{"id":14024,"date":"2012-08-01T08:48:48","date_gmt":"2012-08-01T06:48:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024"},"modified":"2012-08-01T10:47:19","modified_gmt":"2012-08-01T08:47:19","slug":"hinweise-des-tages-1690","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h01\">Banklizenz f&uuml;r den ESM<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h02\">Sahra Wagenknecht und Michael Hudson im Gespr&auml;ch &ndash; Nicht der Euro wird gerettet, sondern eine Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h03\">Heiner Flassbeck &ndash; Die niedrigen L&ouml;hne sind schuld an der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h04\">Ulrike Herrmann &ndash; Vor dem R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h05\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h06\">&laquo;Das Schrumpfen der Mittelschicht destabilisiert die Demokratie&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h07\">Robert Misik &ndash; Unsicherheit treibt uns nicht an &ndash; sie l&auml;hmt uns: Eine t&auml;gliche Dosis Gift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h08\">Bundesgerichtshof zur Unwirksamkeit von Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungsvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h09\">Riester, R&uuml;rup und Lebensversicherung: &bdquo;Die Versicherer haben in der Altersvorsorge versagt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h10\">Wertanlage Ackerland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h11\">Paul Krugman zu den Lobbyvorw&uuml;rfen gegen Mario Draghi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h12\">Nur noch ein Google-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h13\">Volkes Stimmbruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h14\">Auf die Banker mit Gebr&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h15\">Lehnt dpa die Realit&auml;t eigentlich ab, oder h&auml;lt sie sie nur f&uuml;r nicht notwendig?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Banklizenz f&uuml;r den ESM<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eurostaaten erw&auml;gen Rettungsfonds ohne Limit<\/strong><br>\nIn der Eurozone gibt es immer noch Bestrebungen, den k&uuml;nftigen Rettungsfonds ESM &uuml;ber eine Banklizenz mit unbegrenzter Feuerkraft auszustatten. Deutsche Politiker lehnen den Vorschlag nach wie vor strikt ab, der fr&uuml;here Chefvolkswirt der Europ&auml;ischen Zentralbank, J&uuml;rgen Stark, sieht dies als klaren Versto&szlig; gegen europ&auml;isches Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schuldenkrise-eurostaaten-erwaegen-rettungsfonds-ohne-limit-11838582.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Eine Banklizenz f&uuml;r den ESM w&auml;re zweifelsohne eine sehr gute Idee. Mit einer solchen Lizenz ausgestattet, k&ouml;nnte der ESM den notleidenden Staaten ihre Anleihen direkt abkaufen (am Prim&auml;rmarkt) und w&uuml;rde so endlich das Problem der zu hohen &bdquo;Risikoaufschl&auml;ge&ldquo; in den Griff bekommen. Die EZB darf momentan nur Anleihen &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte (am Sekund&auml;rmarkt) kaufen, was gleich mehrere Nachteile hat:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Kaufzur&uuml;ckhaltung der Banken kann die Zinsen am Prim&auml;rmarkt immer noch in die H&ouml;he treiben<\/em><\/li>\n<li><em>F&uuml;r die Banken ist es ein gutes Gesch&auml;ft, die Zinsen am Prim&auml;rmarkt zu einem niedrigen Kurs (also mit hohem Zins) zu kaufen und sie dann teurer an die EZB weiterzureichen<\/em><\/li>\n<li><em>Die Kaufkurse am Sekund&auml;rmarkt sind f&uuml;r die Staaten nicht direkt von Bedeutung<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>All diese Nachteile lie&szlig;en sich mit einem ESM, der &uuml;ber eine Banklizenz verf&uuml;gt und sich das n&ouml;tige Kapital daher von der EZB leihen kann, leicht umgehen. Ganz nebenher w&auml;re dies auch ein sehr lukratives Gesch&auml;ft f&uuml;r den ESM, da die gekauften Anleihen weit &uuml;ber dem