{"id":13853,"date":"2012-07-13T16:05:41","date_gmt":"2012-07-13T14:05:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853"},"modified":"2012-07-13T16:05:41","modified_gmt":"2012-07-13T14:05:41","slug":"hinweise-des-tages-ii-69","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h01\">Niall Ferguson und Nouriel Roubini: Bei Euro-Kollaps droht neues 1933<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h02\">Ist der Euro noch zu retten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h03\">Jeder vierte Deutsche h&auml;lt Banker f&uuml;r &bdquo;&auml;u&szlig;erst kriminell&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h04\">Mappus: Marionette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h05\">Ein Desaster f&uuml;r Opels Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h06\">Nullzinspolitik gescheitert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h07\">Befreiungsschlag Verm&ouml;gensabgabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h08\">Mark Schieritz: Die Ignoranz des Paul Kirchhoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h09\">Welcher Streit? Die deutschen &Ouml;konomen eint mehr als sie trennt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h10\">Steuerschlupfl&ouml;cher schlie&szlig;en &ndash; aber richtig!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h11\">Rezension: H. G. Hockerts: Der deutsche Sozialstaat. Entfaltung und Gef&auml;hrdung seit 1945<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h12\">Corona wird Mehrweg &ndash; aber nicht umweltfreundlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h13\">Privatisierungsbremse: Im Norden wird umgedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h14\">Urheberrecht: Mafi&ouml;se Strukturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h15\">War made easy &ndash; Wenn Amerikas Pr&auml;sidenten l&uuml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h16\">Separating Law and Politics in Romania<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13853#h17\">Syrien-Konflikt: Berichte aus der Kampfzone<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Niall Ferguson und Nouriel Roubini: Bei Euro-Kollaps droht neues 1933<\/strong><br>\nStatt st&auml;ndig nur Inflationsangst zu haben, sollten die Deutschen den Zusammenbruch Europas f&uuml;rchten &ndash; und sich daher nicht l&auml;nger gegen eine gemeinschaftliche Finanzhaftung in einer Bankenunion sperren.<br>\nDer Weg aus dieser Krise scheint klar. Erstens ist ein Programm erforderlich, das Banken der Euro-Zone &uuml;ber stimmrechtslose Vorzugsaktien direkt rekapitalisiert, und zwar durch den EU-Rettungsschirm (EFSF) und den Nachfolger ESM. Die jetzige Herangehensweise zur Rekapitalisierung &ndash; Staaten nehmen an heimischen Anleihem&auml;rkten Geld auf und\/oder bei der EFSF &ndash; f&uuml;hrte in Irland und Griechenland zur Katastrophe. Sie hat einen sprunghaften Anstieg der Staatsverschuldung ausgel&ouml;st und Banken destabilisiert, da sich ein steigender Betrag der Schulden in ihren H&auml;nden befindet.<br>\nZweitens muss ein EU-weites System der Einlagensicherung geschaffen werden, um einen Ansturm auf die Banken der Euro-Zone zu vermeiden.<br>\nDamit das Kapital- und Kreditrisiko, das Steuerzahler der Euro-Zone eingehen, reduziert werden, sollten mehrere Zusatzma&szlig;nahmen umgesetzt werden:<br>\nErstens, das Einlagensicherungssystem muss durch angemessene Bankabgaben finanziert werden, am besten eine Abgabe auf alle Bankverbindlichkeiten.<br>\nZweitens, es muss einen Mechanismus geben, bei dem nicht abgesicherte Gl&auml;ubiger der Banken zuerst herangezogen werden, bevor Steuergelder genutzt werden.<br>\nDrittens muss die Gr&ouml;&szlig;e der Banken begrenzt werden, um das Problem des &ldquo;Too big to fail&rdquo; zu umgehen. Viertens bef&uuml;rworten wir ein EU-weites Aufsichts- und Regulierungssystem&hellip;<br>\nDer Euro hat deutschen Exportunternehmen einen viel wettbewerbsf&auml;higeren Wechselkurs beschert, als es die D-Mark vermocht h&auml;tte. Die Euro-Zone ist Ziel f&uuml;r 42 Prozent der deutschen Exporte. Diesen Markt in eine Depression abrutschen zu lassen kann Deutschland kaum nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:top-oekonomen-roubini-und-ferguson-zur-schuldenkrise-bei-euro-kollaps-droht-neues-1933\/70049387.