{"id":141220,"date":"2025-10-29T09:00:24","date_gmt":"2025-10-29T08:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141220"},"modified":"2026-01-27T11:56:29","modified_gmt":"2026-01-27T10:56:29","slug":"ein-grosser-krieg-wird-politisch-vorbereitet-wo-steht-die-friedensbewegung-dabei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141220","title":{"rendered":"\u201eEin gro\u00dfer Krieg wird politisch vorbereitet\u201c \u2013 wo steht die Friedensbewegung dabei?"},"content":{"rendered":"<p>Realisiert die Bev&ouml;lkerung, was das politische Gro&szlig;vorhaben Kriegst&uuml;chtigkeit bedeutet und was es mit der damit verbundenen Aufr&uuml;stung auf sich hat? Nein, glaubt <strong>Reiner Braun<\/strong>, ein Urgestein der Friedensbewegung. Im NachDenkSeiten-Interview spricht der Historiker und Journalist &uuml;ber die aktuelle Lage und macht sich Gedanken &uuml;ber den Zustand der Friedensbewegung. Was l&auml;uft gut? Wo liegen Schw&auml;chen? Was m&uuml;sste getan werden, um die Friedensbewegung zu st&auml;rken? Braun gibt darauf Antworten und spricht kritisch von einem &bdquo;Friedensopportunismus&ldquo; in Teilen der Linken. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9158\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-141220-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251029_Ein_grosser_Krieg_wird_politisch_vorbereitet_wo_steht_die_Friedensbewegung_dabei_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251029_Ein_grosser_Krieg_wird_politisch_vorbereitet_wo_steht_die_Friedensbewegung_dabei_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251029_Ein_grosser_Krieg_wird_politisch_vorbereitet_wo_steht_die_Friedensbewegung_dabei_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251029_Ein_grosser_Krieg_wird_politisch_vorbereitet_wo_steht_die_Friedensbewegung_dabei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=141220-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251029_Ein_grosser_Krieg_wird_politisch_vorbereitet_wo_steht_die_Friedensbewegung_dabei_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251029_Ein_grosser_Krieg_wird_politisch_vorbereitet_wo_steht_die_Friedensbewegung_dabei_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner: Herr Braun, das Glas Wasser ist f&uuml;r manche halb voll, f&uuml;r andere halb leer. Wenn Sie auf die Friedensbewegung Deutschland schauen: Wie sieht es da aus Ihrer Sicht aus?<\/strong><\/p><p><strong>Reiner Braun<\/strong>: Wir haben einen durchaus mobilisierenden Aktionsmonat September\/Anfang Oktober hinter uns mit drei gro&szlig;en Aktionen: am 13. September die Kundgebung organisiert vom BSW, den 27. September als gro&szlig;e Solidarit&auml;tsaktion mit Pal&auml;stina und die bundesweite Friedensdemonstration in Berlin und Stuttgart am 3. Oktober.<\/p><p><strong>Da war viel los &ndash; aber nicht genug, oder?<\/strong><\/p><p>Es bleibt aber dabei: Die Mobilisierung f&uuml;r den Frieden, gegen Krieg und Hochr&uuml;stung entspricht lange nicht den Notwendigkeiten, die sich aus der aktuellen Kriegsgefahr und der Kriegsvorbereitung ergeben. Die Friedensbewegung ist noch lange nicht eine gesellschaftlich breit getragene Massenbewegung gegen die Kriegspolitik der Regierenden. Dabei ist das Hauptproblem ihre mangelnde Ausstrahlungskraft, ihre zu geringe &Uuml;berzeugungsf&auml;higkeit in breite Teile der Bev&ouml;lkerung. (Noch) ziehen die L&uuml;gen und die Feindbildpropaganda des &bdquo;aggressiven Russen im Vorgarten&ldquo;, die uns sek&uuml;ndlich &uuml;ber alle Kan&auml;le eingeimpft werden. Deren Wirkung kann und darf nicht untersch&auml;tzt werden, unsere Aufkl&auml;rungsm&ouml;glichkeiten dagegen sind begrenzt und sicher auch nicht intensiv und kreativ genug.