{"id":13856,"date":"2012-07-16T08:28:04","date_gmt":"2012-07-16T06:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856"},"modified":"2012-07-17T20:02:27","modified_gmt":"2012-07-17T18:02:27","slug":"hinweise-des-tages-1675","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h01\">Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h02\">Karlsruhe ist keine Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h03\">Hollande: Schuldenbremse kommt nicht in die Verfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h04\">Schr&ouml;der und der Stabilit&auml;tspakt: Herr und Helfer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h05\">Problemfall Steuerhinterziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h06\">R&ouml;sler will angeblich Waffenexporte erleichtern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h07\">Baden-W&uuml;rttemberg: Regieren lieber ohne Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h08\">Hausdurchsuchung bei pensioniertem Richter wegen Unterlagen von Sicherheitsbeh&ouml;rden zu Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h09\">Meldegesetz: Regierung wusste schon lange von umstrittenen &Auml;nderungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h10\">Piraten werben um Unternehmensspenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h11\">Notheis und Mappus: E-Mail-Verkehr unter Freunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h12\">Putin und sein deutscher Cheflobbyist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h13\">Der deutsch-amerikanische Rassismus des Thilo Sarrazin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h14\">Wie Hochschulen um Arbeiterkinder werben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856#h15\">Bachelor ungen&uuml;gend<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13856&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wirtschaftsweiser Bofinger:  &ldquo;Selbst wenn Staaten eisern sparen, droht die Pleite&rdquo;<\/strong><br>\nItalien ist in einen Teufelskreis geraten. Weil die Regierung spart, ist das Land in die Rezession abgerutscht. Das erschwert die Einhaltung des Defizitziels. Dadurch werden Anleger nerv&ouml;s, und die Zinsen f&uuml;r Staatsanleihen steigen. Dadurch werden noch mehr Anleger nerv&ouml;s, und irgendwann m&uuml;ssen die Rating-Agenturen auf den Negativ-Trend reagieren.<br>\nDas Defizit von Gro&szlig;britannien ist viermal so hoch wie in Italien, trotzdem liegen die Zinsen f&uuml;r englische Staatsanleihen nur bei zwei Prozent, w&auml;hrend Italien sechs Prozent bezahlen muss&hellip;<br>\nDies ist ganz einfach damit zu erkl&auml;ren, dass Gro&szlig;britannien in Pfund verschuldet ist und eine Notenbank hat, die bereit ist, nahezu unbegrenzt Staatsanleihen anzukaufen. Italien kann das durch seine Mitgliedschaft in der W&auml;hrungsunion nicht. Es ist in einer fundamental anderen Situation, die auch durch die umfassenden Spar- und Strukturreformen der Regierung Monti nicht grundlegend ver&auml;ndert werden kann. Das Problem ist symptomatisch f&uuml;r die Euro-Krise. Die deutsche Regierung vertritt bislang die These, dass man nur eisern genug sparen muss &ndash; dann w&uuml;rden die M&auml;rkte das schon honorieren und die Zinsen wieder sinken. Das ist eine Illusion. Selbst wenn Staaten der Euro-Zone eisern sparen, Strukturreformen angehen und auch sonst weitgehend alles richtig machen, droht ihnen die Pleite&hellip;<br>\nFakt ist: Es liegt immer weniger in der Macht eines Staates, durch Sparma&szlig;nahmen die eigenen Zinsen zu dr&uuml;cken und damit die Verschuldung in den Griff zu bekommen. Die Euro-Krise ist ein systemisches Problem, das nur durch ein gemeinsames Handeln aller Mitgliedstaaten bew&auml;ltigt werden kann&hellip;<br>\n&hellip; wer sich f&uuml;r die D-Mark entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass dann das Schicksal unserer Wirtschaft in die H&auml;nde der v&ouml;llig neurotischen Devisenm&auml;rkte gelegt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wirtschaftsweiser-peter-bofinger-a-844231.