{"id":140197,"date":"2025-10-08T16:00:28","date_gmt":"2025-10-08T14:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140197"},"modified":"2025-10-08T16:41:21","modified_gmt":"2025-10-08T14:41:21","slug":"leserbriefe-zu-deutschland-uneinig-vaterland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140197","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eDeutschland, uneinig Vaterland\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140001\">In diesem Beitrag<\/a> thematisiert <strong>Maike Gosch<\/strong> den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober. Die Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands 1990 werde gefeiert, zugleich erinnere &bdquo;dieser Tag auch an die historische nationale Einigung, die im 19. Jahrhundert mit der Reichsgr&uuml;ndung 1871 erreicht wurde&ldquo;. W&auml;hrend die staatliche Einheit erreicht worden sei, scheine in diesem Jahr die gesellschaftliche Einheit weniger vorhanden und weniger erreichbar zu sein denn je. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe hierzu. Die nun folgende Auswahl hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Gosch,<\/p><p>die FDP-Spitzenpolitikerin <a href=\"https:\/\/x.com\/LindaTeuteberg\/status\/1974056183745978501\">Linda Teuteberg<\/a> argumentierte so &auml;hnlich wie Sie auch, da&szlig; es mehr Verbindendes als Trennendes g&auml;be:<\/p><p>&ldquo;Uns Deutsche verbindet eine gemeinsame Kultur, auch jenseits der Sprache. Die &Uuml;berwindung der SED-Diktatur sollte uns Anlass sein, zu lernen, dass es ebenso wie nationale historische Verantwortung auch legitime nationale Freude gibt. Feiern wir, was uns verbindet. #TDE25&rdquo;, so Linda Teuteberg (03.10.2025).<\/p><p>Ich will dazu nur anmerken:<\/p><p>Ja, es gibt diese gemeinsame Kultur, die die Deutschen verbindet, n&auml;mlich die Kultur des Schweigens &amp; Vergessens:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>die Ostdeutschen werden einfach komplett vergessen! &ndash; w&auml;hrend jedes Mal um den 3. Oktober herum immer alle so tun, als w&uuml;rde besonders den Ostdeutschen Aufmerksamkeit geschenkt. S&auml;mtliche Deutschen &ouml;stlich der Oder, u.a. Ostpreu&szlig;en &amp; Schlesier, werden einfach vergessen! Von den Deutschen, die 1945 anderswo in Europa vertrieben wurden, mal ganz zu schweigen: Jugoslawiendeutsche, Donauschwaben, etc.. Man sollte die Geschichte wenigstens erw&auml;hnen &amp; nicht beschweigen.<\/li>\n<li>die Fortsetzung der Nazi-Seilschaften &amp; Nazi-Karrieren in der alten BRD wird beschwiegen. Sowohl in der Privatwirtschaft, als auch in Politik, BND, Bundeswehr, NATO, etc. waren die Funktion&auml;re von SS, NSDAP, Gestapo &amp; Wehrmacht &uuml;berall vertreten. &ndash; Das wird komplett beschwiegen &amp; nie in Schule &amp; Schulb&uuml;chern erw&auml;hnt. Die Vereinigung von BRD, BND, Bundeswehr, Nazis &amp; Wehrmacht, das unterliegt der Amnesie.<\/li>\n<li>Die deutschen Nazis, die mit BND &amp; CIA nach 1945 in S&uuml;damerika Staatsterror, Morde &amp; Kindervergewaltigungen organisierten (u.a. Chile, Brasilien, Argentinien, Bolivien, etc..) &ndash; das wird einfach beschwiegen.<\/li>\n<li>Ebenso der Staatsterror der Israelis gegen die Pal&auml;stinenser, all die Kindermorde &amp; Kindervergewaltigungen, der IDF &amp; des Mossads, Jeffrey Epstein, etc., all das wird beschwiegen. Das Einzige was den Kindern zu Israel erz&auml;hlt wird ist, da&szlig; es eine angebliche Staatsr&auml;son g&auml;be, die all den israelischen Terror auch noch unterst&uuml;tzen soll!<\/li>\n<\/ol><p>Die gemeinsame Kultur der Deutschen lautet: Beschweigen &amp; Vergessen &ndash; und vor allem den Kindern in den Schulen nichts davon erz&auml;hlen, sondern nur einen Brei aus Halbwissen &amp; Bl&ouml;dsinn.