{"id":140103,"date":"2025-10-07T13:30:18","date_gmt":"2025-10-07T11:30:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140103"},"modified":"2025-10-07T17:55:28","modified_gmt":"2025-10-07T15:55:28","slug":"friedensfaehig-statt-kriegstuechtig-gedanken-ueber-eine-neue-sicherheitspolitik-in-europa-das-erbe-willy-brandts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140103","title":{"rendered":"Friedensf\u00e4hig statt kriegst\u00fcchtig &#8211; Gedanken \u00fcber eine neue Sicherheitspolitik in Europa \u2013 das Erbe Willy Brandts"},"content":{"rendered":"<p>Zum in der &Uuml;berschrift genannten Thema habe ich am 2. Oktober beim NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis Mannheim einen Vortrag gehalten. Da das Thema vermutlich viele Leserinnen und Leser der <em>NachDenkSeiten<\/em> interessiert, ver&ouml;ffentlichen wir den Text des Vortrages. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nVerehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der NachDenkSeiten!<\/p><p>Da ich schon fr&uuml;h, schon mit zw&ouml;lf Jahren, politisches Interesse hatte, &uuml;berblicke ich inzwischen 75 Jahre deutscher Geschichte. Dieser Zeitraum umfasst den Beginn des Kalten Krieges und die Konfrontation der F&uuml;nfzigerjahre des letzten Jahrhunderts einschlie&szlig;lich des Mauerbaus, dann den Beginn der Entspannungspolitik Anfang der sechziger Jahre und ihre praktische Umsetzung ab der Kanzlerschaft Willy Brandts im Oktober 1969, die Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa KSZE 1975, den Fall der Mauer 1989, Putins Rede im Deutschen Bundestag im September 2001 und die Wiederbelebung des Konfliktes einschlie&szlig;lich der Ermunterung, wieder kriegst&uuml;chtig zu werden. <\/p><p>Die friedenspolitische Erziehung begann bei mir mit den Bombenangriffen auf Heilbronn und Mannheim. Mein Heimatdorf liegt genau zwischen den beiden vom Krieg besonders betroffenen St&auml;dten &ndash; 40 km s&uuml;d&ouml;stlich von Mannheim, 40 km nordwestlich von Heilbronn. Der Feuerschein der beiden brennenden St&auml;dte erleuchtete den Nachthimmel. In der Nacht vom 5. auf den 6. September 1943 war das in Mannheim besonders schlimm. Das n&auml;chtliche Feuer am Himmel war auch f&uuml;r einen F&uuml;nfj&auml;hrigen bedrohlich und in gewisser Weise wegweisend f&uuml;r das k&uuml;nftige Denken. (Der Text bei Wikipedia zu den Bombenangriffen auf Mannheim ist recht informativ. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Luftangriffe_auf_Mannheim#:~:text=Die%20Briten%20hatten%20auf%20eine,als%20ideal%20f%C3%BCr%20einen%20Experimentalangriff\">Siehe hier<\/a>.)<\/p><p>Damals und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war von vielen Erwachsenen immer wieder zu h&ouml;ren: Nie wieder Krieg! &ndash; Eine logische Schlussfolgerung auf der Basis eigener Erfahrung.<\/p><p>In meinem Elternhaus lebten Ausgebombte, also Menschen, deren Zuhause durch Bombenangriffe zerst&ouml;rt worden war, sie kamen aus Karlsruhe; dann Fl&uuml;chtlinge und Vertriebene, dann Kriegsheimkehrer. Nie wieder Krieg! Das war die Lehre vieler Menschen aus dem, was sie erlebt hatten. <\/p><p>Dann wurden wir 1950 v&ouml;llig &uuml;berrascht von der Absicht des damaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, Deutschland, genauer gesagt Deutschland West, wieder milit&auml;risch aufzur&uuml;sten. &bdquo;Wiederbewaffnung&ldquo; hie&szlig; das Zauberwort. Das war der seltsame Begriff, der damals benutzt wurde, um zu beschreiben, was Adenauer den westlichen Alliierten angeboten hatte.