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ist der Euro noch zu retten?<\/strong><br>\n10 Jahre nach seiner Einf&uuml;hrung steht der Euro auf der Kippe und damit die Zukunft der europ&auml;ischen Union. Politiker, &Ouml;konomen und Richter suchen Auswege, der B&uuml;rger steht ratlos am Rand. G&auml;ste: Sarah Wagenknecht (Die Linke), J&uuml;rgen Matthes (Institut der Deutschen Wirtschaft)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/home\/podcasts\/channelausspielung.phtml?channel=wdr2_arena\">WDR2 Arena, Audio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jeder vierte Deutsche h&auml;lt Banker f&uuml;r &bdquo;&auml;u&szlig;erst kriminell&ldquo;<\/strong><br>\n24,2 Prozent der Umfrageteilnehmer halten Banker demnach f&uuml;r &auml;u&szlig;erst kriminell. Weniger als ein Prozent der Befragten meint, dass Banker allgemein unschuldig sind. Auf einer Skala von null (&auml;u&szlig;erst kriminell) bis zehn (unschuldig) ergibt sich ein Durchschnittswert der Antworten von 3,3.<br>\nDer Zinsskandal schadet dem Ansehen der Branche massiv. Und offenbar halten nicht nur die Bankkunden die Branche in Teilen f&uuml;r kriminell. Ein knappes Viertel der Banker selbst h&auml;lt unethische oder illegale Praktiken f&uuml;r notwendig, um zum Erfolg zu kommen, wie eine Umfrage der Kanzlei Labaton Sucharow jetzt ergab. Dazu wurden 500 Manager der Wall Street und in London befragt.<br>\n16 Prozent der Befragten w&uuml;rden sogar explizit eine Straftat begehen, wenn sie davon ausgehen k&ouml;nnten, ohne Bestrafung davonzukommen. In der Umfrage der Kanzlei, die vor allem Informanten aus der Finanzbranche betreut, gab mehr als jeder Vierte an, von Regelverst&ouml;&szlig;en im eigenen Unternehmen zu wissen&hellip;<br>\nDer Manipulationsskandal um den Referenzzins Libor schl&auml;gt sich deutlich in den Vertrauenswerten der Branche nieder. Mehr als jeder zweite Teilnehmer der Umfrage von Mafo und Handelsblatt Online (55,4 Prozent) sagt, dass die bekanntgewordenen Manipulationen Auswirkungen auf das Vertrauen in seine Bank habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken\/zinsskandal-mehr-als-die-haelfte-hat-vertrauen-verloren\/6870464-2.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mappus: Marionette<\/strong><br>\nWie die Investmentbank Morgan Stanley einen Ministerpr&auml;sidenten steuerte.<br>\nDer ehemalige Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus kaufte mit Hilfe der Investmentbank Morgan Stanley in nur acht Tagen auf Rechnung der Steuerzahler f&uuml;r 4,7 Milliarden Euro Anteile des Energiekonzerns EnBW f&uuml;r das Land Baden-W&uuml;rttemberg &ndash; acht Tage f&uuml;r einen Mega-Deal komplett am Parlament vorbei. MONITOR liegen E-Mails vor, die belegen: Der Deutschlandchef von Morgan Stanley Dirk Notheis schrieb f&uuml;r den Ministerpr&auml;sidenten Mappus das Skript f&uuml;r die Verhandlungen und f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Er gab vor, was Stefan Mappus zu sagen hat, wen er anzusprechen hat und wie er auf kritische Fragen reagieren soll. Die neue Landesregierung h&auml;lt den Kaufpreis f&uuml;r viel zu hoch und fordert &uuml;ber 1,5 Milliarden zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2012\/0712\/mappus.php5\">Das Erste, Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Desaster f&uuml;r Opels Mitarbeiter<\/strong><br>\n18 in 64. Zwei Zahlen, die eine Begr&uuml;ndung daf&uuml;r liefern, warum Opel so tief in der Krise steckt. 18 Chefs in 64 Jahren &ndash; das kann nicht gutgehen. Und auch der Rauswurf von Karl-Friedrich Stracke ist nicht die L&ouml;sung.<br>\nDer Umgang mit Stracke wirft ein schlechtes Licht auf die Firmenkultur von General Motors. Opels Mutterkonzern verschlei&szlig;t Manager schneller, als in den Werkshallen Autos vom Band rollen. Das kostet Vertrauen bei der Belegschaft &ndash; aber auch bei Kunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-ein-desaster-fuer-opels-mitarbeiter\/6874934.