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nErnesto Loll<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Gosch,<\/p><p>35 Jahre nach der &bdquo;Deutschen Einheit&ldquo;: Deutschland will endlich wieder &uuml;ber allem stehen<\/p><p>Na ja. Die sogenannte Deutsche Einheit war doch eigentlich eine Annexion, weil es, bspw. im Gegensatz zur Krim-Abstimmung, gar kein Referendum gab. <\/p><p>Auch war die Bedingung f&uuml;r die Vereinigung, dass sich die NATO keinen Inch weiter nach Osten ausdehnt. Da es im erheblichen Ma&szlig;e aber doch geschah und weiter geschehen soll, m&uuml;sste sie also eigentlich r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden. <\/p><p>Die Oppositionen und B&uuml;rgerbewegungen, so auch ich, gingen n&auml;mlich nicht f&uuml;r die Irrfahrt in die kapitalistische Sackgasse, sondern f&uuml;r eine reformierte sozialistische DDR auf die Stra&szlig;e, was auch (mehr) Meinungsfreiheit und Reisefreiheit einschloss. <\/p><p>Daher war ich nat&uuml;rlich alles andere als begeistert vom 02.10.1990, an dem ich zur mittern&auml;chtlichen Feierlichkeit in Berlin zur Begr&uuml;&szlig;ung des 03.10.1990 &bdquo;mitgeschliffen&ldquo; wurde. Der Traum von einer reformierten und endlich richtig sozialistischen DDR war ausgetr&auml;umt und mir war klar, dass ich nun f&uuml;r den Kapitalisten zu arbeiten h&auml;tte. <\/p><p>Mit der Liquidation einer ganzen, sich selbsttragenden Volkswirtschaft und dem Diebstahl des gesamten DDR-Volkseigentums (mindestens eine Billion DM), was Massenarbeitslosigkeit und Massenverelendung in der Ost-Bev&ouml;lkerung zur Folge hatte, war doch die gro&szlig;e Spaltung schon besiegelt. Ach so, da war doch auch noch etwas mit einer Verfassung, die laut Gr&uuml;ndungsv&auml;tern des Deutschen Grundgesetzes f&uuml;r den Fall des Zusammenwachsens beider deutscher Staaten unter Volksabstimmung etabliert werden sollte. Aber Pustekuchen. <\/p><p>Und das sogenannte Sommerm&auml;rchen 2006 erlebte ich als einen gro&szlig;en Albtraum. Da sp&uuml;rte ich schon, wie eine ganze Volksmasse dazu gebracht werden kann, in eine Richtung zu marschieren. Zu diesem Zeitpunkt war dieses Deutschland &uuml;brigens schon l&auml;ngst in festen H&auml;nden des Hartz4-Regimes, dem wir den gr&ouml;&szlig;ten Sozialabbau in der BRD seit Ende des zweiten Weltkrieges zu &bdquo;verdanken&ldquo; haben und unter dem bereits viele Leute, so auch ich, zu leiden hatten.<\/p><p>Jetzt ist die Verarmung nur immer mehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und der Deutsche Michel ist dar&uuml;ber furchtbar erstaunt. H&auml;tte er sich mal mit den Folgen der Agenda 2010 auseinandergesetzt, h&auml;tte er schon zu dem zwingenden Schluss kommen m&uuml;ssen, dass die Verarmung immer weiter zunehmen werde. Aber er hat stattdessen den Hartz4-Reformen sicherlich begeistert zugestimmt und sich weiter mit Brot und Spielen (Apropos &bdquo;Sommerm&auml;rchen&ldquo; 2006) bet&auml;ubt. <\/p><p>Nun wird dem Deutschen Michel das&ldquo; letzte Hemd genommen&ldquo; und er wird von den deutschen Nazi-Erben aus Politik und Massenmedien auf den gro&szlig;en Krieg in Stalingrad 2.0 eingeschworen. (Frau Gosch h&auml;tte unbedingt mal klarstellen m&uuml;ssen, wo die wirklichen Rechtsextremen und Nazis sitzen, und dass Demos gegen Coronama&szlig;nahmen und Impfzwang sowie Frieden und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung keine rechten, sondern linke Demos sind, es sei denn, sie hat es auch immer noch nicht erkannt.) <\/p><p>Aber er bleibt lieber brav zu Hause und sieht seinem Untergang und dem Untergang seines Landes brav zu oder gef&auml;llt sich sogar noch in der Rolle, jeglichen Friedens- und V&ouml;lkerverst&auml;ndigungsinitiativen fanatisch und systematisch in den R&uuml;cken zu fallen. <\/p><p>35 Jahre nach dem &bdquo;Einheitstag&ldquo; erscheint es mir, wie 85 Jahre zur&uuml;ckgeworfen. Daher h&auml;tte ich zu den diesj&auml;hrigen offiziellen Feierlichkeiten eigentlich die gro&szlig;e mediale Einspielung der ersten Strophe der Deutschen Nationalhymne erwartet. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nElian Binner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Gosch,<\/p><p>zuerst m&ouml;chte ich mich, wie schon bei fr&uuml;herer Gelegenheit, von Herzen f&uuml;r Ihre Arbeit bedanken. Sie und Ihr journalistischer Ansatz sind f&uuml;r die Medienlandschaft im Allgemeinen und die NachDenkSeiten im Besonderen ein absolutes Geschenk. Ich freue mich auf jeden einzelnen Artikel von Ihnen.<\/p><p>Ihr aktueller Text zur Spaltung der Gesellschaft hat mich tief bewegt, weil er eine Entwicklung beschreibt, in der uralte und oft beschriebene Methoden zum Tragen kommen. Methoden, die man, wenn man sie einmal erkannt hat, &uuml;berall wiederfindet.<\/p><p>Der Politikwissenschaftler nennt es &ldquo;Teile und Herrsche&rdquo; &ndash; die Aufspaltung gr&ouml;&szlig;erer Machtkonzentrationen in kleinere, leichter zu kontrollierende Einheiten. Der Psychologe spricht von &ldquo;Spaltung&rdquo; oder &ldquo;Abspaltung&rdquo;, einem Mechanismus, bei dem das eigene Selbst oder andere Menschen in ausschlie&szlig;lich gute oder schlechte Anteile zerlegt werden. Manipulative Pers&ouml;nlichkeiten nutzen dies gezielt, um Keile zwischen Menschen zu treiben. Und in der Theologie findet das Prinzip seine Entsprechung in der Konzeption von S&uuml;nde und in der kirchlichen Geschichte als Machtinstrument, das den Menschen gefangen h&auml;lt.<\/p><p>Hermetiker w&uuml;rden sagen: &ldquo;Wie im Gro&szlig;en, so im Kleinen.&rdquo; So wie die Zelle sich teilt, um intelligentes, selbstwirksames Leben zu schaffen, und dieses Leben durch Zerst&uuml;ckelung vernichtet wird, so findet sich dieses Muster auch in Familien, Gemeinschaften, St&auml;dten und Staaten. Je gr&ouml;&szlig;er eine Gruppe wird, desto gef&auml;hrlicher wird sie f&uuml;r jene etablierten, selbsterhaltenden Systeme, die man umgangssprachlich als &ldquo;Eliten&rdquo; bezeichnet. Gruppen m&uuml;ssen getrennt werden, damit sie sich nicht zur Wehr setzen k&ouml;nnen.<\/p><p>Das ist eine oft genutzte imperialistische Methode, um &ldquo;zu gro&szlig;e Staaten&rdquo; in viele kleine aufzuteilen, die nicht mehr die &ldquo;Macht der Masse&rdquo; besitzen. Deswegen muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass wir ein &ldquo;Herzland Europa&rdquo; bekommen. Deswegen ist es so wichtig, dass Deutschland in den K&ouml;pfen der Menschen niemals wirklich geeint wird. Wir k&ouml;nnten jemandem &ndash; den ich pers&ouml;nlich nicht n&auml;her definieren kann und m&ouml;chte &ndash; zur Gefahr werden. Sobald eine kritische Masse erreicht wird, wird sie aufgespalten. Man kann es fast vorhersagen, egal ob es um Coronakritiker, Bauernproteste, den Arabischen Fr&uuml;hling, den Maidan 2014 oder die Zerschlagung der Sowjetunion geht. Meines Erachtens nach f&uuml;hlen sich immer dieselben bedroht und wenden immer dieselben Methoden an.<\/p><p>Die von Ihnen beschriebene Spaltung ist daher weder ungew&ouml;hnlich noch unerkl&auml;rlich, sondern eine logische Konsequenz aus gesellschaftlicher und geopolitischer Sicht. Dass sich das Individuum &ndash; und je nach Kontext w&uuml;rde ich hier auch ganze Staaten so bezeichnen &ndash; so leicht spalten l&auml;sst, zeigt, wie fragil der Zusammenhalt im Gro&szlig;en durch die Spaltung im Kleinen gemacht wird.