{"id":139472,"date":"2025-09-23T11:00:21","date_gmt":"2025-09-23T09:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139472"},"modified":"2026-01-27T11:55:05","modified_gmt":"2026-01-27T10:55:05","slug":"luftraumverletzung-ein-journalistisches-lehrstueck-im-negativen-sinne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139472","title":{"rendered":"Luftraumverletzung? Ein journalistisches Lehrst\u00fcck \u2013 im negativen Sinne"},"content":{"rendered":"<p>Russland hat den Luftraum von Estland verletzt. Das ist Fakt &ndash; in den gro&szlig;en Medien. Journalistische Distanz zum Objekt der Berichterstattung? Fehlanzeige. Im Indikativ, also in der Wirklichkeitsform, steht, was <em>ist<\/em> &ndash; also aus Sicht einer Medienlandschaft, die nicht bereit ist, Meldungen zu hinterfragen. Ein journalistisches Lehrst&uuml;ck, das zeigt: Diese Medien sind Kriegspropaganda nicht gewachsen. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2587\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-139472-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250923_Luftraumverletzung_Ein_journalistisches_Lehrstueck_im_negativen_Sinne_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250923_Luftraumverletzung_Ein_journalistisches_Lehrstueck_im_negativen_Sinne_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250923_Luftraumverletzung_Ein_journalistisches_Lehrstueck_im_negativen_Sinne_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250923_Luftraumverletzung_Ein_journalistisches_Lehrstueck_im_negativen_Sinne_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=139472-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250923_Luftraumverletzung_Ein_journalistisches_Lehrstueck_im_negativen_Sinne_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250923_Luftraumverletzung_Ein_journalistisches_Lehrstueck_im_negativen_Sinne_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Was ist am Freitagmorgen passiert? Sind tats&auml;chlich russische Kampfjets in den Luftraum Estlands eingedrungen? Haben sich die MIG 31 tats&auml;chlich zw&ouml;lf Minuten dort aufgehalten?<\/p><p>Das ist f&uuml;r Mediennutzer, aber selbst f&uuml;r Journalisten nicht so einfach rauszufinden. Deshalb ist journalistische Distanz angebracht. Aber der Reihe nach.<\/p><p>Aufgabe von Journalisten ist es, Meldungen, bevor sie als Realit&auml;t der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht werden, zu pr&uuml;fen. Diese Pr&uuml;fung hat nach strengen journalistischen Ma&szlig;st&auml;ben stattzufinden &ndash; <em>nicht<\/em> nach pers&ouml;nlichen, ideologischen &Uuml;berzeugungen. Stellt sich bei der Pr&uuml;fung heraus, dass ein Geschehen real ist, dann k&ouml;nnen Journalisten im Indikativ berichten.<\/p><p>Die Wirklichkeitsform sagt uns als Mediennutzer, dass etwas tats&auml;chlich <em>ist.<\/em> Best&uuml;nden Zweifel an einer Meldung oder konnte eine Meldung nicht endg&uuml;ltig verifiziert werden, haben Medien die M&ouml;glichkeit, entweder bis zur Kl&auml;rung die Meldung <em>nicht<\/em> zu ver&ouml;ffentlichen oder aber eine sprachliche Form zu w&auml;hlen, die dem Mediennutzer verdeutlicht: Hier wird &uuml;ber einen <em>m&ouml;glichen<\/em> Vorfall berichtet &ndash; genau wei&szlig; man das aber nicht.<\/p><p>Und damit w&auml;ren wir beim <em>Spiegel<\/em>, beim <em>ZDF<\/em> und vielen weiteren Medien, die am Freitag einen Vorfall in den Status der Realit&auml;t erhoben haben, obwohl zwingend journalistische Distanz angebracht gewesen w&auml;re.<\/p><blockquote><p>\n<em>Provokation im Baltikum<\/em><br>\n<em>Russische Kampfjets in Nato-Luftraum &ndash; Trump warnt vor &bdquo;gro&szlig;en Problemen&ldquo;<\/em>,\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/estland-russische-kampfjets-in-nato-luftraum-donald-trump-warnt-vor-grossen-problemen-a-d64cb496-9932-43c5-b6d0-ad7722b7074d\">lautet eine Spiegel-Schlagzeile<\/a>.