{"id":139295,"date":"2025-09-21T13:00:54","date_gmt":"2025-09-21T11:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139295"},"modified":"2025-09-19T22:47:43","modified_gmt":"2025-09-19T20:47:43","slug":"der-widerstand-von-andalgala-gegen-die-diktatur-des-bergbaus-in-argentinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139295","title":{"rendered":"Der Widerstand von Andalgal\u00e1 gegen die \u201eDiktatur des Bergbaus&#8221; in Argentinien"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinden k&auml;mpfen ums &Uuml;berleben gegen eine &uuml;berm&auml;chtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien: Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgal&aacute; in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybd&auml;n in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung abbaut. Es markiert den Beginn einer neuen Form der Rohstoffgewinnung: gro&szlig;fl&auml;chiger, transnationaler Metallbergbau, bekannt als megaminer&iacute;a oder &bdquo;Mega-Mining&rdquo;. Der sogenannte Extraktivismus erreichte damit eine neue, bislang ungeahnte Dimension. Von <strong>Bjarne Thum<\/strong> und <strong>Laure P&eacute;an<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Das Konzept Mega-Mining<\/strong><\/p><p>In Andalgal&aacute; begann die Geschichte des Mega-Minings in den Neunzigerjahren. Neue F&ouml;rdermethoden hielten Einzug in die Rohstoffgewinnung, die einen enormen Kapitaleinsatz erfordern. Solche Mega-Investitionen setzen eine erhebliche Kapitalakkumulation voraus. Da sich die L&auml;nder Lateinamerikas historisch vor allem auf das Schuften f&uuml;r den globalen Norden beschr&auml;nken mussten, konnten sie keine eigene Kapitalbasis und damit auch keine eigenst&auml;ndige Industrieentwicklung aufbauen. Deshalb werden die Mega-Minen bis heute fast ausschlie&szlig;lich von internationalem Gro&szlig;kapital betrieben.<\/p><p>Im Fall La Alumbrera <a href=\"https:\/\/geografiacatamarca.blogspot.com\/2015\/09\/Bajo-la-Alumbrera.html\">t&auml;tigte<\/a> der Schweizer Konzern Glencore International eine Erstinvestition in H&ouml;he von 1,3 Milliarden US-Dollar. Das Projekt lief von 1997 bis etwa 2018. Solche gigantischen Investitionen sind g&auml;ngige Praxis: Allein im Jahr 2023 wurden 55 Projekte im Metall- und Mineralsektor mit einem Gesamtvolumen von 13,1 Milliarden US-Dollar angek&uuml;ndigt.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] <\/p><p>Laut der Wirtschaftskommission Cepal beliefen sich die ausl&auml;ndischen Direktinvestitionen in Lateinamerika und der Karibik im Jahr 2023 auf insgesamt 184,3 Milliarden US-Dollar.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Davon entfielen 21 Prozent auf die Extraktion nat&uuml;rlicher Ressourcen.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Mehr als die H&auml;lfte dieser Investitionen stammte aus den USA und der Europ&auml;ischen Union.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Ein weiteres Charakteristikum des Mega-Minings ist die Abbaumethode. Statt wie herk&ouml;mmlich mit Stollen und Lore vorzugehen, werden ganze Berge gesprengt. In Andalgal&aacute; geschah dies folgenderma&szlig;en: Zun&auml;chst kam tonnenweise Dynamit zum Einsatz. &bdquo;Daten des Unternehmens br&uuml;sten sich damit, dass Alumbrera in einem einzigen Monat so viel Sprengstoff verbraucht wie ganz Argentinien in einem Jahr&rdquo;, berichtete die Zeitung <a href=\"https:\/\/lavaca.org\/notas\/la-mina-de-andalgala-en-catamarca\/\"><em>Lavaca<\/em><\/a>.