{"id":14006,"date":"2012-07-27T16:00:23","date_gmt":"2012-07-27T14:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006"},"modified":"2012-07-27T16:00:23","modified_gmt":"2012-07-27T14:00:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-66","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h01\">Diener zweier Herren: Wie Gro&szlig;kanzleien die Bundesregierung in der Eurokrise beraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h02\">Paul Krugman &ndash; Money for Nothing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h04\">Schlussverkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h05\">Debatte &uuml;ber Aufspaltung von Banken wird heftiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h06\">Schweizer Banker meiden Ausland &ndash; Zwangsurlaub in den Bergen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h07\">Karl Brenke, Arbeitslosigkeit in Europa: Jugendliche sind viel st&auml;rker betroffen als Erwachsene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h08\">Draghi Blinks. Maybe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h09\">Jeder vierte Th&uuml;ringer hat weniger als 8,50 Euro die Stunde verdient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h10\">Verhei&szlig;ungsvolle Aussichten &ndash; Was hinter dem Jobwunder f&uuml;r &Auml;ltere steckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h11\">Moderne Heimarbeit: Textmarktpl&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h12\">Cornelia Heintze: Auf der Highroad &ndash; der skandinavische Weg zu einem zeitgem&auml;&szlig;en Pflegesystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h13\">Im Zweifel f&uuml;r die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h14\">F&uuml;r eine kluge Ungleichbehandlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h15\">Aurora: Keine Krankenhausrechnungen f&uuml;r Opfer des Amokl&auml;ufers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h16\">Warum Islamisten keine Pyramiden sprengen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006#h17\">Rudolf Hickel: Rezension von Werner R&uuml;gemers Buch Rating-Agenturen &ndash; Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14006&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Diener zweier Herren: Wie Gro&szlig;kanzleien die Bundesregierung in der Eurokrise beraten<\/strong><br>\nEr k&ouml;nne im Finanzministerium &ldquo;nicht noch einen Experten f&uuml;r Kirschbl&uuml;tenbest&auml;ubung vorhalten&rdquo;, sagte Peer Steinbr&uuml;ck einmal, weswegen er als Ressortchef regelm&auml;&szlig;ig externe Fachkr&auml;fte engagierte, und zwar nicht nur in Fragen der Kirschbl&uuml;tenbest&auml;ubung: In Sachen Bankenrettung beispielsweise entstand w&auml;hrend Steinbr&uuml;cks Amtszeit kaum ein Gesetzentwurf ohne die Mitwirkung au&szlig;erministerieller Berater. Allein im Jahr 2008 summierten sich die Rechnungen des Finanzministeriums f&uuml;r Anwalts- und Beratungshonorare auf 12,5 Millionen Euro.<br>\nAn der Lage hat sich seitdem wenig ge&auml;ndert. Es ist Krise, und zu deren Bew&auml;ltigung vertraut auch die schwarz-gelbe Bundesregierung auf die Expertise hoch spezialisierter Fachleute aus der Privatwirtschaft. Aus einer Antwort der Bundesregierung an den CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler geht nun hervor, auf wessen Dienste die Regierung in der Eurokrise zur&uuml;ckgreift:<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung hatte externen Sachverstand in Form von Gutachten, Studien oder sonstigen Beratungsleistungen &hellip; von der Firma Freshfields Bruckhaus Deringer eingeholt,&rdquo; [&hellip;]<br>\nInsbesondere Freshfields Bruckhaus Deringer, mit rund 2.500 Anw&auml;lten eine der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftskanzleien, ist so etwas wie der Haus- und Hofadvokat der Bundesregierung:\n<ul>\n<li>Die Gesetzentw&uuml;rfe und die Verordnung zum Finanzmarktstabilisierungsgesetz &ndash; komplett von den Freshfields-Anw&auml;lten ausgearbeitet.<\/li>\n<li>Der Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland &ndash; unter Beteiligung von Freshfields-Anw&auml;lten als Berater des Bundesfinanzministeriums zustande gekommen.<\/li>\n<li>Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) &ndash; ma&szlig;geblich von Freshfields beraten.