{"id":14043,"date":"2012-08-03T08:56:28","date_gmt":"2012-08-03T06:56:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043"},"modified":"2012-08-03T08:56:28","modified_gmt":"2012-08-03T06:56:28","slug":"hinweise-des-tages-1692","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h01\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h02\">Luxemburgs Au&szlig;enminister appelliert an Solidarit&auml;t Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h03\">Von den Weisheiten der liberalen Wirtschaftswissenschaftler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h04\">Die Spekulanten zocken munter weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h05\">Obama verh&auml;ngt Sanktionen gegen Banken aus China und Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h06\">Nouriel Roubini: Dem amerikanischen Traum geht die Luft aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h07\">Warum Investmentbanken so viel Geld verdienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h08\">Kein Hartz IV mehr f&uuml;r Selbstst&auml;ndige?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h09\">Lohndumping, Betrug und Skandale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h10\">DGB fordert verbindlichen Ausbauplan f&uuml;r Krippenpl&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h11\">Nur Berater verdienen an geplatzter Klinikfusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h12\">Klamme Kommunen &ndash; Zahl der Sozialwohnungen sinkt dramatisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h13\">Armutsforschung &ndash; Geldsorgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h14\">Kapitaldeckung in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h15\">Asyl &ndash; Fakten gegen Stimmungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043#h16\">Wissenschaftliche Evaluation ja &ndash; CHE-Ranking nein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14043&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EZB<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Draghi-Plan entt&auml;uscht die B&ouml;rse<\/strong><br>\nEZB-Chef Draghi deutet an, dass die Zentralbank und der Euro-Rettungsfonds bald Anleihen von Krisenl&auml;ndern kaufen k&ouml;nnten. Die B&ouml;rsen hatten mehr Entschiedenheit erwartet, sie geben nach. Was sind die Risiken der Strategie, was genau ist geplant? Antworten auf die wichtigsten Fragen. [&hellip;]<br>\nWoher kommt das Geld?<br>\nDie EZB ist die letzte Instanz der europ&auml;ischen Geldpolitik. Sie kann die Euro-Menge beliebig ausweiten. Umgangssprachlich ausgedr&uuml;ckt: Sie kann theoretisch unbegrenzt Geld drucken, um Anleihen zu kaufen.<br>\nPraktisch sind aber auch der EZB Grenzen gesetzt. Denn wenn die Geldmenge im Vergleich zur Menge der G&uuml;ter steigt, droht Inflation. Grob vereinfacht gesagt: Wenn 100 &Auml;pfel und 100 Euro im Umlauf sind, kostet ein Apfel einen Euro. Sind es 100 &Auml;pfel und 200 Euro, kostet ein Apfel zwei Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/anleihenkaeufe-der-ezb-so-funktioniert-draghis-masterplan-a-847813.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Falsch, falsch und nochmals falsch. Erst wenn alle handelnden Wirtschaftssubjekte 200 anstatt 100 Euro in der Tasche haben, das neu geschaffene Geld also breit gestreut w&auml;re, steigt der Preis f&uuml;r &Auml;pfel und auch dann nur, wenn sich die Mehrheit entscheidet, mit dem mehr an Geld &Auml;pfel zu kaufen. Da kein einziger dieser neu gesch&ouml;pften Euro bei den B&uuml;rgern ankommen w&uuml;rde, ist die Gefahr von Inflation gleich Null.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das kommt raus, wenn man <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/extra\/a-632077.html\">fachfremde Journalisten<\/a> &bdquo;Antworten auf die wichtigsten Fragen&ldquo; geben l&auml;sst.