{"id":13911,"date":"2012-07-20T08:01:34","date_gmt":"2012-07-20T06:01:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911"},"modified":"2012-07-20T08:01:34","modified_gmt":"2012-07-20T06:01:34","slug":"hinweise-des-tages-1679","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL) Mehr<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h01\">Die Debatte um die spanische Bankenhilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h02\">Die Lage in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h03\">Nicht wieder nur die Europ&auml;ische Investitionsbank!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h04\">Manipulierte Zinss&auml;tze: Deutsche Bank geh&ouml;rt wohl zum harten Kern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h05\">IWF fordert Irland zu weiteren K&uuml;rzungen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h06\">Leiharbeiter m&uuml;ssen warten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h07\">Bundesarbeitsgericht zu &bdquo;Kettenbefristung&ldquo; und Rechtsmissbrauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h08\">Immer mehr Hamburger Polizisten haben Nebenjobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h09\">Bertelsmann-Stiftung zum Erzieher-Notstand: Arbeitet doch einfach Vollzeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h10\">Bundesverfassungsgericht stellt Urteil des Bundessozialgerichts zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit  der Hartz-IV-Regels&auml;tze in Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h11\">Armut macht krank: Besuch in einer mobilen Klinik im S&uuml;den der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h12\">Experten r&uuml;gen &uuml;berh&ouml;hte Dispo-Zinsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h13\">&ldquo;Beraten und verkauft&rdquo; &ndash; ein Film &uuml;ber die DVAG &ndash; Milliardengesch&auml;ft Verm&ouml;gensberatung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h14\">Das suspendierte Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911#h15\">Das Letzte: In Deutschland sind die Reichen die B&ouml;sen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13911&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Debatte um die spanische Bankenhilfe<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sch&auml;uble: Rettungsschirm EFSF hat auch nach Bankenhilfe noch genug Kapazit&auml;t<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat im Haushaltsausschuss f&uuml;r die Zustimmung des Deutschen Bundestages zu den Notma&szlig;nahmen f&uuml;r den spanischen Bankensektor geworben. Mit den geplanten Ma&szlig;nahmen mit einem Volumen bis zu 100 Milliarden Euro habe man eine gute Chance, das Vertrauen von Investoren in die Eurozone zur&uuml;ckzugewinnen, sagte Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble in einer Sitzung des Haushaltsausschusses am Mittwoch Abend. Spanien, das eine Reihe von Reformen in den Bereichen Haushalt, Soziales und Arbeitsmarkt eingeleitet habe, werde aber Zeit brauchen, bis es auf den Pfad nachhaltigen Wachstums komme. Sch&auml;uble verwies auf das Urteil der EU-Kommission, dass Spanien auf dem richtigen Weg sei. Wie hoch der genaue Geldbedarf Spaniens sei, werde sich erst im September herausstellen. Mit der Summe von 100 Milliarden Euro sei man auf der sicheren Seite.<br>\nSch&auml;uble wies zudem den Eindruck zur&uuml;ck, aus Geldmangel im Rettungsschirm ESFS gebe es kein volles Programm f&uuml;r Spanien, sondern nur eine Bankenstabilisierung. Er erkl&auml;rte, dass der Rettungsschirm noch eine Kapazit&auml;t von 236,7 Milliarden Euro zur Kreditvergabe habe. &bdquo;Spanien braucht kein volles Programm&ldquo;, stellte Sch&auml;uble fest. Er wies au&szlig;erdem den Eindruck zur&uuml;ck, dass Finnland, das Sicherheiten von Spanien f&uuml;r seine Beteiligung an den Notma&szlig;nahmen verlange, bevorzugt werde. Finnland m&uuml;sse daf&uuml;r sein Kapital in einer statt in f&uuml;nf Tranchen in den k&uuml;nftigen Rettungsschirm ESM einzahlen und werde au&szlig;erdem nicht an m&ouml;glichen Gewinnen aus den Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Spanien beteiligt.<br>\nEin Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion zeigte sich &uuml;berzeugt, dass es richtig sei, dem spanischen Bankensektor zu st&uuml;tzen. Ein Kollaps des Bankensektors sei nicht w&uuml;nschenswert. Mit dem Betrag von 100 Milliarden habe man einen &bdquo;Sicherheitspuffer&ldquo;.<br>\nF&uuml;r die SPD-Fraktion waren die Aussagen der Regierung widerspr&uuml;chlich. Der spanische Staat habe bis 2014 einen Refinanzierungsbedarf von &uuml;ber 200 Milliarden Euro. Diese Summe glaube man offenbar an den Finanzm&auml;rkten aufzutreiben, die f&uuml;r die Banken genannten 60 Milliarden aber nicht. Der Sprecher der SPD-Fraktion zeigte sich &uuml;berzeugt, dass h&ouml;here Summen erforderlich seien, um den Euro zu retten und sprach sich f&uuml;r die auch von den Wirtschaftsweisen vorgeschlagene gemeinsame Tilgung der Altschulden in Europa aus. Die Aussagen der SPD-Fraktion stie&szlig;en auf scharfen Widerspruch der FDP-Fraktion. Die SPD zeige sich kritisch bei den Milliarden f&uuml;r Spanien, wolle aber zugleich ein Altschuldenprogramm im Billionen-Umfang auf den Weg bringen.