<\/p><p><strong>Wo liegen die Schw&auml;chen aufseiten der Friedensbewegung?<\/strong><\/p><p>Allein die Frage, wie viele Infost&auml;nde hat es denn in Vorbereitung der Demonstration am 3. Oktober gegeben, zeigt das Problem, sicher ist bei allen Fortschritten auch unsere Social-Media-Arbeit verbesserungsf&auml;hig. Traditionelle Partner wie Gewerkschaften, Kirchen und Umweltverb&auml;nde sind bei gro&szlig;em Engagement Einzelner und einzelner Initiativen in ihnen &ndash; freundlich formuliert &ndash; kaum noch aktiv f&uuml;r den Frieden. Ich glaube auch, dass die gesamten Auswirkungen des Kriegskeynesianismus und der wahnsinnigen Hochr&uuml;stung in seiner vollen gesellschaftlichen Dimension von vielen noch nicht realisiert sind.<\/p><p><strong>Wie meinen Sie das?<\/strong><\/p><p>Es &uuml;berwiegt in breiten Teilen der Bev&ouml;lkerung nach wie vor eine Haltung der Verunsicherung, des Frusts nach innen, der Ablehnung und Wut ohne pers&ouml;nliches Engagement. Duckm&auml;usertum und Anpassung sind vielf&auml;ltig anzutreffen, ein politischer Opportunismus weit verbreitet. Das alles trifft auf eine Friedensbewegung, die auch trotz m&uuml;hsam erreichter Ann&auml;herung verschiedener Organisationen und Initiativen nicht &uuml;ber eine &uuml;berzeugende Ausstrahlung verf&uuml;gt. Der 3. Oktober war f&uuml;r mich ein Schritt in die richtige Richtung, in Stuttgart mehr noch als in Berlin, aber es bleibt viel Arbeit, viel Gehirnschmalz und wohl auch Selbst&uuml;berwindung und die Aufgabe von &uuml;berkommenden Denkmustern notwendig, um den dramatischen Herausforderungen gerecht zu werden.<\/p><p><strong>Aber was braucht es?<\/strong><\/p><p>Es bedarf durchaus einer Neuformierung, die sicher &ndash; bei aller Wertsch&auml;tzung des jahrzehntelangen Engagements bew&auml;hrten Aktiver &ndash; auch zu einem Generationswechsel der Verantwortung f&uuml;hren sollte. Kompliziert, herausfordernd, aber notwendig.<\/p><p><strong>Was meinen Sie mit &bdquo;Neuformierung&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Ich meine damit, unter &Uuml;bernahme wertvoller Erkenntnisse zu einer Wiederbelebung des kollektiven Verantwortungsdenkens und -handelns unter neuen Bedingungen zu kommen. Der Neoliberalismus hat nachhaltige ideologische Pr&auml;gungen mit sich gebracht, die gesellschaftliches Denken weit gegen&uuml;ber individualistischem zur&uuml;ckgedr&auml;ngt haben. Nun stehen Generationen vor den Tr&uuml;mmern der falschen Krisenbew&auml;ltigung der letzten 40 bis 50 Jahre und m&uuml;ssen sich, brutal vor existenzielle Herausforderungen gestellt, ihre materiellen Interessen klarmachen &ndash; auch, dass es nur kollektiv geht, etwas f&uuml;r sich durchzusetzen. Die angeblich alternativlose Weichenstellung in Richtung Krieg zwingt die j&uuml;ngeren Generationen geradezu, sich in den Friedenskampf einzubringen (siehe den raschen Aufwuchs der Initiativen gegen die Wehrpflicht) und daraus neue gesellschaftliche oder perspektivisch gar wirtschaftliche Konsequenzen zu ziehen. Meiner Meinung nach wird auch jede Generation ihren eigenen politischen und sozialen Weg &bdquo;zum Frieden&ldquo; finden. Dabei sollte an viele erfolgreiche Auseinandersetzungen, politischen &Uuml;berlegungen und strukturellen Entwicklungen sicher angekn&uuml;pft werden, ein organisches Ineinandergreifen mit der gestandenen Friedensbewegung ist sinnvoll. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter werden sich diese Entwicklungen auch in neuen politischen und organisatorischen Strukturen ausdr&uuml;cken.