<\/p><p>Was wir dagegen tun k&ouml;nnen? Uns nicht spalten lassen. Mitdenken. Selbstwirksam und eigenverantwortlich handeln. Wir k&ouml;nnen nicht die Au&szlig;enwelt ver&auml;ndern, nicht durch unser&nbsp;Eingreifen. Wir k&ouml;nnen in der Au&szlig;enwelt nicht mit den &uuml;blichen Mitteln wirken. Aber jeder von uns kann individuell in seiner Realit&auml;t, in seinem Bewusstsein, die Entscheidung treffen, verantwortungsvoll zu handeln. Nur da!&nbsp;Dazu ist es essenziell, dass wir h&ouml;ren, sehen, denken und zusammenhalten. Nur dadurch erm&auml;chtigen wir uns, im Au&szlig;en zu wirken.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit, Frau Gosch. Sie tragen als eine der wenigen Stimmen &ndash; auch auf den NachDenkSeiten &ndash; zum Zusammenhalt bei, nicht zur Spaltung. Und das ist in diesen Tagen unglaublich wichtig.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nDanny Altmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Auf vielen Kan&auml;len sind die Themen wie Uneinigkeit und Spaltung virulent.&nbsp;<\/p><p>Festzustellen w&auml;re doch erstmal, ob jemals in diesem sog. Vaterland eine Einigkeit bestanden hat?<\/p><p>Wie genau sah diese denn aus?<\/p><p>Ist es nicht so, dass das vorherrschende Politsystem selbst f&uuml;r Spaltungen, Ausgrenzungen&hellip; &lsquo;sorgt&rsquo;, da Parteien ja untereinander in Konkurrenz stehen und einem jeweiligen Wahlklientel immer das versprechen, was vorherige Regierungsparteien angeblich nicht zustande gebracht haben?<\/p><p>Allerh&ouml;chste Zeit dieses unfruchtbare und unw&uuml;rdige Polittheater zu beenden, welches W&auml;hlerInnen im Untertanenstatus h&auml;lt und &ldquo;wirkliche Demokratie&rdquo; verhindert.<\/p><p>&ldquo;Echte Demokratie&rdquo; hei&szlig;t, dass wir als B&uuml;rgerInnen alle &uuml;ber &ldquo;politische Machtgleichheit&rdquo; verf&uuml;gen um miteinander Politik machen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Leider vermisse ich das Nachdenken dar&uuml;ber auch auf den Nachdenkseiten, die uns zwar tagt&auml;glich die Verfehlungen des&nbsp; heutigen Politsystems vor Augen f&uuml;hren, jedoch&nbsp;immer noch von diesem falschen System richtige Ergebnisse im Sinne des Gemeinwohls erwarten.&nbsp;<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SydpnhgpKOo\">&ldquo;&hellip;wir d&uuml;rfen uns nicht auseinandertreiben lassen!&rdquo; &amp; anderer Schwachsinn aus der Politikerblase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uJx5O1bnLr0\">Geloste B&uuml;rgerr&auml;te, um das alte, kranke, marode Aristokraten-Schei&szlig;system zu retten? &ndash; WTF!?<\/a><\/li>\n<\/ul><p>L.G.<br>\nUte Plass<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Was w&auml;re denn das richtige System, verehrte Frau Plass? Und &uuml;berhaupt, was soll der Begriff System? Wie w&uuml;rden Sie unser System definieren, beschreiben?<\/em><\/p><p><em>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e.<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller<\/em><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre R&uuml;ckfrage, die mich freut.<\/p><p>Systemisch verstanden w&auml;re&nbsp;eine wirkliche Demokratie, ein System zu etablieren, das gesellschaften stabil befriedet, so dass menschliche Gesellschaften &uuml;berhaupt gedeihen k&ouml;nnen.<\/p><p>Dazu bedarf es <strong>politischer Machtgleichheit<\/strong>&nbsp;aller B&uuml;rgerInnen, die eben nicht ihre Stimme an eine Partei abgeben, sondern&nbsp;selbst Politik machen auf dem Boden einer von ihnen selbst verfassten Verfassung. &lsquo;Richtig&rsquo; im Sinne von: Wir B&uuml;rgerInnen geben uns selbst Regeln und Gesetze, nach denen wir uns verhalten. Insofern kommt die Idee der &ldquo;gelosten Demokratie&rdquo; dem weitaus n&auml;her als das, was wir als &ldquo;repr&auml;sentative Demokratie&rdquo; bezeichnen, die doch letztlich (siehe auch Mausfeld) eine simulierte ist:<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/0sWUpVfttHo?si=-XVCua_G-yJvYN6q\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>(&hellip;)<\/p><p>Im Sinne &ldquo;paradoxer Intervention&rdquo; hat sich eine <a href=\"https:\/\/losdemokratie.de\/docs\/programm\">Losdemokratiepartei<\/a> gegr&uuml;ndet, deren Ziel eine Verfassungsreform ist und das &Uuml;berfl&uuml;ssigmachen von Parteien.