<\/p><p>Anschlie&szlig;end transportierten Ultra-Class-Muldenkipper mit einer Traglast von <a href=\"https:\/\/geografiacatamarca.blogspot.com\/2015\/09\/Bajo-la-Alumbrera.html\">220 Tonnen<\/a> das Gestein zur Zerkleinerungsanlage &ndash; zum Vergleich: Ein herk&ouml;mmlicher LKW fasst etwa 40 Tonnen. Danach begann die hydrometallurgische Mineraltrennung: Mit Wasser und verschiedenen Chemikalien wurden die Erze von den unerw&uuml;nschten Bestandteilen getrennt. Dabei fielen enorme Mengen Abfall an, da der Metallanteil lediglich 0,1 bis zwei Prozent pro Tonne Gestein betr&auml;gt.<\/p><p>Das daraus gewonnene Metallkonzentrat wurde vom Restmaterial getrennt. Der verbleibende giftige Schlamm <a href=\"https:\/\/lavaca.org\/notas\/la-mina-de-andalgala-en-catamarca\/\">gelangte<\/a> in ein 30 Hektar gro&szlig;es und 150 Meter tiefes R&uuml;ckhaltebecken, den sogenannten &bdquo;Tailings Dam&rdquo;.<\/p><p>Neben dem monet&auml;ren Preis hat das Mega-Mining noch einen anderen, ganz eigenen Preis. Die meisten damit verbundenen Gefahren sind so unsichtbar wie der Staub, der durch die Sprengungen aufgewirbelt und vom Wind &uuml;ber die H&uuml;gel bis in die D&ouml;rfer und Lungen der Menschen geweht wird. Doch die Bedrohung wird schnell sichtbar, wenn das Lebenselixier allen Lebens, das Wasser, in Gefahr ger&auml;t.<\/p><p>Andalgal&aacute; ist eine hei&szlig;e, trockene Region, gepr&auml;gt von W&uuml;sten und Kakteen. Es regnet nur viermal im Jahr. Das Wasser aus den Bergen ist die einzige Quelle &ndash; und sie ist begrenzt. Es stillt den Durst der Menschen und der Felder der Bauern. Aber auch den der Mine &ndash; und der hatte es in sich: Eine Anlage wie La Alumbrera <a href=\"https:\/\/lavaca.org\/notas\/la-mina-de-andalgala-en-catamarca\">ben&ouml;tigte<\/a> sage und schreibe 66.000 Liter Wasser pro Minute.<\/p><p>Zu wenig Wasser ist eine Sache, gar keines eine andere. Aus einem Interessenkonflikt wird ein &Uuml;berlebenskampf. Bei der oben erw&auml;hnten Mineraltrennung kommen in der Regel Chemikalien wie Zyanid und Schwefels&auml;ure zum Einsatz. Zudem werden durch den Tagebau nat&uuml;rliche Vorkommen von Arsen und Blei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e_MCBMIvgJc\">freigesetzt<\/a>. Diese hochgiftigen Stoffe k&ouml;nnen durch Leckagen in den Mineralpipelines in die Umwelt gelangen. In der Mine La Alumbrera wurden zwischen 2004 und 2008 vier solcher Lecks nachgewiesen.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Auch Risse in der Folie des R&uuml;ckhaltebeckens scheinen nicht unwahrscheinlich. Diese sei nach Angaben von Bewohnern Andalgal&aacute;s aufgrund von Sparma&szlig;nahmen des Unternehmens von minderer Qualit&auml;t gewesen. In einer erdbebenreichen Region ist das eine tickende Zeitbombe. Schon kleinste Mengen der ausgetretenen Giftstoffe k&ouml;nnen aquatische wie terrestrische &Ouml;kosysteme dauerhaft sch&auml;digen oder zerst&ouml;ren.<\/p><p>Des Weiteren haben diese Stoffe lebensgef&auml;hrliche Folgen f&uuml;r den Menschen. Arsen verursacht Hautkrebs, chronische Entz&uuml;ndungen in Nieren, Lunge und Darm sowie diverse neurologische Sch&auml;den. Blei f&uuml;hrt zu schweren neurologischen Erkrankungen und An&auml;mie. Cyanid (Blaus&auml;ure) blockiert die Zellatmung, was zu innerem Ersticken f&uuml;hren kann. Schon kleinste Mengen k&ouml;nnen t&ouml;dlich sein: Die letale Dosis von Natriumzyanid f&uuml;r einen Erwachsenen <a href=\"https:\/\/megamineria.com.ar\/hablemos-de-megamineria\/3-megamineria-y-efectos-sobre-la-salud\/\">liegt<\/a> bei 150 bis 300 Milligramm, etwa so viel wie ein Maiskorn.