<\/p><p><strong>Aktuell &uuml;berschlagen sich die Nachrichten in Sachen NATO, Ukraine und Russland wieder einmal. Im &bdquo;Kessel&ldquo; ist ein hoher Druck. Gerade haben Medien berichtet, Pistorius wolle eine fl&auml;chendeckende Musterung. Wo stehen wir im Hinblick auf die Gefahr eines realen Krieges?<\/strong><\/p><p>Ein gro&szlig;er Krieg wird durch die NATO und die Bundesregierung materiell, politisch, gesellschaftlich und emotional vorbereitet. Jede Illusion dar&uuml;ber, dass dem angeblich nicht so sei und es doch nur um eine St&auml;rkung der Abschreckung geht, kann katastrophale Folgen haben. Es geht um das &bdquo;Ganze&ldquo;: 500 Jahre westlicher, insbesondere US-Hegemonie mit der Auspl&uuml;nderung der Welt kommen an ihr Ende. Dieses zum Untergang verdammte westlich-koloniale Profitsystem muss &bdquo;gerettet&ldquo; werden, durch eine zutiefst reaktion&auml;re Ideologie &bdquo;make America great again&ldquo;, durch die sich kriegerisch geb&auml;rdende EU. Dagegen wehrt sich mit immer mehr Erfolg der Gro&szlig;teil der Welt, der &ouml;konomisch, politisch und gesellschaftlich immer st&auml;rker wird.<\/p><p><strong>Worum geht es dabei?<\/strong><\/p><p>Um eine neue Weltordnung. Und dieses Ringen zwischen dem alten Untergehenden und dem neuen, sich Entwickelnden ist historisch fast nie friedlich abgegangen. Dieses Mal w&auml;re aber ein Krieg ein Atomkrieg und damit das Ende der Menschheit. Die Atombombe &ndash; siehe Albert Einstein &ndash; hat eine historisch neue Situation geschaffen, die gro&szlig;e Kriege der &bdquo;Giganten&ldquo; bei Strafe des Unterganges ausschlie&szlig;t. Dies scheint Trump mehr begriffen zu haben als Merz und andere europ&auml;ische Politiker. Notwendig ist unabdingbar, dass sich alle Anti-Kriegs-Kr&auml;fte zusammenfinden, um die Kriegstreiber zum Frieden zu zwingen.<\/p><p><strong>Wie kann das Funktionieren?<\/strong><\/p><p>Dies beinhaltet eine weltweit agierende Friedensbewegung, aber auch Regierungen, Parteien, die an Frieden, Kooperation und multipolarem Zusammenleben, also an einer Politik der &bdquo;gemeinsamen Sicherheit&ldquo; interessiert sind und davon profitieren. Es geht um eine Kooperation ganz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Kr&auml;fte, die teilweise schwankend, divers und vielf&auml;ltig sind. Die &Uuml;berlebensfrage f&uuml;hrt sie zusammen, das Monster Krieg muss mindestens eingeschr&auml;nkt, wenn nicht &ndash; wie in der UN-Charta formuliert &ndash; ausgerottet werden.<\/p><p><strong>W&auml;re Deutschland im Hinblick auf seine Geschichte f&uuml;r ein derartiges Unterfangen pr&auml;destiniert? Deutschland hat doch in Sachen Krieg eine besondere historische Verantwortung.<\/strong><\/p><p>Wir haben tats&auml;chlich aufgrund der Geschichte eine Verantwortung, die geplante umfassende Militarisierung unseres Landes abzuwehren. Die Wiedereinf&uuml;hrung des Zwangsdienstes, der Wehrpflicht &ndash; in welcher Form auch immer &ndash; als Teil dieser inneren Militarisierung ist ein wichtiger Baustein, Kriegsvorbereitung zu &bdquo;normalisieren&ldquo; und gesellschaftlich akzeptabel erscheinen zu lassen. Sie muss durch eine eigenst&auml;ndige, breite Jugendbewegung in Kooperation mit anderen Kr&auml;ften verhindert werden. Die mit der gesellschaftlichen Militarisierung verbundenen &Uuml;berwachungssysteme und die Militarisierung von Kommunen, Bildung und Wissenschaft sowie einer modernisierten Infrastruktur wird bisher leider viel zu wenig &ouml;ffentlich angeprangert. Die ersten Aktivit&auml;ten gegen die Militarisierung des Gesundheitswesens sind sicher nachahmungsw&uuml;rdig f&uuml;r andere gesellschaftliche Bereiche.