{"id":14047,"date":"2012-08-03T15:24:48","date_gmt":"2012-08-03T13:24:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047"},"modified":"2012-08-03T15:24:48","modified_gmt":"2012-08-03T13:24:48","slug":"hinweise-des-tages-ii-71","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h01\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h02\">Der demografische Wandel &ndash; eine Gefahr f&uuml;r unseren Wohlstand?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h03\">&bdquo;Unsere Demokratie wird von Reichen bestimmt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h04\">Sozialpolitische Chronik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h05\">Thomas Fricke &ndash; Auch mal Geld von den Griechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h06\">Allianz verdient am Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h07\">Ende eines deutschen (Rendite-)Traums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h08\">Daron Acemoglu &uuml;ber den Euro, ineffiziente Staaten und die Fehler der deutschen Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h09\">EZB-Chef: Ombudsmann pr&uuml;ft Draghis Lobby-Mitgliedschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h10\">&ldquo;Umfairteilen &ndash; Reichtum besteuern!&rdquo; &ndash; Neues Aktionsb&uuml;ndnis fordert Reichensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h11\">B&uuml;ndnis Umfairteilen: Zivilgesellschaft fordert st&auml;rkere Besteuerung von Reichtum und ruft zu bundesweitem Aktionstag am 29. September auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h12\">Goldman Sachs to invest $9.6m in New York inmate rehabilitation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h13\">Eine Umfrage &ndash; und was daraus wird&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h14\">Ich habe heute leider kein AAA f&uuml;r dich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047#h15\">Das Allerletzte: Henryk M. Broder: Nordeuropa arbeitet &ndash; und muss f&uuml;r den S&uuml;den zahlen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14047&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EZB<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie &ldquo;Super Mario&rdquo; die Falken isloiert hat<\/strong><br>\nNur die Bundesbank war gegen seine Linie<br>\nEs gab nur eine Stimme gegen den unbegrenzten Aufkauf von Anleihen mit kurzer Laufzeit [&hellip;]<br>\nDraghi, der von den deutschen Medien als &ldquo;Spielball der M&auml;rkte und Politik&rdquo; beschrieben wird, hat den EZB-Rat davon &uuml;berzeugt, &uuml;ber den Vorschlag abzustimmen, sich f&uuml;r den unbegrenzten Aufkauf von Anleihen mit kurzfristiger Laufzeit bereitzuhalten. Nur ein einziges Mitglied, der Bundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann, hat dagegen gestimmt. Ein Nein, dem sich der zweite deutsche Vertreter, J&ouml;rg Asmussen, [&hellip;] aber nicht anschloss. Die Spaltung zwischen Falken und Tauben, die Deutschland und den Rest Europas in Unruhe versetzt, ist also bis ins Herz der deutschen Vertretung im Eurotower angekommen [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.repubblica.it\/economia\/2012\/08\/03\/news\/cos_super_mario_ha_isolato_i_falchi_solo_la_bundesbank_contro_la_sua_linea-40264872\/?ref=HREA-1\">La Repubblica<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Deutschland isoliert sich von Tag zu Tag mehr. Kein Wunder, dass nun Hardliner aus Reihen der schwarz-gelben Koalition eine Sperrminorit&auml;t f&uuml;r Deutschland im EZB-Rat <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/geldpolitik\/macht-ohne-grenzen-ezb-entwickelt-sich-zum-staat-im-staat\/6952512.html\">fordern<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn &ndash; Mario Draghi k&ouml;nnte doch recht haben<\/strong><br>\nSoll der Euro gerettet werden, indem die EZB immer mehr Staatsanleihen kauft? Das sei ein Weg, der funktionieren k&ouml;nnte, meint J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn. M&ouml;glicherweise seien doch die Deutschen die Geisterfahrer. Am Ende k&ouml;nnte Mario Draghi recht haben