<\/p><p>Auch wenn der Parteivorsitzende der Losdemokratiepartei Ardalan Ibrahim in seiner &lsquo;sehr eigenwilligen, unkonventionellen Weise&rsquo; dar&uuml;be spricht, so halte ich seine &Uuml;berlegungen zur gelosten Demokratie&nbsp;f&uuml;r sehr bedenkenswert. (&hellip;)<\/p><p>Mit gro&szlig;em Dank und Wertsch&auml;tzung f&uuml;r Ihr unerm&uuml;dliches Tun im Sinne w&uuml;rdigen Lebens aller sende ich friedensbewegte Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<\/p><p>wie jeden Morgen werden bei DSF die Kurznachrichten geh&ouml;rt, um das Wichtigste des Tages zu wissen. Das Wichtigste ist an diesem Tage freilich der Tag der Einheit, der gefeiert wird. Wie viele Millionen im Lande haben nach 35 Jahren wirklich nur zu feiern? Die Frage wird nicht gestellt, schon gar nicht nach Antwort gesucht. Wie viele Millionen der &ldquo;Helden&rdquo; und &ldquo;friedlichen Revolution&auml;re&rdquo; sehen nach 35 Jahren ihre Forderungen nach Freiheit, Demokratie ganz konkret, nach sozialen Menschenrechten &uuml;ber die Banane und grenzenloses Reisen, nach Konsumfreiheiten bei reichlich finanziellen Mitteln erf&uuml;llt? Wo ist das zu erfahren? In Feierlaune kommen wie allj&auml;hrlich jene zusammenkommen, die sich selbst feiern, feiern lassen, allerlei Hohn und Spott, Zynismus f&uuml;r die &uuml;brig haben, die ihnen den Weg an die Macht demonstriert haben und sich eher auf der Verliererseite und Illusionisten wiederfinden.<\/p><p>Tag der Einheit nichts zum Feiern f&uuml;r das ganze &ldquo;Wir sind das Volk&rdquo; um mal wieder an Spr&uuml;che zu erinnern wie auch die &ldquo;Freiheit der Andersdenkenden&rdquo;. Der Umgang mit solchen wird zunehmend sichtbar dank der Staatsgewalten und Staatsr&auml;son.<\/p><p>Warum neben dem Tag der Einheit nicht gro&szlig;e Friedensdemos in Berlin und Stuttgart ein Wort in den Kurznachrichten wert ist, auch das ist bezeichnend. Tag der Einheit ohne Frieden, ist das des Volkes Wille, der Wunsch und Wille der friedlichen Revolution gewesen? Was ist Freiheit und Demokratie, wenn die Stimme und Wille von vielen Tausenden Menschen einfach ausgeblendet, nicht erw&auml;hnenswert ist, bewu&szlig;t verschweigen wird? Warum geh&ouml;ren Einheit und Frieden nicht untrennbar zusammen? Was haben wir 1990 zum Thema an Lobeshymnen geh&ouml;rt? Alles vergessen, nie war es ernst gemeint! Machtanspruch, Krisen, Kriege, keine Meinungsfreiheit nichts davon sollte es mehr geben im vereinten Deutschland. Von alledem haben wir heute mehr als jemals und werden t&auml;glich in einen dritten Weltkrieg getrieben. Meinungsvielfalt, Pluralismus hei&szlig;t heute Gleichschaltung und Verschweigen.<\/p><p>Roland Winkler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Frau Gosch, gesch&auml;tztes NDS-Team,<\/p><p>man stand an der Oberbaumbr&uuml;cke und es flossen Tr&auml;nen die Backen hinunter. Diese anr&uuml;hrende Gem&uuml;tslage wandelte sich aber rasch in Zorn; denn dort standen auch H&auml;ndler welche u. a. angegammelte Mandarinen f&uuml;r 2,- DM das kg verkauften, die frisch bei uns auf dem Markt in Friedenau 1,- DM gekostet hatten. &ldquo;Freie Soziale Marktwirtschaft&rdquo; ist bei dergl. wohl der terminus technicus.