{"id":14010,"date":"2012-07-30T07:37:49","date_gmt":"2012-07-30T05:37:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010"},"modified":"2012-07-30T07:37:49","modified_gmt":"2012-07-30T05:37:49","slug":"hinweise-des-tages-1688","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h01\">Das Strippenzieher 1&times;1 des Herrn Notheis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h02\">Ingo Schulze im Gespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h03\">Steinbr&uuml;ck watscht Sport-Steuerfl&uuml;chtlinge ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h04\">Zinsmanipulationen &ndash; Der Skandal-Banker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h05\">Staaten als &bdquo;neue S&uuml;ndenb&ouml;cke&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h06\">Wie viel Erbe ist gerecht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h07\">Robert Skielsky &ndash; Die schlechte Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h08\">Retten ohne Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h09\">Ungenutztes Potential: Fast ein F&uuml;nftel der Besch&auml;ftigten arbeiten unterqualifiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h10\">Lebensversicherung: In der Zinsfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h11\">ZDFzoom: Gnadenlos billig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h12\">Finanzierung des Gesundheitssystems: Nichts wie raus aus der privaten Krankenkasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h13\">R&ouml;sler lobt Mini-Jobs als Standortvorteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h14\">S21 &ndash; Polizisten drohen harte Strafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h15\">Congresswoman Barbara Lee: once the lone voice against the Afghanistan war<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010#h16\">Der Geist ist sich selbst voraus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14010&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Strippenzieher 1&times;1 des Herrn Notheis<\/strong><br>\nNoch auf der Suche nach Sommerlekt&uuml;re? Wie w&auml;re es mit den &ouml;ffentlich gewordenen E-Mails von Dirk Notheis zum skandal&ouml;sen EnBW-Deal? Die Lekt&uuml;re lohnt sich. Die Mails des zur&uuml;ckgetretenen Deutschland-Chef von Morgan Stanley bieten einen unverstellten Blick auf die Strategien der Strippenzieher &ndash; und ein erschreckendes Bild von Teilen der Elite. Wir pr&auml;sentieren ein paar Zitate als Anregung.<br>\nMappus hatte im Dezember 2010 am Landesparlament vorbei die Anteile an dem Energieversorger EnBW vom franz&ouml;sischen Staatskonzern EDF zur&uuml;ckgekauft und dabei anscheinend einen &uuml;berh&ouml;hten Preis gezahlt. Von 840 Millionen Euro zuviel ist die Rede. Notheis hatte den Deal eingef&auml;delt. Die E-Mails zwischen Notheis und Mappus belegen den Einfluss von Notheis auf Mappus. Erschreckend ist nicht nur faktischer Inhalt, sondern auch der kumpelhafte und trotzdem fordernde, manchmal fast aggressive Ton von Notheis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/07\/das-strippenzieher-1x1-des-herrn-notheis\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em>zum Thema auch:<\/em> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13833\">Albrecht M&uuml;ller &ndash; Wie CDU-Leute mit Ihrem Geld umgehen: Mappus, Notheis und EnBW sind vermutlich nur die Spitze eines Eisbergs.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ingo Schulze im Gespr&auml;ch<\/strong><br>\n&ldquo;Die Gewinne werden privatisiert und die Verluste sozialisiert&rdquo;, konstatiert Ingo Schulze in seiner Streitschrift zur Verteidigung der Demokratie<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/ndrkultur\/audio122589.