{"id":13887,"date":"2012-07-18T08:15:39","date_gmt":"2012-07-18T06:15:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887"},"modified":"2012-07-18T08:15:39","modified_gmt":"2012-07-18T06:15:39","slug":"hinweise-des-tages-1677","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h01\">Oskar Lafontaine: &ldquo;Europa ist ohne die Beteiligung der B&uuml;rger aufgebaut worden.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h02\">Osteuropa: Euro? Nein, danke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h03\">Ulrike Herrmann: Verfassungsrichter helfen Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h04\">Merkel: &bdquo;Wir bekommen immer die Mehrheit, die wir brauchen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h05\">So fragt Cora Stephan in der &bdquo;Welt&ldquo; die Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h06\">Kauf von Steuer-CDs: Deutschland schadet sich selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h07\">Britische Bank HSBC: &bdquo;Eine durch und durch vergiftete Kultur&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h08\">Chef von Munich Re  Bomhard will Gro&szlig;banken zerschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h09\">&Ouml;konomentipps f&uuml;r Bankr&auml;uber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h10\">Die Genossenschaft &ndash; der Mensch im Mittelpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h11\">Schr&ouml;pfen on demand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h12\">Rechtsextreme: Die k&uuml;mmern sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h13\">Ministerin Schr&ouml;der qu&auml;lt die Quote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h14\">Rezension: Der seltsame Triumpf gescheiterter Ideen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h15\">Vier Jahrzehnte Numerus Clausus-Urteil &ndash; 40 Jahre Verfassungsbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h16\">Schluss mit Multikulti: &Uuml;ber die kanadische Migrationspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h17\">Unglaubliche Strafen f&uuml;r Genua-Demonstranten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887#h18\">Zu guter Letzt: Konstantin Wecker &ndash; Das L&auml;cheln meiner Kanzlerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13887&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: &ldquo;Europa ist ohne die Beteiligung der B&uuml;rger aufgebaut worden. Das war ein gro&szlig;er Fehler&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine sieht bei den Piraten &Uuml;bereinstimmungen mit dem Programm der Linken und zeigt sich im Telepolis-Interview offen gegen&uuml;ber der Piratenpartei&hellip;<br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe macht Lafontaine europ&auml;ischen Politikern, die seiner Meinung nach die Krise der W&auml;hrungsunion mit zu verantworten haben, da sie sich &ldquo;mehr oder weniger von den Inventmentbankern am Nasenring durch die Manege&rdquo; haben f&uuml;hren lassen. Kein gutes Wort l&auml;sst Lafontaine an den Bilderberg-Konferenzen, die er als von den Reichsten und M&auml;chtigsten dieser Welt ausgerichtet sieht. Ziel der elit&auml;ren Zusammenkunft sei es, &ldquo;ausgew&auml;hlten Politikern den politischen Kurs nahe zu bringen.&rdquo;<br>\nEuropa ist ohne die Beteiligung der B&uuml;rger aufgebaut worden. Das war ein gro&szlig;er Fehler. Die Linke bef&uuml;rwortet Volksbefragungen&hellip; Die EU in ihrer bisherigen Form war vor allem ein Projekt der Banken und gro&szlig;en Wirtschaftskonzerne. Es richtete sich insofern gegen die Interessen der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung. Bei der Durchsetzung dieser Politik h&auml;tten Volksbefragungen eher gest&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37291\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Osteuropa: Euro? Nein, danke<\/strong><br>\n&Ouml;stliche Beitrittskandidaten z&ouml;gern, gemeinsame W&auml;hrung einzuf&uuml;hren. Diese Skepsis speist sich unter anderem aus den Erfahrungen, die viele mittelosteurop&auml;ische Staaten mit