<\/p><p>Im Vorspann hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n<em>Drei russische Kampfflugzeuge haben den Luftraum Estlands verletzt. Moskau bestreitet die Darstellung aus Tallinn, die von der Nato best&auml;tigt wurde<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Schon die &sbquo;Dachzeile&lsquo; &bdquo;Provokation im Baltikum&ldquo; vermittelt den Eindruck, dass es sich um eine reale Provokation handelt, sprich: dass tats&auml;chlich russische Jets in den estnischen Luftraum eingedrungen sind. Best&uuml;nden Zweifel, ob der Vorfall &uuml;berhaupt stattgefunden hat, m&uuml;sste es in der Dachzeile etwa hei&szlig;en:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Mutma&szlig;liche Provokation im Baltikum&ldquo;.<\/p><\/blockquote><p>Das ist aber nicht der Fall.<\/p><p>Hinzu kommt: Allein schon der Ausdruck &bdquo;Provokation&ldquo; ist stark wertend. Theoretisch w&auml;re es ja auch m&ouml;glich, dass russische Piloten einen Fehler gemacht haben. Luftraumverletzungen durch Versehen, durch Fehler sind keine Ungew&ouml;hnlichkeit. Der <em>Spiegel<\/em> kann &ndash; selbst unter der Voraussetzung, dass russische Jets tats&auml;chlich den Luftraum verletzt haben sollten und die NATO-Angaben stimmen, wohl kaum wissen, ob dieses Eindringen auf einer bewussten &bdquo;Provokation&ldquo; beruht.<\/p><p>Der Ausdruck &bdquo;Provokation&ldquo; passt aber zur allgemeinen anti-russischen Stimmungsmache. Die &bdquo;Provokation&ldquo; an dieser Stelle ist f&uuml;r die Propaganda das, was das Salz f&uuml;r die Suppe ist. Der Begriff gibt dem Vorfall, der ohnehin &bdquo;schreiend&ldquo; berichtet wird, noch mehr &bdquo;W&uuml;rze&ldquo;. Die &Uuml;bertragungsleistung im Kopf der Rezipienten soll wohl lauten: <em>Der b&ouml;se Russe provoziert<\/em>.<\/p><p>Der erste Stein zum Aufbau der Medienrealit&auml;t ist gesetzt. Der Zweite folgt in der &Uuml;berschrift. &bdquo;Russische Kampfjets in Nato-Luftraum&ldquo;.<\/p><p>Auch hier l&auml;sst die Aussage keinen Raum f&uuml;r Zweifel. Die &bdquo;Provokation&ldquo; im Baltikum <em>ist<\/em> Realit&auml;t, und russische Kampfjets <em>haben faktisch<\/em> den Luftraum verletzt.<\/p><p>Und so formuliert die Spiegel-Redaktion dann auch explizit im Vorspann: &bdquo;Drei russische Kampfpflugzeuge haben &hellip;&ldquo; &ndash; hier ist er, der Indikativ. &bdquo;Haben&ldquo;. Korrekt w&auml;ren etwa Formulierungen wie: &bdquo;sollen verletzt haben&ldquo;, &bdquo;Der Verdacht steht im Raum, dass russische Kampfpflugzeuge den Luftraum Estlands verletzt haben&ldquo;.<\/p><p>Aber nein, an dem, was <em>ist<\/em>, l&auml;sst der <em>Spiegel<\/em> in den angef&uuml;hrten Zeilen keinen Zweifel.<\/p><p>Daran &auml;ndert auch nichts, dass immerhin noch die Position Moskaus angef&uuml;hrt wird (Moskau &bdquo;bestreitet&ldquo;). Direkt nach dieser Angabe folgt die Aussage, dass die NATO den Vorfall &bdquo;best&auml;tigt&ldquo; habe.<\/p><p>Im weiteren Verlauf des Artikels setzt sich die realit&auml;tssetzende Sprache fort. Erst im zweiten Abschnitt hei&szlig;t es journalistisch korrekt: &bdquo;Nach estnischen Armeeangaben waren drei Kampfjets (&hellip;).&ldquo;<\/p><p>An dieser Stelle aber, um es salopp zu sagen, ist der Drops bereits gelutscht. Viele Leser lesen ohnehin nur die &Uuml;berschriften. Und &uuml;berhaupt: Die gesamte Darstellung und Aufmachung vermittelt: Es <em>ist<\/em> so. Nachfolgende Distanzierungen durch eine Formulierung wie &bdquo;nach Armeeangaben&ldquo; oder &bdquo;<em>h&auml;tten<\/em> sich insgesamt zw&ouml;lf Minuten darin aufgehalten&ldquo; kommen zu sp&auml;t.<\/p><p>Nun zum <em>ZDF<\/em>.