{"id":14021,"date":"2012-07-31T08:14:33","date_gmt":"2012-07-31T06:14:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021"},"modified":"2012-07-31T08:14:33","modified_gmt":"2012-07-31T06:14:33","slug":"hinweise-des-tages-1689","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h01\">Memorandum 2012 &ndash; Ein Gespr&auml;ch mit Heinz-Josef Bontrup<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h02\">Dierk Hirschel: Geld ist genug da!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h03\">Michael Spreng &ndash; Die &Uuml;berlebensfrage der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h05\">Kritik an Deutschland &ndash; Warum Juncker recht hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h06\">Stabilit&auml;t f&uuml;r den Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h07\">Lohndumping, Betrug und Skandale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h08\">Weniger offene Stellen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h09\">Dauerbereitschaft: Arbeit auf Abruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h10\">Sind die Rentenanspr&uuml;che ungerecht verteilt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h11\">Altersvorsorge in Gefahr. Was tun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h12\">Leiharbeit bleibt abgeh&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h13\">Blo&szlig; weg vom Hindukusch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h14\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h15\">Hans-Peter Friedrich und die Bundespolizei Fahrl&auml;ssige Gleichg&uuml;ltigkeit der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h16\">Der ifo-Presseberichtsklimaindex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021#h17\">Zu guter Letzt: Spa&szlig;vogel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14021&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Memorandum 2012 &ndash; Ein Gespr&auml;ch mit Heinz-Josef Bontrup<\/strong><br>\nJedes Jahr im Mai bringt die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ihr Memorandum heraus, das als Gegengutachten zu dem des so genannten Sachverst&auml;ndigenrates gelten kann. Das Mememorandum 2012 tr&auml;gt den Titel &ldquo;Europa am Scheideweg &ndash; Solidarische Integration oder deutsches Spardiktat&rdquo;. Gute Tradition ist mittlerweile das Interview, das der Trotzfunk mit dem Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik Heinz-Josef Bontrup anl&auml;sslich des Erscheinens der Memoranden f&uuml;hrt. Heinz-Josef Bontrup ist Hochschullehrer f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/trotzfunk.de\/wordpress\/?p=1196\">Trotzfunk (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.freie-radios.net\/mp3\/20120617-memorandum2-49104.mp3\">Trotzfunk (Audio-Podcast, mp3)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dierk Hirschel: Geld ist genug da!<\/strong><br>\nEuropa ist so reich wie noch nie. Zwischen Monaco und Mailand leben heute 3,2 Millionen Million&auml;re. Der private Reichtum Westeuropas umfasst 27 Billionen Euro. Die deutschen Reichen sitzen auf einem 7,2 Billionen Euro hohen Verm&ouml;gensberg &ndash; Sach- und Geldverm&ouml;gen abz&uuml;glich Verbindlichkeiten. Dieses Verm&ouml;gen ist dreimal so gro&szlig; wie das teutonische Sozialprodukt. In Frankreich, Italien und Spanien umfasst der private Reichtum sogar das F&uuml;nf- bis Siebenfache der j&auml;hrlich produzierten Waren und Dienstleistungen. Von Madrid bis Athen konzentriert sich immer mehr Verm&ouml;gen in immer weniger H&auml;nden. Hierzulande besitzt das reichste Prozent mehr als ein Drittel des gesamten Nettoverm&ouml;gens Die reichsten zehn Prozent halten zwei Drittel.<br>\nEs gibt einen engen Zusammenhang zwischen steigenden Privatverm&ouml;gen und wachsenden Staatsschulden. In der gro&szlig;en Finanzmarktkrise 2008 rettete der Staat die Banken vor dem Untergang. Durch milliardenschwere Finanzhilfen und staatliche Garantien wurden die Verm&ouml;gensbesitzer vor gro&szlig;en Verlusten gesch&uuml;tzt. Der staatliche Rettungseinsatz lie&szlig; die Staatsverschuldung explodieren. Die Schuldenquote des Eurolands kletterte krisenbedingt von rund 66 Prozent auf &uuml;ber 85 Prozent. Allein die deutschen Staatsschulden stiegen um 400 Milliarden Euro. Drei Viertel davon sind Kosten der Bankenrettung. Europaweit bel&auml;uft sich die Zeche der Bankenrettung auf rund 1,6 Billionen Euro. Kurzum: Der Anstieg der Staatsverschuldung ist nicht das Ergebnis laxer Haushaltspolitik, sondern Folge einer schamlosen politischen Reichtumspflege und der gro&szlig;en Finanzmarktkrise. Das