{"id":139926,"date":"2025-10-02T10:00:40","date_gmt":"2025-10-02T08:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139926"},"modified":"2026-01-27T11:55:59","modified_gmt":"2026-01-27T10:55:59","slug":"willi-van-ooyen-ein-deutliches-zeichen-gegen-die-kriegstuechtigkeit-setzen-friedensdemonstration-am-3-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=139926","title":{"rendered":"Willi van Ooyen: \u201eEin deutliches Zeichen gegen die Kriegst\u00fcchtigkeit setzen\u201c \u2013 Friedensdemonstration am 3. Oktober"},"content":{"rendered":"<p>Am 3. Oktober finden <a href=\"https:\/\/nie-wieder-krieg.org\/\">in Berlin und Stuttgart gro&szlig;e Friedensdemonstrationen<\/a> statt. Im NachDenkSeiten-Interview spricht <strong>Willi van Ooyen<\/strong>, einer der Veranstalter, &uuml;ber die Kundgebungen und dar&uuml;ber, was es in einer Zeit wie dieser hei&szlig;t, auf die Stra&szlig;e zu gehen. Auf der Stra&szlig;e lie&szlig;e sich n&auml;mlich eine Gegenmeinung zur in Politik und Medien vorherrschenden Position abbilden. Wichtig sei &bdquo;eine breite Mobilisierung besonders der Jugend&ldquo;, &bdquo;um ein deutliches Zeichen gegen die Kriegst&uuml;chtigkeit zu setzen&ldquo;. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3701\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-139926-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251002_Willi_van_Ooyen_Ein_deutliches_Zeichen_gegen_die_Kriegstuechtigkeit_setzen_Friedensdemonstration_am_3_Oktober_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251002_Willi_van_Ooyen_Ein_deutliches_Zeichen_gegen_die_Kriegstuechtigkeit_setzen_Friedensdemonstration_am_3_Oktober_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251002_Willi_van_Ooyen_Ein_deutliches_Zeichen_gegen_die_Kriegstuechtigkeit_setzen_Friedensdemonstration_am_3_Oktober_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251002_Willi_van_Ooyen_Ein_deutliches_Zeichen_gegen_die_Kriegstuechtigkeit_setzen_Friedensdemonstration_am_3_Oktober_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=139926-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251002_Willi_van_Ooyen_Ein_deutliches_Zeichen_gegen_die_Kriegstuechtigkeit_setzen_Friedensdemonstration_am_3_Oktober_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251002_Willi_van_Ooyen_Ein_deutliches_Zeichen_gegen_die_Kriegstuechtigkeit_setzen_Friedensdemonstration_am_3_Oktober_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner: Putin hat vor Kurzem davor gewarnt: Bei einer Freigabe von weitreichenden Raketen betrachtet Russland die NATO als Kriegspartei. F&uuml;r den 3. Oktober organisieren Sie gerade eine Gro&szlig;demonstration f&uuml;r den Frieden in Berlin und Stuttgart. Wie ernst ist die Lage?<\/strong><\/p><p><strong>Willi van Ooyen:<\/strong> Die t&auml;glichen Nachrichten zeigen, dass die Kriegsbereitschaft in Europa w&auml;chst. Wenn jetzt nicht nur Hunderte Milliarden in die R&uuml;stung gesteckt werden &ndash; wie die Haushaltsplanungen belegen &ndash;, sondern auch mit Kriegseins&auml;tzen (Flugzeugabsch&uuml;sse) gedroht wird, zeigt dies die wachsende Kriegsgefahr, die scheinbar zwangsl&auml;ufig in einen gro&szlig;en Krieg m&uuml;ndet.<\/p><p><strong>Kann es sein, dass weite Teile der Gesellschaft &uuml;berhaupt gar nicht begreifen, was passiert?<\/strong><\/p><p>Die Menschen sind erschrocken und f&uuml;hlen sich ohnm&auml;chtig angesichts der t&auml;glichen Bilder von Zerst&ouml;rung und Tod in Gaza, der Ukraine und in anderen L&auml;ndern, die die Brutalit&auml;t von Kriegen zeigen. Sie sehen hier im Land eine hilflose politische Regierung, die nur die Militarisierung als Ausweg sieht und den Widerstand gegen diese Politik mit repressiven Mitteln bek&auml;mpft.<\/p><p><strong>Was w&uuml;rden Sie jemandem sagen, der Sie fragt: Warum soll ich an dieser Demonstration teilnehmen?<\/strong><\/p><p>Gegen dieses Gef&uuml;hl der Ohnmacht und der Verzweiflung muss Widerstand organisiert werden. Wir m&uuml;ssen f&uuml;r unsere Alternativen, f&uuml;r eine friedliche und gerechte Welt der gegenseitigen Sicherheit und der politischen und &ouml;konomischen Zusammenarbeit wieder sichtbar auf der Stra&szlig;e demonstrieren.<\/p><p><strong>Naiv gefragt: Was hei&szlig;t denn &bdquo;zu demonstrieren&ldquo;? Was hei&szlig;t es, in einer Situation wie dieser als B&uuml;rger auf die Stra&szlig;e zu gehen? Was kann so ein Zeichen in Richtung Politik bedeuten und bewirken?