{"id":138808,"date":"2025-09-11T15:20:29","date_gmt":"2025-09-11T13:20:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138808"},"modified":"2025-09-16T16:05:47","modified_gmt":"2025-09-16T14:05:47","slug":"ruhig-blut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138808","title":{"rendered":"Ruhig Blut"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Reaktionen auf den Mord an Charlie Kirk &ndash; und ihre Bedeutung f&uuml;r uns.<\/strong><br>\nGestern machte die Nachricht vom Attentat auf den US-amerikanischen rechtskonservativen Aktivisten und Podcaster Charlie Kirk die Runde. Der 31-j&auml;hrige Trump-Unterst&uuml;tzer, der in den USA extrem bekannt war, starb nach dem Schuss aus einer Entfernung von ca. 180 Metern, die seine Halsschlagader traf. Ein Video der Tat in Orem, Utah, das auf Social Media kursierte, zeigt deutlich den schrecklichen Moment. Charlie Kirk sitzt entspannt, pl&ouml;tzlich der Einschlag und er sackt blut&uuml;berstr&ouml;mt in sich zusammen. Die Reaktionen kochen seitdem hoch und zeigen die immer tiefer werdende Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft, die in Deutschland auch w&auml;chst. Was k&ouml;nnen wir gegen diese Radikalisierung der Atmosph&auml;re tun? Ein Kommentar von <strong>Maike Gosch<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4231\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-138808-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250911_Ruhig_Blut_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250911_Ruhig_Blut_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250911_Ruhig_Blut_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250911_Ruhig_Blut_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=138808-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250911_Ruhig_Blut_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250911_Ruhig_Blut_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Schuss fiel gerade in dem Moment, als Charlie Kirk mit Studierenden &uuml;ber Massenerschie&szlig;ungen in den USA diskutierte. Die Veranstaltung fand im Rahmen von Kirks <em>&lsquo;American Comeback Tour&rsquo;<\/em> an der Utah Valley University unter dem Motto &sbquo;Prove Me Wrong&lsquo; statt. Kirk war einer der prominentesten Stimmen der amerikanischen &bdquo;Rechten&ldquo; (man kann die Begriffe &bdquo;links&ldquo; und &bdquo;rechts&ldquo; eigentlich nur noch in Anf&uuml;hrungszeichen setzen, da sie so sehr verzerrt und instrumentalisiert werden und ihre Bedeutung dabei fast vollst&auml;ndig verloren gegangen ist) und ein engagierter Verfechter des Waffenrechts. Er wies Forderungen nach strengeren Gesetzen selbst nach Massenschie&szlig;ereien zur&uuml;ck. Kirk hinterl&auml;sst seine Frau und zwei Kinder. Der T&auml;ter ist bisher noch nicht gefasst.<\/p><p>Republikaner, MAGA (Make America Great Again)-Anh&auml;nger und Kirk-Fans trauerten und viele machten die politische Linke in den USA f&uuml;r den Mord verantwortlich, so wie Elon Musk, der <a href=\"https:\/\/x.com\/elonmusk\/status\/1965859343351558352\">auf <em>X<\/em> schrieb<\/a>, &bdquo;The Left is the party of murder&ldquo; (&bdquo;Die Linke ist die Partei des Mordes&ldquo;), und sich damit auch auf den Mordanschlag auf Pr&auml;sident Trump und den Mord an Brian Thomson, dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von United Healthcare, bezog.<\/p><p>Demokraten, Liberale, &bdquo;Linke&ldquo; und Kritiker des Waffenrechts feierten teilweise den Mord, insbesondere auf der Plattform <em>Bluesky<\/em>. Andere zitierten die Aussagen von Charlie Kirk zu der Debatte um ein strengeres Waffenrecht in den USA, &bdquo;Es lohnt sich, leider jedes Jahr einige Todesf&auml;lle durch Schusswaffen in Kauf zu nehmen, damit wir das 2nd Amendment (<em>Anm. d. Red.: der zweite Zusatzartikel zur US-Verfassung, der das Recht auf Waffenbesitz garantiert)<\/em> haben k&ouml;nnen&ldquo;, als Kommentar zu seinem Tod.