Gemeinwohl schrumpfte zugunsten steigender Verm&ouml;gen. Und jetzt sollen die Schuldenberge dadurch abgetragen werden, dass abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte, Rentner und Arbeitslose den G&uuml;rtel enger schnallen. Damit muss endlich Schluss sein. Die Schuldenfrage ist eine Verteilungsfrage. Der private Reichtum muss jetzt zum Abbau der Staatsschulden herangezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F07%2F30%2Fa0088&amp;cHash=c0b2b1ecd3\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Michael Spreng &ndash; Die &Uuml;berlebensfrage der Demokratie<\/strong><br>\nMein Urerlebnis mit Top-Managern der Finanzindustrie hatte ich 2002. Damals war ich Wahlkampfmanager von Edmund Stoiber. Roland Berger hatte f&uuml;r Stoiber im Hotel &ldquo;Vier Jahreszeiten&rdquo; in M&uuml;nchen ein intimes Treffen mit den Vorstandschefs der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Unternehmen arrangiert. Ich begleitete Stoiber. [&hellip;]<br>\nVor diesem Hintergrund ist es ersch&uuml;tternd, wie schnell die Vorschl&auml;ge von Sigmar Gabriel zur Bankenregulierung als &ldquo;Populismus&rdquo; (Wolfgang Sch&auml;uble) abgeb&uuml;rstet wurden. Denn der SPD-Chef hat recht, wenn er die Frage der Kontrolle der Finanzindustrie zur &Uuml;berlebensfrage der Demokratie erkl&auml;rt. Deshalb ist das Thema Finanzmarktregulierung auch das richtige Wahlkampfthema.<br>\nWarum sollen die B&uuml;rger noch w&auml;hlen gehen, wenn anschlie&szlig;end Hedgefonds und Banken die Politik diktieren? Ohne Finanztransaktionssteuer, die den irrwitzigen Hochfrequenzhandel eind&auml;mmt und wenigstens ein bisschen  Geld f&uuml;r den Staat absch&ouml;pft, ohne die Trennung von Privatkundengesch&auml;ft und Investmentbanking, ohne strenge Aufsicht &uuml;ber Hedgefonds, ohne Genehmigung und Verbot von Spekulationsprodukten, ohne Begrenzung der Geh&auml;lter und Boni, wird das &ldquo;Monster&rdquo; (Ex-Pr&auml;sident Horst K&ouml;hler) nicht besiegt werden k&ouml;nnen.<br>\nVon der regierenden schwarz-gelben Koalition ist in dieser Hinsicht nichts mehr zu erwarten. Deshalb m&uuml;ssen dar&uuml;ber die W&auml;hler 2013 entscheiden. Denn die Breuers und Schulte-Noelles von heute lernen freiwillig nichts dazu, reagieren taub und frech auf Appelle an die gesellschaftliche und politische Verantwortung. Das geht nur mit Zwang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3884\">Sprengsatz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spanien st&uuml;rzt ab<\/strong><br>\nSeit 1986 ist das Land Mitglied des Staatenverbundes. P&uuml;nktlich zum Jahrestag teilte das Nationale Statistikinstitut in Madrid mit: Die Arbeitslosenquote kletterte im zweiten Quartal auf 24,6 Prozent, das entspricht 5,7 Millionen Menschen &ndash; bei 47,2 Millionen Einwohnern. Ein h&ouml;heres Niveau hat es seit Einf&uuml;hrung der Statistik 1976 nicht gegeben. Die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen unter 25 Jahren hat die 53-Prozent-Marke erreicht. Zwar verloren im ersten Quartal 2012 noch 365000 Menschen ihren Job, w&auml;hrend es zwischen April und Juni &raquo;nur noch&laquo; 53500 waren. Diese Verlangsamung ist zum einen darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, da&szlig; im spanischen Tourismussektor zur Hochsaison viele Menschen eingestellt werden. Zum anderen darauf, da&szlig; die Regierung unter dem rechten Ministerpr&auml;sidenten Mariano Rajoy im Februar eine sogenannte Arbeitsmarktreform verabschiedet hat. Tats&auml;chlich wurde der K&uuml;ndigungsschutz durchl&ouml;chert, d.h. die Unternehmen haben neue M&ouml;glichkeiten, Besch&auml;ftigte zu einfacheren und billigeren Bedingungen zu entlassen. Beides &ndash; die erwartete Belebung des Arbeitsmarktes wie auch die Einf&uuml;hrung von &raquo;Hire-and-fire&laquo; &ndash; haben an dem Ansteigen der Arbeitslosenquote nichts &auml;ndern k&ouml;nnen. Hinzu kommt: Es kommen zwar &auml;hnlich viele Ausl&auml;nder wie in den Vorjahren als Touristen, der innerspanische Urlaubsverkehr ist aber nach einigen Angaben bislang um 30 Prozent im Vergleich mit 2011 zur&uuml;ckgegangen. &ndash;  Besserung ist nicht in Sicht. Die Regierung Rajoy verfolgt weiter ihren volkswirtschaftlich irrwitzigen Sparkurs, der Ausgabenk&uuml;rzunge in H&ouml;he von 65 Milliarden Euro sowie vor allem eine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/07-28\/061.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Spanien verl&auml;ngert Laden&ouml;ffnungszeiten<\/strong><br>\nSpanien will es vor allem den Touristen beim Einkaufen leichter machen und schlachtet dabei auch eine heilige Kuh: Die Siesta.