ihren unabh&auml;ngigen W&auml;hrungen seit Krisenausbruch gesammelt haben. Neben Polen konnte auch Tschechien von deren enormer Abwertung seit 2009 profitieren. Denn die Exporte verbilligten sich. W&auml;hrend die s&uuml;dliche Peripherie der Euro-Zone unter ihrer Schuldenlast und dem Konkurrenzdruck der deutschen Exportindustrie kollabiert, nahm die Krise in Polen und Tschechien bislang einen weitaus milderen Verlauf. Nach einem kurzen Wirtschaftseinbruch 2009 ging Prag wieder auf Wachstumskurs. Polen konnte sogar als einziges europ&auml;isches Land eine Rezession g&auml;nzlich vermeiden. Massive Abwertungen k&ouml;nnen aber auch eine Schuldenkrise eskalieren lassen, wenn viele Kredite in Auslandsw&auml;hrungen aufgenommen wurden, was deren Bedienung verteuert. Mit solch einer Situation sind insbesondere Ungarn und Rum&auml;nien konfrontiert, wo Hunderttausende sich Devisenkredite haben aufschwatzen lassen. Die hohe Schuldenlast in ausl&auml;ndischen W&auml;hrungen d&uuml;rfte einer der Gr&uuml;nde sein, die zur Umsetzung knallharter Streichprogramme (&raquo;Sparkurs&laquo;) in den baltischen Staaten f&uuml;hrte.<br>\nAuch die &uuml;brigen mittelosteurop&auml;ischen Mitgliedsl&auml;nder sind im h&ouml;chsten Ma&szlig;e von der Lage in EU und Euro-Zone abh&auml;ngig. Zum einen wickeln diese Staaten einen Gro&szlig;teil ihres Au&szlig;enhandels dort ab: Deutschland beispielsweise kauft etwa ein Drittel aller Ausfuhren Tschechiens. Doch entscheidend ist die Struktur des osteurop&auml;ischen Industriesektors, der nahezu vollst&auml;ndig durch ausl&auml;ndisches und besonders westeurop&auml;isches Kapital gepr&auml;gt ist. Der sogenannte Automobilcluster in Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn, bei dem eine Vielzahl von Fahrzeugherstellern und Zulieferern von den Niedrigl&ouml;hnen in der Region profitierte, ist im hohen Ma&szlig;e konjunkturabh&auml;ngig. Im gewissen Sinne konnte sich Osteuropa im innerkontinentalen Standortwettbewerb gegen die s&uuml;dliche Peripherie der Euro-Zone &raquo;durchsetzen&laquo;. Insbesondere deutsche Industriekonzerne haben arbeitsintensive Fertigungsschritte eher nach Osten als nach S&uuml;den ausgelagert.<br>\nDoch die totale &ouml;konomische Abh&auml;ngigkeit von der Euro-Zone und speziell Deutschland setzt nun die Region verst&auml;rkt unter Druck, besonders nachdem die Verwerfungen auch auf den ehemaligen &raquo;Exportweltmeister&laquo; ausstrahlen. In diesem Jahr werden die zehn osteurop&auml;ischen EU-Neumitglieder laut einer Prognose des Wiener Instituts f&uuml;r Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) nur ein schwaches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,2 Prozent verzeichnen. L&auml;nder wie Ungarn m&uuml;ssen laut WIIW sogar mit einer leichten Rezession rechnen. Die immer st&auml;rker einbrechende Nachfrage im westeurop&auml;ischen Zentrum der EU f&uuml;hrt auch im Musterland Polen zu einer wirtschaftlichen Bremsung. Dabei hat die Krise die periphere Stellung Osteuropas zementiert. Die Illusion von einem &ouml;konomischen &raquo;Aufholen&laquo; gegen&uuml;ber dem Westen ist zerstoben. So ermittelte das Wirtschaftsmagazin Forbes bei der Auswertung von statistischem Material (Entwicklung des BIP pro Kopf der Bev&ouml;lkerung in den mittelosteurop&auml;ischen Staaten): Die Differenz beim Pro-Kopf-BIP zwischen Deutschland und Mittelosteuropa verringerte sich nur in einer relativ kurzen Periode zwischen dem Ende der 90er Jahre und 2008. Seit dem offenen Krisenausbruch 2009 w&auml;chst der Abstand bei dieser zentralen &ouml;konomischen Kennziffer wieder stetig. Einzig Polen vermochte es, seit 2009 den Abstand konstant bei ca. 51 Prozent des deutschen Wertes zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/07-18\/022.