{"id":1399,"date":"2006-07-10T16:37:28","date_gmt":"2006-07-10T14:37:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1399"},"modified":"2016-02-04T12:07:22","modified_gmt":"2016-02-04T11:07:22","slug":"wie-der-neo-nationale-matthias-mattusek-die-wm-euphorie-umdeutet-die-bejahungswelle-stelle-selbst-die-wiedervereinigung-in-den-schatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1399","title":{"rendered":"Wie der Neo-Nationale Matthias Mattusek die WM-Euphorie umdeutet: Die \u201eBejahungswelle\u201c stelle selbst die Wiedervereinigung in den Schatten."},"content":{"rendered":"<p>Der Kulturchef des SPIEGEL sieht in einem <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/517772\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/517772\/\">DLF-Interview<\/a> in der Begeisterung und Partystimmung der Fu&szlig;ballfans auf einer &bdquo;atavistischen tiefen Ebene in jedem von uns des Gef&uuml;hl der Zugeh&ouml;rigkeit zu den eigenen Leuten&ldquo;. Was da wachgerufen wurde, habe &bdquo;sich ins kollektive Bewusstsein gesenkt und abgelagert und wird als abrufbare Erinnerung bleiben&ldquo;.<br>\nIn Klinsmann sieht er geradezu eine germanische Heldenfigur, &bdquo;wo ein einzelner verk&ouml;rpert, was kollektiv vorher gew&uuml;nscht, getr&auml;umt, gedacht wurde.&ldquo; Eine solche &bdquo;Lichtgestalt&ldquo; brauche man auch in der Politik. &bdquo;Wir brauchen in der Politik unbedingt so jemanden&ldquo;.<br>\nDer ausgebrochene Patriotismus sei &bdquo;nat&uuml;rlich sehr tauglich&ldquo; durch schwierige Zeiten zu kommen und &bdquo;schmerzhafte Einschnitte&ldquo; hinzunehmen und zu sagen: &bdquo;Okay, das muss jetzt sein, diesen Einschnitt machen wir.&ldquo;<br>\nWarum machen solche S&auml;tze als einem Deutschen wie mir Angst?<br>\n<!--more--><br>\nVielleicht habe ich ja schon immer ein viel positiveres Gef&uuml;hl und unverkrampfteres Verh&auml;ltnis zu Deutschland gehabt als Herr Mattusek. Ich habe &bdquo;das Deutsche&ldquo; nie als &bdquo;so was wie eine h&auml;ssliche Warze, was wir verstecken m&uuml;ssen&ldquo; gesehen und ich hatte auch nie das Gef&uuml;hl: &bdquo;Oh Gott, hoffentlich wird man im Ausland nicht als Deutscher identifiziert, weil mit deutsch, wenn man gesagt hat: &ldquo;typisch deutsch&rdquo;, war immer ein ganzes B&uuml;ndel an negativen Eigenschaften und ganz langweiligen, f&uuml;rchterlichen Attributen verbunden.&ldquo;<br>\nUnter was f&uuml;r einem Minderwertigkeitsgef&uuml;hl muss Herr Mattusek leiden? Was f&uuml;r ein unreflektiertes Verst&auml;ndnis hat er von &bdquo;typisch deutsch&ldquo;?<br>\nIch habe kein Minderwertigkeitsgef&uuml;hl etwa gegen&uuml;ber Belgiern oder Niederl&auml;ndern, aber wenn ich &uuml;ber die Grenze fahre, dann erinnere ich mich eben immer auch daran, dass es 1914 deutsche Truppen waren, die das neutrale Belgien &uuml;berfallen und 1940 auch noch weiter in die Niederlande einmarschiert sind und im Laufe beider Weltkriege unendlich viel Leid und Elend &uuml;ber die dortige Bev&ouml;lkerung gebracht haben. Und ich freue mich umso mehr dar&uuml;ber, wie freundlich und aufgeschlossen mir die meisten Belgier und Holl&auml;nder begegnen.