und die EZB muss den Euro retten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesthemen.de\/wirtschaft\/ezb222.html\">ARD Tagesthemen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch wenn nicht jedes Wort Sch&ouml;nenborns einer kritischen &Uuml;berpr&uuml;fung standh&auml;lt, ist sein Zweifel an der deutschen Linie doch bemerkenswert und seine Forderung nach einer offenen Debatte begr&uuml;&szlig;enswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Draghi z&uuml;ckt die Waffen<\/strong><br>\nDer EZB-Chef will den Krisenstaaten mit mehr Geld helfen. Das ist legitim. Aber es funktioniert nur, wenn die Politik mitzieht.<br>\nDetails wollte Draghi noch nicht bekannt geben, doch wahrscheinlich wird es so laufen: Wenn sich die Krise versch&auml;rft, interveniert die Notenbank gemeinsam mit den Rettungsfonds EFSF und ESM und dr&uuml;ckt durch Anleihek&auml;ufe das Zinsniveau nach unten. Die Fonds sorgen daf&uuml;r, dass die Reformauflagen eingehalten werden, die Zentralbank liefert das Geld.<br>\nDie konzertierte Aktion soll das Defizit der bisherigen Rettungsarchitektur beheben. Es besteht darin, dass die Zentralbank zwar unendlich viel Geld hat, aber keine Auflagen durchsetzen kann &ndash; w&auml;hrend die Rettungsfonds Auflagen durchsetzen k&ouml;nnen, aber &uuml;ber nicht genug Mittel verf&uuml;gen.<br>\nDie Finanzm&auml;rkte reagierten zun&auml;chst entt&auml;uscht, weil sie mehr erwarteten, aber das tun M&auml;rkte immer. Die Parallelaktion kann einen entscheidenden Beitrag zur L&ouml;sung der Krise leisten, wenn sowohl die Politik als auch die Zentralbank entschlossen genug vorgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-08\/ezb-draghi-geldpolitik\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> Wenn schon Mark Schieritz nicht versteht, warum &bdquo;die M&auml;rkte die Reformschritte in den Krisenl&auml;ndern beharrlich ignorieren&ldquo; dann wei&szlig; ich auch nicht mehr. Die naheliegende Antwort ist nat&uuml;rlich: weil &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; zuerst und vor allem Geld verdienen wollen und eine scharfe Austerit&auml;tpolitik, wie sie von den Krisenstaaten verlangt wird, hierzu schlicht kontraproduktiv ist. Hinter dem &uuml;berragenden Motiv eines jeden Marktes, n&auml;mlich Geld zu verdienen, tritt selbst die Umsetzung der neoliberalen Agenda zur&uuml;ck. Zwar d&uuml;rften die Anbieter am Finanzmarkt in der Regel auch neoliberal gepr&auml;gt sein, aber sie wissen eben, dass in zusammengebrochenen Wirtschaften nichts zu holen ist. Nur unsere ideologisch fixierten &bdquo;Experten&ldquo; wollen davon nichts wissen und wundern sich&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der demografische Wandel &ndash; eine Gefahr f&uuml;r unseren Wohlstand?<\/strong><br>\nEin Interview mit Gerd Bosbach<br>\nMit der ganzen Diskussion &uuml;ber Demografie und Globalisierung scheinen mir zwei Ziele verfolgt zu werden: Abbau von Arbeitnehmerrechten &ndash; inklusive einem vern&uuml;nftigen Lohn &ndash; und verst&auml;rkte Privatisierung bei Rente, Gesundheit und Pflege. Auch Letzteres dient dem Arbeitgeber, da die privaten Versicherungen vom Arbeitnehmer alleine bezahlt werden m&uuml;ssen. Und deshalb sind die Ergebnisse der Panik- Kampagnen volkswirtschaftlich auch nicht logisch. Prek&auml;r Arbeitende k&ouml;nnen nicht nennenswert sparen und die privaten Versicherungen sind als Teil des Finanzmarktes alles andere als sicher, zus&auml;tzliche Gelder sogar eher eine Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-neustadt-aisch.de\/fileadmin\/Speicherplatz\/kv_neustadt-aisch\/Redaktion\/OV-Gutenstetten\/GP\/2-2012\/BK_2012-07-14_Demographischer_Wandel-Interview.pdf\">Gr&uuml;ne Neustadt [PDF &ndash; 120 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Unsere Demokratie wird von Reichen bestimmt&ldquo;<\/strong><br>\nReichtum und Macht bestimmen das System. Alexander G&ouml;rlach sprach mit dem Stanford-Professor James Fishkin dar&uuml;ber, wie wir unsere Demokratie ver&auml;ndern und verbessern k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nThe European: Die Volksabstimmung ist also nicht unbedingt im Sinne des Volkes?