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AM:<\/strong> Das ist ja Wahnsinn, auf welchem Niveau der Spiegel agiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gustav Horn &ndash; Allein die EZB ist noch glaubw&uuml;rdig<\/strong><br>\nEine Ank&uuml;ndigung reichte schon, um die Finanzm&auml;rkte zu beruhigen. Die Europ&auml;ische Zentralbank ist zum entscheidenden Retter in der Euro-Krise geworden. [&hellip;]<br>\nNur die EZB ist angesichts des tiefen Misstrauens, das der W&auml;hrungsunion derzeit von allen Seiten entgegen schl&auml;gt, noch in der Lage, den Euro zu retten. Die Vertrauenskrise, in die die Finanzm&auml;rkte im Allgemeinen und der Euro-Raum im Besonderen geraten sind, kann nur durch Institutionen einged&auml;mmt werden, die glaubw&uuml;rdig &uuml;ber die hierzu notwendigen Mittel verf&uuml;gen. Und dies ist im Euro-Raum allein die EZB. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend dies in den angels&auml;chsischen L&auml;ndern selbstverst&auml;ndlich ist, ist man in Europa &ndash; vor allem in Deutschland &ndash; skeptisch. Die Einw&auml;nde sind ein Gemisch aus ernsthaften Sorgen, parteipolitischem Kalk&uuml;l und latentem Nationalismus.<br>\nDie ernsthaften Sorgen wurzeln in der Angst, die Anleihe-K&auml;ufe der EZB w&uuml;rden die Geldmenge sehr stark aufbl&auml;hen, was letztlich nur in Inflation m&uuml;nden k&ouml;nne. Zun&auml;chst bleibt abzuwarten, wie stark die EZB nach einer glaubw&uuml;rdigen Ank&uuml;ndigung tats&auml;chlich am Markt t&auml;tig werden muss. Aber selbst wenn es in einem erheblichen Umfang gesch&auml;he, w&auml;re die Inflationsgefahr nicht gro&szlig; und leicht beherrschbar.<br>\nWegen des weit verbreiteten Misstrauens in Finanzanlagen insbesondere aus dem Euro-Raum, wird ein Gro&szlig;teil des von der EZB in Umlauf gebrachten Geldes sofort wieder bei der Zentralbank angelegt. Das Geld kommt also &uuml;berhaupt nicht in den Umlauf und kann folglich auch keine Inflation ausl&ouml;sen. Erst, wenn das Vertrauen wieder hergestellt ist und das Geld wegen der niedrigen Verzinsung von der EZB abgezogen und in andere Finanzanlagen wie Staatsanleihen investiert wird, kann von einer Inflationsgefahr die Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-08\/ezb-euro-krise\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Draghis weiser Plan<\/strong><br>\nEZB-Chef Mario Draghi k&uuml;ndigt umfassende Schritte zur St&uuml;tzung der Finanzm&auml;rkte an. Die M&auml;rkte reagieren gereizt &ndash; aber sein Plan ist klug und dringend notwendig. [&hellip;]<br>\nDass die M&auml;rkte erst einmal mit Kursverlusten auf Draghis Rede reagierten und die s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten sich vielleicht mehr erwartet haben, &uuml;berrascht nicht. Denn Draghi kn&uuml;pft Bedingungen an ein Aufkaufprogramm von Staatsanleihen: Bevor die Zentralbank zugreift, m&uuml;ssten die Staaten unter den europ&auml;ischen Rettungsfonds schl&uuml;pfen &ndash; und die damit verbundenen Auflagen in Kauf nehmen. Dagegen wehren sich allerdings Spanien und Italien, die vermeiden wollen, dass sie ihre politischen Freiheiten durch Auflagen und Kontrollen aus Br&uuml;ssel verlieren.<br>\nEin lupenreiner Kompromiss: Hilfe zum Preis von Freiheitsverlust.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:ezb-sitzung-draghis-weiser-plan\/70071809.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn es doch nur der &bdquo;Freiheitsverlust&ldquo; w&auml;re. Es geht doch vielmehr um den Zwang, eine komplett kontraproduktive Austerit&auml;tspolitik und ein gro&szlig;es Instrumentarium aus dem neoliberalen Schreckenskabinett umzusetzen. Italien und Spanien m&uuml;ssen also &ouml;konomischen Selbstmord begehen, um Hilfe von der EZB zu bekommen. Das ist nicht &bdquo;weise&ldquo;, sondern verr&uuml;ckt. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass der Plan eher so klingt, als sei er auf Sch&auml;ubles und nicht Draghis Mist gewachsen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unionspolitiker wettern gegen EZB-Plan<\/strong><br>\nDer CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach warnte vehement davor, dass die Zentralbank Staatsanleihen aus Euro-Krisenl&auml;ndern kauft. [&hellip;]<br>\nBosbach warnte nun davor, den Reformdruck auf L&auml;nder wie Spanien zu verringern. &ldquo;Das Problem ist die stets steigende Staatsverschuldung&rdquo;, sagte der CDU-Politiker. &ldquo;Wenn wir jetzt den Zinsdruck nehmen, dann l&auml;sst auch die Reformbereitschaft nach.