{"id":140735,"date":"2025-10-19T09:00:03","date_gmt":"2025-10-19T07:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735"},"modified":"2025-10-17T13:04:10","modified_gmt":"2025-10-17T11:04:10","slug":"hinweise-der-woche-431","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nBitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschlie&szlig;lich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte sto&szlig;en, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund daf&uuml;r: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachtr&auml;glich eingeschr&auml;nkt oder\/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h01\">Atempause f&uuml;r Gaza: &raquo;Es gibt bisher keinerlei belastbare Garantien&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h02\">Von Idioten umzingelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h03\">Trumps Wette wird nicht aufgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h04\">Syrien am Rande eines neuen B&uuml;rgerkriegs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h05\">Streit um Wehrpflicht per Losverfahren: Schwarz-roter Dilettantenstadl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h06\">Der Krieg der Worte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h07\">Chinas neue Exportkontrollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h08\">&ldquo;Sprengstoff f&uuml;r die Demokratie&rdquo; &ndash; Neuer Regierungsbericht: Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland extrem ungleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h09\">Die neue Grundsicherung bedeutet sozialen Abstieg per Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735#h10\">Die Linke scheitert analytisch, moralisch hat sie sowieso keine Chance<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Atempause f&uuml;r Gaza: &raquo;Es gibt bisher keinerlei belastbare Garantien&laquo;<\/strong><br>\nPal&auml;stina: Offizielle Waffenruhe in Gaza verk&uuml;ndet. Ob Angriffe langfristig stoppen, ungewiss. Ein Gespr&auml;ch mit Mohssen Massarrat [&hellip;]<br>\nGanz sicher f&uuml;hrte der gro&szlig;e Druck von Donald Trump auf Benjamin Netanjahu zu der Einigung &uuml;ber die erste Phase des Friedensplans. Die Zustimmung von Hamas beruht wohl darauf, dass sie unter enormen Druck der Hauptunterst&uuml;tzerstaaten Katar und T&uuml;rkei sowie der meisten arabischen Staaten steht. Eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle d&uuml;rfte jedoch gespielt haben, dass Hamas selbst am Ende ihrer Kr&auml;fte steht und der Bev&ouml;lkerung nicht noch mehr Leid zumuten kann. Die Freilassung der israelischen Geiseln ist zu begr&uuml;&szlig;en. Auch sind die Wiederaufnahme von humanit&auml;ren Lieferungen nach Gaza sowie ein Teilr&uuml;ckzug der israelischen Armee zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/510158.atempause-f%C3%BCr-gaza-es-gibt-bisher-keinerlei-belastbare-garantien.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ein &bdquo;Friedensplan&ldquo; aus L&uuml;gen, Erpressungen und imperialen Anma&szlig;ungen<\/strong><br>\nWenn sich jemand erinnern will: Einen solchen &bdquo;Friedensplan&ldquo; (Waffenstillstandabkommen) gab es schon einmal, Ende des Jahres 2023: Man wusste schon vorher, dass der Plan vor allem aus Lug und Trug besteht. Die faschistischen Minister im Kriegskabinett Netanjahus hatten es laut und &ouml;ffentlich gesagt. Nach der &bdquo;ersten Phase&ldquo; (Austausch von Gei&szlig;eln und Hilfslieferungen nach Gaza) des Abkommens werden sie aus der Regierung aussteigen, wenn es zu einer zweiten Phase (R&uuml;ckzug der israelischen Armee) kommen soll. Das war dann auch der Deal zwischen Netanjahu und Trump. Nachdem die erste Phase vorbei war, erkl&auml;rte Trump, dass jetzt nur die H&ouml;lle gilt, der Rest sei nicht einmal das Papier wert. Die israelische Armee setzte ihren Vernichtungskrieg fort und eskalierte diesen auch im Westjordanland, mit Terror, Annexionen und weiteren Siedlungen im besetzten Gebiet.