<br>\nFishkin: Momentan haben wir eine direkte Demokratie, deren Agenda von den Reichen und M&auml;chtigen bestimmt wird. Mit Geld k&ouml;nnen Sie Sendezeit im Fernsehen kaufen und die &ouml;ffentliche Meinung manipulieren. Es mangelt oftmals an kritischen Diskussionen und an Initiativen, die wirklich im Interesse der &Ouml;ffentlichkeit sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theeuropean.de\/james-fishkin\/11875-deliberative-demokratie\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sozialpolitische Chronik<\/strong>\n<ul>\n<li>Arbeitslosenversicherung (seit 1969)<\/li>\n<li>Rentenversicherung (seit 1978)<\/li>\n<li>Krankenversicherung (seit 1977)<\/li>\n<li>Pflegeversicherung (seit 1995)<\/li>\n<li>Sozialhilfe &ndash; HLU (seit 1982)<\/li>\n<li>Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende (seit 2005)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/doku\/02_politik\/chronik\/chronik_gesamt.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine &auml;u&szlig;erst verdienstvolle Zusammenstellung, sozusagen eine Bilanz des Sozialabbaus der letzten 30 Jahre.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Auch mal Geld von den Griechen<\/strong><br>\n[&hellip;] Ein entsprechendes konjunkturelles Transfersystem skizzieren in einem bisher unver&ouml;ffentlichten Artikel die Berliner &Ouml;konomen Kerstin Bernoth vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) und Philipp Engler von der Freien Universit&auml;t**. Danach k&ouml;nnte sich jedes Land verpflichten, einen festen Prozentsatz jener Steuereinnahmen in einen Fonds zu zahlen, die &ndash; wie die Mehrwertsteuer &ndash; besonders stark konjunkturgetrieben sind. Im Gegenzug w&uuml;rde das so gesammelte Geld nur in dem Umfang an die L&auml;nder zur&uuml;ckgegeben, wie es den Steuereinnahmen bei normal-durchschnittlicher Konjunktur entspricht, also nach normaler Gr&ouml;&szlig;engewichtung.<br>\nDer Clou: Per saldo m&uuml;ssten ganz automatisch diejenigen L&auml;nder Geld transferieren, bei denen die Konjunktur h&ouml;hertourig l&auml;uft als im Schnitt der Euro-Wirtschaft &ndash; und es w&uuml;rden umgekehrt nur die per saldo Transfers bekommen, wo die Konjunktur durch besondere Umst&auml;nde gerade mieser l&auml;uft als bei den anderen.<br>\nSo ein Mechanismus h&auml;tte den Vorteil, dass das Geld gerade bei den L&auml;ndern abgezogen wird, die ordentlich Steuereinnahmen haben, einen solchen D&auml;mpfer konjunkturell gut verkraften k&ouml;nnen und &ndash; vor allem &ndash; bei zunehmender &Uuml;berhitzung sogar brauchen, um Blasen und entsprechende Spannungen im W&auml;hrungsraum gar nicht aufkommen zu lassen. Und es bek&auml;men automatisch diejenigen Geld, bei denen die Konjunktur dringend St&uuml;tzung braucht, um schlimmere Abw&auml;rtsspiralen zu vermeiden &ndash; ohne dass dies den eigenen Staatshaushalt in rezessionsbedingt ohnehin angespannter Lage zus&auml;tzlich belastet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kolumne-thomas-fricke-auch-mal-geld-von-den-griechen\/70071782.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Allianz verdient am Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nEuropas gr&ouml;&szlig;ter Versicherungskonzern liefert nach dem Gewinneinbruch im Vorjahr ein starkes Zahlenwerk f&uuml;r das zweite Quartal ab. Die Allianz schl&auml;gt sich &uuml;berraschend gut &ndash; dank dem Gesch&auml;ft mit der Verm&ouml;gensverwaltung&hellip;<br>\nGetragen wurde das Umsatzwachstum und das operative Ergebnis von der Verm&ouml;gensverwaltung. Der Provisions&uuml;berschuss lag mit 1,5 Milliarden Euro f&uuml;r das zweite Quartal um 15,2 Prozent &uuml;ber dem Ergebnis von 1,3 Milliarden Euro im Vergleichsquartal 2011. Nur die Verm&ouml;gensverwaltung zeige eine wirklich gute Leistung, kritisierte der Analyst Fabrizio Croce von Kepler Capital Markets. &bdquo;Alle Versicherungsbereiche sind ziemlich entt&auml;uschend.