{"id":140415,"date":"2025-10-12T16:00:00","date_gmt":"2025-10-12T14:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140415"},"modified":"2025-10-11T04:39:55","modified_gmt":"2025-10-11T02:39:55","slug":"stimmen-aus-lateinamerika-ecuador-auf-dem-weg-zur-diktatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140415","title":{"rendered":"Stimmen aus Lateinamerika: Ecuador auf dem Weg zur Diktatur"},"content":{"rendered":"<p>Interne Kriegspropaganda, Austerit&auml;t und Repression. Ecuador befindet sich in einer schweren politischen Krise, deren Ursprung in Regierungsma&szlig;nahmen mit ausgepr&auml;gtem Autoritarismus liegt, die das Leben der Land- und Stadtbev&ouml;lkerung beeintr&auml;chtigen. Angesichts verfassungswidrig geltender Gesetze und anderer Zwangsma&szlig;nahmen riefen der Einheitsverband der Arbeiter (Frente Unitario de Trabajadores, FUT), das Volksb&uuml;ndnis (Frente Popular), die Nationale Vereinigung von Dozenten (Uni&oacute;n Nacional de Educadores, UNE) und viele andere Organisationen zu Protestaktionen in den Stra&szlig;en von 22 der 24 Provinzen des Landes auf. Ihnen schlossen sich die indigene Bewegung und die linken Parteien an. Von <strong>Edgar Isch L&oacute;pez<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Regierung von Daniel Noboa k&uuml;ndigte am 12. September 2025, in einer weiteren unpopul&auml;ren Ma&szlig;nahme, die Entscheidung an, die Subventionierung des Diesels abzuschaffen. Der Preis stieg daraufhin von 1,80 auf 2,80 US-Dollar pro Gallone. Der Nationale Verband der Energie- und Erd&ouml;larbeiter (Antep) widersprach der Analyse der Regierung, wonach es reale Kraftstoffsubventionen gebe. Davon w&uuml;rden nur die Importeure dieser Produkte profitieren. Dar&uuml;ber hinaus gehen verschiedene Analysten davon aus, dass diese Erh&ouml;hung des Dieselpreises einen Dominoeffekt auf die Preise f&uuml;r Grundnahrungsmittel haben wird.<\/p><p>Der Dachverband der indigenen V&ouml;lker (Conaie) rief ab dem 19. Oktober zu einem unbefristeten Generalstreik mit Aktionen in den verschiedenen Provinzen auf. Das Erstarken des Einheitsgeistes f&uuml;hrte am 24. September zur ersten Sitzung des Interkulturellen Parlaments der V&ouml;lker, das die sozialen Organisationen versammelte und sich zu einem Forum der politischen Artikulation entwickelte. Damit soll der Regierung entgegengetreten werden, die einen autorit&auml;ren und repressiven Kurs verfolgt.<\/p><p><strong>Der Einsatz interner Kriegspropaganda<\/strong><\/p><p>Ein wichtiger Faktor f&uuml;r viele Teile der Bev&ouml;lkerung ist Noboas Versprechen, diese Subventionen nicht anzutasten. Diese Widerspr&uuml;chlichkeit hat zu seinem Imageverlust beigetragen, auch wenn er immer noch eine Zustimmungsrate von etwa 40 Prozent hat. Noboa setzt auf den R&uuml;ckenwind einer Imagekampagne, in der er sich als Held des gescheiterten Kampfes gegen das organisierte Verbrechen und den Drogenhandel inszeniert und gleichzeitig darauf beharrt, dass jeder Gegner ein Terrorist sei.<\/p><p>Ziel der Propaganda ist es, eine neue politische Ordnung der Ausbeutung und Unterdr&uuml;ckung zu etablieren. Die Unterst&uuml;tzung durch die Vereinigten Staaten, einen gro&szlig;en Teil der F&uuml;hrungsspitze der Streitkr&auml;fte sowie eine Mehrheit in der Nationalversammlung[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]&nbsp;und die Kontrolle &uuml;ber andere staatliche Institutionen erm&ouml;glichen es ihm, auf Gewalt statt auf Vernunft zu setzen.<\/p><p>Er hat in der Nationalversammlung Gesetze durchgesetzt, die auf die Militarisierung der &ouml;ffentlichen Sicherheit und die Nutzung des bewaffneten Konflikts zur Rechtfertigung strenger, repressiver Ausnahmema&szlig;nahmen abzielen, wie es im Gesetz &uuml;ber nationale Solidarit&auml;t der Fall ist.