<\/li>\n<li>Die dem Finanzministerium unterstellte Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) &ndash; bei den Griechenland-Hilfen juristisch von Freshfields vertreten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2012\/07\/25\/diener-zweier-herren-wie-groskanzleien-die-bundesregierung-in-der-eurokrise-beraten\/\">Abgeordnetenwatch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Karl Brenke, Arbeitslosigkeit in Europa: Jugendliche sind viel st&auml;rker betroffen als Erwachsene<\/strong><br>\nDie Krisen der letzten Jahre haben in Europa die Jugendarbeitslosigkeit kr&auml;ftig ansteigen lassen, was das schon seit langer Zeit bestehende Ph&auml;nomen der weit &uuml;ber dem Durchschnitt liegenden Arbeitslosigkeit der Jugendlichen deutlicher hervortreten l&auml;sst. In manchen L&auml;ndern erreichte die Jugendarbeitslosenquote bisher nicht gekannte H&ouml;hen, wobei allerdings die Zahl der Erwerbslosen unter den Jugendlichen nicht st&auml;rker als unter den Erwachsenen zugelegt hat. Zudem wird mitunter in der &Ouml;ffentlichkeit die Lage der Jugend schlechter dargestellt als sie tats&auml;chlich ist, weil ausgeblendet wird, dass die meisten Jugendlichen gar nicht auf dem Arbeitsmarkt sind, sondern eine Ausbildung absolvieren. Gleichwohl ist die Jugendarbeitslosigkeit in weiten Teilen Europas zu einem noch dringlicheren sozialen Problem geworden als es das schon vor einigen Jahren war. In der gesamten EU ist die Arbeitslosenquote der Jugendlichen mehr als doppelt so hoch wie die der Erwachsenen. Nur in einigen L&auml;ndern h&auml;ngt das &ndash; neben anderen Faktoren &ndash; mit einer unzureichenden Qualifikation der Jugendlichen zusammen. Denn auch wenn eine Ausbildung vorliegt, weisen Jugendliche eine viel h&ouml;here Arbeitslosigkeit auf als Erwachsene. In solchen L&auml;ndern allerdings, in denen viel betrieblich ausgebildet wird, sind die Arbeitsmarktchancen nicht so schlecht wie in Staaten, die vor allem auf eine schulische Qualifizierung setzen. Eine praxisnahe Ausbildung kann offenbar ein Mittel sein, um den Jugendlichen bessere Arbeitsmarktchancen zu verschaffen. Am offensten ist der Arbeitsmarkt in Deutschland. Hier kann die relativ wenig &uuml;ber dem Durchschnitt liegende Arbeitslosigkeit der Jugendlichen allein auf Qualifizierungsdefizite zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. Besonders stark im Nachteil gegen&uuml;ber den Erwachsenen sind die Jugendlichen generell in Italien, Rum&auml;nien, Schweden, Gro&szlig;britannien und Polen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.406311.de\/12-30-1.pdf\">DIW-Wochenbericht 30\/2012, S. 3-12  [PDF &ndash; 392 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Im Vergleich mit Spanien oder Griechenland hat Deutschland eine viele niedrigere Jugendarbeitslosigkeit, aber auch hier ist die Statistik bei uns gesch&ouml;nt, denn aufgrund des &ndash; zum Gl&uuml;ck &ndash; bei uns bestehenden dualen Ausbildungssystems landen ganz viele Jugendliche in &bdquo;Warteschleifen&ldquo; und werden nicht als Arbeitslose gez&auml;hlt. Auch nach dem neuesten Berufsbildungsbericht (S. 5) lag die Zahl der Berufsanf&auml;nger\/innen im sog.<a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/pubRD\/Journalisteninfo_zum_Bericht_neu.pdf\"> &bdquo;&Uuml;bergangsbereich&ldquo; bei immer noch knapp 300.000 [PDF &ndash; 541 KB]<\/a>. Ganz zu schweigen davon, dass bei uns gerade junge Besch&auml;ftigte Opfer des flexibilisierten Arbeitsmarktes sind. Sie stehen nicht nur <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++36cb158a-a58a-11e1-79a7-00188b4dc422\">unter hohem Druck<\/a>, 41 % der Besch&auml;ftigten im Alter zwischen 15 und 25 Jahren <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsstart\/junge-arbeitnehmer-haben-oft-befristete-und-schlecht-bezahlte-jobs-a-835737.html\">haben ihre Arbeitsstelle nur auf Zeit<\/a>, die Zahl junger Menschen mit sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen sinkt dramatisch und die Entlohnung ist so gering, das die Armutsgef&auml;hrdungsquote unter den <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37010\/1.html\">18 &ndash; 25-J&auml;hrigen bei 23,5% liegt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Unicef stellte fest, dass fast 1,2 Millionen M&auml;dchen und Jungen in Deutschland in relativer Armut leben und unser Land hinsichtlich &bdquo;absoluter Entbehrungen&ldquo; Platz 15 von 29 europ&auml;ischen Staaten einnimmt [PDF &ndash; 662 KB].<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spaniens Arbeitslosigkeit so hoch wie 1976<\/strong><br>\nIm Tourismus herrscht Hochkonjunktur, trotzdem ist die Arbeitslosenquote in Spanien auf Rekordniveau gestiegen. Im zweiten Quartal lag sie bei fast 25 Prozent &ndash; so hoch wie seit 36 Jahren nicht mehr. Vor allem bei Jugendlichen ist die Lage katastrophal: Mehr als jeder zweite hat keinen Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spanien-arbeitslosigkeit-auf-rekordhoch-a-846701.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Au&szlig;er Sichtweite<\/strong><br>\nDie Euro-Zone braucht f&uuml;r ihr &Uuml;berleben nach der Krise keine Dauertransfers, sondern einen Mechanismus, der konjunkturelles Auseinanderdriften der Mitgliedsl&auml;nder bremst.Es gibt so W&ouml;rter, die k&ouml;nnen in Bruchteilen von Sekunden Reflexe ausl&ouml;sen, bei manchen positiver Natur, bei manchen eher gesundheitsgef&auml;hrdend negativer. Sagen wir zum Beispiel: Transferunion.