<\/p><p><strong>Nochmal zur Friedensbewegung:<\/strong> <strong>Was bedeutet dieser Stand der Dinge f&uuml;r die Friedensbewegung?<\/strong><\/p><p>Wir sind wichtiger, notweniger als je zuvor in den letzten 40 Jahren, aber auch st&auml;rker den Repressionen ausgesetzt als in den letzten Jahrzehnten. Die oftmalige Kriminalisierung des Solidarit&auml;tsprotestes mit Pal&auml;stina, aber auch der &Uuml;berfall der Polizei auf die Friedensaktion in K&ouml;ln ist nur der zugespitzte Ausdruck einer zunehmenden Entdemokratisierung, die direkt an die Repressionen gegen die Grundrechtsbewegung w&auml;hrend der Corona-Pandemie ankn&uuml;pfte.<\/p><p>Deutlich wird, wir stehen als Friedensbewegung vor einer historisch zu nennenden Herausforderung.<\/p><p><strong>Was konkret sollte die Friedensbewegung tun?<\/strong><\/p><p>Wir m&uuml;ssen versuchen, durch vielf&auml;ltige Aufkl&auml;rung die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung als aktive Sympathisanten der Friedensbewegung zu gewinnen. Eine aktive Ausstrahlung muss uns die Kraft und die gesellschaftliche Verankerung bringen, die in der Lage ist &ndash; gemeinsam mit internationalen Partnern &ndash;, den Kriegshetzern in den Arm zu fallen. Friedensbewegung im B&uuml;ndnis mit anderen sozialen Bewegungen muss wirklich eine gesellschaftliche Bewegung werden, die traditionelle Grenzen und Barrieren &uuml;berwindet. Ausgrenzungen haben ebenso wenig Platz in ihr wie als Friedensfreunde getarnte Kriegstreiber, z.B. aus der AfD.<\/p><p><strong>Was noch?<\/strong><\/p><p>Wir brauchen einen neuen Internationalismus der Friedensbewegung, der vor allen auch Initiativen und Organisationen des Globalen S&uuml;dens einbezieht. Dieser neue &bdquo;Friedensinternationalismus&ldquo; beinhaltet Zusammenarbeit mit allen Kr&auml;ften einschlie&szlig;lich Regierungen, die sich dem Grundgedanken der gemeinsamen Sicherheit verbunden f&uuml;hlen. Dabei sind sicher die &bdquo;BRICSplus&ldquo; und Partnerstaaten wichtige Ansprechpartner, die sich der Aufrechterhaltung des internationalen Rechtsrahmens durch die UN-Charta verpflichtet f&uuml;hlen. Als Erstes sind sicher Gespr&auml;che und Kontakte notwendig mit den L&auml;ndern, und da meine ich Russland als Erstes, die von der Politik Deutschlands und der EU als &bdquo;Feinde&ldquo; deklariert werden. Wir m&uuml;ssen wieder eine &bdquo;Volksdiplomatie von unten&ldquo; unter den Bedingungen grundlegender geostrategischer Ver&auml;nderungen entwickeln.<\/p><p><strong>Wie aber kann die Friedensbewegung mehr B&uuml;rger f&uuml;r den Frieden gewinnen?<\/strong><\/p><p>Wir m&uuml;ssen sicher als Erstes anerkennen, dass wir uns in einer politischen Defensivposition befinden, wenn wir Einfluss, Klima, Atmosph&auml;re und Engagement in unserem Land betrachten. Das gilt nicht f&uuml;r die internationale Kr&auml;ftekonstellation &ndash; da stehen wir an der Seite einer globalen Mehrheit. Wir stehen bei uns &ndash; vereinfacht ausgedr&uuml;ckt &ndash; durchaus mit dem R&uuml;cken an der Wand gegen einen fast &uuml;berm&auml;chtigen milit&auml;risch-industriellen-politisch-wissenschaftlichen-medialen Komplex; leider erg&auml;nzt durch einen &bdquo;Friedensopportunismus&ldquo; von Teilen der politischen Linken. Trotzdem teilen nach allen Umfragen ca. 35 Prozent der Befragten unsere grunds&auml;tzlichen Positionen zu Diplomatie und gegen hemmungslose Aufr&uuml;stung.