<\/p><p>Zum Kabinett Adenauer geh&ouml;rte ein Innenminister, damals ebenfalls CDU, mit Namen Gustav Heinemann. Heinemann sah sich von Adenauer hintergangen. Er, Gustav Heinemann, und einige Mitstreiter &ndash; darunter Erhard Eppler und Diether Posser &ndash; gr&uuml;ndeten eine neue Partei &ndash; die Gesamtdeutsche Volkspartei, die GVP. Das war die erste Partei, f&uuml;r die ich zusammen mit meinen &auml;lteren Br&uuml;dern Plakate geklebt habe. Leider war die GVP bei der folgenden Bundestagswahl im Jahre 1953 nicht erfolgreich.<\/p><p>Adenauer hatte freie Hand, er r&uuml;stete auf. Er bef&ouml;rderte und pflegte das Feindbild Russland. Es gab damals ein einschl&auml;giges und schlimmes Plakat der CDU, sp&auml;ter &auml;hnlich auch von der NPD: &bdquo;Alle Wege des Marxismus f&uuml;hren nach Moskau&ldquo;. So lautete der Slogan. Siehe hier:<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250523-Militarisierung-darum-cdu.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250523-Militarisierung-darum-cdu.jpg\" alt=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Noch wichtiger f&uuml;r die Indoktrination: ein bedrohlich dreinschauender Sowjetsoldat. Das ist der Russe, wie wir ihn sehen sollten: b&ouml;se, hinterh&auml;ltig, gewaltbereit.<\/p><p>Adenauers Propaganda war perfekt. Er erreichte bei der Wahl 1953 einen gewaltigen Anstieg auf dann 45,2 Prozent der Zweitstimmen f&uuml;r CDU\/CSU. Die SPD verlor Stimmen und landete bei 28,8 Prozent. <\/p><p>Dieser Sieg der CDU\/CSU war auch das Ergebnis eines penetrant betriebenen Feindbildaufbaus. Damit verbunden war zwangsl&auml;ufig die harte Trennung der beiden Teile Deutschlands, der Bundesrepublik und der DDR. Und zugleich die Trennung der Welt in den sogenannten Ostblock und den Westen.<\/p><p>Am 13. August 1961 wurde die Trennung durch eine Mauer besiegelt &ndash; gebaut von den Bausoldaten der DDR. F&uuml;r viele Menschen und Familien hatte das insgesamt grauenhafte Folgen.<\/p><p>+++<\/p><p>Ende der F&uuml;nfzigerjahre gab es einen kleinen Kreis um den Berliner Regierenden B&uuml;rgermeister Willy Brandt, in dem erste &Uuml;berlegungen f&uuml;r eine neue Ostpolitik angestellt wurden: f&uuml;r die Friedens- und Entspannungspolitik. Diese Information habe ich von Horst Grabert, der zu dem Kreis um Willy Brandt geh&ouml;rte. 1972 und 1973 war Horst Grabert dann Chef des Bundeskanzleramtes und damit auch mein Chef. Sp&auml;ter waren wir miteinander befreundet und trafen uns auch privat. Aus diesen Gespr&auml;chen habe ich die beschriebene Information &uuml;ber die fr&uuml;hen &Uuml;berlegungen zu einer m&ouml;glichen Entspannungspolitik.<\/p><p>Willy Brandt und Egon Bahr berichteten von den neuen &Uuml;berlegungen dann bei einer Tagung der Evangelischen Akademie im bayerischen Tutzing. Ihre dort postulierte Parole lautete: &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo;. Das war bewusst einschmeichelnd ins westlichen Denken formuliert: Sie versprachen einen Wandel im Osten, wenn wir die harte Konfrontation abbauen. Damit konnten sie auch eher konservative Kreise ansprechen.<\/p><p>Trotz vieler Schwierigkeiten konnte dann Willy Brandt im Oktober 1969 in seiner ersten Regierungserkl&auml;rung als neuer Bundeskanzler der ersten Koalition aus SPD und FDP verk&uuml;nden: <\/p><blockquote><p>Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.<\/p><\/blockquote><p>Diese Parole und die neue Ostpolitik wurden anschlie&szlig;end praktisch umgesetzt &ndash; in Vertr&auml;gen mit Moskau, Warschau und Prag. Das wichtige Versprechen in diesen Vertr&auml;gen mit ehemaligen Feinden war der sogenannte Gewaltverzicht.