{"id":139710,"date":"2025-09-28T09:00:14","date_gmt":"2025-09-28T07:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710"},"modified":"2025-09-26T08:30:22","modified_gmt":"2025-09-26T06:30:22","slug":"hinweise-der-woche-428","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h01\">Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h02\">Deutschland-&Ouml;sterreich-Vergleich zeigt: Gegenmacht am Wohnungsmarkt wirkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h03\">Einschnitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h04\">Deutschland ohne Plan: Wie das Sonderverm&ouml;gen ins Leere l&auml;uft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h05\">Die neue Bahn-Chefin macht Hoffnung &ndash; sie ist aber von einem Faktor abh&auml;ngig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h06\">Luftraum-Verletzung in Estland &ndash; der fehlende Kontext<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h07\">Geopolitischer Paukenschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h08\">Von Emotionen und politischer Rationalit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h09\">Argentinien: Von der libert&auml;ren Kettens&auml;ge zum Bettler um Staatshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710#h10\">L&ouml;scht euch!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sozialstaat<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Sozialstaat &ndash; schon wieder das absurde Ziel einer irrsinnigen Attacke<\/strong><br>\nWann immer die schw&auml;bischen Hausfrauen aus ihrer Lethargie erwachen, weil die Marktwirtschaft den Hausherren nicht mehr gen&uuml;gend Gewinne liefert, kennen sie nur einen Feind. Den Sozialstaat! Schon in den 1970er Jahren riefen die Unternehmensverb&auml;nde und ihre pseudo-wissenschaftlichen Institute in Kiel und anderswo eine &bdquo;Euro-Sklerose&ldquo; aus, weil Europa nicht in der Lage war, die zentralen makro&ouml;komischen Zusammenh&auml;nge zu begreifen. Unter Sklerose tun sie es jetzt auch nicht. Eine &bdquo;Germano-Sklerose&ldquo; diagnostiziert Michael H&uuml;ther vom IW, dem Lobbyinstitut der Arbeitgeber.<br>\nJeder, der das Wort Wirtschaft sagen kann, faselt von den unertr&auml;glichen Belastungen durch den Sozialstaat und die ganze Medienmeute faselt nat&uuml;rlich mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/09\/25\/der-sozialstaat-schon-wieder-das-absurde-ziel-einer-irrsinnigen-attacke\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Sozialstaat kann mehr<\/strong><br>\nUnter den Angriffen auf B&uuml;rgergeld und Rente werden die Verteidiger des Sozialstaats immer kleinlauter. Dagegen gilt es zu erinnern, dass das grundgesetzliche Versprechen der Sozialstaatlichkeit nie ganz erf&uuml;llt wurde, sondern erst erstritten werden muss.<br>\nAls die SPD verk&uuml;ndete, dass B&auml;rbel Bas ins Arbeitsministerium einziehen w&uuml;rde, war dies mit einem kurzen Aufflammen von Hoffnung verbunden. Bas, ausgestattet mit einer klassisch sozialdemokratischen Aufstiegsgeschichte, sollte die Themen Rente und B&uuml;rgergeld in der Koalition gegen die Union verteidigen. Diese Hoffnungen l&ouml;sten sich allerdings schnell in Luft auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/sozialstaat-buergergeld-rente-grundgesetz-bas-abendroth\">Jacobin<\/a><\/li>\n<li><strong>Den engen G&uuml;rtel enger schnallen<\/strong><br>\nPolitiker und &Ouml;konomen wiederholen gebetsm&uuml;hlenartig, der Sozialstaat sei nicht mehr finanzierbar, doch Wiederholungen machen eine L&uuml;ge nicht wahr.