<br>\nDie Regierung in Madrid hat beschlossen, die Laden&ouml;ffnungszeiten zu verl&auml;ngern und die Zahl der Sonntage, an denen die Gesch&auml;fte &ouml;ffnen d&uuml;rfen, zu erh&ouml;hen. Auch ge&ouml;ffnete Gesch&auml;fte zwischen 14.00 und 16.00 Uhr sind nun kein Tabu mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/wirtschaftsticker\/wdh-siesta-ade-spanien-verlaengert-ladenoeffnungszeiten_aid_789687.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.F.:<\/strong> Man kann hier eigentlich nur noch st&ouml;hnen. Die Nachfrage durch den spanischen Binnenmarkt wird dadurch nicht gr&ouml;&szlig;er, aus dem Geldbeutel quillen nicht mehr Euros, wenn man dort auch mittags einkaufen gehen kann. Aber auch das Argument mit dem Tourismus ist schon sehr merkw&uuml;rdig. Hier kann sich der Leser an die eigene Nase fassen. Ist die Option f&uuml;r Spanien als Urlaubsort jemals von den dortigen Laden&ouml;ffnungszeiten abh&auml;ngig gewesen? Fahren wir jetzt &ouml;fter nach Spanien, weil man dort inzwischen auch mittags essen und einkaufen kann? Was f&uuml;r eine doofe Idee! Die kurzfristige Zunahme des Tourismus, wenn sie denn kommt, mag alle m&ouml;glichen Ursachen haben, mit der Abschaffung der Siesta d&uuml;rfte sie aber absolut nichts zu tun haben. Was mir als Spanien-Urlauber allerdings zunehmend unangenehm auff&auml;llt, ist das Abschmelzen von spanischer Landschaft und Kultur durch aneinandergereihte Appartment-Silos, die zum gro&szlig;en Teil leer stehen und durch neue Tourismus-St&auml;dte, die nichts Altes mehr zu bieten haben. Ein absoluter Horror! Auch die vergleichsweise &auml;sthetisch anmutenden neuen Hotelkomplexe hinterlassen bei mir ein schales Gef&uuml;hl und k&ouml;nnen den Gesamteindruck nicht verbessern. Jetzt kommt zu der eh schon vorhandenen Entgrenzung auch noch die Abschaffung spanischer Lebensart hinzu, die auf Kosten kleiner Ladeninhaber geht. Der Immobilienboom zeigte eigentlich f&uuml;r das Auge sofort erkennbar, dass die spanischen Regierungen nie einen vern&uuml;nftigen Gesamtplan f&uuml;r Spanien hatten, was Bebauung und Tourismus anbelangt und dass sie immer nur kurzfristige Spekulationsw&uuml;nsche bedient hatten. Wenn &uuml;berhaupt eine Idee hinter diesen neuen Gesetzen zu den &Ouml;ffnungszeiten steckt, dann die der Disziplinierung nach innen und die der Verbeugung Richtung Norden nach dem Motto: Liebe Spanier, wir m&uuml;ssen jetzt alle die Z&auml;hne zusammenbei&szlig;en, koste es, was es wolle, jeder muss seinen Beitrag leisten. Und liebe Frau Merkel, nicht wahr, wir Spanier arbeiten doch hart genug, man kann uns in dieser Hinsicht doch nichts mehr vorwerfen, nicht wahr? Wir liegen jetzt nicht mehr faul in der Sonne herum! Was auch immer der Grund f&uuml;r diesen Kotau gewesen sein mag, Tatsache ist, dass die spanische Regierung kalte F&uuml;&szlig;e bekommen muss. W&auml;hrend der Bundestag &uuml;ber die Hilfe f&uuml;r spanische Banken abgestimmt hatte, war die Kapitalflucht aus Spanien bereits in vollem Gange und hat das Hilfsprojekt m&ouml;glicherweise sogar schon konterkariert. Mit anderen Worten, das zur Verf&uuml;gung gestellte Geld wird nicht reichen. Symbolpolitik ist so gesehen doch nicht so dumm, wie sie aussieht. Das Fatale ist nur: Einmaliges Ber&uuml;hren des Bodens mit der Stirn wird nicht ausreichen, wenn man &uuml;ber einen solchen Reichtum an &ouml;konomischen Ideen verf&uuml;gt wie Europas Eliten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankreich zwischen Reform und Krise<\/strong><br>\n&bdquo;Ein schlechter Sommer: Es regnet Arbeitslose!&ldquo; Diese Worte legt die Pariser Abendzeitung Le Monde am 15. Juli dieses Jahres dem neuen Pr&auml;sidenten, Fran&ccedil;ois Hollande, in den Mund. Tats&auml;chlich drohen gr&ouml;&szlig;ere Wellen von Entlassungen und &bdquo;Sozialpl&auml;nen&ldquo; &uuml;ber das Land hereinzubrechen: Von bis zu 60.000 akut bedrohten Arbeitspl&auml;tzen im laufenden Jahr ist in verschiedenen Berichten die Rede.<br>\nAuch die franz&ouml;sischen Konzerne profitieren von der Wirtschaftskrise, um ihre Strukturen dies- und jenseits der nationalstaatlichen Grenzen zu reorganisieren und dabei &uuml;berall m&ouml;glichst viele Kosten einzusparen. Im ersten Halbjahr 2012 hatten sie noch ihre Ank&uuml;ndigungen und Hiobsbotschaften zur&uuml;ckgehalten, aus R&uuml;cksicht auf die Pr&auml;sidentschaftswahlen und die Parlamentswahlen. Denn der fr&uuml;here Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy hatte die Wirtschaftsverb&auml;nde ausdr&uuml;cklich darum gebeten, damit seine Wiederwahlchancen &ndash; die aufgrund seiner Regierungsbilanz gerade in Sachen Sozialpolitik ohnehin eher schwach aussahen &ndash; nicht vollends gef&auml;hrdet sind. Verschiedene Akteure, unter ihnen die Gewerkschaftsdachverb&auml;nde CGT und CFDT, warnten aber das gesamte Fr&uuml;hjahr vor &ouml;konomischen Problemen: Vorsicht, das dicke Ende kommt noch!