<\/p><p>Im Zuge dessen kam es dann auch zu mehreren Gesten der Verst&auml;ndigung: beispielsweise der Kniefall Willy Brandts in Warschau, gemeinsame Bootsfahrten mit dem Generalsekret&auml;r der KPdSU, Breschnew, im Schwarzen Meer, Besuch des Bundeskanzlers in Erfurt, Gegenbesuch des Ministerpr&auml;sidenten der DDR, Willi Stoph, in Kassel.* 1975 dann gab es die Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Zu dieser Zeit war Helmut Schmidt Bundeskanzler. Auch er machte einen Besuch in der DDR. Zu erw&auml;hnen bleibt noch das gute Einvernehmen des sp&auml;teren Bundeskanzlers Helmut Kohl mit dem Generalsekret&auml;r der KPdSU, Gorbatschow.<\/p><p>Die Verst&auml;ndigung mit Russland hatte auch praktische Konsequenzen f&uuml;r den Alltag vieler B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Es gab viele neue St&auml;dtepartnerschaften und Partnerschaften zwischen Schulen. Zwei konkrete Beispiele aus unserer Nachbarschaft will ich ansprechen: Speyer hatte und hat einen regen Austausch mit dem russischen Kursk. Auch das Trifels-Gymnasium in Annweiler, dessen Direktorin meine verstorbene Frau Anke war, pflegte einen regen Austausch mit einem Gymnasium in Moskau. Eine Gruppe von Sch&uuml;lern und Lehrern besuchte die Schule in Moskau. Damals war ich Bundestagsabgeordneter f&uuml;r die S&uuml;dpfalz und begleitete die Gruppe von Lehrern und Sch&uuml;lern aus Annweiler mit nach Moskau. Im Gegenzug kamen russische Lehrer und Sch&uuml;ler nach Annweiler. <\/p><p>Wie viele andere Kontakte ist auch dieser eingeschlafen. Man k&ouml;nnte auch sagen: Dieser rege Austausch ist ein Opfer der inzwischen viel schlechteren Beziehungen zwischen dem Westen und Russland geworden.<\/p><p>Res&uuml;mierend kann man feststellen, dass der Kalte Krieg sp&auml;testens mit der Regierungserkl&auml;rung von Willy Brandt am 28. Oktober 1969 beendet war. Dar&uuml;ber gibt es in der Geschichtsschreibung heute einen Dissens. Das Ende des Kalten Krieges wird h&auml;ufig auf den Fall der Mauer 1989 datiert. Das ist aus meiner Sicht g&auml;nzlich falsch. Der Kalte Krieg war Ende der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts beendet.<\/p><p>Ich war 1969 Redenschreiber des damaligen Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller und dann ab Dezember 1969 verantwortlich f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und f&uuml;r Wahlk&auml;mpfe der SPD. In beiden Funktionen hatte ich engen Kontakt mit russischen Journalisten und Mitarbeitern der russischen Botschaft. Das waren rundum fast schon freundschaftliche Beziehungen &ndash; kein Hauch von Kaltem Krieg. <\/p><p>Von einer Begebenheit aus jener Zeit will ich kurz erz&auml;hlen, weil daran sichtbar wird, wie unterschiedlich der Blick der politisch Verantwortlichen und der Blick amtlicher Stellen, zum Beispiel des Verfassungsschutzes, auf die Beziehungen zwischen Ost und West damals war: Ich war 1970 verantwortlich f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit der SPD und damit zugleich zust&auml;ndig f&uuml;r Meinungsumfragen. Eines Tages meldete sich ein Mitarbeiter der sowjetischen Botschaft mit Namen Abraschkin &ndash; ob er mal vorbeikommen k&ouml;nne. Es sei seine Aufgabe, Moskau &uuml;ber die Meinung der Deutschen zur neuen Entspannungspolitik zu informieren. Ich h&auml;tte ja sicher einen &Uuml;berblick dar&uuml;ber. Deshalb wolle er mit mir sprechen. So kam es dann zu regelm&auml;&szlig;igen Gespr&auml;chen. <\/p><p>Eines Tages hatte ich keine Zeit f&uuml;r eine Terminvereinbarung und lie&szlig; dem Legationsrat Abraschkin von meiner Sekret&auml;rin ausrichten, er m&ouml;ge am folgenden Samstag zu mir nach Hause kommen. Er kam mit Blumenstrau&szlig; und Wodka. Wir hatten ein ausnehmend interessantes Gespr&auml;ch. Zum Beispiel meinte er zu dem von uns im Westen ziemlich verhassten Walter Ulbricht, dieser sei sehr f&uuml;r bessere Kontakte zum Westen, also ganz und gar nicht der &uuml;bliche Typ, wie wir im Westen ihn sahen.