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> H&ouml;renswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck watscht Sport-Steuerfl&uuml;chtlinge ab<\/strong><br>\nFinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck er&ouml;ffnet eine neue Debatte &uuml;ber prominente Steuerfl&uuml;chtlinge: Er fordert Sportler wie Franz Beckenbauer und Michael Schumacher auf, mehr f&uuml;r ihre Heimatl&auml;nder zu tun &ndash; und nach Deutschland zur&uuml;ckzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/kritik-an-beckenbauer-und-schumacher-steinbrueck-watscht-sport-steuerfluechtlinge-ab-a-532724.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unser Leser H.H. macht uns auf Folgendes aufmerksam:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Antrag der Abgeordneten Dr. Gregor Gysi, Dr. Barbara H&ouml;ll, Dr. Gesine L&ouml;tzsch, Dr. Lothar Bisky, Oskar Lafontaine und der Fraktion DIE LINKE.<br>\nSteuerflucht wirksam bek&auml;mpfen<br>\nDer Bundestag wolle beschlie&szlig;en:<br>\nDer Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, das Steuerrecht mit dem Ziel zu reformieren, dass deutsche Staatsangeh&ouml;rige, unabh&auml;ngig von ihrem tats&auml;chlichen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt, mit ihrem Welteinkommen in der Bundesrepublik Deutschland unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig sind [&hellip;]&rdquo;<br>\nsiehe: Deutscher Bundestag, Drucksache 16\/2524 16. Wahlperiode 06. 09. 2006<\/p><\/blockquote>\n<p><em>passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie die USA Steuers&uuml;nder in der Schweiz jagen<\/strong><br>\nDie USA machen vor, wie sich Steuergeld aus der Schweiz zur&uuml;ckholen l&auml;sst. Sie klagen Banker wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung an. Ein Vorbild?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-07\/steuerflucht-usa-deutschland\">ZEIT online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zinsmanipulationen &ndash; Der Skandal-Banker<\/strong><br>\nSeit Juni ist der Inder Anshu Jain Chef der Deutschen Bank. Jetzt holt ihn die Vergangenheit ein: Kriminelle Zinsmanipulationen in gro&szlig;em Stil fielen in seinen Verantwortungsbereich. [&hellip;]<br>\nWas ist passiert? Eine Gruppe miteinander vertrauter H&auml;ndler in verschiedenen Banken hat sich in den Jahren zwischen 2005 und 2009 abgesprochen, den Zins nach oben und unten zu beeinflussen. Ganz wie es ihnen passte. Ausgerechnet Leute aus dem Investmentbanking der Deutschen Bank, f&uuml;r das der heutige Vorstandschef Anshu Jain damals verantwortlich war, sollen in die Sache verwickelt sein. Sie befeuerten ihre Spekulationsgesch&auml;fte, indem sie vorher Wertpapiere gekauft hatten, sogenannte Derivate, mit denen man genau dann Geld verdient, wenn der Zins f&auml;llt. Und deshalb manipulierten sie anschlie&szlig;end den Zins nach unten. Derselbe Trick ging auch mit steigenden Zinsen. Die Gesch&auml;fte gingen offenbar auf &ndash; und die H&auml;ndler profitierten durch hohe Boni. Pers&ouml;nliche Bereicherung war ihr Motiv &ndash; der gro&szlig;e Schaden f&uuml;r die Allgemeinheit war ihnen egal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/zinsmanipulationen-der-skandal-banker-11835307.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Staaten als &bdquo;neue S&uuml;ndenb&ouml;cke&ldquo;<\/strong><br>\nDie international angesehene Schweizer Wirtschaftsuniversit&auml;t HSG St. Gallen geht in einer Studie mit den Ratingagenturen hart ins Gericht. Die darin verarbeiteten Analysen der vergangenen elf Jahre legen die Forschungsannahme nahe, dass viele Herabstufungen europ&auml;ischer Staaten aus Willk&uuml;r passiert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/orf.at\/stories\/2132852\/2132872\/\">ORF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie viel Erbe ist gerecht?<\/strong><br>\n&hellip; Tatsache ist auch, dass Deutschland diejenigen besonders stark mit Abgaben belegt, die f&uuml;r ihren Lebensunterhalt arbeiten. Fast zwei Drittel (64 Prozent) aller &ouml;ffentlichen Einnahmen stammen hierzulande aus Steuern und Abgaben auf L&ouml;hne. Das liegt weit &uuml;ber dem OECD-Durchschnitt von 52 Prozent. Umgekehrt kommt von Menschen, die von ihrem Verm&ouml;gen leben, besonders wenig. Ihr Beitrag betr&auml;gt nicht einmal halb so viel wie im OECD-Schnitt &ndash; zwei statt f&uuml;nf Prozent. Mit anderen Worten: Deutschland schont den Besitz und belastet das Erarbeiten von Wohlstand.