<br>\nDie Fraktion Die Linke fand Sch&auml;ubles Erkl&auml;rung bemerkenswert, dass Spanien keine Finanzhilfen ben&ouml;tige, sondern nur die spanischen Banken. Im Bundestag sei jedoch nicht nur einmal von einer Staatsschuldenkrise die Rede gewesen. Die Schulden der Banken w&uuml;rden jedoch in die Staatskassen transferiert, kritisierte ein Sprecher der Fraktion Die Linke. Die Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen bezeichnete die Unterst&uuml;tzung des spanischen Bankensektors durch die Rettungsschirme als richtig. Es sei auch richtig, Spanien nicht insgesamt unter den Schirm zu nehmen. Die spanischen Banken sollten nicht nur restrukturiert, sondern gegebenenfalls auch abgewickelt werden k&ouml;nnen, verlangte eine Sprecherin der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_07\/2012_344\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der Bundestagsdebatte &uuml;ber das Hilfsprogramm f&uuml;r Spanien, mahnte Steinmeier (SPD) mal wieder nur an, dass die Bundesregierung nicht ausreichend erkl&auml;re, dass sie die &bdquo;Karten nicht auf den Tisch&ldquo; lege und dass sie st&auml;ndig nur neue &bdquo;roten Linie&ldquo; &uuml;berschreite und einmal f&uuml;r eine Direktfinanzierung der Banken sei und am anderen Tag nicht mehr, deshalb glaubten ihr die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht mehr. Die Bundesregierung habe keine eigene Mehrheit mehr und regiere nur noch, weil die SPD und die Gr&uuml;nen sie st&uuml;tze. (Was auch bei der heutigen Abstimmung so war, die Kanzlerin hatte erneut keine &ldquo;<a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE86I05H20120719\">Kanzlermehrheit<\/a>&ldquo;.) Eine Alternative bot Steinmeier aber nicht an, sondern er r&uuml;hmte sich, dass &ndash; weil die Regierung zu feige sei &ndash; die Opposition den Menschen die Wahrheit sagen m&uuml;sse, dass erhebliche Lasten auf sie zukommen w&uuml;rden. Er stimme nur zu, weil er Schaden abwenden wolle. Es d&uuml;rfe aber nicht so weiter gehen. Wir m&uuml;ssten Alternativen entwickeln. Als einzigen Vorschlag bot er an, dass wir einen Banken-ESM brauchten, der sich aus Bankenabgaben finanziere. Wer Kurse manipuliere, der m&uuml;sse die ganze H&auml;rte des Strafrecht sp&uuml;re. &bdquo;Kommen Sie auf dieses Parlament nicht l&auml;nger auf den letzten Dr&uuml;cker zu&ldquo;. Das war schon die h&auml;rteste Drohung.<\/em><br>\n<em>Da konnte Br&uuml;derle (FDP) locker kontern, &bdquo;sagen Sie doch mal was ist&ldquo;. Immerhin gestand er ein, dass die Bankenkrise auf die &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo; hin&uuml;berschwappe.<br>\nWagenknecht sagte, der einzige Fortschritt sei, dass die Regierung zugebe, dass Banken gerettet w&uuml;rden, die auf dem Kapitalmarkt Banken kein Geld mehr bekommen w&uuml;rden. Das sollten jetzt die Steuerzahler tun, das sei &bdquo;Bankensozialismus&ldquo;. In Spanien w&uuml;rden nicht die Kleinanleger gesch&uuml;tzt, sondern die Hedgefonds und der Spekulanten.<\/em><br>\n<em>Darauf hatte Kauder nur wieder einmal die polemische Antwort, dass die Linke die DDR heruntergewirtschaftet habe. Das war die Ebene der Auseinandersetzung mit alternativen Vorschl&auml;gen. Im &Uuml;brigen sage die Regierung durchaus, dass auch in Deutschland die &bdquo;Konsumausgaben&ldquo; (sprich die Sozialleistungen) gek&uuml;rzt werden m&uuml;ssten. Und das m&uuml;ssten eben die anderen auch tun, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit zu st&auml;rken, also Rente mit 67, &bdquo;Flexibilisierung des Arbeitsmarkts&ldquo; etc. etc.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zur Haftung verhaftet<\/strong><br>\nMit Griechenland fing es an, danach mussten die Euro-Retter weiteren L&auml;ndern helfen. Nun stimmt der Bundestag &uuml;ber Spanien ab, eine generelle Krisenl&ouml;sung ist aber nicht in Sicht. Stattdessen w&auml;chst die Haftungsunion.<br>\nMit den Hilfen f&uuml;r spanische Banken (100 Milliarden Euro), dem Hilfsprogramm f&uuml;r Zypern (10 Milliarden), mehr Geld f&uuml;r Griechenland (15 Milliarden), neuen Rettungspakete f&uuml;r Irland (18 Milliarden) und Portugal (35 Milliarden), Darlehen zur Deckung des Finanzbedarfs in den kommenden drei Jahren f&uuml;r Spanien (300 Milliarden) und vielleicht sogar f&uuml;r Italien (470 Milliarden) k&ouml;nnten die Peripheriel&auml;nder fast 1000 Milliarden Euro ben&ouml;tigen, schreibt Commerzbank-Chef&ouml;konom J&ouml;rg Kr&auml;mer in seiner Expertise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/euro-rettung-zur-haftung-verhaftet-seite-all\/6892890-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant in dem Artikel sind vor allem die eingeblockten Informationen &uuml;ber den Rettungsplan f&uuml;r Spanien und die Rangliste der Verschuldungsquoten der Euro-L&auml;nder.