<\/p><p>Als ich am folgenden Montag ins B&uuml;ro kam, meinte meine Sekret&auml;rin, ich solle sofort zu meinem Chef, dem Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD, kommen. Das war damals Hans-J&uuml;rgen Wischnewski. Er stand lachend hinter seinem Schreibtisch und meinte: Wenn ich schon an einem Samstag einen Russen zu mir nach Hause kommen lasse, dann doch bitte ohne Blumenstrau&szlig; und Wodka. Offensichtlich hatte der Verfassungsschutz den Legationsrat der sowjetischen Botschaft beobachtet. Ich fand das damals und finde es immer noch grotesk.<\/p><p>An dieser kleinen Geschichte k&ouml;nnen Sie auch sehen, wie unterschiedlich der Fortschritt im Umgang zwischen West und Ost, in diesem Fall zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion damals war. Die politisch Verantwortlichen waren auf Verst&auml;ndigung ausgerichtet, der Verfassungsschutz hinkte hinterher.<\/p><p>Es folgten dann in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts politische Entscheidungen, die das politische Einvernehmen zwischen Ost und West h&auml;tten massiv eintr&uuml;ben m&uuml;ssen. Zun&auml;chst geschah das nicht. &ndash; Obwohl sich die NATO in den neunziger Jahren bis an die Grenzen Russlands ausdehnte, ging Russland zun&auml;chst nicht auf Konfrontation. Im Gegenteil. Westliche Kreise tummelten sich in Moskau und anderen Regionen Russlands. Der damalige russische Pr&auml;sident Jelzin lie&szlig; zu, dass Russland kr&auml;ftig ausgepl&uuml;ndert wurde. <\/p><p>Der ab Ende 1999 amtierende Pr&auml;sident Putin pflegte trotz NATO-Ausdehnung enge Kontakte zum Westen, geradezu herausragend zu Deutschland. Ihm wurde am 25. September 2001 die Ehre zuteil, im Deutschen Bundestag zu sprechen. Erstaunlicherweise beklagte er in dieser Rede die Ausdehnung der NATO bis an Russlands Grenzen nicht. Und er machte sogar ein freundschaftliches Angebot zur Zusammenarbeit &ndash; von Lissabon bis Wladiwostok, wie es hie&szlig;. W&auml;re ich Russe, dann w&uuml;rde ich Putin deshalb totales Versagen vorwerfen.<\/p><p>Offensichtlich hat Putin sp&auml;ter gemerkt, dass er sich 2001 vertan hatte. Bei seinem Auftritt vor der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz im Jahr 2007 h&ouml;rte man dann von ihm andere T&ouml;ne: Die NATO-Erweiterung sei ein &bdquo;provozierender Faktor&ldquo;, lie&szlig; Putin wissen.<\/p><p>Immerhin k&ouml;nnen wir festhalten: Putin war 2001 in Bonn und 2007 in M&uuml;nchen zu Besuch. Heute w&uuml;rde er nicht mehr eingeladen. Und wenn er k&auml;me, dann m&uuml;sste er bef&uuml;rchten, auf der Basis des Beschlusses des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag festgesetzt zu werden. Der Internationale Strafgerichtshof hat n&auml;mlich Haftbefehl gegen Russlands Pr&auml;sidenten Putin erlassen. Das Gericht wirft ihm vor, f&uuml;r die Verschleppung von ukrainischen Kindern verantwortlich zu sein.<\/p><p>In nur 20 bis 25 Jahren, von Putins Rede im Deutschen Bundestag im September 2001 bis heute, ist die Lage in Europa also um vieles schwieriger und schlechter geworden &ndash; schlimm geworden. Wir haben Krieg in der Ukraine und damit in Europa. Wir m&uuml;ssen f&uuml;rchten, dass die Konflikte sch&auml;rfer werden. Der Einsatz besonderer Waffen wie beispielsweise von Drohnen macht die Gemengelage undurchsichtig, unsicher und besonders gef&auml;hrlich. <\/p><p>+++<\/p><p>Die Veranstalter haben mir aufgetragen, Gedanken &uuml;ber eine neue Sicherheitspolitik in Europa vorzutragen und dabei das Erbe Willy Brandts zu beachten.