<br>\nIch habe meine Probleme mit dem manchmal etwas arrogant daher kommenden franz&ouml;sischen Nationalstolz und der Ignoranz der Franzosen gegen&uuml;ber fremden Sprachen. Dennoch habe ich die meisten Urlaube meines Lebens in Frankreich und unter Franzosen verbracht und mich wohl gef&uuml;hlt und ich liebe Paris als Stadt. Aber nicht nur, wenn ich das verw&uuml;stet erhaltene Oradur-sur-Glane besuche, macht mich unsere deutsche Geschichte eben auch betroffen. Unabh&auml;ngig von den nationalistischen T&ouml;nen der derzeitigen polnischen F&uuml;hrung mag ich Polen und bin begeistert von der Restaurierungskunst, die man in fast allen polnischen St&auml;dten betrachten kann. Aber wenn ich durch die polnischen St&auml;dte schlendere und im Reisef&uuml;hrer bei nahezu jedem &auml;lteren Geb&auml;ude, das ich gerade bewundere, nachlese, dass es zwischen 1939 und 1945 von Deutschen v&ouml;llig zerst&ouml;rt wurde, dann f&uuml;hle ich mich beklommen, und um so mehr freue ich mich, wie offen einen die Polen aufnehmen. Ich k&ouml;nnte auch Erfahrungen in Skandinavien oder au&szlig;ereurop&auml;isch in Nord- oder S&uuml;damerika, in Asien oder in Nordafrika beschreiben, nie habe ich als deutscher eine &bdquo;h&auml;ssliche Warze&ldquo; verstecken m&uuml;ssen und ich habe nie Angst davor gehabt, als Deutscher identifiziert zu werden &ndash; selbst bei vielen Besuchen in Israel nicht. Im Gegenteil &ndash; die allermeisten Menschen, denen ich begegnet bin, sind mir ohne solche negativen Vorurteile begegnet, die Herr Mattusek offenbar selbst &uuml;ber das &bdquo;typisch Deutsche&ldquo; pflegt und die er jetzt durch das Fu&szlig;ballereignis &uuml;berwunden sehen m&ouml;chte.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich gibt es Vorurteile gegen&uuml;ber den Deutschen, genauso wie wir Vorurteile gegen&uuml;ber den &Ouml;sterreichern, oder den Italienern haben. Aber w&auml;re es nicht viel angemessener, solche Vorurteile abzubauen, als sie f&uuml;r ganz andere Zwecke zu instrumentalisieren?<br>\nUnd genau das tut Mattusek nach meiner Meinung.<\/p><p>Der f&uuml;r die Kultur im SPIEGEL Verantwortliche betreibt eine kulturell unverantwortliche Umdeutung eines historisch verankerten, die deutsche Geschichte im Guten wie im Schlechten reflektierenden, positive und negative Gef&uuml;hle vereinigenden und in diesem Sinne vielleicht &bdquo;typisch&ldquo; deutschen Patriotismus zugunsten eines irrationalen &bdquo;Jubelpatriotismus&ldquo; &ndash; um nicht das historisch negativ belegte Wort vom &bdquo;Hurrapatriotismus&ldquo; zu gebrauchen.<br>\nDazu muss er den Deutschen zun&auml;chst Minderwertigkeitsgef&uuml;hle zuschreiben, um sie dann mit nicht n&auml;her bestimmten &bdquo;positiven Gef&uuml;hlen&ldquo;, mit einer neuen, suggestiv eingeredeten Selbstliebe &uuml;berwinden zu wollen: &bdquo;Wir m&ouml;gen uns. Wir k&ouml;nnen uns darin besser annehmen.&ldquo;<br>\nEr behauptet dann, dass sei eben &bdquo;normaler&ldquo; Patriotismus: &bdquo;Das ist eine ganz normale Sache.