<\/p><p>In einem <a href=\"https:\/\/x.com\/ZDFheute\/status\/1969054273708097743\">Tweet auf der Plattform X<\/a> hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n<em>+++ EIL +++ Estland: Russische Kampfjets verletzen Luftraum &uuml;ber dem baltischen Nato-Staat<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Hier wird durch den Gebrauch der Formulierung &bdquo;Estland:&ldquo; zwar dahingehend Distanz in die Meldung gebracht, dass nicht das <em>ZDF<\/em> hier selbst <em>sagt<\/em>, sondern Estland <em>sprechen l&auml;sst<\/em>. Das ist einerseits in Ordnung, andererseits: Man muss schon ein gewisses Sprachverst&auml;ndnis (wenn nicht: journalistisches Verst&auml;ndnis) besitzen, um diese Kurzmeldung so zu verstehen wie hier gerade aufgeschl&uuml;sselt &ndash; zumal die Aussage hinter &bdquo;Estland:&ldquo; kein w&ouml;rtliches Zitat ist, also ohne Anf&uuml;hrungszeichen erfolgt.<\/p><p>Gerade auch noch durch den vorangestellten Zusatz &bdquo;Eil&ldquo; d&uuml;rften viele Mediennutzer den Eindruck bekommen, dass hier tats&auml;chlich <em>ist <\/em>und nicht nur etwas vom <em>ZDF<\/em> wiedergegeben wird.<\/p><p>Warum lohnt es sich, bei dieser &bdquo;Berichterstattung&ldquo; so genau zu schauen?<\/p><p>Sie ist ein journalistisches Lehrst&uuml;ck &ndash; im negativen Sinne. Sie zeigt, wie fragil Medienrealit&auml;t ist. Wir sehen, dass Medien einen Vorfall als real darstellen, obwohl sie &ndash; beim besten Willen &ndash; kaum wirklich <em>wissen <\/em>k&ouml;nnen, ob <em>tats&auml;chlich<\/em> russische Flieger den Luftraum verletzt haben (oder waren Spiegel-Journalisten in einem Flugzeug unterwegs und haben die Luftraumverletzung mit eigenen Augen gesehen?).<\/p><p>Es bedarf nicht vielen Vorstellungsverm&ouml;gens, um sich vor Augen zu f&uuml;hren, wie Redaktionen im ganzen Land dazu kommen, auf eine Weise zu berichten, als ob der Vorfall sich tats&auml;chlich ereignet h&auml;tte.<\/p><p>Die journalistische &bdquo;Pr&uuml;fung&ldquo; besteht in F&auml;llen dieser Art darin, dass Redaktionen Quellen als &bdquo;vertrauensw&uuml;rdig&ldquo; einordnen und dann &ndash; und jetzt kommt das Problem &ndash; einer <em>Meldung Glauben schenken<\/em>. Vertrauensw&uuml;rdig ist offensichtlich, wenn das estnische Milit&auml;r etwas berichtet. Vertrauensw&uuml;rdig ist offensichtlich auch, wenn die NATO Angaben &bdquo;best&auml;tigt&ldquo;.<\/p><p>Hier zeigt sich der journalistische Totalausfall.<\/p><p>Auch Angaben vonseiten eines Milit&auml;rs oder eines &bdquo;Verteidigungsb&uuml;ndnisses&ldquo;, die Redaktionen zu den &bdquo;Guten&ldquo; z&auml;hlen, <em>m&uuml;ssen zwingend<\/em> kritisch hinterfragt werden. Oder geht die Medienlandschaft in Deutschland davon aus, dass es vonseiten der NATO keine Propaganda gibt?<\/p><p>Danach sieht es leider aus!<\/p><p>Bei einer Meldung wie der hier diskutierten m&uuml;ssten Medien sich fragen, ob sie &uuml;berhaupt dar&uuml;ber berichten sollten, wenn die einzigen &bdquo;verl&auml;sslichen&ldquo; Quellen jene sind, die doch unter rationalen journalistischen Gesichtspunkten auch unter einem Propagandaverdacht zu stehen haben.<\/p><p>Was, wenn die Meldungen tats&auml;chlich ein Produkt der Propaganda sind? K&ouml;nnen Medien das ausschlie&szlig;en? Wo sind die konkreten Beweise? Wie belastbar sind eventuell pr&auml;sentierte Beweise? Was sagt die Gegenseite? Wird ihr genug Raum in der Berichterstattung gegeben? Gibt es unterschiedliche Expertenansichten? Wie sehen diese Ansichten aus?<\/p><p>Um all das zusammenzutragen, brauchen Redaktionen Zeit &ndash; eher Tage als Stunden, wenn es seri&ouml;s und fundiert sein soll. <em>Das<\/em> steht aber dem Bestreben, <em>schnell <\/em>die angebliche Story zu verk&uuml;nden, im Wege.<\/p><p>Nun ist es problematisch, von einem Mediensystem, zu dessen Funktionsweise es geh&ouml;rt, schnell zu berichten, Zur&uuml;ckhaltung zu fordern. Aber dennoch: Es gilt, sich vor Augen zu f&uuml;hren, womit wir es zu tun haben. Es geht nicht um irgendeinen unwichtigen Vorfall bei einem Dorffest, sondern es geht um einen politisch hochgradig aufgeladenen, tief propagandistisch kontaminierten Konflikt.