<br>\nWas in dem jetzigen &bdquo;Friedensplan&ldquo; steht, erinnert bestenfalls an die erste Phase, also an einen geplanten Bruch des Abkommens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2025\/10\/09\/ein-friedensplan-aus-luegen-erpressungen-und-imperialen-anmassungen\/\">Wolf Wetzel<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der Bogen ist &uuml;berspannt<\/strong><br>\nIsrael hat nahezu jegliche Sympathie f&uuml;r sein Vorgehen im Nahen Osten verloren und w&uuml;nscht sich nun die Opferrolle zur&uuml;ck, die ihm seit jeher Narrenfreiheit garantierte.<br>\nDie &ouml;ffentliche Meinung in Bezug auf Israel hat sich gewandelt. Besonders unter jungen Menschen h&ouml;rt man kaum noch das Narrativ der &bdquo;einzigen Demokratie im Nahen Osten&ldquo;, die sich tapfer gegen ihre arabischen Feinde stellt. Die Bilder von der israelischen Kriegsf&uuml;hrung im Gazastreifen haben mittlerweile jedes Wohnzimmer erreicht und blieben nicht ohne Folgen. Die Opferrolle, die Israel bisher einen Freifahrtschein im Umgang mit der pal&auml;stinensischen Bev&ouml;lkerung garantierte, scheint mehr und mehr pass&eacute; zu sein. Um sie wiederzuerlangen, braucht es Fehltritte und unsch&ouml;ne Bilder von der Gegenseite, die Israel im Zweifel so lange provoziert, bis sie eintreffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/der-bogen-ist-uberspannt\">Manova<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Jenseits der Schlagzeilen &ndash; Die Tr&uuml;mmer von Gaza und ein neokoloniales Projekt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140684\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von Idioten umzingelt<\/strong><br>\nSichtlich haben Trump &amp; seine genialen Einfl&uuml;sterer noch nicht begriffen, was die Spatzen sonstwo schon von den D&auml;chern pfeifen. Die Zeiten, in denen US-Amerika in der Welt herumspazieren und andere, ohne dass sie sich wehren, nach Belieben knechten konnte, sind ein f&uuml;r allemal vorbei. 2025 ist nicht 1991 &ndash; und China ist nicht die EU. Vor allem ist die Weisheit der Welt noch immer nicht auf die Gesch&auml;ftstricks eines Immobilienh&auml;ndlers zusammengeschmolzen, und Konfuzius sagt: &bdquo;Es ist unh&ouml;flich, sich nicht zu revanchieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/MartinSonneborn\/status\/1977678236017479716\">Martin Sonneborn via Twitter\/X<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ist es Zeit f&uuml;r die Sechste Franz&ouml;sische Republik?<\/strong><br>\nFrankreichs F&uuml;nfte Republik versinkt im Chaos. Das Modell eines quasi-monarchischen Pr&auml;sidenten hat seine parlamentarische Grundlage verloren. Die Alternative zur ewigen Pattsituation w&auml;re eine neue Verfassung, die Nationalversammlung und direkte B&uuml;rgerbeteiligung st&auml;rkt. [&hellip;]<br>\nIn Frankreich herrscht Krise. Es ist eine Krise des gesamten politischen Systems, der F&uuml;nften Republik, die in eine neue Phase ihrer Geschichte eintritt. Diese Phase folgt auf eine erste, die von der Rechten unter Charles de Gaulle und seinen Verb&uuml;ndeten dominiert wurde, und eine zweite, in der ein Abwechseln zwischen gem&auml;&szlig;igt linken und rechten Regierungen die Norm