&nbsp; Als waschechter Berliner &ndash; beide Eltern m&uuml;ssen dazu auch geborene Berliner gewesen sein &ndash; hat man immer alles direkt vor Ort, vom Beginn des zweiten Weltkrieges an, hautnah miterleben k&ouml;nnen bzw. m&uuml;ssen; also nicht nur den Fall sondern auch den Bau der Mauer sowie alles was davor gewesen war. Aber es st&ouml;rt einen immer die irref&uuml;hrende Bezeichnung &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo;; denn zutreffender w&auml;re die zwar auch etwas euphorische Bezeichnung &bdquo;Anschlu&szlig; der DDR&ldquo;, um den Begriff &bdquo;feindliche &Uuml;bernahme&ldquo; zu vermeiden. Denn schlie&szlig;lich war doch dies zusammen genommen einer der gr&ouml;&szlig;ten Raubz&uuml;ge der Geschichte. Beruflich wie privat konnte man zusehen, wie da alles was dem Westen h&auml;tte konkurrenzf&auml;hig werden k&ouml;nnen platt gemacht wurde. Die kriminelle Organisation welche das Management dr&uuml;ber f&uuml;hrte hie&szlig; bekanntlich &bdquo;Treuhand&ldquo; mit einer Pr&auml;sidentin, deren Name Igitt Gr&auml;uel oder so &auml;hnlich war. Rohwedder, der da anders vorgehen wollte, war ja vorsorglich umgebracht worden (T&auml;ter unbekannt). Habe da schon vieles belegbare zum Thema zusammengeschrieben, was hier den Rahmen sprengen w&uuml;rde. Es fing doch schon damit an, dass der Auftrag des Grundgesetzes hinsichtlich einer Verfassung negiert wurde. Wir haben jedenfalls langj&auml;hrig immer das Land zum &bdquo;Tag der Deutschen Einheit&ldquo; verlassen, weil wir, so wie es real abgewickelt wurde, keinen triftigen Grund zum Feiern sehen konnten. Ist da doch so ziemlich alles was man falsch machen kann, auch falsch gemacht worden. Aber es mu&szlig;te ja ein &bdquo;Zipfel des Mantels der Geschichte&ldquo; ergriffen werden, wie der ehrenwerte Bl&uuml;hlandschaftsg&auml;rtner befand, woraufhin er ja auch wiedergew&auml;hlt wurde. Diese sog. Wiedervereinigung h&auml;tte &uuml;brigens ohne die Billigung der Russen (Sowjets) unter der Federf&uuml;hrung des von uns verraten und verkauften Gorbatschow*), die im Gegensatz zur USA alle Besatzungstruppen aus D abgezogen haben und nun, statt eines Dankes, aktuell &bdquo;f&uuml;r immer zu unserem Feind&ldquo; erkl&auml;rt wurden (what a fool!), nie stattfinden k&ouml;nnen! <\/p><p>Bester Gru&szlig;<br>\nH. Wohler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Maike Gosch,<\/p><p>ich bitte Sie um Kentnisnahme meiner Zeilen und etwas mehr&hellip;<\/p><p>Offene Mail, 3. Oktober 2025<\/p><p>&bdquo;Wiedervereinigung&ldquo;? &ndash; Eindeutig: Nein<\/p><p>Am 3. Oktober 1990 jubelten Hunderttausende vor dem Reichstag. &bdquo;Wir sind ein Volk&ldquo;, sangen sie, die Fernsehkameras hielten ein nationales Gl&uuml;cksversprechen fest. Politiker sprachen vom &bdquo;gro&szlig;en Tag der Wiedervereinigung&ldquo;. Doch was in der Euphorie kaum beachtet wurde: Juristisch hatte sich kein neuer Staat gegr&uuml;ndet, sondern die DDR war schlicht der alten Bundesrepublik beigetreten. Diese Unterscheidung mag trocken wirken, doch sie pr&auml;gt bis heute das Selbstverst&auml;ndnis des vereinigten Landes &ndash; und erkl&auml;rt viele Br&uuml;che der vergangenen 35 Jahre.<\/p><p>These 1 &ndash; Der juristische Kern<\/p><p>Der Einigungsvertrag war kein Neubeginn, sondern ein Beitritt der DDR nach Artikel 23 GG (a.F.). Von einer gemeinsamen Verfassung nach Artikel 146 GG (a.F.) war nie die Rede. Juristisch handelte es sich um eine einseitige &Uuml;bernahme, nicht um den Bund zweier Staaten. Der Bonner Verfassungsrechtler Roman Herzog formulierte es 1990 klar: &bdquo;Es handelt sich um den Beitritt eines Staates zu einem bestehenden Staatswesen, nicht um eine neue Verfassung.&ldquo;&sup1; Wer heute noch von &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; spricht, verschleiert diese n&uuml;chterne Realit&auml;t.