<\/p><p>Zwar gibt es Gesetze und Sicherheitsvorschriften, die solche Gefahren verhindern sollen, doch werden sie in der Praxis oft nicht eingehalten. Der 36-j&auml;hrige Geologe Enzo Brizuela erkl&auml;rte gegen&uuml;ber <em>amerika21<\/em>, dass viele Unternehmen die Vorschriften nicht korrekt umsetzen: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Es gibt eine nat&uuml;rliche Kontamination &ndash; also giftige Stoffe, die im Boden vorkommen und durch nat&uuml;rliche Prozesse freigesetzt werden. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Umwelt-Basiserhebungen durchzuf&uuml;hren, um den Zustand der Umwelt vor und nach Projektbeginn vergleichen zu k&ouml;nnen. Doch oft werden diese Tests an Orten durchgef&uuml;hrt, an denen menschliche Aktivit&auml;ten B&ouml;den und &Ouml;kosysteme bereits ver&auml;ndert haben. Dadurch sind die Ausgangswerte verzerrt. So k&ouml;nnen die Unternehmen sp&auml;ter behaupten, die gemessene Verschmutzung liege noch im Rahmen der nat&uuml;rlichen Kontamination.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Eine Kombination aus bipolarer Politik und profitgierigen Bergbaukonzernen findet in der Regel immer einen Weg, sich &uuml;ber geltende Vorschriften hinwegzusetzen &ndash; mit verheerenden, oft t&ouml;dlichen Folgen. Und wie Brecht einst sagte: &bdquo;Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.&rdquo;<\/p><p><strong>15 Jahre Protest in Andalgal&aacute;<\/strong><\/p><p>Am 31. Mai versammelten sich die Bewohner von Andalgal&aacute; erneut auf dem Dorfplatz. Wie an jedem Samstag seit &uuml;ber 15 Jahren gehen sie unerm&uuml;dlich auf die Stra&szlig;e &ndash; f&uuml;r ihr Wasser, f&uuml;r ihr Leben.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Heute, mit der Freude, die die Demonstrationen in Andalgal&aacute; immer begleitet hat, zelebrieren wir unser Dorf. Heute, weil es manchmal der Seele wehtut, zu sehen, was mit unserem Land gemacht wird, sind wir hier, um zu sp&uuml;ren, wie stark wir alle zusammen sind. &iexcl;Andalgal&aacute; resiste! [Andalgal&aacute; in Widerstand]&rdquo;.<\/p><\/blockquote><p>Mit diesen Worten er&ouml;ffnet Ana Radusky den mittlerweile 800. Protestmarsch &ndash; gegen Glencore, gegen das Mega-Mining, gegen einen Extraktivismus, der das Leben bedroht.<\/p><p>Als La Alumbrera Ende der Neunzigerjahre eines der ersten Mega-Minen-Projekte in Lateinamerika war, waren transparente Informationen dar&uuml;ber noch rar. Viele Bewohner wollten f&uuml;r das Projekt arbeiten, das gut bezahlte und langfristige Arbeitspl&auml;tze versprach.<\/p><p>Als sich jedoch die ersten Auswirkungen des Bergbaus bemerkbar machten, begannen die Einwohner von Andalgal&aacute; zu begreifen, was sich nur wenige Kilometer entfernt zusammenbraute. Ein Beispiel ist Vis Vis: Das nur drei Kilometer vom R&uuml;ckhaltebecken entfernte Dorf musste schon Anfang der Nullerjahre evakuiert werden. Das Wasser, das die Bewohner zum Trinken und f&uuml;r die Landwirtschaft nutzten, <a href=\"https:\/\/miningpress.com\/nota\/4664\/denuncian-contaminacion-cerca-del-bajo-la-alumbrera\">war kontaminiert<\/a> und verursachte Krebserkrankungen und Hepatitis.<\/p><p>Angesichts dieser ersch&uuml;tternden Entwicklungen gr&uuml;ndete sich im Dezember 2009 &ndash; nach einer von der Polizei brutal niedergeschlagenen Blockade &ndash; die Asamblea El Algarrobo. Sie bietet der lokalen Bev&ouml;lkerung einen Raum f&uuml;r Austausch, Selbstorganisation und gegenseitige Unterst&uuml;tzung.<\/p><p>Die Notwendigkeit dieser Struktur ergibt sich nicht nur aus den Diskussionen &uuml;ber den Extraktivismus, sondern auch aus der systematischen Kriminalisierung der Protestierenden. Sie werden unbegr&uuml;ndet verhaftet, willk&uuml;rlich inhaftiert, und ihre H&auml;user werden nachts unangek&uuml;ndigt von der Polizei gest&uuml;rmt.