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland muss sich fragen: Euro oder D-Mark<\/strong><br>\nWarum sich Deutschland entscheiden muss und die Ablehnung lebenserhaltender Ma&szlig;nahmen in der &Ouml;konomie den Tod bedeutet, erkl&auml;rt Peter Bofinger: &ldquo;Herr Sinn sagt, die anderen L&auml;nder halten Vertr&auml;ge nicht ein und die Probleml&auml;nder h&auml;tten eine Mehrheit im Euroraum. Das hat ja zur Konsequenz, dass man sagen m&uuml;sste, wir treten aus dem Euroraum aus. Das Problem der Stellungnahme meiner Kollegen ist, dass sie Probleme beschreibt, die auch da sind, die Frage ist aber: Welche L&ouml;sungen streben wir an? Dazu sagt dieses Papier gar nichts. Wenn ich f&uuml;r einen Patienten alle lebenserhaltenden Ma&szlig;nahmen ablehne, dann ist doch klar, dass ich bereit bin, seinen Tod in Kauf zu nehmen. &hellip; Man kann relativ sicher sagen, dass, sobald Spanien auch aus der W&auml;hrungsunion austritt, Italien mitgezogen wird und dass sich dann selbst Frankreich nicht mit Deutschland zusammenhalten l&auml;sst. Die M&auml;rkte w&uuml;rden auch Frankreich gegen&uuml;ber skeptisch werden und feststellen, dass Frankreich einen sehr hohen Staatsanteil hat und ein Problem mit der Wettbewerbsf&auml;higkeit. Das hei&szlig;t, wenn sich die W&auml;hrungsunion an den R&auml;ndern aufl&ouml;st, muss man damit rechnen, dass der Riss bis zum Kern durchgeht und dass Deutschland vielleicht noch mit &Ouml;sterreich, Holland und Finnland eine kleine W&auml;hrungszone bildet. &hellip; Das Risiko ist hoch, dass ein neuer D-Mark-Block eine massive Aufwertung erf&auml;hrt, und das bedeutet eine massive Verschlechterung der deutschen Wettbewerbsf&auml;higkeit, und zwar nicht nur gegen&uuml;ber dem Euroraum, sondern auch gegen&uuml;ber dem Dollar oder dem Yen oder gegen&uuml;ber China. &hellip;  Das Problem, das wir jetzt haben, ist nicht ein Problem des Bundesverfassungsgerichts, sondern ein Problem der Politik, die jetzt seit zwei Jahren versucht, mit kleinteiligen L&ouml;sungen eine systemische Krise zu l&ouml;sen. Und das, ohne die Bev&ouml;lkerung richtig mitzunehmen. &hellip; Das Problem, das wir bei der Frage der Haftung haben, ist, dass L&auml;nder, wenn sie in eine W&auml;hrungsunion eintreten, mit einem Insolvenzrisiko konfrontiert sind, das sie sonst gar nicht h&auml;tten. Wenn wir diese W&auml;hrungsunion wollen, brauchen wir eine Antwort auf dieses systemische Problem. &hellip;  die L&ouml;sung der Krise h&auml;ngt nicht allein von der Anstrengung der einzelnen L&auml;nder ab, aus eigener Kraft k&ouml;nnen die diese Zinsproblematik nicht l&ouml;sen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1341845102668\/Deutschland-muss-sich-die-Grundsatzfrage-stellen-Euro-oder-D-Mark\">derStandard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich sollte sich Deutschland entscheiden, ob es seine Zukunft im Euro oder bei der D-Mark sieht. Die Deutschen haben dar&uuml;ber eigentlich nie entschieden und den Sonntagsreden der Politiker geglaubt, die eigentlich nie gewusst haben, was eine W&auml;hrungsunion ist und jetzt eine leise Ahnung davon bekommen. Die Deutschen sollten sich entscheiden, aber &uuml;ber Nacht geht das nicht. Die notwendigen kurzfristigen Ma&szlig;nahmen kann zurzeit nur die Regierung entscheiden. Und wahrscheinlich h&auml;ngt vom Erfolg dieser Ma&szlig;nahmen ab, wie Deutschland eines Tages entscheidet. Dar&uuml;ber hinaus sollten Europas Regierungen, endlich die Finanzm&auml;rkte b&auml;ndigen. Es ist erb&auml;rmlich, immer auf das Monster zu verweisen, aber es nicht zu bek&auml;mpfen. Die W&auml;hrungsunion wird auch so noch manche Turbulenzen erleben, aber die Bev&ouml;lkerung  wird nicht weiter hinnehmen, dass das Finanzkapital auch noch davon profitiert. Eine Kolumnistin der renommierten spanischen Tageszeitung El Pa&iacute;s  beantwortete angesichts der unterschiedlichen Krisenpolitik der Regierungschefs Holland und Rajoy die Frage, was Frankreich und Spanien unterscheide: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!97131\/\">Vor allem eines: die Guillotine, die rechtzeitig eingesetzt wurde.<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Zumindest indirekt wird angedeutet, dass die B&uuml;rger Europas noch andere Optionen kennen als friedliche Wahlen. Und wer da wirklich meint, Deutschland bleibe angesichts der gegenw&auml;rtigen Krisenl&ouml;sungskompetenz der europ&auml;ischen Eliten von griechischen oder spanischen Zust&auml;nden verschont, ist ziemlich naiv.