Leitzins liegen, mit dem der ESM das n&ouml;tige Kapital aufnimmt. So w&uuml;rde der ESM die Gewinne einfahren, die momentan die Banken einstreichen. Klar, dass dies nicht jedem gef&auml;llt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum Thema auf den NachDenkSeiten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11186\">Erg&auml;nzungen und Erkl&auml;rungen zum Artikel &raquo;Der &bdquo;Schuldenschnitt&ldquo; und das Kleingedruckte&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11397\">Vorschl&auml;ge zur Beendigung der Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9857\">Staatsfinanzierung als Subvention des Finanzsektors<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>dazu: <strong>Die EZB muss rasch Anleihen kaufen<\/strong><br>\nWenn derzeit die Preisstabilit&auml;t gef&auml;hrdet ist, dann von unten her. Denn es deutet mehr auf fallende Preise denn auf Inflation hin. Anleihek&auml;ufe sind vom Mandat gedeckt. [&hellip;]<br>\nDie Notenbank tut zwar, was sie kann, um wenigstens von der Finanzierungsseite die Anstrengungen der L&auml;nder zu flankieren. Allein, es hilft nichts. Sie hat den Einfluss auf die langfristigen Zinsen zumindest des S&uuml;dens verloren. Was tun, um erst den S&uuml;den und sp&auml;ter den Rest Europas vor der Katastrophe zu bewahren? Richtig: Staatsanleihen kaufen, um so den Zins auf ein ertr&auml;gliches Niveau zu dr&uuml;cken, damit es nicht zur Depression kommt.<br>\nDas darf sie aber nicht, hei&szlig;t es in Deutschland, da sie so indirekt helfen w&uuml;rde, Staaten zu finanzieren. Das widerspreche ihrem Mandat. Wirklich? Das Mandat der EZB lautet, Preisstabilit&auml;t zu garantieren, die mit zwei Prozent Inflation definiert ist, und wenn diese gegeben ist, f&uuml;r Wachstum und Arbeitspl&auml;tze Sorge zu tragen. Wenn derzeit die Preisstabilit&auml;t gef&auml;hrdet ist, dann von unten her. Denn es deutet mehr auf fallende Preise hin denn auf Inflation. Deshalb sind entgegen der landl&auml;ufigen Meinung Staatsanleihek&auml;ufe gegen deflation&auml;re Tendenzen, zumindest aber zur Stabilisierung der Realwirtschaft, voll vom Mandat gedeckt.<br>\nUnd noch ein Argument muss entzaubert werden. Wer bestimmt, welcher Zinssatz f&uuml;r Italien oder Spanien der richtige ist? Der Markt? Also die H&auml;ndler der Banken und die Investoren? Hatten sie sich nicht erst unl&auml;ngst grandios geirrt und so die Bankenkrise und danach die Eurokrise m&ouml;glich gemacht, weil sie f&uuml;r viel zu geringe Zinsen Geld verliehen? Gut m&ouml;glich, dass sie in ihrer Angst, die Eurozone scheitere, schon wieder irren und viel zu hohe Zinsen verlangen und damit erst das Scheitern der W&auml;hrungsunion herbeif&uuml;hren. Ist es da nicht schlauer, Notenbanker die Zinsen bestimmen zu lassen, statt Wohlstand und Arbeitspl&auml;tze von der Laune der Spekulanten abh&auml;ngig zu machen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-zur-eurokrise-die-ezb-muss-rasch-anleihen-kaufen,1472602,16763696.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stark sieht Anleihen-K&auml;ufe als Rechtsbruch<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Stark, deutscher Ex-Chef&ouml;konom der Europ&auml;ischen Zentralbank, ist strikt gegen die Anleihe-K&auml;ufe durch die Notenbank. Er spricht von &ldquo;einem klaren Versto&szlig; gegen europ&auml;isches Recht&rdquo;.<br>\nDie Ausstattung des Euro-Rettungsschirmes ESM mit einer Banklizenz w&auml;re nach Ansicht des fr&uuml;heren EZB-Chefvolkswirtes J&uuml;rgen Stark ein klarer Versto&szlig; gegen europ&auml;isches Recht. Dies w&uuml;rde bedeuten, dass Staaten indirekt &uuml;ber die Europ&auml;ische Zentralbank finanziert w&uuml;rden, sagte Stark im Deutschlandfunk.<br>\n&ldquo;Wir sind bereits in einer sehr extremen Dehnung des europ&auml;ischen Rechtes, um das mal gelinde zu sagen.&rdquo; Und weiter f&uuml;hrt er aus, &ldquo;das ist aus meiner Sicht ein klarer Versto&szlig; gegen europ&auml;isches Recht, denn es bedeutet unbegrenzte und indirekte Staatsfinanzierung durch die Europ&auml;ische Zentralbank.