<\/p><p>Einigen Betroffenen werden zudem reihenweise Verfahren an den Hals geh&auml;ngt, verbunden mit enormen Kosten, die in einem so armen Dorf besonders schwer wiegen. All das, um den Widerstand zu brechen.<\/p><p>Glencore f&uuml;hrte in dieser Zeit seine Gesch&auml;fte ungehindert fort. Zwischen 1997 und etwa 2018 <a href=\"https:\/\/www.ambito.com\/energia\/mineria\/cierra-la-mina-la-alumbrera-como-es-el-plan-remediacion-ambiental-y-que-se-usara-n5413995\">f&ouml;rderte<\/a> das Unternehmen im Durchschnitt j&auml;hrlich 100.000 Tonnen Kupfer, 300.000 Unzen Gold und 957 Tonnen Molybd&auml;n aus der Erde Andalgal&aacute;s. So gute Zahlen, dass Glencore gemeinsam mit der kanadischen Yamana Gold und der US-amerikanischen Newmont Corporation ein zweites Projekt in der Region plant, diesmal nur 17 Kilometer Luftlinie vom Dorfzentrum entfernt. Und das nennen sie, sehr frech, &bdquo;Agua Rica&rdquo;, also &bdquo;Reiches Wasser&rdquo;.<\/p><p>Noch ist Agua Rica nicht gestartet. &bdquo;Das Projekt befindet sich in einer fortgeschrittenen Erkundungsphase&rdquo;. So lautet die inoffizielle Information, die im Dorf kursiert, angesichts der mangelnden Kommunikation seitens Glencore. Der Name des Projekts hingegen hat sich inzwischen mehrfach ge&auml;ndert. Agua Rica wurde wegen der Nichteinhaltung des Gletscherschutzgesetzes als illegal <a href=\"https:\/\/www.argentina.gob.ar\/ambiente\/agua\/glaciares\/ley\">eingestuft<\/a>. Dieses Gesetz verbietet Bergbau in der Umgebung von Gletschern, die unter anderem eine wichtige Wasserquelle darstellen.<\/p><p>Da Pr&auml;sident Javier Milei zu diesem Zeitpunkt &ndash; anders als am 9. Juni angek&uuml;ndigt &ndash; noch nicht plante, das Gesetz per Dekret zu &auml;ndern und damit Bergbau- und Erd&ouml;lprojekte in gesch&uuml;tzten Gebieten zu <a href=\"https:\/\/www.baenegocios.com\/politica\/El-Gobierno-cambia-la-ley-de-Glaciares-y-habilita-la-explotacion-en-zonas-protegidas-20250609-0003.html\">erm&ouml;glichen<\/a>, musste Glencore einen Weg finden, die Restriktionen zu umgehen.<\/p><p>Gut beraten und mit einem unter multinationalen Konzernen g&auml;ngigen Trick bewaffnet, benannte das Unternehmen das Projekt 2020 in Mara (Minera Agua Rica &ndash; Alumbrera) um. Da La Alumbrera seinerzeit vom damaligen Bergbauminister Arnoldo Castillo <a href=\"https:\/\/lavaca.org\/notas\/la-mina-de-andalgala-en-catamarca\/\">genehmigt<\/a> worden war, soll Agua Rica durch die Fusion mit dem bestehenden Projekt nun keine rechtlichen Probleme mehr <a href=\"https:\/\/www.radaraustral.com\/articulos\/redireccionamiento-de-la-mina-bajo-la-alumbrera-el-proyecto-mara\/\">bekommen<\/a>.<\/p><p><strong>&bdquo;Diktatur des Bergbaus&rdquo;<\/strong><\/p><p>Solche Tricks sind keine Ausnahme. Und das liegt nicht nur daran, dass Glencore und andere Unternehmen &uuml;ber gute Anw&auml;lte und Rechtsberater verf&uuml;gen, sondern auch daran, dass Justiz und Politik auf ihrer Seite stehen.<\/p><p>Dieses System nennt die 40-j&auml;hrige Journalistin und Aktivistin der Asamblea El Algarrobo, Ana Chayle, die &bdquo;Diktatur des Bergbaus&rdquo;. &bdquo;Es handelt sich um ein System, das vier M&auml;chte verbindet&rdquo;, erkl&auml;rt sie gegen&uuml;ber amerika21. &bdquo;Die politische Macht, vertreten durch Regierungen auf verschiedenen Ebenen; die wirtschaftliche Macht, konzentriert in gro&szlig;en Bergbauunternehmen, die selbst innerhalb der D&ouml;rfer Macht aus&uuml;ben; die Justiz, die eigentlich f&uuml;r die Einhaltung der Gesetze zust&auml;ndig sein sollte; und schlie&szlig;lich die Medien, als Kommunikationsapparat. Jedes dieser Elemente ist ein R&auml;dchen in einem Getriebe, das sehr harmonisch funktioniert.