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Werner Vontobel: Kauft euch gl&uuml;cklich<\/strong><br>\nDie Meinung in Deutschland steht fest: Die Euro-S&uuml;dl&auml;nder schaffen es nicht, ihren Staatshaushalt auszugleichen. Sie machen Schulden und wollen diese auf Deutschland abw&auml;lzen. Auf eine Schlagzeile verk&uuml;rzt, lautet die Botschaft: &bdquo;Geisel des S&uuml;dens&ldquo; (Spiegel) oder &bdquo;Europa will an unser Geld&ldquo; (Welt am Sonntag). Aus dieser Diagnose folgt logisch die Therapie: Die S&uuml;dl&auml;nder m&uuml;ssen ihre Schulden selber in den Griff kriegen, erst danach kann Hilfe von au&szlig;en kommen. &bdquo;Eine Voraussetzung f&uuml;r Solidarit&auml;t ist Solidit&auml;t&ldquo;, sagt J&ouml;rg Asmussen, deutsches Mitglied im Direktorium der Europ&auml;ischen Zentralbank, bei jeder sich bietenden Gelegenheit.<br>\nDoch leider ist diese Analyse und Therapie falsch. Sie ist die &uuml;ble Frucht eines aus allen Zusammenh&auml;ngen gerissenen Denkens und der Ignoranz der einfachsten volkswirtschaftlichen Grundregeln. Aus diesem Kuddelmuddel entstehen in Deutschland dann Schlagzeilen wie diese: &bdquo;Europa greift nach unserem Geld.&ldquo;..<br>\nDas &bdquo;Modell Exportweltmeister&ldquo; hat die Geldelite aber nicht nur auf Kosten des Auslands bereichert. Auch der deutsche Normalb&uuml;rger wurde zur Kasse gebeten. Zwischen 1999 und 2009 (neuere Daten liegen nicht vor) ist sein Einkommen um 13 Prozent gesunken. Vom Exportboom profitiert hat nur das reichste Zehntel. Diese Umverteilung von unten nach oben ist zweifellos eine Folge der Lohnpolitik. Deren Zweck war es &ndash; zun&auml;chst mit &bdquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung&ldquo;, dann mit der Schaffung eines Niedriglohnsektors &ndash;, Kostenvorteile im Export zu erringen. Die sinkenden Lohnst&uuml;ckkosten und steigenden Export&uuml;bersch&uuml;sse zeigen, dass diese Politik erfolgreich war. Dass jetzt die Verluste aus den faulen Auslandsguthaben auf die Steuerzahler abgew&auml;lzt werden sollen, ist die Kr&ouml;nung dieser Umverteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/kauft-euch-gluecklich\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Max Otte: &bdquo;Zu viele verdienen an der Krise&ldquo;<\/strong><br>\nHedge-Fonds und Finanzinvestoren verdienen an den Schwankungen der B&ouml;rsen. Firmenaufk&auml;ufer verdienen daran, dass viele Aktienkurse im Keller sind und Firmen daher billig gekauft werden k&ouml;nnen, allein in den vergangenen Wochen TNT, Cinemaxx, Rh&ouml;n Klinikum und WMF. Oder sie kaufen preiswert Staatsunternehmen, die privatisiert werden. Und die Gl&auml;ubiger der Staaten verdienen&hellip;<br>\nSicher, der Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland hat sie einiges gekostet. Aber gleichzeitig kassieren die Gl&auml;ubiger der Euro-Staaten laufend die teilweise extrem hohen Zinsen auf Staatsanleihen. Die Politik tut alles daf&uuml;r, dass diese Zinszahlungen weiterflie&szlig;en: An den Bev&ouml;lkerungen wird gespart, das Lohnniveau gedr&uuml;ckt, die Steuern werden erh&ouml;ht, damit genug Geld f&uuml;r Zinsen da ist. Auch die sogenannten Hilfspakete f&uuml;r Griechenland helfen ja nicht den Griechen, das Geld flie&szlig;t direkt an die Gl&auml;ubiger. Den Preis bezahlen die B&uuml;rger Europas&hellip;<br>\nMan kann den Druck auf ein Land nicht ewig erh&ouml;hen, irgendwann explodiert es&hellip;<br>\n&hellip;der Fiskalpakt allein bringt nichts, der ist Schwachsinn&hellip;Undifferenzierte Spardiktate schw&auml;chen Europas Wirtschaft, wir m&uuml;ssen sie abschaffen oder zumindest aufweichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/wirtschaft\/verschuldung--zu-viele-verdienen-an-der-krise-,15187248,16619196.html\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Otte hat allerdings eine sehr einseitige Sichtweise: Kern der Krise sei, dass die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder zu teuer produzierten und dies nicht mehr durch die Abwertung ihrer W&auml;hrungen kompensieren k&ouml;nnten. Man k&ouml;nnte und m&uuml;sste es aber genau umgekehrt sehen, n&auml;mlich dass die Deutschen durch Lohn- und Unternehmenssteuersenkungen zu billig produzieren und dies nicht mehr durch Aufwertung der D-Mark kompensiert wird.