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bei Opel geht jetzt Angst vor harten Einschnitten um<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE86C02620120713\">reuters<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nullzinspolitik gescheitert?<\/strong><br>\nAufgrund einer Reihe von Zahlen zu Einlagenfazilit&auml;t und Zentralbankguthaben, die ich alle nicht verstehe, sei feststellbar, dass die Nullzinspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank keine Wirkung entfaltet habe. Das Gesch&auml;ft der Banken untereinander, also der Geldhandel, komme nicht in Schwung. Die Institute br&auml;chten ihre Milliarden bei der EZB in Sicherheit&hellip;<br>\nDie EZB druckt eine Billion Euro mit dem klaren Ziel, die Schulden von Staaten zu finanzieren. Wenn man das Geld ohnehin druckt, wieso gibt man es erst den Gesch&auml;ftsbanken, die ihre Aufgabe nicht erf&uuml;llen? K&ouml;nnte man auf die nicht ganz verzichten? Und was hat zeitweise funktioniert? Die Banken erhielten eine Billion Euro f&uuml;r drei Jahre zu einem l&auml;cherlich niedrigen Zinssatz. &Uuml;ber einen gewissen Zeitraum gaben sie das billige Zentralbankgeld zu einem deutlich h&ouml;heren Zinssatz an die Staaten weiter. Die im Gegenzug erhaltenen Schuldtitel hinterlegten die Banken wiederum als Sicherheit bei der EZB&hellip;<br>\nIm Grunde ist nicht die Nullzinspolitik gescheitert, sondern der betriebene Aufwand zur Vermeidung einer direkten, aber zwingend notwendigen Staatsfinanzierung. Bisher wurde immer behauptet, eine direkte Finanzierung d&uuml;rfe es nicht geben, da sonst die Haushaltskonsolidierung in den L&auml;ndern vernachl&auml;ssigt werde. Im Ergebnis f&uuml;hrt aber der Umweg &uuml;ber die Gesch&auml;ftsbanken und die abermals zunehmenden Risikoaufschl&auml;ge dazu, dass die Belastungen in den nationalen Haushalten automatisch steigen, egal wie viel auf der anderen Seite auch eingespart wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2012\/07\/13\/nullzinspolitik-gescheitert-14097386\/\">Tautenhahn Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Befreiungsschlag Verm&ouml;gensabgabe<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Stefan Bach schlug Zwangsanleihen f&uuml;r Reiche vor &ndash; und l&ouml;ste eine erregte Debatte aus. Hier antwortet er seinen Kritikern.<br>\n&hellip;Die Staatsschulden von heute sind die Steuern von morgen. Wer die wann und wie bezahlen soll, ist letztlich eine politische Frage. Man kann auch die Mehrwertsteuer erh&ouml;hen, wie es der Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r seinen Schuldentilgungspakt vorschl&auml;gt, oder die &Ouml;kosteuer. Dann zahlen aber vor allem die kleinen Leute. In den vergangenen 15 Jahren wurden hohe Einkommen und Verm&ouml;gen steuerlich entlastet und die Konsumsteuern erh&ouml;ht. Gleichzeitig sind nur die hohen Einkommen nennenswert gestiegen und die gro&szlig;en Verm&ouml;gen entsprechend gewachsen, w&auml;hrend die Masseneinkommen stagnierten und die Niedrigl&ouml;hne gesunken sind. Ist da eine einmalige Abgabe von zehn Prozent auf pers&ouml;nliche Verm&ouml;gen von mehr als 250.000 Euro wirklich zu hoch?<br>\nVor allem sollten die Kritiker ber&uuml;cksichtigen: Staatspleiten und ein unkontrolliertes Auseinanderbrechen der Euro-Zone w&uuml;rden die deutschen Auslandsverm&ouml;gen sp&uuml;rbar entwerten, die Finanzm&auml;rkte l&auml;ngere Zeit zum Erliegen bringen und Deutschland in eine schwere Rezession st&uuml;rzen. Das w&uuml;rde die Verm&ouml;gen der reichsten zehn Prozent sicher mehr als zehn Prozent kosten &ndash; von den Folgewirkungen der Krise auf die breite Bev&ouml;lkerung einmal ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-07\/zwangsanleihen-bach\/komplettansicht%20\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mark Schieritz: Die Ignoranz des Paul Kirchhoff<\/strong><br>\nPaul Kirchhoff mag ein guter Jurist sein, aber &ndash; wie Hans Huett treffend fest stellt &ndash; vielleicht sollte er sich mit Kommentaren zu fachfremden Gebieten eher zur&uuml;ckhalten.