&rdquo; Es sei zwar der &ldquo;unbequemere Weg&rdquo;, aber an strikter Haushaltskonsolidierung und innerstaatlichen Reformen f&uuml;hre kein Weg vorbei. [&hellip;]<br>\nEine grundlegende Reform der EZB forderte der Obmann der Unionsfraktion im Bundestagsfinanzausschuss, Hans Michelbach (CSU). &ldquo;Der EZB-Rat weist einen grundlegenden Konstruktionsfehler auf, der dringend beseitigt werden muss. Das Stimmgewicht der einzelnen nationalen Notenbanken im EZB-Rat muss dem jeweiligen nationalen Haftungsanteil entsprechen&rdquo;, forderte Michelbach im &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Er will solche Anleihenk&auml;ufe ausdr&uuml;cklich verbieten lassen. [&hellip;]<br>\nAuch CSU-Generalsekret&auml;r Alexander Dobrindt wandte sich gegen die EZB-Pl&auml;ne und warnte die W&auml;hrungsh&uuml;ter davor, erneut Staatsanleihen auf dem Sekund&auml;rmarkt zu kaufen. &ldquo;Wenn die EZB Staatsanleihen kauft, w&auml;re das Staatsfinanzierung durch die Hintert&uuml;re. Damit verl&auml;sst die EZB den Pfad der Geldwertstabilit&auml;t&rdquo;, sagte er der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ezb-plan-cdu-und-csu-wettern-gegen-kauf-von-staatsanleihen-a-847823.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man mu&szlig; die Leute nur reden lassen. Deutlicher kann man nicht darlegen, dass es um die europaweite Durchsetzung des neoliberalen Models geht. Es stellt sich aber die Frage wer soll von der europaweiten Durchsetzung des neoliberalen Dogmas profitieren? Eigentlich k&ouml;nnen dies nur die herrschenden Eliten, das oberste 1% sein. Inzwischen sollte man klar erkennen, dass die neoliberlae Ideologie nur ein Vehikel zur Rechtfertigung der schamlosen Bereicherung der Geldelite ist. Ist aber die Aufgabe der Politik in einem demokratischen Land nur die Interessen des obersten 1% zu bedienen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Luxemburgs Au&szlig;enminister appelliert an Solidarit&auml;t Deutschlands<\/strong><br>\nWir sind nicht mit Inflation konfrontiert, sondern mit Spekulation&hellip;Ich will kein Deutschland haben als europ&auml;ischer B&uuml;rger vor dem man Angst hat&hellip;Deutschland war immer stark, wenn es europ&auml;isch war&hellip; Bleibt europ&auml;isch deutsch, das passt&hellip;Deutschland hat durch den Euro sehr viel bekommen, Deutschland w&uuml;rde einen Zusammenbruch des Euros am allermeisten sp&uuml;ren. Man muss in Deutschland aufpassen, dass man alles nur auf sich bezieht&hellip;<br>\nWir m&uuml;ssen ein Instrument entwickeln, dass die Spekulation unterbindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/435054_morgenmagazin\/11282690_luxemburgs-aussenminister-appelliert-an\">ARD Morgenmagazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man beachte den herablassenden Unterton von Anne Gesthuysen. Journalismus als Sprachrohr der deutschen Regierungspolitik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Von den Weisheiten der liberalen Wirtschaftswissenschaftler<\/strong><br>\nDie Krise hat die Wirtschaftswissenschaft in ihren Grundfesten ersch&uuml;ttert: Der neoliberale Mainstream hat an Halt verloren, &Ouml;konomen schwanken zwischen Selbstzweifel und &Uuml;berheblichkeit. Die Linken hoffen jetzt auf das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Wir haben keinen Stiglitz und keinen Krugman&ldquo;, klagt Dierk Hirschel mit Blick auf die USA. Der fr&uuml;here Chef&ouml;konom des DGB, der sich jetzt bei Verdi &uuml;ber die Volkswirtschaftslehre Gedanken macht, vermisst Querdenker und &Ouml;konomen in keynesianischer Tradition. &bdquo;Die &ouml;konomische Zunft ist bei uns so monolithisch ausgerichtet wie nirgendwo sonst, auf mindestens 98 Prozent der Lehrst&uuml;hle sitzen wirtschaftsliberale Professoren.