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/16-2012\/++co++6268c458-d663-11e1-5458-52540066f352\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kritik an Deutschland &ndash; Warum Juncker recht hat<\/strong><br>\nDer Chef der Eurogruppe hat allen Grund, die deutsche Doppelb&ouml;digkeit anzuprangern. W&auml;hrend Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble die n&auml;chste Rettungsaktion vorbereiten, machen FDP und CSU konsequent Stimmung dagegen.<br>\nJean-Claude Juncker kann es nicht lassen. Bevor er in den Urlaub f&auml;hrt, teilt er noch einmal kr&auml;ftig aus gegen die Euro -Skeptiker im Allgemeinen und die in Deutschland im Besonderen. Nat&uuml;rlich nicht, ohne zu Beginn des Interviews in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; den &ldquo;sofortigen Sofortismus&rdquo; zu beklagen, der Politiker st&auml;ndig zu Stellungnahmen und Gegenstellungnahmen dr&auml;nge. Wobei Juncker selber gerne mitmacht. Zum Beispiel mit der Aussage, die Euro-Zone stehe an einem &ldquo;entscheidenden Punkt&rdquo;. Da steht sie nun schon seit &uuml;ber zwei Jahren. [&hellip;]<br>\nNamentlich nennen muss er sie nicht, es ist ja sofort klar, wen er mit diesem Satz meint: &ldquo;Wieso eigentlich erlaubt sich Deutschland den Luxus, andauernd Innenpolitik in Sachen Euro-Fragen zu machen? Warum behandelt Deutschland die Euro-Zone wie eine Filiale?&rdquo;<br>\nJuncker hat Recht. Entweder, man schlie&szlig;t sich der Bundesregierung an und sagt zu Griechenland, dass der n&auml;chste Troika-Bericht im September abgewartet werden muss. Oder man wei&szlig; es besser wie S&ouml;der und sagt, Griechenland muss ohnehin aus der Euro-Zone fliegen. Die Koalition aus CDU, CSU und FDP aber f&uuml;hrt munter beide Positionen an. Wenn dann die Regierungssprecher nach der Regierungsmeinung gefragt werden, sagen sie, R&ouml;sler &auml;u&szlig;ere sich zum Thema Griechenland wohl eher als Parteichef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:kritik-an-deutschland-warum-juncker-recht-hat\/70069819.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch wenn Juncker ein Vertreter der Bankeninteressen ist, mit seiner Kritik am Populismus deutscher Politiker und an deutschen Hegemonialanspr&uuml;chen hat er Recht.<br>\nGetroffene Hunde bellen: Es sei an Unverfrorenheit nicht mehr zu &uuml;berbieten, wenn Juncker Deutschland nun als Teil des Problems darstelle, sagte CSU-Generalsekret&auml;r Alexander Dobrindt am Montag in M&uuml;nchen. Luxemburgs Regierungschef m&uuml;sse sich &uuml;berlegen, ob er selbst Teil des Problems oder der L&ouml;sung sei, <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE86T04120120730\">betonte Dobrindt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stabilit&auml;t f&uuml;r den Euro<\/strong><br>\nIn der Debatte &uuml;ber die derzeitige Euro-Finanzkrise geistern auff&auml;llig viele volkswirtschaftliche Mythen durch die &ouml;ffentliche Debatte. Die Folge ist, dass oft ungeeignete Gegenma&szlig;nahmen vorgeschlagen und &ndash; auch unter dem Druck der &ouml;ffentlichen Meinung &ndash; umgesetzt werden. Um der Politik des Sparens, die de facto eine Lohn-Deflations-Politik ist, etwas entgegenzusetzen, ist aus Sicht der Gewerkschaften die Aufkl&auml;rung &uuml;ber volkswirtschaftliche Zusammenh&auml;nge eine der wichtigsten Aufgaben. Im Kern geht es dabei um die Ziele, die bereits 1967 von Karl Schiller f&uuml;r das damalige Wirtschafts- und Stabilit&auml;tsgesetzt, formuliert wurden:\n<ul>\n<li>Au&szlig;enwirtschaftliches Gleichgewicht<\/li>\n<li>Geldwertstabilit&auml;t<\/li>\n<li>Vollbesch&auml;ftigung<\/li>\n<li>Wachstum<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Ziele &ndash; richtig verstanden und ernsthaft umgesetzt &ndash; w&auml;ren ein wichtiger Beitrag zur Stabilit&auml;t in Europa und zu sozialem Ausgleich. Auch um die Frage der gerechten Steuerpolitik wird man dabei nicht herum kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/16-2012\/++co++b42a2b56-da41-11e1-5179-52540066f352\">DGB Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lohndumping, Betrug und Skandale<\/strong><br>\nKritiker Claus Fussek &uuml;ber schlechte Pflege als Milliardengesch&auml;ft und die Verantwortung daf&uuml;r, die wir alle tragen<br>\nAm 29. Juni beschloss der Bundestag ein Pflegegesetz und lobte es &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee: Zum ersten Mal erhielten Menschen mit Demenz Leistungen, hei&szlig;t es. Es gebe mehr Wahlfreiheiten, neue individuelle Wohnformen und f&uuml;nf Euro im Monat f&uuml;r eine private Pflegevorsorge. Doch nicht alle in der Pflege Besch&auml;ftigten sehen das so positiv. Mit dem Pflegegesetz-Kritiker Claus Fussek sprach Silvia Ottow.