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn man sich die vielen Studien im Vorlauf der Osterweiterung vornimmt und mit der heutigen Situation vergleicht, kommt man sich wie in einer M&auml;rchenstunde vor. Es ist schon erstaunlich, wie sich die gro&szlig;en wissenschaftlichen Institute Europas sowohl beim Binnenmarktprojekt, bei der Osterweiterung und auch beim Euro von den Wunschvorstellungen der politischen und wirtschaftliche Eliten verbiegen lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Verfassungsrichter helfen Merkel<\/strong><br>\n&hellip;Erstens ist nicht vorstellbar, dass die acht Richter den Crash des Euros riskieren wollen. Denn dann w&uuml;rde sich ja sofort die Frage stellen, welche politische Legitimation diese f&uuml;nf Herren und drei Damen eigentlich haben, eine derartige wirtschaftliche Katastrophe auszul&ouml;sen. Also werden sie dem ESM zustimmen und nur zu Nebenaspekten juristische Anmerkungen formulieren.<br>\nZweitens, noch gravierender: Der ESM ist sowieso zu klein. Die vorgesehenen 700 Milliarden Euro reichen nicht, falls Spanien und Italien Hilfskredite beantragen. Beide L&auml;nder werden jedoch Unterst&uuml;tzung brauchen, um ihre Zinslast zu senken. Der ESM ist daher &uuml;berholt, noch bevor das Bundesverfassungsgericht &uuml;ber ihn urteilt&hellip;<br>\nAber Kanzlerin Merkel profitiert gleich doppelt von diesem Prozess: Am Ende wird sie best&auml;tigt &ndash; und bis dahin ist es symbolisch hilfreich, dass sich das Verfahren noch zwei Monate hinzieht. Denn diese Gelassenheit des Gerichts suggeriert, dass Normalit&auml;t herrscht. Pl&ouml;tzlich erscheint die Eurokrise wie ein Randph&auml;nomen, das ruhig warten kann.<br>\nDiese Realit&auml;tsverweigerung inszeniert Merkel schon seit zwei Jahren, und darin wird sie nun vom Verfassungsgericht best&auml;tigt. Sch&ouml;ner kann es f&uuml;r sie gar nicht kommen. Vorerst. Denn auch wenn Merkel es nicht wahrnehmen will: Die Krise eskaliert trotzdem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Verfassungsgericht-und-ESM\/!97409\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkel: &bdquo;Wir bekommen immer die Mehrheit, die wir brauchen&ldquo;<\/strong><br>\nDie SPD werde bis zur Abstimmung die Konditionen weiter sorgf&auml;ltig pr&uuml;fen.  Oppermann warnte zugleich Kanzlerin Angela Merkel (CDU), sich bei den Spanien-Hilfen auf die SPD zu verlassen: &bdquo;Frau Merkel muss unabh&auml;ngig von unserer Entscheidung in einer solch elementaren Frage die eigene Kanzlermehrheit schaffen.&ldquo;<br>\nDas sieht Merkel jedoch gelassen. &bdquo;Wir bekommen immer die Mehrheit, die wir brauchen&ldquo;, sagte die CDU-Chefin im ZDF. Davon gehe sie auch bei der Freigabe von Hilfen aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF aus.  Die Forderung nach einer Kanzlermehrheit wies Merkel als unn&ouml;tig zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/fdp-abgeordneter-merkel-wir-bekommen-immer-die-mehrheit-die-wir-brauchen\/6882948-3.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13862\">Die von der Opposition allein gelassenen W&auml;hler lassen die Kanzlerin als &bdquo;&Uuml;bermutter&ldquo; erscheinen<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So fragt Cora Stephan in der &bdquo;Welt&ldquo; die Kanzlerin<\/strong><br>\n&Uuml;berhaupt: Was genau verstehen Sie unter Europa? Nur charmante S&uuml;dl&auml;nder, die es als Angriff auf ihre Lebenskultur ansehen, wenn man ihnen mit ausgeglichenem Haushalt, Steuerehrlichkeit und Rechtssicherheit kommt? Was ist mit Gro&szlig;britannien und den skandinavischen L&auml;ndern, die man nicht erst gro&szlig; umerziehen muss, was ordentliches Wirtschaften betrifft, und die sich offenbar genau deshalb vom Euro-Projekt fernhalten? Was mit Polen, dem Erfolgsland in Osteuropa, unserem in vieler Hinsicht n&auml;chsten Nachbarn?