<br>\n&bdquo;H&auml;tten die Staaten das Recht zur Begrenzung der Staatsschulden beachtet, g&auml;be es diese Schuldenkrise nicht.&ldquo;<br>\nIrland hat das Recht zur Begrenzung der Staatsschulden beachtet, Spanien ebenfalls. Und selbst die Italiener haben vor Ausbruch der Krise ihre Schulden allm&auml;hlich zur&uuml;ckgefahren. Die Krise ist in erster Linie eine Krise exzessiver Privatverschuldung und makro-&ouml;konomischer Ungleichgewichte. Und dazu sagte das Recht leider nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/07\/12\/die-ignoranz-des-paul-kirchhoff_5063\">Zeit Herdentrieb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu auch Hans Huett  &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2012\/07\/12\/uber-die-ohnmacht-des-rechts\/\">&Uuml;ber die Ohnmacht des Rechts<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Welcher Streit? Die deutschen &Ouml;konomen eint mehr als sie trennt<\/strong><br>\nDie deutschen &Ouml;konomen sind sich in mehr Punkten einig als der aktuelle &Ouml;konomenstreit vermuten l&auml;sst. Strittig ist in aller erster Linie die Frage, ob eine zentrale Bankenaufsicht daf&uuml;r sorgen kann, dass die Bankverluste nicht am Ende doch &uuml;ber den Rettungsschirm von den Steuerzahlern zu zahlen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.insm.de\/3845-welcher-streit-die-deutschen-okonomen-eint-mehr-als-sie-trennt\/\">INSMBLOG<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Verdienst dieses Artikels von Markus Hessler, der sinnigerweise im Blog des INSM erscheint, ist, dass er allen die da glauben, der deutsche Mainstream sei im Grunds&auml;tzlichen gespalten, eines Besseren belehrt. Die Aufrufe, die naturgem&auml;&szlig; undifferenziert sind, beziehen sich auf die Vergemeinschaftung von Bankschulden, die vom Mainstream abgelehnt werden. Dagegen l&auml;sst sich in der Tat manches einwenden. Hinter der Diskussion um die Wirksamkeit einer europ&auml;ische Bankenaufsicht verbirgt sich aber in Wirklichkeit die Auffassung der deutschen Mainstreams: Eine Vergemeinschaftung der Schulden in Europa darf es nicht geben (Dabei wird von einer Haftungsgemeinschaft und einer tats&auml;chlichen Verschuldungsgemeinschaft schon lange nicht mehr unterschieden). Dabei hei&szlig;t doch die Frage schon l&auml;ngst, ob die Kosten einer Nicht-Vergemeinschaftung nicht die Kosten der Vergemeinschaftung &uuml;berwiegen. Dies d&uuml;rfte bei dem Ausweg Austritt von Griechenland, Portugal und Spanien, worauf wohl etliche spekulieren, aber nicht aussprechen, gewiss der Fall sein. Eine Diskussion &uuml;ber den Weg der Vergemeinschaftung d&uuml;rfte viel fruchtbarer sein. Dabei kristallisieren sich zwei M&ouml;glichkeiten heraus: &uuml;ber die Geldpolitik oder &uuml;ber die Fiskalpolitik. Peter Bofinger wie auch Lars Feld sind in mehreren Artikeln in Vertretung des SVR f&uuml;r die fiskalpolitische L&ouml;sung  eines europ&auml;ischen Schuldentilgungsfonds eingetreten. Einige &ldquo;linke&rdquo; &Ouml;konomen wie z. B. Gustav Horn treten f&uuml;r Eurobonds ein. Bleibt der Weg &uuml;ber die Geldpolitik bzw. die EZB. Sie k&ouml;nnte wie die Notenbanken in den USA und Gro&szlig;britannien mit substanziellen Staatsanleihenk&auml;ufen den Zinsdruck von den Krisenl&auml;ndern nehmen. &ndash; Eine kleine pers&ouml;nlich Bemerkung: Die Milliarden, ja Billionen, welche durch den Raum schwirren, lassen mich nicht unbeeindruckt und es gibt Zeiten, da sehe ich kein Land in Sicht. Ich mag gar nicht daran denken, dass, wie Monti letztlich andeutete, Italien auch unter den Rettungsschirm m&ouml;chte. Insofern verstehe ich die deutsche Angst sehr gut, am liebsten aus der Verantwortung f&uuml;r Europa zu fl&uuml;chten. Nur ist Deutschland inzwischen mit Europa so verwoben, v&ouml;llig unabh&auml;ngig davon, inwiefern wir z. B. vom Euro profitieren, dass das Nicht-Engagement der Deutschen nicht im Interesse unseres Landes ist. Dieses Interesse auf effiziente Weise zu vertreten, w&uuml;nsche ich unserer Regierung von Herzen. Ich m&ouml;chte durchaus unterstellen, dass es darin einige Mitglieder gibt, welche sich nicht von den Interessen des Finanzkapitals &uuml;bert&ouml;lpeln lassen wollen, sondern das Gemeinwohl im Auge haben. Aber besonders klug haben sie sich bisher nicht angestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steuerschlupfl&ouml;cher schlie&szlig;en &ndash; aber richtig!