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/233886.lohndumping-betrug-und-skandale.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Weniger offene Stellen in Deutschland<\/strong><br>\nWegen der mauen Konjunkturerwartungen sind deutsche Unternehmen bei Neueinstellungen zur&uuml;ckhaltender: Derzeit gibt es so wenige offene Stellen wie zuletzt vor einem Jahr. Fachkr&auml;fte werden dagegen weiterhin dringend gesucht.<br>\nDie Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im Juli weiter zur&uuml;ckgegangen und auf den niedrigsten Stand seit gut einem Jahr gesunken. &ldquo;Angesichts moderater Konjunkturerwartungen zeigen sich die Unternehmen vorsichtiger, was weitere Neueinstellungen angeht&rdquo;, teilte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) am Montag in N&uuml;rnberg mit. &ldquo;Insgesamt liegt die Kr&auml;ftenachfrage aber nach wie vor auf hohem Niveau.&rdquo;<br>\n Der von der BA ver&ouml;ffentlichte Stellenindex BA-X war im Juli um zwei Z&auml;hler auf 162 Punkte zur&uuml;ckgegangen &ndash; zum Jahreswechsel hatte er noch bei 179 gelegen. Doch im Vergleich zum Juli 2011 ergebe der erneute R&uuml;ckgang nur ein Minus von vier Punkten, betonte die Bundesbeh&ouml;rde.<br>\n&ldquo;Zum hohen Kr&auml;ftebedarf tr&auml;gt weiterhin das Besch&auml;ftigungsplus der letzten Jahre bei, das mit mehr offenen Stellen einhergeht&rdquo;, erl&auml;uterte die BA. Au&szlig;erdem gel&auml;nge es den Betrieben nicht immer, freie Stellen schnell wieder zu besetzen &ndash; das schlage sich ebenso in der Statistik nieder wie der Fakt, dass immer mehr Unternehmen bei ihrer Suche die Arbeitsagenturen einschalteten. Wie viele Erwerbslose es in Deutschland aktuell gibt, wird die BA am Dienstag (31.7.) bekanntgeben.<br>\nGro&szlig;en Bedarf an Arbeitskr&auml;ften hat derzeit die Zeitarbeit, auf die gut jede dritte gemeldete Arbeitsstelle zur&uuml;ckgeht. &ldquo;Auch im Gro&szlig;- und Einzelhandel, in der Bauinstallation, in der Gastronomie oder im Gesundheits- und Sozialwesen werden zahlreiche neue Mitarbeiter gesucht&rdquo;, schilderte die BA. Allerdings gehe die Nachfrage nach neuen Kollegen in vielen Branchen zur&uuml;ck oder unterschreite sogar schon das Vorjahresniveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:arbeitsmarkt-weniger-offene-stellen-in-deutschland\/70069821.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dauerbereitschaft: Arbeit auf Abruf<\/strong><br>\nAlso, es ist ja schon fast ein bisschen unheimlich. Um uns herum versinkt ein Land nach dem anderen im Wirtschafts-Chaos, nur wir stehen da wie &acute;ne Eins. Ein Grund daf&uuml;r ist sicher der flexible Arbeitsmarkt. Flexibel &ndash; klingt ja immer gut. Jahrzehnte lang  galten wir als starrer Gewerkschaftsladen. Aber ausgerechnet seit Rot-Gr&uuml;n gibt es f&uuml;r Arbeitgeber ein F&uuml;llhorn von M&ouml;glichkeiten, mit denen man Menschen leichter einstellen und auch wieder loswerden kann. Je nach Bedarf. F&uuml;r die Wirtschaft ist das gut, aber &ndash; klar &ndash; einer zahlt die Zeche. Das sind die Arbeitnehmer, die eben keine festen Jobs und keine Sicherheit mehr haben. Der neueste Trick ist derzeit: Arbeit auf Abruf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2012\/panorama4119.pdf\">NDR Panorama [PDF &ndash; 95 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sind die Rentenanspr&uuml;che ungerecht verteilt?<\/strong><br>\nRentenreformen dienen seit 1977 im wesentlichen dazu, die Anspr&uuml;che der Versicherten weiter zu k&uuml;rzen und nicht dazu, wie immer behauptet wird, die Beitragszahler zu entlasten. Im Rentenrecht sind Arbeitnehmer und Rentner Opfer einer skrupellosen Politik. Deutschland ist das einzige Land in Europa, das unterschiedliche Systeme f&uuml;r die Altersversorgung hat, die gesetzliche Rentenversicherung (gRV), die Beamtenversorgung und die berufsst&auml;ndischen Versorgungssysteme f&uuml;r Selbstst&auml;ndige. In allen anderen L&auml;ndern sind alle B&uuml;rger in der gRV pflichtversichert. Diejenigen, die &uuml;ber unsere Renten entscheiden, haben f&uuml;r sich selbst wesentlich bessere Regelungen f&uuml;r die Altersversorgung geschaffen. Aber nicht nur das, sie haben au&szlig;erdem in der gRV elementare Grundrechte au&szlig;er Kraft gesetzt, den Gleichheitssatz, den Eigentumsschutz und das Rechtsstaatsprinzip, das hie&szlig;e keine r&uuml;ckwirkenden Eingriffe in bereits erworbene Anspr&uuml;che. Wir haben in Deutschland bei der Altersversorgung nicht nur ein Zwei-Klassensystem, sondern auch ein Zwei-Klassenrecht. Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass heute zwar Selbstst&auml;ndige, Beamte und Richter eine angemessene Altersversorgung bekommen, Arbeitnehmern aber wird das verweigert, obwohl sie erhebliche Beitr&auml;ge daf&uuml;r zahlen, beziehungsweise gezahlt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/sind-die-rentenansprueche-ungerecht-verteilt\/v_print\/6933288.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Altersvorsorge in Gefahr. Was tun?<\/strong><br>\nDie Euro-Krise l&auml;sst die private Vorsorge schrumpfen. Es gibt nur einen Ausweg: Mehr sparen und mehr wagen. Es lohnt sich, mehr in Aktien zu investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/betriebsrente-altersvorsorge-in-gefahr-was-tun-11835615.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die pure Verzweiflung bei den Propagandisten der privaten Altersvorsorge. Ganz &uuml;berraschend stellt sich kaum 10 Jahre nach der Teilprivatisierung der Rente heraus (von der doch in 30, 40, 50 Jahren Rentner leben sollen), da&szlig; die angeblich private Rente a) zu hohe Provisionszahlungen kostet, b) von den allgemeinen Unbilden der Finanzm&auml;rkte abh&auml;ngt und nicht sicher ist und, am allerschlimmsten, c) keine vern&uuml;nftige Rendite erwirtschaftet und noch nicht einmal den Wertverlust durch eine (l&auml;cherlich niedrige) Inflation abdeckt. Alle (falschen) Behauptungen &uuml;ber die gesetzliche Rente (&ldquo;kann nicht funktionieren, nicht sicher, niedrige Rendite&rdquo;) kehren sich mehrfach gegen diejenigen, die die Umlagerente diffamiert haben.<br>\nDie Empfehlung in typisch neoliberaler Manier &ndash; &ldquo;more of the same&rdquo;, also &ldquo;h&ouml;here Betr&auml;ge sparen&rdquo; und &ldquo;h&ouml;heres Risiko eingehen&rdquo; (viel Spa&szlig; auch beim Facebook-IPO) -, zeugen von v&ouml;lliger Hilflosigkeit. W&uuml;rde die FAZ die Umkehr &ndash; zur&uuml;ck zur Umlagerente &ndash; propagieren, m&uuml;&szlig;te sie nat&uuml;rlich vorher zugeben, da&szlig; sie sich geirrt hat (optimistische Interpretation) oder als Handlanger von Unternehmensverb&auml;nden und der Versicherungswirtschaft agiert hat (pessimistische Interpretation). Also lieber weiter ins v&ouml;llige Desaster &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Leiharbeit bleibt abgeh&auml;ngt<\/strong><br>\nNun will Arbeitsministerin von der Leyen auf ein Gesetz zum Equal Pay erst einmal verzichten. Begr&uuml;ndung: IG Metall, Gesamtmetall und Leiharbeitsunternehmen haben sich auf Branchenzuschl&auml;ge geeinigt.<br>\nJe nach Verleihdauer steigen sie von 15 Prozent nach sechs Wochen auf 50 Prozent nach neun Monaten. Klar, Zuschl&auml;ge f&uuml;hren zu h&ouml;heren L&ouml;hnen. Das ist gut so! Doch vergleichbare Regelungen m&uuml;ssten f&uuml;r andere Branchen jeweils verhandelt werden. In vielen Branchen sind Stammbesch&auml;ftigte schlecht bezahlt. Leiharbeiter\/innen w&uuml;rden dort nach dem Metall-Modell nach einem halben Jahr mehr verdienen als Stammbesch&auml;ftigte. Auch das w&auml;re gut so. Nur: Mehr als die H&auml;lfte der Leiharbeiter\/innen ist unter drei Monaten eingesetzt. Damit kommen viele gar nicht in den Genuss hoher Zuschl&auml;ge. Branchenzuschl&auml;ge bringen nur f&uuml;r einige Besch&auml;ftigte Verbesserungen. Viele gehen leer aus.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120731_Leiharbeit.jpg\" alt=\"Leiharbeit\" title=\"Leiharbeit\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/120731_Hinweise_Verdi-WIPO_Leiharbeit.pdf\">ver.di Wirtschaftspolitik aktuell [PDF &ndash; 65 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Blo&szlig; weg vom Hindukusch<\/strong><br>\nJetzt werden Abzugsrouten und Transitgeb&uuml;hren debattiert. 