&ldquo; Die Forderung nach &bdquo;Normalit&auml;t&ldquo; auch f&uuml;r die Deutschen war schon immer das Losungswort, f&uuml;r alle, die von der spezifisch nationalen Geschichte, und wenn man an den Nationalsozialismus denkt, auch von der Einzigartigkeit der deutschen Geschichte loskommen wollen. Da sind dann eben &bdquo;die zw&ouml;lf dunklen Jahre der Nazizeit&ldquo;, aber der deutsche &bdquo;Geschichtsentwurf&ldquo; reiche eben dar&uuml;ber &bdquo;hinaus und zur&uuml;ck&ldquo;. Was ist das eigentlich f&uuml;r ein &bdquo;Geschichtsentwurf&ldquo;, wer hat denn die deutsche Geschichte entworfen? Ist deutsche Geschichte wirklich so &bdquo;normal&ldquo; wie die Geschichte anderer Nationen?<br>\nGibt es denn den &bdquo;normalen&ldquo; Patriotismus der verschiedenen L&auml;nder? Gibt es nicht immer nur ein jeweils historisch gepr&auml;gtes Verh&auml;ltnis zum eigenen Land? <\/p><p>Nehmen wir doch dazu einfach einmal das Beispiel der deutschen und der franz&ouml;sischen Nationalhymnen. Die Franzosen singen aus vollem Herzen einen ziemlich martialischen Refrain: &bdquo;Zu den Waffen, B&uuml;rger! Schlie&szlig;t die Reihen, Vorw&auml;rts, marschieren wir! Das unreine Blut tr&auml;nke unserer &Auml;cker Furchen!&ldquo;<br>\nIch denke selbst Herrn Mattusek ginge es vor dem Hintergrund unsere Geschichte zu weit, wenn aus den Kehlen der Fu&szlig;ballfans solche Strophen kommen w&uuml;rden. F&uuml;r die Franzosen ist das &bdquo;normal&ldquo;, weil f&uuml;r sie die Marseillaise ein revolution&auml;res Kriegslied und als eine Hymne auf die Freiheit historisch verkn&uuml;pft ist.<br>\nWarum hatten wir in Deutschland so viele Schwierigkeiten mit der ersten Strophe der Nationalhymne, doch gerade weil sich wiederum aus unserer Geschichte daraus ein bedrohlicher und andere Nationen abwertender, ja geradezu Furcht ausl&ouml;sender historischer Kontext ergab.<br>\nDie Amerikaner haben ihren &ndash; f&uuml;r mich teilweise pervertierten und deshalb be&auml;ngstigenden &ndash; Patriotismus und die Schweden oder die Italiener haben ihren jeweiligen Nationalstolz. Es ist also kulturgeschichtlich ziemlicher Unsinn von einem &bdquo;normalen&ldquo; Patriotismus oder Nationalismus zu sprechen. <\/p><p>Nun will ich Herrn Mattusek nicht unterstellen, er wolle uns einen neuen deutschen, sich anderen Nationen &uuml;berlegen f&uuml;hlenden, nach au&szlig;en aggressiven Patriotismus oder gar Chauvinismus einreden, aber in dem Interview wird ziemlich deutlich, welche Ziele er in die Fu&szlig;balleuphorie und in die &uuml;berschw&auml;ngliche Begeisterung der Fans f&uuml;r ihre Mannschaft hineindeuten m&ouml;chte:<br>\n&bdquo;Ich glaube, dass es ein Nationenzusammengeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl braucht, um gerade durch schwierige Zeiten zu kommen und zu sagen: Okay, das muss jetzt sein, diesen Einschnitt machen wir. Und da ist Patriotismus nat&uuml;rlich sehr tauglich. Und ich glaube, dass da eine gestiegene Bereitschaft ist.&ldquo;<br>\nPatriotismus oder Nationalismus (&bdquo;Nationenzusammengeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl&ldquo;) also als Stimulans f&uuml;r Opferbereitschaft, f&uuml;r Rentenk&uuml;rzungen, f&uuml;r Hartz IV, f&uuml;r weitere Belastungen bei der Krankenversicherung, f&uuml;r die h&ouml;here Mehrwertsteuer, f&uuml;r die K&uuml;rzung der Pendlerpauschale oder des Sparerfreibetrags, f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren oder den Abbau von Sozialleistungen. &bdquo;Okay, das muss jetzt sein, diesen Einschnitt machen wir.