ndern mit fragw&uuml;rdigen Regierungsstrukturen seien oft zu d&uuml;rftig, es gebe zudem zu wenig Angaben &uuml;ber Antikorruptionsprogramme, meint TI. Mehr als die H&auml;lfte der untersuchten Firmen mit einem B&ouml;rsenwert von insgesamt 11 Billionen Dollar h&auml;tten keine Aussagen dar&uuml;ber gemacht, ob sie Gelder an Parteien und Politiker zahlten. Vor allem der Finanzsektor gab sich zugekn&ouml;pft: Von zehn m&ouml;glichen Transparenzpunkten erhielten die 24 untersuchten Banken und Versicherungen im Schnitt 4,2 Punkte. Deutsche Konzerne rangierten im oberen Drittel der Liste. Mit einem Wert von 6,7 landete BASF auf Platz sieben. Die Telekom belegte Platz 29, der Energiekonzern Eon Platz 30. F&uuml;r Edda M&uuml;ller dennoch kein befriedigendes Ergebnis: &ldquo;Keines der sieben Unternehmen aus Deutschland ver&ouml;ffentlicht, wie viel Steuern ihre T&ouml;chter in den jeweiligen L&auml;ndern zahlen, in denen sie t&auml;tig sind.&rdquo; Nur so k&ouml;nne festgestellt werden, ob Regierungen geschmiert oder Steuern umgangen werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F07%2F11%2Fa0064&amp;cHash=ef5467c06d\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/12-07-10-TRAC.2128.0.html\">Transparency International Pressemitteilung<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/files.transparency.org\/content\/download\/459\/1891\/file\/2012_TransparencyInCorporateReporting_EN.pdf\">Transparency International, der Bericht [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Transparency International: Eine falsche Auswahl<\/strong><br>\n&hellip;Die Bedeutung der Untersuchung wird durch das Fehlen wichtigster Akteure geschm&auml;lert. So fehlt der US-Investmentriese Morgan Stanley ebenso wie Europas Nummer eins, die Deutsche Bank &ndash; Gro&szlig;banken, die vom Finanzstabilit&auml;tsrat der G-20-Staaten als &ldquo;systemrelevant&rdquo; eingestuft wurden. Ohnehin untersch&auml;tzt TI Banken, und Versicherungen sowie Fondsgesellschaften fehlen fast g&auml;nzlich. Stattdessen tauchen weltwirtschaftliche Leichtgewichte wie der Brausehersteller Pepsi-Cola oder die spanische Telef&oacute;nica auf. Schuld an der empirischen Schieflage ist das Auswahlverfahren. TI suchte seine Hundertschaft nach deren B&ouml;rsenkapitalisierung aus, gelistet von einem Nachrichtenmagazin (Forbes) f&uuml;r das Jahr 2010. Da herrschte aber tiefste Krise. Banken und Versicherungen galten an der B&ouml;rse nichts. Es d&uuml;rfte sich f&uuml;r TI lohnen, Stefano Battiston einzuladen. Dessen Forscherteam an der Eidgen&ouml;ssischen Technischen Hochschule filterte in der ersten globalen Netzwerkanalyse aus Millionen von Unternehmen die 147 ma&szlig;geblichen Akteure der Weltwirtschaft heraus. Spannend dabei: Die Top 50 sind fast exklusiv Banken, einige Versicherungen und Fonds. Da selbst f&uuml;r korrupte Manager der weiche Faktor &ldquo;Image&rdquo; z&auml;hlt, w&auml;re es zweckm&auml;&szlig;ig, wenn TI das n&auml;chste Mal die wirklich wichtigen Konzerne unter die Lupe nehmen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F07%2F11%2Fa0089&amp;cHash=793db2d6f1\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerschwindel mit Tarnversicherungen<\/strong><br>\nTausende deutsche Credit-Suisse-Kunden m&uuml;ssen zittern: Durch eine Datenpanne erfuhr der Fiskus, dass sie Geld in Scheinversicherungen angelegt haben, um Steuern zu sparen. Wie funktionieren diese Finanzkonstrukte? Welche Folgen drohen den Kunden? Antworten auf die wichtigsten Fragen.<br>\n&ldquo;Der Credit-Suisse-Skandal kommt f&uuml;r Finanzminister Sch&auml;uble zu einem ung&uuml;nstigen Zeitpunkt&rdquo;, sagt Steuergewerkschafter Eigenthaler. Sch&auml;uble ringt derzeit mit den SPD-gef&uuml;hrten Bundesl&auml;ndern um die Bundesratsmehrheit f&uuml;r ein weitreichendes Steuerabkommen mit der Schweiz&hellip; Manche der jetzt ertappten Credit-Suisse-Kunden h&auml;tten nach der Ratifizierung des Abkommens m&ouml;glicherweise die Chance, straffrei davonzukommen&hellip;<br>\nDas Finanzministerium sieht jedoch nach Aussage eines Sprechers keine Notwendigkeit, das Abkommen mit der Schweiz nachzuverhandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuerskandal-was-den-kunden-der-credit-suisse-droht-a-844084-druck.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schavan wirbt um spanische Auszubildende<\/strong><br>\nIn Spanien ist die Jugendarbeitslosigkeit dramatisch hoch, in Deutschland droht ein Fachkr&auml;ftemangel. Das passt doch gut zusammen, dachte sich Bundesbildungsministerin Schavan &ndash; und warb um Auszubildende aus S&uuml;deuropa.<br>\n&bdquo;Damit k&ouml;nnen wir unseren Fachkr&auml;ftebedarf ein bisschen besser decken&ldquo;, sagte die CDU-Politikerin (Schvan) am Donnerstag im ZDF-&bdquo;Morgenmagazin&ldquo;.