<\/p><p>Willy Brandt w&uuml;rde, wenn er noch leben w&uuml;rde, mit gro&szlig;er Sicherheit seinem Parteigenossen, dem Bundesverteidigungsminister Pistorius, widersprechen, wenn dieser so dahinfantasiert, wir sollten kriegst&uuml;chtig werden. Er w&uuml;rde, wie Sie in Ihrer Einladung formuliert haben, darauf pochen, dass wir friedensf&auml;hig werden.<\/p><p><strong>Was w&auml;ren die Elemente einer neuen Sicherheitspolitik? Was w&auml;ren die Elemente von Friedensf&auml;higkeit?<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Schluss mit der Verteufelung der Russen, Russlands und des russischen Pr&auml;sidenten. <\/strong>\n<p>Das ist wichtiger, als viele Zeitgenossen denken. Am zuvor beschriebenen Plakat der CDU von 1953 habe ich gezeigt, wie in Worten und optisch das Feindbild &bdquo;der Russe&ldquo; bei uns in Westdeutschland aufgebaut worden war. Die Verteufelung sitzt tief. Und wirkt. Um friedensf&auml;hig zu werden, muss viel Vorurteilsger&uuml;mpel aus dem Weg ger&auml;umt werden. Das ist ein zentrales Element einer neuen Sicherheitspolitik.<\/p>\n<\/li><li><strong>Abr&uuml;stung statt Aufr&uuml;stung. Wir brauchen die Mittel f&uuml;r zivile Zwecke.<\/strong>\n<p>Das ist schwierig. Schlie&szlig;lich gibt es gute Gr&uuml;nde anzunehmen, dass die R&uuml;stungswirtschaft hinter der neuen Konfrontation steckt. Aus deren Sicht ist das verst&auml;ndlich. W&uuml;rden wir in Europa wirklich Frieden mit allen V&ouml;lkern schlie&szlig;en, dann g&auml;be es keine Gr&uuml;nde f&uuml;r hohe R&uuml;stungsausgaben. Stellen Sie sich vor, Sie w&auml;ren Chef oder auch nur Betriebsratsvorsitzender einer Panzerschmiede, Sie m&uuml;ssten dann daf&uuml;r eintreten, dass es Konflikte zwischen den V&ouml;lkern gibt, und Sie m&uuml;ssten diese sch&uuml;ren. Da liegt es bei uns im Westen allemal nahe, den Russen zum Feindbild zu k&uuml;ren.<\/p><\/li>\n<li><strong>Aufl&ouml;sung der NATO.<\/strong>\n<p>Und damit auch Schluss mit der Blockbildung auch auf westlicher Seite. Der Warschauer Pakt ist schlie&szlig;lich schon 1991 aufgel&ouml;st worden. Die Aufl&ouml;sung der NATO w&uuml;rde auch bedeuten, den USA in aller Freundschaft zu sagen: Ami, go Home.<\/p>\n<p>&Uuml;brigens: Gegen diese Vorstellung wird in der in Ludwigshafen und in der S&uuml;dpfalz, also in meiner Region, erscheinenden Zeitung <em>Die Rheinpfalz<\/em> unentwegt Stimmung gemacht. Dort erweckt man den Eindruck, als w&uuml;rden wir von der Anwesenheit der US-amerikanischen Soldaten in Ramstein, Spangdahlem, B&uuml;chel und in Mannheim ganz besonders profitieren. Es wird der Eindruck erweckt, als k&ouml;nnten wir nie und nimmer auf US-amerikanische Streitkr&auml;fte in unserem Land verzichten. Grotesk!<\/p>\n<p>Es wird so getan, als g&auml;be es keine Verwendung f&uuml;r die beim US-Milit&auml;r besch&auml;ftigten zivilen Mitarbeiter. Diese Angst hat man gesch&uuml;rt, seit der Ost-West-Konflikt 1990 beendet wurde. Ich erinnere an die &Auml;ngste, die zum Beispiel in meiner Heimatstadt Heidelberg gesch&uuml;rt und verbreitet worden sind. Die Sorgen waren unbegr&uuml;ndet. Leidet Heidelberg unter dem Wegzug des US-amerikanischen Milit&auml;rs? Ich zitiere zum Beleg des Gegenteils aus einem Text zum US-Milit&auml;r in Heidelberg und seinem Wegzug. Der Text ist ein Zitat aus dem Stadtarchiv Heidelberg &ndash; aus dem Jahre 2013. Der Titel der Geschichte: &bdquo;Amerikaner in Heidelberg &ndash; 1945-2013&ldquo;. Dort hei&szlig;t es:<\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Mit dem Abzug der US Army kann eine Fl&auml;che von rund 180 Hektar neu genutzt werden. Neben fast 2.500 Wohnungen werden mit dem Abzug auch mehrere Kasernengeb&auml;ude, Kinderg&auml;rten, Schulen, ein Krankenhaus und Kirchengeb&auml;ude frei. Eigent&uuml;mer der Fl&auml;chen ist derzeit noch der Bund. Die Stadt Heidelberg hat ein Erstzugriffsrecht und plant, die Fl&auml;chen zu erwerben.