&rdquo;<\/p><p>Es gibt drei gesetzliche Regelungen, die eine Umsetzung des Mara-Projekts eigentlich unm&ouml;glich machen m&uuml;ssten: das bereits erw&auml;hnte nationale Gletschergesetz, das Allgemeine Umweltgesetz &ndash; das die Pflege der Umwelt, die Aufkl&auml;rung und Beteiligung der B&uuml;rger gew&auml;hrleistet und die Auswirkungen und Umweltsch&auml;den kontrolliert, die durch Menschen <a href=\"https:\/\/www.argentina.gob.ar\/normativa\/nacional\/ley-25675-79980\/texto\">verursacht<\/a> werden k&ouml;nnen &ndash; und die Gemeindeverordnung 029\/2016, die jegliche Aktivit&auml;t im Einzugsgebiet des Flusses Andalgal&aacute; untersagt. Mara h&auml;lt aber keines dieser drei Gesetze ein.<\/p><p>Es scheint in der Tat, als gelte f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen ein anderes Rechtssystem. Die Liberalisierung des Bergbaus in den Neunzigerjahren brachte Gesetze hervor, die bis heute bestehen und f&uuml;r Unternehmen &auml;u&szlig;erst vorteilhaft sind: laxe Umweltauflagen und schwache Kontrollsysteme.<\/p><p>So gab La Alumbrera offenbar nicht alles an, was aus dem Mega-Loch gef&ouml;rdert wurde. In den j&auml;hrlichen Produktionsberichten des Unternehmens wurde lediglich der Abbau von Gold, Silber und Kupfer angegeben.<\/p><p>Im Jahr 2021 machte die Forscherin Alcira Argumedo darauf aufmerksam, dass dort mutma&szlig;lich mindestens 22 weitere seltene Metalle <a href=\"https:\/\/www.agenciapacourondo.com.ar\/economia\/tierras-raras-denuncian-que-las-mineras-evaden-mas-de-8-mil-millones-de-dolares-al-ano\">abgebaut<\/a> werden. Dies <a href=\"http:\/\/www.primerafuente.com.ar\/noticia\/minera-la-alumbrera-habria-estafado-al-fisco-por-mas-de-17-mil-millones-de-dolares\">entspr&auml;che<\/a> einem Schmuggel von &uuml;ber acht Millionen US-Dollar pro Jahr und insgesamt mehr als 17 Millionen US-Dollar.<\/p><p>Doch diese Illegalit&auml;t interessiert die Justiz nicht. <\/p><blockquote><p>&bdquo;Als die Beamten der National- und Provinzregierung die Fusion der Projekte unterzeichneten&rdquo;, erkl&auml;rt Chayle, &bdquo;lagen ihnen Berichte vor, wonach sich am Standort der Lagerst&auml;tte Gletscher befinden. Ein Beamter darf nichts unterzeichnen, das gegen das Gesetz seines Landes verst&ouml;&szlig;t. Und ich glaube, man muss nicht lange &uuml;berlegen, um zu erkennen, dass hier Korruption im Spiel ist.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Doch angesichts der fehlenden Untersuchungen durch die Justiz mangelt es dem Widerstand an Beweisen. Die Geschichten jedoch sind in Andalgal&aacute; allen vertraut: Politiker erhalten Geld f&uuml;r eine Unterschrift oder ihre Familienangeh&ouml;rigen sind Miteigent&uuml;mer von Bergbauprojekten.<\/p><blockquote><p>&bdquo;Als 2021 Kollegen von uns festgenommen wurden, hatte die Staatsanw&auml;ltin, die f&uuml;r den Fall zust&auml;ndig war, zuvor f&uuml;r Bergbauunternehmen gearbeitet. In Argentinien ist es so: Menschen arbeiten im &ouml;ffentlichen Dienst und wechseln dann in die Privatwirtschaft oder umgekehrt&rdquo;, f&uuml;gt Chayle hinzu.<\/p><\/blockquote><p>W&auml;hrend Justiz, Politik und Unternehmen Hand in Hand arbeiten, bleibt die Stimme der Bev&ouml;lkerung ungeh&ouml;rt. Laut Allgemeinem Umweltgesetz <a href=\"https:\/\/www.argentina.gob.ar\/normativa\/nacional\/ley-25675-79980\/texto\">hat die Bev&ouml;lkerung<\/a> &bdquo;das Recht, konsultiert zu werden und ihre Meinung in Verwaltungsverfahren zu &auml;u&szlig;ern, die sich auf den Erhalt und den Schutz der Umwelt beziehen&rdquo;.