<\/strong><br>\nNoch nie wurden in der Geschichte der Bundesrepublik soviel Verm&ouml;genswerte vererbt wie gegenw&auml;rtig. Ein Ende ist vorl&auml;ufig nicht in Sicht. Doch der Staat geht dabei oft leer aus &ndash; Dank der Steuerschlupfl&ouml;cher. Nun soll eines dieser L&ouml;cher, die sogenannten &bdquo;Cash- GmbHs&ldquo;, die nur Verm&ouml;genden zur Vermeidung der Erbschaftsteuer dienen, endlich gestopft werden. So sieht es jedenfalls ein Beschluss des Bundesrates vor, der gegen die Stimmen von Bayern, Hessen und Sachsen gefasst wurde.<br>\n&hellip;(Es ist) h&ouml;chste Zeit, die viel zu hohen Freibetr&auml;ge abzusenken und die Steuers&auml;tze<br>\nzu erh&ouml;hen, damit leistungslos erworbenes Verm&ouml;gen endlich wieder angemessen zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen wird.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120713_steueraufkommen.png\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120713_klartext_steuerschlupfloecher_schliessen_aber_richtig.pdf\">DGB klartext [PDF &ndash; 127 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rezension: H. G. Hockerts: Der deutsche Sozialstaat. Entfaltung und Gef&auml;hrdung seit 1945<\/strong><br>\nHans G&uuml;nter Hockerts z&auml;hlt seit &uuml;ber drei&szlig;ig Jahren zu den profiliertesten Analytikern des deutschen Sozialstaates. Den Dreh- und Angelpunkt seiner Forschungen bildet die &Uuml;berlegung, dass dem Prinzip der Sozialstaatlichkeit eine herausgehobene Rolle f&uuml;r die Durchsetzung der liberalen Demokratie gegen&uuml;ber dem Faschismus und dem Kommunismus zuzubilligen ist. Nur durch seine Entfaltung habe sich, so Hockerts, die Grundspannung zwischen der auf Gleichheit basierenden demokratischen Ordnung und der permanent Ungleichheit produzierenden Marktwirtschaft austarieren und somit ein grundlegendes Defizit des liberalen Modells kompensieren lassen. [&hellip;]<br>\nDer letzte Teil des Buches schlie&szlig;lich ist der &bdquo;Gef&auml;hrdung des Sozialstaates nach dem Boom&ldquo; (S. 283) gewidmet. Hier steht zun&auml;chst eine allgemeine Betrachtung des Zusammenhangs zwischen Sozialstaatlichkeit und dem in den letzten Jahren verst&auml;rkt diskutierten Problem der sozialen Ungleichheit im Vordergrund. Sodann widmet sich Hockerts der Debatte &uuml;ber den Umbau der Alterssicherung in den 2000er-Jahren, die er etwas zugespitzt, aber nicht ganz unzutreffend als Produkt unternehmerischer Strategien der Finanzmarktindustrie interpretiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hsozkult.geschichte.hu-berlin.de\/rezensionen\/2012-3-031#note1top\">H-Soz-u-Kult<\/a>\n<p><strong>Anmerkung unseres Lesers M.A.:<\/strong> <em>Trotzdem ist auch hier euphemistisch von &bdquo;Umbau&ldquo; die Rede&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona wird Mehrweg &ndash; aber nicht umweltfreundlich<\/strong><br>\nIm Streit zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Brauerei Radeberger um Tricksereien beim Pfand hat die Brauerei eingelenkt &ndash; wenn auch anders als von der Umwelthilfe gefordert. Radeberger k&uuml;ndigte an, das Bier der Marke Corona Extra k&uuml;nftig in wiederbef&uuml;llten Flaschen aus Mexiko nach Deutschland zu transportieren. Bislang habe man stets neue Flaschen genommen &ndash; um den Kunden in Deutschland keine Gebrauchsspuren zuzumuten. Die leeren Flaschen seien nach Mexiko zur&uuml;cktransportiert, dort wiederbef&uuml;llt und in andere M&auml;rkte verkauft worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F07%2F12%2Fa0106&amp;cHash=ecd6c0f1c6\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Privatisierungsbremse: Im Norden wird