<br>\nIn Griechenland sagt mehr als jeder zweite Absolvent eines technischen Studiengangs, dass er sich nach einer Stelle im Ausland umsehen will. In Spanien und Portugal hegen jeweils mehr als 40 Prozent solche Pl&auml;ne, in Italien sind es 37 Prozent. Das geht aus der gr&ouml;&szlig;ten Absolventenbefragung Europas hervor, die das Berliner Trendence-Institut j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/fachkraeftemangel-schavan-wirbt-um-spanische-auszubildende-11817996.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hier soll also die &bdquo;Reservearmee&ldquo; an Fachkr&auml;ften angeworben werden, damit man hierzulande die Ausbildungskosten einsparen und den Lohndruck auf die Arbeitnehmer erh&ouml;hen kann.<\/em><br>\n<em>Siehe zur beruflichen Situation der jungen Generation bei uns die IG Metall-Studie &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xbcr\/internet\/docs_ig_metall_xcms_188823__2.pdf\">Pers&ouml;nliche lange und Zukunftserwartungen der jungen Generation 2012<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Siehe &uuml;ber die zweifelhaften Zahlen zum Fachkr&auml;ftemangel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10481\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7364\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitnehmerkammer Bremen: Arbeitslosenversicherung verliert an Bedeutung<\/strong><br>\nDie Arbeitslosenversicherung verliert zunehmend an Bedeutung, wie eine aktuelle Untersuchung der Arbeitnehmerkammer Bremen zeigt. Demnach haben im Land Bremen nur noch 18 Prozent der Arbeitslosen &uuml;berhaupt Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Deutlich zugenommen hat insbesondere die Zahl derer, die aus einer Besch&auml;ftigung direkt ins Hartz-IV-System wechseln &ndash; dies trifft inzwischen auf mehr als ein Drittel derjenigen zu, die sich neu arbeitslos melden (35 Prozent).&bdquo;Die Arbeitslosenversicherung ist l&auml;ngst nicht mehr das zentrale Netz sozialer Sicherung&rdquo;, warnt Ingo Schierenbeck, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Arbeitnehmerkammer. &bdquo;Immer mehr Besch&auml;ftigte zahlen Beitr&auml;ge, ohne im Bedarfsfall auch Leistungen zu erhalten. Dies bedroht auf Dauer die Akzeptanz der Arbeitslosenversicherung.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/presse\/pressearchiv\/20120712_arbeitslosengeld.html\">Pressemitteilung der Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a><br>\nQuelle 2: Studie &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/cms\/upload\/Presse\/Studie_Der_Bedeutungsverlust_der_Arbeitslosenversicherung.pdf\">Der Bedeutungsverlust der Arbeitslosenversicherung [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundessozialgericht: Neue Hartz-IV-S&auml;tze sind verfassungsgem&auml;&szlig;<\/strong><br>\nDas Bundessozialgericht (BSG) h&auml;lt die Hartz-IV-Reform von 2011 f&uuml;r verfassungsgem&auml;&szlig;. Bei der Neuberechnung der Regelleistungen habe die Bundesregierung weder gegen das Grundrecht auf Menschenw&uuml;rde noch gegen das Sozialstaatsprinzip versto&szlig;en, befanden die Kasseler Richter.<br>\n&ldquo;Die H&ouml;he des Regelbedarfs f&uuml;r Alleinstehende ist nicht in verfassungswidriger Weise zu niedrig festgesetzt worden&rdquo;, sagte der Senatsvorsitzende Peter Udsching.<br>\nDie Hartz-IV-S&auml;tze reichen dem Gericht zufolge f&uuml;r das Existenzminimum&hellip;<br>\nDoch auch ohne eine Vorlage aus Kassel wird sich das Bundesverfassungsgericht erneut mit Hartz IV befassen m&uuml;ssen. Denn das Sozialgericht (SG) Berlin h&auml;lt die aktuellen S&auml;tze, im Gegensatz zum BSG, immer noch f&uuml;r unzureichend und nicht transparent. Der Betrag f&uuml;r einen Alleinstehenden sei um 36 Euro pro Monat zu niedrig. Es hatte daher schon im April einen Fall nach Karlsruhe weitergereicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/entscheidung-des-bundessozialgerichts-neue-hartz-iv-saetze-sind-verfassungsgemaess-1.1410729\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun m&uuml;ssen die Hartz-IV-Empf&auml;nger also wieder auf Karlsruhe warten und das kann dauern, dabei geht es um Millionen von Menschen.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Oberster Hartz-IV-Richter: &raquo;Wer kochen kann, dem reichen 130 Euro&laquo;<\/strong><br>\nBundessozialrichter Peter Udsching, Vorsitzender des Hartz-IV-Senats, &uuml;ber h&ouml;here Regels&auml;tze f&uuml;r Kinder, einen allgemeinen Mindestlohn und warum 130 Euro im Monat gen&uuml;gen, um sich vern&uuml;nftig zu ern&auml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guter-rat.de\/recht\/Oberster_Hartz-IV-Richter_1505735.html\">Guter Rat<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nur 3000 Schlecker-Frauen haben wieder Arbeit <\/strong><br>\nMehr als 15.000 Mitarbeiter der Drogeriekette haben sich bislang arbeitslos gemeldet. Inzwischen ist klar: Sie haben kaum Chancen auf neue Jobs im Handel.