<br>\nDie deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft mag ein historischer Gewinn gewesen sein. Mittlerweile aber &uuml;berlagert sie die weit existenziellere Bindung an die USA und die angels&auml;chsische Welt mitsamt ihrer Liberalit&auml;t und ihrem Pragmatismus. Das schadet uns, finde ich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article108305679\/Wird-mit-dem-ESM-der-Weg-zur-Finanzdiktatur-frei.html\">Welt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Cora Stephan war einstmals der Redaktion der Sponti-Zeitung &bdquo;Pflasterstrand&ldquo; an, heute ist sie Autorin bei Broders &bdquo;Achse des Guten&ldquo;, die ein Handlanger der amerikanischen Hegemonialanspr&uuml;che ist und das Feindbild des Islamismus pflegt. Kein Wunder also, dass das deutsch-franz&ouml;sische oder das Verh&auml;ltnis Deutschlands zu seinen anderen Nachbarn nachrangig ist. Hauptsache die Deutschen ordnen sich dem angels&auml;chsischen Wirtschaftsliberalismus und den strategischen Interessen der USA unter und bek&auml;mpft den europ&auml;ischen Wohlfahrtsstaat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kauf von Steuer-CDs: Deutschland schadet sich selbst<\/strong><br>\nMit dem Kauf von Steuer-CDs ist wenig gewonnen. Stattdessen dienen sie Landespolitikern zur Profilierung. Ohnehin ist durch den Ankauf dubios beschaffter Daten f&uuml;r den deutschen Steuerzahler meist nicht viel gewonnen. Einen Gewinn versprechen sich wohl eher manche Finanzminister in den Bundesl&auml;ndern, denen die Vorlage des Steuerstreits einen Auftritt als R&auml;cher der Emp&ouml;rten beschert. So verliert Deutschland Zeit. W&auml;hrenddessen haben wirklich gewitzte Steuerhinterzieher ihr Geld schon lange aus der Schweiz hinausbugsiert. Wenn die deutsche Innenpolitik das Steuerabkommen mit der Schweiz weiterhin torpediert, kann es sein, dass Deutschland am Ende ganz mit leeren H&auml;nden dasteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kauf-von-steuer-cds-deutschland-schadet-sich-selbst\/6881260.html\">Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was treibt nur den Tagesspiegel an, so eindeutig die Position Sch&auml;ubles zu vertreten? Sch&auml;uble hat etliche Fehler auf einmal gemacht: Er hat die europ&auml;ische Sache besch&auml;digt, denn die EU arbeitet schon lange daran, einen automatischen Informationsaustausch mit der Schweiz auf den Weg zu bringen. Richtig peinlich wird es, wenn man bedenkt, wie es die USA schaffen, in allen Schattenfinanzzentren dieser Erde Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Steuerflucht  durchzusetzen, wie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h02\">Wolfgang Lieb herausgearbeitet hat<\/a>.<\/em><br>\n<em>In der Tat hat Sch&auml;uble recht: &ldquo;Zuf&auml;llige CD-K&auml;ufe k&ouml;nnen immer nur eine Behelfskr&uuml;cke sein, sie bieten keinen umfassenden Ansatz zur befriedigenden Besteuerung&rdquo; (Bild). Nur, was soll ein solch armseliger Ansatz, wie das vorgelegte Steuerabkommen, das Steuerflucht zum Kavaliersdelikt degradiert. Wenn die FDP in Form ihres Generalsekret&auml;r Patrick D&ouml;ring den Kauf der Steuer-CD durch die NRW-Landesregierung verurteilt und t&ouml;nt: &ldquo;Der Ankauf ist der falsche Umgang mit unserem Nachbarstaat&rdquo;, so ist das bei einer Partei durchaus zu verstehen, deren Mitglieder der Auffassung sind, dass zu viel des Staates ist. Aber welche Klientel will Sch&auml;uble bedienen? Die saturierten &auml;lteren Parteimitglieder, die der Versuchung nicht widerstehen konnten, etwas Geld am Finanzamt vorbei zu schieben, nat&uuml;rlich zum Wohle der Kinder? Wohl nicht, Sch&auml;uble dachte, ganz Finanzminister und Schwabe, wohl eher an einen geregelten, wenn auch sp&auml;rlichen, Finanzfluss aus der Schweiz. Eine Steilvorlage f&uuml;r die wahlk&auml;mpfende Opposition, denn die Bev&ouml;lkerung hat die Nase gestrichen voll von den mannigfachen M&ouml;glichkeiten der Verm&ouml;genden das, was des Staates ist, ungestraft zu verstecken. Dabei w&auml;re es f&uuml;r Sch&auml;uble so einfach, sich an die Spitze einer EU-weiten Bewegung zu stellen, um die Steueroasen in und au&szlig;erhalb der EU trocken zu legen. Vielleicht wird dann die Nachrichtenagentur Bloomberg nicht nur bezogen auf US-Kunden melden, dass die weltgr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter, darunter Deutsche Bank, HSBC, Bank of Singapore und die DBS Gesch&auml;fte mit verm&ouml;genden US-Kunden zur&uuml;ckweisen w&uuml;rden: &ldquo;Amerikanische Million&auml;re wollen wir nicht.