&ldquo; F&uuml;r den linken Hirschel ist es &bdquo;absurd&ldquo;, wenn sich das halbe Dutzend Wirtschaftsforschungsinstitute hierzulande &bdquo;nur in Nuancen unterscheidet&ldquo;. In der Folge gebe es keinen Wettbewerb der Ideen, die deutsche Wissenschaft sei eine &bdquo;verwahrloste und autistische Zunft&ldquo;, mosert der Verdi-Mann.<br>\nAuch wenn da die Verbitterung eines &Ouml;konomen durchklingt, der aufgrund des neoliberalen Mainstreams sich seit Jahren als &bdquo;Dissident&ldquo; f&uuml;hlt &ndash; auch andere teilen Hirschels Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/das-ende-des-imperialismus-von-den-weisheiten-der-liberalen-wirtschaftswissenschaftler\/6933408.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Spekulanten zocken munter weiter<\/strong><br>\nDer Libor-Skandal hat das britische Bankwesen in Verruf gebracht. Es soll umgebaut werden. Die Finanzindustrie hat schon Wege gefunden, sich der Neuordnung zu entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-08\/libor-zinsen-manipulation-london\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Wie ich versuchte, den Libor-Skandal aufzudecken<\/strong><br>\nZinsmanipulationen gab es wom&ouml;glich schon 1991. Die Beh&ouml;rden wollten davon aber nichts wissen. Erfahrungsbericht eines Ex-Morgan-Stanley-H&auml;ndlers.  Das Falschausweisen des Libor l&auml;uft seit Jahrzehnten. Warum wird erst seit Kurzem ermittelt? Dass alle Ermittlungsbeh&ouml;rden jahrzehntelang nichts davon gewusst hatten, erscheint h&ouml;chst unwahrscheinlich. Ich vermute, dass sie nach der Finanzkrise von 2008 zu dem Schluss kamen, dass sie ihre Pflichten besser erf&uuml;llen sollten. Das w&uuml;rde erkl&auml;ren, warum die Ermittlungen offenbar Falschausweisungen aus der Zeit vor 2005 au&szlig;en vor lassen: Sie wollten die Vers&auml;umnisse ihrer fr&uuml;heren Arbeit vertuschen. Eine der Ermittlungen wird vom Finanzausschuss des britischen Unterhauses gef&uuml;hrt. Diesen Ausschuss rief ich am 3. Juli an und sprach mit einem Experten. Ich schilderte ihm den Sachverhalt und sagte, ich sei bereit, diese Aussage unter Eid zu wiederholen. Der Experte schien &auml;u&szlig;erst interessiert. Mir wurde gesagt, der Libor-Skandal sei Gegenstand einer Besprechung, und dann werde man mich zur&uuml;ckrufen. Da ich nichts mehr h&ouml;rte, rief ich erneut an und fragte, was Sache ist. Der Experte sagte mir, meine Aussage sei nicht erw&uuml;nscht, denn sie widerspreche der offiziellen Version.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:libor-luege-wie-ich-versuchte-den-libor-skandal-aufzudecken\/70071453.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Obama verh&auml;ngt Sanktionen gegen Banken aus China und Irak<\/strong><br>\nDie USA haben im Atomstreit mit Iran ihre Sanktionen weiter versch&auml;rft. Pr&auml;sident Barack Obama unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, das der iranischen &Ouml;lindustrie Gesch&auml;fte mit dem Ausland erschweren soll. Die Regierung in Washington verh&auml;ngte zudem Sanktionen gegen die irakische Elaf-Islam-Bank und die chinesische Kunlun-Bank, weil diese Millionengesch&auml;fte mit iranischen Banken get&auml;tigt haben sollen. F&uuml;r die beiden Banken gilt fortan ein umfassendes Handelsverbot auf dem US-Markt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/us-praesident-obama-beschliesst-neue-sanktionen-im-atomstreit-mit-iran-a-847541.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde demonstriert Obama, wie einfach es f&uuml;r gro&szlig;en Wirtschaftsbl&ouml;cke wie auch die Eurogruppe w&auml;re, z.B. den Handel der Banken mit Steueroasen und vieles mehr zu unterbinden. Warum sollte die Eurogruppe nicht, nachdem sie im eigenen Markt eine effektive Regulierung durchgesetzt hat, diese nicht auf den Nicht-Euroraum ausdehnen k&ouml;nnen. Die Verweigerung von Gesch&auml;ften im Euromarkt, wenn nicht bestimmte Bedingungen erf&uuml;llt w&auml;ren, macht doch jede Rede von Kapitalflucht obsolet, denn dieser Markt ist genauso wie der us-amerikanische f&uuml;r das Kapital unverzichtbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nouriel Roubini: Dem amerikanischen Traum geht die Luft aus<\/strong><br>\nW&auml;hrend in der Eurozone das Risiko einer au&szlig;erordentlichen Krise allgemein erkannt wird, herrscht in den USA weiterhin eine optimistischere Sichtweise vor. In den letzten drei Jahren war es Konsens, dass die US-Wirtschaft vor einer robusten und selbsttragenden Erholung sowie &uuml;berdurchschnittlichem Wachstum steht. Dies erwies sich als falsch, da die Erholung aufgrund eines schmerzhaften Prozesses der Schrumpfung von Bilanzen &ndash; durch Privatschulden, die auf den &ouml;ffentlichen Sektor abgew&auml;lzt wurden &ndash; viele Jahre lang h&ouml;chstens unterdurchschnittlich ausfallen wird. 2013 k&ouml;nnte eine signifikante Korrektur der Wertpapierkurse die US-Wirtschaft in eine echte Depression st&uuml;rzen. Und wenn die USA (immer noch die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt) erneut anf&auml;ngt zu niesen, holt sich der Rest der Welt &ndash; dessen Immunit&auml;t durch die Krise Europas und den R&uuml;ckgang in den Entwicklungsl&auml;ndern bereits geschw&auml;cht ist &ndash; eine Lungenentz&uuml;ndung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/american-pie-in-the-sky\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die schlechten amerikanischen Zahlen sind auch (zumindest zu einem signifikanten Teil) eine Folge der nicht enden wollenden Eurokrise. In einer globalen Wirtschaft hat eine schwere Krise in einem der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsr&auml;ume negative Folgen f&uuml;r alle Volkswirtschaften. Dies ist auch der Hauptgrund, warum die US-Regierung so langsam die Geduld mit Merkel und Co. verliert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Investmentbanken so viel Geld verdienen<\/strong><br>\nIn der Londoner Wochenzeitschrift Financial News, die von der Dow Jones-Gruppe herausgegeben wird, gab es in der Ausgabe vom 16. &ndash; 22. Juli einen bemerkenswerten Artikel (Is it time to ring-fence investment banks from themselves?) von William Wright &uuml;ber die nach wie vor weitverbreiteten Interessenkonflikte bei Investmentbanken. Deren gewaltige Gewinne haben nicht zuletzt damit zu tun, dass sie Gesch&auml;fte betreiben, die bei genauerem Hinsehen auf Kosten ihrer Kunden und der Allgemeinheit gehen und sich vielfach an der Grenze der Legalit&auml;t befinden.<br>\nEin immer gr&ouml;&szlig;erer und erstaunlich stabiler Teil dieser Gewinne wird durch Eigenhandel und market making (die Bereitstellung von Liquidit&auml;t in den verschiedenen Marktsegmenten) erzielt. Bei JP Morgan, dem Wertpapierbereich von Morgan Stanley sowie bei Goldman Sachs, um nur drei repr&auml;sentative Beispiele zu nennen, resultierten 2011 zwischen 68 und 78 Prozent der gesamten Ertr&auml;ge aus diesen Aktivit&auml;ten. Das reine Kommissionsgesch&auml;ft im Auftrag von Kunden spielt eine zunehmend geringe Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/08\/01\/warum-investmentbanken-so-viel-geld-verdienen_5104\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kein Hartz IV mehr f&uuml;r Selbstst&auml;ndige?<\/strong><br>\nDas Bundesarbeitsministerin plant offenbar, rund 125.000 betroffenen Existenzgr&uuml;ndern und Selbstst&auml;ndigen das erg&auml;nzende Arbeitslosengeld II (Hartz IV) zu streichen. Ende Mai 2012 erkl&auml;rte Ursula von der Leyen: &ldquo;Selbst&auml;ndigkeit und der Rest ist Hartz IV &ndash; das wird auf Dauer nicht gehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.akademie.de\/wissen\/aufstocker-hartz-iv-entzug-streichung\">akademie.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lohndumping, Betrug und Skandale<\/strong><br>\nKritiker Claus Fussek &uuml;ber schlechte Pflege als Milliardengesch&auml;ft und die Verantwortung daf&uuml;r, die wir alle tragen.<br>\nAm 29. Juni beschloss der Bundestag ein Pflegegesetz und lobte es &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee: Zum ersten Mal erhielten Menschen mit Demenz Leistungen, hei&szlig;t es. Es gebe mehr Wahlfreiheiten, neue individuelle Wohnformen und f&uuml;nf Euro im Monat f&uuml;r eine private Pflegevorsorge. Doch nicht alle in der Pflege Besch&auml;ftigten sehen das so positiv.