<\/em><br>\n<em>Wenn im Handelsblatt von einem &bdquo;Fass ohne Boden&ldquo; gesprochen wird, so zeigt das eigentlich nur, dass sich die derzeitigen Rettungsaktionen auf einen Holzweg befinden. Es zeigt sich auch immer mehr, dass die Behauptung die derzeitig Krise sei eine &bdquo;Staatschuldenkrise&ldquo; falsch ist. Es geht um eine Bankenkrise und um diese Krise zu bew&auml;ltigen wird nichts getan, als dass die Staaten jeweils daf&uuml;r haften sollen und die Rettungsschirme wiederum f&uuml;r die Staaten haften.<\/em><br>\n<em>Das h&auml;ngt mit der in Europa geltenden institutionalisierten Trennung von Fiskal- (staatlicher Finanz-)Politik und der Geldpolitik (der EZB) zusammen. In den USA hat z.B. die Notenbank in der Bankenkrise den Gesch&auml;ftsbanken nahezu zinslose Kredite gew&auml;hrt, ohne dass dies den Haushalt belastet h&auml;tte, in Euroland mussten die Staatshaushalte belastet werden. Auch Eurobonds k&ouml;nnten dieses Problem nicht l&ouml;sen.<\/em><br>\n<em>Es gibt dar&uuml;ber hinaus  keine Anstrengungen die Banken zu restrukturieren und &uuml;ber eine Einlagensicherung hinaus ggf. unerw&uuml;nschte Gesch&auml;ftszweige in die Insolvenz gehen zu lassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu z.B. auch Paul McCulley &ndash; MMT (Modern Money Theory) Won: Declare Victory But Be Magnanimous About It<\/em><br>\n<em>Given the set-up, individual Euronations would inevitably face two problems.<\/em><br>\n<em>If a deep recession hit, their budgets would automatically move to deep deficits. The problem would not be the Maastricht Criteria (since, after all, almost all Euronations persistently violated those criteria) but rather that markets would raise risk premia on their debt&mdash;which would cause interest rates to explode in a manner that would increase deficits further in a vicious cycle. With no &ldquo;Uncle Sam&rdquo; to come to their rescue, they&rsquo;d have to rely on the charity of the ECB to keep their interest rates down. Good luck with that! With the ECB operating under the thumb of the Bundesbank, that was always a fool&rsquo;s bet.<\/em><\/p>\n<p><em>The second, much greater, problem was that individual nations had become responsible for their own banking systems. But there was no hope that they&rsquo;d be able to bail them out without sinking their governments. Again, this was by design of the Euro system: there was no Uncle Sam in Brussels to come to the rescue of the governments burdened by debt run-up by private banks that could easily be orders of magnitude greater than total government spending or taxing.<\/em><br>\n<em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.economonitor.com\/lrwray\/2012\/06\/25\/paul-mcculley-mmt-won-declare-victory-but-be-magnanimous-about-it\/\">EconoMonitor<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Euro in schlechter Verfassung <\/strong><br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble warnt das Verfassungsgericht vor der &raquo;Verunsicherung der M&auml;rkte&laquo;. Die Rechte der B&uuml;rger scheinen ihm nicht so wichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publik-forum.de\/politik-gesellschaft\/artikel\/euro-in-schlechter-verfassung-online?nwlid=1839&amp;nwlti=Newsletter+4%2F2012+vom+18.07.2012+&amp;idw=20129413#.UAgXQlwQRW0.email\">Publik-Forum<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum kriegt Europa die Eurokrise nicht in den Griff?<\/strong><br>\nDie Beschl&uuml;sse des Euro-Gipfels vom Juni 2012 haben bei deutschen &Ouml;konomen heftige Kritik ausgel&ouml;st. Der Autor fragt, welche Konsequenzen es gehabt h&auml;tte, wenn die Ratschl&auml;ge der &Ouml;konomen schon in der Finanzkrise 2008 befolgt worden w&auml;ren, und bef&uuml;rchtet, dass der Verzicht auf eine am Beispiel des Jahres 2008 orientierte Krisenbek&auml;mpfungsstrategie einen Teufelskreis ausl&ouml;st, der zum Sprengsatz f&uuml;r die W&auml;hrungsunion werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/archiv\/jahr\/2012\/7\/2811\/hu\/\">Wirtschaftsdienst<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Autor, Adalbert Winkler, gibt zwar eine plausible Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass eine Bek&auml;mpfung der Eurokrise mit den gleichen &bdquo;ordnungspolitischen Verst&ouml;&szlig;en&ldquo; wie sie in Deutschland 2008 begangen wurden, m&ouml;glich ist. Er bleibt aber bei der Bek&auml;mpfung der Symptome und kommt nicht auf die Ursachen der Euro-Krise zu sprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Lage in Spanien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie Spanien an der Krise zu verzweifeln droht<\/strong><br>\nSpanien spart und reformiert wie nie und findet trotzdem keinen Weg aus der Krise. Die Vergleichsgr&ouml;&szlig;e Griechenland will nicht weichen, Hoffnung ist in Zeiten einer allumfassenden Vertrauenskrise zu einem raren Gut geworden. Vor ein paar Tagen erst teilte der Vorsitzende des Wirtschafts- und Sozialrates, eines beratenden Organs der Regierung, seine Prognose mit: Fr&uuml;hestens und bestenfalls werde Spanien die Wirtschaftskraft des Jahres 2007, den Vorkrisenzustand also, im Jahr 2025 wiedererlangen k&ouml;nnen. Fr&uuml;hestens und bestenfalls, das hei&szlig;t, wenn ab 2014 atemraubende 300.000 Arbeitspl&auml;tze geschaffen werden. J&auml;hrlich. Woher ein solcher Impuls kommen k&ouml;nnte, ist nicht erkennbar. Das Land wird auch 2013 in