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article108424502\/Stark-sieht-Anleihen-Kaeufe-als-Rechtsbruch.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Starks Argumentation ist reichlich verschroben. Wenn man die EZB auch aus der indirekten Staatsfinanzierung herausnehmen wollte, m&uuml;sste man ihr verbieten, Euro-Staatsanleihen als Sicherheit zu akzeptieren. Nur so k&ouml;nnte man Banken davon abbringen, sich mit EZB-Krediten wesentlich h&ouml;her verzinste Staatsanleihen zu kaufen. Der einzige Unterschied zur g&auml;ngigen Praxis w&auml;re, dass der ESM nicht privat ist und die Gewinne nicht an Aktion&auml;re aussch&uuml;ttet. Aber was soll man von einem Mann erwarten, der als <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10706\">&bdquo;finanzpolitischer Taliban&ldquo;<\/a> verschrien ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht und Michael Hudson im Gespr&auml;ch &ndash; Nicht der Euro wird gerettet, sondern eine Ideologie<\/strong><br>\nEr ist Leo Trotzkis Patensohn, der Eispickel, mit dem der Revolution&auml;r ermordet wurde, geh&ouml;rte seiner Tante: Michael Hudson, Kopf der Occupy-Bewegung, trifft auf Sahra Wagenknecht von der Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/sahra-wagenknecht-und-michael-hudson-im-gespraech-nicht-der-euro-wird-gerettet-sondern-eine-ideologie-11837817.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich ist es ganz erstaunlich, dass die FAZ einem Querdenker wie Michael Hudson soviel Raum gibt. Die NDS haben auf seine Artikel in der FAZ verwiesen: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/politik-und-finanz-was-sind-schulden-11548820.html\">&ldquo;Was sind Schulden?&rdquo;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/schuldenkrise-gute-bank-boese-bank-11637849.html\">&ldquo;Gute Bank, b&ouml;se Bank&rdquo;<\/a>. Vermutlich gehen diese Ausfl&uuml;ge der FAZ auf Frank Schirrmacher zur&uuml;ck, der David Graebers Buch &ldquo;Debt&ldquo; geradezu euphorisch rezensiert hat, in dem sich Graeber wiederum h&auml;ufig auf Hudson <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/kapitalismus\/eurokrise-und-vergib-uns-unsere-schulden-11527296.html\">beruft<\/a>.<br>\nHudson verweist u.a. darauf, dass 1694 die Bank of England gegr&uuml;ndet wurde, um die die Defizite der Staaten zu finanzieren, und zwar durch das Drucken von Geld. Im Grunde ging es darum, das William II. einigen Londoner Kaufleuten, die ihm etwa 1,2 Millionen Pfund f&uuml;r den Krieg gegen Frankreich geliehen hatten, erlaubte als &ldquo;The Bank of England&rdquo;, das Geld, was er ihnen schuldete, anderen in Form von Banknoten als Darlehen zu geben. Heute tun Zentralbanken und Regierungen alles, um die &ldquo;Interessen des oberen Prozents&rdquo; zu wahren. Was in der Sprache der Politik und der Banker &ldquo;Rettungspaket&rdquo; genannt wird, ist der Krieg dieser 1 Prozent gegen die 99 Prozent. Hudson meint, dass wir uns in einer &ldquo;vorrevolution&auml;ren Situation&rdquo; befinden. DAnn fehlt uns nur noch ein moderner Abb&eacute; Siey&egrave;s, der die ber&uuml;hmte Frage &bdquo;Qu&rsquo; est &ndash; ce que le Tiers-Etat?&ldquo; nur leicht abzuwandeln br&auml;uchte: &ldquo;Was sind die 99 Prozent? Alles und noch mehr. Was sind sie bis jetzt in der politischen Ordnung gewesen? Nichts.&rdquo; Und wie lautete damals seine Antwort: &bdquo;Ein Verband von Menschen, die unter gleichem Recht leben.&ldquo; Die folgende Passage wurde mit Blut geschrieben: &bdquo;Der Dritte Stand umfasst alles, was zu einer Nation geh&ouml;rt, und alles, was nicht der Dritte Stand ist, kann sich nicht als Bestandteil der Nation ansehen.&ldquo; Was damals dem Adel widerfuhr, k&ouml;nnte durchaus dem heutigen Geldadel und seinen Handlangern widerfahren, die nicht gewillt sind &ldquo;unter gleichem Recht [zu]  leben&rdquo;, sondern ihre Privilegien auf Kosten des Allgemeinheit immer weiter ausbauen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; Die niedrigen L&ouml;hne sind schuld an der Krise<\/strong><br>\nAbsurderweise halten viele &Ouml;konomen Kapitalfl&uuml;sse von den &Uuml;berschussl&auml;ndern nach S&uuml;deuropa f&uuml;r den Ursprung der Schuldenkrise. Eine Lohn-Debatte w&auml;re intelligenter.