<\/p><p>Um dieses Recht zu gew&auml;hrleisten, m&uuml;ssten die Beh&ouml;rden Konsultationsverfahren oder &ouml;ffentliche Anh&ouml;rungen einrichten. Doch in der Praxis bleibt die Bev&ouml;lkerung uninformiert. &bdquo;Sie sind sehr intransparent. Wenn wir davon erfahren haben, dass es ein Projekt gibt, dann immer durch Zufall, weil die Info durchgesickert ist&rdquo;, erkl&auml;rte eine Demonstrantin beim Protestmarsch gegen das Mara-Projekt.<\/p><p>Zum System der Bergbau-Diktatur geh&ouml;ren auch die Medien, die als Propaganda-Instrument wesentlich zur Desinformation beitragen. Chayle, die derzeit ihre Doktorarbeit zu diesem Thema schreibt, best&auml;tigt: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Medien &ndash; vor allem die lokalen &ndash; tragen dazu bei, die Demonstrierenden von Andalgal&aacute; zu kriminalisieren, indem sie sie als gewaltt&auml;tig, bewaffnet und gef&auml;hrlich darstellen. In Wirklichkeit sind unsere Aktionen immer gewaltfrei.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Um der Desinformation entgegenzuwirken, gr&uuml;ndete die Asamblea im Jahr 2010 ein Gemeinschaftsradio, das &uuml;ber Mega-Minen und andere Formen des Extraktivismus informiert. Auch Experten kommen zu Wort, die &uuml;ber die tats&auml;chlichen Folgen des Bergbaus aufkl&auml;ren. Diese Beitr&auml;ge sind &auml;u&szlig;erst wichtig, so Chayle: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Wissenschaft wird in der Regel von gro&szlig;en Unternehmen finanziert, die dementsprechend zu deren Gunsten forschen. Aber zum Gl&uuml;ck gibt es auch Forscher, die sich ethisch dem Wissen verpflichtet f&uuml;hlen. Und wenn sie ihre Arbeit machen, geben sie uns Recht und unterst&uuml;tzen uns letztendlich.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Die Unternehmen, mit denen Andalgal&aacute; und andere D&ouml;rfer konfrontiert sind, haben auch auf lokaler und zwischenmenschlicher Ebene gravierende Auswirkungen. Man spricht von &bdquo;sozialer Kontamination&rdquo;. Wenn eine Mine in ein Dorf kommt, zerbrechen Freundschaften und famili&auml;re Bindungen: Die einen arbeiten f&uuml;r das Bergbauunternehmen, die anderen k&auml;mpfen f&uuml;r dessen Verschwinden. Spalten, um besser herrschen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Doch Andalgal&aacute; l&auml;sst sich nicht unterkriegen, so ein Demospruch. In Regionen wie Catamarca, eine der &auml;rmsten Provinzen Argentiniens, ist die Mittellosigkeit der Bev&ouml;lkerung ein gro&szlig;er Vorteil f&uuml;r die Konzerne. Ist eine Familie f&uuml;r ihren Widerstand bekannt, wird gezielt einem ihrer Mitglieder ein Arbeitsplatz in der Mine oder direkt Bargeld angeboten, um sie zu k&ouml;dern, auf die Seite des Unternehmens zu ziehen und so die Familie zu spalten.<\/p><p>So funktioniert schlie&szlig;lich die Bergbau-Diktatur: Proteste auszuschalten, sie unsichtbar zu machen, die Protestierenden zu kriminalisieren und Klagen der Bev&ouml;lkerung gegen die Unternehmen so lange hinauszuz&ouml;gern, dass die Extraktion abgeschlossen ist, bevor die Justiz ein Urteil f&auml;llen kann. &bdquo;Justicia lenta no es justicia&rdquo; (Langsame Gerechtigkeit ist keine Gerechtigkeit), so ein popul&auml;res Sprichwort. Und in der Zwischenzeit wird weiter Profit gemacht. &bdquo;Der Kampf ist sehr ungleich, und manchmal f&uuml;hlt man sich sehr allein gegen diesen Monsterkapitalismus&rdquo;, fasst Chayle zusammen.