&rdquo; Das alles sei zu komplex, generiere kostentr&auml;chtigen Verwaltungsaufwand und w&uuml;rde zu Problemen mit den amerikanischen Aufsichtsbeh&ouml;rden f&uuml;hren. Wir warten auf die Meldung, dass das Gesch&auml;ft mit EU-Kunden nicht lohnt. Es h&auml;tte den zus&auml;tzlichen Effekt, dass mehr Geld im Lande bliebe. &ndash; Was nun den Tagesspiegel betrifft, der Ankauf solcher CDs hat durchaus Effekt. Sowohl hierzulande als auch in Frankreich haben sich weit &uuml;ber die angekauften CD-Daten hinaus viele Steuerfl&uuml;chtige angstvoll freiwillig gemeldet. Herr Sch&auml;uble sollte sich ruhig einmal in die Rolle des R&auml;chers der Emp&ouml;rten begeben. Es lohnt sich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Britische Bank HSBC: &bdquo;Eine durch und durch vergiftete Kultur&ldquo;<\/strong><br>\nA &ldquo;pervasively polluted&rdquo; culture at HSBC Holdings Plc allowed the bank to act as financier to clients seeking to route shadowy funds from the world&rsquo;s most dangerous and secretive corners, including Mexico, Iran, the Cayman Islands, Saudi Arabia and Syria, according to a scathing U.S. Senate report issued on Monday.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/2012\/07\/16\/us-hsbc-compliance-senate-idUSBRE86F18220120716\">Reuters<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/hilfe-fuer-geldwaescher-und-drogendealer-schwere-vorwuerfe-gegen-die-grossbank-hsbc-11822922.html\">Schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Gro&szlig;bank HSBC in FAZ-Net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Chef von Munich Re  Bomhard will Gro&szlig;banken zerschlagen<\/strong><br>\nMunich-Re-Vorstandschef Nikolaus von Bomhard hat die Zerschlagung der systemrelevanten Gro&szlig;banken gefordert. Dass solche Banken auf jeden Fall gerettet werden m&uuml;ssten, sei &bdquo;ein Konstruktionsfehler des Systems&ldquo;, sagte der Chef des weltgr&ouml;&szlig;ten R&uuml;ckversicherungskonzerns am Montagabend in M&uuml;nchen.<br>\n&bdquo;Ich w&uuml;rde alles so klein machen, dass nichts mehr too big to fail ist&ldquo;, das hei&szlig;t zu gro&szlig; zum Scheitern. Dann k&ouml;nnten Banken auch pleitegehen. In Deutschland w&uuml;rde eine solche Aufspaltung vor allem die Deutsche Bank treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/chef-von-munich-r-bomhard-will-grossbanken-zerschlagen,1472780,16640426.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;konomentipps f&uuml;r Bankr&auml;uber<\/strong><br>\nStatistisch gesprochen sind Bankeinbr&uuml;che kein lohnendes Gesch&auml;ft. Dies zeigen in einer neuen Studie drei &Ouml;konomen der Universit&auml;t Sussex &uuml;ber gut 360 Bankraubversuche in England. In einem Drittel der F&auml;lle gingen die T&auml;ter leer aus. Im Mittel brachten die Raubz&uuml;ge rund 20 000 Pfund (30 000 Franken) ein, was bei durchschnittlich 1,6 T&auml;tern einem Pro-Kopf-Ertrag von umgerechnet knapp 20 000 Franken entspricht. In den USA betr&auml;gt die durchschnittliche Beute sogar nur umgerechnet etwa 4000 Franken. Angesichts der Risiken (in einem F&uuml;nftel der F&auml;lle werden die T&auml;ter gefasst) ist selbst die h&ouml;here britische Marke eine mickrige Summe. Diese erm&ouml;glicht, in den Worten des &Ouml;konomenteams, einen bescheidenen Lebensstil f&uuml;r gerade einmal etwa sechs Monate. Wer deshalb zweimal im Jahr eine Bank ausraubt, wird innert zweier Jahre bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent gefasst sein und im Gef&auml;ngnis landen. &ndash; Die Moral der Geschichte: Potenzielle R&auml;uber brauchten nicht einmal Moral, um die Idee eines Bank&uuml;berfalls auf den Abfallhaufen zu werfen. Wie die letzten Jahre wieder eindr&uuml;cklich gezeigt haben, sind die von den Banken selbst durchgef&uuml;hrten &laquo;&Uuml;berf&auml;lle&raquo; auf Staaten und Steuerzahler ein weitaus besseres Gesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/panorama\/oekonomentipps-fuer-bankraeuber-1.17359840\">NZZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So richtig der Hinweis auf Banken ist, die um ihres Profits wegen sich nicht scheuen ganze Volkswirtschaften an die Wand zu fahren und davon kommen, so sollte eine Schweizer Zeitung vielleicht einen Moment innehalten und &uuml;ber die ber&uuml;hmte Frage von Mackie Messer nachdenken: &ldquo;Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gr&uuml;ndung einer Bank?