der Rezession verharren. Spanien hat offiziell mehr als 20 Prozent Arbeitslose, das sind f&uuml;nf Millionen Menschen. Die so oft als bestausgebildete Generation der Geschichte ger&uuml;hmte Jugend flieht vor der Perspektivlosigkeit ins Ausland. Die neuen Emigranten hinterlassen ein Land, das die Kosten der Krise auf die Schw&auml;chsten abw&auml;lzt &ndash; und tagt&auml;glich neuen Anlass zum Staunen liefert. Gerardo D&iacute;az Ferr&aacute;n etwa, bis zur monumentalen Pleite seines Tourismusunternehmens noch Chef des Unternehmerverbandes CEOE, soll ein Millionenverm&ouml;gen in die Schweiz verschoben haben. Allein: Spaniens Regierung hat gerade erst den Steuerbetrug amnestiert. Niemand wird daf&uuml;r zur Rechenschaft gezogen, dass die Banken des Landes derart gro&szlig;e Milliarden-L&ouml;cher aufweisen, die nur noch mit fremdem Geld gestopft werden k&ouml;nnen. Nicht nur Bildungs- und Gesundheitsetats werden auf dem Altar der Austerit&auml;t geopfert, sondern auch Mitspracherechte. Gerade wurde beschlossen, die Anzahl der (teilweise ehrenamtlich t&auml;tigen) Gemeinder&auml;te zu verknappen. Das l&auml;sst sich auch als Angriff auf die Existenz kleinerer Parteien deuten. &Uuml;berhaupt spielt Spaniens Regierung eine fast schon best&uuml;rzend lausige Rolle. Jahrelang hatten die Konservativen vom Sozialisten Jos&eacute; Luis Rodr&iacute;guez Zapatero vorgezogene Wahlen gefordert. Offenbar wollten sie vieles besser machen. Doch seit Zapatero abgel&ouml;st wurde, hat sein Nachfolger Mariano Rajoy noch nicht den Eindruck erweckt, einen Plan zu haben. Er erkl&auml;rt weder sich noch seine Politik. Rajoy predigt achselzuckend, spricht von &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo; und w&auml;lzt die Verantwortung f&uuml;r unangenehme Ma&szlig;nahmen auf die europ&auml;ischen Partner ab. Als ob die ihn gezwungen h&auml;tten, die Mehrwertsteuer auf alles zu erh&ouml;hen, nicht aber f&uuml;r Stierk&auml;mpfe und Fu&szlig;ballveranstaltungen, das einzige noch funktionierende Opium des spanischen Volkes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/finanzkrise-in-europa-wie-spanien-an-der-krise-zu-verzweifeln-droht-1.1417270\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanien und die Eurokrise<\/strong><br>\nIm folgenden Beitrag soll gezeigt werden, dass die st&auml;rkste Bedrohung nicht von Griechenland, sondern von Spanien ausgeht, allein schon wegen der Gr&ouml;&szlig;e des Landes als viertgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Eurozone. Die Konzentration auf Griechenland und die &uuml;ber eine lange Zeit relativ geringe Beachtung Spaniens in der wirtschaftspolitischen Diskussion l&auml;sst sich wohl nur damit erkl&auml;ren, dass Spanien so gar nicht in das hierzulande gepflegte Bild der unsoliden, ausgabefreudigen Staaten in den Krisenl&auml;ndern passt, wie in Abschnitt 2 dargestellt wird. Dennoch sind die wirtschaftlichen Schwierigkeiten massiv: Spanien verzeichnet seit vielen Jahren permanente und teilweise sehr hohe Leistungsbilanzdefizite, die mit einer zunehmenden Auslandsverschuldung des Landes einhergehen. Die mit dieser Entwicklung verbundenen Probleme wurden lange durch eine Immobilienblase verdeckt, die f&uuml;r Wachstum und Arbeitspl&auml;tze sorgte (und f&uuml;r den Aufbau riesiger &Uuml;berkapazit&auml;ten), bis sie mit ihrem Platzen die Wirtschaft einbrechen lie&szlig;. Die Auswirkungen dieser schweren Rezession auf den spanischen Arbeitsmarkt sind Thema des dritten Abschnitts. In Abschnitt 4 soll gezeigt werden, weshalb der staatliche Sparkurs, der Spanien verordnete wurde, ungeeignet ist, das Land aus seiner Bilanzrezession herauszuf&uuml;hren. Abschnitt 5 versucht abschlie&szlig;end, f&uuml;r Spanien und die Eurozone insgesamt einen m&ouml;glichen Weg aus der Krise aufzuzeigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-osnabrueck.de\/PAUKOS\/1-2012\/Grunert_Spanien.pdf\">GEW Osnabr&uuml;ck [PDF &ndash; 702 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.B.:<\/strong> Die Krise Spaniens ist zwar jetzt st&auml;rker als noch vor einigen Monaten in den Medien pr&auml;sent, brauchbare Informationen &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde sind jedoch rar ges&auml;t. Wer mit der zumeist sehr oberfl&auml;chlichen Berichterstattung in unseren &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; unzufrieden ist und mehr &uuml;ber die Ursachen der Wirtschaftsprobleme Spaniens wissen m&ouml;chte, dem sei dieser vorz&uuml;gliche Beitrag w&auml;rmstens empfohlen. Hier wird sehr anschaulich und &uuml;berzeugend gezeigt warum der radikale Sparkurs, der Spanien aufgezwungen wurde, gar nicht funktionieren kann, so sehr sich das Land auch abm&uuml;hen mag. All dies wird im Zusammenhang mit den Ursachen der Eurokrise diskutiert &ndash; der Beitrag konzentriert sich also auf das Wesentliche und verliert sich nicht auf Nebenschaupl&auml;tzen wie etwa der von Sinn &amp; Co. angezettelte &Ouml;konomenstreit um die Bankenunion.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nicht wieder nur die Europ&auml;ische Investitionsbank!