<br>\nVerschiedene Reformen haben diese Tendenz noch versch&auml;rft. Die Verm&ouml;gensteuer wird &uuml;berhaupt nicht mehr erhoben. F&uuml;r Kapitaleink&uuml;nfte gilt nur noch ein pauschaler Steuersatz von 25 Prozent, w&auml;hrend auf Arbeitseink&uuml;nfte bis zu 45 Prozent Steuern erhoben werden. Nicht zuletzt wurde die Erbschaftsteuer durch neue Freibetr&auml;ge und Ausnahmeregeln durchl&ouml;chert.<br>\nDeshalb schrumpfen die Ertr&auml;ge aus dieser Steuer kurioserweise, obwohl die Nachl&auml;sse immer gr&ouml;&szlig;er werden.<br>\nInzwischen bezweifeln die Richter am Bundesfinanzhof sogar, dass die reformierte Erbschaftsteuer &uuml;berhaupt noch verfassungsgem&auml;&szlig; ist. Sie lasse zu viele Schlupfl&ouml;cher, argw&ouml;hnen sie. Sie sei, mit anderen Worten, einfach nicht mehr gerecht. Die grunds&auml;tzliche Kl&auml;rung soll jetzt kommen: Das Bundesverfassungsgericht wird urteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/30\/Erbenrepublik\">ZEIT online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Robert Skielsky &ndash; Die schlechte Gesellschaft<\/strong><br>\nWie viel Ungleichheit ist akzeptabel? Den Standards vor der Rezession entsprechend eine ganze Menge. Peter Mandelson von New Labour gibt den Geist der letzten 30 Jahre wieder, wenn er bemerkt, angesichts dessen, dass Menschen &ldquo;stinkreich&rdquo; werden, f&uuml;hle er sich enorm &ldquo;entspannt&rdquo;. Reich zu werden war alles, worum es in der &ldquo;New Economy&rdquo; ging. Die neuen Reichen behielten immer mehr von dem, was sie bekamen, da die Steuern gesenkt wurden.<br>\nDas Ergebnis war vorhersehbar. 1970 war das Einkommen vor Steuern eines hohen Vorstandschefs in den USA etwa 30-mal h&ouml;her als das eines durchschnittlichen Arbeiters; heute ist es 263-mal h&ouml;her. In Gro&szlig;britannien betrug 1970 das Grundeinkommen (ohne Bonus) eines Top-Verdieners das 47-Fache eines Arbeiters, 2010 das 81-Fache. Obwohl manche L&auml;nder dem Trend nicht gefolgt sind, ist die Ungleichheit in diesen Jahren weltweit gestiegen.<br>\nDie Verteidiger des Kapitalismus lassen sich von der wachsenden Ungleichheit nicht beeindrucken. In einem wettbewerbsorientierten Marktsystem verdienen Menschen angeblich so viel, wie sie wert sind: Also sind Vorstandschefs f&uuml;r die US-Wirtschaft 263-mal so viel wert wie die Arbeiter, die sie einstellen. Aber den Armen, so wird behauptet, geht es immer noch besser, als es ihnen ginge, wenn die Unterschiede durch Gewerkschaften oder Regierungen k&uuml;nstlich verkleinert worden w&auml;ren. Die einzige sichere Methode, Wohlstand schneller &ldquo;nach unten durchsickern&rdquo; zu lassen, best&uuml;nde in Senkungen der Grenzsteuers&auml;tze oder in der Verbesserung des &ldquo;Humankapitals&rdquo; der Armen, um ihren Wert f&uuml;r ihre Arbeitgeber zu steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1342947895753\/Die-schlechte-Gesellschaft\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Retten ohne Ende<\/strong><br>\nDer Sprengstoff des Rettungsschirms ESM steht im Kleingedruckten: F&uuml;r die Haftung gibt es keine Obergrenze. Und das Parlament wird entmachtet<br>\nDerzeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht &uuml;ber Verfassungsbeschwerden, die sich gegen den Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) richten, den dauerhaften Rettungsschirm. Obwohl der ESM-Vertrag im Zentrum der Aufmerksamkeit steht und sein Text im Netz leicht auffindbar ist, zeigte sich in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht, dass Bundesregierung und viele Abgeordnete den Inhalt dieses Vertrags entweder nicht kannten oder nicht kennen wollten.