<\/p><p>Nat&uuml;rlich machten auch <a href=\"https:\/\/x.com\/GozukaraFurkan\/status\/1965909227521847751\">viele Spekulationen die Runde<\/a>, so wie die, dass Charlie Kirk von Israel oder israel-nahen Kr&auml;ften ermordet wurde, weil er in letzter Zeit die Einschr&auml;nkung der Meinungsfreiheit in Bezug auf Kritik an Israel kritisiert hatte. Andere vermuteten eine Aktion des Tiefen Staates, um Aufruhr zu stiften, um wiederum mit repressiven staatlichen Ma&szlig;nahmen reagieren zu k&ouml;nnen. Der investigative Journalist <a href=\"https:\/\/x.com\/MaxBlumenthal\/status\/1965904551032369424\">Max Blumenthal<\/a> machte auf den Tweet eines Neokonservativen aufmerksam, der in Reaktion auf den Mord zu einem politischen und geheimdienstlichen Kampf gegen die &bdquo;Linke&ldquo; im Stil von COINTELPRO aufrief (COINTELPRO war eine geheime Kampagne des FBI zur Unterdr&uuml;ckung linker politischer Bewegungen in den USA, oft mit illegalen und manipulativen Methoden).<\/p><p><a href=\"https:\/\/x.com\/caitoz\/status\/1965963060339961876\">Pro-pal&auml;stinensische Aktivisten beklagten die Doppelmoral<\/a>, die sie darin sahen, dass der Mord an Kirk so starke Empathie und so gro&szlig;es Interesse bei den US-Amerikanern hervorruft, w&auml;hrend die t&auml;glichen Nachrichten von ermordeten Pal&auml;stinensern seit fast 2 Jahren von ihnen weitgehend ignoriert, achselzuckend hingenommen oder sogar bef&uuml;rwortet werden. Viele Kritiker von Kirk auf der &bdquo;Linken&ldquo; erkl&auml;ren ihre Empathielosigkeit und Gleichg&uuml;ltigkeit (wenn nicht sogar Freude) in Reaktion auf seinen Tod mit der &ndash; von ihnen so empfundenen &ndash; Empathielosigkeit Kirks gegen&uuml;ber den Toten von Massenerschie&szlig;ungen an Schulen.<\/p><p>Die Reaktionen auf den Mord an Charlie Kirk auf beiden Extremen des politischen Spektrums zeigen, wie extrem aufgeheizt die &ouml;ffentliche Stimmung durch die brutale Tat ist. Wie ein Funke, der in Zunder f&auml;llt, scheint sie einen Fl&auml;chenbrand in der politischen Landschaft auszul&ouml;sen oder besser die bestehenden Br&auml;nde zu verst&auml;rken. Bei kulturellen Themen, wie auch bei innenpolitischen und geopolitischen Themen, haben wir inzwischen einen Grad an Wut, Verzweiflung, Angst und Verh&auml;rtung erreicht, der gef&auml;hrlich ist. Charlie Kirk nahm in diesem Spannungsfeld eine interessante Position ein: Einerseits versuchte er durch seine Diskussionsveranstaltungen, Debatten zwischen auch gegens&auml;tzlichen Positionen zu erm&ouml;glichen, gleichzeitig verst&auml;rkte er aber auch selbst durch seine eigenen Positionen und seine Rhetorik die Spaltung.<\/p><p>Politische Morde sind sowohl Symptome einer eskalierenden gesellschaftlichen Stimmung, als auch Katalysatoren f&uuml;r eine weitere Entwicklung hin zu mehr Gewalt und b&uuml;rgerkriegs&auml;hnlichen Zust&auml;nden. Deswegen h&auml;ufte sich nat&uuml;rlich auch von offiziellen Stellen und Politikern der Aufruf zu M&auml;&szlig;igung und Gewaltlosigkeit nach dem Anschlag (zu Recht).<\/p><p>In Deutschland sind wir bisher &ndash; zum Gl&uuml;ck &ndash; noch nicht in der Phase der politischen Morde (wenn es denn einer war) angekommen. Aber die Spaltung besteht genauso und das &ouml;ffentliche Klima ist extrem aufgeheizt und verh&auml;rtet. Das Interessante ist, dass sich die &bdquo;verfeindeten&ldquo; Parteien in diesen Konflikten &ndash; ohne es zu wollen oder zu bemerken &ndash; so oft &auml;hnlich werden, je w&uuml;tender und aufgebrachter sie sind. Keine Empathie f&uuml;r Pal&auml;stinenser, keine Empathie f&uuml;r die Opfer von Massenerschie&szlig;ungen auf der einen Seite, dann aber auch keine Empathie f&uuml;r den Tod von Charlie Kirk und seine Hinterbliebenen.