<br>\nSeit Einf&uuml;hrung der Pflegeversicherung 1995 doktern wir an diesem System herum. Dabei haben wir l&auml;ngst kein Erkenntnisproblem mehr. Es ist nun wirklich alles geschrieben worden &uuml;ber fehlendes Personal oder mangelnde Qualit&auml;t in den Heimen. Das Problem ist offensichtlich, aber es fehlt ein gesamtgesellschaftlicher Druck, um hier Verbesserungen zu erreichen&hellip;<br>\nFragen Sie in einem Heim in Ihrer N&auml;he, wie viele Menschen da zu versorgen sind und wie viele Pflegekr&auml;fte tats&auml;chlich anwesend sind. Zwei Pflegerinnen k&ouml;nnen nicht 30 Pflegebed&uuml;rftige versorgen&hellip;Schlechte Pflege ist ein Milliardengesch&auml;ft und das gesamte Pflegesystem ist auf Betrug aufgebaut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/233886.lohndumping-betrug-und-skandale.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>DGB fordert verbindlichen Ausbauplan f&uuml;r Krippenpl&auml;tze<\/strong><br>\nIn einem Jahr soll f&uuml;r jedes Kind ein Krippenplatz zur Verf&uuml;gung stehen. Doch noch immer fehlen 230.000 Pl&auml;tze. Der DGB fordert daher einen verbindlichen Ausbauplan.<br>\nBund, L&auml;nder und Kommunen sind weit davon entfernt, ab dem 1. August 2013 allen unter Dreij&auml;hrigen einen Betreuungsplatz zur Verf&uuml;gung stellen zu k&ouml;nnen. Es gilt, m&ouml;glichst schnell die notwendigen Schritte einzuleiten, um die noch fehlenden 230.000 Pl&auml;tze zu schaffen. Auch die ben&ouml;tigten Fachkr&auml;fte stehen noch nicht zur Verf&uuml;gung, allein f&uuml;r das kommende Jahr fehlen etwa 20.000 Erzieherinnen und Erzieher.<br>\nUm diesem Fachkr&auml;ftemangel etwas entgegen zu setzen, sollten mehr Teilzeitbesch&auml;ftigte f&uuml;r Vollzeitbesch&auml;ftigung gewonnen werden. Motivierte und geeignete Frauen und M&auml;nnern aus anderen Berufsfeldern m&uuml;sste endlich die M&ouml;glichkeit gegeben werden, in den Erzieherberuf zu wechseln. Dazu bedarf es jedoch klarer bundesweiter Standards f&uuml;r Umschulungsangebote, einer echten Durchl&auml;ssigkeit unseres Bildungs- und Berufsbildungssystems sowie gen&uuml;gend Ausbildungskapazit&auml;ten an den staatlichen Fachschulen. Parallel m&uuml;ssten die Qualit&auml;t der Arbeitsbedingungen und die Verg&uuml;tung verbessert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++317374d4-dbd0-11e1-a087-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nur Berater verdienen an geplatzter Klinikfusion<\/strong><br>\nDie gescheiterte Gro&szlig;&uuml;bernahme im deutschen Klinikmarkt kommt die Beteiligten teuer zu stehen. Der Medizinkonzern Fresenius verbuchte im Zusammenhang mit der Offerte f&uuml;r den Wettbewerber Rh&ouml;n-Klinikum 26 Mio. Euro Einmalkosten. Rh&ouml;n hatte vor wenigen Tagen seinerseits von einem einstelligen Millionenbetrag f&uuml;r Berater gesprochen. Das demonstriert, in welchem Ausma&szlig; externe Dienstleister von solchen Fusionsvorhaben profitieren &ndash; selbst wenn der Plan nicht zustande kommt.<br>\nBei der Vorlage von Quartalszahlen legte Fresenius am Mittwoch die Kosten daf&uuml;r offen: insgesamt 36 Mio. Euro. Dabei entfielen 7 Mio. Euro auf Berater sowie die Werbekampagne, die die Rh&ouml;n-Aktion&auml;re zum Andienen ihrer Anteile bewegen sollte. 29 Mio. Euro gingen an die Banken daf&uuml;r, dass sie die Finanzierung des Deals zugesagt hatten. Weil der Aufwand steuerlich geltend zu machen ist, flie&szlig;en 10 Mio. Euro vom Fiskus zur&uuml;ck, sodass das Nettoergebnis im zweiten Quartal mit 26 Mio. Euro belastet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel-dienstleister\/:hohe-kosten-fuer-fresenius-nur-berater-verdienen-an-geplatzter-klinikfusion\/70071279.