<br>\nDa schie&szlig;t Steuerzahlern aus Bayern vors geistige Auge, wie das hart verdiente Geld f&uuml;r Berliner Partymeilen ausgegeben wird. Oder f&uuml;r Bremer Arbeitslose. Und auf Dauer jetzt auch noch f&uuml;r Europas strukturell schwache S&uuml;dl&auml;nder? Kaum auszudenken, wogegen bayerische Ministerpr&auml;sidenten dann noch alles klagen m&uuml;ssen. Gemach.<br>\nDabei ist zumindest im Falle der Euro-Union gar nicht gesagt, dass man auch eine Transferunion nach deutschem Muster braucht, wie manche unken (und andere frohlocken). &Ouml;konomisch gibt es weder einen zwingenden Grund, &uuml;ber Transfers f&uuml;r gleiche Einkommen zu sorgen. Noch daf&uuml;r, dass das Geld &uuml;ber lange Zeit nur in eine Richtung geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/07\/27\/die-kolumne-auser-sichtweite\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesbank springt Griechen bei<\/strong><br>\nDie Bundesbank stellt in einer neuen wissenschaftlichen Studie fest, dass Griechenland und alle anderen Euro-L&auml;nder am besten im Euro verbleiben sollten. Das geht aus dem Monatsbericht f&uuml;r Juli hervor, der am Montag ver&ouml;ffentlicht wurde. Die Bundesbanker untersuchten, ob in den Euro-Staaten m&ouml;glicherweise ein anderes als das bestehende W&auml;hrungssystem vorzuziehen w&auml;re. &ldquo;Es stellt sich heraus, dass dies f&uuml;r keines der derzeit dem Euro-Raum angeh&ouml;renden L&auml;nder der Fall ist&rdquo;, schreiben die W&auml;hrungsh&uuml;ter. Im Rahmen eines &ouml;konometrischen Modells bestimmten die Bundesbanker dabei die Wahrscheinlichkeit daf&uuml;r, dass ein bestimmtes W&auml;hrungssystem f&uuml;r ein Land sinnvoll ist. In die Berechnungen flossen dabei Gr&ouml;&szlig;en wie das Bruttoinlandsprodukt oder Handelsintegration mit dem Euro-W&auml;hrungsraum ein. Auch die Distanz der Hauptstadt eines Landes zum geldpolitischen Zentrum, im Euro-Raum also Frankfurt, spielte dabei eine Rolle.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:schuldenkrise-bundesbank-springt-griechen-bei\/70067088.html\">FTD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Downloads\/Veroeffentlichungen\/Monatsberichtsaufsaetze\/2012\/2012_07_ankerwaehrung.pdf?__blob=publicationFile\">Bundesbank [PDF &ndash; 2.3 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels Kampf in Europa f&uuml;r eine Stabilit&auml;tsunion &ndash; und wo sind die Alternativen?<\/strong><br>\nEine kommentierte Presseschau von Volker Bahl<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/krise_bahl36.html\">Labour Net<\/a><\/li>\n<li><strong>Axel Troost: Erzwungener Austritt Griechenlands &ndash; eine wirtschaftliche und politische Katastrophe<\/strong><br>\nDie CSU und Teile der FDP wetteifern in der Sommerpause um die Lufthoheit an den Biertischen. Es geht um die von wenig Sachkenntnis getr&uuml;bte Polemik zur Beendigung der Eurokrise&hellip;<br>\nDie Rede &uuml;ber die Reformunwilligkeit der griechischen Politik und Gesellschaft basiert auf der Ignoranz der realen Schwierigkeiten. Griechenland steckt in einem hartn&auml;ckigen wirtschaftlichen Schrumpfungsprozess, der jetzt f&uuml;nf Jahre anh&auml;lt und allein im Jahr 2012 ein Minus der gesamtwirtschaftlichen Leistung von &uuml;ber 7 Prozent bringen wird. Eine &Ouml;konomie, die mit rund 23 Prozent Arbeitslosigkeit zu k&auml;mpfen hat, kann eben nicht in kurzen Zeitr&auml;umen das bestehende Staatsdefizit vermindern&hellip;<br>\nEin wirksames Programm zur Modernisierung der &ouml;konomischen Strukturen ist der realistische Weg zur &Uuml;berwindung der anhaltenden Krise. Selbstverst&auml;ndlich m&uuml;ssen die akuten Finanzierungsprobleme durch das massive Eingreifen der europ&auml;ischen Zentralbank und europ&auml;ische Fonds kurzfristig entsch&auml;rft werden. Jede Umschuldung und tiefgreifende Reform des Finanzsystems ist kurzfristig nicht umsetzbar und darf nicht zum Vorwand f&uuml;r den Verzicht auf ein wirtschaftliches Rekonstruktionsprogramm genommen werden.<br>\n Sollte der Versuch, Griechenland aus der Eurozone hinauszudr&auml;ngen, erfolgreich sein, werden alle europ&auml;ischen Gesellschaften einem harten Stresstest ausgesetzt werden und die Auswirkungen auf die Global&ouml;konomie sind nicht absehbar. Noch k&ouml;nnte der &Uuml;bergang zu einem europ&auml;ischen &raquo;Marshall-Programm&laquo; bei gleichzeitiger Schrumpfung des Finanzsektors einen wirklichen Ausweg aus der seit Jahren anhaltenden Krise er&ouml;ffnen. F&uuml;r DIE LINKE kann dies nur hei&szlig;en, all jene Kr&auml;fte in Europa, ob in Griechenland, Spanien, Italien oder anderswo in ihrer Kritik am Austerit&auml;tskurs und zu den Alternativen f&uuml;r ein anderes demokratisches, soziales und &ouml;kologisch nachhaltiges Europa zu unterst&uuml;tzen und gemeinsame Initiativen zu suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/im-wortlaut\/erzwungener-austritt-griechenlands-wirtschaftliche-politische-katastrophe\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schlussverkauf<\/strong><br>\nIm Handel laufen die