&rdquo; Denn schon lange vor der gro&szlig;en Finanzkrise haben die Schweizer Banken ein Gesch&auml;ftsmodell betrieben, dass in betr&auml;chtlichem Umfang auf die kriminelle Energie von Steuerfl&uuml;chtigen aller L&auml;nder setzte, die davon profitieren, dass Steuerhinterziehung in der Schweiz nicht strafbar ist und die Schweiz anderen L&auml;ndern nur bei denjenigen Delikten Rechts- und Amtshilfe leistet, die auch in der Schweiz strafbar sind. &ndash; Dar&uuml;ber hinaus erfahren wir in der westliche Welt eine tiefe Wandlung dessen, was Kriminalit&auml;t ausmacht, indem die Taten der Akteure der Finanzkrise nicht mehr als Straftaten, sondern bestenfalls als Gesetzes&uuml;bertretung mit einer Busse geahndet werden. Ein  neue Variante von &lsquo;to big to fail&rdquo;: je gr&ouml;&szlig;er der Schaden, desto geringer die Strafe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Genossenschaft &ndash; der Mensch im Mittelpunkt<\/strong><br>\nGerade weil Genossenschaften in Deutschland so weit verbreitet sind hat unser Land die Krise besser &uuml;berstanden als viele andere Industriel&auml;nder. Die Genossenschaft b&uuml;ndelt Kr&auml;fte, schafft Solidarit&auml;t, bindet Risiken, erh&ouml;ht Effizienz und verbessert Produktivit&auml;t &ndash; all dies ohne die Eigenst&auml;ndigkeit und Eigenverantwortlichkeit ihrer Mitglieder anzutasten&hellip;<br>\nDie Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften (IYC) ausgerufen, um auf die weltweite Bedeutung von Genossenschaften aufmerksam zu machen und ihre Rolle f&uuml;r die wirtschaftliche und soziale Entwicklung fast aller L&auml;nder zu betonen. In Deutschland wird die Kampagne unter dem Thema &bdquo;Genossenschaften &ndash; ein Gewinn f&uuml;r alle&ldquo; vom Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) koordiniert. Das IYC ist ein Zeichen f&uuml;r das wiedererwachte Interesse am Genossenschaftsmodell &ndash; was nicht verwunderlich ist in einer Zeit, in der die Exzesse des Finanzkapitalismus die Weltwirtschaft an den Abgrund treiben, und wo die Gier Einzelner tausende Mitb&uuml;rger ins Elend st&uuml;rzt. Die Menschen suchen nach einer menschlicheren Art Gesch&auml;fte zu machen; dies kann die Genossenschaft leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/16-2012\/++co++29fb621e-ccfa-11e1-49c3-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schr&ouml;pfen on demand<\/strong><br>\nInternet-Ausdrucker einmal anders: Ein Verlag verkauft im gro&szlig;en Stil B&uuml;cher, die ausschlie&szlig;lich aus Wikipedia-Artikeln bestehen &ndash; zu astronomischen Preisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Verlagswesen-20\/!74646\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rechtsextreme: Die k&uuml;mmern sich<\/strong><br>\nUnber&uuml;hrt von den Debatten &uuml;ber die NSU-Mordserie und das Versagen der Sicherheitsbeh&ouml;rden macht sich die NPD in Mecklenburg-Vorpommern breit, indem sie immer mehr Immobilien erwirbt. Das Bundesland besitzt f&uuml;r die Nazis Modellcharakter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F07%2F17%2Fa0050&amp;cHash=8935144522\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ministerin Schr&ouml;der qu&auml;lt die Quote<\/strong><br>\nEigentlich m&ouml;chte Familienministerin Kristina Schr&ouml;der Frauen f&ouml;rdern, sie w&uuml;nscht sich eine flexible Frauenquote. Im eigenen Apparat zeigt sie, was sie darunter versteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/reizfigur-im-kabinett--ministerin-schroeder-quaelt-die-quote,1472596,16636730.