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Erg&auml;nzend sei angemerkt, dass auch Asklepios, das die &Uuml;bernahme durch den Kauf von Rh&ouml;n-Aktien verhindert hat, ganz immense Kosten bei dieser uns&auml;glichen Posse hatte. Und wer erwirtschaftet die Kosten? Das ohnehin schon bis an die Grenze &uuml;berlastete Personal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klamme Kommunen &ndash; Zahl der Sozialwohnungen sinkt dramatisch<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es immer weniger Wohnraum f&uuml;r Geringverdiener. Laut einem Zeitungsbericht ist die Zahl der Sozialwohnungen in nur acht Jahren um ein Drittel zur&uuml;ckgegangen &ndash; auf weniger als 1,7 Millionen. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/zahl-der-sozialwohnungen-sinkt-dramatisch-a-847784.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Armutsforschung &ndash; Geldsorgen<\/strong><br>\nSind M&uuml;tter, die in Armut leben, wirklich von Angstst&ouml;rungen betroffen &ndash; oder handelt es sich um eine Reaktion auf die Lebensbedingungen? Eine amerikanische Studie sorgt f&uuml;r Debatten. [&hellip;]<br>\nEs stellte sich heraus, dass die &auml;rmsten M&uuml;tter auch mit der gr&ouml;&szlig;ten Wahrscheinlichkeit von Symptomen einer Angstst&ouml;rung betroffen waren, etwa ausgepr&auml;gtem Sich-Sorgen, Schlafst&ouml;rungen, Ruhelosigkeit.<br>\nDie Studie hat auch Aufsehen erregt, weil ihre Ergebnisse eine zweite Debatte ber&uuml;hren: die &uuml;ber die Benachteiligung von Kindern, die in Armut aufwachsen. Im Juni erst haben etwa Wissenschaftler der University of Sheffield eine Studie ver&ouml;ffentlicht, aus der hervorgeht, dass dauerhafte Armut die kognitive Entwicklung von Kindern beeintr&auml;chtigt.<br>\nAchttausend Kinder absolvierten daf&uuml;r Tests, bei denen es um Erkennung von Mustern und Bildern, Sprach- und Lesef&auml;higkeiten ging. Kinder, die seit dem S&auml;uglingsalter in Armut lebten, zeigten deutlich schlechtere Ergebnisse. Armut hatte dabei einen st&auml;rkeren Effekt als die Frage, ob Eltern ihre Kinder regelm&auml;&szlig;ig f&ouml;rderten. Die Ressourcen h&auml;tten eben einen ma&szlig;geblichen Einfluss, folgerten die Studienleiter: &bdquo;Wenn meine Kinder mit dem Notebook spielen k&ouml;nnen, hat das nur mit meinem Einkommen, nichts mit mir als Vater zu tun; ich bin nicht im Raum&ldquo;, sagte einer der Autoren der Zeitung &bdquo;Guardian&ldquo;.<br>\nDie amerikanische Studienautorin Baer hat sich bisher zur&uuml;ckgehalten, Hinweise zu geben, wie die Politik ihren Ergebnissen begegnen sollte. Sie beschr&auml;nkt sich darauf zu erkl&auml;ren, es sei nicht angemessen, Frauen, die auf ein Leben in Armut mit Stress reagieren, mit dem Stigma einer psychiatrischen Diagnose zu belegen. Doch einige  amerikanische Medien haben es schon formuliert: Nicht Therapieangebote, sondern finanzielle Mittel w&uuml;rden den betroffenen Frauen und Kindern wohl am meisten helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/mensch-gene\/armutsforschung-geldsorgen-11830726.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kapitaldeckung in der Krise<\/strong><br>\nDie Risiken privater Renten- und Pflegeversicherungen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/09211.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 445 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Asyl &ndash; Fakten gegen Stimmungsmache<\/strong><br>\nDie Idee des Asylrechts ist zutiefst menschlich &ndash; und hochumstritten. Ein Blick auf die Zahlen der vergangenen 20 Jahre entzaubert die &Uuml;berfremdungsphantasien deutscher Populisten und Stammtischrhetoriker: Es gibt weder eine Flut von Bewerbern noch Massen an Sozialschmarotzern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/asyl-statistiken-belegen-rueckgang-von-bewerbern-und-kosten-a-845546.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wissenschaftliche Evaluation ja &ndash; CHE-Ranking nein<\/strong><br>\nDas CHE-Ranking weist zum einen gravierende methodische Schw&auml;chen und empirische L&uuml;cken auf. Zum anderen laden die summarische Bewertungspraxis und die spezifischen Publikationsformate des Rankings systematisch zu Fehldeutungen ein.