&ldquo;<br>\n&bdquo;Wir&ldquo;? Wer ist wir? Wer sind die Betroffenen, die mit einem Appell an ihr nationales Zusammengeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl diese &bdquo;Einschnitte&ldquo; hinnehmen sollen? Ist das etwa die gesamte &bdquo;Nation&ldquo;? Zu welchem Einschnitt ist Herr Mattusek bis sich selbst bereit? Soll die Frage, ob es bei diesen Einschnitten gerecht zugeht, durch den nationalen &Uuml;berschwang zugekleistert werden?<br>\nEs ist (historisch) in Deutschland schon oft so gewesen, dass Patriotismus und Nationalismus als Bindemittel gegen eine auseinanderdriftende Gesellschaft und als Motiv f&uuml;r die individuelle Opferbereitschaft (im Regelfall der unteren Schichten) zugunsten einer stilisierten Volksgemeinschaft missbraucht wurde. Das f&auml;ngt bei der Inszenierung der Kriegsbegeisterung f&uuml;r den Ersten Weltkrieg an und h&ouml;rt bei der Naziparole &bdquo;Du bist nichts, dein Volk ist alles&ldquo; nicht auf.<br>\nDas Wohl der Nation, das nationale Interesse wurde in vielen Kulturen &ndash; meist von konservativen &bdquo;staatstragenden Str&ouml;mungen &ndash; beschworen, wenn es um die Durchsetzung des angeblich &bdquo;objektiv Notwendigen&ldquo;, um einen grundlegenden Systemwechsel und um die Vernebelung der Durchsetzung von einzelnen Machtinteressen ging. Nationalismus war schon immer ein emotionales Integrationsmittel, wenn die Integrationskraft des Politischen schwindet und krisenhafte Situationen drohen. Oder kurz: Der Appell ans Nationalgef&uuml;hl &ndash; oder um es mit Matussek zu sagen &ndash; an die &bdquo;atavistische tiefe Ebene&ldquo; der &bdquo;Zugeh&ouml;rigkeit&ldquo; war immer (auch) eine Ideologie &bdquo;tauglich&ldquo; f&uuml;r die jeweils M&auml;chtigen das Volk zu manipulieren und von den realen Problemen abzulenken.<br>\nF&uuml;r Mattusek soll nun eben das neue Nationalgef&uuml;hl dazu dienen, dass die von den schon erfolgten und noch weiter geplanten Einschnitten Betroffenen sagen:<br>\nOkay das muss jetzt sein.<\/p><p>Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der mir bei Mattuseks Umdeutung der Fu&szlig;ballbegeisterung h&ouml;chst gef&auml;hrlich erscheint, n&auml;mlich das Ausnutzen der breiten Sympathie f&uuml;r J&uuml;rgen Klinsmann, dem Teamchef der Nationalmannschaft:<br>\n&bdquo;Es ist nat&uuml;rlich hier eine Legendengestalt jetzt, weil alle Ingredienzien eines Helden wieder da zusammenkommen. Er war der Einzelne, er war derjenige, mit Visionen. Er hat sich gegen Widerst&auml;nde durchgeboxt. Er begann als absoluter Au&szlig;enseiter und steht jetzt sozusagen als strahlender Held im Zentrum der Zuneigung. Warum? Weil er so was, tats&auml;chlich so was wie eine Vision vorgelegt hat und an diese Idee, die er gehabt hat, geglaubt hat und die umgesetzt hat und damit alle anderen mitgerissen hat.&ldquo;<br>\nDaraus folgert Mattusek:<br>\n&bdquo;Und nat&uuml;rlich kommt die Politik ohne solche Heldenfiguren auch nicht aus.&ldquo;<br>\nUnd weiter: &bdquo;Wir brauchen in der Politik unbedingt so jemanden. Und wenn man jetzt nach Berlin guckt in diesen Tagen und dieses entsetzlich kleinkarierte, technokratische Klein-Klein sieht, w&uuml;nscht man sich die Lichtgestalt Klinsmann in der Politik umso mehr.