<\/p><p>Weitere Regelwerke erm&ouml;glichen &Uuml;berwachung und Spionage ohne richterliche Anordnung (Geheimdienstgesetz), sehen die Entlassung von Staatsbediensteten (zun&auml;chst 5.000) zur Erf&uuml;llung der Auflagen des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) vor und gew&auml;hren den Reichen steuerliche Vorteile (Gesetz &uuml;ber &ouml;ffentliche Integrit&auml;t).&nbsp;Zudem richten sich Noboas Gesetze gegen soziale Organisationen und NGOs, die unter dem Vorwand der Geldw&auml;schebek&auml;mpfung verfolgt werden sollen (Gesetz &uuml;ber soziale Transparenz), und erleichtern die Privatisierung nat&uuml;rlicher Ressourcen (Gesetz &uuml;ber Schutzgebiete).<\/p><p>Der repressive Charakter der Regierung zeigt sich auch darin, dass sie mit einer langen Reihe von Ausnahmezust&auml;nden und durch die Militarisierung des Landes oder einzelner Provinzen regiert. Entgegen ihren Ank&uuml;ndigungen gehen jedoch weder die Kriminalit&auml;t noch die Morde auf den Stra&szlig;en noch die Massaker in den Gef&auml;ngnissen zur&uuml;ck.<\/p><p><strong>Repression mit diktatorischem Charakter<\/strong><\/p><p>Die Repression gegen&uuml;ber den Aktionen der Bev&ouml;lkerung versch&auml;rft sich weiter. Am 28. September kam ein Indigener aus Imbabura bei Zusammenst&ouml;&szlig;en zwischen Milit&auml;rs und Gemeindemitgliedern ums Leben, nachdem dreimal auf ihn geschossen worden war. In Videos ist zu sehen, wie er und ein Begleiter, der ihm zu Hilfe kommen wollte, von Milit&auml;rs geschlagen und getreten werden, w&auml;hrend sie am Boden liegen. Diese Szene soll etwa zwanzig Minuten gedauert haben.<\/p><p>Die Regierung erkl&auml;rte lediglich, die Aktionen der indigenen Gemeindemitglieder h&auml;tten Z&uuml;ge von Guerillataktiken getragen. &bdquo;Was in Cotacachi geschah, war kein Protest, sondern ein feiger Hinterhalt krimineller Strukturen &ndash; Terroristen &ndash;, die unsere Streitkr&auml;fte angegriffen haben&rdquo;, erkl&auml;rte Innenministerin Zaida Rovira. Demgegen&uuml;ber &auml;u&szlig;erte die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen f&uuml;r Vereinigungsfreiheit, Gina Romero: &bdquo;Protestieren ist ein Recht. Es darf nicht das Leben kosten.&rdquo; Sie f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Ich habe die Nachricht erhalten, dass die Streitkr&auml;fte Ecuadors im Kontext von Protesten eingesetzt werden. Das verst&ouml;&szlig;t gegen internationale Standards f&uuml;r das Recht auf Versammlungsfreiheit, selbst in Ausnahmezust&auml;nden.&rdquo;<\/p><p>In der Nacht fuhren mehr als 100 Milit&auml;rfahrzeuge in Richtung Imbabura, darunter eine wachsende Zahl von Panzern, und k&uuml;ndigten damit an, dass der Gewalt keine Grenzen gesetzt sind.<\/p><p><strong>Verfolgung von Anf&uuml;hrern der sozialen Bewegungen<\/strong><\/p><p>Die Regierung k&uuml;ndigte zu Beginn des Streiks an, dass sie die Teilnehmer als Terroristen anklagen und mit Freiheitsstrafen von bis zu 30 Jahren belegen wolle. Mittlerweile wurden bereits fast 100 Personen festgenommen. Mehrere von ihnen werden wegen Terrorismus angeklagt und in weit von ihrem Wohnort entfernte Gef&auml;ngnisse verlegt, in denen ihr Leben nicht sicher ist. In einem dieser Gef&auml;ngnisse, dem in Esmeraldas, kam es am 25. September zu einem neuen Massaker, bei dem 17 Menschen starben und zahlreiche weitere verletzt wurden.<\/p><p>Dies reichte jedoch nicht aus. Unter dem Vorwand angeblicher Ermittlungen, die nicht n&auml;her erl&auml;utert wurden, sind einigen F&uuml;hrungskr&auml;ften und ganzen Organisationen die Bankkonten eingefroren worden. Das Ziel besteht darin, sie als Verantwortliche f&uuml;r die Geldw&auml;sche von Drogengeldern darzustellen.<\/p><p>Au&szlig;erdem, im Zuge der Einsch&uuml;chterung, er&ouml;ffnete die Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen gegen Andr&eacute;s Quishpe, den Vorsitzenden der Nationalen Gewerkschaft der Lehrer (UNE) und des Volksb&uuml;ndnisses; Edwin Bedoya, den amtierenden Vorsitzenden der FUT und der Gewerkschaft Cedocut; Nery Padilla, den Vorsitzenden der Federation der Universit&auml;tsstudierenden Ecuadors (Feue); sowie Wilfrido Espinoza, den Vorsitzenden des Nationalen Zusammenschlusses der Indigenen, Landbev&ouml;lkerung und Schwarzen (Fenocin). Ihnen wird das angebliche Delikt vorgeworfen, einen &ouml;ffentlichen Dienstleistungsbetrieb lahmgelegt zu haben. Dies soll als Beteiligung an organisierter Kriminalit&auml;t ausgelegt werden, und sie mussten sich ab dem 3. Oktober bei der Staatsanwaltschaft melden.