<\/p><p><strong>Zwischenfragen: Was meinen Sie genau mit &bdquo;Friedensopportunismus&ldquo; von Teilen der Linken&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Eine klare Anti-Kriegs-Position ist heute auch bei Linken nicht mehr durchg&auml;ngig vorhanden. Da wird &uuml;ber Waffenlieferungen an die Ukraine positiv diskutiert, da wird die Alleinschuld am Ukrainekrieg nur an Russland geschoben, da wird &uuml;ber Putinversteher fabuliert und im Europaparlament Aufr&uuml;stung und Kriegsvorbereitung mitgetragen. Gleichzeitig gibt es auch positive Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Friedens- und Abr&uuml;stungsforderungen und deutliche Solidarit&auml;t mit Pal&auml;stina. Sich bisher als links verstehende Gewerkschafter und Politiker der Partei die Linke thematisieren ja durchaus den zu erwartenden massiven Sozialabbau angesichts des enormen Milit&auml;rhaushalts, vermeiden aber die Konsequenz, n&auml;mlich zu Widerstand gegen die Kriegsvorbereitungen aufzurufen. &sbquo;Butter statt Kanonen&lsquo; wird nicht ernsthaft gefordert und daf&uuml;r auch mobilisiert. Gerade in der Linkspartei gibt es in Funktion&auml;rskreisen diese Weigerung, den politischen Ausweg in der untrennbaren Verkn&uuml;pfung zwischen Kriegskeynesianismus, Militarisierung zu suchen und zu propagieren. Diese Ambivalenzen in der Friedensposition w&uuml;rde ich zusammenfassend als Friedensopportunismus bezeichnen.<\/p><p><strong>Gerade hat sich Ole Nymoen, der ja mit seinem Buch &bdquo;Warum ich niemals f&uuml;r mein Land k&auml;mpfen w&uuml;rde: Gegen die Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; bereits klar Stellung genommen hat, zur Positionierung der Linken in Sachen Wehrpflicht <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/bundeswehr-linke-bundestag-armee-krieg-frieden-wehrpflicht-buenger-pazifismus\">ge&auml;u&szlig;ert<\/a>. Ich zitiere:<\/strong><\/p><blockquote><p>\nGenau diese Behauptung &ndash; dass das Interesse des Staates und das der B&uuml;rger eins seien &ndash; m&uuml;ssen Linke zur&uuml;ckweisen. Offensichtlich verteidigen sich zwangsrekrutierte junge M&auml;nner im Krieg nicht selbst, sondern sie verteidigen den Staat gegen ihren Willen. Wer gegen den Militarismus ank&auml;mpfen will, der muss sich trauen, dieses angebliche &raquo;Wir&laquo;, das &raquo;sich&laquo; verteidigt, zu hinterfragen. Und der muss sagen: Wie die Vaterlandsverteidigung organisiert wird, interessiert uns nicht. Wir wollen junge Leute gegen den Krieg agitieren &ndash; selbst wenn uns das von den anderen Parteien und den gro&szlig;en Medienh&auml;usern &uuml;belgenommen wird. Genau das traut sich die Linkspartei aber nicht.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Wird hier das Problem, &uuml;ber das wir reden, sichtbar? Anders gesagt: Es gab eine Zeit, da war die Linke k&auml;mpferisch und hat sich nicht gescheut, an den &bdquo;Wahrheiten&ldquo; der Macht mit Nachdruck zu r&uuml;tteln. Heute wirken viele &Auml;u&szlig;erungen von Linken aufgesetzt, zur&uuml;ckhaltend und immer sch&ouml;n die von der Macht vorgegebenen roten Linien ber&uuml;cksichtigend. Wie sehen Sie das?<\/strong><\/p><p>Genau so! Notwendig ist es, Gegenmacht gegen die Regierenden aufzubauen, notwendig ist das Ringen um die kulturelle Hegemonie. Wer sich dabei nicht mit den Regierenden anlegt, kann sich nicht k&auml;mpferisch f&uuml;r den Frieden engagieren und kann auch nicht glaubw&uuml;rdig sein. Mut, Courage, Einsatzbereitschaft und gegen den Stachel l&ouml;cken sind in der Friedensbewegung gefragt.<\/p><p>Mit Macht m&uuml;ssen die Konsequenzen der Kriegsvorbereitung angegangen werden, besonders der umfassende und dramatische Sozialabbau. Die Solidarit&auml;t der Aktiven gegen Krieg und Hochr&uuml;stung muss der Gradmesser f&uuml;r einen erfolgreichen und gesellschaftlich verankerten Widerstand sein. Die bisherige strategische Schw&auml;che der gesamten politischen Linken kann dadurch in eine St&auml;rke, n&auml;mlich die des konsequenten Einsatzes gegen Krieg und f&uuml;r eine lebenswerte Zukunft f&uuml;r alle umgewandelt werden.