<br>\nZum Teil mag das darauf beruhen, dass der ESM-Vertrag von angels&auml;chsischen Wirtschaftskanzleien geschrieben wurde und an das Kleingedruckte mancher Finanzprodukte erinnert: Hingucker wie das Stammkapital von 700 Milliarden Euro sind tats&auml;chlich fettgedruckt, w&auml;hrend sich die folgenreichsten Bestimmungen in nachgeordneten Abs&auml;tzen finden. Begrenzt der Vertrag die Haftung Deutschlands auf 190 Milliarden Euro? Der Bundesfinanzminister wird nicht m&uuml;de, diese Belastungsobergrenze zu betonen, doch findet sie im Vertrag keine St&uuml;tze..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europas-schuldenkrise\/schuldenkrise-retten-ohne-ende-11832561.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungenutztes Potential: Fast ein F&uuml;nftel der Besch&auml;ftigten arbeiten unterqualifiziert<\/strong><br>\nFast ein F&uuml;nftel aller Erwerbst&auml;tigen in Deutschland mit abgeschlossener Berufsausbildung (Facharbeiter) oder Hochschulstudium sind unterhalb ihrer erworbenen Qualifikation besch&auml;ftigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universit&auml;t Hohenheim im Auftrag der IG Metall Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nDie Studie beinhaltet verschiedene Untersuchungsans&auml;tze, die best&auml;tigen, dass bei vielen Besch&auml;ftigten ein bedeutender Teil der w&auml;hrend der Ausbildungsphase angeeigneten beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse ungenutzt bleiben. Gem&auml;&szlig; der so genannten HIS-Absolventbefragung bewerten nur 45 Prozent der Hochschulabsolventen mit einem Bachelorabschluss in den MINT-F&auml;chern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) ihre ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit bezogen auf Inhalt und Anforderungsniveau als voll ad&auml;quat zu ihrer Ausbildung (gegen&uuml;ber 79 Prozent mit einem Master\/Diplom in den MINT-F&auml;chern).<br>\n34,6 Prozent der Schlosser und Werkzeugmacher arbeiten laut IAB an einem Arbeitsplatz, der als nicht fachad&auml;quat einzustufen ist. Au&szlig;erdem kommt die Studie anhand eigener Sch&auml;tzungen zu dem Ergebnis, dass das Risiko einer unterwertigen Besch&auml;ftigung bei befristeten Vertr&auml;gen und Teilzeitbesch&auml;ftigung mit 27,8 Prozent und 22,6 Prozent deutlich erh&ouml;ht ist (bei einem Durchschnittswert von 17,6 Prozent).<br>\nUrsachen f&uuml;r das hohe Ausma&szlig; der Besch&auml;ftigung unterhalb des Niveaus der individuellen Qualifikation sowie die ungleiche Betroffenheit gibt es verschiedene, so die Studie. Relevant seien unterschiedliche Verwertungschancen einzelner Ausbildungs- und Studieng&auml;nge, aber auch gruppenspezifische Benachteiligungen (z.B. bei Personen mit Migrationshintergrund) oder atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse (Befristungen, Teilzeit, Mini-Jobs).<br>\nRelevant seien aber insbesondere auch Arbeitsorganisation und Personalpolitik, die vorhandene Qualifikationen nicht nutzen und entwickeln. Beispiele hierf&uuml;r seien: Der Ingenieur der nicht entwickelt, sondern durch Routineaufgaben in der Verwaltung oder der Fertigung gebunden ist. Der Facharbeiter dessen urspr&uuml;ngliche Qualifikation an Wert verliert, da er keine Weiterbildung erh&auml;lt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news489589\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.uni-hohenheim.de\/wi-theorie\/globalisierung\/dokumente\/37_2012.pdf\">Studie &bdquo;Grenzen der Bildungsexpansion? Ausbildungsinad&auml;quate Besch&auml;ftigung [PDF &ndash; 380 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiteres Beispiel wie der sog. Facharbeitermangel selbst verursacht ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lebensversicherung: In der Zinsfalle<\/strong><br>\nViele Versicherer haben Probleme, ihre Renditezusagen f&uuml;r Lebensversicherungen einzuhalten. Einige Unternehmen m&uuml;ssen bereits ihre Reserven anzapfen.<br>\n&hellip;<br>\nNach Meinung von BDV-Chef Kleinlein m&uuml;ssen sich die Kunden der Lebensversicherungen auch auf weiter sinkende Renditen einstellen. &ldquo;Die Kunden sollten damit rechnen, dass nicht mehr als die garantierten S&auml;tze gezahlt werden.