<br>\nDie Vermittlung der entlassenen Schlecker-Frauen verl&auml;uft schleppend. Nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sind von den 15 161 arbeitslos gemeldeten ehemaligen Mitarbeitern der insolventen Drogeriekette bisher nur ein F&uuml;nftel in neue Jobs vermittelt worden. 3068 seien wieder in Arbeit, 4251 in Qualifikationsma&szlig;nahmen, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf Anfrage.<br>\nIn welche Jobs die Mitarbeiter vermittelt wurden, erhebt die Beh&ouml;rde nicht. Weitere 1185 ehemalige Schlecker-Mitarbeiter h&auml;tten sich ohne Angabe von Gr&uuml;nden wieder abgemeldet und tauchen daher nicht mehr in der Statistik auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/zwischenbilanz-nur-3000-schlecker-frauen-haben-wieder-arbeit\/6873116.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong><\/em> <em>4251 in Qualifikationsma&szlig;nahmen.<\/em><br>\n<em>&Uuml;bersetzt: Papierflieger falten, raus aus der Statistik und rein ins Jobwunder.<\/em><br>\n<em>In welche Jobs die Mitarbeiter vermittelt wurden, erhebt die Beh&ouml;rde nicht.<\/em><br>\n<em>&Uuml;bersetzt: Unter Androhung von Sanktionen raus aus der Statistik, rein in die Leiharbeit und rein ins Jobwunder.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Wirtschaftsminister R&ouml;sler: &bdquo;Aus unserer Sicht ist jetzt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit am Zug. Jetzt gilt es f&uuml;r die Besch&auml;ftigten &ndash; mehr als 10.000 vornehmlich Frauen, alleinerziehende M&uuml;tter und &auml;ltere Frauen &ndash; <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uNhPOLAFwr4\">schnellstm&ouml;glich eine Anschlussverwendung selber zu finden<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Mit dieser Begr&uuml;ndung lehnte R&ouml;sler die Bildung einer Transfergesellschaft ab, was letztlich zu Abfindungsklagen gef&uuml;hrt hat, was wiederum die Verkaufsverhandlungen f&uuml;r Schlecker (oder wenigstens von Teilen der Kette) ma&szlig;geblich behindert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jobcenter Berlin 2011: Nahezu 100.000 Sanktionen und 75 Millionen Euro an Bund zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Zahl der von den 12 Berliner Jobcentern neu festgestellten Sanktionen gegen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (SGB II) ist in 2011 auf den (bisherigen) Rekordwert von nahezu 100.000 gestiegen, darunter etwa 73.000 (73,9%) wegen &bdquo;Meldevers&auml;umnis beim Tr&auml;ger&ldquo;. Dies waren 41,1 Prozent Sanktionen mehr als zwei Jahre zuvor (2009).<br>\nGleichzeitig (2011) wurden von den 12 Berliner Jobcentern nahezu 75 Millionen Euro der ihnen zugewiesenen Bundesmittel f&uuml;r &bdquo;Verwaltungskosten&ldquo;2 und &bdquo;Eingliederungsleistungen&ldquo; nicht f&uuml;r diese Zwecke ausgegeben. Die nicht ausgesch&ouml;pften Mittel flossen an den Bund zur&uuml;ck. Sie entlasten je zur H&auml;lfte den Bundeshaushalt und den Haushalt der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) &ndash; wegen einer entsprechenden<br>\nReduzierung des von der BA an den Bund zu zahlenden &bdquo;Eingliederungsbeitrags&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-07-12_jobcenter-berlin-2011-sanktionsrekord-geld-zuru.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 198 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hilfe f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nNachdem der Piraten-Politiker Johannes Ponader in einem Artikel in der FAZ &uuml;ber seine Erfahrungen mit der Hartz IV-Beh&ouml;rde berichtete, bildete sich auf Twitter eine Initiative von Freiwilligen, die sich als Amts-Mitg&auml;nger und -Mitg&auml;ngerin zur Verf&uuml;gung zu stellen. Telepolis sprach dar&uuml;ber mit mit Claudia B.1, die an dieser Initiative teilnimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/37\/37237\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rentenkasse: Her mit dem Geld, das uns zusteht!<\/strong><br>\nDie Rentenkasse wird einen &Uuml;berschuss von 28 Milliarden erwirtschaften. Doch die Union und die SPD wollen den Beitragszahler nicht entlasten, sondern sich lieber die Spendierhosen vollstopfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article107810366\/Her-mit-dem-Geld-das-uns-zusteht.html?config=print\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Dieser Beitrag ist unglaublich dumm und primitiv.