Gesch&auml;fte schlecht. Sind Schlecker und Neckermann erst der Beginn einer Pleitewelle? [&hellip;]<br>\nKarl Brenke, Konjunkturexperte beim Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), erkl&auml;rt, was den H&auml;ndlern das Leben so schwer macht. Weil die L&ouml;hne in den vergangenen Jahren deutlich hinter den Einkommen aus Verm&ouml;gen und Unternehmert&auml;tigkeit zur&uuml;ckgeblieben seien, leide die Inlandsnachfrage, so der Forscher. Reiche Menschen h&auml;tten n&auml;mlich eine relativ geringe Konsumquote. Das hei&szlig;t, dass sie im Vergleich zu Gering- und Normalverdienern nur einen kleinen Anteil ihres Einkommens ausgeben. Sie allein k&ouml;nnen die Konjunktur also nicht in Schwung halten. Brenke: &raquo;Wenn es insgesamt in Deutschland h&ouml;here L&ouml;hne g&auml;be, w&uuml;rde der Einzelhandel auf h&ouml;here Ums&auml;tze kommen.&laquo;<br>\nDass die Kaufkraft gest&auml;rkt werden muss, glaubt auch Stefan Genth, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Einzelhandelsverbandes. Allerdings meidet er es, in diesem Zusammenhang L&ouml;hne und Geh&auml;lter zu erw&auml;hnen. Kein Wunder: Die Einzelh&auml;ndler und ihre Funktion&auml;re sind seit Langem heftig zerstritten, wenn es um die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohnes geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/31\/Einzelhandel\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>dazu: Sandy Weill said what?<\/strong><br>\nI must be getting old. Too old to understand English anymore. Sandy Weill, architect of Citibank&rsquo;s ill advised growth, and long time advocate of the form of universal banking that brought about the crash, has just pronounced on the state of banking. And called for the break up of the big banks. Pinch me please. Or at least roll the drums.<br>\nThis is an astonishing volte face for someone who championed the elimination of Glass Steagall. More than that. He engineered a merger between Citi and an investment bank that was illegal at the time, so he had to get the law changed in order to complete the deal. He was that involved in shaping the modern banking scene. He was one of the fiercest opponents of regulation. He was outspoken, hard charging, and the very essence of the kind of banker who now dominates the industry. The mega banks were, in large part, his creation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/07\/27\/sandy-weill-said-what\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber Aufspaltung von Banken wird heftiger<\/strong><br>\nImmer mehr Stimmen fordern eine Zerschlagung von Gro&szlig;banken. Erst Nikolaus von Bomhard, dann Citigroup-Chef Sandy Weill. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel sympathisiert mit einem Trennbankensystem. Doch verringert das wirklich die Systemrelevanz der gro&szlig;en Banken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bankenregulierung-debatte-ueber-aufspaltung-von-banken-wird-heftiger-11833430.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schweizer Banker meiden Ausland &ndash; Zwangsurlaub in den Bergen<\/strong><br>\nZehntausend Schweizer Bankern bleibt in diesem Sommer wenig anderes &uuml;brig, als in den Bergen zu entspannen. Sie werden wohl in der Heimat Urlaub machen &ndash; denn im Ausland k&ouml;nnten sie verhaftet und an die USA ausgeliefert werden. Einen Ausweg gibt es nur f&uuml;r ihre Chefs. [&hellip;]<br>\nNeben der rechtlichen Fragw&uuml;rdigkeit der Ma&szlig;nahme war es wohl auch schlechtes Timing, als mindestens f&uuml;nf Schweizer Banken am 4. April die Namen von etwa 10.000 Mitarbeitern im Offshore-Banking den US-Justizbeh&ouml;rden &uuml;bermittelten. Denn mittlerweile d&uuml;rften die USA erste Verd&auml;chtige ausfindig gemacht haben. Das Problem ist nur, dass niemand wei&szlig;, ob er zu dieser Gruppe geh&ouml;rt.<br>\nAll die inkriminierten M&auml;nner und Frauen hatten irgendwann in den vergangenen zehn Jahren in der einen oder anderen Form f&uuml;r US-Kunden gearbeitet &ndash; und ihnen, so der Verdacht, wom&ouml;glich dabei geholfen, Steuern zu hinterziehen. Gegen insgesamt elf Schweizer Banken ermittelt das Department of Justice seit Jahren wegen Beihilfe zum Steuerbetrug. Das Management dieser Institute hatte die Schweizer Regierung best&uuml;rmt, die Freigabe der pers&ouml;nlichen Mitarbeiterdaten zu genehmigen, weil es sich davon Fortschritte bei einer L&ouml;sung des Steuerstreites erhoffte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schweizer-banker-meiden-ausland-zwangsurlaub-in-den-bergen-1.1423830\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist unverst&auml;ndlich, warum die SZ in diesem Artikel zwischen den Zeilen derart kr&auml;ftig auf die Tr&auml;nendr&uuml;se dr&uuml;ckt. Jedem Mitarbeiter einer Schweizer Bank muss klar sein, dass er sich in anderen L&auml;ndern strafbar machen kann, wenn er ausl&auml;ndische Kunden dabei unterst&uuml;tzt, in ihren