<br>\n&hellip;Zudem kann eine schriftliche Befragung ohne systematisches Mahnwesen und Nonresponse-Studie faktisch keinerlei Aussagekraft f&uuml;r sich beanspruchen und w&uuml;rde sp&auml;testens nach der Grundausbildung in der Methodenlehre f&uuml;r jede\/n Soziologiestudierende\/n schlicht als absurd erkennbar&hellip;<br>\nHingegen werden f&uuml;r die Einsch&auml;tzung der Studiensituation wichtige, wenn nicht gar entscheidende, und von den Lehrenden nicht beeinflussbare Rahmenbedingungen &uuml;berhaupt nicht in die Analyse (und Bewertung) einbezogen &ndash; so etwa (a) die jeweiligen Betreuungsrelationen (Lehrdeputat der auf Haushaltsstellen besch&auml;ftigten Dozent\/-innen bezogen auf Kopf- bzw. Fallzahlen an Studierenden), (b) die damit verbundenen rechnerischen (und realen) Lehrveranstaltungsgr&ouml;&szlig;en oder (c) die Leistungsf&auml;higkeit von Pr&uuml;fungs&auml;mtern&hellip;<br>\nBei einer derart ungen&uuml;genden und &auml;u&szlig;erst selektiven, faktisch irref&uuml;hrenden Datenlage ist die Bildung einer Rangreihenfolge von Instituten mit Blick auf ihre Lehrleistung schlechterdings nicht zu rechtfertigen&hellip;<br>\nDass das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung aber eben dies bezweckt und in der Tat auch &bdquo;leistet&ldquo;, n&auml;mlich auf Grundlage einer &auml;u&szlig;erst zweifelhaften Datenbasis die universit&auml;ren Standorte der Soziologie in &bdquo;gute&ldquo; und &bdquo;schlechte&ldquo; &ndash; oder &bdquo;bessere&ldquo; und &bdquo;schlechtere&ldquo; &ndash; Institute zu unterteilen und in entsprechender Scheineindeutigkeit hierarchisch zu listen, ist das eigentliche Problem des Hochschulrankings.<br>\nWirklich problematisch hingegen &ndash; und g&auml;nzlich unabh&auml;ngig von seinem mangelnden Informationswert &ndash; wirkt sich das CHE-Ranking wissenschaftspolitisch aus. Somit erf&uuml;llt es, will man den erkl&auml;rten Absichten seiner Urheber Glauben schenken, de facto einen Zweck, f&uuml;r den es &bdquo;eigentlich&ldquo; &uuml;berhaupt nicht gedacht war. In der hochschulpolitischen Realit&auml;t aber l&auml;dt das CHE-Ranking Fakult&auml;ts- und Hochschulleitungen sowie Ministerialb&uuml;rokratien zu extrem simplifizierenden Lesarten ein, ja fordert diese geradezu heraus. Auf deren Basis k&ouml;nnen dann gegebenenfalls folgenschwere, jedoch sachlich im Zweifel unbegr&uuml;ndete Strukturentscheidungen zur Soziologie als wissenschaftlicher Disziplin und zu ihren Studieng&auml;ngen an einzelnen Standorten getroffen werden&hellip;F&uuml;r die DGS ist damit hinl&auml;nglich deutlich geworden, dass das CHE die Politisierung seines Hochschulrankings zumindest billigend in Kauf nimmt&hellip;<br>\nAls empirisch arbeitendes sozialwissenschaftliches Fach beansprucht die Soziologie eine besondere Kompetenz bei der Beurteilung aller Arten von empirischer Sozialforschung, wozu auch Evaluationen wie das CHE-Ranking geh&ouml;ren. Diese Kompetenz impliziert im vorliegenden Fall die Verantwortung, auch anderen, diesbez&uuml;glich wom&ouml;glich weniger sensiblen F&auml;chern zu empfehlen, sich nicht l&auml;nger am CHE-Ranking zu beteiligen. Denn die f&uuml;r die Soziologie festgestellten gravierenden M&auml;ngel und missbr&auml;uchlichen Nutzungen dieses Rankings kennzeichnen dessen Anwendung auf andere F&auml;cher in gleicher Weise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.soziologie.de\/index.php?id=195&amp;tx_ttnews[tt_news]=2674&amp;tx_ttnews[backPid]=5&amp;cHash=5bbd6aa421\">Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Soziologie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu schon <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3932\">&bdquo;Das CHE-Hochschulranking 2009\/10 ist alles andere als ein Studienf&uuml;hrer&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14043","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14043"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14046,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14043\/revisions\/14046"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}