&ldquo;<br>\nZwar verzeichnete die Allianz auch in der Lebensversicherung deutlich steigende Gewinne, trotzdem bleibt dieses Kerngesch&auml;ftsfeld der Allianz ein Sorgenkind: Die Beitragseinnahmen in der Lebens- und Krankenversicherung gingen leicht zur&uuml;ck und lagen bei 12,9 Milliarden Euro nach 13 Milliarden Euro im Vorjahresquartal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/trotz-eurokrise-und-konjunktursorgen-allianz-verdient-am-vermoegen\/6957574.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant ist die Auflistung der zehn gr&ouml;&szlig;ten Versicherungskonzerne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ende eines deutschen (Rendite-)Traums<\/strong><br>\nEinst galt die Lebensversicherung als der Deutschen liebstes Anlageprodukt. Doch nicht zuletzt dank der EZB sind die goldenen Zeiten vorbei. Wer heute sein Leben versichert, sollte bescheiden sein &ndash; und einiges beachten.<br>\nMario Draghi ist kein Freund der Versicherer. Der Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ist zu gro&szlig;z&uuml;gig. Um die Schuldenkrise in Europa zu lindern, will er k&uuml;nftig verst&auml;rkt Anleihen aus den kriselnden S&uuml;dl&auml;ndern kaufen; au&szlig;erdem h&auml;lt er den Leitzins niedrig &ndash; und dr&uuml;ckt damit das Zinsniveau. Dass sich so bald daran etwas &auml;ndern wird, glaubt niemand. Die Zeit des billigen Geldes ist noch lange nicht vorbei.<br>\nF&uuml;r die Versicherer ist das ein gro&szlig;es Problem. Denn alte Renditeversprechungen an ihre Lebensversicherungskunden, drei oder gar vier Prozent, werden so immer schwieriger zu erf&uuml;llen, weil sichere Anlageprodukte, in die die Konzerne das Geld ihrer Kunden investieren, nur noch wenig abwerfen. Zehnj&auml;hrige deutsche Staatsanleihen etwa,  die Versicherungskonzerne in den vergangenen Jahrzehnten nur allzu gerne gekauft haben, bringen gerade einmal um die 1,3 Prozent Rendite.<br>\nDie Versicherer haben deshalb in den vergangenen Jahren  ihre Renditeversprechungen, den sogenannten Garantiezins, anpassen m&uuml;ssen; sie sind weniger gro&szlig;z&uuml;gig als noch vor Jahren&hellip; W&auml;hrend  die Versprechen an die alten Kunden sehr gro&szlig;z&uuml;gig und damit nicht mehr so leicht zu erf&uuml;llen sind,  finden Neukunden die aktuellen Angebote schlicht unattraktiv. Der Ruf der Kapitallebensversicherung, ein sicheres und gleicherma&szlig;en lukratives Anlageprodukt zu sein,  hat gelitten&hellip;<br>\nF&uuml;r Abschluss und Verwaltung gehen bei Direktversicherern gehen gut vier bis sechs Prozent der Beitr&auml;ge daf&uuml;r drauf, bei vertriebsstarken Gesellschaften acht bis zehn Prozent. Die teuersten Gesellschaften verlangen laut Morgen &amp; Morgen sogar bis zu 15 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/nachrichten\/lebensversicherungen-ende-eines-deutschen-rendite-traums\/6955508.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allianz-Vorstandsmitglied <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/vorsorge-versicherung\/nachrichten\/allianz-vorstand-fuer-die-garantien-rechnen-wir-mit-einer-mittleren-lebenserwartung-von-102-jahren\/6939572-3.html\">Alf Neumann<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>F&uuml;r die Garantien rechnen wir mit einer mittleren Lebenserwartung von 102 Jahren. Das enth&auml;lt die k&uuml;nftige Verbesserung der Lebenserwartung, die h&ouml;here Lebenserwartung der Versicherten und die Sicherheitspuffer, um die Garantien sicher erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wir w&uuml;nschen allen Versicherten ein langes Leben!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Daron Acemoglu &uuml;ber den Euro, ineffiziente Staaten und die Fehler der deutschen Politik<\/strong><br>\nDer im Jahre 1967 in Istanbul geborene Daron Acemoglu z&auml;hlt zu den namhaftesten &Ouml;konomen seiner Generation. In der Rangliste der meist zitierten &Ouml;konomen der Welt liegt er auf Platz 7. Acemoglu, der seit 1993 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt, arbeitet unter anderem auf dem Gebiet der Institutionen&ouml;konomik. Vor wenigen Monaten hat er mit seinem Harvard-Kollegen James Robinson das in diesem Blog ausf&uuml;hrlich rezensierte Buch &ldquo;Why Nations Fail&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Seine Hauptthese lautet, dass vor allem die politischen Institutionen eines Landes &uuml;ber seinen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg entscheiden. Acemoglu und Robinson unterscheiden zwischen zwei Formen von Institutionen, die sie als &bdquo;extractive&rdquo; (im Sinne von: ausbeuterisch) und als &bdquo;inclusive&rdquo; (im Sinne von: die gesamte Gesellschaft umfassend) bezeichnen.  &bdquo;Extractive&rdquo; beschreibt alle Herrschaftsformen, in denen sich eine kleine Zahl von Menschen &uuml;ber die Aus&uuml;bung von politischer und wirtschaftlicher Macht zulasten der Masse der Menschen bereichern. In solchen Regimen besitzen die meisten Menschen keine Anreize, sich wirtschaftlich zu engagieren. &bdquo;Inclusive&rdquo; beschreibt eine funktionierende Demokratie als Voraussetzung f&uuml;r dauerhaften wirtschaftlichen Wohlstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faz-community.faz.net\/blogs\/fazit\/archive\/2012\/06\/15\/oekonomen-im-gespraech-daron-acemoglu.aspx\">FAZ Wirtschaftsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Daron Acemoglu macht deutlich, wie wichtig f&uuml;r die Beteiligung an Projekten wie der W&auml;hrungsunion, aber auch dar&uuml;ber hinaus nicht nur die nominalen Kriterien von Maastricht oder realwirtschaftliche wie Produktivit&auml;t, Handelsbilanzen usw. heranzuziehen sind, sondern auch das Ungleichgewicht verschiedener politischen Systeme in den Mitgliedsl&auml;ndern zu ber&uuml;cksichtigen ist: &ldquo;besonders die Tatsache, dass es in manchen L&auml;ndern Korruption und kleine Gruppen m&auml;chtiger Politiker gibt, die nicht im Interesse der breiten Bev&ouml;lkerung handeln. Das gilt nicht nur f&uuml;r Griechenland. Indem man diese L&auml;nder und ihre Politiker in Europa integriert hat, gab man diesen Politikern mehr Macht.&rdquo; Vor diesem Hintergrund kann man eigentlich in Osteuropa von nicht einem Erfolg sprechen, wie Acemoglu ausf&uuml;hrt: &ldquo;Osteuropa ist ein Beispiel, wie hilfreich Einfluss von au&szlig;en sein kann. Wenn L&auml;nder wie Polen, Tschechien, die Slowakei oder die baltischen Staaten wirtschaftliche Fortschritte erzielt haben, dann liegt das zu einem erheblichen Teil daran, dass die Europ&auml;ische Union ihnen die geeigneten Karotten vor die Nase gehalten hat. So besa&szlig;en die Menschen in diesen L&auml;ndern Anreize, um gute politische Institutionen zu schaffen. Das hat funktioniert. Vergleichen Sie nur diese L&auml;nder mit anderen ehemaligen Republiken der Sowjetunion.&rdquo; Um Klientelwirtschaft in Osteuropa zu entdecken, braucht man nicht nach Rum&auml;nien oder Ungarn zu schauen, der j&uuml;ngste Skandal um die Mittel der europ&auml;ischen Strukturfonds trug sich der Tschechischen Republik zu. Es gen&uuml;gt eben nicht ein Rechtssystem schriftlich zu fixieren, es muss gelebt werden. F&uuml;r Griechenland kann man angesichts der erneuerten Herrschaft der Alt-Parteien nach der Logik Acemoglus nur schwarz sehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EZB-Chef: Ombudsmann pr&uuml;ft Draghis Lobby-Mitgliedschaft<\/strong><br>\nSchon beim Amtsantritt gab es Diskussionen &uuml;ber seine Vergangenheit bei der US-Investmentbank Goldman Sachs &ndash; nun hat Mario Draghi, Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank, Probleme mit dem EU-Ombudsmann. Es geht um die Mitgliedschaft in einer einflussreichen Bankenlobby-Organisation. Das internationale Bankenseminar der Group of Thirty (G30) findet jedes Jahr zeitgleich mit dem Herbsttreffen von Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) und Weltbank statt und ist nur f&uuml;r ausgew&auml;hlte Besucher zug&auml;nglich. Hinter der G30 verbirgt sich ein Zusammenschluss f&uuml;hrender Banker und &Ouml;konomen, die nach eigenen Angaben Einfluss auf die Entscheidungen im Finanzsektor nehmen wollen. Prominente Mitglieder sind unter anderem hochrangige Vertreter von Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase International sowie ehemalige und amtierende Zentralbankchefs. Axel Weber, Ex-Pr&auml;sident der Deutschen Bundesbank, geh&ouml;rt ebenfalls zu der einflussreichen Runde.