war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/macron-frankreich-krise-paris-barnier\">Jacobin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trumps Wette wird nicht aufgehen<\/strong><br>\nDonald Trump will mit seiner Zollpolitik den amerikanischen Kapitalismus revitalisieren. Doch auch ein &raquo;Napoleon des Protektionismus&laquo; kann nicht gegen die grundlegende Krise des Systems ankommen, meint der marxistische &Ouml;konom Michael Roberts. [&hellip;]<br>\nIn den 1930er Jahren f&uuml;hrte der Versuch der USA, ihre industrielle Basis durch die Smoot-Hawley-Z&ouml;lle zu &raquo;sch&uuml;tzen&laquo;, lediglich zu einem weiteren Einbruch der Produktion, w&auml;hrend die Gro&szlig;e Depression Nordamerika, Europa und Japan erfasste. Die Gro&szlig;industrie und ihre &Ouml;konomen verurteilten die Smoot-Hawley-Massnahmen vehement und k&auml;mpften energisch gegen sie. Henry Ford etwa versuchte, den damaligen Pr&auml;sidenten Herbert Hoover dazu zu bewegen, das Gesetz zu blockieren, und bezeichnete es als &raquo;wirtschaftliche Dummheit&laquo;.<br>\n&Auml;hnliche Worte sind heute aus den Reihen der Wirtschaft und des Finanzsektors zu h&ouml;ren, etwa vom Wall Street Journal, das Trumps Z&ouml;lle &raquo;den d&uuml;mmsten Handelskrieg der Geschichte&laquo; nannte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/zoll-handelskrieg-weltwirtschaft-brics-krise-usa-protektionismus-inflation-kapitalismus\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Syrien am Rande eines neuen B&uuml;rgerkriegs<\/strong><br>\nDer &ndash; selbsternannte &ndash; syrische Pr&auml;sident al-Sharaa lobt die Wahlen als Meilenstein im politischen Wandel des Landes. Diese seine Aussage ist allerdings mit &auml;u&szlig;erster Vorsicht zu genie&szlig;en.<br>\nF&uuml;r den syrischen Interimspr&auml;sidenten Ahmed al-Sharaa begann diese Woche unter einem augenscheinlich guten Stern: Einen Tag zuvor hatten in seinem Land die ersten Parlamentswahlen seit dem Sturz des ehemaligen Machthabers Baschar al-Assad ohne nennenswerte sicherheitspolitische Zwischenf&auml;lle stattgefunden. Diese Abstimmung sei ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung, sagte er strahlend der Presse. Sie symbolisiere einen Meilenstein im politischen Wandel seines Landes.  (&hellip;)<br>\nDabei waren diese Wahlen weder frei noch repr&auml;sentativ.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/syrien-am-rande-eines-neuen-buergerkriegs\/\">Globalbridge<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Streit um Wehrpflicht per Losverfahren: Schwarz-roter Dilettantenstadl<\/strong><br>\nAuf so eine Idee, auslosen lassen zu wollen, welche jungen M&auml;nner &uuml;berhaupt zur Musterung m&uuml;ssen, muss man erst einmal kommen. Noch kurioser ist, dass sie aus den Reihen von CDU und CSU stammt. [&hellip;]<br>\nVielleicht hat es aber auch etwas Beruhigendes, wenn es bei jenen, die Deutschland wieder &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo; machen wollen, nicht einmal zur Politikf&auml;higkeit reicht. So wird das jedenfalls nichts mit der Ank&uuml;ndigung von Friedrich Merz, die Bundeswehr zur &bdquo;st&auml;rksten Armee Europas&ldquo; zu machen. Was angesichts der deutschen Geschichte nicht als die schlechteste Aussicht erscheint. Fest steht indes, dass sich die schwarz-rote Koalition im Vergleich zur Bundeswehr in einem deutlich schlechteren Zustand befindet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Streit-um-Wehrpflicht-per-Losverfahren\/!6120833\/\">Pascal Beucker in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Auf dem Weg zur