<\/p><p>Das ganze Land soll auf Kriegst&uuml;chtigkeit getrimmt werden, die NATO r&uuml;stet auf gegen Russland. Immer wieder hei&szlig;t es vonseiten der Politik, Russland drohe, die NATO anzugreifen.<\/p><p>In dieser Situation sollte selbst dem d&uuml;mmsten Journalisten klar sein: <em>Alle<\/em> Meldungen, die sich im Umfeld des Konflikts zwischen NATO und Russland bewegen, m&uuml;ssen peinlich genau auf Propaganda abgeklopft werden &ndash; und zwar von allen involvierten Seiten. Doch genau das passiert nicht.<\/p><p>Was wir sehen, sind nicht &bdquo;nur&ldquo; Medien, die in der Dauerschleife ihre Unf&auml;higkeit oder ihr Nichtwollen unter Beweis stellen, Meldungen, die zum Nachteil Russlands sind, kritisch zu hinterfragen. Nein, noch schlimmer: Dadurch, dass sie nicht hinterfragen, werden sie selbst zum verl&auml;ngerten Arm der Propaganda.<\/p><p>Was passiert, wenn es in diesem Konflikt zu einer Kriegsanlassl&uuml;ge kommen sollte? Kriegsanlassl&uuml;ge? Dieser Begriff m&uuml;sste sp&auml;testens seit der Brutkastenl&uuml;ge jedem Journalisten ein Begriff sein. Doch dem ist nicht so. Eine Medienlandschaft ist zu beobachten, die jeder Kriegsanlassl&uuml;ge auf den Leim gehen w&uuml;rde. Diese Medienlandschaft ist in weiten Teilen einer immer m&ouml;glichen Kriegspropaganda nicht gewachsen.<\/p><p>Unabh&auml;ngig davon, ob sich dieser Vorfall nun ereignet hat oder nicht &ndash; Luftraumverletzungen von beiden Seiten kommen vor, sind im Grunde genommen keine &bdquo;Neuigkeit&ldquo;. Die effekthascherische &bdquo;Berichterstattung&ldquo; f&uuml;hrt dazu, dass in der Bev&ouml;lkerung Angst erzeugt wird. Und diese Angst bedient unterm Strich genau das, was die Kalten Krieger dieser Zeit f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der NATO ben&ouml;tigen.<\/p><p>Noch etwas kommt hinzu: Auf die erzeugte Medienrealit&auml;t folgen Stimmen aus dem Lager der Hardliner, die l&auml;ngst in den Startl&ouml;chern stehen und auf die &bdquo;Provokationen&ldquo; mit einer Politik der harten Hand reagieren wollen. So meldete sich der CDU-Politiker J&uuml;rgen Hardt zu Wort und <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/russische-kampfjets-in-nato-luftraum-juergen-hardt-fordert-harte-reaktion-auf-moskauer-provokationen-a-c73508c2-23fb-4577-a668-c336e4511495\">sagte<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nur eine klare Botschaft an Russland, dass jede milit&auml;rische Grenzverletzung mit milit&auml;rischen Mitteln beantwortet wird bis hin zum Abschuss russischer Kampfjets &uuml;ber NATO-Gebiet, wird Wirkung zeigen&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Medien, die nicht hinterfragen, ebnen Aussagen wie diesen, die wie Benzin in einem ohnehin schon lodernden Feuer zwischen Russland und der NATO sind, den Weg.<\/p><p>Medien, die einen Vorfall wie den hier besprochenen journalistisch mit Ma&szlig; und Ziel einordnen w&uuml;rden und daraus allenfalls eine Meldung am Rande ver&ouml;ffentlichten, lie&szlig;en erst gar keinen Raum f&uuml;r Aussagen wie die von Hardt.<\/p><p>Doch so greift eins ins andere. Und die Grenzen zwischen dem, was m&ouml;glicherweise war, nicht war und dem, was ist und nicht ist, werden von den Medien verwischt. <em>Das <\/em>ist der perfekte N&auml;hrboden f&uuml;r Propaganda.<\/p><p><small>Titelbild: FORSVARSMAKTEN<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/96c329a1e5784f2f8f6c348e1530c44a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Russland hat den Luftraum von Estland verletzt. Das ist Fakt &ndash; in den gro&szlig;en Medien. Journalistische Distanz zum Objekt der Berichterstattung? Fehlanzeige. Im Indikativ, also in der Wirklichkeitsform, steht, was <em>ist<\/em> &ndash; also aus Sicht einer Medienlandschaft, die nicht bereit ist, Meldungen zu hinterfragen. 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