<br>\nIn Zeiten politischer Krisen werden gesellschaftliche Errungenschaften auf die Probe gestellt. Aktuell ist es besonders der Sozialstaat, der von Politikerseite gerne als nicht mehr finanzierbar oder zeitgem&auml;&szlig; dargestellt wird. Der Druck auf die sozialen Sicherungssysteme und diejenigen, die auf sie angewiesen sind, w&auml;chst nicht zuletzt, weil der Staat andere Priorit&auml;ten setzt. In dieser Gemengelage entscheidet sich, ob Solidarit&auml;t und soziale Absicherung als Grundlage unseres Zusammenlebens verteidigt oder Schritt f&uuml;r Schritt ausgeh&ouml;hlt werden. Es sind vier Sachverhalte, die eine vern&uuml;nftige Sozialpolitik im Interesse der Versicherten aktuell nahezu unm&ouml;glich machen: die Staatsverschuldung, die inflation&auml;re Tendenz, die Wirtschaftskrise und die Schuldenbremse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/den-engen-gurtel-enger-schnallen\">Manova<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig; werden mit kleinem Geldbeutel<\/strong><br>\nObwohl Deutschland weltweit zu den wohlhabendsten L&auml;ndern z&auml;hlt, leben in der Bundesrepublik Millionen Kinder unterhalb des Existenzminimums. Teil 4 von 8 der Reihe &bdquo;Gestohlene Kindheit&ldquo;.<br>\nKinder sind unsere Zukunft, hei&szlig;t es so oft. Doch was, wenn diese Zukunft systematisch zerst&ouml;rt wird &mdash; durch Ausbeutung, Gewalt, Krieg, Flucht, Hunger oder Ignoranz? Unsere Beitragsreihe &bdquo;Gestohlene Kindheit &mdash; Die Schattenseiten unserer Welt&ldquo; richtet den Blick auf jene Lebensrealit&auml;ten, die meist nur als Randnotiz erscheinen, wenn &uuml;berhaupt. Diese Reihe ist ein literarisch-journalistisches Projekt zwischen Recherche, Essayistik und moralischer Anklage. Sie behandelt Themen, die nicht bequem sind, nicht popul&auml;r und oft nicht medienwirksam genug, um Schlagzeilen zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/gross-werden-mit-kleinem-geldbeutel\">Manova<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Vom Sozialstaat zum R&uuml;stungsstaat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139460\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Arme B&uuml;rger, unverantwortlicher Staat: &bdquo;M&uuml;ssen lernen, dass Bedrohungslage vor Kassenlage geht&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139558\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschland-&Ouml;sterreich-Vergleich zeigt: Gegenmacht am Wohnungsmarkt wirkt<\/strong><br>\nDie Wohnungsgemeinn&uuml;tzigkeit wurde abgeschafft, kommunale Wohnbauten wurden in gro&szlig;er Zahl privatisiert und Wohnbauf&ouml;rderungsbudgets dauerhaft von objektbezogenen Investitionsausgaben zu Mietbeihilfen umgeschichtet. Das ist in aller K&uuml;rze die wohnpolitische Bilanz Deutschlands &ndash; Fehler, die in &Ouml;sterreich weitgehend vermieden werden konnten. Die Belastung der verf&uuml;gbaren Einkommen durch die Mietkosten ist deshalb in &Ouml;sterreich um rund zehn Prozentpunkte niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.awblog.at\/Soziales\/Wohnungsmarkt-Vergleich-Deutschland-Oesterreich\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Einschnitte<\/strong><br>\nErste Frage: Warum sind die Ausgaben pl&ouml;tzlich so hoch, nicht mehr bezahlbar? Das hat viele Gr&uuml;nde. Ein Hauptgrund sind die versicherungsfremden Leistungen. Dieser nirgends exakt definierte Begriff umschreibt Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherungen, die nachtr&auml;glich zu ihrem eigentlichen Auftrag hinzugef&uuml;gt wurden, wie zum Beispiel Leistungen der Pr&auml;vention und Krankheitsverh&uuml;tung. Auch Gesundheitskampagnen, Aufkl&auml;rungsma&szlig;nahmen und