<\/em><br>\n<em>Die Leserin \/ der Leser wird mit der Forderung nach einer Beitragsr&uuml;ckerstattung von sechs Milliarden Euro anstatt &bdquo;vollgestopfter Spendierhosen&ldquo; konfrontiert. Man bekommt die absolute Zahl von sechs Milliarden Euro um die Ohren gehauen, ohne den Hauch einer &Uuml;berlegung, in welcher Zeitspanne diese R&uuml;ckerstattung erfolgen soll. Sechs Milliarden Euro innerhalb von einem Jahr? Innerhalb von zwei Jahren? L&auml;nger, k&uuml;rzer?<\/em><br>\n<em>Wie viele sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigte gibt es in Deutschland? Nun denn, im Gegensatz zum Autoren <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulf_Poschardt\">Ulf Poschardt<\/a> k&ouml;nnen wir Fakten ermitteln und Zahlen hinterfragen. Ende 2011 (Stand 31.12.2011) gab es in Deutschland knapp <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/GesamtwirtschaftUmwelt\/Arbeitsmarkt\/Erwerbstaetigkeit\/Beschaeftigungsstatistik\/Tabellen\/Altersgruppen.html\">28,8 Millionen (28787490) sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigte<\/a>. Eine Beitragsr&uuml;ckerstattung von sechs Milliarden Euro innerhalb von einem Jahr &ndash; wir wissen nicht, was es werden soll, wir tippen und rechnen jetzt einfach mal &ndash; ginge nat&uuml;rlich zu je 50% an Arbeitgeber und Arbeitnehmer\/innen. Drei Milliarden Euro durch 28787490 Besch&auml;ftigte br&auml;chte durchschnittlich eine Beitragsentlastung von &euro; 104,21 im Jahr bzw. &euro; 8,68 im Monat. Das ist der durchschnittliche Betrag aller sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten und dieser reicht f&uuml;r einmal Pizza Essen im Monat ohne Extra-K&auml;se, ohne Getr&auml;nke und ohne Trinkgeld. Allerdings bek&auml;me selbstverst&auml;ndlich nicht jede\/r &euro; 8,68 sondern dies richtet sich nach dem regelm&auml;&szlig;igen Rentenversicherungsbrutto.<\/em> <em>Spitzenverdiener h&auml;tten das &bdquo;Gl&uuml;ck&ldquo;, in den Genuss einer niedrigen zweistelligen R&uuml;ckerstattung zu kommen, w&auml;hrend Niedrig- und Prek&auml;rlohn-Besch&auml;ftigte je nach Einkommen nur wenige Euro mehr Entgelt im Monat h&auml;tten und Geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte bek&auml;men in den meisten F&auml;llen gar nichts, da hier in der Regel lediglich der <a href=\"http:\/\/www.minijob-zentrale.de\/nn_176828\/DE\/2__AG\/01__400__euro__minijob\/05__pauschalabgaben\/InhaltsNav.html?__nnn=true\">Arbeitgeber einen Pauschalbetrag<\/a> einzahlt.<\/em><br>\n<em>Eine Entlastung f&uuml;r die Beitragszahler in anderer Form &ndash; n&auml;mlich eine leistungsf&auml;hige gesetzliche Rente &ndash; wird an keiner Stelle gefordert und ist offensichtlich nicht gewollt.<br>\nNun zu Ulf Poschardt. Der Autor ist &ndash; Verzeihung, h&ouml;flicher geht es nicht &ndash; kein Journalist oder Sozialversicherungsfachmann sondern ein Meinungsmanipulator. 2001 wurde er als Co-Chefredakteur des SZ-Magazins entlassen, weil er f&uuml;r die <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/8\/8205\/1.html\">Ver&ouml;ffentlichung gef&auml;lschter Interviews<\/a> eines Redakteurs verantwortlich war. Als Chefredakteur der deutschen Ausgabe vom Modemagazin Vanity Fair scheiterte &bdquo;Posch&ldquo; auf ganzer Linie und war dann &uuml;berwiegend f&uuml;r Musikzeitschriften t&auml;tig, was ihn ja scheinbar beides zu Kommentaren &uuml;ber Rentenpolitik qualifizieren soll. Poschardt fiel sp&auml;ter durch ein mehr oder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2772\">weniger fragw&uuml;rdiges Demokratieverst&auml;ndnis<\/a> auf und machte 2009 klar und deutlich <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/bundestagswahl\/article4612983\/Warum-an-der-Tigerente-kein-Weg-vorbei-fuehrt.html?config=print\">Wahlwerbung f&uuml;r die FDP<\/a> &ndash; auch in der Welt. Dass Poschardt wiederholt in der Welt schreibt, ist also kein Gastartikel oder Versehen sondern es ist redaktionell gewollt. Die Welt leistet sich hier einen journalistischen Offenbarungseid.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>2011: Zahl der Inobhutnahmen durch Jugend&auml;mter weiter gestiegen<\/strong><br>\nIm Jahr 2011 haben die Jugend&auml;mter in Deutschland 38 500 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 2 100 (+ 6 %) mehr als 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen, gegen&uuml;ber 2007 (28 200 Inobhutnahmen) stieg sie um 36 %.<br>\nEine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Ma&szlig;nahme der Jugend&auml;mter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gef&auml;hrdenden Situation befinden. Jugend&auml;mter nehmen Minderj&auml;hrige auf deren eigenen Wunsch oder auf Grund von Hinweisen Anderer &ndash; beispielsweise der Polizei oder von Erzieherinnen und Erziehern &ndash; in Obhut und bringen sie in einer geeigneten Einrichtung unter, zum Beispiel in einem Heim.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/07\/PD12_229_225.html\">Statistisches Bundesamt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und auf der anderen Seite beklagt man sich &uuml;ber die sinkende Geburtenrate.