Heimatl&auml;ndern (teils schwere) Straftaten zu begehen. Jegliches Mitleid ist da fehl am Platze. Die H&auml;rte, mit der die USA gegen organisierte Steuerhinterziehung vorgeht, ist begr&uuml;&szlig;enswert und sollte gerade f&uuml;r Deutschland ein Vorbild sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Money for Nothing<\/strong><br>\nSo what is going on? The main answer is that this is what happens when you have a &ldquo;deleveraging shock,&rdquo; in which everyone is trying to pay down debt at the same time. Household borrowing has plunged; businesses are sitting on cash because there&rsquo;s no reason to expand capacity when the sales aren&rsquo;t there; and the result is that investors are all dressed up with nowhere to go, or rather no place to put their money. So they&rsquo;re buying government debt, even at very low returns, for lack of alternatives. Moreover, by making money available so cheaply, they are in effect begging governments to issue more debt. [&hellip;]<br>\nYou don&rsquo;t even have to make a Keynesian argument about jobs to see that. All you have to do is note that when money is cheap, that&rsquo;s a good time to invest. And both education and infrastructure are investments in America&rsquo;s future; we&rsquo;ll eventually pay a large and completely gratuitous price for the way they&rsquo;re being savaged.<br>\nThat said, you should be a Keynesian, too. The experience of the past few years &mdash; above all, the spectacular failure of austerity policies in Europe &mdash; has been a dramatic demonstration of Keynes&rsquo;s basic point: slashing spending in a depressed economy depresses that economy further.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/07\/27\/opinion\/money-for-nothing.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Draghi Blinks. Maybe<\/strong><br>\nIt looks like Draghi finally found that panic button.  This is crucial, as the ECB is the only institution that can bring sufficient firepower to the table in a timely fashion.  His specific reference to the disruption in policy transmission appears to be a clear signal that the ECB will resume purchases of periphery debt, presumably that of Spain and possibly Italy.  The ECB will &ndash; rightly, in my opinion &ndash; justify the purchases as easing financial conditions not monetizing deficit spending.<br>\nSo far, so good.  But there is enough in these statements to leave me very unsettled.  First, the claim that the Euro is &ldquo;irreversible&rdquo; should send a shiver down everyone&rsquo;s backs.  Sounds just a little too much like &ldquo;the crisis is contained to subprime&rdquo; and &ldquo;Spain will not need a bailout.&rdquo;  Second, the bluster that &ldquo;believe me, it will be enough&rdquo; is suspect.  The ECB always thinks they have done enough, but so far this has not been the case.  Moreover, he is setting some pretty high expectations, and had better be prepared to meet them with something more than half-hearted bond purchases.<br>\nAlso, note that despite Draghi&rsquo;s bluster, the rally in Spanish debt send yields just barely below the 7% mark.  A step in the right direction, but also a signal that investors still worry that Spain will need a bailout despite additional ECB action.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/economistsview.typepad.com\/timduy\/2012\/07\/draghi-blinks-maybe.html\">Economist View<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jeder vierte Th&uuml;ringer hat weniger als 8,50 Euro die Stunde verdient<\/strong><br>\nViele Th&uuml;ringer gehen mit einer schmalen Lohnt&uuml;te nach Hause. Ein Viertel der Besch&auml;ftigten in der Industrie und im Dienstleistungsbereich hat 2010 einen Stundenlohn von unter 8,50 Euro pro Stunde erhalten, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mit. 8,50 Euro werden von Gewerkschaften als Mindestlohn diskutiert. Der Anteil der Geringverdiener war mit 24 Prozent in Th&uuml;ringen h&ouml;her als im Schnitt der neuen L&auml;nder mit 22 Prozent. Bundesweit verdienten 11 Prozent der Besch&auml;ftigten weniger als 8,50 Euro. W&auml;hrend in Westdeutschland Minijobber die gr&ouml;&szlig;te Gruppe bildeten, waren es in Ostdeutschland Vollzeitbesch&auml;ftigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ovz-online.de\/web\/ovz\/wirtschaft\/detail\/-\/specific\/Jeder-vierte-Thueringer-hat-weniger-als-8-50-Euro-die-Stunde-verdient-534777346\">OVZ online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verhei&szlig;ungsvolle Aussichten &ndash; Was hinter dem Jobwunder f&uuml;r &Auml;ltere steckt<\/strong><br>\n[&hellip;] Wir schauen uns die F&ouml;rderungen f&uuml;r &Auml;ltere genauer an. Im Internet sto&szlig;en wir auf eine Werbebrosch&uuml;re der Bundesregierung f&uuml;r das Programm &ldquo;Perspektive 50plus&rdquo;. Es l&auml;uft seit nahezu acht Jahren und soll &Auml;ltere &uuml;ber 50 auf den Arbeitsmarkt zur&uuml;ckbringen. Eingliederungs- und