umgedacht<\/strong><br>\nIn den 1990ern hat Bremen mit den Stimmen der gro&szlig;en Koalition die Stadtwerke (Strom, Gas, Wasser) verkauft, die zwei Wohnungsbaugesellschaften, das stadteigene Datennetz. Nur eklatant unrentable Betriebe wie der kleine Stadtflughafen oder der &ouml;ffentliche Nahverkehr blieben von der Privatisierungsdiskussion verschont. Mit einer Privatisierungsbremse w&auml;re der Ausverkauf der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge in den 1990er Jahren vermutlich nicht passiert &ndash; sie kommt insofern zu sp&auml;t. Wirklich? Verfassungs&auml;nderungen wie die der &ldquo;Privatisierungsbremse&rdquo; lassen sich politisch mit Zweidrittelmehrheit nur durchsetzen, wenn sie scheinbar irrelevant sind. Die Verankerung in der Verfassung ist ein &ldquo;Vorratsbeschluss&rdquo; f&uuml;r andere Mehrheiten. In neoliberalen Zeiten gerieten zwei kommunale Beteiligungen nichts ins Visier: die Wohnungsbaugesellschaft Gewoba (ehemals Neue Heimat), in der sich zigtausend W&auml;hler vor den Miethaien sicher f&uuml;hlen, und die Beteiligung an der Bremer Landesbank. Wenn eine sp&auml;tere Landesregierung diese beiden Gesellschaften versilbern will, muss sie sich eine gute Begr&uuml;ndung einfallen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F07%2F13%2Fa0153&amp;cHash=d40f786eec\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nichts dagegen, dass unrentable Betriebe wie der &ouml;ffentliche Nahverkehr dem B&uuml;rger erhalten bleiben. Aber es stellt sich, wie in der ganzen Privatisierungswelle der letzten Jahrzehnte, warum der Staat auf die Einnahmequelle der rentablen Betriebe verzichtet konnte, mit denen er zum Beispiel den unrentablen Nahverkehr h&auml;tte quer subventionieren k&ouml;nnen. Die Einnahmen, welche der Staat durch Privatisierung erzielen konnte, d&uuml;rften schon l&auml;ngst durch die auf die Bev&ouml;lkerung abgew&auml;lzten Profite der Privatwirtschaft die Lebenssituation der breiten Masse verschlechtert haben und damit neue Kosten beim Staat generiert haben. Wer wei&szlig;, vielleicht ist eines Tages das Geld (Verm&ouml;gensteuer usw.) wieder da, um eine Rekommunalisierung von Betrieben anzugehen. Zumindest in Bremen bietet die Verfassung beste Voraussetzungen. In Artikel 42 hei&szlig;t es: Durch Gesetz sind in Gemeineigentum zu &uuml;berf&uuml;hren: &hellip;. b) Unternehmen, deren Wirtschaftszweck besser in gemeinwirtschaftlicher Form erreicht werden kann.&rdquo; Ein Makel bleibt: Man fragt sich mit Klaus-Rainer Rupp, Abgeordneter der Linken, warum denn die kommunalen Kliniken in der Liste nicht erw&auml;hnt seien, bzw. m&ouml;chte schon etwas genauer wissen, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F07%2F13%2Fa0129&amp;cHash=ead2980f0e\">warum dies rechtlich nicht ginge<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Urheberrecht: Mafi&ouml;se Strukturen<\/strong><br>\nDer Rechtswissenschaftler Thomas Hoeren &uuml;ber die Inflation der Manifeste zum Urheberrecht, vern&uuml;nftige Richter und gierige Verlage: Das alles geht mir zunehmend auf die Nerven. Ein Aufruf jagt den n&auml;chsten, mal sind es Musiker, mal Schriftsteller, dann melden sich Chefredakteure von Zeitschriften und Zeitungen. Und kaum erscheint ein Aufruf, folgt irgendein Gegenaufruf, und der Ton wird immer schriller. &hellip; Ich verstehe, dass sie &Auml;ngste haben, die Digitalisierung und die Kopierbarkeit der Werke bringt die Gesch&auml;ftsmodelle der Verwerter unter Druck, und das verunsichert die Kreativen, die von ihnen bezahlt werden. Ich glaube trotzdem nicht, dass die K&uuml;nstler so schwarzsehen m&uuml;ssen. &hellip; Der Musikindustrie zum Beispiel geht es nicht schlecht, im vergangenen Jahr ist zum ersten Mal seit 15 Jahren der Umsatz nicht zur&uuml;ckgegangen, und man darf nicht vergessen, dass die Ums&auml;tze von einem sehr hohen Niveau von Ende der Neunzigerjahre kommen, als die Branche im Geld schwamm. Inzwischen steigen die legalen Download-Zahlen stark an, und es werden immer noch 74 Prozent der Ums&auml;tze mit der CD gemacht, das &uuml;bersehen