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>J&uuml;rgen R&uuml;ttgers: Sieben Schritte zu einer lebenswerteren Gesellschaft<\/strong><br>\nDer demografische Wandel ver&auml;ndert unser Leben st&auml;rker als Energiewende, Globalisierung oder die digitale Revolution. Nur wenn die Politik sich dieser Herausforderung stellt, k&ouml;nnen wir weiter in Freiheit und Wohlstand leben. Ein Sieben-Punkte-Plan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/juergen-ruettgers-sieben-schritte-zu-einer-lebenswerteren-gesellschaft-a-843019.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Das sollte man sich g&ouml;nnen um einen Einblick in die beschr&auml;nkte Weltsicht unserer Politiker zu bekommen. Nach der Lekt&uuml;re wundert einen nichts mehr. Das Pamphlet strotzt nur so von neoliberalen Plattit&uuml;den. Der Zynismus ist, dass dies auch noch mit &bdquo;Sieben Schritte zu einer lebenswerteren Gesellschaft&ldquo; &uuml;berschrieben ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Wer sich immer noch f&uuml;r intellektuell h&auml;lt, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2288\">weil sie\/er den SPIEGEL abonniert<\/a>, sollte endlich aufwachen.<\/em><br>\n<em>Es ist sehr schade, dass die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/flash\/flash-24759.html\">Quelle dieser animierten Pilz- und Tannengrafik<\/a> nicht angegeben ist. Sie stammt sicher aus einschl&auml;gigen Kreisen; sie k&ouml;nnte vom <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11081\">Versicherungsvertreter mit Professorentitel Raffelh&uuml;schen<\/a> stammen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lobbyismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So betreibt Google Lobbyarbeit in Deutschland<\/strong><br>\nDer weltweit f&uuml;hrende Suchmaschinenanbieter Google versucht direkt oder indirekt Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen und unterh&auml;lt daf&uuml;r auch ein B&uuml;ro in Berlin. Nur reden m&ouml;chte der Internetkonzern dar&uuml;ber nur ungern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/widget\/id6005744?ctxArt=6866192&amp;view=print\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><strong>Lobbyismus beim Meldegesetz: &bdquo;Druck von der Wirtschaft&ldquo;<\/strong><br>\nErst versuchten Lobbyisten bei der Regierung ein wirtschaftsfreundliches Meldegesetz durchzusetzen. Als das scheiterte, versch&auml;rften sie den Druck aufs Parlament.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Lobbyismus-beim-Meldegesetz\/!97214\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Unternehmensvertreter dominieren Beratungsgremien der EU-Kommission<\/strong><br>\nDie Expertengruppen der Generaldirektion Unternehmen und Industrie bei der EU-Kommission werden von Unternehmensvertretern dominiert. Dies zeigt eine neue Studie unseres europ&auml;ischen Netzwerks, der Allianz f&uuml;r Lobby-Transparenz und ethische Regeln (ALTER-EU). Die Expertengruppen beraten die Kommission bei Gesetzesvorhaben und beeinflussen so ma&szlig;geblich die EU-Politik. Daher ist es eine wichtige politische Frage, wie diese Gruppen zusammengesetzt sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/07\/unternehmensvertreter-dominieren-beratungsgremien-der-eu-kommission\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F07%2F11%2Fa0065&amp;cHash=a176830afe\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Unternehmen bestimmen EU-Politik<\/strong><br>\nGro&szlig;e Unternehmen haben nach einer Studie der Allianz f&uuml;r Lobbytransparenz Alter-EU besonders starken Einfluss auf die Gesetzgebung der Europ&auml;ischen Kommission. Einer Studie der Lobby-Experten zufolge dominieren Vertreter der Wirtschaft rund zwei Drittel der 80 Expertengruppen, die die Generaldirektion Unternehmen und Industrie beraten. Gewerkschaften seien nur mit einem Prozent in diesen Gremien vertreten, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit knapp 8 Prozent, kritisierte Yiorgos Vassalos, der die Untersuchung geleitet hat. Die Expertengruppen treffen zwar keine Entscheidungen, geben aber oft wichtigen Input f&uuml;r die Gesetzgebung der Europ&auml;ischen Kommission. Die Europ&auml;ische Kommission bestreitet, dass diese Gruppen tats&auml;chlich einen entscheidenden Einfluss auf die Gesetzgebung haben: &ldquo;Es geht hier nicht um politische Entscheidungen. Die meisten Gremien sprechen &uuml;ber sehr technische Dinge wie Kabel, Batterien oder den Durchmesser von Stahltr&auml;gern&rdquo;, sagt Lluis Prats, Sprecher der Generaldirektion Unternehmen. Au&szlig;erdem habe die EU-Kommission sehr wohl versucht, die Beratergremien f&uuml;r Nichtregierungsorganisationen zu &ouml;ffnen &ndash; bisher allerdings ohne gro&szlig;en Erfolg. F&uuml;r die angefragten Organisationen ist es oft eine Frage der fehlenden Ressourcen. Sie haben durchschnittlich weniger Mitarbeiter in Br&uuml;ssel als die Lobbyverb&auml;nde der Unternehmen. &ndash; Einfach weitermachen wie bisher kann die Kommission jedenfalls nicht. Das EU-Parlament hat bei der letzten Haushaltspr&uuml;fung 20 Prozent des Budgets f&uuml;r Expertengruppen einbehalten und gefordert, sie ausgeglichener zu besetzen. Erst dann soll das restliche Geld an die Institution flie&szlig;en.