<\/em><br>\n<em>Man muss bei allen Urteilen Ottes immer auch in Betracht ziehen, dass er selbst eben auch Investor ist, selbst wenn er kritisiert, dass seine Eink&uuml;nfte auf Kapitalverm&ouml;gen geringer besteuert werden als ein normales Arbeitseinkommen und er deshalb f&uuml;r eine Finanztransaktionssteuer und f&uuml;r hohe Erbschaftssteuern pl&auml;diert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Karlsruhe ist keine Opposition<\/strong><br>\nDass trotzdem manche Karlsruhe eine Unbotm&auml;&szlig;igkeit unterstellen, liegt an einer falschen Wahrnehmung des Gerichts, wie sie von vielen Medien (und in der Folge auch von einigen falsch informierten Politikern) vermittelt wird. Es gibt aber keinen Machtkampf zwischen Karlsruhe und Berlin. Das Bundesverfassungsgericht steht nicht in Opposition zur Europapolitik der Bundesregierung. Die verfassungsrechtliche Pr&uuml;fung ist nur eine zus&auml;tzliche Ebene bei der Entscheidungsfindung, wenn es um wichtige Projekte geht: Zuerst entscheidet der Bundestag, dann der Bundesrat, und am Ende pr&uuml;ft das Bundesverfassungsgericht die verfassungsrechtlichen Zweifel.<br>\nAllerdings ist das Verfassungsgericht meist die letzte Hoffnung von Gegnern der bestehenden Europapolitik. Denn wenn es eine ganz gro&szlig;e Koalition gibt, bei der CDU\/CSU, FDP, SPD und Gr&uuml;ne zusammenarbeiten, dann hat allenfalls noch der Gang nach Karlsruhe vage Erfolgsaussichten. Immerhin folgt die Karlsruher Entscheidung einer anderen Rationalit&auml;t. Hier geht es um Verfassungsgrenzen, die zwar nicht ausdr&uuml;cklich im Grundgesetz stehen, aber von den Richtern in langj&auml;hriger Rechtsprechung entwickelt wurden.<br>\nDoch hat sich Karlsruhe letztlich stets konstruktiv verhalten und in den vergangenen zwei Jahrzehnten alle gr&ouml;&szlig;eren politischen EU-Projekte abgesegnet: von der W&auml;hrungsunion &uuml;ber den Lissabonner Vertrag und die vertiefte EU-Zusammenarbeit bis zum vorl&auml;ufigen Euro-Rettungsschirm EFSF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Verfassungsrecht\/!97303\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich stimme Christian Rath zu, dass das Bundesverfassungsgericht bisher immer die europ&auml;ischen Vertr&auml;ge abgesegnet hat, von daher erwarte ich von dem Ausgang des Eilverfahrens nicht, dass der Fiskalpakt und der ESM gestoppt w&uuml;rden. Rath pl&auml;diert daf&uuml;r, dass die Richter dem Integrationsauftrag des Grundgesetzes folgen. Er wehrt sich dagegen, dass diejenigen die sich f&uuml;r die &bdquo;Vereinigten Staaten von Europa&ldquo; einsetzen, mit Leuten auf eine Stufe gestellt w&uuml;rden, die die Demokratie abschaffen und eine Diktatur einf&uuml;hren wollten. Diesen Vorwurf erhebe ich nicht, aber ich w&auml;re dagegen, dass damit auch das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes abgeschafft w&uuml;rde und in dieser Hinsicht sehe ich bei allen bisherigen europ&auml;ischen Vertragswerken keinerlei Ansatz. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat sich in seinem Lissabon-Urteil der herrschenden wirtschaftspolitischen Lehre angepasst. Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4032\">Nachtw&auml;chter &uuml;ber den Nachtw&auml;chterstaat<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hollande: Schuldenbremse kommt nicht in die Verfassung<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Hollande h&auml;lt das Rahmengesetz f&uuml;r den Fiskalpakt f&uuml;r ausreichend und will die sogenannte Schuldenbremse nicht in die franz&ouml;sische Verfassung aufnehmen&hellip;<br>\nes sei nicht n&ouml;tig, eine &bdquo;goldene Regel&ldquo; &uuml;ber einen ausgeglichenen Haushalt in &bdquo;den Marmor der Verfassung zu mei&szlig;eln&ldquo;. Er habe schon jetzt den Verfassungsrat gebeten zu pr&uuml;fen, ob der Fiskalpakt mit der franz&ouml;sischen Verfassung vereinbar sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/frankreich-hollande-schuldenbremse-kommt-nicht-in-die-verfassung-11821067.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Herr und Helfer<\/strong><br>\nDie Aufweichung des Euro-Stabilit&auml;tspakts 2005 war vor allem das Werk von Kanzler Schr&ouml;der. Das belegen Akten aus dem Kanzleramt. Finanzminister Eichel leistete lange Widerstand.