infrastrukturelle Ma&szlig;nahmen zur Modernisierung von Gesundheitseinrichtungen sind ohne Zweifel wichtig, aber keine origin&auml;ren Leistungen einer Gesetzlichen Krankenkasse, denn sie sind keine Absicherung eines gesundheitlichen Schadensfalles. Sie geh&ouml;ren zu den Aufgaben staatlicher Daseinsvorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/kolumnen\/argumente-fuer-ein-sondervermoegen-sozialstaat-die-kolumne-von-bernd-hontschik-93944280.html\">Bernd Hontschik auf FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Wieder ein sehr lesenswerter Artikel von Dr. Hontschik. Immer wieder betonen sollte man die exorbitant gestiegenen Kosten f&uuml;r Medikamente. Die Pharmaindustrie hat nach wie vor hohe Zuwachsraten. Nachdem Sonderbedingungen f&uuml;r den Marktzugang von Medikamenten f&uuml;r seltene Erkrankungen geschaffen wurden, wird dort vorrangig geforscht. Auch bei Krebsmedikamenten gibt es immer wieder Neues. Allerdings sind die Ergebnisse f&uuml;r den Patienten in der Mehrzahl eher bescheiden. Die Wirkstoffe, die dann auf den Markt kommen, werden mit Fantasiepreisen verkauft. Auf der anderen Seite versuchen die Kassen durch Vertr&auml;ge bei den Kosten f&uuml;r Generika einzusparen, wobei man dort an Grenzen kommt. In diesem Zusammenhang wird &uuml;ber die zunehmende Zahl von Medikamenten geklagt, die nicht mehr lieferbar sind, weil damit im Ausland bessere Gesch&auml;fte zu machen sind. So viel zur Ethik der Pharmaindustrie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschland ohne Plan: Wie das Sonderverm&ouml;gen ins Leere l&auml;uft<\/strong><br>\n100 Milliarden Euro, also ein F&uuml;nftel der Gesamtsumme, sollen die L&auml;nder aus dem Infrastrukturfonds direkt erhalten. Ein fr&uuml;herer Entwurf sah vor, dass die Landesregierungen wiederum 60% dieser Summe an ihre Kommunen weiterreichen. Diese Vorgabe fehlt im aktuellen Gesetzestext, ebenso wie die Anforderung, dass Investitionen zus&auml;tzlich zu bereits eingeplanten Ausgaben erfolgen m&uuml;ssen, wie es bei den Mitteln f&uuml;r den Bund der Fall ist.<br>\nDie To-Do-Liste ist indes lang. Und auch wenn die Gesamtsumme enorm wirkt &mdash; den tats&auml;chlichen Finanzierungsbedarf wird sie wohl nicht stillen k&ouml;nnen. Das Institut der deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln sch&auml;tzte im vergangenen Jahr, dass sich die Kosten f&uuml;r eine Modernisierung der deutschen Infrastruktur bis 2034 auf mindestens 600 Milliarden Euro belaufen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/finanzmarktwelt.de\/deutschland-ohne-plan-wie-das-sondervermoegen-ins-leere-laeuft-364636\/\">finanzmarktwelt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die neue Bahn-Chefin macht Hoffnung &ndash; sie ist aber von einem Faktor abh&auml;ngig<\/strong><br>\nDie neue Bahnchefin Evelyn Palla wei&szlig;, wo der Schuh dr&uuml;ckt. Sie ist eine gute Wahl f&uuml;r den Staatskonzern. Doch damit die Bahn wieder p&uuml;nktlich wird, kommt es auch auf die Politik an. [&hellip;]<br>\nWas tats&auml;chlich ein wenig Hoffnung macht: Palla hat in Sachen Bahn Berufserfahrung &ndash; was sie radikal unterscheidet von ihren Vorg&auml;ngern Heinz D&uuml;rr, Hartmut Mehdorn und R&uuml;diger Grube. Das waren Manager aus der Auto- und Luftfahrtindustrie, zu Beginn ihrer Bahnkarriere hochbezahlte Azubis &ndash; die auch so handelten. Sie haben Schuld daran, dass diese Deutsche Bahn, die vor 35 Jahren noch weltweit Vorbild f&uuml;r fast alle Bahnen dieser Welt war, heute weltweit Objekt des Spotts und hierzulande f&uuml;r Hunderttausende tagt&auml;glich ein &Auml;rgernis ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/die-neue-bahn-chefin-macht-hoffnung-sie-ist-aber-von-einem-faktor-abhaengig_01b9657f-bce1-4cc1-b1b5-2f6d54d100ef.html%20\">Arno Luik auf Focus Online<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Helmut Kohl hat aus Bahnfahren eine Zumutung gemacht<\/strong><br>\nVor etwa 30 Jahren hat die Bundesregierung die Deutsche Bahn in eine Aktiengesellschaft umgewandelt &ndash; und dadurch ruiniert. Um sie in eine funktionierende, p&uuml;nktliche Eisenbahn zur&uuml;ckzuverwandeln, muss die Profitorientierung abgeschafft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/bahn-verspaetung-db-reichsbahn-privatisierung-schienennetz-schnieder-kohl-cdu-neoliberal-verkehr\">Jacobin<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Bundesverkehrsminister Schnieder lockert P&uuml;nktlichkeitsziele der Bahn<\/strong><br>\nEigentlich sollten n&auml;chstes Jahr 70 Prozent der DB-Z&uuml;ge p&uuml;nktlich sein. Nun hat Minister Schnieder dieses Ziel verworfen &ndash; die Bahn darf sich mehr Zeit lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2025-09\/schnieder-lockert-puenktlichkeitsziele-der-deutschen-bahn-gxe\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Luftraum-Verletzung in Estland &ndash; der fehlende Kontext<\/strong><br>\nZum politischen Kontext geh&ouml;rt eine Ank&uuml;ndigung des Pentagon, die US-Hilfe f&uuml;r das Baltikum einzuschr&auml;nken. Das d&uuml;rfte Estland und die anderen Balten aufgeschreckt haben.<br>\nNun stellen sie selbst kleine Vorf&auml;lle wie den &uuml;ber der winzigen Insel Vaindloo als riesige Bedrohung dar &ndash; vermutlich, um das Pentagon und US-Pr&auml;sident Trump umzustimmen.<br>\nDas k&ouml;nnte sogar gelingen: Jedenfalls sicherte Trump den Baltenstaaten und Polen den Beistand der USA im Falle einer Eskalation durch Russland zu.<br>\nZum milit&auml;rischen Kontext geh&ouml;rt, dass Estland versucht, seinen &ldquo;exklusiven&rdquo; Luftraum &uuml;ber der Ostsee auszuweiten. Nach offizieller Lesart reicht er bis zur Grenze der EEZ &ndash; Russland sieht dies aber anders. Die von Estland ver&ouml;ffentlichte Flugroute zeigt, dass die russischen Jets schnurgerade entlang der EEZ-Grenze geflogen sind, wom&ouml;glich ein wenig innerhalb. Sie haben nicht versucht, auf Tallin zuzusteuern. Zum milit&auml;rischen Kontext geh&ouml;rt auch, da&szlig; die umstrittene Flugroute in die russische Enklave Kaliningrad f&uuml;hrt. Die Russen provozieren nicht und greifen nicht an &ndash; sie fliegen auf einen Airport in ihrer Heimat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/luftraum-verletzung-in-estland-der-fehlende-kontext\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Einfach abschie&szlig;en&ldquo;<\/strong><br>\nIn Europa werden stets neue Eskalationsforderungen laut: Abschuss russischer Kampfjets im Luftraum von NATO-Staaten, Seeblockade gegen russische Tankschiffe in Nord- und Ostsee. NATO erw&auml;gt Bau von Drohnenwall an ihrer Ostflanke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10126\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Russische Luftraumverletzung&ldquo; im Finnischen Meerbusen und ungekl&auml;rte v&ouml;lkerrechtliche Fragen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139646\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Luftraumverletzung? Ein journalistisches Lehrst&uuml;ck &ndash; im negativen Sinne<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139472\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Geopolitischer Paukenschlag<\/strong><br>\nSaudi-Arabien und Pakistan schmieden ein Verteidigungsb&uuml;ndnis. Der Pakt richtet sich vor allem gegen Israel, sendet aber auch Signale in Richtung USA.