viele. &hellip; Es gibt kein Patentrezept, aber es gibt einen Markt f&uuml;r kreative Werke, iTunes zum Beispiel funktioniert. So eine Plattform h&auml;tte auch der Musikindustrie einfallen k&ouml;nnen. &hellip; Sie [Autoren] sollten offen sein und das Netz als Chance begreifen und Neues nicht gleich ablehnen. Es gibt Formen des Direktmarketings und des Crowdfundings, das sollte man nicht untersch&auml;tzen. &hellip; Es muss Autoren nat&uuml;rlich m&ouml;glich sein, mit einem Verlag zusammenzuarbeiten und zehn bis zw&ouml;lf Prozent Tantiemen zu erhalten. Aber sie m&uuml;ssen auch Vertr&auml;ge unterschreiben d&uuml;rfen, die fair sind. Und das ist in den seltensten F&auml;llen so. Ich finde es schon sehr erstaunlich, dass sich etwa die Schriftsteller f&uuml;r ihren &ouml;ffentlichen Aufruf so nach vorn schicken lassen und den Eindruck erwecken, die Verlage behandelten ihre Autoren alle fair. &hellip; Die allermeisten Schriftsteller k&ouml;nnen von ihrer Arbeit nicht leben, und das liegt auch an unversch&auml;mten Vertr&auml;gen. Der eine oder andere der zum Teil prominenten Autoren, die sich zu Wort gemeldet haben, verdient sicherlich sehr gut, aber das gro&szlig;e Bild sieht anders aus. Die aktuelle Diskussion geht an der Realit&auml;t vorbei. &hellip; Die gesamte Konstruktion zwischen Urhebern, Verwertern und Nutzern ist seit l&auml;ngerer Zeit komplett aus den Fugen geraten. Das Urheberrecht will und soll ein Recht der Kreativen sein, es ist aber l&auml;ngst ein reines Wirtschaftsrecht der Verwerter. Die Industrie hat sich &uuml;ber Jahrzehnte hinweg mit teilweise atemberaubenden Man&ouml;vern St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck des Kuchens genommen, der ihr juristisch gesehen nicht geh&ouml;rt. &hellip; Die Verwertungsgesellschaften sind unfassbar intransparente Organisationen. Auch bei der VG Wort kassieren die Verlage mit, obwohl sie das nicht d&uuml;rften, und niemand kann eigentlich noch genau sagen, wie es &uuml;berhaupt dazu kam. &hellip; Die Presse berichtet lieber &uuml;ber Extreme, etwa &uuml;ber diese flammenden Aufrufe der Schriftsteller. Seit Monaten wird in der Regel auf banalem Niveau &uuml;ber die Diskussionen um das Urheberrecht berichtet, und dabei wird &uuml;bersehen, dass sich bei den Gerichten eine Menge tut. Das sind inzwischen zwei Parallelwelten. Die eine ist die &ouml;ffentliche, die andere wird aber vollkommen verdeckt, ist aber die spannende und relevante.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/magazin\/digitale-wirtschaft\/mafioese-strukturen.html\">brandeins<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die obigen Ausschnitte des Interviews sollen nur dazu anregen, das ganze Interview bzw. weitere Texte von Thomas Hoeren zu lesen. Hoeren war und ist Mitglied in diversen nationalen und internationalen Gremien und Aussch&uuml;ssen und war u.a. Richter am Oberlandesgericht D&uuml;sseldorf. Er kennt sich also in der Welt des Informations- und Medienrechts bestens aus. Das im Interview erw&auml;hnte und regelm&auml;&szlig;ig <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/Jura.itm\/hoeren\/materialien\/Skript\/Skript_Internetrecht_Oktober_2011.pdf\">&uuml;berarbeitete Skript zum Internetrecht (578 Seiten) [PDF &ndash; 4 MB]<\/a> gibt den Stand von Oktober  2011 wieder. Einer seiner letzten Texte <a href=\"http:\/\/www.uni-muenster.de\/Jura.itm\/hoeren\/INHALTE\/publikationen\/hoeren_veroeffentlichungen\/Urheberrecht_im_Zeitalter_von_Filesharing_und_Facebook.pdf\">&ldquo;Was bleibt vom Urheberrecht im Zeitalter von Filesharing und Facebook? [PDF &ndash; 776 KB]<\/a>&rdquo; bietet auch eine knappe Geschichte des Urheberrechts.