<\/p><p>Gleichzeitig wurden mehr als 50 indigene Anf&uuml;hrer, Umweltsch&uuml;tzer und Vertreter von volksnahen Organisationen, darunter Marlon Vargas, der Vorsitzende der Conaie, wegen mutma&szlig;licher ungerechtfertigter Bereicherung unter Ermittlungen gestellt. Das hei&szlig;t, auch wegen Geldw&auml;sche von Drogengeldern.<\/p><p>Die Kriminalisierung, die sich in diesen Ma&szlig;nahmen zeigt und darauf abzielt, den Vorwurf des Terrorismus zu nutzen, soll die B&uuml;rgerproteste einsch&uuml;chtern und deren Wachstum stoppen.<\/p><p>Vor Kurzem wurde der Fernsehsender <em>TV MICC<\/em> willk&uuml;rlich geschlossen. Als Begr&uuml;ndung wurde ein als geheim eingestufter Bericht angef&uuml;hrt, der mit dem Argument der &bdquo;Wahrung der &ouml;ffentlichen Ordnung und der nationalen Sicherheit&rdquo; gerechtfertigt wurde. Der Fernsehsender mit regionaler Reichweite ist das Gemeinschaftsmedium der Indigenen- und Bauernbewegung von Cotopaxi. Seine Schlie&szlig;ung ist ein Akt der Zensur und eine Drohung gegen&uuml;ber alternativen und volksnahen Kommunikationsnetzwerken und -kan&auml;len.<\/p><p><strong>Unterwerfung aller staatlichen Funktionen<\/strong><\/p><p>Diese Periode ist auch von Angriffen auf das Verfassungsgericht gepr&auml;gt, das in gewisser Weise nicht wie die &uuml;brigen staatlichen Instanzen [von der Regierung] kontrolliert wird. Zun&auml;chst, weil das Gericht Verfassungsbeschwerden von Volksorganisationen und linken Parteien angenommen hat. Dann wurden die Verfassungsrichter mit einem Marsch und gro&szlig;en Plakaten als Komplizen der Kriminellen gezeigt[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], weil sie die Anwendung bestimmter Artikel wegen m&ouml;glicher Rechtsverletzungen vor&uuml;bergehend ausgesetzt hatten. Schlie&szlig;lich wurde das Gericht wegen einer angeblichen Bombendrohung milit&auml;risch umzingelt. Und die Angriffe setzten sich fort.<\/p><p>Am 26. September erkl&auml;rte das Verfassungsgericht sowohl das Gesetz &uuml;ber nationale Solidarit&auml;t als auch das Gesetz &uuml;ber &ouml;ffentliche Integrit&auml;t f&uuml;r verfassungswidrig. Beide Gesetze waren als &bdquo;wirtschaftlich dringlich&rdquo; vorgelegt worden, obwohl sie sehr unterschiedliche Themen behandelten, nicht nur wirtschaftliche. Dieser R&uuml;ckschlag f&uuml;r die Regierung l&auml;sst gr&ouml;&szlig;ere Auseinandersetzungen erwarten. Andererseits genehmigte dasselbe Gericht Fragen der Regierung f&uuml;r eine Volksbefragung, darunter auch die Frage nach der Einberufung einer neuen verfassungsgebenden Versammlung. Noboa hatte urspr&uuml;nglich direkt beim Wahlgericht eingereicht, um sich seiner Verpflichtung zur Einholung eines verfassungsrechtlichen Gutachtens zu entziehen.<\/p><p><strong>Referendum und verfassungsgebende Versammlung nach Ma&szlig;<\/strong><\/p><p>Im Prinzip erscheinen ein Referendum und sogar eine verfassungsgebende Versammlung als demokratische Ma&szlig;nahmen. In diesem Fall handelt es sich jedoch um einen unverfrorenen Versuch, die Rechte der B&uuml;rger einzuschr&auml;nken, mehr Macht zu konzentrieren und sogar US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte auf ecuadorianischem Territorium zuzulassen. Das ist alles andere als demokratisch und v&ouml;llig volksfeindlich.<\/p><p>Zu diesem Zweck wurde bereits die Methode zur Sitzverteilung bei Wahlen f&uuml;r mehrere Mandate angepasst. Dabei kommt das D&rsquo;Hont-Verfahren zur Anwendung, das die st&auml;rksten Kr&auml;fte beg&uuml;nstigt und die Wahl mittlerer oder kleiner politischer Strukturen unm&ouml;glich macht. Dies k&ouml;nnte zur Dominanz der beiden gr&ouml;&szlig;ten Kr&auml;fte f&uuml;hren und verhindern, dass sich Volks- oder Indigenenkr&auml;fte direkt in der verfassungsgebenden Versammlung &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen.<\/p><p>Es handelt sich also um eine v&ouml;llig undemokratische Vorgehensweise, die abgelehnt werden muss, bevor sich die politische Macht noch st&auml;rker in den H&auml;nden derjenigen b&uuml;ndelt, die bereits wirtschaftliche Macht und Reichtum kontrollieren.<\/p><p><strong>F&ouml;rderung des Rohstoffabbaus trotz Volksbefragungen<\/strong><\/p><p>Bei einer Volksbefragung hatten rund 80 Prozent der Bev&ouml;lkerung des Kantons Cuenca den Metallbergbau abgelehnt, da dieser die P&aacute;ramos und die Wasserversorgung gef&auml;hrden w&uuml;rde. Die Zentralbeh&ouml;rden versuchten jedoch, dieses Votum zu umgehen, indem sie die Genehmigungen an ein multinationales Unternehmen erteilten. Dies l&ouml;ste Proteste aus verschiedenen Bev&ouml;lkerungsgruppen aus, wobei die auff&auml;lligste eine Demonstration von mehr als 100.000 Menschen in der Stadt Cuenca am 16. September war. Diese sollte verhindern, dass das Ergebnis der Volksbefragung unterlaufen wird. Ein Ergebnis, das laut Verfassung von der Regierung umgesetzt werden muss.<\/p><p>Danach k&uuml;ndigte der Pr&auml;sident, als w&auml;re er ein Vertreter des Unternehmens, m&ouml;gliche Gerichtsverfahren gegen die lokalen Beh&ouml;rden[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]&nbsp;an. Er wies jedoch darauf hin, dass die von seiner Regierung erteilte Umweltgenehmigung entzogen werden w&uuml;rde, ohne zun&auml;chst etwas &uuml;ber die endg&uuml;ltige L&ouml;sung zu sagen, die eine Aufhebung des Bergbauprojekts Loma Larga einschlie&szlig;en w&uuml;rde.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Das Gleiche gilt f&uuml;r die Nichtbeachtung des Referendums, das auf nationaler Ebene die Schlie&szlig;ung der &Ouml;lquellen des ITT-Projekts forderte, in einem Gebiet, das aufgrund seiner Biodiversit&auml;t und als Lebensraum der beiden in freiwilliger Isolation lebenden V&ouml;lker, der Tagaeri und Taromenane, besonders gesch&uuml;tzt ist.<\/p><p>Die Missachtung der Verfassung und der Gesetze, die den Staat dazu verpflichten, den Willen der Bev&ouml;lkerung, ausgedr&uuml;ckt durch deren Stimmabgabe in Volksbefragungen, zu respektieren, ist ein weiterer Beweis f&uuml;r Autoritarismus. Zudem entwertet dies die Volksbefragung, die Noboa im November durchf&uuml;hren m&ouml;chte, denn er kann die Volksbefragungen nicht einfach nach seinem pers&ouml;nlichen Willen respektieren.<\/p><p><strong>Hamas in Ecuador?<\/strong><\/p><p>Die Regierung hat sich nicht gegen den V&ouml;lkermord der israelischen Regierung in Gaza ausgesprochen. &Uuml;berraschend ist jedoch, dass Noboa am 10. September dieses Jahres das Pr&auml;sidialdekret 118 erlassen hat, in dem er beschlie&szlig;t, &bdquo;den Einfluss und die Auswirkungen der Organisationen namens &sbquo;Hamas&rsquo; und &sbquo;Hisbollah&rsquo; in Verbindung mit terroristischen Handlungen oder Angriffen, die sie auf ecuadorianischem Gebiet begehen k&ouml;nnten, abzulehnen und zu verurteilen&rdquo;.<\/p><p>Der Einfluss dieser Organisationen, die er zuvor als terroristisch eingestuft hat, auf Ecuador muss &auml;u&szlig;erst geheim sein, denn Noboa und seine Regierung haben ihn nicht erl&auml;utert. Tatsache ist, dass es sich dabei sicherlich um eine Drohung gegen diejenigen handelt, die den V&ouml;lkermord und andere Kriegsverbrechen anprangern, indem Meinungs&auml;u&szlig;erungen und Menschenrechtsverteidiger kriminalisiert werden.<\/p><p><strong>Die einfache Bev&ouml;lkerung setzt ihren Kampf fort<\/strong><\/p><p>Trotz der Einschr&auml;nkungen der Meinungsfreiheit, der Versammlungsfreiheit und der Handlungsfreiheit ist es der Regierung nicht gelungen, die ecuadorianische einfache Bev&ouml;lkerung zum Schweigen zu bringen. Die kommenden Tage werden dies zeigen, allerdings unter Bedingungen zunehmender Repression.