Lohnkostenzusch&uuml;sse sollen dabei helfen. Offenbar mit Erfolg. Sechs strahlende Gewinner werden in der Brosch&uuml;re pr&auml;sentiert. Einer davon ist Hans Hemmis. Laut Prospekt ein K&auml;mpfertyp. Nach einer Krebserkrankung war er wieder auf die Beine gekommen und wollte noch mal durchstarten. Ein ganzes Kompetenzteam k&uuml;mmerte sich um den damals 58-j&auml;hrigen Klempnermeister. Und er bekam einen Job bei VW in Kassel. Wir haben ihn dort getroffen. Drau&szlig;en vor dem Werktor, denn sein Traum, bis zur Rente dort zu arbeiten, ist geplatzt. Seit fast einem Jahr ist er nun schon wieder arbeitslos. Was war passiert? Hans Hemmis baute keine Autos bei VW. Das Unternehmen bietet auch Arbeitslosenschulungen an. Und da kam Hans Hemmis unter. Nach einer vom Jobcenter finanzierten Schulung wurde er selbst Kursleiter f&uuml;r &auml;ltere Arbeitslose. Obwohl VW F&ouml;rdergelder f&uuml;r jeden Teilnehmer bekam, &uuml;bernahm das Unternehmen keinen einzigen aus diesem Kurs. Und auch f&uuml;r Hans Hemmis kam das Aus. Als die F&ouml;rdergelder ausgelaufen waren, war auch f&uuml;r ihn kein Platz mehr. VW best&auml;tigt uns das schriftlich, allerdings habe man Hans Hemmis &ldquo;&hellip;eine Weiterbesch&auml;ftigung in der Fertigung im Werk Kassel angeboten, leider erfolglos.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,whjh14rit88xm2b5~cm.asp\">Plusminus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Moderne Heimarbeit: Textmarktpl&auml;tze<\/strong><br>\nIm Internet gibt es sogenannte &bdquo;Textmarktpl&auml;tze&ldquo;. Hier bekommt man Geld f&uuml;r das Schreiben von Artikeln, denn auf Webseiten gibt es einen immer h&ouml;heren Bedarf an Texten und Inhalten. Hintergrund: Internetseiten werden h&auml;ufiger aufgerufen, wenn sich die Inhalte st&auml;ndig erneuern. Auftraggeber sind also meist Firmen, die mithilfe der Texte mehr Klicks auf ihrer Webseite erzielen wollen und somit zum Beispiel einen h&ouml;heren Werbeertrag durch die Webseite haben. Textmarktpl&auml;tze wie Textbroker, Contentworld oder Textox bringen Firmen und Autoren zusammen. Die Anmeldung ist kostenlos.<br>\nJournalist muss man f&uuml;r diesen Nebenjob nicht sein. Wie viel man verdient, h&auml;ngt davon ab, wie gut der Probetext ist. Denn der wird erst einmal bewertet. Die Spanne reicht von 0,7 bis 4 Cent pro Wort. Das macht pro DIN-A4-Seite 3,50 bis 20 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/servicezeit\/sendungsbeitraege\/2012\/kw30\/0725\/04_heimarbeit.jsp\">WDR Servicezeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Von einer Freundin erhielt ich den Link zu unten beigef&uuml;gter Seite des WDR. <\/em><br>\n<em>Der WDR berichtet dort &uuml;ber &ldquo;Moderne Heimarbeit: Textmarktpl&auml;tze&rdquo;. Der Titel h&auml;tte besser lauten sollen &ldquo;Moderne Ausbeutung&rdquo;. <\/em><br>\n<em>Interessanterweise hat meine Freundin geglaubt, dies w&auml;re doch eine gute M&ouml;glichkeit schnell nebenbei ein bisschen Geld zu verdienen. Ich sei doch Profi, und k&ouml;nne mir so ganz fix eine gute Nebeneinnahme schaffen. Diese krasse Fehleinsch&auml;tzung dieser Textmarktpl&auml;tze h&auml;ngt m. E. auch damit zusammen, dass der WDR nicht nur vollkommen unkritisch, sondern sogar werbend dar&uuml;ber berichtet.<\/em><br>\n<em>Ich habe das recherchiert. F&uuml;r einen Text mit 316 W&ouml;rtern, f&uuml;r den ich von meinem Kunden 400,- Euro netto zuz&uuml;glich Umsatzsteuer bekommen habe, w&uuml;rde man als Neumitglied bei dieser Plattform (vorausgesetzt, man bekommt die f&uuml;r Neumitglieder h&ouml;chstm&ouml;gliche Einstufung 4) ,1,2 Cent pro Wort bekommen.<\/em><br>\n<em>Das sind 3,79 zzgl. MWST. Bei einer Arbeitszeit von 3 Stunden (das kann man inklusive Recherche getrost f&uuml;r so einen Text ansetzen) ist dies ein Stundensatz von netto 1,26 Euro zuz&uuml;glich MWST &ndash; f&uuml;r einen Text von einem professionellen Journalisten.<\/em><br>\n<em>Ich finde, es ist ein Hammer, dass der WDR als &ouml;ffentlich-rechtliche journalistische Institution PR macht f&uuml;r Einrichtungen, die sittenwidrige Honorare zahlen, die man selbst im Medienbetrieb noch nicht erlebt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Cornelia Heintze: Auf der Highroad &ndash; der skandinavische Weg zu einem zeitgem&auml;&szlig;en Pflegesystem<\/strong><br>\nEin Vergleich zwischen f&uuml;nf nordischen L&auml;ndern und Deutschland.<br>\nPrivat pflegende Frauen sind teuer. Eine weit verbreitete Fehlannahme lautet: Frauen, die privat und unentgeltlich pflegen, &bdquo;kosten&ldquo; im wahrsten Sinne des Wortes nichts &ndash; ein gut ausgebautes &ouml;ffentliches Pflegesystem hingegen sei unbezahlbar. Dieser Gedanke f&uuml;hrt in die Irre.<br>\nWenn gut ausgebildete Frauen (und M&auml;nner) aus dem Arbeitsmarkt austreten, um unentgeltlich zu pflegen, geht der Volkswirtschaft erhebliches Bildungskapital verloren. Investitionen in ein gutes &ouml;ffentliches Pflege- und Betreuungssystem hingegen entlasten die Sozialkassen und steigern das Potenzial an gut qualifizierten Arbeitskr&auml;ften.