&ldquo; Die kapitalbildende Lebensversicherung sei &ldquo;kein Produkt, mit dem man sich eine vern&uuml;nftige Altersvorsorge bauen kann.&ldquo;<br>\nAllerdings stehen nicht nur Lebensversicherer, sondern auch die betriebliche Altersvorsorge oder die Riester-Rente vor &auml;hnlichen Problemen. Nach Berechnungen des Anleihehauses Bantleon k&ouml;nnte die erwirtschafteten Renditen bis 2017 um ein Drittel schrumpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/geldanlage\/2012-07\/lebensversicherungen-rendite\">ZEIT online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers T.Z.:<\/strong> F&uuml;r NDS-Leser nix Neues!<\/em><\/p>\n<p>Dazu passend: die Mackenroth-These: (siehe z.B. Wikipedia): <\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Nun gilt der einfache und klare Satz, da&szlig; aller Sozialaufwand immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden mu&szlig;. Es gibt gar keine andere Quelle und hat nie eine andere Quelle gegeben, aus der Sozialaufwand flie&szlig;en k&ouml;nnte, es gibt keine Ansammlung von Periode zu Periode, kein &ldquo;Sparen&rdquo; im privatwirtschaftlichen Sinne, es gibt einfach gar nichts anderes als das laufende Volkseinkommen als Quelle f&uuml;r den Sozialaufwand.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das ist der eigentliche Treibsatz der Krise!<br>\nKlar, wenn kein Wachstum da ist, m&uuml;ssen auch die Rentiers abspecken. Umverteilung ist die Devise. Ich rechne &hellip; l&auml;ngerfristig lediglich mit einer staatlich-organisierten &ldquo;basis-rente&rdquo; f&uuml;r das Gros der Rentner , &ndash; neben einer immer kleiner und reicher werdenden &ldquo;Elite&rdquo; &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>ZDFzoom: Gnadenlos billig<\/strong><br>\nAllein im vergangenen Jahr stieg der Umsatz in Deutschland im Online-Versandhandel auf 34 Milliarden Euro. ZDFzoom blickt hinter die Kulissen einer boomenden Branche: &bdquo;Kaum ein Online-Shopper ahnt, wie es hinter den Kulissen mancher Onlineh&auml;ndler zugeht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1691356\/ZDFzoom-Gnadenlos-billig?bc=kua884720&amp;flash=off\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Finanzierung des Gesundheitssystems: Nichts wie raus aus der privaten Krankenkasse<\/strong><br>\nWer privat versichert ist, hat es geschafft. Er wird besser als andere behandelt. Aber wehe, der Mensch wird &auml;lter und bekommt Kinder: Dann entpuppt sich die Privatversicherung als sicherer Irrtum. Bericht von einem, der ihr entkommen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/finanzierung-des-gesundheitssystems-nichts-wie-raus-aus-der-privaten-krankenkasse-1.1424827\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers T.K.:<\/strong> Leider l&auml;sst der Bericht die prinzipielle Kritik an den PKVen vermissen, wonach sich die finanziell besser Gestellten aus dem Solidarsystem verabschieden k&ouml;nnen. Er liest sich so, als ob es gen&uuml;gte, ein paar unn&ouml;tige Ausgabenposten der Privaten zu streichen, um das bestehende System zu erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&ouml;sler lobt Mini-Jobs als Standortvorteil<\/strong><br>\nDer deutsche Wirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler sieht in den umstrittenen 400-Euro-Jobs einen &ldquo;wichtigen Standortvorteil&rdquo; f&uuml;r Deutschland. Mit diesen Worten unterst&uuml;tzte der FDP-Politiker in einem Interview der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (Samstagausgabe) die Vereinbarung der Arbeitsmarktexperten von Union und FDP, die Einkommensgrenzen f&uuml;r rund 7,5 Millionen Mini-Jobber im kommenden Jahr auf 450 Euro zu erh&ouml;hen. [&hellip;]<br>\nR&ouml;sler widersprach damit einer am Freitag bekanntgewordenen Stellungnahme aus dem Familienministerium von Kristina Schr&ouml;der. &ldquo;Ich halte es f&uuml;r falsch, Mini-Jobs als Armutsfalle abzulehnen&rdquo;, sagte R&ouml;sler. Der Mini-Job sei &ldquo;vor allem ein Beitrag zu mehr Flexibilit&auml;t auf dem Arbeitsmarkt. Und das ist ein wichtiger Standortvorteil, den wir bewahren sollten.