<\/p><p><strong>Ein erfolgreicher Widerstand in Famatina<\/strong><\/p><p>Allein ist die Bev&ouml;lkerung von Andalgal&aacute; jedoch nicht. Der Kampf gegen Bergbauunternehmen und ihre zerst&ouml;rerischen Projekte wird in ganz Argentinien &ndash; ja, in ganz Lateinamerika &ndash; gef&uuml;hrt. Ein Beispiel ist Famatina: ein kleines Dorf am Fu&szlig;e der Anden, das bereits f&uuml;nf der gr&ouml;&szlig;ten Bergbaukonzerne der Welt vertrieben hat. Heute gilt es als Symbol daf&uuml;r, dass Proteste gegen Mega-Minen in Argentinien erfolgreich sein k&ouml;nnen.<\/p><p>Die damaligen Demonstrationen in Andalgal&aacute; waren der Ausl&ouml;ser f&uuml;r Famatina: Vier Frauen h&ouml;rten davon und gr&uuml;ndeten daraufhin eine Asamblea. Kurz darauf, im Jahr 2005, klopfte das erste Unternehmen an die T&uuml;r des Dorfes: Barrick Gold, ein kanadischer Konzern, der weltweit nach Gold sch&uuml;rft und f&uuml;r 2024 einen Umsatz von fast 13 Milliarden US-Dollar <a href=\"https:\/\/s25.q4cdn.com\/322814910\/files\/doc_financial\/annual_reports\/2024\/BarrickAnnualReport2024.pdf\">angek&uuml;ndigt<\/a> hat. Die damalige peronistische Regierung hatte ihm bereits eine Konzession erteilt. Doch die Asamblea rechnete damit, dass das wasserintensive Projekt von Barrick Gold das Todesurteil f&uuml;r das Dorf bedeuten w&uuml;rde.<\/p><p>Im M&auml;rz 2006 organisierte die Asamblea eine Blockade des Bergweges, bis sich das Unternehmen, nicht ohne Polizeigewalt, Repression und Verletzte, zur&uuml;ckzog. So wurden auch die vier weiteren Unternehmen <a href=\"https:\/\/elpais.com\/america-futura\/2025-04-24\/famatina-el-pueblo-argentino-que-ha-expulsado-a-cinco-mineras-de-su-territorio.html\">vertrieben<\/a>, darunter das chinesische Shandong Gold im Jahr 2008 und das kanadische Osisko Mining 2011.<\/p><p>Mindestens zwei Vorteile[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] hat Famatina in diesem Kampf. Zum einen wurde fr&uuml;hzeitig ein ganz klares Problem erkannt: Mit der Mine &ndash; kein Wasser mehr. Zum anderen f&uuml;hrt bis heute nur ein einziger Weg zum Berg, was es einfacher macht, den Zugang zur Wasserquelle zu verteidigen. Und auch nach fast 20 Jahren Bestehen sorgt die Asamblea weiterhin daf&uuml;r, dass dieser Zugang t&auml;glich &uuml;berwacht wird. Damit macht das Dorf unmissverst&auml;ndlich klar: &bdquo;Wasser ist wertvoller als Gold. Famatina wird nicht anger&uuml;hrt.&rdquo;<\/p><p>Diese Selbstorganisation ist &uuml;berlebenswichtig. Denn, wie eine der vier Gr&uuml;nderinnen der Asamblea de Famatina gegen&uuml;ber <em>amerika21<\/em> erkl&auml;rt: &bdquo;Von der Politik kann man nichts erwarten. Wir sind das, was sie als &sbquo;Opferzone&lsquo; bezeichnen. Das hei&szlig;t, eine Zone, in der die Ressourcen wichtiger sind als die Menschen und Kulturen, die dort seit Jahrhunderten leben.&rdquo;<\/p><p>Denn das &ndash; die Verbindung mit ihrer Erde, ihren Wurzeln, ihrer Kultur &ndash; ist schlie&szlig;lich das, was den Menschen in den vom Bergbau bedrohten Regionen Kraft und Ausdauer gibt. Ana Chayle fragt: &bdquo;Wie kann man sonst erkl&auml;ren, dass Menschen hier in Andalgal&aacute; jeden Samstag, ununterbrochen, auf die Stra&szlig;e gehen? Ich kann es mir nicht anders erkl&auml;ren als mit der Liebe zur eigenen Erde.&rdquo;<\/p><p>Und genau das haben die Kapitalisten des Bergbaus richtig erkannt. Der Zugang zu bestimmten Orten wird durch Mauern, Barrieren und Sperrgebiete verweigert. Sie versuchen, die Vorstellung der herrschenden Klasse von der Natur als blo&szlig;er Ressource weiter durchzusetzen. Denn wer den Bezug zu seinem Lebensraum verliert, verliert auch einen wichtigen Antrieb, weiterzuk&auml;mpfen.<\/p><p><em>Dieser Artikel erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/275946\/diktatur-berbau-argentinien\">Amerika21<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Amerika21 &ndash; Schild oben links: &bdquo;Schluss mit der Bergbau-Diktatur.