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F07%2F11%2Fa0065&amp;cHash=a176830afe\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.alter-eu.org\/press-releases\/2012\/07\/10\/industry-experts-dominate-key-areas-of-policy-making\">Alter-EU Europe`s campaign for lobbying transparency<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fragen an den Autor: J&uuml;rgen Roth &ndash; Gazprom &ndash; das unheimliche Imperium<\/strong><br>\nNational wie international ist der Name Gazprom mit Korruption, Erpressung, Geldw&auml;sche und Kapitalsteuerflucht verbunden. Kein anderes Unternehmen hat weltweit so viel Macht und Einfluss, auch dank gewisser &bdquo;Freunde&ldquo; des m&auml;chtigsten Mannes Russlands, Wladimir Putin. Doch welche Rolle spielt Putin genau? Wer sind die Drahtzieher bei Gazprom, und welche Verbindungen haben sie nach Europa und Deutschland? Welche Netzwerke beherrschen Gazprom, und warum kuschen die europ&auml;ischen Regierungen? Moderation: Kai Schmieding<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sr-online.de\/sr2\/1334\/1433144.html\">Saarl&auml;ndischer Rundfunk (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2012-07-09_roth_gazprom20120708.mp3\">Saarl&auml;ndischer Rundfunk (Audio-Podcast) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gerichtshof kippt Saatgut-Monopol der Konzerne<\/strong><br>\nBauern d&uuml;rfen Saatgut k&uuml;nftig selbst verkaufen &ndash; auch wenn es amtlich nicht zugelassen ist. Das hat der Europ&auml;ische Gerichtshof entschieden und damit die Macht der gro&szlig;en Agrarkonzerne gebrochen. Landwirte jubeln: &bdquo;Ein unglaublicher Sieg f&uuml;r Bauern und Verbraucher.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/eugh-richter-kippen-saatgut-monopol-der-konzerne-a-844019-druck.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Kritiker bem&auml;ngeln dagegen, dass es sich nur um Einzelf&auml;lle ohne breite Wirkung handle und die Vermarktungsverbote weitgehend bestehen blieben. Alte Sorten w&uuml;rden weiter verschwinden, klagte die Kampagne f&uuml;r Saatgut-Souver&auml;nit&auml;t. &ldquo;Wir haben mehr erwartet&rdquo;, sagte der Sprecher, Andreas Riekeberg.<\/em><br>\n<em>Die Entt&auml;uschung der Kritiker liegt am Pl&auml;doyer der EuGH-Generalanw&auml;ltin Juliane Kokott. In diesen sogenannten Schlussantr&auml;gen, denen das Gericht zumeist folgt, hatte Kokott eine v&ouml;llige Aufhebung des Vermarktungsverbotes gefordert. Diese weitgehenden Hoffnungen machte das Gericht nun allerdings zunichte und wich von Kokotts Antr&auml;gen ab: Die Ausnahmeregelung <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/saatgut102.html\">sei keine &ldquo;Liberalisierung des Marktes f&uuml;r alte Sorten&rdquo; und die &ldquo;Bildung eines Parallelmarktes&rdquo; f&uuml;r sie auch nicht vorgesehen<\/a>, hei&szlig;t es in der Entscheidung.<\/em><br>\n<em>Andreas Riekeberg von der deutschen Saatgutkampagne sagte in einer ersten Einsch&auml;tzung, das Urteil bringe nicht die von ihm erhoffte Verbesserung. Zwar sei das von industriellen Saatgutz&uuml;chtern geforderte Handelsverbot alter Sorten abgewehrt. Der Anbau dieser Erhaltungssorten sei aber weiterhin regional und in den H&ouml;chstmengen beschr&auml;nkt. Die EU-Ausnahmeregelung sei zudem in Deutschland noch nicht umgesetzt. Kleine Saatgutz&uuml;chter handelten deshalb in einer rechtlichen Grauzone.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Frankreich hat Probleme mit nuklearem Abfall<\/strong><br>\nNachbarland Frankreich hat mit einer enormen Menge Atomm&uuml;ll zu k&auml;mpfen. Bis 2013 soll sich diese noch verdoppeln. Schon jetzt bestehen Sicherheitsprobleme, warnt die Atomaufsicht. Die Lagerst&auml;tte La Hague entspricht nicht den Richtlinien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/1-3-millionen-kubikmeter-atommuell-frankreich-hat-probleme-mit-nuklearem-abfall_aid_780613.