<br>\nQuelle: Printausgabe des Spiegels (nicht im Netz)\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist der als Sensation aufgemachte Artikel nun wirklich nicht, das wusste der interessierte Zeitgenosse eigentlich alles schon l&auml;ngst. Schr&ouml;der hatte wenigstens so viel sachverst&auml;ndig Beratung, dass er eingesehen hat, dass der Stabilit&auml;tspakt eine aktive Konjunkturpolitik, die damals n&ouml;tig und sinnvoll war, verhindert.<\/em><br>\n<em>Interessanter ist vielmehr, dass der Spiegel an die Akten aus dem Kanzleramt herankam.<\/em><br>\n<em>Die Frage ist, hat der Spiegel tats&auml;chlich von sich aus einen Antrag auf Freigabe, der jetzt von ihm ver&ouml;ffentlichten Akten gestellt oder wurde er vom Kanzleramt &bdquo;ermuntert&ldquo; einen solchen Antrag zu stellen. D.h. wurde er also vom Kanzleramt instrumentalisiert, um der rot-gr&uuml;nen Regierung, die Schuld an der Euro-Krise zu zuschieben. Man liegt sicherlich nicht falsch mit dieser Vermutung, dass der Spiegel sich gerne f&uuml;r diese Regierungspropaganda einspannen lie&szlig;. Merkel nutzte in ihrem ZDF-Sommerinterview jedenfalls diese Vorlage prompt f&uuml;r eine Schuldzuweisung an die SPD.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen belegt dieser Artikel nur einmal mehr, dass der Spiegel ein unkritischer Unterst&uuml;tzer der europ&auml;ischen sog. Stabilit&auml;tspolitik ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Problemfall Steuerhinterziehung<\/strong><br>\nOhne gr&ouml;&szlig;ere Fahndungsanstrengungen oder gar Einsatz von &ouml;ffentlichen Mitteln sind in den letzten Tagen der Steuerfahndung Daten von 4.000 deutschen Kunden der Credit Suisse in der Schweiz in die H&auml;nde gefallen&hellip;Offenkundig hat die Steuerfahndung in Absprache mit dem Finanzministerium in D&uuml;sseldorf dieser Tage erneut eine Steuer-CD aus der Schweiz angekauft. Nach Insiderinformationen handelt es dabei um Kundendaten der Z&uuml;rcher Dependance der Privatbank Coutts, einer Tochter der britischen Royal Bank of Scottland. Nach Presse-Informationen sollen dar&uuml;ber hinaus m&ouml;glicherweise noch weitere Eink&auml;ufe folgen&hellip;<br>\nDer SPD-Finanzminister Norbert Walter-Borjans unterstrich: &raquo;Die Ereignisse zeigen, dass eine entschlossene Steuerfahndung f&uuml;r unser Gemeinwesen unverzichtbar ist, solange es scheunentorgro&szlig;e Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Steuerhinterzieher gibt. Unsere Steuerfahnder m&uuml;ssen ungehindert ihrer Arbeit nachgehen k&ouml;nnen, n&auml;mlich kriminelle Hinterzieher aufzusp&uuml;ren.&laquo;&hellip;<br>\nNach Sch&auml;tzungen von Steuerfahndern der Bundesrepublik und der Deutschen Steuer-Gewerkschaft liegen alleine ca. 480 Milliarden Euro Gelder deutscher Anleger schwarz auf Konten der ausl&auml;ndischen Kreditinstitute. Vermutet wird, dass in der Schweiz mit ca. 170 Milliarden Euro der gr&ouml;&szlig;te Anteil des hinterzogenen Verm&ouml;gens deponiert ist.<br>\nDie massiven Hindernisse durch fragw&uuml;rdige Steuerabkommen sind aber nur der geringste Teil des Problems. Nach &Uuml;berzeugung der Steuer-Gewerkschaft k&ouml;nnten die Fahnder einen wesentlich gr&ouml;&szlig;eren Beitrag f&uuml;r die Durchsetzung der Steuergerechtigkeit und der Gleichheit vor dem Gesetz leisten, wenn mehr Personal zur Verf&uuml;gung st&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/problemfall-steuerhinterziehung\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe auch: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12806\">Das Steuerabkommen mit der Schweiz &ndash; Ein Freibrief f&uuml;r Steuerhinterzieher und die Schweizer Banken<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:steuer-cd-schweiz-wirft-nrw-hehlerei-vor\/70063533.html\">Schweiz reagiert nat&uuml;rlich ver&auml;rgert<\/a> das ist Realsatire schlie&szlig;lich leisten die Schweizer permanente Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Es ist klar, dass sich die Schweiz &auml;rgert,  werden doch durch die Daten-CDs Anleger von Schwarzgeld verunsichert und das verhagelt Schweizer Banken das Gesch&auml;ft, das sie mit dem Steuerabkommen munter und rechtssicher weiterbetreiben k&ouml;nnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>R&ouml;sler will angeblich Waffenexporte erleichtern<\/strong><br>\nGeplante Gesetzes&auml;nderungen suggerieren, dass die Bundesregierung R&uuml;stungsexporte erleichtern will. Die Regierung bestreitet das, aber inzwischen kritisiert sogar ein CDU-Politiker die Pl&auml;ne.