<\/strong><br>\nOhne Zweifel hat gerade Griechenland gravierende wirtschaftliche und administrative Strukturprobleme. Ihre Aufz&auml;hlung soll hier nicht wiederholt, ihre L&ouml;sung nicht vertagt werden. Aber ebenso wenig kann man verleugnen, dass wie auch im Falle Portugals und Spaniens ein massives und zunehmend gravierenderes Konjunkturproblem die strukturellen Probleme &uuml;berlagert. Schlie&szlig;t man die Prognose f&uuml;r 2012 mit ein, ist die gesamtwirtschaftliche Leistung allein in Griechenland seit Beginn der Finanzkrise um rd. 20%  abgest&uuml;rzt. Das aber versch&auml;rft die strukturellen Probleme bis hin zur Unl&ouml;sbarkeit&hellip;<br>\nStrukturreformen und auch der allf&auml;llige Ruf nach der Europ&auml;ischen Investitionsbank (EIB) allein werden die Probleme nicht l&ouml;sen. Unabdingbar ist eine konjunkturelle Wiederbelebung der Wirtschaft. Was bei einer nachfrageseitigen Krise hilft, kann man gerade an der deutschen Politik im Gefolge der Finanzkrise lernen. Deutschland hat nicht zuletzt eine rasche Umkehr der Wachstumsdynamik im Rest der Welt, insbesondere in den Schwellenl&auml;ndern, enorm geholfen. Die 2009 zweistellig eingebrochene Auslandsnachfrage nach deutschen Produkten belebte sich ebenso zweistellig schon im Jahre 2010.<br>\nWichtiger war zu Beginn des Aufschwungs aber der Umschwung in fast allen Komponenten der Binnennachfrage einschlie&szlig;lich der notorisch schwachen Baunachfrage. Trotz der im Zuge der Finanzmarkt- und Bankenstabilisierung angespannten Fiskalsalden war Deutschland bereit, ein weiteres deficit-spending in Kauf zu nehmen. Dabei gingen die automatischen Stabilisatoren Hand in Hand mit diskretion&auml;rer Expansion. Unmittelbar zu Buche schlug die Abwrackpr&auml;mie, eine mit Blick auf Innovation, Bildung und Wachstumspotenzial nicht besonders intelligente Ma&szlig;nahme, die aber extrem wirksam war, wo es darum ging, durch eine Stabilisierung der Besch&auml;ftigung und des Vertrauens Zeit zu kaufen bis die zweite Stufe der Konjunkturrakete z&uuml;nden konnte. Private und &ouml;ffentliche Investitionen z.B. durch das energetische Geb&auml;udesanierungsprogramm der KfW und &ouml;ffentliche Investitionsprogramme gingen einher mit einem Kredit- und B&uuml;rgschaftsprogramm f&uuml;r Unternehmen. Nicht zuletzt die Verbesserung der Kurzarbeiterregelung brachte kurzfristige Entlastung am Arbeitsmarkt und stabilisierte die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.<br>\nAngebots- und nachfrageseitige Elemente dieses Krisenmanagements erg&auml;nzten und verst&auml;rkten sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/07\/18\/willi-koll-nicht-wieder-nur-die-eib\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Manipulierte Zinss&auml;tze: Deutsche Bank geh&ouml;rt wohl zum harten Kern<\/strong><br>\nDer &bdquo;Financial Times&ldquo; zufolge geh&ouml;rte die Deutsche Bank zum harten Kern eines Rings aus f&uuml;nf Gro&szlig;banken, die Zinsmeldungen manipuliert haben. Notenbank-Chefs wollen derweil das Zinssystem grundlegend &uuml;berdenken.<br>\nSeit dieser Woche ist bekannt, dass die Deutsche Bank in der Aff&auml;re um manipulierte Interbanken-Zinss&auml;tze eine Kronzeugenregelung beantragt und bewilligt bekommen hat. Einem Bericht der Online-Ausgabe der &bdquo;Financial Times&ldquo; von Mittwochabend zufolge erfolgte der Schritt aus gutem Grund. Unter F&uuml;hrung des britischen Instituts Barclays habe ein Ring aus insgesamt f&uuml;nf Gro&szlig;banken existiert, die Zinsmanipulationen abgesprochen h&auml;tten. Neben Barclays geh&ouml;rten dazu die Deutsche Bank, Cr&eacute;dit Agricole, HSBC und Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale&hellip;<br>\nDie Glaubw&uuml;rdigkeit des Libor ist besch&auml;digt. In der Finanzkrise von 2007 bis 2009 manipulierten offenbar mehrere Banken den Satz, um ihre Finanzierungskosten zu verschleiern und zus&auml;tzliche Gewinne zu machen. Der Libor dient als Grundlage f&uuml;r Finanztransaktionen wie Hypotheken und Derivate im Gesamtvolumen von 360 Billionen Dollar und basiert auf den Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten am Geldmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/zinsmanipulationen-deutsche-bank-gehoert-wohl-zum-harten-kern\/6894836.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IWF fordert Irland zu weiteren K&uuml;rzungen auf<\/strong><br>\nEine Delegation des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) hat Irland bescheinigt, die Bedingungen f&uuml;r das vor zwei Jahren vereinbarte Rettungspaket zu erf&uuml;llen. Gleichzeitig forderte sie das Land aber zu h&ouml;heren K&uuml;rzungen bei den Sozialausgaben auf. Diese seien eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, warum die Arbeitslosigkeit in dem Land bei 14,9 Prozent liege &ndash; dem h&ouml;chsten Stand seit 18 Jahren, hie&szlig; es am Mittwoch nach einem Treffen mit Vertretern der irischen Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/sozialausgaben-iwf-fordert-irland-zu-weiteren-kuerzungen-auf\/6895646.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typisches Beispiel der Voodoo-&Ouml;konomie des IWF: Die Arbeitslosigkeit  steigt, weil die Sozialausgaben zu hoch sind. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Sozialausgaben steigen, weil die Arbeitslosigkeit so hoch ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leiharbeiter m&uuml;ssen warten<\/strong><br>\nGleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit war noch bis vor kurzem das Credo von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Noch in dieser Legislaturperiode wollte sie eine Regelung f&uuml;r Zeitarbeiter treffen, damit diese genauso bezahlt werden wie die Stammbelegschaft. Nun hat sie anders entschieden.<br>\nBundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ist aber &ndash; wie die meisten Fachpolitiker in der Union &ndash; der Ansicht, dass Gesetze die Regelungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern nicht unterlaufen d&uuml;rfen: Die Tarifautonomie ist CDU und CSU heilig. Ursula von der Leyen hat sich Anfang der Woche mit den Tarifparteien getroffen, mit Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt und dem Chef des deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer. Das Fazit des Gespr&auml;ches unter sechs Augen: Es sind inzwischen Regelungen getroffen worden in den Branchen Stahl, Chemie und Elektro, die &ndash; so sieht es die Ministerin, und so erkl&auml;rt es auch ihre Sprecherin, Christina Wendt &ndash; ein Gesetz zur Gleichstellung von Leiharbeitern erst einmal unn&ouml;tig werden lassen&hellip;<br>\nUrsula von der Leyen wird von der Opposition heftig f&uuml;r diese Entscheidung kritisiert. So wirft die Linkspartei ihr vor, sie stehle sich aus der politischen Verantwortung gegen&uuml;ber den Leiharbeitern. Ihre wahre Absicht sei, den Grundsatz, dass alle in einem Betrieb gleich und fair entlohnt werden, zu verschleppen. Die getroffenen Einigungen in der Metall-, Chemie- und Elektro-Industrie w&uuml;rden als Feigenblatt benutzt. In anderen Branchen blieben so weiterhin unhaltbare Zust&auml;nde f&uuml;r die Leiharbeit an der Tagesordnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/wirtschaftundgesellschaft\/1815493\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesarbeitsgericht zu &bdquo;Kettenbefristung&ldquo; und Rechtsmissbrauch<\/strong><br>\nDie Befristung eines Arbeitsvertrags kann trotz Vorliegens eines Sachgrunds aufgrund der besonderen Umst&auml;nde des Einzelfalls ausnahmsweise rechtsmissbr&auml;uchlich und daher unwirksam sein. F&uuml;r das Vorliegen eines Rechtsmissbrauchs k&ouml;nnen insbesondere eine sehr lange Gesamtdauer oder eine au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohe Anzahl von aufeinander folgenden befristeten Arbeitsvertr&auml;gen mit demselben Arbeitgeber sprechen&hellip;<br>\nDer Siebte Senat hob daher ein Urteil des Landesarbeitsgerichts K&ouml;ln auf, das die Befristungskontrollklage einer beim Land Nordrhein-Westfalen besch&auml;ftigten Justizangestellten abgewiesen hatte. Die Kl&auml;gerin war beim beklagten Land aufgrund von insgesamt 13 befristeten Arbeitsvertr&auml;gen von Juli 1996 bis Dezember 2007 im Gesch&auml;ftsstellenbereich des Amtsgerichts K&ouml;ln t&auml;tig. Die befristete Besch&auml;ftigung diente fast durchgehend der Vertretung von Justizangestellten, die sich in Elternzeit oder Sonderurlaub befanden. Mit ihrer Klage griff die Kl&auml;gerin die Befristung des letzten im Dezember 2006 geschlossenen Vertrags an. F&uuml;r diese Befristung lag zwar der Sachgrund der Vertretung vor. Die Gesamtdauer von mehr als 11 Jahren und die Anzahl von 13 Befristungen sprechen aber daf&uuml;r, dass das beklagte Land die an sich er&ouml;ffnete M&ouml;glichkeit der Vertretungsbefristung rechtsmissbr&auml;uchlich ausgenutzt hat. Der Siebte Senat konnte der Klage dennoch nicht stattgeben. Der Rechtsstreit war vielmehr an das Landesarbeitsgericht zur&uuml;ckzuverweisen, um dem beklagten Land Gelegenheit zu geben, noch besondere Umst&auml;nde vorzutragen, die der Annahme des an sich indizierten Rechtsmissbrauchs entgegenstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/juris.bundesarbeitsgericht.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bag&amp;Art=pm&amp;Datum=2012&amp;nr=16060&amp;pos=0&amp;anz=54&amp;titel=%E2%80%9EKettenbefristung%E2%80%9C_und_Rechtsmissbrauch%20class=\">Bundesarbeitsgericht<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Zahl der befristeten Arbeitsvertr&auml;ge ist von 2001 bis 2011 von 1,7 auf 2,7 Millionen angestiegen. 9,5% aller sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten arbeiteten im vergangenen Jahr zeitlich befristet. Bei den Neueinstellungen erhielten 2011 45% nur einen Vertrag auf Zeit. Im Gesundheits- und Sozialwesen, im &ouml;ffentlichen Dienst, in gemeinn&uuml;tzigen Organisationen und im Bildungs- und Wissenschaftsbereich liegen <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2012_05_6b.pdf\">die Quoten der zeitlich befristeten Arbeitsvertr&auml;ge zwischen 58 und 68 Prozent [PDF &ndash; 181 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Immer mehr Hamburger Polizisten haben Nebenjobs<\/strong><br>\nImmer mehr Hamburger Polizisten haben Nebenjobs. Sie arbeiten nach ihrem Dienst als Hausmeister oder Taxifahrer, um etwas dazuzuverdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/ndr_aktuell\/media\/ndraktuell9539.html\">NDR Video<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser F.S.:<\/strong> Im Rahmen der F&ouml;deralismusreform von 2006 (Gesetz vom 28.8.2006, BGBl. I 2034, Inkrafttreten am 1.9.2006) ist die Gesetzgebungskompetenz unter anderem f&uuml;r das Besoldungsrecht f&uuml;r Beamte und Richter der L&auml;nder und der ihnen unterstehenden K&ouml;rperschaften, Anstalten und Stiftungen &ouml;ffentlichen Rechts nicht mehr Gegenstand der konkurrierenden Gesetzgebung (s. Art. 74a Abs. 1 GG a. F. und Art. 74 Abs. 1 Nr. 27 GG n. F.).