<\/strong><\/p><p>In diesen Zeiten geht es darum, eine &bdquo;Gegenmeinung&ldquo; auf die Stra&szlig;e zu bringen und damit den Widerspruch zum medialen Mainstream der politisch Regierenden &ouml;ffentlich zu machen. Angesichts der repressiven Bedrohung, die die Friedensbewegung &ndash; wie auch die fortschrittlichen Kr&auml;fte insgesamt &ndash; in diesem Land erfahren, gilt es, durch kollektives Handeln wieder Mut zu machen.<\/p><p><strong>Sagen Sie uns bitte etwas mehr zu dieser Demonstration. Was ist das Motto der Veranstaltung? Wie ist sie aufgezogen?<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend die israelische Regierung ihre brutale Milit&auml;roffensive und Hungerblockade in Gaza vorantreibt und der Ukrainekrieg mit unverminderter H&auml;rte fortgef&uuml;hrt wird &ndash; ohne Aussicht auf Gespr&auml;che zwischen Russland und der Ukraine &ndash;, w&auml;chst in Deutschland der Widerstand gegen Kriege und Hochr&uuml;stung: &Uuml;ber 400 Friedensinitiativen und -organisationen unterst&uuml;tzen die Demonstrationen &bdquo;Nie wieder kriegst&uuml;chtig! Stehen wir auf f&uuml;r Frieden!&ldquo; am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart. Wir werden bei den Kundgebungen die gesamte Breite der Bewegung sichtbar machen.<\/p><p><strong>Ist die Demo auch der Versuch, eine neue Friedensbewegung aufzubauen? Die alte Friedensbewegung erscheint ja geradezu wie aufgel&ouml;st.<\/strong><\/p><p>Die bundesdeutsche Friedensbewegung lebt von den &ouml;rtlichen und regionalen Friedensinitiativen, die j&auml;hrlich zum Ostermarsch, beim Hiroshima-Gedenken oder am Antikriegstag bis zu 200 Veranstaltungen organisieren. Auch die politische Aufkl&auml;rungsarbeit mit vielf&auml;ltigen Informationsveranstaltungen ist ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Friedensbewegung im Lande. Dies auch dann, wenn es nicht immer &ndash; wie jetzt am 27. September in Berlin &ndash; wieder hunderttausend sind, die sich zu einer Aktion zusammenfinden.<\/p><p><strong>Die alte Friedensbewegung ist in Erinnerung als eine Gruppe von friedensbewegten B&uuml;rgern, die sehr klug, analytisch, aber auch bisweilen scharf im Ton Missst&auml;nde aufgezeigt haben. Heute scheint geradezu Angst davor zu herrschen, Kriegstreiber als Kriegstreiber zu bezeichnen. Wo ist der Mut geblieben, im besten demokratischen Sinne klar und deutlich den Mund f&uuml;r den Frieden aufzumachen?<\/strong><\/p><p>Die Aktiven in der Friedensbewegung wissen, dass uns der t&auml;gliche Protest und ein Aktionismus keine schnellen L&ouml;sungen bringen werden. Vielmehr muss neben der Bek&auml;mpfung der Angst und dem notwendigen Zorn &uuml;ber die Militarisierung aller Politikbereiche auch die Chance f&uuml;r die Durchsetzung unserer friedenspolitischen Positionen mitgedacht werden. Dazu geh&ouml;ren eine gute Analyse und entschiedenes Handeln durch Einbeziehung neuer gesellschaftlicher Kr&auml;fte als Daueraufgabe.<\/p><p><strong>Noch mal zu Deutschland. Es hei&szlig;t mittlerweile, Deutschland m&uuml;sse &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo; werden, es geht um eine Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht und die Stationierung von Langstreckenraketen. Sollte es zu einem Krieg mit Russland kommen: Was w&uuml;rde das f&uuml;r Deutschland bedeuten?<\/strong><\/p><p>Falls die Einf&uuml;hrung der Wehrpflicht und die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen nicht zu verhindern ist, werden wir historisch wieder zur&uuml;ckgeworfen wie bei den gro&szlig;en Niederlagen, die die Friedensbewegung mit der Remilitarisierung in den 50er-Jahren und der Raketenstationierung von 1984 hinnehmen musste. Deshalb m&uuml;ssen wir eine breite Mobilisierung besonders der Jugend erreichen, um ein deutliches Zeichen gegen die &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; zu setzen. Gleichzeitig muss es gelingen, den politischen Block der Herrschenden aufzubrechen, um diese geplante Politik zu verhindern.<\/p><p><small>Titelbild: Thomas Margraf\/shutterstock.com<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/d99a31d058784f559342fcacce92bdaf\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 3. Oktober finden <a href=\"https:\/\/nie-wieder-krieg.org\/\">in Berlin und Stuttgart gro&szlig;e Friedensdemonstrationen<\/a> statt. Im NachDenkSeiten-Interview spricht <strong>Willi van Ooyen<\/strong>, einer der Veranstalter, &uuml;ber die Kundgebungen und dar&uuml;ber, was es in einer Zeit wie dieser hei&szlig;t, auf die Stra&szlig;e zu gehen. 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