&rdquo; Deshalb bef&uuml;rworte er &ldquo;die Einkommensanhebung von 400 auf 450 Euro&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1342947953938\/Roesler-lobt-Mini-Jobs-als-Standortvorteil-fuer-Deutschland\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S21 &ndash; Polizisten drohen harte Strafen<\/strong><br>\nDer harte Einsatz bei einer Demonstration gegen Stuttgart 21 hat f&uuml;r einige Polizisten ein juristisches Nachspiel. Ihnen wird K&ouml;rperverletzung im Amt vorgeworfen.<br>\nKnapp zwei Jahre nach dem Polizeieinsatz mit Wasserwerfern gegen Stuttgart-21-Gegner im Schlossgarten m&uuml;ssen einige der beteiligten Polizisten mit Strafen rechnen. &bdquo;Wir haben Anhaltspunkte daf&uuml;r entdeckt, dass bei diesem Einsatz die von der Polizei festgelegten Spielregeln nicht eingehalten worden sind&ldquo;, sagte Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger den Stuttgarter Nachrichten (Montag). Der Vorwurf laute auf K&ouml;rperverletzung im Amt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!98293\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Congresswoman Barbara Lee: once the lone voice against the Afghanistan war<\/strong><br>\nWith her voice cracking and the nation still in mourning Barbara took to the floor of the House of Representatives on 14 September 2001, in the immediate aftermath of the 9\/11 attacks, to give the sole speech and deliver the sole vote in Congress against the Afghanistan war.<br>\nImmediately afterwards friends in Congress followed her to the cloakroom to tell her: &lsquo;I think you made a mistake, you better go and change your vote.&rsquo; She wouldn&rsquo;t. In the days following, with smoke still rising from lower Manhattan and the nation on a war footing she would field death threats, accusations of treason and, for a time, need 24-hour protection from the Capitol police.<br>\nAlmost 11 years on, Lee&rsquo;s speech sounds incredibly prescient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2012\/jul\/27\/barbara-lee-congresswoman-interview\">Guardian<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Rep. Barbara Lee&rsquo;s Speech Opposing the Post 9-11 Use of Force Act September 14, 2001<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wagingpeace.org\/articles\/2001\/09\/14_lee-speech.htm\">Nuclear Age Peace Foundation<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Geist ist sich selbst voraus<\/strong><br>\nDer Philosoph Hans Blumenberg hat darauf hingewiesen, dass Metaphern f&uuml;r das menschliche Denken und Verhalten nicht weniger wichtig seien als klare Definitionen&hellip;<br>\nEin Bankenrettungsfonds wird geschaffen &ndash; der Subtext hierzu: Fonds bedeutet, dass jeder gleichberechtigt einzahlt und nicht der eine mehr und der andere weniger oder gar nichts. Rettung beinhaltet eine barmherzige Hilfeleistung f&uuml;r jemanden, der sich allein nicht mehr zu helfen wei&szlig;. Ein in der Finanzgeschichte einmaliger Erpressungsvorgang durch die gro&szlig;en internationalen Geldinstitute wird so zu einer solidarischen Tat, einem Akt der t&auml;tigen N&auml;chstenliebe. Ein festgeschn&uuml;rtes Rettungspaket, ein ganzes B&uuml;ndel von Ma&szlig;nahmen evoziert ein Handeln der Vernunft gem&auml;&szlig;, da die Metaphern in den Status von Begriffen transponiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/essayunddiskurs\/1823858\/\">DLF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14010","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14010"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14010\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14013,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14010\/revisions\/14013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}