<\/p><p>Das Vorgehen der Regierung Noboa schadet auch allen L&auml;ndern der Region, die wissen, dass rechte Kr&auml;fte Schwierigkeiten haben, ihre Politik umzusetzen, was sie noch gewaltt&auml;tiger und irrationaler macht.<\/p><p><small>&Uuml;bersetzung: Hans Weber, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/277217\/ecuador-auf-dem-weg-dikatatur-noboa\">Amerika21<\/a>.<\/small><\/p><p><small>Titelbild: Der ecuadorianische Pr&auml;sident Daniel Noboa (Mitte, in Zivil gekleidet) bei der Einweihung einer neuen Polizeistation im Juli 2025 &ndash; Quelle: @Presidencia_Ec<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112154\">Wie wurde Ecuador von einer &bdquo;Insel des Friedens&rdquo; zum &bdquo;failed state&rdquo;?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=132084\">Ecuador: Die Stiefel und die Stimmen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123338\">Appell zur Bew&auml;ltigung der Krise in Ecuador<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113751\">Ecuador nach &Uuml;berfall auf die Botschaft Mexikos in Lateinamerika isoliert<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/e79b1e5cebf54d3e875465f2b4dfdd72\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Die Nationalversammlung ist das Parlament von Ecuador. (A. d. &Uuml;)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Dieser Marsch wurde von Pr&auml;sident Noboa aufgerufen. (A. d. &Uuml;.)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Der B&uuml;rgermeister von Cuenca, Cristian Zamora, unterst&uuml;tzt den Widerstand gegen das Bergbauprojekt Loma Larga, das vom kanadischen Konzern Dundee Precious Metals betrieben wird. (A. d. &Uuml;.)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Im Juni genehmigte das Umweltministerium, das inzwischen in eine Abteilung des Ministeriums f&uuml;r Energie und Bergbau umgewandelt wurde, die Lizenz. Diese wurde sp&auml;ter vor&uuml;bergehend entzogen. Zum Zeitpunkt dieser Ver&ouml;ffentlichung hat die Regierung die Lizenz endg&uuml;ltig entzogen. (A. d. &Uuml;.)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interne Kriegspropaganda, Austerit&auml;t und Repression. Ecuador befindet sich in einer schweren politischen Krise, deren Ursprung in Regierungsma&szlig;nahmen mit ausgepr&auml;gtem Autoritarismus liegt, die das Leben der Land- und Stadtbev&ouml;lkerung beeintr&auml;chtigen. Angesichts verfassungswidrig geltender Gesetze und anderer Zwangsma&szlig;nahmen riefen der Einheitsverband der Arbeiter (Frente Unitario de Trabajadores, FUT), das Volksb&uuml;ndnis (Frente Popular), die Nationale Vereinigung von Dozenten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140415\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":140417,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,60,20],"tags":[2938,282,2760,3041,2816,2057,2839,1865,893,309,394,2128,1464],"class_list":["post-140415","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-innere-sicherheit","category-landerberichte","tag-autoritarismus","tag-buergerproteste","tag-bodenschaetze","tag-cancel-culture","tag-demonstrationsrecht","tag-ecuador","tag-generalstreik","tag-meinungsfreiheit","tag-militarisierung","tag-repressionen","tag-subventionen","tag-verfassung","tag-volksabstimmung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Cover_GwAN_XbWcAAH10f.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=140415"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140415\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140483,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140415\/revisions\/140483"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/140417"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=140415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=140415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=140415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}