&rdquo; Transparent: &bdquo;Weder Tod noch Gef&auml;ngnis werden den Kampf des Volkes aufhalten. Andalgal&aacute; leistet Widerstand&rdquo;<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=135567\">Ein dunkler Horizont in Lateinamerika und der Karibik: Umweltkrise und Hunger<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112835\">Unterdr&uuml;ckung statt Freiheit: Die Welle der Libert&auml;ren in Lateinamerika<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104223\">Der globale Wald Yasun&iacute; und der Widerstand der Huaorani<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96947\">Stimmen aus Lateinamerika: Der Kampf der Mapuche gegen die Privatisierung der Quellen des R&iacute;o Chubut<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a> <a href=\"https:\/\/repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content\">repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content<\/a> (S. 38)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a> <a href=\"https:\/\/repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content\">repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content<\/a> (S. 26)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a> <a href=\"https:\/\/repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content\">repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content<\/a> (S. 35)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a> <a href=\"https:\/\/repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content\">repositorio.cepal.org\/server\/api\/core\/bitstreams\/a450f098-bbcb-41d2-88fd-b8e426c92677\/content<\/a> (S. 39)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a> Chayle, A. (2023). Asamblea El Algarrobo. (En)clave Comahue. Revista Patag&oacute;nica De Estudios Sociales, 29 (28 Dossier)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a> Bartelt, D. D. (2017). Konflikt Natur: Ressourcenausbeutung in Lateinamerika (Schriftenreihe Bd. 10103). Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung.<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/6a9468977c7d4a589522607e80136780\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinden k&auml;mpfen ums &Uuml;berleben gegen eine &uuml;berm&auml;chtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien: Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgal&aacute; in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybd&auml;n in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139295\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":139297,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,178,179,30],"tags":[965,282,2760,2005,2052,930,929,2061,335],"class_list":["post-139295","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-ressourcen","category-schadstoffe","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-argentinien","tag-buergerproteste","tag-bodenschaetze","tag-fake-news","tag-investitionen","tag-justiz","tag-krankheiten","tag-umweltverschmutzung","tag-wasserversorgung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/250919-bergbau.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=139295"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139385,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139295\/revisions\/139385"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/139297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=139295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=139295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=139295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}