<\/p><p><strong>Aber nochmal zur&uuml;ck zu Ihren Ausf&uuml;hrungen. Stichwort: Friedensbewegung.<\/strong><\/p><p>Wir m&uuml;ssen &ndash; und ich spreche jetzt bewusst nicht &uuml;ber innere Entwicklungen der Friedensbewegung &ndash; durch eine gro&szlig;e Offenheit und auf sie Zugehen mehr von diesen &bdquo;35 Prozent der Freundinnen des Friedens und des Dialoges&ldquo; f&uuml;r aktives Engagement gewinnen. Nicht einfach, aber wie die 80er-Jahre zeigen, prinzipiell m&ouml;glich. Dies beinhaltet auch, auf die Organisationen st&auml;rker, kontinuierlicher und vielleicht auch mit Angeboten auf Zusammenarbeit in einzelnen inhaltlichen und strategischen Positionen (Butter statt Kanonen, Milit&auml;r als Klimakiller) zuzugehen, die traditionell Partner der Friedensbewegung sind: Gewerkschaften, Kirchen und Umweltverb&auml;nde. Vergessen sollten wir sicher nicht die Sozialverb&auml;nde, die die dramatischen Auswirkungen der Hochr&uuml;stung ja hautnah sp&uuml;ren. Anregen w&uuml;rde ich, ein Zugehen auf andere Religionsgemeinschaften wie islamische Gemeinden zu &uuml;berlegen, und auch die sogenannten &bdquo;Russlanddeutschen&ldquo;, denen wir ja bisher fast nur am 9. Mai im Treptower Park begegnen, als interessante B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger mit einzubeziehen.<\/p><p><strong>M&uuml;sste nicht auch der Bev&ouml;lkerung st&auml;rker vor Augen gef&uuml;hrt werden, was da f&uuml;r eine Gefahr droht?<\/strong><\/p><p>Auf jeden Fall. Die Dimension der Gefahren, besonders auch durch die Stationierung von Erstschlags- und Enthauptungswaffen, muss immer wieder verdeutlicht werden. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass die gro&szlig;e Mehrheit meiner Mitb&uuml;rger nicht mehr genau wei&szlig;, was &bdquo;Krieg&ldquo; bedeutet. Die unverantwortlichen Bemerkungen aus Politik und Wissenschaft haben dazu sicher erheblich beigetragen, historische Erfahrungen werden verwischt, wenn nicht gar geleugnet. So wei&szlig; eine Frau Kallas nicht mal mehr, unter welchen Opfern die damalige Sowjetunion wesentlich zum Ende der nationalsozialistischen Terrorherrschaft beigetragen hat. Unbedingt muss politisch thematisiert und bewertet werden, welche Funktion die Ausl&ouml;schung geschichtlicher Tatsachen und Erfahrungen im gesellschaftlichen Bewusstsein f&uuml;r die kriegerischen Pl&auml;ne der Regierenden haben. Neben einer st&auml;rkeren Einheit nach innen ohne Ausgrenzung (Faschisten sind ohnehin indiskutabel) ist sicher eine gr&ouml;&szlig;ere Offenheit gegen&uuml;ber Andersdenkenden oder Menschen aus anderen Diskurs- und Kulturzusammenh&auml;ngen notwendig.<\/p><p>Mehr Pr&auml;senz der Bewegung und in jeder einzelnen Formation in der &Ouml;ffentlichkeit bleibt unverzichtbar. Daf&uuml;r ist die Unterschriftensammlung unter den Berliner Appell sicher nach wie vor ein zentraler Hebel neben anderen Kampagnen.<\/p><p><strong>Wo liegen die H&uuml;rden?<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich zuerst in der herrschenden Politik der Kriegsvorbereitung und ihrer Propaganda des Feindbildes Russland, die ja schon teilweise in das Hysterische geht. Der Krieg beginnt in den K&ouml;pfen, diese Wahrheit haben von Merz &uuml;ber Pistorius bis Neitzel\/Masala\/u.a. &bdquo;Experten&ldquo; verinnerlicht und h&auml;mmern sie auf uns ein. Einschr&auml;nkung der medialen Meinungsvielfalt, die kaum noch existiert, die Diskursverengung, aber auch zunehmende Repression sind logische Folgen, Geschichtsleugnung, Doppelmoral