<br>\nDort, wo Pflege als &ouml;ffentliche Aufgabe und &ouml;ffentliches Gut betrachtet wird, entstehen im<br>\nPflegesektor gut bezahlte, qualifizierte Arbeitspl&auml;tze, die f&uuml;r Wachstum sorgen. Insgesamt begibt sich die Volkswirtschaft so auf einen h&ouml;heren Besch&auml;ftigungspfad (&bdquo;High Road&ldquo;).<br>\nIn Deutschland passiert das Gegenteil: Die geringen Investitionen in das Pflegesystem f&uuml;hren auf eine &bdquo;Low Road&ldquo;. Die Autorin beschreibt, was die Abw&auml;rtsspirale in Deutschland antreibt und wie sie gestoppt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/09243.pdf\">WISO Diskurs [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Im Zweifel f&uuml;r die Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Bundesregierung segnet den Agrar-Putsch in Paraguay ab. Deutsche Gro&szlig;grundbesitzer seien ihr wichtiger, kritisieren Menschenrechtler.<br>\nAls erster ausl&auml;ndischer Staatsgast hatte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel am Tag nach Lugos Absetzung dem Nachfolger Franco seine Aufwartung gemacht. Niebel sagte, er sehe keine Anzeichen daf&uuml;r, dass bei dem Regierungswechsel etwas verfassungswidrig zugegangen sei.<br>\nSenator Sixto Pereira wundert sich noch heute &uuml;ber diese demonstrative Unterst&uuml;tzung der Putschisten.  &bdquo;Damit stehen die Deutschen in einer Reihe mit den USA, Kanada, dem Vatikan und Taiwan&ldquo;, sagt Pereira. &bdquo;F&uuml;r Washington ist der Putsch im &uuml;berwiegend links regierten S&uuml;damerika ein geostrategischer Gl&uuml;cksfall, Hillary Clinton hat ihn schon gebilligt.&ldquo;<br>\nDem kanadischen Bergbaumulti Rio Tinto Alcan hat Franco bereits die Genehmigung eines riesigen Aluminiumwerks in Aussicht gestellt; f&uuml;r den Vatikan war der &bdquo;rote Bischof&ldquo; Lugo schon immer ein &Auml;rgernis. Aber Berlin? &bdquo;In Paraguay hat die Bundesregierung hat immer f&uuml;r deutsche Gro&szlig;grundbesitzer Partei ergriffen&ldquo;, sagt Roman Herre von der Menschenrechtsorganisation Fian.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!98119\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>F&uuml;r eine kluge Ungleichbehandlung<\/strong><br>\nDen meisten Kindern Deutschlands geht es gut &ndash; doch es ist h&ouml;chste Zeit, wahrzunehmen, wie sehr die Lebensverh&auml;ltnisse junger Menschen auseinanderdriften. Das Problem ist nicht, dass &bdquo;die Familie&ldquo; zerf&auml;llt, wie ein lange gebr&auml;uchlicher Topos des &auml;ngstlich-konservativen Denkens lautete. Das Problem ist, dass eine Minderheit von Kindern heute mit maximalen Schwierigkeiten aufw&auml;chst. Diese Probleme nimmt die deutsche politische Debatte seit einigen Jahren zumindest partiell wahr. H&auml;ufig geschieht dies allerdings mit dem falschen Fokus: &bdquo;Wir brauchen bessere Schulen, um die benachteiligten Kinder zu unterst&uuml;tzen&ldquo;, hei&szlig;t es dann. Doch das greift zu kurz &ndash; denn die wichtigsten Entscheidungen im Leben eines Kindes werden lange vor der Einschulung getroffen. Weil alle Bildungskarrieren lange vor dem ersten Schultag beginnen, geht es um die rechtzeitige Unterst&uuml;tzung des Lernens. Die Kinder aus den schwierigsten Familien brauchen also die beste Unterst&uuml;tzung. Wer ihnen exzellente Kinderg&auml;rten anbietet, macht sich verdient um die ganze Gesellschaft. Es dient dem sozialen Frieden, wenn ein Dreij&auml;hriger aus dem Berliner Wedding bessere Chancen auf ein Leben hat, das ihn nicht ins Gef&auml;ngnis f&uuml;hrt. Es dient dem Budget des Staates, wenn der Junge im Alter von 17 Jahren f&auml;hig ist, eine Stelle anzunehmen, statt in Jobtrainings auf sein Leben als Dauerarbeitsloser &bdquo;vorbereitet&ldquo; zu werden. Es dient der wirtschaftlichen Prosperit&auml;t, wenn dieser junge Mann f&uuml;r anspruchsvolle Jobs zur Verf&uuml;gung steht, sobald wegen der demografischen L&uuml;cke noch mehr Fachkr&auml;fte fehlen. Und es dient der politischen Stabilit&auml;t, wenn sich Berlin-Neuk&ouml;lln (das nat&uuml;rlich auch anders hei&szlig;en k&ouml;nnte: M&uuml;nchen-Hasenbergl etwa oder N&uuml;rnberg-S&uuml;dstadt) nicht zu einem Quartier entwickelt, in dem frustrierte Jugendliche die Autos der vermeintlich Wohlhabenden abfackeln. &ndash;  Wenn wir die J&uuml;ngsten in den schw&auml;chsten Stadtvierteln gezielt unterst&uuml;tzen, bekommen jene Kinder eine Chance, die heute kaum eine haben. Dann schaffen wir das, was dem Land so bitter fehlt: Bildungsgerechtigkeit. Wenn Deutschland daran scheitert, wird die neue Klassengesellschaft zementiert. Dann verschleudern wir unseren Wohlstand. Wir haben die Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2012\/22-24\/Beilage\/001.html\">Aus Politik und Zeitgeschichte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> F&uuml;r