<br>\nDeutsche Waffen sind weltweit begehrt. Als Kanzlerin Angela Merkel neulich in Indonesien war, was wollte Staatspr&auml;sident Susilo Bambang Yudhoyono von ihr? Deutsche Leopard-II-Panzer. Wirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler ist es kurz zuvor in Saudi Arabien kaum anders ergangen. So ist die Bundesrepublik in die Spitzengruppe der Waffenexportl&auml;nder aufgestiegen.<br>\nDennoch ist die deutsche R&uuml;stungsindustrie unzufrieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/aussenhandelsgesetz-roesler-will-angeblich-waffenexporte-erleichtern,1472596,16626200.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regieren lieber ohne Volk<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen haben in Stuttgart die Mehrheit und m&ouml;chten die B&uuml;rger bei der Ausrichtung der Stadtwerke nicht so gern mitreden lassen. Die CDU will es neuerdings<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F07%2F14%2Fa0171&amp;cHash=76b52424b9\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ist es wirklich so platt? Egal, wer regiert, Regierenden passt B&uuml;rgerbeteiligung nie in den Kram. Und die Opposition, egal wie sie sich als Regierung verhalten hat, entdeckt pl&ouml;tzlich ihren Sinn f&uuml;r die B&uuml;rgerbeteiligungsstadt?  Es ist deprimierend und raubt einem den Glauben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hausdurchsuchung bei pensioniertem Richter wegen Unterlagen von Sicherheitsbeh&ouml;rden zu Stuttgart 21<\/strong><br>\nDie gr&uuml;n-rote Landesregierung von Baden-W&uuml;rttemberg ger&auml;t wegen der Hausdurchsuchung bei einem pensionierten Richter unter Druck. Der ehemalige Strafrichter des Landgerichts Stuttgart gilt als Symbolfigur des Widerstands gegen den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs. Er war in den Besitz von Unterlagen der Sicherheitsbeh&ouml;rden gelangt, die die beabsichtigte &Uuml;berwachung der Stuttgart-21-Gegner auflisteten. Unter anderem steht in den internen Papieren, dass die Polizei auf den Einsatz verdeckter Ermittler und auf die Erkenntnisse des Verfassungsschutzes zur&uuml;ckgreifen solle. Auf Nachfragen und Mails an den Ministerpr&auml;sidenten Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) und Innenminister Reinhold Gall (SPD) reagierte die Landesregierung nicht. Ende Juni durchsuchten Kripobeamte in Abwesenheit des Richters a.D. dessen Haus. Sie wollten herausfinden, woher der Jurist die Dokumente bekommen hatte. Uli Sckerl, Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Gr&uuml;nen, verlangt nun von der Landesregierung Aufkl&auml;rung &uuml;ber den Fall. Er habe &ldquo;gro&szlig;e Zweifel&rdquo;, so Sckerl zum SPIEGEL, dass das Vorgehen der Sicherheitsbeh&ouml;rden vom Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit gedeckt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/stuttgart-21-hausdurchsuchung-bei-pensioniertem-richter-a-844401.html\">Der Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Meldegesetz: Regierung wusste schon lange von umstrittenen &Auml;nderungen<\/strong><br>\nDer schwarz-gelben Regierungskoalition waren die umstrittenen &Auml;nderungen im Bundesmeldegesetz schon fr&uuml;her bekannt als bislang zugegeben. Das zumindest berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner am morgigen Montag erscheinenden Ausgabe. Bereits Anfang April habe das Bundesinnenministerium auf Wunsch der Regierungsfraktionen von CDU\/CSU und FDP Formulierungshilfen f&uuml;r das Gesetz vorgelegt: Darin sei erstmals die umstrittene Widerspruchsl&ouml;sung festgeschrieben gewesen, nach der Melde&auml;mter personenbezogene Daten grunds&auml;tzlich herausgeben d&uuml;rfen.