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Wir sollten den Austausch und die Zusammenarbeit auf m&ouml;glichst vielen Ebenen neu beleben, St&auml;dtepartnerschaften und Schulpartnerschaften neu schaffen und vorhandene ausbauen und beleben.<\/strong> Wir waren damit schon um vieles weiter. Das habe ich schon geschildert. <\/li>\n<li>\n    <strong>Sanktionen beenden<\/strong>.\n<p>    Sie wirken ohnehin nicht richtig und schaden &uuml;brigens unserer Wirtschaft im Westen oft genauso.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftliche Zusammenarbeit neu beleben<\/strong>. Dazu ermuntern statt zu bremsen.<\/li>\n<li>\n    <strong>Bei der Personalpolitik, bei der Besetzung von wichtigen &Auml;mtern sollten wir darauf achten, dass die Aggression gegen&uuml;ber Russland nicht bef&ouml;rdert wird.<\/strong>\n<p>    Die Ernennung von Frau Kallas aus Estland zur EU-Au&szlig;enbeauftragten ist das Gegenteil dessen, was angebracht w&auml;re. <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/so-tickt-die-designierte-eu-au%C3%9Fenbeauftragte-kaja-kallas\/video-70793574\">In einem Beitrag der <em>Deutschen Welle<\/em> vom 21.11.2024<\/a> wurde sichtbar, wie wenig hilfreich f&uuml;r den Abbau der Spannungen zu Russland die Besetzung dieses wichtigen Postens mit der ehemaligen estnischen Ministerpr&auml;sidentin ist.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Hilfreich f&uuml;r gute Beziehungen zu Russland w&auml;re es auch, wenn die Zusammenarbeit mit den Partnern Russlands, also mit China und einigen afrikanischen Staaten, wieder produktiver und enger gestaltet w&uuml;rde.<\/strong><\/li>\n<li>\n    <strong>Insgesamt gilt: Willy Brandts grundlegende Aussage in der Regierungserkl&auml;rung von 1969 sollte auch heute unser Wegweiser sein: Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein.<\/strong>\n<p>    Das ist das Gegenteil dessen, was der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius mit seiner Forderung, wir sollten &bdquo;kriegst&uuml;chtig werden&ldquo;, verlangt. Die Spr&uuml;che von Pistorius offenbaren den R&uuml;ckschritt, unter dem heute nicht nur die SPD, sondern wir alle zu leiden haben.\n<\/p><\/li>\n<\/ol><p>Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein &ndash; das bedeutet im konkreten Spannungsverh&auml;ltnis zwischen dem Westen und Russland heute,<\/p><ul>\n<li>dass wir konkret abr&uuml;sten statt aufzur&uuml;sten,<\/li>\n<li>dass wir auch sprachlich abr&uuml;sten. &bdquo;Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein&ldquo;, ist eine g&auml;nzlich andere und andersgeartete Parole als &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden&ldquo;. Diese Feststellung bedeutet konkret f&uuml;r die Sozialdemokraten hier im Raum, soweit es solche gibt, dass sie Front machen gegen den Genossen Pistorius und dass sie zum Beispiel Rolf M&uuml;tzenich und Ralf Stegner, um zwei andere Personen aus der SPD zu nennen, unterst&uuml;tzen.