Wehrpflicht<\/strong><br>\nTrotz &ouml;ffentlich ausgetragener Unstimmigkeiten arbeitet die Bundesregierung weiterhin an einem Gesetz, mit dem sie die Wehrerfassung reaktiviert, Anreize f&uuml;r den Wehrdienst schafft und eine Reaktivierung der Wehrpflicht in Friedenszeiten vorbereitet. Das Gesetz sieht vor, dass ab 2026 alle 18-J&auml;hrigen verpflichtet werden, der Bundeswehr Auskunft unter anderem &uuml;ber ihre k&ouml;rperliche Verfassung und ihre Bereitschaft zum Wehrdienst zu machen. Auf die Datenbank, in der diese Daten gespeichert werden, will die Bundesregierung im Kriegsfall auch der Agentur f&uuml;r Arbeit Zugriff gew&auml;hren. Die Regierungskoalition hatte vergangene Woche &ouml;ffentlich Uneinigkeiten bez&uuml;glich des Entwurfes ausgetragen: W&auml;hrend Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Gesetzesentwurf zun&auml;chst auf Freiwilligkeit setzt, hatte die CDU\/CSU-Fraktion f&uuml;r eine teilweise Verpflichtung eines Jahrgangs per Losverfahren pl&auml;diert. Einig sind sich die Regierungsparteien allerdings, dass es, sollten sich nicht ausreichend Freiwillige melden, zu einer Reaktivierung der Wehrpflicht kommen wird. Um k&uuml;nftig mehr Rekruten ausbilden zu k&ouml;nnen, plant Berlin den Bau von mehreren Zehntausend neuen Schlafpl&auml;tzen in deutschen Kasernen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10158\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Per Losverfahren zur Bundeswehr: Wenn die 18-J&auml;hrigen die Niete ziehen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140529\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Kriegsdienstverweigerung: So geht&rsquo;s!<\/strong><br>\nLaut Grundgesetz (Art. 4 Abs. 3) haben alle B&uuml;rger*innen mit einem Ausweis der Bundesrepublik Deutschland das Recht den Kriegsdienst an der Waffe aus Gewissensgr&uuml;nden zu verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/dfg-vk.de\/verweigerung\/\">DFG-VK<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Krieg der Worte<\/strong><br>\nDie neuen Begriffe, mit denen die Menschen auf bewaffnete Auseinandersetzungen eingeschworen werden sollen, sind alles andere als harmlos.<br>\nEs ist Herbst 2025, und Deutschland wirkt ersch&ouml;pft. Die politischen Schlagzeilen sind gepr&auml;gt von Krisen, die sich aneinanderreihen wie Dominosteine, die l&auml;ngst ins Kippen geraten sind: Krieg in Europa, wirtschaftliche Stagnation, politische Orientierungslosigkeit. Statt Klarheit dominiert ein gef&auml;hrliches Spiel mit Worten. Kanzler Friedrich Merz spricht davon, dass &bdquo;wir nicht im Krieg&ldquo; seien, nur um wenige Atemz&uuml;ge sp&auml;ter zu betonen, dass wir &bdquo;irgendwie doch mittendrin&ldquo; stecken. Verteidigungsminister Boris Pistorius ruft nach &bdquo;Kriegsf&auml;higkeit&ldquo; und nach einer Bundeswehr, die nicht nur verteidigen, sondern &bdquo;abschrecken und handeln&ldquo; soll. Und CDU-Hardliner Roderich Kiesewetter treibt die Debatte weiter voran, indem er jede Zur&uuml;ckhaltung als Schw&auml;che brandmarkt. Was sich hier entfaltet, ist mehr als ein politischer Diskurs. Es ist ein rhetorischer Ausnahmezustand, der l&auml;ngst Realit&auml;t formt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/der-krieg-der-worte-2\">G&uuml;nther Burbach auf Manova<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>All-Parteien-Koalition zeigt Desinteresse am Kriegsbild hinter den Aufr&uuml;stungsbeschl&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie F&auml;higkeitsziele sind im Detail vertraulich, aber doch in der Substanz weitgehend &ouml;ffentlich bekannt. Deutschland &uuml;bernimmt traditionell 10% der als erforderlich bestimmten F&auml;higkeiten der NATO in Europa. Im Koalitionsvertrag haben sich die aktuell regierenden Parteien verpflichtet, diese (formal &ouml;ffentlich, auch f&uuml;r die Abgeordneten, unbekannten) F&auml;higkeitsanforderungen, die die NATO (mit deutscher Regierungs-Zustimmung) f&uuml;r Deutschland vorgesehen hat, zu liefern. Der Beschluss ist als Blanko-Check formuliert: &Auml;ndert die NATO (durch geheime Regierungsbeschl&uuml;sse) die F&auml;higkeitsziele, z.B. im Rahmen der in diesem Herbst anstehenden strategischen Neuausrichtung der US-Truppen, so haben die Koalitionspartner auf Parteiebene schon zugesagt, die frei gew&auml;hlten Abgeordneten im Deutschen Bundestag den Anforderungen auch in ausgeweitetem Umfang entsprechen werden.<br>\nDas den F&auml;higkeitszielen zugrunde liegende Kriegsbild hingegen liegt im Dunkeln. Das Verteidigungsministerium weigert sich, es &ouml;ffentlich zu kommunizieren. Der Verteidigungsminister Deutschlands verlangt zwar programmatisch, Deutschland solle &bdquo;kriegst&uuml;chtig&ldquo; werden. Doch auf die R&uuml;ckfrage, was &bdquo;Krieg&ldquo; denn hei&szlig;e, pressen er und sein Haus die Lippen zusammen. Und mit dieser Haltung ist er nicht alleine: Im Deutschen Bundestag hat keine der vertretenen Parteien bislang danach gefragt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/all-parteien-koalition-zeigt-desinteresse-am-kriegsbild-hinter-den-aufruestungsbeschluessen\/\">Blog der Republik<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&raquo;Es gibt einen be&auml;ngstigenden Opportunismus&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Versuch, den europ&auml;ischen Wohlfahrtsstaat zur&uuml;ckzubauen, um einen Kriegsstaat zu errichten. Ein Gespr&auml;ch mit Fabian Scheidler<br>\nIn einer Zeit, in der Europa auf Aufr&uuml;stung und sozialen R&uuml;ckbau setzt, legt der Autor Fabian Scheidler mit seinem Buch &raquo;Friedenst&uuml;chtig. Wie wir aufh&ouml;ren k&ouml;nnen, unsere Feinde selbst zu schaffen&laquo; einen Gegenentwurf vor. Im Gespr&auml;ch mit jW erkl&auml;rt er seine These, dass wir es nicht nur mit einzelnen Konflikten zu tun haben, vom Krieg gegen den Terror &uuml;ber den Ukraine-Krieg bis zum Krieg gegen die Pal&auml;stinenser in Gaza, sondern mit der Herausbildung eines dauerhaften &raquo;Ausnahmezustands&laquo;, eines Kriegsregimes, das dazu dient, in einer zunehmend chaotischen Welt die Kontrolle zu bewahren. Scheidler fordert eine R&uuml;ckbesinnung auf die Tradition der Friedenspolitik, auf Diplomatie und gemeinsame Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/510464.antimilitarismus-es-gibt-einen-be%C3%A4ngstigenden-opportunismus.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Chinas neue Exportkontrollen<\/strong><br>\nChinas neue Exportkontrollen auf Seltene Erden rufen in Deutschland und der EU die ernste Bef&uuml;rchtung hervor, bedeutende Segmente ihrer Industrie k&ouml;nnten in eine dramatische Krise st&uuml;rzen. Beijing hat, in Reaktion auf neue &ouml;konomische Repressalien Washingtons, am vergangenen Donnerstag angek&uuml;ndigt, es werde in Zukunft nicht nur f&uuml;r den Export Seltener Erden selbst, sondern auch f&uuml;r denjenigen von Waren, an denen der Anteil Seltener Erden bei mehr als 0,1 Prozent liegt, eine offizielle Genehmigung verpflichtend machen. Derartige Exportkontrollen haben bislang vor allem die Vereinigten Staaten verh&auml;ngt; die Volksrepublik zieht nun gleich. Die deutsche Wirtschaft k&auml;mpft schon jetzt mit den Folgen der Exportkontrollen, die Beijing