und Verlogenheit feste Bestandteile herrschender Politik und Propaganda. Das Ergebnis ist zurzeit an einer Bev&ouml;lkerung abzulesen, die in der gro&szlig;en Mehrheit in einer &bdquo;Erstarrung&ldquo; &ndash; bei sp&uuml;rbarer Ablehnung von &bdquo;denen da oben&ldquo; &ndash; bzw. in der Verunsicherung verharrt. Und wenn sie nach Alternativen sucht, diese in oppositionell auftretenden Kr&auml;ften wie der AfD meint, finden zu k&ouml;nnen, die kriegerisch, autorit&auml;r und antisozial alles noch schlimmer machen w&uuml;rden.<\/p><p>Es ist aber historisch auch nicht das erste Mal, dass eine geeinte, aktionsf&auml;hige, breite Friedensbewegung diese H&uuml;rden &uuml;berwindet und mithilft, eine T&uuml;r f&uuml;r eine neue Entspannungspolitik zu &ouml;ffnen.<\/p><p><strong>In den sozialen Medien finden sich doch recht viele Stimmen gegen den Krieg. Und es sind vor allem viele Menschen auch &uuml;ber Altersgrenzen hinweg. Zahlreiche Posts und Kommentare erz&auml;hlen davon. Auf der anderen Seite: Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was im Netz zu sehen ist, und dem, was sich drau&szlig;en in der Realit&auml;t abspielt. Ein paar Hunderttausend Likes unter einem Post sind das eine, das andere sind ein paar Hunderttausend Menschen auf der Stra&szlig;e. Wie sehen Sie das?<\/strong><\/p><p>Nichts, aber auch gar nichts kann die Mobilisierung der Stra&szlig;e ersetzen. Sie bleibt das A und O des gesellschaftlichen Protestes. Sie ist Ausdruck unserer St&auml;rke oder unserer Schw&auml;che. Trotzdem sind die sozialen Medien heute wichtig, ja unverzichtbar:<\/p><ul>\n<li>In der Hilfe f&uuml;r die Mobilisierung f&uuml;r Aktionen. Sie sind das Tool des Protestes.<\/li>\n<li>In der Verdeutlichung der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Forderungen und Protest.<\/li>\n<li>In der Organisierung von Solidarit&auml;t.<\/li>\n<li>Als Aufkl&auml;rungs- und Informationsinstrument. Hier m&uuml;ssen Fakten und Argumente gesammelt, erg&auml;nzt ausgetauscht und diskutiert werden.<\/li>\n<li>Als Informationspool.<\/li>\n<li>Als Diskussionsforum besonders auch f&uuml;r eine vielf&auml;ltige internationale Kommunikation.<\/li>\n<\/ul><p>Dabei sollten sicher niemals ihre Ambivalenz als Informations- oder Desinformationsmedium untersch&auml;tzt und die Eigentumsverh&auml;ltnisse sowie damit untrennbar verbunden Profitinteressen beachtet und ber&uuml;cksichtigt werden. Dazu geh&ouml;rt auch, die Funktion des &bdquo;Abtauchens in virtuelle Welten&ldquo; als Teil der Demobilisierungsstrategie zu thematisieren.<\/p><p><strong>Sie sind ja schon lange in der Friedensbewegung aktiv. Gibt es Unterschiede im Hinblick auf die aktuelle Situation zwischen heute und damals?<\/strong><\/p><p>Was ist mit &bdquo;damals&ldquo; gemeint? Wenn es sich auf die Zeit um 1914 bezieht, sehe ich viele Parallelen, u.a. in der geostrategischen Entwicklung und ihrer Verbindung zu Krieg und Frieden &ndash; der dringende Wunsch nach Frieden f&uuml;hrte 1918 schlie&szlig;lich sogar in revolution&auml;re Umw&auml;lzungen, die die Verw&uuml;stung und Massenvernichtung zugunsten weniger Profiteure nicht mehr erlauben wollten.<\/p><p>Bei einem Vergleich mit den 80er-Jahren w&auml;re ich vorsichtig.<\/p><p><strong>Das meinte ich aber mit &bdquo;damals&ldquo;.