<\/li>\n<\/ul><p>Wir sollten auch versuchen, bei anderen wichtigen <strong>Parteien<\/strong> die Stimmung und Meinung zur Sicherheitspolitik und speziell zum Umgang mit Russland zu beeinflussen. Das ist nicht leicht, eher kompliziert. <\/p><p>Das zeigt ein Blick auf die Gr&uuml;nen. Sie kommen von der Friedensbewegung, die heute f&uuml;hrenden Personen haben diese Wurzel aber missachtet oder sogar rausgerissen. Dennoch muss man mit einer neuen friedenspolitischen Initiative die Basis der Gr&uuml;nen zu gewinnen suchen.<\/p><p>Auch bei der FDP ist nichts vom sozialliberalen Ansatz der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts geblieben. Im Gegenteil: Die Lobby der R&uuml;stungswirtschaft scheint mit Frau Strack-Zimmermann erfolgreich in die Parlamente vorgesto&szlig;en zu sein.<\/p><p>Einen fruchtbaren Boden findet unser Anliegen mit Sicherheit beim B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht. <\/p><p>Ob noch bei der Partei Die Linke? &ndash; Das kann ich nicht einsch&auml;tzen.<\/p><p>Bei der CDU bzw. im Umfeld der CDU haben Freunde der Friedensf&auml;higkeit noch immer in Willy Wimmer eine verl&auml;ssliche St&uuml;tze. Es ist zwar unsicher und eher unwahrscheinlich, dass Willy Wimmer auf seine Partei noch gro&szlig;en Einfluss hat. Aber wir sollten &uuml;ber ihn jedenfalls versuchen, auf das eher konservative Publikum Einfluss zu nehmen. Dort hat Willy Wimmer dank seiner fr&uuml;heren T&auml;tigkeit als Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Verteidigungsministerium immer noch einen guten Namen.<\/p><p>Von gro&szlig;er Bedeutung f&uuml;r die &ouml;ffentliche Meinung und damit auch f&uuml;r die politische Entscheidungsfindung sind selbstverst&auml;ndlich die <strong>Medien, die Medienschaffenden und andere Multiplikatoren<\/strong>. Das ist zwar eine Binsenweisheit, aber trotzdem richtig. Unter aktuell t&auml;tigen Journalisten sind mir nur wenige eingefallen, eher schon unter ehemaligen. Darunter sind solche mit einem guten Namen: <\/p><p>Gabriele Krone-Schmalz, Michael L&uuml;ders, Heribert Prantl, Andreas Zumach, Daniela Dahn, Petra Erler usw. &ndash; sie sind zum Teil noch publizistisch t&auml;tig und schon deshalb von gro&szlig;er Bedeutung f&uuml;r eine neue Sicherheitspolitik bzw. die Wiederbelebung der alten Sicherheits- und Friedenspolitik.<\/p><p>Zu den Multiplikatoren geh&ouml;rt in jedem Fall Klaus Staeck. Er war mit seinen Plakaten und Postkarten von Anfang an eine gro&szlig;e St&uuml;tze der Friedenspolitik.<\/p><p>Wer sich f&uuml;r ein besseres Verh&auml;ltnis zu Russland einsetzt, muss mit m&auml;chtigen Gegnern rechnen. Gestern ist mir ein solcher Fall von Stimmungsmache gegen Russland und gegen eine gute Zusammenarbeit mit Russland begegnet. Ich zitiere &Auml;u&szlig;erungen eines ber&uuml;hmten Europ&auml;ers, des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron, gest&uuml;tzt auf die Meldung des &Ouml;sterreichischen Rundfunks <em>ORF<\/em> vom 1. Oktober 15:45 Uhr:<\/p><p><strong>Macron warnt vor russischem Einfluss in &bdquo;unseren Demokratien&ldquo;<\/strong><\/p><p>Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat vor der Ausbreitung &bdquo;der russischen Geheimarmee in unseren Demokratien&ldquo; gewarnt. &bdquo;Sie besteht aus diesen kleinen, gesichtslosen Kriegern, die man digitale Bots nennt&ldquo;, sagte Macron in einem heute ver&ouml;ffentlichten Interview mit der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&ldquo;. Neben dem Terrorismus sei Russland &bdquo;die gr&ouml;&szlig;te strukturelle Bedrohung f&uuml;r die Europ&auml;er&ldquo;.