<\/em><br>\n<em>Nachdem die Beamtenbesoldung also vom Bund auf die L&auml;nder &uuml;bergegangen ist, herrscht dort jeweils Besoldung nach Kassenlage oder schlimmer ausgedr&uuml;ckt nur noch Bezahlung nach Gutsherrenart.<\/em><br>\n<em>Das Problem betrifft haupts&auml;chlich viele Beamten des einfachen Dienstes auch in NRW, z. B. die Justizwachtmeister, die Justizvollzugsbeamten aber auch alle Beamte des &ldquo;Mittleren Dienstes&rdquo;. Kein Geld in der Kasse, so zuckt man in D&uuml;sseldorf mit den Schultern. Es ist aber nichts anderes als ein riesengro&szlig;er Skandal! Lt. Kienbaumgutachten ist die Besoldung inzwischen ca. 40 % hinter der &ldquo;Allgemeinen Einkommensentwicklung&rdquo; zur&uuml;ckgeblieben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bertelsmann-Stiftung zum Erzieher-Notstand: Arbeitet doch einfach Vollzeit!<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung hat die Erzieherinnen in Deutschland gez&auml;hlt und kam zu dem wenig &uuml;berraschenden Ergebnis: Es fehlen Fachkr&auml;fte. Neue Erzieher einstellen m&uuml;sse man deshalb nicht. Die Stiftung hat da eine andere Idee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/bertelsmann-stiftung-zum-erzieher-notstand-arbeitet-doch-einfach-vollzeit-1.1416283\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> Cool &ndash; die Bertelsmann-Stiftung hat eine gute Idee! Weil das mit den Umschulungen nicht so einfach zu sein scheint. Bei der Gelegenheit wird man auch wieder mal auf den Umstand hingewiesen, dass Teilzeit-Arbeitskr&auml;fte i.d.R. f&uuml;r Arbeitgeber die g&uuml;nstigere Wahl sind &ndash; die arbeiten relativ gesehen meist mehr als in Vollzeit&hellip; und die Mehrleistung bei einer Ausweitung der Arbeitsvertr&auml;ge in Richtung Vollzeit nicht linear ansteigen w&uuml;rde.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Dabei wird der Umstand vergessen, dass viele Erzieherinnen selbst M&uuml;tter minderj&auml;hriger Kinder sind und aus rein praktischen Gr&uuml;nden nicht in Vollzeitstellen arbeiten K&Ouml;NNEN.<\/em><br>\n<em>Ach, h&auml;tten wir doch nur das viele Geld, welches die Bertelsm&auml;nner &uuml;ber Umwege an Steuern sparen. Vieles in der Bildung und Kinderbetreuung w&auml;re finanzierbar. Die Studienleiterin sollte dann mal ein paar Jahre als schlecht bezahlte Praktikantin in einer Kindertagesst&auml;tte schuften, damit sie hoffentlich irgendwann einmal wei&szlig;, wovon sie schreibt.<\/em><br>\n<em>Dass die Idee der Umschulung von Langzeitarbeitslosen zu Kinderbetreuungskr&auml;ften ein Ablenkungsman&ouml;ver und ein Instrument zur Denunzierung von Erwerbslosen ist, d&uuml;rfte damit auch klar sein. Das nennt man auch Populismus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht stellt Urteil des Bundessozialgerichts zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit  der Hartz-IV-Regels&auml;tze in Frage<\/strong><br>\n<em><strong>Anmerkung:<\/strong> Vor wenigen Tagen, hat das <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h07\">Bundessozialgericht die Hartz-IV-Reform f&uuml;r verfassungsgem&auml;&szlig; erachtet<\/a>. In seinem Urteil &uuml;ber die <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/entscheidungen\/ls20120718_1bvl001010.html\">Verfassungswidrigkeit des Asylbewerberleistungsgesetzes hat das Bundesverfassungsgericht unter der Randnummer 126<\/a> angemerkt:<\/em><br>\n<em>Ob damit auch die m&ouml;glicherweise abweichenden Bedarfe derjenigen realit&auml;tsgerecht abgebildet werden, auf die das Asylbewerberleistungsgesetz Anwendung findet, ist nicht gesichert. Ebenso wenig kann eine Aussage dar&uuml;ber erfolgen, ob auf dieser Grundlage ermittelte Leistungen an Berechtigte in anderen F&uuml;rsorgesystemen einer verfassungsrechtlichen Kontrolle Stand halten k&ouml;nnen. Da jedoch derzeit keine anderen tauglichen Daten zur Verf&uuml;gung stehen, bleibt dem Senat nur die Annahme, dass jedenfalls die wesentlichen Grundbedarfe durch Leistungen in einer am Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz orientierten H&ouml;he vor&uuml;bergehend gedeckt werden k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>(Diesen Hinweis verdanken wir unserem Leser L.Z.)