<\/strong><\/p><p>Die Blockkonfrontation war gef&auml;hrlich, aber von einer Rationalit&auml;t der Vermeidung eines gro&szlig;en Krieges gepr&auml;gt. Davon sind wir heute weit entfernt. Vergessen sollten wir auch nie, wie viel Bewegung und Neues durch Michael Gorbatschow mit einem Mal politik- und mehrheitsf&auml;hig wurde. Die Friedensbewegung wurde zu einer gro&szlig;en Massenbewegung auf der Basis vielf&auml;ltiger sozialer Bewegung, friedensoffener Gewerkschaften, einer friedensorientierten Kirche, einer Umweltbewegung, die Mitgr&uuml;nder der Friedensbewegung war. Vergessen werden darf bei dieser Diskussion auch nicht die damals noch kraftstrotzende SPD, die ab 1982 in der Opposition war und sich vom &bdquo;Raketenkanzler&ldquo; Schmidt zu neuerlicher Friedensoffenheit entwickelte.<\/p><p>Ganz anders die Rolle der jungen Menschen, der Studierenden. Sie waren ein zentraler Motor, wie auch die Bewegung &bdquo;Schwerter zu Pflugscharen&ldquo; in der DDR, die sich neben der offiziellen Friedensbewegung aktiv f&uuml;r den Frieden engagierten.<\/p><p>Ich warne vor simplen Vergleichen: Die Welt hat sich seit den 80er-Jahren mehr als einmal gedreht, und in dieser neuen, chaotischen, sich im &Uuml;bergang befindlichen Welt voller Atomwaffen m&uuml;ssen wir gegen alle Widerst&auml;nde den Frieden sichern und wieder mehr Entspannungspolitik erreichen. Mehr noch sehe ich die Friedensbewegung vor die Aufgabe gestellt, inmitten dieser Aufl&ouml;sungserscheinungen der Rationalit&auml;t und des aufkl&auml;rerischen Denkens die Frage des Urbed&uuml;rfnisses des menschlichen &Uuml;berlebens wieder zum Mittelpunkt der gesellschaftlichen Bestrebungen zu machen. Dies ist nur in einem emanzipatorischen Aufschwung zu machen und er&ouml;ffnet weitere emanzipatorische Schritte.<\/p><p><em>&Uuml;ber den Interviewpartner: <strong>Reiner Braun<\/strong> ist aktiv in der Friedensbewegung und unter anderem Vorstandsmitglied des &bdquo;International Peace Bureau&ldquo;(IPB).<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Von Ferran Cornell&agrave; &ndash; Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=141438379\">commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=141438379<\/a><\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/40a4ab5259a34b5c8d24223a797b1870\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Realisiert die Bev&ouml;lkerung, was das politische Gro&szlig;vorhaben Kriegst&uuml;chtigkeit bedeutet und was es mit der damit verbundenen Aufr&uuml;stung auf sich hat? Nein, glaubt <strong>Reiner Braun<\/strong>, ein Urgestein der Friedensbewegung. Im NachDenkSeiten-Interview spricht der Historiker und Journalist &uuml;ber die aktuelle Lage und macht sich Gedanken &uuml;ber den Zustand der Friedensbewegung. Was l&auml;uft gut? Wo liegen Schw&auml;chen? Was<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141220\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":113090,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,170,209],"tags":[282,3293,2017,2013,3260,1120,2102,893,3276,309,827],"class_list":["post-141220","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-friedenspolitik","category-interviews","tag-buergerproteste","tag-bellizismus","tag-braun-reiner","tag-entspannungspolitik","tag-feindbild","tag-friedensbewegung","tag-geostrategie","tag-militarisierung","tag-multipolare-welt","tag-repressionen","tag-stigmatisierung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Reiner_Braun_Nein_zu_Kriegen_2023_01.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=141220"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141263,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141220\/revisions\/141263"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/113090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=141220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=141220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=141220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}