<br>\nDer Euro-Rat des Inet, des von George Soros gegr&uuml;ndeten Instituts f&uuml;r Neues &Ouml;konomisches Denken, hat in einer denkw&uuml;rdigen Stellungnahme versucht, die Politiker in Europa aufzur&uuml;tteln. Das ist lobenswert, aber vielleicht zu sp&auml;t, ger&auml;t doch die Euro-Zone allm&auml;hlich in jenes komat&ouml;se Stadium, in dem man geneigt ist, nur noch f&uuml;r den Patienten zu beten, aber nicht mehr, nach Wegen zur&uuml;ck zum Leben zu suchen. Schlimmer noch ist, dass die dort versammelten europ&auml;ischen &Ouml;konomen, statt neu zu denken, im &auml;ltesten &ouml;konomischen Denkmuster der Welt gefangen sind.<br>\nAls Ursprung der Krise identifizieren die &Ouml;konomen, nicht anders als Herr Sinn, &ldquo;Kapitalfl&uuml;sse&rdquo; in die Defizitl&auml;nder, sprich nach S&uuml;deuropa, die von den &Uuml;berschussl&auml;ndern zumindest geduldet wurden. Da staunt man nicht schlecht. Warum sollten Kapitalfl&uuml;sse in einer W&auml;hrungsunion ein Problem sein? [&hellip;]<br>\nDas alte Denken hilft nicht, weil es gepr&auml;gt ist von der Furcht, &uuml;ber L&ouml;hne zu reden. Nur Lohnentwicklungen aber k&ouml;nnen erkl&auml;ren, wie es zu realen Auf- und Abwertungen kam und warum es so schwer ist, diese zu korrigieren. Wer fest daran glaubt, dass es einen eigenst&auml;ndigen Arbeitsmarkt gibt, wo Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, kann und muss nicht &uuml;ber L&ouml;hne reden. Wer zur Kenntnis n&auml;hme, dass Lohnst&uuml;ckkosten, also der Abstand der Nominall&ouml;hne zur Produktivit&auml;t, die Preissteigerungen dominieren, der verl&ouml;re das Kostbarste, was er als &Ouml;konom hat: den Glauben an die flexiblen Arbeitsm&auml;rkte, die Vollbesch&auml;ftigung herstellen w&uuml;rden, wenn die Arbeiter es nur zulie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:oekonom-flassbeck-zur-euro-krise-die-niedrigen-loehne-sind-schuld-an-der-krise\/70070469.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann &ndash; Vor dem R&uuml;cktritt<\/strong><br>\nWann tritt Bundesbank-Chef Jens Weidmann zur&uuml;ck? Diese Frage mag absurd klingen, aber sie dr&auml;ngt sich auf. Denn Weidmann hat sich auf einen Kampf eingelassen, den er nur verlieren kann &ndash; er k&auml;mpft gegen die Realit&auml;t.<br>\nDer Bundesbank-Chef hat keine Gelegenheit ausgelassen, um in ganzseitigen Interviews und Meinungsartikeln davor zu warnen, dass die Europ&auml;ische Zentralbank Staatsanleihen aufkauft. Doch genau diese Intervention ist unumg&auml;nglich, wenn es nicht zu einem Eurocrash kommen soll. [&hellip;]<br>\nDer Bundesbank-Chef hat sich in eine haltlose Position man&ouml;vriert: Mit seinem starren Veto gef&auml;hrdet er genau jene W&auml;hrung, die er eigentlich sch&uuml;tzen soll. Das kann nicht funktionieren.<br>\nWeidmann hat jetzt zwei M&ouml;glichkeiten: Er k&ouml;nnte ein paar Monate schweigen &ndash; oder er muss zur&uuml;cktreten. Es f&auml;llt jedoch schwer, sich vorzustellen, dass Weidmann im Stillen zusieht, wie er an Macht verliert. Er ist ein &Uuml;berzeugungst&auml;ter, kein Opportunist. Also bleibt nur der R&uuml;cktritt, wenn er seine W&uuml;rde retten will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Bundesbank-Chef\/!98455\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Immer mehr Arbeitslose in Eurol&auml;ndern<\/strong><br>\nDie Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-L&auml;ndern bleibt weiter auf Rekordniveau. Nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat waren im Juni 17,8 Millionen Menschen im Eurraum ohne Job. Die Arbeitslosenrate lag bei 11,2 Prozent. Dies ist die h&ouml;chste Anzahl und die h&ouml;chste Rate seit der Euro-Einf&uuml;hrung.