<br>\nAu&szlig;erdem war laut Spiegel in den Hilfen aus dem Innenministerium der neue Paragraf 44 Absatz 4 enthalten, der es Adressh&auml;ndlern erlaubt, vorhandene Daten mit den Melde&auml;mtern abzugleichen, selbst wenn die Betroffenen widersprochen haben. Erstmals sei die &Auml;nderung bei der ersten Lesung des Regierungsentwurfs im Bundestag am 26. April &ouml;ffentlich geworden. Damals habe der CDU-Abgeordnete Helmut Brandt versehentlich &uuml;ber den Absatz 4 gesprochen, obwohl dieser noch gar nicht im Gesetzestext stand, sondern nur Teil der unter der Hand vereinbarten &Auml;nderungen war. Der entlarvende Lapsus sei jedoch keinem so richtig aufgefallen, auch der Opposition nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Meldegesetz-Regierung-wusste-schon-lange-von-umstrittenen-Aenderungen-1641241.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die ganze Scheinheiligkeit der Regierungsvertreter, man habe von den &Auml;nderungen nichts gewusst, entpuppt sich als L&uuml;ge. Noch in seinem gestrigen Sommerinterview tat Seehofer so, als h&auml;tten ihn seine eigenen CSU-Leute nicht vorher informiert, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Piraten werben um Unternehmensspenden<\/strong><br>\nBerlin. Die Piratenpartei nimmt Transparenz ernst &ndash; und bekennt sich offen dazu, ihre Geldsorgen nicht zuletzt durch Spenden aus der Privatwirtschaft meistern zu wollen. M&ouml;gliche Geldgeber erhoffe sich die Partei vor allem in der IT- und Medienbranche, sagte das Vorstandsmitglied der Piraten, Matthias Schrade, am Wochenende der Nachrichtenagentur dapd. &raquo;Laut Umfragen w&uuml;rden uns aktuell zwischen sieben und zehn Prozent aller B&uuml;rger w&auml;hlen, da d&uuml;rften auch ein paar Unternehmer dabei sein&laquo;, so Schrade. &raquo;Ich sehe unsere Integrit&auml;t dadurch nicht besch&auml;digt. Wenn ein Unternehmer f&uuml;r die Piratenpartei spendet, dann, weil er unsere Politik gut findet und unterst&uuml;tzen will.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/07-16\/055.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Notheis und Mappus: E-Mail-Verkehr unter Freunden<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120716_notheis_mappus.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120716_notheis_mappus_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/blob\/23402812\/2\/data.pdf\">ZDF Frontal 21 [PDF &ndash; 4.6 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es lohnt sich, diese E-Mails zu &uuml;berfliegen. Sie sind ein Dokument, das mehr Wert ist, als hunderte von Analysen, dokumentiert es doch, wie die Politik zum Handlungsgehilfen von Bankern degradiert wird. Wenn wir auf den NachDenkSeiten diesen Skandal immer wieder mit vielen Argumenten  und Indizien belegt haben, haben uns viele als Verschw&ouml;rungstheoretiker abgetan. Diese E-Mails belegen, dass die Wirklichkeit noch viel schlimmer ist, als man es sich ausmalen kann.<br>\nWir haben hier nur den Auszug &uuml;ber die Instrumentalisierung von Professor Franz herausgestellt. Franz ist Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrats, auf die N&auml;he dieses Wissenschaftlers zur Wirtschaft haben wir immer wieder hingewiesen. Aber nicht nur das wird hier belegt. Die Mail zeigt, dass Franz von der Politik abh&auml;ngig ist, ihr &bdquo;einen Gefallen schuldet&ldquo;. Die Mail stammt vom 22. November 2010. Anfang Februar 2011 wurde <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.enbw-ulrich-goll-und-helmut-rau-sollen-in-aufsichtsrat.e786fa72-01b7-490b-ba9d-85020d9b5a58.html\">Franz von Mappus f&uuml;r dens Aufsichtsrats der EnBW nominiert<\/a>. In der Ausstiegsdiskussion aus der Atomenergie meldete sich dieser Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrats wiederholt mit Ausstiegswarnungen &ouml;ffentlich zu Wort (z.B. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=8919#h06\">Wiso-Sendung vom 21.3.2011<\/a>).<\/em><br>\n<em>Am 27. M&auml;rz wurde sein G&ouml;nner Mappus abgew&auml;hlt, am 19. April legte Franz seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat von EnBW nieder.<\/em><br>\n<em>Ein Schelm der hier irgendwelche Zusammenh&auml;nge sieht!<\/em><br>\n<em>H&auml;tte Franz nur ein wenig &bdquo;wissenschaftlichen&ldquo; Anstand m&uuml;sste er als Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrates zur&uuml;cktreten. G&auml;be es in diesem Land nur eine Spur von politischer Hygiene m&uuml;sste die Politik Franz sofort als &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo; abberufen.