bereits im Fr&uuml;hjahr eingef&uuml;hrt hat. Chinas neue Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten die Probleme weiter versch&auml;rfen und, falls die Vereinigten Staaten ihre Drohung wahr machen und den Konflikt mit Gegenma&szlig;nahmen eskalieren, zu ernstem Mangel an Seltenen Erden f&uuml;hren. An diesen h&auml;ngen in Deutschland laut einer Analyse des Beratungsunternehmens McKinsey direkt oder indirekt rund vier Millionen Arbeitspl&auml;tze mit einer Wertsch&ouml;pfung von 220 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/10153\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Sprengstoff f&uuml;r die Demokratie&rdquo; &ndash; Neuer Regierungsbericht: Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland extrem ungleich<\/strong><br>\nJeder 6. Mensch in Deutschland lebt in Armut. Das belegt auch der neue Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Gleichzeitig besitzt das reichste Zehntel &uuml;ber 54% des Verm&ouml;gens, w&auml;hrend die untere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung nur 3% des Verm&ouml;gens besitzt. &bdquo;Diese soziale Spaltung ist Sprengstoff f&uuml;r unsere Demokratie&rdquo;, fasst Joachim Rock, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverband, den 683-seitigen Bericht zusammen.<br>\nDer Parit&auml;tische Gesamtverband bewertet den Entwurf des Siebten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung als ern&uuml;chterndes Dokument der sozialen Schieflage in Deutschland. &bdquo;Der Bericht zeigt glasklar: Armut bleibt in Deutschland ein Massenph&auml;nomen, das sich zunehmend verfestigt. Gleichzeitig wird das Thema Reichtum weitgehend ausgeblendet &ndash; das ist ein fatales politisches Signal&ldquo;, erkl&auml;rt Joachim Rock.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/alle-meldungen\/sprengstoff-fuer-die-demokratie-neuer-regierungsbericht-vermoegensverteilung-in-deutschland-extrem-ungleich\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p>dazu: <strong>0,5 Prozent f&uuml;r die Gerechtigkeit<\/strong><br>\nWarum endlich die Reichen zahlen m&uuml;ssen und nicht die Armen.<br>\nEs ist ein Trauerspiel, das sich Jahr f&uuml;r Jahr wiederholt. Sobald die Haushaltszahlen nicht stimmen, sobald ein paar Milliarden im Bundesetat fehlen, sobald eine Krise den Staatshaushalt in Schieflage bringt, passiert fast reflexhaft dasselbe: Man st&uuml;rzt sich auf die Schw&auml;chsten. B&uuml;rgergeldempf&auml;nger werden durch die Schlagzeilen gejagt, Erwerbslose an den Pranger gestellt, Familien in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen zu &bdquo;Leistungsunwilligen&ldquo; erkl&auml;rt. Immer wieder sollen die kleinen Leute den Kopf hinhalten, immer wieder wird nach unten getreten.<br>\nDabei wei&szlig; jeder, der einmal genauer in die Zahlen geschaut hat: Das gro&szlig;e Geld liegt nicht bei den Armen, sondern bei den Reichen. Aber dorthin zu greifen, dorthin zu schauen, dazu fehlt der politische Wille. Warum? Weil die, die entscheiden, oft selbst zu jener Kaste geh&ouml;ren, die man eigentlich belasten m&uuml;sste. Ein Bundestagsabgeordneter, der sich im ma&szlig;geschneiderten Anzug vor die Kamera stellt und davon redet, dass &bdquo;gespart werden m&uuml;sse&ldquo;, der wei&szlig; nat&uuml;rlich, dass er sich selbst mit einer Luxussteuer treffen w&uuml;rde. Man bestraft sich eben ungern selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/gesellschaft\/05-prozent-fuer-die-gerechtigkeit\/\">G&uuml;nther Burbach im Overton Magazin<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Im deutschen Grundgesetz steht: &laquo;Eigentum verpflichtet.