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/arbeitslose_eu_2012.jpg\" alt=\"Grafik: Arbeitslose in EU - 2012\" title=\"Grafik: Arbeitslose in EU - 2012\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1342948169130\/Arbeitslosigkeit-in-Italien-auf-neuem-Rekordhoch-Juni-108-Prozent\">derStandard.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kapitalflucht aus Spanien<\/strong><br>\nDie Bankenkrise in Spanien hat eine Kapitalflucht aus dem Land ausgel&ouml;st. Allein im Monat Mai wurden 41,3 Mrd. Euro aus Spanien abgezogen, mehr als viermal so viel wie im Vergleichsmonat des Vorjahres, teilte die Madrider Notenbank mit. [&hellip;]<br>\nNach Angaben der Zentralbank zogen Anleger in den ersten f&uuml;nf Monaten dieses Jahres eine Rekordsumme von 163 Mrd. Euro aus Spanien ab. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Land noch einen Kapitalzufluss von 14,6 Mrd. Euro verzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1343743482317\/Kapitalflucht-aus-Spanien\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&laquo;Das Schrumpfen der Mittelschicht destabilisiert die Demokratie&raquo;<\/strong><br>\nDie Eurokrise hat die Mittelklasse erreicht. Immer mehr Deutsche rutschen nach Jahren des &uuml;bertriebenen Konsums nach unten. Das f&uuml;hre zu einer grossen Verunsicherung, sagt der Soziologe Steffen Mau: &bdquo;Das hat man von Anfang an ahnen k&ouml;nnen. Aber man glaubte gem&auml;ss der neoliberalen Interpretation, dass, wenn die Wohlhabenden erst gewinnen, der Reichtum irgendwann nach unten durchsickern wird. Deswegen hat man zuerst willig mehr Ungleichheit zugelassen. Jetzt zeigt sich: Die Rechnung ist nicht aufgegangen. &hellip; Die Sache war und ist ambivalent. Die Mittelschicht ist bis heute meist angestellt, lohnabh&auml;ngig, sie br&auml;uchte eigentlich staatlichen Schutz; andererseits ist sie aber auch Eigent&uuml;mer, Kleinanleger, potenzieller Erbe. Dazu kommt, dass der Staat als handlungsf&auml;higer Akteur immer weniger Spielraum hat. Er wurde jahrelang geschw&auml;cht, und jetzt, im Moment der Krise, wo man ihn br&auml;uchte, steht er nicht, oder nicht in ausreichendem Masse, zur Verf&uuml;gung. Viele europ&auml;ische Staaten sind angesichts der Verschuldung nicht in der Lage, die Ressourcen und die Form der Regulierung anzubieten, die notwendig w&auml;re, um die Mittelschicht langfristig abzusichern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/konjunktur\/Das-Schrumpfen-der-Mittelschicht-destabilisiert-die-Demokratie\/story\/19466368\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Robert Misik &ndash; Unsicherheit treibt uns nicht an &ndash; sie l&auml;hmt uns: Eine t&auml;gliche Dosis Gift<\/strong><br>\n&bdquo;Sicherheit&ldquo; klang total altlinks, solange nur die kleinen Leute vom Unsicherheitsgef&uuml;hl befallen waren. Jetzt, wo auch das Kapital &ndash; scheu und &auml;ngstlich, wie es ist &ndash; von leiser Panik erfasst ist, ist Sicherheit pl&ouml;tzlich gar nicht mehr so out.<br>\nEin Kommentar von Robert Misik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Wirtschaftskrise\/!98356\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesgerichtshof zur Unwirksamkeit von Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungsvertr&auml;gen<\/strong><br>\nDer Bundesgerichtshof hat &uuml;ber die Wirksamkeit von Versicherungsbedingungen u.a. betreffend die R&uuml;ckkaufswerte, den Stornoabzug sowie die Verrechnung von Abschlusskosten (so genannte Zillmerung) entschieden. Betroffen sind Klauseln in Allgemeinen Versicherungsbedingungen f&uuml;r eine kapitalbildende Lebensversicherung, eine aufgeschobene und eine fondsgebundene Rentenversicherung f&uuml;r den Fall der K&uuml;ndigung sowie der Umwandlung in eine beitragsfreie Versicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kostenlose-urteile.de\/BGH_IV-ZR-20110_Bundesgerichtshof-zur-Unwirksamkeit-von-Klauseln-in-Lebens-und-Rentenversicherungsvertraegen.news13854.htm?nl12\">Kostenlose Urteile<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Zur Zillmerung sowie zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen der betrieblichen Altersvorsorge lesen Sie auch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2293\">NachDenkSeiten vom 27.04.2007<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2293\">NachDenkSeiten vom 02.05.2007<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13963\">NachDenkSeiten vom 24.07.2012<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Riester, R&uuml;rup und Lebensversicherung: &bdquo;Die Versicherer haben in der Altersvorsorge versagt&ldquo;<\/strong><br>\nDer Verbrauchersch&uuml;tzer Axel Kleinlein gilt als sch&auml;rfster Kritiker der Branche. Im Interview verr&auml;t er, warum Lebensversicherungen, Riester- und R&uuml;rup-Rente nichts taugen und mit welchen Allianz-Vorst&auml;nden er sich duzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/nachrichten\/riester-ruerup-und-lebensversicherung-die-versicherer-haben-in-der-altersvorsorge-versagt\/v_detail_tab_print\/6915654.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Altersvorsorge plus Zulagen &ndash; Riester-, Kinder- und Grundzulagen: Das zahlt der Staat<\/strong><br>\nRiester-Kunden erhalten eine Grundzulage, und wenn Kindergeld flie&szlig;t, auch Kinderzulage(n). Je mehr Zulagen sie kassieren k&ouml;nnen, desto mehr lohnt sich das &bdquo;Riestern&ldquo;. Die Grundzulage f&uuml;r jedermann betr&auml;gt seit 2008 bis zu 154 Euro, und f&uuml;r Kinder bis zu 185 Euro pro Jahr. F&uuml;r Kinder, die ab 2008 geboren wurden, flie&szlig;en sogar bis zu 300 Euro pro Jahr. Um die Zulagen zu erhalten, m&uuml;ssen Sparer einen Zulagenantrag bis sp&auml;testens zwei Jahre nach dem Abschluss des Vertrags stellen. Die Zulagen flie&szlig;en nicht auf das Girokonto, sondern direkt in den Vertrag und erh&ouml;hen die sp&auml;tere Riester-Rente. Die Zulagen sind wichtig, weil sich ohne sie viele Vertr&auml;ge f&uuml;r den Sparer kaum lohnen w&uuml;rden. Deswegen sollten Sparer ein- bis zweimal pro Jahr ihre Zulagenantr&auml;ge und Einzahlungsh&ouml;hen &uuml;berpr&uuml;fen. Von der Zulagen-F&ouml;rderung profitieren vor allem Geringverdiener und Familien mit mehreren Kindern &ndash; wenn sie einen guten Vertrag abgeschlossen haben. Der notwendige Eigenbetrag f&uuml;r den Erhalt der vollen Riester-Zulagen betr&auml;gt seit 2008 vier Prozent des beitragspflichtigen Vorjahreseinkommens. Der Eigenbetrag l&auml;sst sich ganz einfach mit dem Riester-Rechner (siehe unten) ausrechnen). Geringverdiener zahlen maximal 60 Euro im Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/magazin\/nachrichten\/finanzen\/news-single\/article\/altersvorsorge-plus-zulagen.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Unglaublich. Sogar im Handelsblatt wird kritisch geschrieben, doch im &bdquo;unabh&auml;ngigen Altersvorsorge-Berater&ldquo; der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See rutscht eher aus Versehen ein Halbsatz dazu heraus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wertanlage Ackerland<\/strong><br>\nBundesdeutsche Unternehmen kaufen oder pachten rund um den Globus im gro&szlig;en Ma&szlig;stab Farmland zum Schaden der &ouml;rtlichen Bev&ouml;lkerung. Allein die Deutsche Bank hat fast 400 Millionen Euro direkt oder indirekt in Ackerb&ouml;den weltweit investiert. Daneben beteiligen sich auch die Allianz, Agrarius, die DJE Kapital AG, der Kaffee-Konzern Neumann und andere Firmen am so genannten Landgrabbing. Finanzdienstleister werben mit Slogans wie &ldquo;Megatrend Agrarwirtschaft&rdquo; um Geld-Einlagen und versprechen Traum-Renditen. In den betroffenen L&auml;ndern f&uuml;hrt die neue Kapitalanlageform hingegen zur Vertreibung von Kleinbauern, zur Gef&auml;hrdung der Nahrungsmittelsicherheit und zu Wassermangel. Trotz solcher gravierenden sozialen und &ouml;kologischen Folgen h&auml;lt die Bundesregierung freiwillige Selbstverpflichtungen zu fairen Deals f&uuml;r ausreichend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58387\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Paul