<br>\nSeit vielen Jahren ist auch Mario Draghi Mitglied der G30. Daran &auml;nderte sich auch nichts, als Draghi im vergangenen Jahr zum Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank aufstieg. Die G30 kommentierte seinen Karrieresprung sogar euphorisch in einer Mitteilung: Draghi geh&ouml;re zu jenen Mitgliedern des Clubs, die eine noch herausforderndere Position in der Weltwirtschaft angenommen h&auml;tten. Doch die umjubelte Doppelrolle bringt dem Italiener nun Probleme ein: Der EU-Ombudsmann Nikiforos Diamandouros hat Ermittlungen gegen Draghi aufgenommen und der Zentralbank einen verbindlichen Fragenkatalog zugeschickt. Bis zum 31. Oktober soll die EZB mitteilen, wie sie Draghis Rolle in der G30 bewertet und ob sie in seiner Mitgliedschaft einen Interessenkonflikt sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mario-draghi-eu-ombudsmann-ermittelt-gegen-ezb-chef-a-847235.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider hat auch der Spiegel versucht, den G30 den Anschein eines konspirativen Zirkels zu zuweisen. So sehr die NDS es begr&uuml;&szlig;en auf solche Zusammenh&auml;nge hinzuweisen, die Bef&uuml;rchtung des Beschwerdef&uuml;hrerers Kenneth Haar vom Europe Observatory, dass &ldquo;Draghi als <a href=\"http:\/\/www.group30.org\/members.shtml\">Mitglied der Group of Thirty<\/a> seine Ansichten mit gro&szlig;en Investmentbanken abstimmt&ldquo; ist sicherlich &uuml;bertrieben. Dazu ist der Klub mit Paul Krugman oder Paul A.Volker doch zu unterschiedlich besetzt. Letzterer ber&auml;t den US-Pr&auml;sidenten in der bei der Wall Street sehr unbeliebten Finanzmarktreform. Siehe z.B. die Volcker-Regel, nach der Finanzinstitute keine riskanten Positionen zu Spekulationsgesch&auml;ften auf eigene Rechnung eingehen d&uuml;rfen und den &ldquo;Dodd\/Frank Act eingearbeitet wurde. William C. Dudley (Goldman Sachs) d&uuml;rfte wohl keine Position von Krugman oder Volcker teilen. Die NDS haben bereits auf einen Artikel von Paul Krugman hingewiesen, der konspirative Zusammenh&auml;nge als &ldquo;bizarre&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14024#h11\">zur&uuml;ckweist<\/a>. &ndash; Jenseits aller Verschw&ouml;rungsthesen ist die &Uuml;bergang von Wissenschaftlern in die Wirtschaft und dann in die Politik und hier gar in Regulierungsfunktionen allerdings ein Unding. Die Politik und ihre St&auml;be haben wohl zurzeit nicht die Kompetenz, um der Finanzwirtschaft angemessen gegen&uuml;ber zu treten und sollten hier schleunigst aufholen. Es musste ein Herr Ackermann kommen, um unsere Regierung auf die HRE-Krise hinzuweisen, und er durfte seine L&ouml;sung als alternativlos verkaufen. Leider werden wir wohl nie erfahren, ob nicht es nicht besser gewesen w&auml;re, die HRE in die Pleite gehen zu lassen. Solange der Finanzwirtschaft nicht die Zockerinstrumente aus den H&auml;nden geschlagen werden bzw. die Zockerei auf das normale Anlagen -und Bankgesch&auml;ft zur&uuml;ckgreifen kann, sollten die Regierungen daf&uuml;r sorgen, dass die Arbeit in den Regulierungsbeh&ouml;rden von unabh&auml;ngigen und gut bezahlten Fachleuten getan wird. Eine Orientierung an den Einkommen der europ&auml;ischen Spitzenbeamten k&ouml;nnte vielleicht Anreize setzen, sich f&uuml;r solche Karrieren zu <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/europa\/top-gehaelter-so-viel-verdienen-die-eu-spitzen\/v_detail_tab_print\/6860020.html\">interessieren<\/a>. Auf der anderen Seite ist es nicht nur aus Gerechtigkeitsgr&uuml;nden unhaltbar, dass im Jahr 2011 der heutige Deutsche-Bank-Chef Anshu Jain  9,77 Mio. Euro verdiente &ndash; nicht das 10fache, nicht das 100fache sondern das 300fache eines durchschnittlichen Einkommensbeziehers in Deutschland. Kein Wunder, wenn sich viele clevere und intelligente junge K&ouml;pfe immer noch f&uuml;r die Finanzindustrie entscheiden. Wir regen uns &uuml;ber die Polarisierung der Einkommens- und Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse auf, sollten uns aber auch darauf konzentrieren, dass viele Geh&auml;lter nicht nur in der Finanzwirtschaft in keinem Verh&auml;ltnis zur erbrachten Leistung stehen und damit die wachsende Ungleichheit in unserer Gesellschaft, ja auf unserem Globus speisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Umfairteilen &ndash; Reichtum besteuern!