<\/em><br>\n<em>Als unabh&auml;ngiger wissenschaftlicher Ratgeber m&uuml;sste Franz &bdquo;verbrannt&ldquo; sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Putin und sein deutscher Cheflobbyist<\/strong><br>\nEhemalige deutsche Bundespr&auml;sidenten und Bundeskanzler sind keine Privatleute. Sie stehen immer noch in der Verantwortung ihres fr&uuml;heren Amtes. Auch deshalb erhalten sie neben ihrer Pension ein B&uuml;ro, Mitarbeiter, Fahrer und Dienstwagen. Im Fall Gerhard Schr&ouml;ders sind es sogar sieben Mitarbeiter. Deshalb ist die Frage erlaubt, ob sich Schr&ouml;der dieser Privilegien w&uuml;rdig erweist.<br>\nSchr&ouml;der hat sich f&uuml;r seine Nachkanzler-&Auml;ra einen problematischen Freund ausgesucht: Wladimir Putin. Ein Mann. der mit den europ&auml;ischen Werten der Demokratie, Gewaltenteilung, Koalitions- und Meinungsfreiheit nichts im Sinn hat&hellip;<br>\nSchr&ouml;der vertritt als Aufsichtsratsvorsitzender der Ostsee-Pipeline die Interessen des von Putins Apparat kontrollierten Energieriesen Gazprom. Ohne die Steuern und Z&ouml;lle des staatlich kontrollierten Energiekonzerns Gazprom w&uuml;rde Putins Regime zusammenbrechen. Derselbe Schr&ouml;der, der einst als Bundeskanzler der Ostsee-Pipeline den Weg ebnete, steht heute auf Gazproms und damit indirekt auf Putins Gehaltsliste. Dieses Engagement war von Anfang skandal&ouml;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3877\">Sprengsatz<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>J&uuml;rgen Roth &ndash; Gazprom &ndash; Das unheimliche Imperium<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pq84iXuyIbk\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der deutsch-amerikanische Rassismus des Thilo Sarrazin<\/strong><br>\nEine Rezension des Sammelbandes &bdquo;Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz: Von Galton zu Sarrazin&ldquo;.<br>\nViele Menschen &ndash; auch in den Wissenschaften &ndash; glauben immer noch, dass der Bestsellererfolg von Thilo Sarrazin nur ein seltsames Einzelereignis eines isolierten Querdenkers markiert. Nach der Lekt&uuml;re des inhaltsreichen und streckenweise geradezu spannenden Sammelbandes habe ich verstanden, dass dem nicht so ist: Thilo Sarrazin argumentiert keineswegs isoliert vom pseudo-wissenschaftlichen Rassismus, sondern reimportierte ihn aus den USA zur&uuml;ck nach Deutschland. Statt sich an ehrliche Ursachenanalysen zu machen, war es f&uuml;r gro&szlig;e Teile unserer zunehmend alternden und kinderarmen Gesellschaft einfacher, mit &ldquo;den Muslimen&rdquo; wieder eine Minderheit zu benennen, auf die sie die eigenen &Auml;ngste projizieren konnte. Auch im 21. Jahrhundert gilt: Jede Generation wird sich neu mit Varianten von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scilogs.de\/chrono\/blog\/natur-des-glaubens\/sozialdarwinismus\/2012-07-14\/der-deutsch-amerikanische-rassismus-des-thilo-sarrazin\">SciLogs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie Hochschulen um Arbeiterkinder werben<\/strong><br>\nNoch immer schrecken vor allem Kinder aus nichtakademischen Elternh&auml;usern in Deutschland vor einem Studium zur&uuml;ck. Nur 23 Prozent gehen an eine Hochschule, w&auml;hrend 83 Prozent der Akademikerkinder auch studieren. Versagt das System, wenn es um Bildungsgerechtigkeit geht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1811010\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bachelor ungen&uuml;gend<\/strong><br>\nEigentlich wollten die Bologna-Reformer den Bachelor zum Regelabschluss machen, der in Rekordtempo in den Beruf f&uuml;hrt. Daraus wurde nichts. Nach einer neuen Studie der Hochschul-Informations-System GmbH satteln drei von vier Absolventen den Master drauf. Studis Online hat Hochschulforscher Kolja Briedis befragt, warum die meisten lieber weiterstudieren, die wenigsten ihr Gl&uuml;ck auf dem Arbeitsmarkt suchen und wohin die Entwicklung in der Zukunft geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1434-interview-bachelor-master.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13856","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13856"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13856\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13886,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13856\/revisions\/13886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}