<\/p><p>These 2 &ndash; Politische Sprachvernebelung<\/p><p>W&auml;hrend die Vertragstexte n&uuml;chtern von &bdquo;Einheit&ldquo; und &bdquo;Beitritt&ldquo; sprachen, inszenierten Politiker die Einheit als &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo;. Helmut Kohl versprach im Juli 1990: &bdquo;Durch die Einheit werden in k&uuml;rzester Zeit bl&uuml;hende Landschaften entstehen.&ldquo;&sup2; Richard von Weizs&auml;cker sprach am 3. Oktober 1990 vom &bdquo;gro&szlig;en Tag der Wiedervereinigung&ldquo;.&sup3; Die Politik entschied sich bewusst f&uuml;r das warme Wort, das Emotionen band, aber die k&uuml;hle juristische Realit&auml;t &uuml;berdeckte.<\/p><p>Die Doppelstrategie war durchsichtig: Nach innen sollte die Rede von der &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; Gef&uuml;hle wecken &ndash; von Heimkehr und Neubeginn auf Augenh&ouml;he. Nach au&szlig;en, gegen&uuml;ber den Siegerm&auml;chten und Nachbarn, diente der n&uuml;chterne Vertragstext als Beruhigungssignal: kein neuer Staat, sondern ein erweiterter alter.<\/p><p>These 3 &ndash; Erwartung und Entt&auml;uschung<\/p><p>Die Rede von der &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; weckte im Osten die Erwartung einer Neugr&uuml;ndung auf Augenh&ouml;he. Die Realit&auml;t war anders: Mit dem 3. Oktober 1990 h&ouml;rte die DDR staatsrechtlich auf zu existieren. Ihre L&auml;nder wurden eingegliedert und ihre Institutionen aufgel&ouml;st. Der erste frei gew&auml;hlte Ministerpr&auml;sident der DDR, Lothar de Maizi&egrave;re, sagte 1991 r&uuml;ckblickend: &bdquo;Wir wollten eine Vereinigung, gekommen ist ein Beitritt.&ldquo;&#8308; F&uuml;r viele Ostdeutsche wurde daraus das Gef&uuml;hl, nicht Teilhabe, sondern &Uuml;bernahme erlebt zu haben.<\/p><p>These 4 &ndash; &Ouml;konomische Folgen<\/p><p>Die &ouml;konomische Realit&auml;t der Einheit war ein Schock. Die Treuhandanstalt privatisierte oder liquidierte rund 14.000 Betriebe mit &uuml;ber 4 Millionen Besch&auml;ftigten. Ganze Branchen verschwanden. Birgit Breuel, die letzte Pr&auml;sidentin der Treuhand, r&auml;umte 1998 ein: &bdquo;Die Treuhand war die gr&ouml;&szlig;te Zerschlagungsanstalt Europas.&ldquo;&#8309; Statt Aufschwung kam Massenarbeitslosigkeit &ndash; in Ostdeutschland lag die Quote Mitte der 1990er Jahre bei &uuml;ber 15 Prozent.<\/p><p>Hinzu kamen strukturelle Nachteile: Wer im Osten blieb, arbeitete oft f&uuml;r deutlich weniger Geld. Die Lohnl&uuml;cke zwischen Ost und West betr&auml;gt auch 2025 noch rund 15 bis 17 Prozent.&#8310; Besonders qualifizierte junge Menschen zogen fort: Zwischen 1990 und 2010 verlor Ostdeutschland etwa 2 Millionen Einwohner.&#8311; Ganze Regionen ver&ouml;deten, viele St&auml;dte k&auml;mpften mit Leerstand und Schrumpfung. Noch heute wird der Osten mit Milliarden-Transfers stabilisiert &ndash; ein Ungleichgewicht, das das Narrativ von den &bdquo;bl&uuml;henden Landschaften&ldquo; bis heute als gebrochen erscheinen l&auml;sst.<\/p><p>These 5 &ndash; Politische Schieflage<\/p><p>Auch in der politischen und gesellschaftlichen Repr&auml;sentation setzte sich die Asymmetrie fort. In den 1990er Jahren lag der Anteil Ostdeutscher in F&uuml;hrungspositionen bei unter 2 %. Heute, 35 Jahre nach der Einheit, liegt er zwar h&ouml;her, aber noch immer deutlich unter dem Bev&ouml;lkerungsanteil. Laut der sogenannten Middelhoff-Studie 2019 stammen nur rund 1,7 % der Eliten in Wirtschaft, Justiz, Verwaltung und Wissenschaft aus dem Osten.&#8312; In den Vorst&auml;nden der DAX-40-Unternehmen kommt kaum mehr als 3 % aus Ostdeutschland. Der Politikwissenschaftler Michael Edinger nennt dies eine &bdquo;strukturelle Unterrepr&auml;sentation, die demokratiepolitisch hoch problematisch ist.