<br>\nDer saudisch-pakistanische Verteidigungspakt verschiebt die Machtbalance im Mittleren Osten. Das Abkommen zwischen Riad und Islamabad ist ein weiteres Indiz f&uuml;r eine zunehmend post-amerikanische, multipolare Welt. Mit der wachsenden Verflechtung des Nahen Ostens und S&uuml;dasiens steigt nicht nur die Komplexit&auml;t, sondern auch die Gefahr, dass Konflikte au&szlig;er Kontrolle geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/geopolitischer-paukenschlag-8558\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von Emotionen und politischer Rationalit&auml;t<\/strong><br>\nIm Gazastreifen sind viele Tausende Kinder (und eine Unzahl von anderen unbeteiligten Menschen) durch die Angriffe der IDF umgekommen. Das m&uuml;sste den Israelfreund Bodo Ramelow doch verst&ouml;ren. Bilder von toten Kindern im Krieg d&uuml;rfen nicht die Basis f&uuml;r politische Polemik abgeben, sollte man meinen. Vermutlich haben die Fotos, die die Aktivistin dem Politiker hat zukommen lassen, ihn tats&auml;chlich verst&ouml;rt. Aber er hat einen beruhigenden Weg aus der Irritation gefunden: F&uuml;r ihn ist das lediglich &ldquo;Hamas-Schei&szlig;e&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/krass-konkret\/von-emotionen-und-politischer-rationalitaet\/%20\">Moshe Zuckermann im Overton Magazin<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Wir k&ouml;nnen das nicht mehr lange so weitergehen lassen.&ldquo; (Ilan Volkov)<\/strong><br>\nIlan Volkov, ein israelischer Dirigent hat am 13.September 2025 bei seinem Auftritt in der Royal Albert Hall in London, Mut und Herz zusammengeworfen, um sein geliebtes Land Israel, seine wunderbare Kunst nicht mit Schweigen zu erkaufen, was ihm sichtbar schwerfiel. Umso bewegender sind seine Worte &ndash; und seine Erwiderungen auf Zwischenrufe:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2025\/09\/20\/wir-koennen-das-nicht-mehr-lange-so-weitergehen-lassen-ilan-volkov\/\">Wolf Wetzel<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Emp&ouml;rende Worte, die wirken<\/strong><br>\nIn seinem Buch Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein konfrontiert Omar El Akkad die Leserschaft mit seinem Blick auf das Sterben in Gaza und die Heuchelei des Westens. Es ist eine Einladung, die eigenen Gewissheiten zu hinterfragen. Gelingt El Akkad das?<br>\nWoche f&uuml;r Woche mehren sich die Zeitungskommentare in den politischen Feuilletons zum Krieg in Gaza. Neue Meinungsbeitr&auml;ge, die angesichts des Leidens der Pal&auml;stinenser*innen fast unwirklich erscheinen. Wie sprechen &uuml;ber die Situation in Gaza &ndash; einem Konflikt, der nicht erst seit dem 07. Oktober mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel begann? Wie Stellung beziehen, wenn die schiere Komplexit&auml;t des Konflikts &uuml;berw&auml;ltigt, die humanit&auml;re Katastrophe im Gazastreifen jedoch immer dramatischer wird?<br>\nMit seinem Buch Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein meint der Journalist und Schriftsteller Omar El Akkad eine Antwort darauf gefunden zu haben. In seinem Text besch&auml;ftigt er sich mit der brutalen Realit&auml;t, die sich mit dem Krieg in Gaza vor unseren Augen vollzieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.philomag.de\/artikel\/empoerende-worte-die-wirken\">Philomag<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die Anerkennung Pal&auml;stinas ist eine kaum &uuml;berbietbare Heuchelei<\/strong><br>\nStarmer &amp; Co. anerkennen einen pal&auml;stinensischen Staat. Das ist f&uuml;r die Galerie. Denn sie liessen und lassen Netanyahu freien Lauf.