<\/em><br>\n<em>Interessant auch seine Anmerkung zu den Piraten, denen zumindest in Fragen von Transparenz und Urheberrecht im Internet Kompetenz zugeordnet wird. Auf seine N&auml;he zu den &ldquo;Piraten&rdquo; angesprochen erkl&auml;rt Hoeren im obigen Interview: &ldquo;Bei urheberrechtlichen Fragen sind sie mir einfach zu unbedarft, bei allem Verst&auml;ndnis, das ich f&uuml;r ihre Grundanliegen habe. Sie sehen zum Beispiel nicht, dass wir bestimmte Dinge in Deutschland nicht durch Bundesgesetze &auml;ndern k&ouml;nnen&rdquo; und schlie&szlig;t mit dem bekannten Diktum von Campino, dem S&auml;nger der Toten Hosen, die Piraten &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/campino-im-gespraech-ich-will-euphorie-und-niederlage-spueren-11737339.html\">seien eine chaotisierte Form der FDP. Ich finde, da ist was dran.<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>War made easy &ndash; Wenn Amerikas Pr&auml;sidenten l&uuml;gen<\/strong><br>\nSo unterschiedlich Amerikas Pr&auml;sidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren, sie waren in einem alle gleich. Sie alle waren wahre K&ouml;nner in der Kunst der L&uuml;ge, wenn sie das eigene Land zu einem Krieg verf&uuml;hren wollten. Und ihre Methoden glichen sich. Diese &ldquo;Gehirnw&auml;sche mit Tradition&rdquo; hat der amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben dies in einem wunderbar eindrucksvollen Film erz&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/08f09dee-c131-3898-beea-3efa0cea90b0\/20022457\">ZDF info<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Separating Law and Politics in Romania<\/strong><br>\nKim Lane Scheppele (Princeton University) and Vlad Perju (Boston College Law School)<br>\nAs the Romanian political crisis spirals into dangerous territory, it helps to understand what is legal, what is political, and where the line between the two is blurred. Ordinary party politics is a contact sport that can generate much public passion, but it is perfectly legal. Constitution-smashing conduct crosses the line into revolutionary territory. The actions of the Ponta government combine polarized party politics with a constitution-smashing revolution.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/07\/12\/guest-post-separating-law-and-politics-in-romania\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Syrien-Konflikt: Berichte aus der Kampfzone<\/strong><br>\nFast t&auml;glich gibt es neue schreckliche Nachrichten aus Syrien. Doch es ist schwer zu sagen, welche davon wahr sind. Der Autor Jonathan Littell hat es geschafft, sich vor Ort ein Bild zu machen. Im Januar 2012 bot sich Jonathan Littell die Gelegenheit, illegal nach Syrien einzureisen und sich umzusehen. Le Monde hatte schon 2008 seinen Bericht aus dem Kaukasus gedruckt. Schon vorher hatte Littell andere Gefahrenzonen besucht. So war er u.a. in Afghanistan, im Kongo und in Tschetschenien gewesen. Im Januar also in Syrien. Sein Bericht dar&uuml;ber erschien noch im selben Monat in Le Monde. Gro&szlig;e Ausz&uuml;ge daraus dann im Februar in deutscher &Uuml;bersetzung in der Zeit. Im Hanser Berlin Verlag wird in der zweiten Augusth&auml;lfte der komplette Bericht als Buch vorgelegt werden. Als E-Book ist er seit dem 1. Juli bereits zu kaufen und zu lesen.<br>\nJonathan Littells Bericht ist die Mikroanalyse eines kurzen Abschnitts dieses jetzt schon lang sich dahin ziehenden Krieges. Jonathan Littell zeigt nur die Seite der Aufst&auml;ndischen. Aber die zeigt er, soweit er kann, ganz. Einfach, indem er die Leute sprechen l&auml;sst, auch ihrem Hass auf Alawiten zum Beispiel Raum gibt. Er beschreibt die Aktualit&auml;t der Blutrache oder die Ballerlust der jungen M&auml;nner unter den Aufst&auml;ndischen. Littell zeichnet auf. Er hat keine L&ouml;sung. Er glaubt nur zu wissen: &bdquo;Ich denke, das Regime ist dem Untergang geweiht. Doch auf dem Weg dorthin wird es noch viele Menschen t&ouml;ten.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/syrien-konflikt-berichte-aus-der-kampfzone,1472786,16592470,view,asFirstTeaser.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/08\/Syrien-Littell\">Die verbotene Stadt, Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13853","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13853"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13855,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13853\/revisions\/13855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}