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Von wegen Dilettanti: Die Piraten arbeiten l&auml;ngst daran, die Gr&uuml;nen zu beerben<\/strong><br>\nF&uuml;r Parteistrategen wie Angelika Beer oder den Bundesvorsitzenden Bernd Schl&ouml;mer lautet das Ziel jedenfalls: Die Piraten etablieren, ohne sie zum Teil des Establishments und damit gleich wieder &uuml;berfl&uuml;ssig zu machen. Das ist sowohl eine inhaltliche als auch eine taktische Aufgabe&hellip;<br>\nDas Schicksal der Piraten wird sich auch daran entscheiden, ob es ihnen gelingt, trotz Wachstum ihr Versprechen einzul&ouml;sen, dass sie jeden am politischen Prozess beteiligen &ndash; und etwas bewirken lassen. Mit anderen Worten: Ob sie den Verrat an den W&auml;hlern vermeiden, den die Gr&uuml;nen begangen haben. Auch die sind ja einmal als Basisdemokraten gestartet und dann zu einer Partei der Berufspolitiker geworden&hellip;<br>\nIn der Tat zeigt der Aufstieg der Piraten: Das Bed&uuml;rfnis nach mehr Mitbestimmung und dem Primat der B&uuml;rger &uuml;ber die Interessen der Wirtschaft ist riesig. Wenn die Partei nun ein Konzept pr&auml;sentiert, wie sie parlamentarische Macht f&uuml;r mehr B&uuml;rgerbeteiligung einsetzen will, muss sie sich um ihren Platz im Parteiensystem keine Sorgen machen&hellip;<br>\nDemonstrative Bescheidenheit, das Gegenteil von Machtpolitik ist jetzt, nach all dem Streit, die aussichtsreichste Machtstrategie bei den Piraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/steffen-kraft\/auf-sie\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Demokratie, oder: Die geraubte Braut<\/strong><br>\n&Uuml;ber den W&auml;hler als Kunden, die Kunst des Balancierens und &uuml;ber das Individuum als Minderheit par excellence.<br>\nEs geh&ouml;rt kein b&ouml;ser Blick mehr dazu, demokratische Wahlen f&uuml;r schwerf&auml;llige Simulationen der Marktforschung zu halten. Ein Produkt wirbt um freie Wahl des Kunden, den es als K&ouml;nig anspricht; als der Gr&ouml;&szlig;te (oder die Sch&ouml;nste) erscheint er im Spiegel der Reklame. Auch die Politik hat keine gr&ouml;&szlig;ere Sorge, als ihren Souver&auml;n pers&ouml;nlich &laquo;abzuholen&raquo;, auch wenn er in der Abrechnung nur noch als statistische Gr&ouml;&szlig;e erscheint. Die Unternehmer der Demokratie haben sich im Wettbewerb um die W&auml;hlergunst alle Techniken des Marketings zu eigen gemacht. &hellip; Die folgenreichste Disposition des neuzeitlichen Rechtsstaates war die Ausscheidung einer Sph&auml;re, die seiner Verf&uuml;gung entzogen war und die er sogar gegen sich selbst zu sch&uuml;tzen versprach. &hellip; An der Schwelle zur Moderne wurde Egoismus legitim. Das liberale Credo (nach Adam Smith) traute gerade dem findigen Eigeninteresse die Sch&ouml;pfung jenes Mehrwerts zu, von dem &laquo;unterm Strich&raquo; auch das Gemeinwohl profitierte, und daf&uuml;r wollte sein Sch&ouml;pfer vom Staat freigestellt sein. F&uuml;rs Auge nahm sich &ndash; neben den spektakul&auml;ren neuen Freiheiten des Gedankens, der Religion, der Presse, der Vereinsbildung &ndash; die Handels- und Gewerbefreiheit unscheinbar aus. Aber gerade in ihr lag der Keim zu einer unabsehbaren Entwicklung &ndash; und sie f&uuml;hrte zu einer Unterwerfung des guten Lebens unter die bessere Zahl, die schon Burckhardt als neue Tyrannei (&laquo;Amerikanisierung&raquo;) registriert hatte &ndash; mit sachlichem Entsetzen. Denn die Freiheit des Kapitals untergrub nicht nur die Fundamente von Staat und Religion; sie enthielt auch kein Korrektiv ihrer selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/feuilleton\/uebersicht\/demokratie-oder-die-geraubte-braut-1.17336991\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein anregender Text von Adolf Muschg, der als Schriftsteller politologische, soziologische und &ouml;konomische Themenfelder in sch&ouml;nster Weise verdichtet und damit zeigt, wie man als intellektueller Nichtexperte den Leser zum Nachdenken zwingen, verf&uuml;hren kann. Bei jedem dieser Themenfelder kann man verweilen und sie ausspinnen und wieder zusammenf&uuml;gen &ndash; zu einem neuen Bild, zu einem neuen Muster der eigenen Welterkl&auml;rung. &ndash; Nehmen wir den Begriff Marketing. Nat&uuml;rlich appelliert der Politiker nicht nur an Herz und Verstand des m&uuml;ndigen B&uuml;rgers, um die Promotion des Produkts, hier der eigenen Person\/Partei, zu betreiben, sondern versucht die Urbed&uuml;rfnisse und Ur&auml;ngste des W&auml;hlers mit dem Produkt bzw. der Wahrnehmung des Produkts zur Deckung zu bringen. Soweit das normale Marketing, der Politiker hat allerdings einige Vorteile, &uuml;ber die ein Produzent am G&uuml;termarkt nicht verf&uuml;gt. Da w&auml;re die Obrigkeitsh&ouml;rigkeit der niederen St&auml;nde, wovon vor allem die Regierungsparteien profitieren k&ouml;nnen. Vor allem aber kann der Politiker sich in ganz anderer Weise und viel direkter an die niederen Instinkte des Wahlvolkes richten. So kann er mit Feindbildern operieren, gegen die je nach Bedarf im Inland (Linkspartei, Muslime, Hartz-IV-Bezieher) oder Ausland (Griechen, Araber) agitiert werden kann. Nat&uuml;rlich ist die Kr&ouml;nung des Marketings, wie in der Betriebswirtschaft, die Kreation einer Marke. Angela Merkel scheint dem sehr nahe gekommen sein. Ihre Umfragewerte lassen nur den Schluss zu, dass sie einen Status jenseits aller rationalen Bewertung erreicht hat. Wie anders l&auml;sst sich, erkl&auml;ren, dass eine Sprecherin (bei ARD oder ZDF), nicht einfach die Ablehnung Merkels von Eurobonds, Euro-Bills und Schuldentilgungsfonds wiedergibt, sondern erkl&auml;rt, die Kanzlerin habe dies auch begr&uuml;ndet. Das gibt es doch nicht, denkt man und konzentriert sich geradezu elektrisiert auf diese Begr&uuml;ndung. Und was kommt: Eurobonds, Euro-Bills und Schuldentilgungsfonds seien in Deutschland verfassungsrechtlich nicht m&ouml;glich und: &bdquo;Ich halte sie auch &ouml;konomisch f&uuml;r falsch und kontraproduktiv&ldquo;. Was daran verfassungsrechtlich bedenklich, &ouml;konomisch falsch und kontraproduktiv sei, erf&auml;hrt man nicht. In der Tat, Frau Merkel ist eine Marke. &ndash; Nat&uuml;rlich sind diese Assoziationen zum Thema Marketing in der Politik subjektiv, aber sie zeigen die Wirkungskraft des Textes von Adolf Muschg.<\/em> <em>Leider hat G&uuml;nter Grass dergleichen nicht ausgel&ouml;st.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Le Monde diplomatique &ndash; Juliausgabe<\/strong>\n<ul>\n<li>RECHTSEXTREMISMUS IN EUROPA: Der j&uuml;ngste Wahlerfolg der Neonazipartei Chrysi Avgi in GRIECHENLAND scheint das klassische Erkl&auml;rungsmuster zu best&auml;tigen, dass die Rechtsextremen in Krisenzeiten mehr Zuspruch bekommen: Bei fr&uuml;heren Wahlen war Chrysi Avgi stets deutlich unter einem Prozent Stimmenanteil geblieben, berichtet der junge Athener Journalist Jiannis Papadopoulos. Die erste &Uuml;berraschung gab es bei den Kommunalwahlen im November 2010. Damals zogen die Neonazis erstmals ins Athener Stadtparlament ein.<\/li>\n<li>In NORWEGEN, schreibt R&eacute;mi Nilsen, habe bereits der gef&uuml;hlte Abstieg dazu gef&uuml;hrt, dass heute mehr B&uuml;rger mit der populistischen Rechten sympathisierten als fr&uuml;her. Nachdem am 22. Juli 2011 rechte Terrorismusexperten hinter dem Anschlag auf das Osloer Regierungsviertel zun&auml;chst das Werk von Islamisten vermutet hatten, fielen Passanten auf offener Stra&szlig;e &uuml;ber Ausl&auml;nder her.<\/li>\n<li>Die paranoide Furcht vor &Uuml;berfremdung und Identit&auml;tsverlust pr&auml;gt auch die KULTUR DER RECHTEN, die sich immer mehr zum Mainstream entwickelt, wie Evelyn Pieiller am Beispiel des erfolgreichen Black Metal-Festivals &bdquo;Hellfest&ldquo; und des Fantasy-Booms zeigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Themen der aktuellen Ausgabe:<\/p>\n<ul>\n<li>In MEXIKOS DROGENKRIEG, den die damalige konservative Regierung vor 12 Jahren ausrief, hat die Gewalt auf beiden Seiten zehntausende von Opfern gefordert. Heute sind die Kartelle m&auml;chtiger denn je, berichtet Jean-Fran&ccedil;ois Boyer.<\/li>\n<li>Die MUSLIME VON NEW YORK trennt eine fatale Kluft. Die Mehrheit sind Einwanderer aus Asien und dem Nahen Osten. Sie verdienen &uuml;berdurchschnittlich gut, sind &uuml;berdurchschnittlich gebildet und &bdquo;empfinden sich als die Sprecher des Islam in Amerika&ldquo;, schreibt Charlotte Wiedemann. Die Afroamerikaner geh&ouml;ren zwar auch hier zur unterprivilegierten Minderheit, doch der Glaube zieht sie an.<br>\nSchlie&szlig;lich gibt es ein ber&uuml;hmtes Vorbild: Malik El-Shabazz, besser bekannt als Malcolm X.<br>\nLesen oder  h&ouml;ren Sie den ganzen Essay von Charlotte Wiedemann <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">hier<\/a>.<\/li>\n<li>Ferienzeit ist Reisezeit. Das war nicht immer so. Im TOURISMUS-Dossier geht es u.a. um die &auml;ltesten und j&uuml;ngsten Touristen der Geschichte, vom Nachwuchs-Adel auf Kavalierstour bis zu Chinas neuer Freizeitgesellschaft; um Tourismus als Wirtschaftsfaktor, alternative Reiseformen und den neuen umstrittenen Botschafter der Welttourismusorganisation. Diese Karte bildet <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pdf\/lmdkarte.pdf\">die Dimensionen des grenz&uuml;berschreitenden Tourismus ab [PDF &ndash; 182 KB]<\/a>.<\/li>\n<li>Und Jacques de Loustal hat den <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.comics\/comicsammlung\">passenden COMIC gezeichnet<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das vollst&auml;ndige Inhaltsverzeichnis der <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">aktuellen Ausgabe finden Sie hier<\/a>.<br>\nLe Monde diplomatique liegt am Freitag, den 13. Juli der taz bei.<br>\nAb dem 14. Juli gibt es sie separat am Kiosk.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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