&ldquo;&#8313;<\/p><p>Dieses Gef&auml;lle hinterl&auml;sst Spuren: Viele Ostdeutsche erleben bis heute, dass ihre Biografien und Lebensleistungen geringgesch&auml;tzt werden. Politische Entfremdung und Misstrauen in &bdquo;die da oben&ldquo; sind auch eine Folge dieser dauerhaften Unterrepr&auml;sentation.<\/p><p>These 6 &ndash; Gegenwartssprache<\/p><p>Offizielle Stellen meiden heute das Wort &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo;. Die neue Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD)&nbsp;der Bundesregierung spricht von &bdquo;Deutscher Einheit&ldquo; oder vom &bdquo;inneren Zusammenwachsen&ldquo;.&sup1;&#8304; Medien dagegen halten am vertrauten Begriff fest, besonders zu Jubil&auml;en. Die &bdquo;Tagesschau&ldquo; titelte am 3. Oktober 2020 etwa schlicht: &bdquo;30 Jahre Wiedervereinigung&ldquo;.&sup1;&sup1; Die alte Diskrepanz bleibt also: eine juristisch pr&auml;zise Amtssprache auf der einen, eine emotional verkl&auml;rte &Ouml;ffentlichkeit auf der anderen Seite.<\/p><p>These 7 &ndash; Die Geschichte der Einheit ist eine Geschichte der Begriffsverwirrung.<\/p><ul>\n<li>Unwissenheit: Viele B&uuml;rger kennen die juristische Grundlage nicht, weil sie nie klar vermittelt wurde.<\/li>\n<li>Irref&uuml;hrung: Die Politik entschied sich bewusst f&uuml;r das M&auml;rchen &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; und &uuml;berdeckte damit die Realit&auml;t des Beitritts.<\/li>\n<\/ul><p>Die Einheit war &ouml;konomisch ein Umbruch mit hohen sozialen Kosten, politisch eine &Uuml;bernahme mit bleibenden Machtasymmetrien. Nur wenn dieser Befund offen anerkannt wird, kann die Debatte &uuml;ber die Einheit ehrlich gef&uuml;hrt werden.<\/p><p>Die deutsche Einheit ist kein abgeschlossenes M&auml;rchen, sondern eine unfertige Geschichte. Wer sie verstehen will, muss am Anfang anfangen &ndash; bei der Frage, warum &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; bis heute gesagt, aber nie vollzogen wurde.<\/p><p>Quellen (Auswahl)<\/p><ol>\n<li>Roman Herzog: &bdquo;Der Beitritt nach Artikel 23 GG ist keine neue Verfassung&ldquo;, Interview in: FAZ, 23. August 1990.<\/li>\n<li>Helmut Kohl: Regierungserkl&auml;rung vor dem Deutschen Bundestag, 1. Juli 1990.<\/li>\n<li>Richard von Weizs&auml;cker: Rede zum Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober 1990.<\/li>\n<li>Lothar de Maizi&egrave;re: Interview in Die Zeit, 10. Mai 1991.<\/li>\n<li>Birgit Breuel: Rede zum Abschlussbericht der Treuhand, 1998.<\/li>\n<li>Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): Lohnunterschiede Ost-West, Jahresbericht 2024.<\/li>\n<li>Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung: Bev&ouml;lkerungsentwicklung Ostdeutschland 1990&ndash;2010.<\/li>\n<li>Michael Middelhoff u.a.: Studie &bdquo;Ostdeutsche Eliten&ldquo;, Universit&auml;t Leipzig 2019.<\/li>\n<li>Michael Edinger: Interview in Der Spiegel, 15. Oktober 2019.<\/li>\n<li>Carsten Schneider: Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2023.<\/li>\n<li>ARD-Tagesschau, Sendung vom 3. Oktober 2020.<\/li>\n<\/ol><p>F&uuml;r eine R&uuml;ckmeldung bin ich dankbar, besonders aber f&uuml;r kritische Hinweise und Anmerkungen, die zur Sch&auml;rfung der Argumentation beitragen k&ouml;nnen.<\/p><p>Einen sch&ouml;nen Feiertag,<br>\nChristian Josef Barthel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-140197","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=140197"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140197\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140281,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140197\/revisions\/140281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=140197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=140197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=140197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}