<br>\nGrossbritannien, Frankreich, Belgien, Portugal, Kanada und Australien haben Pal&auml;stina soeben als Staat anerkannt oder angek&uuml;ndigt, dies im Rahmen der bevorstehenden UN-Generalversammlung zu tun.<br>\nDie gleichen Staaten haben jahrelang zugeschaut, wie Israel mit einer Besiedlungspolitik das Westjordanland zerst&uuml;ckelte und eine Zweistaatenl&ouml;sung damit sabotierte: Reagiert hatten sie mit mahnenden Worten, aber mit keiner einzigen Tat. Keine Sanktionen, keine Z&ouml;lle. Im Gegenteil: Sie verkauften Israel weiterhin G&uuml;ter, die Israel auch f&uuml;r die R&uuml;stung verwenden konnte.<br>\nSeit Monaten schauen diese westlichen Regierungen ebenfalls mit verschr&auml;nkten Armen zu, wie Israel in Gaza ein Kriegsverbrechen nach dem anderen begeht: ethnische Vertreibung im grossen Stil, systematische Missachtung des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/die-anerkennung-palaestinas-ist-eine-kaum-ueberbietbare-heuchelei\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Argentinien: Von der libert&auml;ren Kettens&auml;ge zum Bettler um Staatshilfe<\/strong><br>\nPatrick Kaczmarczyk und ich haben in vielen Artikeln auf dieser Seite (hier z. B.) darauf hingewiesen, dass der argentinische Pr&auml;sident Milei mit seinem marktradikalen Ansatz scheitern wird. Insbesondere die W&auml;hrungsfrage, so unsere Vorhersage, wird ihn in allergr&ouml;&szlig;te Schwierigkeiten bringen. Nun ist es soweit.<br>\nMilei fragt offiziell bei seinen amerikanischen Freunde um Unterst&uuml;tzung nach, weil der argentinische Peso in eine Abwertungsspirale geraten ist, die nur von au&szlig;en gestoppt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/09\/23\/argentinien-von-der-libertaeren-kettensaege-zum-bettler-um-staatshilfe\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>L&ouml;scht euch!<\/strong><br>\nWIEDER ist Frau vonderLeyen in eine SMS-Aff&auml;re verwickelt. Und WIEDER hat sie SMS gel&ouml;scht.<br>\nDiesmal geht es um den Verkehr zwischen ihr und dem frz. Bananenrepublikaner &amp; Staatspleitier Macron aus dem Jahr 2024. Beider Austausch fand vor dem Hintergrund massiver Bauernaufst&auml;nde in Frankreich statt und soll den von vonderLeyen vorangetriebenen, im Nachbarland hingegen leidenschaftlich abgelehnten Mercosur-Deal zum Thema gehabt haben.<br>\nWIEDER ist es &uuml;brigens der (deutsche) Journalist Alexander Fanta (&bdquo;Follow the Money&ldquo;), einer der letzten echten Vertreter seiner Zunft, der diesen neuen Skandal ausgel&ouml;st hat. Auf seine von der Kommission erst &uuml;ber 15 Monate dreist ignorierte (!) und schlie&szlig;lich WIEDER verweigerte (!) Offenlegungsanfrage hin hat die EU-B&uuml;rgerbeauftragte Teresa Anjinho vorgestern nun WIEDER eine Untersuchung eingeleitet, die nat&uuml;rlich WIEDER ins Leere laufen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/1971189716469838228\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139710\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-139710","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=139710"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139710\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":139711,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/139710\/revisions\/139711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=139710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=139710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=139710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}