Krugman zu den Lobbyvorw&uuml;rfen gegen Mario Draghi<\/strong><br>\nOK, this is bizarre: ECB President Mario Draghi is being investigated by the EU&rsquo;s ombudsman over his role in the Group of Thirty lobby group, the German magazine Der Spiegel reported Monday in its online edition. [&hellip;]<br>\nI&rsquo;m a member of the G30, and have been since 1988. If it&rsquo;s a lobbying group, nobody told me. It&rsquo;s a talk shop; I value it because I get a chance to hear what people like Trichet and Draghi have to say in an informal setting. No illusions on my part &mdash; they&rsquo;re pitching a case, always; and while I&rsquo;ve heard some smart things from people with a role in real-world decisions, I&rsquo;ve also heard a lot of very foolish things said by alleged wise men. But then that&rsquo;s a learning experience too.<br>\nOf all the things to worry about right now, the great G30 conspiracy is really off base.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2012\/07\/31\/paranoia-strikes-shallow\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nur noch ein Google-Gesetz<\/strong><br>\nDas Leistungsschutzrecht sollte Verlagen eine Handhabe gegen alle gewerblichen Nutzer geben. Nun soll es nur Suchmaschinen treffen. Der Springer-Verlag findet: &bdquo;Das geht gar nicht&ldquo;. [&hellip;]<br>\nBei den Verlegern, die sich seit langem von der Bundesregierung verschaukelt f&uuml;hlen, kommt das gar nicht gut an: &bdquo;Anwendung nur auf Suchmaschinen geht gar nicht&ldquo;, schrieb Springers Medienpolitik-Chef Christoph Keese auf Twitter. Ein Leistungsschutzrecht k&ouml;nne nicht nur auf Suchmaschinen begrenzt sein und &bdquo;allen Aggregatoren sowie anderen Kopisten einen Freifahrtschein ausstellen&ldquo;. Der neue Entwurf sage &bdquo;Bedient Euch, Journalismus kostet nichts f&uuml;r Nicht-Suchmaschinen&ldquo;, twitterte Keese, der f&uuml;r den BDZV die Lobbyarbeit f&uuml;r das Leistungsschutzrecht koordiniert.<br>\nDer Entwurf ist eine Klatsche f&uuml;r die Verleger, die die Kampagne f&uuml;r eigenes Schutzrecht ihrer Zeitungen und Zeitschriften analog zum Leistungsschutz bei Film- oder Musikproduktionen seit vier Jahren fordern. Das Justizministerium macht auch beim zweiten verw&auml;sserten Entwurf unmissverst&auml;ndlich klar, dass man den Verlagen keinen billigen Ausgleich f&uuml;r ihre &uuml;berkommenen Gesch&auml;ftsmodelle bieten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!98266\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die NachDenkSeiten begr&uuml;&szlig;en den Schwenk ausdr&uuml;cklich. Ein Leistungsschutzrecht, das auch Blogs mit einbezogen h&auml;tte, w&auml;re wom&ouml;glich das Ende der Hinweise des Tages.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Volkes Stimmbruch<\/strong><br>\nDie Debatte um die Leistungss&auml;tze f&uuml;r Asylbewerber hat Hass, Missgunst und Verachtung hervorgebracht. Selbst der &bdquo;Bild&ldquo; war das zuviel<br>\nIn der deutschen Presse herrschte nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts in der vorigen Woche seltene Einigkeit: Die Anhebung der Leistungss&auml;tze f&uuml;r Asylbewerber von 225 auf das Hartz-IV-Niveau von 336 Euro wurde &uuml;berall begr&uuml;&szlig;t. In den Berichten war zudem von der Lagerunterbringung und dem Gutscheinsystem die Rede, um zu zeigen, welche &bdquo;Entm&uuml;ndigung&ldquo; (S&uuml;ddeutsche Zeitung) seit je in den sogenannten Asylbewerberleistungsgesetzen steckt.<br>\nAuch wenn das Urteil kein Ende der menschenunw&uuml;rdigen Lage bedeutet, in der sich Asylbewerber hierzulande befinden &ndash; ein kleiner Schritt in diese Richtung ist es. Und sollte also ein Grund zur Freude sein f&uuml;r eine demokratisch verfasste Gesellschaft.<br>\nSollte. Denn &uuml;bert&ouml;nt wurde das Loblied auf Verfassung und Menschenw&uuml;rde vom Gezeter der &ouml;ffentlichen Meinung. Der &bdquo;geb&uuml;hrliche Volkszorn&ldquo;, wie es die Fl&uuml;chtlingsinitiative &bdquo;The Voice&ldquo; nennt, richtete sich nach dem Urteil umgehend gegen diejenigen, denen es offiziell zu &bdquo;mehr Menschenw&uuml;rde&ldquo; verhelfen will.