diejenigen, die die Forderung nach einer klugen Ungleichbehandlung <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2012\/22-24\/Beilage\/index.html%20\">neoliberal lesen und abschalten wollen<\/a>: Es geht darum, in den sozialen Brennpunkten unserer St&auml;dte f&uuml;r diese Bev&ouml;lkerung mehr zu tun als f&uuml;r den sogenannten Durchschnittsb&uuml;rger. Genau hier d&uuml;rften aber die &uuml;beraus sinnvollen Analysen bzw. deren Schlussfolgerungen in der Praxis scheitern. Hamburgische Stadtviertel wie z.B. Harburg, Willhelmsburg, Billstedt oder Horn haben einfach keine Lobby im Gegensatz z.B. zur Elbchaussee, wie sich bei der letzten Schulreform deutlicher nicht zeigen konnte. Der zweite Aspekt betrifft das generelle Verhalten der Regierungen in Stadt, Land und Bund in Zeiten allgemeinen Sparens. Die jeweiligen Laufzeit gew&auml;hlten Regierung haben nur das Interesse innerhalb dieses Zeitraums eine gute Bilanz hinzu legen &ndash; vollkommen unabh&auml;ngig davon welche Langfristfolgen Entscheidungen in dieser Zeit haben. Ein einfaches Beispiel: B&uuml;rgersteige sollen neu ausgelegt werden. In Zeiten des Sparens wird eine Regierung immer die kosteng&uuml;nstigere Variante w&auml;hlen, umso ihrer Haushaltspolitik (so wenig Schulden wie m&ouml;glich) beim B&uuml;rger gut verkaufen zu k&ouml;nnen. Wetten, dass nie die Gehwegplatten gekauft werden, die doppelt so viel kosten, auch wenn sie dreimal so lange halten. Es l&auml;sst sich in der gesamte Bundesrepublik eine Tendenz beobachten, Langfristpolitik zu vermeiden, die kurzfristig hohe Kosten verursachen, auch wenn der gesamtwirtschaftliche Nutzen auf Dauer deutlich h&ouml;her liegt. Unter diesen Aspekten ist eine Konzentration der Mittel in den Problemzonen unserer Gesellschaft nicht zu erwarten.- Der Aufsatz von Felix Berth beschr&auml;nkt sich nicht nur auf Aufrufe, sondern referiert einen gro&szlig;en Ausschnitt der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema, wie &uuml;berhaupt der Themenschwerpunkt dieses Heftes der &ldquo;Fr&uuml;hkindlichen Bildung&rdquo; liegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aurora: Keine Krankenhausrechnungen f&uuml;r Opfer des Amokl&auml;ufers<\/strong><br>\nEinige der &Uuml;berlebenden des Amoklaufs in Aurora m&uuml;ssen sich nach der Genesung einer weiteren Herausforderung stellen: das Zahlen der horrenden Krankenhausrechnungen. Die meisten Opfer sind n&auml;mlich nicht krankenversichert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.shortnews.de\/id\/974352\/Aurora-Keine-Krankenhausrechnungen-fur-Opfer-des-Amoklaufers\">Shortnews<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/2012\/07\/25\/aurora-shooting-medical-bills-_n_1704209.html\">Aurora Shooting Victims: No Medical Bills, Free Care, For Survivors At Some Colo. Hospitals &ndash; Huffington Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Warum Islamisten keine Pyramiden sprengen<\/strong><br>\nEine Falschmeldung aus &Auml;gypten sorgt f&uuml;r Aufregung &ndash; und zeigt, wie leicht uns die Tyrannei des Augenblicks den passenden Rahmen vergessen l&auml;sst.<br>\nSyrien, so scheint es, steht vor dem Umbruch. Den genauen Zeitpunkt will kaum jemand vorhersagen, die Konsequenzen schon gar nicht. Sicher scheint lediglich, dass die Tage des Baschar al-Assad gez&auml;hlt sind. W&auml;hrend im Land verbissen gek&auml;mpft wird, k&ouml;chelt bei uns die Ger&uuml;chte- und Nachrichtensuppe. Und wie bereits im Arabischen Fr&uuml;hling, d&uuml;rfen wir uns mit vier Problemen auseinandersetzen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theeuropean.de\/martin-eiermann\/11802-falschmeldung-aus-aegypten\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rudolf Hickel: Rezension von Werner R&uuml;gemers Buch Rating-Agenturen &ndash; Einblicke in die Kapitalmacht der Gegenwart<\/strong><br>\nRating-Agenturen stehen nicht erst seit der j&uuml;ngsten Finanzmarktkrise sowie den schlechteren Noten f&uuml;r die L&auml;nder im Zentrum der Eurokrise in der Kritik. Sie haben ihre wichtige Rolle der Informationsbeschaffung &uuml;ber versteckte Risiken in Kreditkomplexen und undurchsichtig gehaltenen Finanzmarktprodukten gr&uuml;ndlich missbraucht. Im Mittelpunkt dieses monopolistischen Marktes stehen die gro&szlig;en Drei: Standard &amp; Poor&acute;s, Moody&acute;s und Fitch.<br>\nAbgesehen von wenigen Rechtfertigungen ist die &ouml;ffentliche Kritik &uuml;berm&auml;chtig. Frei von Haftung und gesamtwirtschaftlicher Verantwortung dienen sie den Interessen ihrer Eigent&uuml;mer, vor allem den Hedgefonds und den Investmentbanken, denen sie direkt oder indirekt geh&ouml;ren. Dabei gelten die Interessen der Wall Street als Messlatte der Benotung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120727_hickel_rezension.pdf\">Rudolf Hickel [PDF &ndash; 20 KB]<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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