&rdquo; &ndash; Neues Aktionsb&uuml;ndnis fordert Reichensteuer<\/strong><br>\nErneuter Vorsto&szlig; f&uuml;r die umstrittene &ldquo;Reichensteuer&rdquo;: Ein B&uuml;ndnis aus NGOs, Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nden macht sich f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe und eine h&ouml;here Besteuerung von Reichtum stark. Unter dem Motto &ldquo;Umfairteilen &ndash; Reichtum besteuern!&rdquo; rufen sie zu einem Aktionstag auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/umfairteilen-reichtum-besteuern-neues-aktionsbuendnis-fordert-reichensteuer-1.1430762\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>B&uuml;ndnis Umfairteilen: Zivilgesellschaft fordert st&auml;rkere Besteuerung von Reichtum und ruft zu bundesweitem Aktionstag am 29. September auf<\/strong><br>\nEine st&auml;rkere Besteuerung gro&szlig;er Verm&ouml;gen zur Finanzierung des Sozialstaats und notwendiger Reformen fordert das B&uuml;ndnis &bdquo;Umfairteilen &ndash; Reichtum besteuern!&ldquo;, das heute von Attac, ver.di und dem Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband in Berlin vorgestellt wurde. Erstmalig manifestiert sich damit eine breite gesellschaftliche Bewegung f&uuml;r eine<br>\nPolitik der sozial gerechten Umverteilung in Deutschland. Das B&uuml;ndnis, dem sich neben Attac, Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nden auch Migrantenverb&auml;nde, Jugend- und Studierendenorganisationen, die Initiative Verm&ouml;gender f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe, die NaturFreunde sowie weitere zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen angeschlossen haben, warnt vor Kahlschlagk&uuml;rzungen zu Lasten des Gemeinwesens und ruft zu einem bundesweiten Aktionstag am 29. September 2012 auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/106237\/2300344\/buendnis-umfairteilen-zivilgesellschaft-fordert-staerkere-besteuerung-von-reichtum-und-ruft-zu\">presseportal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Goldman Sachs to invest $9.6m in New York inmate rehabilitation<\/strong><br>\nMayor Michael Bloomberg to use Rikers Island as testing ground for private firms to help stop recidivism &ndash; and make a profit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/society\/2012\/aug\/02\/goldman-sachs-invest-new-york-jail\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein einer gerechteren Welt w&uuml;rden die Investmentbanker von Goldman Sachs die Gef&auml;ngnisse nicht betreiben, sondern in ihnen einsitzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eine Umfrage &ndash; und was daraus wird&hellip;<\/strong><br>\nAls ich am Sonntag die Schlagzeilen auf den Online-Seiten deutscher Zeitungen las, war ich ein bisschen verwundert. &bdquo;Deutsche glauben nicht mehr an den Euro&ldquo; oder &bdquo;Deutsche zweifeln am Euro&ldquo; hie&szlig;en die &Uuml;berschriften. Als Quelle wurde die &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo; genannt. Dort war die &Uuml;berschrift &uuml;brigens sehr sachlich und die Meldung dazu hatte einen ganz anderen Inhalt. Laut einer Emnid-Umfrage glauben 51 Prozent der Bundesb&uuml;rger, dass es &bdquo;Deutschland ohne die Gemeinschaftsw&auml;hrung besser gehen w&uuml;rde&ldquo;. Das ist nat&uuml;rlich etwas v&ouml;llig anderes als das, was &uuml;ber die Verbreitung durch die Nachrichtenagenturen daraus in anderen Bl&auml;ttern geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesschau.de\/2012\/08\/01\/eine-umfrage-und-was-daraus-wird\/\">blog.tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ich habe heute leider kein AAA f&uuml;r dich<\/strong><br>\nWerner