<\/p><p>&bdquo;Lange Zeit haben wir Russland untersch&auml;tzt&ldquo;, erkl&auml;rte Macron. &bdquo;Man wechselt nicht mehr &uuml;ber Nacht vom Friedenszustand in den Kriegszustand. Wir befinden uns dauerhaft in einer Konfrontation&ldquo;, f&uuml;gte er hinzu und verwies auf Cyberattacken, die Ermordung von Oppositionellen und Migrationsbewegungen, die als Druckmittel eingesetzt werden. &bdquo;Russland testet unsere Luftabwehr und hat seine Nukleardoktrin ge&auml;ndert&ldquo;, betonte Macron.<\/p><p>Es werde untersch&auml;tzt, &bdquo;wie sehr die Russen unsere &ouml;ffentliche Meinung durch die Verbreitung von Unwahrheiten beeinflussen, bis hin zu den Geschichten &uuml;ber eine Bettwanzenplage in Frankreich&ldquo;. Die offenen westlichen Gesellschaften seien anf&auml;llig f&uuml;r Informationskriege. &bdquo;Wir sind naiv, wenn wir verkennen, dass sich die russische Geheimarmee in unseren Demokratien ausbreitet&ldquo;, sagte Macron. &ndash; red, ORF.at\/<a href=\"https:\/\/orf.at\/stories\/impressum-nachrichtenagenturen\/\">Agenturen<\/a><\/p><p>Mit dieser unverhohlenen Propaganda f&uuml;r die Pflege des Feindbildes Russland m&ouml;chte ich schlie&szlig;en &ndash; verbunden allerdings mit der Hoffnung, dass wir solche Versuche das Feindbildaufbaus nachhaltig bek&auml;mpfen und &uuml;berwinden.<\/p><p>Um dazu einen kleinen Beitrag zu leisten, bin ich zu Ihnen hierher nach Mannheim gekommen. Danke jedenfalls dem NachDenkSeiten-Kreis Mannheim f&uuml;r die Einladung. Damit Sie, lieber Vorsitzender, an der aktuellen Fruchtbarkeit unserer Region, also des Pf&auml;lzer Waldes teilhaben k&ouml;nnen, habe ich Ihnen einen Beutel Keschde mitgebracht &ndash; auf Hochdeutsch: Esskastanien.<\/p><p><em>* Korrektur 7. Oktober 2025 18 Uhr: An dieser Stelle stand irrt&uuml;mlich, dass sich Willy Brandt mit Erich Honecker getroffen h&auml;tte. Wir haben diesen Fehler berichtigt.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Stadtarchiv Mannheim<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum in der &Uuml;berschrift genannten Thema habe ich am 2. Oktober beim NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis Mannheim einen Vortrag gehalten. Da das Thema vermutlich viele Leserinnen und Leser der <em>NachDenkSeiten<\/em> interessiert, ver&ouml;ffentlichen wir den Text des Vortrages. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":140107,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,170,11,211],"tags":[1572,1114,329,2013,3260,1339,1268,2066,466,378,397,915,906,259,2147,3097,966,2718,1019],"class_list":["post-140103","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-friedenspolitik","category-strategien-der-meinungsmache","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","tag-abruestung","tag-adenauer-konrad","tag-brandt-willy","tag-entspannungspolitik","tag-feindbild","tag-heinemann-gustav","tag-kalter-krieg","tag-macron-emmanuel","tag-nato","tag-nds-gespraechskreis","tag-ostpolitik","tag-putin-wladimir","tag-ruestungsindustrie","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-staedtepartnerschaften","tag-weltkrieg","tag-wiederbewaffnung","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/251006-mannheim-titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=140103"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140103\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140212,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140103\/revisions\/140212"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/140107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=140103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=140103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=140103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}