&raquo;<\/strong><br>\nEnde November kommt die Juso-Initiative f&uuml;r eine Erbschaftssteuer vors Volk. Auch in Deutschland macht man sich Gedanken zum Thema.<br>\nIm kommenden Jahr wird die bayerische Verfassung 80 Jahre alt. Markus S&ouml;der, der bayerische Ministerpr&auml;sident, hat also, bevor er jubelnde Jubil&auml;umsreden h&auml;lt, noch ausgiebig Zeit, diese Verfassung auch zu lesen. Das hat er offenbar bisher nicht gr&uuml;ndlich genug getan. Seine aktuellen Reden zur Steuerpolitik haben n&auml;mlich mit den Artikeln dieser bayerischen Verfassung nichts, gar nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/gesellschaft\/im-deutschen-grundgesetz-steht-eigentum-verpflichtet\/\">Heribert Prantl auf Infosperber<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&bdquo;Wir brauchen eine antifaschistische Wirtschaftspolitik&ldquo;<\/strong><br>\nReichtum ist in der Gesellschaft inzwischen extrem ungleich verteilt. Au&szlig;erdem sind 20 Prozent der dauerhaft in &Ouml;sterreich lebenden Menschen nicht wahlberechtigt, in Wien sogar schon 35 Prozent. Das politische System antwortet auf obere Einkommensschichten besser als auf Menschen, die prek&auml;r besch&auml;ftigt oder armutsgef&auml;hrdet sind. Die politischen W&uuml;nsche dieser Gruppen werden nicht umgesetzt. Beispiele sind verm&ouml;gensbezogene Steuern: Seit zwei Jahrzehnten sehen wir in Meinungsumfragen eine gro&szlig;e Bef&uuml;rwortung in der Bev&ouml;lkerung daf&uuml;r. In der Politik kamen aber keine entsprechenden Mehrheiten zustande.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/demokratie-oesterreich\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die neue Grundsicherung bedeutet sozialen Abstieg per Gesetz<\/strong><br>\nDie B&uuml;rgergeld-Reform der Bundesregierung n&uuml;tzt Chefs, deren Besch&auml;ftigte die Arbeitslosigkeit noch mehr f&uuml;rchten m&uuml;ssen, Vermietern, die zahlungsschwache Mieter leichter loswerden k&ouml;nnen &ndash; und der AfD, die aus sozialem Abstieg politisches Kapital schl&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/grundsicherung-buergergeld-hartz-iv-koalitionsausschuss-baerbel-bas-friedrich-merz\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Linke scheitert analytisch, moralisch hat sie sowieso keine Chance<\/strong><br>\nGustav Horn, der Vorsitzende des Wirtschaftspolitischen Beirats der SPD, hat in einer Stellungnahme zu den j&uuml;ngsten Ma&szlig;nahmen der Koalition aus CDU und SPD, Kritik an den angebotsseitigen Ma&szlig;nahmen ge&auml;u&szlig;ert, die seine eigene Partei mit beschlossen hat. Das ist bemerkenswert. Noch bemerkenswerter finde ich, dass er trotz der Kritik an einseitiger Angebotspolitik entscheidende Fehler in seiner Analyse macht. Das zeigt besser als viele politische &Auml;u&szlig;erungen, woran die SPD und gro&szlig;e Teile der Linken kranken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2025\/10\/13\/die-linke-scheitert-analytisch-moralisch-hat-sie-sowieso-keine-chance\/\">Relevante &Ouml;konomik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140735\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-140735","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=140735"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":140736,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/140735\/revisions\/140736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=140735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=140735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=140735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}