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rezension: Der seltsame Triumpf gescheiterter Ideen<\/strong><br>\nLehndorff (S. 89 ff.) analysiert den Wandel des &bdquo;deutschen Modells&ldquo; seit Anfang des Jahrhunderts. Die deutsche Exportwirtschaft profitierte insbesondere von der Euro-Einf&uuml;hrung (1999) und den niedrigen Einkommenszuw&auml;chsen. Diese Konstellation, die von der Exportorientierung bestimmt wird, wurde durch die Politik der Schr&ouml;der-Fischer-Regierung (Flexibilisierung Arbeitsmarktes, Schaffung eines Niedriglohnsektors, Umbau der Sozialsysteme, Schw&auml;chung der Gewerkschaften in der Verteilungsauseinandersetzung usw.) noch weiter ausgebaut. Sehr genau und differenziert zeigt Lehndorff den Zusammenhang zwischen diesen &bdquo;Erfolgen&ldquo; und der Zunahme der ungleichen Entwicklung und der steigenden Verschuldung der Defizitl&auml;nder in der EU. Mit dem Krisenmanagement im Zeichen der &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; setzt sich &ndash; in Deutschland etwas schw&auml;cher als z. B. in Gro&szlig;britannien, in Spanien und Italien &ndash; eine neue Phase neoliberaler Politik durch, die auf weitere Entstaatlichung bzw. auf die &bdquo;Verst&uuml;mmlung des &Ouml;ffentlichen&ldquo; (S. 112) zielt.\n<p>Mit f&uuml;hrenden Positionen beim EU-Krisenmanagement &uuml;bernimmt Deutschland die Aufgabe der Durchsetzung dieser Politik im EU-Raum. &bdquo;Die Fokussierung auf die Staatschulden&ldquo; wird als &bdquo;Hebel&ldquo; eingesetzt, &bdquo;um das volle Programm des Neoliberalismus ein weiteres Mal aufzulegen, nachdem das Befolgen der neoliberalen Glaubenss&auml;tze bereits in die bislang tiefste Krise des Finanzmarktkapitalismus hineingef&uuml;hrt hat&ldquo; (S. 24). In dieser zweiten Phase der sich radikalisierenden Austerit&auml;tspolitik muss allerdings &ndash; auch angesichts des wachsenden Widerstandes von Gewerkschaften und von sozialen Bewegungen &ndash; zunehmend zur Anwendung &bdquo;au&szlig;er&ouml;konomischer Gewalt&ldquo;, d.h. zur Etablierung eines autorit&auml;ren Kapitalismus &uuml;bergegangen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/16-2012\/++co++8c730014-cf3e-11e1-49c3-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vier Jahrzehnte Numerus Clausus-Urteil &ndash; 40 Jahre Verfassungsbruch<\/strong><br>\nAm 18. Juli 1972 f&auml;llte das Bundesverfassungsgericht sein wegweisendes Numerus-Clausus-Urteil. Es verhalf in der Folgezeit vielen Tausenden Menschen zu einem Studienplatz und ist bis heute ein &Auml;rgernis f&uuml;r jeden Hochschulb&uuml;rokraten. Studis Online befragte Rechtsanwalt Wilhelm Achelp&ouml;hler &uuml;ber Urspr&uuml;nge und Auswirkungen des Beschlusses und dazu, was er heute noch wert ist. Sein Verdikt: Der Entscheid harrt auch nach vier Jahrzehnten der Verwirklichung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1435-40jahre-nc.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schluss mit Multikulti: &Uuml;ber die kanadische Migrationspolitik<\/strong><br>\nDie kanadische Regierung hat eine Reihe von Gesetzes&auml;nderungen beschlossen, die die Situation von Migranten und Fl&uuml;chtlingen verschlechtern wird. In den vergangenen f&uuml;nf Jahren nahm Kanada 25 Prozent weniger Fl&uuml;chtlinge auf, w&auml;hrend die Zahl der tempor&auml;r in Kanada arbeitenden Menschen um 30 Prozent gestiegen ist. Im April dieses Jahres wurde ein Gesetz erlassen, das es Unternehmern erm&ouml;glicht, Menschen mit tempor&auml;rer Arbeitserlaubnis bis zu 15 Prozent weniger als den &uuml;blichen Lohn zu zahlen. Besonders einschneidende &Auml;nderungen beinhaltet das Gesetz C-31, das im Juni beschlossen wurde. Danach wird es m&ouml;glich, bereits anerkannten Fl&uuml;chtlingen ihren Aufenthaltsstatus zu entziehen, wenn sich die Lage in ihren Herkunftsl&auml;ndern nach Meinung des Ministeriums verbessert hat. Menschen, die mitunter jahrelang in Kanada gelebt haben, k&ouml;nnten abgeschoben werden. &Uuml;ber Asylantr&auml;ge soll k&uuml;nftig innerhalb von 15 Tagen entschieden werden, was es f&uuml;r gerade in Kanada ankommende Fl&uuml;chtlinge erschwert, ihren Asylgrund ausreichend darzulegen. Bestimmte L&auml;nder sollen von der Regierung als &raquo;sicher&laquo; deklariert werden, so dass Menschen, die von dort kommen, erst