<\/p><p>Es ist schwer, w&uuml;tend zu sein und politisch zu k&auml;mpfen, und gleichzeitig Verst&auml;ndnis und Liebe f&uuml;r den Gegner\/das Gegen&uuml;ber zu behalten. Das ist evolutionsgeschichtlich plausibel &ndash; in einem physischen Kampf alle Energie auf Sieg oder Vernichtung zu richten und nicht auf die Vers&ouml;hnung. Deswegen findet ab einem gewissen Ma&szlig; an Aufregung und Wut auch ein Ausschalten von Empathie statt. Dies ist aber ein sehr gef&auml;hrlicher Zustand f&uuml;r die Gesellschaft &ndash; und er ist zudem hochgradig manipulierbar. Dies ist eine der (vielen) psychologischen Achillesfersen von Menschen: Willst du Menschen gegeneinander aufhetzen, willst du sie damit von ganz anderen Machtk&auml;mpfen oder Interessenkonflikten (sozialen, wirtschaftlichen, politischen) ablenken, willst du durch Gr&auml;uelpropaganda Menschen in einen Blutrausch peitschen und kriegswillig machen, dann schaffe genau solche Situationen, setze sie solchen Schilderungen und Bildern aus, wie denen vom schrecklichen Mord an Charlie Kirk.<\/p><p>Und auch wenn dieser Mord nicht zum Zweck einer solchen Manipulation der &Ouml;ffentlichkeit und einer Anheizung der B&uuml;rgerkriegsstimmung in den USA geschehen ist, sondern nur das Ergebnis eines Kulturkampfes oder eines psychologisch gest&ouml;rten Einzelt&auml;ters, so ist es dennoch wichtig, die eigenen Emotionen kontrollieren zu lernen. Nicht nur aus politischen oder sozialen Gr&uuml;nden. Sondern auch f&uuml;r uns selbst. Wir werden sonst zu dem, was wir &uuml;berwinden wollen, wir werden sonst genau zu dem, was wir hassen. Siehe die Kritiker von Kirk, die so entsetzt &uuml;ber seine H&auml;rte, K&auml;lte und Empathielosigkeit gegen&uuml;ber Afroamerikanern, Arabern und Muslims und anderen waren, aber dann selbst bei seinem Tod genau diese Haltung an den Tag legen. Und diese H&auml;rte, die K&auml;lte und der Zynismus der &bdquo;Linken&ldquo; entsetzt wieder die &bdquo;rechten&ldquo; Fans von Kirk und sch&uuml;rt deren Hass auf &bdquo;Linke&ldquo;.<\/p><p>Wie in einem unendlichen Spiegelkabinett verst&auml;rkt sich so alles Negative und reflektiert sich gegenseitig.<\/p><p>Und diese Entwicklung ist auch dann riskant, sollte es sich bei dem Mord an Charlie Kirk tats&auml;chlich zum Beispiel um einen Anschlag Israels gehandelt haben. Denn auch in solch einer Situation ist die Beibehaltung der F&auml;higkeit zu intellektueller Analyse und strategischer Handlung wichtig.<\/p><p>Was kann man also tun &ndash; in diesen aufgeheizten Zeiten? Tief durchatmen. Nicht sofort reagieren. Die Komplexit&auml;t von Menschen und Situationen erkennen. Sehen, dass jeder Mensch eine gro&szlig;e Spannbreite hat &ndash; in verschiedenen Kontexten und emotionalen Zust&auml;nden zum Besten und zum Schlechtesten f&auml;hig ist. Sich selbst beobachten und bemerken, wenn man abrutscht in Hass und Menschenfeindlichkeit, wenn einem die Empathie verloren geht, weil man gerade &bdquo;rot&ldquo; sieht. Es geht um inneren und &auml;u&szlig;eren Frieden. Der Extremismus ist nicht nur au&szlig;erhalb von uns, sondern auch in uns.<\/p><p>Martin Luther King Jr., der auch einem politischen Mord zum Opfer fiel, formulierte es so:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Darkness cannot drive out darkness; only light can do that. Hate cannot drive out hate; only love can do that.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben, das kann nur das Licht tun. Hass kann den Hass nicht vertreiben, das kann nur die Liebe.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139096\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Maxim Elramsisy \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/f20937c59bf043e1aac4d6a84adae6b6\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Die Reaktionen auf den Mord an Charlie Kirk &ndash; und ihre Bedeutung f&uuml;r uns.<\/strong><br \/> Gestern machte die Nachricht vom Attentat auf den US-amerikanischen rechtskonservativen Aktivisten und Podcaster Charlie Kirk die Runde. 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