4.800 Soldaten, 1.700 Fahrzeuge, 6.000 Materialcontainer &ndash; das kostet. &ldquo;Die R&uuml;ckverlegung ist ein komplizierter Prozess&rdquo;, sagt der Verteidigungsminister. Zum Gl&uuml;ck hat sich Deutschland ganz am Anfang strategisch g&uuml;nstig gleich hinter der Grenze in Kundus und Masar-i-Scharif positioniert. &Uuml;ber die Einheimischen redet man nicht so gern. Gerade hat man ihnen auf der gef&uuml;hlt hundertsten internationalen Afghanistankonferenz in Tokio eine Beruhigungspille im Wert von 16 weiteren Milliarden US-Dollar an Entwicklungshilfe gedreht. Das Mantra von Tokio, in Berlin mitgesungen, lautet deshalb: Nach dem Abzug der Kampftruppen 2014 werden wir Afghanistan nicht alleinlassen. V&ouml;lker, seht die Milliarden! Dann verweist man auf ein Dokument mit dem sch&ouml;nen Namen &ldquo;Rahmenabkommen &uuml;ber gegenseitige Rechenschaft&rdquo;. Das soll verhindern, dass auch diese Gelder in Afghanistans Korruptionssystem versickern. Nur: &Auml;hnliche Zusicherungen gab Pr&auml;sident Karsai schon in London 2006, in Paris 2008, in Den Haag 2009 und in Kabul 2010. Nicht dass die internationalen Aufseher der afghanischen Legebatterie eine bessere Performance vorweisen k&ouml;nnen. 60 Milliarden Dollar wurden seit Ende 2001 f&uuml;r den Wiederaufbau zugesagt, nur drei Viertel davon, 44 Milliarden, wirklich ausgezahlt. Davon wiederum verblieben, laut Weltbank, nur ein Drittel im Land. Und wie viel davon wirklich effektiv verwendet wurde, zur Verbesserung der Lebenssituation der Afghanen &ndash; gro&szlig;es Fragezeichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F07%2F26%2Fa0137&amp;cHash=6c1ce3f31a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat dienen die versprochenen Milliarden vor allem der Gesichtswahrung. Die Frage ist nur, wem will man hier etwas vormachen: der afghanischen Bev&ouml;lkerung, den W&auml;hlern zuhause oder sich selbst? Sollten die 13 Milliarden Euro tats&auml;chlich flie&szlig;en, d&uuml;rften sie denselben Weg nehmen wie oben beschrieben. Vor allem aber wird mit dem Abzug der Hauptkontingente der ISAF  n Afghanistan ein Kampf um die Macht losbrechen, was in dem Artikel mit der Bemerkung umschrieben wird: &ldquo;Und dann ist da ja noch der Krieg, der so manchen Plan st&ouml;ren wird.&rdquo; Die Hoffnung  auf partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit mit der afghanischen Zivilgesellschaft ist doch unter diesen Umst&auml;nden sehr naiv. Die Zivilgesellschaft wird vollauf mit dem &Uuml;berlebenskampf im schlichtesten Sinne des Wortes besch&auml;ftigt sein. &ndash; Sollte Deutschland tats&auml;chlich die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte mit 150 Millionen Euro und Wiederaufbau und Entwicklung mit 430 Millionen Euro im Jahr unterst&uuml;tzen, so ist dies verlorenes Geld &ndash; auch im Eurozeitalter der Milliarden, ja Billionen immer noch viel Geld.<\/em><\/p>\n<p><em>passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bundeswehr kann auf Kampfdrohnen hoffen<\/strong><br>\nWenn die USA immer &ouml;fter bewaffnete Drohnen gegen mutma&szlig;liche Terroristen einsetzen, entsetzt das die deutsche &Ouml;ffentlichkeit. Trotzdem will auch die Bundeswehr solche Waffen haben. Ein Wunsch, f&uuml;r den es im Bundestag erstaunlich viel Wohlwollen gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/--waffe-der-zukunft--bundeswehr-kann-auf-kampfdrohnen-hoffen,1472596,16751686,view,DEFAULT.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.K.:<\/strong> Ein weiterer Beweis, dass die Abschaffung der Wehrpflicht (die in Wirklichkeit nur eine Aussetzung ist) ein Ablenkungsman&ouml;ver ist und eine Art &ldquo;Abr&uuml;stung&rdquo; symbolisieren soll. Tats&auml;chlich r&uuml;stet dieser Staat massiv auf und um auf eine weniger personal- daf&uuml;r technikintensivere Armee (auch zur Freude der R&uuml;stungsindustrie).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krieg auf dem R&uuml;cken des Volkes<\/strong><br>\nweltnetz.tv sprach mit der Journalistin Karin Leukefeld, die sich seit Anfang Juli in Damaskus aufh&auml;lt<br>\nWeltnetz.tv: Frau Leukefeld, man h&ouml;rt immer wieder Medien-Berichte dar&uuml;ber, dass die Rebellen inzwischen ganze Viertel der syrischen Hauptstadt eingenommen, also &bdquo;befreit&ldquo; h&auml;tten. Wie wirkt sich diese Befreiung auf die syrische Bev&ouml;lkerung aus? Wie steht die syrische Bev&ouml;lkerung zu den bewaffneten Aufst&auml;ndischen?<br>\nKarin Leukefeld: Vorab mu&szlig; ich sagen, dass diese Darstellung nicht ganz richtig ist. Damaskus ist ja eine Millionenstadt, im Zentrum leben ungef&auml;hr zwei Millionen, im Umland nochmal ungef&auml;hr vier Millionen Menschen. Die Aufst&auml;ndischen haben sich vor allen Dingen in den Ortschaften um Damaskus herum niedergelassen. Dort haben sie sich Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskr&auml;ften und dem Milit&auml;r geliefert. In der vergangenen Woche gab es mit diesem sogenannten &bdquo;Damaskus Vulkan&ldquo; eine Art Sturm auf Damaskus. Da sind die Rebellen durchaus in den inneren Kreis von Damaskus vorgedrungen, haben Polizeistationen und Sicherheitskr&auml;fte angegriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/363\">weltnetz.tv<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Krone&rdquo; manipuliert B&uuml;rgerkriegs-Bilder<\/strong><br>\nAus zwei Bildern wird eines, um die Lage in Syrien zu dramatisieren: Die Foto-Manipulation der &ldquo;Kronen Zeitung&rdquo; bei einem Bild, das den B&uuml;rgerkrieg in Syrien wiederspiegeln sollte, wurde vom Tech-Blog &ldquo;Gizmodo&rdquo; international verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/futurezone\/digital-life\/4505732-krone-manipuliert-buergerkriegs-bilder.php\">Kurier<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hans-Peter Friedrich und die Bundespolizei Fahrl&auml;ssige Gleichg&uuml;ltigkeit der Politik<\/strong><br>\nDer Eklat um die Abl&ouml;sung der F&uuml;hrungsspitze der Bundespolizei lenkt den Blick auf eine Institution, die dringend der Aufmerksamkeit bedarf. Die Stimmung in der Beh&ouml;rde und ihr Ansehen sind miserabel. Wer aber tr&auml;gt Schuld daran?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/hans-peter-friedrich-und-die-bundespolizei-fahrlaessige-gleichgueltigkeit-der-politik-1.1425759\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ex-Bundespolizei-Chef nennt Entlassung &bdquo;einmalig w&uuml;rdelos&ldquo;<\/strong><br>\nDie Betroffenen erfuhren von ihrer Abl&ouml;sung aus den Medien &ndash; jetzt hat das Innenministerium die Neubesetzung an der Spitze der Bundespolizei best&auml;tigt. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht sich deswegen immer sch&auml;rferer Kritik ausgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.polizei-ex-bundespolizei-chef-nennt-entlassung-einmalig-wuerdelos.6b0f69bc-57be-4a56-a0f8-48d97f493f65.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B.:<\/strong> Muttis F&uuml;hrungsstil macht eben Schule.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der ifo-Presseberichtsklimaindex<\/strong><br>\nEs ist schon ein Trauerspiel, wie die Medien sich monatlich auf den Gesch&auml;ftsklimaindex aus dem Hause Sinn st&uuml;rzen und dessen Erhebungsdaten auf dem Leim gehen. Denn sie berichten von einer Kennzahl, die durch tautologische Prophetie entsteht, weniger durch in der Wirklichkeit dokumentierte Daten. Der Indikator basiert auf H&ouml;rensagen und Bauchgef&uuml;hl, bildet also das allgemeine Klima ab, so wie es von den Medien publizistisch interpretiert wurde. Der ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex funktioniert ungef&auml;hr so: Das ifo-Institut schreibt monatlich Unternehmensf&uuml;hrungen an, die &uuml;ber allerlei Auskunft geben sollen. Besonders markant ist hierbei die pers&ouml;nliche Einsch&auml;tzung der Gesch&auml;fts- und Nachfrageerwartung. Diese Sch&auml;tzung ist keinen nachweisbaren Zahlen geschuldet, sondern der pers&ouml;nlichen Meinung. Nun lesen auch Manager Zeitung und k&ouml;nnen darin lesen, dass die Stimmung schlecht ist, dass der Einbruch der Euro-Zone und des Abendlandes quasi t&auml;glich im schweren Einsatz vereitelt wird; dass der Sozialstaat Geld kostet und die Demokratie Hindernisse aufstellt, die man nicht erst umgehen und beseitigen m&uuml;sste, g&auml;be es diese Demokratie nicht. Kurzum, der Manager lebt im selben Pressemilieu, in dem alle hierzulande leben, so sie denn Zeitung lesen. Ob man da einen objektiven Eindruck der Lage erh&auml;lt, darf bezweifelt werden. Ob man vielleicht pers&ouml;nlich zur Panik neigt oder einfach nur unkritisch glaubt, der Journalismus ist &uuml;ber jede wirtschaftliche Interessensverflechtung erhaben: das ist es, was in den Index einflie&szlig;t. Der ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex ist daher nicht mehr als die Abbildung der charakterlichen Leseeignung und der Lesekompetenz von Unternehmensleitungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/07\/der-ifo-presseberichtklimaindex.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Spa&szlig;vogel<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120731zgL.jpg\" alt=\"Paolo Calleri - Spa&szlig;vogel\" title=\"Paolo Calleri - Spa&szlig;vogel\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.paolo-calleri.de\/paolo-calleri\/karikaturenseiten2012\/spassvogel_farbig_calleri.html\">Paolo Calleri<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14021","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14021"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14021\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14023,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14021\/revisions\/14023"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}