<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Armut macht krank: Besuch in einer mobilen Klinik im S&uuml;den der USA<\/strong><br>\n&Uuml;ber 40 Millionen US-Amerikaner haben keine Krankenversicherung, bei noch einmal so vielen reicht der Schutz nicht aus, weil der Selbstbehalt zu hoch ist oder augen- und zahn&auml;rztliche Behandlung ausgeschlossen sind. In St&auml;dten bleibt diesen Menschen der Weg in die hoffnungslos &uuml;berf&uuml;llten Notaufnahmen der Krankenh&auml;user. Auf dem Land sind sie auf mobile Kliniken angewiesen, Feldlazarette, die einmal im Jahr in Rodeo-Arenen  oder auf Festwiesen f&uuml;r ein verl&auml;ngertes Wochenende aufgebaut werden. Wie in Wise, einer Kleinstadt in den Appalachen. Dort werden jedes Jahr an einem Wochenende im Juli, von Freitagmorgen bis Sonntagmittag bis zu 3.000 Patienten behandelt. Von &Auml;rzten, die in ihrer Freizeit unentgeltlich Dienst tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2012\/07\/15\/drk_20120715_1305_a0e939ab.mp3\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r all diejenigen, wie z.B. Josef Joffe, den Herausgeber der &sbquo;Zeit&lsquo;, der doch tats&auml;chlich meint, dass im gegenw&auml;rtigen Gesundheitssystem der USA &bdquo;die Versicherten und die Privatzahler f&uuml;r die 45 Millionen der unversicherten Trittbrettfahrer aufkommen.&ldquo; (Tagesspiegel vom 02.04.2012)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Experten r&uuml;gen &uuml;berh&ouml;hte Dispo-Zinsen<\/strong><br>\nWas viele Deutsche ahnten, belegt nun ein offizielles Gutachten: Laut der Expertise f&uuml;r Verbraucherministerin Aigner sind die Dispo-Zinsen vieler Banken &uuml;berzogen. Es w&auml;ren deutlich niedrigere Geb&uuml;hren f&uuml;r Konto-&Uuml;berzieher m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/dispo-zinsen-laut-zwe-gutachten-fuer-aigner-zu-hoch-a-845209.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu die komplette Studie des instituts f&uuml;r finanzdienstleistungen (iff) und des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschafsforschung (ZEW):<\/strong><br>\nIn Deutschland verf&uuml;gen etwa 80 Prozent der Haushalte &uuml;ber einen Dispositionskredit. Bei betr&auml;chtlicher Variation liegt der einger&auml;umte Kreditrahmen bei knapp dem 3-fachen des Nettoeinkommens. Arbeitslose, Alleinerziehende, Paare mit Kindern und Selbst&auml;ndige nutzen den Dispositionskredit h&auml;ufiger. Einer Stichprobe unter Banken zufolge wurde bei 29 Prozent der Konten mit Dispositionsrahmen der Kredit zum Befragungstag in Anspruch genommen.<br>\nInsgesamt werden die Zinss&auml;tze f&uuml;r &Uuml;berziehungskredite von Experten der Verbraucherorganisationen als zu hoch angesehen. Die im Vergleich zu Ratenkrediten h&ouml;heren Zinsen f&uuml;r Dispositionskredite erscheinen nicht durch h&ouml;here Ausfallquoten gerechtfertigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ftp.zew.de\/pub\/zew-docs\/gutachten\/StudieDispoZinsRatenKredit2012.pdf\">iff und ZEW [PDF &ndash; 4.5 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn nun zwei Institut, die der Finanzwirtschaft ziemlich nahe stehen, zum Ergebnis kommen, dass Dispo-Zinsen von &uuml;ber 10% &uuml;berzogen sind, dann kann man vielen Banken von Wucher sprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Beraten und verkauft&rdquo; &ndash; ein Film &uuml;ber die DVAG &ndash; Milliardengesch&auml;ft Verm&ouml;gensberatung<\/strong><br>\nGerade hat die Deutsche Verm&ouml;gensberatung Rekord&uuml;bersch&uuml;sse gemeldet. Es klingt wie eine Erfolgsgeschichte. Doch es gibt Schattenseiten. Kunden und Ex-Mitarbeiter gew&auml;hren ZDFzoom exklusive Einblicke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/hauptnavigation\/startseite\/#\/beitrag\/video\/1686714\/ZDFzoom:-Beraten-und-verkauft\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das suspendierte Volk<\/strong><br>\nStaatsstreich In Rum&auml;nien tobt keine Fehde zwischen Parteien. Es geht um die Macht. Die Putschisten von 1989 f&uuml;rchten um ihre Pfr&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/das-suspendierte-volk\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: In Deutschland sind die Reichen die B&ouml;sen<\/strong><br>\nWohlstand ist verd&auml;chtig geworden in der Republik, Geld zu haben gilt als ein Systemfehler. Das Klima gegen Reichtum und Luxus versch&auml;rft sich. Die Opposition nutzt das geschickt f&uuml;r ihre Zwecke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article108325928\/In-Deutschland-sind-die-Reichen-die-Boesen.html?config=print\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Autor Ulf Poschard (&bdquo;Posch&ldquo;) scheint sich selbst als Teil der Leistungs- und Verantwortungseliten zu f&uuml;hlen und sich als solcher &ndash; von was oder wem auch immer &ndash; angegriffen zu f&uuml;hlen. Als (ehemaliger) Mode- und Musikredakteur m&ouml;chte er sich mit Leistungs- und Verantwortungseliten ja besonders gut auskennen. Jetzt m&ouml;chte er es nebenbei noch mit der Analyse von Fernsehkrimis versuchen und kennt sich dabei auch nicht richtig aus. Derrick und Harry wurde oft und gerne von ihren Autoren in die gammeligen Hinterhofwohnungen der M&uuml;nchner Unterschicht geschickt. Und die Serie wurde 1997 eingestellt!<\/em><br>\n<em>Siehe auch schon <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13845#h11\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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