R&uuml;gemer analysiert in seinem Buch die neuen Player im Finanzsystem. Nach der Lekt&uuml;re ist man einigerma&szlig;en verdutzt &uuml;ber die Dreistigkeit von Ratingagenturen. [&hellip;]<br>\nR&uuml;gemer skizziert in seinem Buch die historische Genese und er zeigt, teilweise verwirrend detailliert, wer hinter den Agenturen steckt, die eine Krise mit Millionen von Arbeitslosen mit verursacht haben. Es sind die gleichen Player, deren &ouml;konomische Potenz von den Agenturen testiert werden soll: Hedgefonds, denen wiederum die Banken geh&ouml;ren und gegen&uuml;ber denen die Deutsche Bank wie ein Zwerg anmutet.<br>\nErstaunlich ist auch, dass die Bewerteten selbst f&uuml;r die Bewertung zahlen. R&uuml;gemer zieht in einem Interview das Bild eines Fu&szlig;ballspiels heran, bei dem die Mannschaften jeweils ihre eigenen Schiedsrichter mitbringen. Nach seiner &Uuml;berzeugung sind die Agenturen &bdquo;der verl&auml;ngerte Arm ihrer Eigent&uuml;mer&ldquo; und keineswegs unabh&auml;ngig. Er belegt seine These zumeist schl&uuml;ssig mit &ouml;ffentlich zug&auml;nglichem Material.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!98765\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Henryk M. Broder: Nordeuropa arbeitet &ndash; und muss f&uuml;r den S&uuml;den zahlen<\/strong><br>\nS&uuml;deuropas Kaffeehauskultur ist lustiger als die Disziplin des Nordens. Doch mit dem Versuch, die Lebensverh&auml;ltnisse in Europa zu homogenisieren, wird die Rechnung an den Norden weitergereicht. [&hellip;]<br>\nDa hei&szlig;t es, die verbleibende Zeit bis zum Showdown klug zu nutzen. Man k&ouml;nnte zum Beispiel dar&uuml;ber nachdenken, woran der Wohlfahrtstaat zugrunde gegangen ist. Wie w&auml;re es damit: An dem Versuch, ihn in einen Einwanderungsstaat zu &uuml;berf&uuml;hren, also Wohlfahrt und Wohlstand f&uuml;r alle zu garantieren, unabh&auml;ngig von Herkunft, Leistung und Mentalit&auml;t. [&hellip;]<br>\nIn Europa ist es genau umgekehrt. Der Einwanderer macht sich zuerst einmal mit der Wundert&uuml;te des Sozialstaates vertraut. Er wird maximal gef&ouml;rdert und nur minimal gefordert. Allein, dass ihm abverlangt wird, Deutsch zu lernen, wird schon als &ldquo;Zwangsgermanisierung&rdquo; kritisiert. [&hellip;]<br>\nVolkshochschulen bieten inzwischen kostenlose Kurse an, wie man im Dschungel des Sozialstaates am besten zurechtkommt: &ldquo;Hartz IV und andere Anspr&uuml;che auf Unterst&uuml;tzung\/ Welche m&ouml;glichen sozialrechtlichen Anspr&uuml;che gibt es, und wie k&ouml;nnen diese geltend gemacht und durchgesetzt werden?&rdquo;<br>\nAngesichts all dieser Aktionsangebote aus dem Supermarkt des Wohlfahrtstaates kann der Einwanderer gar nicht anders, als den Eindruck gewinnen, dass in dieser Gesellschaft das Geld auf den B&auml;umen w&auml;chst und dass man sich nur ein wenig recken und strecken muss, um es zu pfl&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/henryk-m-broder\/article108470738\/Nordeuropa-arbeitet-und-muss-fuer-den-Sueden-zahlen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Henryk M. Broder &uuml;bertrifft sich mit diesem schamlosen Hetzartikel einmal wieder selbst. Er unternimmt noch nicht einmal den Versuch, einen wie auch immer gearteten kausalen Zusammenhang zwischen seiner leider bereits bekannten Hetze gegen Ausl&auml;nder und sozial Schwache und der Eurokrise zu konstruieren. Er wirft einfach seine ekelhaften rechtsradikalen Spr&uuml;che auf untersten St&uuml;rmer-Niveau in den Raum und macht Migranten und Hartz-IV-Empf&auml;nger nun auch f&uuml;r die Eurokrise verantwortlich. Wie sehr die rechte Saat, die Rattenf&auml;nger wie Broder streuen, bereits g&auml;rt, zeigen die Leserkommentare zu diesem Artikel.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14047","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14047"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14047\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14050,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14047\/revisions\/14050"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}