<br>\nUnter einem, wie man in diesem Fall bemerken muss, nahezu sachlichen Text auf bild.de zogen die Leserkommentatoren hasserf&uuml;llt, verachtend, ja mordl&uuml;stern blank. Nach kurzer Zeit war das selbst Springers Administratoren zuviel: Der Kommentarstrang wurde gel&ouml;scht, die Diskussion abgeschaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/volkes-stimmbruch\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Auf die Banker mit Gebr&uuml;ll<\/strong><br>\nSigmar Gabriel hat sich mit seinen Thesen zu Banken als Kanzlerkandidat ins Ged&auml;chtnis gebracht. Der Vorsto&szlig; zeigt, dass die Union sich auf einen Wahlkampf mit Inhalten einstellen muss.<br>\nDas Bankenpapier von SPD-Chef Sigmar Gabriel schl&auml;gt weiter hohe Wellen. Die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&ldquo; (FAS) feierte gestern den ehemaligen Pop-Beauftragten der Sozialdemokraten gar als &bdquo;Torsch&uuml;tze&ldquo;, dessen Bankenthesen ein &bdquo;Volltreffer&ldquo; seien. Frei nach Karl Valentin spielt es dabei offenbar keine Rolle, dass die meisten in dem Memorandum monierten Punkte sattsam bekannt und nur noch nicht von jedem nachgebetet und aufgesagt worden sind. Auch sind viele in dem Papier enthaltene Anregungen &bdquo;l&auml;ngst&ldquo; aufgegriffen und zum Teil bereits auch gesetzgeberisch &bdquo;umgesetzt&ldquo; worden. Doch neben dem &bdquo;Ton&ldquo;, der nach Auffassung der &bdquo;FAS&ldquo; in diesem Fall &bdquo;z&auml;hlte&ldquo;, war es vor allem der Kairos, der rechte Augenblick, in dem der SPD-Bullermann die sich ihm bietende Gelegenheit anl&auml;sslich der milliardenschweren Rettung der spanischen Banken durch den Euro-Fonds EFSF beim Schopfe packte, um Volkes Zorn noch einmal richtig aufzustacheln, ihm ein Ventil und dann auch seine laut t&ouml;nende Stimme zu verleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/richard-schuetze\/11833-sigmar-gabriels-bankenthesen#11833\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lehnt dpa die Realit&auml;t eigentlich ab, oder h&auml;lt sie sie nur f&uuml;r nicht notwendig?<\/strong><br>\n&Uuml;ber das Gutachten einer Gruppe von 17 prominenten internationalen &Ouml;konomen wurde von dpa nicht berichtet &ndash; es wurde stattdessen &ldquo;interpretiert&rdquo;. Weshalb tut die renommierte Nachrichtenagentur so etwas? [&hellip;]<br>\nIn der vergangenen Woche berichtete die dpa &uuml;ber das Gutachten einer Gruppe von 17 prominenten internationalen &Ouml;konomen (darunter aktuelle und ehemalige deutsche &bdquo;Wirtschaftsweise&ldquo;), die vor den extremen Gefahren der aktuellen Euro-Krise in starken Worten warnten und L&ouml;sungsvorschl&auml;ge pr&auml;sentierten. Tats&auml;chlich &uuml;bernahmen praktisch alle Medien den dpa-Bericht (zum Beispiel sowohl bild.de als auch faz.net, was als Kombination ohnehin schon verst&ouml;rend ist). Zun&auml;chst las offenbar kein Journalist au&szlig;erhalb der dpa den Bericht dieser &bdquo;Euro Task Force&ldquo; des Institute for New Economic Thinking (INET) tats&auml;chlich durch, was einigerma&szlig;en fatal ist, denn der dpa-Bericht enthielt einen Fehler an einer entscheidenden Stelle:<br>\n&bdquo;Eine langfristige Transferunion lehnen sie [&hellip;] ebenso ab wie Eurobonds.&ldquo;<br>\nDieser Satz ist selbst f&uuml;r einen Amateur wie mich hier &uuml;berraschend, wenn man sich auch nur eine Sekunde lang mit der Zusammensetzung der Gruppe besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/46487\/lehnt-dpa-die-realitat-eigentlich-ab-oder-halt-sie-sie-nur-fur-nicht-notwendig\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(KR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14024","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14024"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14030,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14024\/revisions\/14030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}