gar keinen Antrag auf Asyl stellen k&ouml;nnen. Antirassistische Organisationen bef&uuml;rchten, dass die Auswahl der L&auml;nder auf Grundlage der politischen Beziehungen der kanadischen Regierung mit den jeweiligen Staaten getroffen wird und dass vor allem Frauen, Homosexuelle, Transpersonen und rassistisch Verfolgte eine schwierige Ausgangslage f&uuml;r ihre Anerkennung als Asylberechtigte zu erwarten haben. &raquo;Auf irregul&auml;rem Weg ankommende Fl&uuml;chtlinge&laquo; k&ouml;nnen laut Gesetz k&uuml;nftig ohne richterliche Pr&uuml;fung festgenommen und bis zu zw&ouml;lf Monate inhaftiert werden. Seit dem 30.&thinsp;Juni wird vielen Fl&uuml;chtlingen die medizinische Versorgung verweigert, sofern sie nicht privat f&uuml;r die Kosten aufkommen. Das gilt auch f&uuml;r diejenigen, die sich in Fl&uuml;chtlingslagern befinden und auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten. Die Regierung wirbt damit, dadurch 100 Millionen Dollar einzusparen. Die Vereinigung &raquo;Kanadische &Auml;rzte f&uuml;r die Versorgung von Fl&uuml;chtlingen&laquo; protestiert dagegen. Ihre Mitglieder werden wohl die Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten aus eigener Tasche zahlen, unter anderem wollen sie unabh&auml;ngige Zentren f&uuml;r die medizinische Grundversorgung einrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/28\/45844.html\">jungle world<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kanada n&auml;hert sich leider europ&auml;ischen Standards.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Unglaubliche Strafen f&uuml;r Genua-Demonstranten<\/strong><br>\n&Auml;u&szlig;erst drakonische Strafen hat der Kassationsgerichtshof in Rom f&uuml;r f&uuml;nf Demonstranten verh&auml;ngt, die wegen Protesten auf dem G-8-Gipfel von Genua im Juli 2001 angeklagt waren. Ein Angeklagter muss f&uuml;r 14 Jahre in Haft, drei weitere erhielten Strafen zwischen zehn und zw&ouml;lfeinhalb Jahren wegen Beteiligung an den Ausschreitungen, eine junge Frau, gerade Mutter geworden, erhielt sechseinhalb Jahre. F&uuml;r f&uuml;nf weitere Angeklagte, die vom Appellationsgericht Genua mit sieben bis zehn Jahren Haft belegt worden waren, dagegen verf&uuml;gte der Kassationshof eine Neufestsetzung des Strafma&szlig;es unter Ber&uuml;cksichtigung mildernder Umst&auml;nde. Keinem Einzigen der jetzt verurteilten Randalierer wurde direkte Gewalt etwa gegen Polizisten vorgeworfen. Die durchweg italienischen Angeklagten waren durch akribische Auswertung von Foto- und Filmmaterial identifiziert worden; ihnen wurde zur Last gelegt, dass sie dabei waren, als w&auml;hrend der Gipfelkrawalle ein Supermarkt gepl&uuml;ndert, ein Geldautomat zerst&ouml;rt, ein Molotowcocktail in ein Fenster des &ouml;rtlichen Gef&auml;ngnisses geworfen wurde. Doch statt zum Beispiel wegen Sachbesch&auml;digung erfolgte eine Anklage wegen &ldquo;Verw&uuml;stung und Pl&uuml;nderung&rdquo; &ndash; ein Paragraf aus der Mussolini-Zeit, der Haftstrafen bis zu 15 Jahren vorsieht. Hinter ihnen haben sich jetzt die Gef&auml;ngnistore definitiv geschlossen. Sie werden auf Jahre in Haft bleiben. Die linke Tageszeitung Il Manifesto rechnet vor, dass schwerer Raub, Erpressung oder Mitgliedschaft in der Mafia mit geringeren Strafen geahndet werden als die Gewaltakte der Demonstranten in Genua &ndash; Gewaltakte ausschlie&szlig;lich gegen Sachen, bei denen keine einzige Person zu Schaden kam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2012%2F07%2F16%2Fa0050&amp;cHash=0b2399ca12\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Konstantin Wecker &ndash; Das L&auml;cheln meiner Kanzlerin<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9AmEvautA1E\">Youtube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-13887","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13887"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13887\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13889,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13887\/revisions\/13889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}