&ldquo;<\/p><p>Vor Mattusek m&uuml;ssen selbst wir, die wir ja nun die Regierungsparteien heftig kritisieren, die Kanzlerin in Schutz nehmen, wenn er ihr vorwirft, dass ihr das &bdquo;politisch Vision&auml;re&ldquo; fehle. Weit gefehlt Herr Mattusek, sowohl Schr&ouml;der als auch Merkel haben bei ihren Entscheidungen eine ziemlich klare Vision, n&auml;mlich ein neoliberales Reformkonzept. Das Problem ist nur, dass diese &bdquo;Vision&ldquo; an der &ouml;konomischen Wirklichkeit vorbeigeht und deshalb Reform um Reform scheitert und aus diesem Grunde die Menschen nicht mitrei&szlig;en kann.<br>\nEine Heldenfigur &bdquo;wo ein Einzelner sozusagen zu verk&ouml;rpern scheint das, was kollektiv vorher gew&uuml;nscht, getr&auml;umt, gedacht wurde&ldquo;, das ist nichts anderes als die Phantasie vom &bdquo;starken Mann&ldquo; oder vom &bdquo;guten Tyrannen&ldquo;, der sich gegen Parteiengez&auml;nk oder politisches Taktieren, ja sogar gegen die Mehrheit der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger durchsetzt.<br>\nDieses antidemokratische Syndrom ist &uuml;brigens typisch deutsch: &ldquo;Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche.&rdquo; Mit diesem Satz verk&uuml;ndet Kaiser Wilhelm II 1914 dem deutschen Reichstag den Burgfrieden zwischen den Parteien und die Entscheidung f&uuml;r den Beginn des ersten Weltkriegs.<br>\nW&uuml;rde ein solches antidemokratisches und antirepublikanisches Deutungsmuster des Klinsmann-Kultes Schule machen, so w&auml;re es nicht mehr weit bis, wie am Ende der Weimarer Demokratie, das Parlament wieder zur &bdquo;Schwatzbude&ldquo; erkl&auml;rt w&uuml;rde und man wieder ungestraft T&ouml;ne anschlagen k&ouml;nnte, dass die Parteien &bdquo;aus Deutschland hinausgefegt&ldquo; (Hitler 1932) geh&ouml;rten.<\/p><p>Zum Gl&uuml;ck w&uuml;rde der allergr&ouml;&szlig;te Teil der Menschen in den Fu&szlig;ballstadien, vor den &Uuml;bertragungsleinw&auml;nden und auf den Stra&szlig;en &uuml;ber Matusseks Umdeutung ihrer Freude &uuml;ber die WM und &uuml;ber das &uuml;berraschend gute Abschneiden der nicht gerade hoch eingesch&auml;tzten deutschen Nationalmannschaft sich nur kaputt lachen und weiter ihre Sommerparty genie&szlig;en.<br>\nAu&szlig;erdem ist ziemlicher Verlass darauf, dass &ndash; sollte Klinsmann bleiben &ndash; beim ersten schlechteren Spiel oder gar der ersten Niederlage der Nationalmannschaft in den Vorbereitungsspielen zur Fu&szlig;ball-Europameisterschaft 2008, das gegenw&auml;rtige &bdquo;Hosianna&ldquo; wieder in ein &bdquo;Kreuzige ihn&ldquo; umschlagen d&uuml;rfte.<br>\nSo ist das halt beim Fu&szlig;ball &ndash; der sch&ouml;nsten Nebensache der Welt.<\/p><p>Und an dieser Erfahrungstatsache &auml;ndern auch solche Leute wie Mattusek, die ihr nationales S&uuml;ppchen auf der derzeitigen Hochstimmung kochen wollen, zum Gl&uuml;ck nichts.\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kulturchef des SPIEGEL sieht in einem <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/517772\/\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/517772\/\">DLF-Interview<\/a> in der Begeisterung und Partystimmung der Fu&szlig;ballfans auf einer &bdquo;atavistischen tiefen Ebene in jedem von uns des Gef&uuml;hl der Zugeh&ouml;rigkeit zu den eigenen Leuten&ldquo;. 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