{"id":141291,"date":"2025-10-30T14:00:34","date_gmt":"2025-10-30T13:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141291"},"modified":"2025-11-10T08:57:51","modified_gmt":"2025-11-10T07:57:51","slug":"die-unmittelbaren-und-laengerfristigen-folgen-eines-moeglichen-atomkriegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141291","title":{"rendered":"\u201eDie unmittelbaren und l\u00e4ngerfristigen Folgen eines m\u00f6glichen Atomkriegs\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>Vorangestellt sei das Motto[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141291#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]:<\/em> &bdquo;<em>Die Liebe zum Frieden basiert auf dem Wissen &uuml;ber den Terror des Krieges.&ldquo; <\/em>Der folgende Text ist ein Bericht &uuml;ber einen Workshop mit dem oben genannten Titel beim 2. Kongress &bdquo;Frieden und Dialog&ldquo; in Burg Liebstedt bei Weimar, der vom 24. bis 26. Oktober 2025 stattfand[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141291#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]). An diesem Mut machenden und hervorragend organisierten Kongress nahmen ca. 300 am Frieden interessierte Menschen aus vielen Teilen Deutschlands teil. Von <strong>Klaus-Dieter Kolenda<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6491\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-141291-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251031-Folgen-eines-moeglichen-Atomkriegs-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251031-Folgen-eines-moeglichen-Atomkriegs-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251031-Folgen-eines-moeglichen-Atomkriegs-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251031-Folgen-eines-moeglichen-Atomkriegs-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=141291-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251031-Folgen-eines-moeglichen-Atomkriegs-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251031-Folgen-eines-moeglichen-Atomkriegs-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Einf&uuml;hrung<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst m&ouml;chte ich mich kurz vorstellen. Ich bin 1941 mitten im Zweiten Weltkrieg in Pommern geboren, mein Vater ist im Krieg vermisst, und ich erinnere mich noch lebhaft an die Flucht meiner Familie 1945 nach Schleswig-Holstein. Dort bin ich w&auml;hrend meiner Schul- und Studentenzeit zu einem Friedensfreund geworden und bin seit Mitte der 1980er-Jahre Mitglied der berufsbezogenen Friedensorganisation IPPNW[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. Das sind die internationalen &Auml;rztinnen und &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkriegs und f&uuml;r soziale Verantwortung.<\/p><p>Dieser Workshop ist die praktische Fortsetzung eines Vortrags von mir im letzten Jahr an dieser Stelle mit dem Titel &bdquo;Ukraine-Krieg: Die Gefahr einer nuklearen Katastrophe&ldquo;, der anschlie&szlig;end auf den <em>NachDenkSeiten<\/em> ver&ouml;ffentlicht worden ist[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>].<\/p><p>Vier Wochen sp&auml;ter ist dort ein zweiter Artikel zu diesem Thema erschienen, der sich ausf&uuml;hrlich mit den schrecklichen unmittelbaren und l&auml;ngerfristigen Auswirkungen eines m&ouml;glichen Atomkriegs besch&auml;ftigt, in dem vieles, was ich hier in diesem Workshop nur kurz andeuten kann, ausf&uuml;hrlicher nachzulesen ist und auf den ich deshalb ausdr&uuml;cklich verweisen m&ouml;chte[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>].<\/p><p>Damit ist das heutige, uns alle bedr&uuml;ckende Thema genannt, mit dem wir uns jedoch intensiv besch&auml;ftigen m&uuml;ssen, weil es leider weiterhin die reale M&ouml;glichkeit gibt, dass in n&auml;chster Zeit Atombomben, z.B. im Ukraine-Krieg, aber auch im Nahen und Mittleren Osten oder anderswo, zum Einsatz kommen k&ouml;nnen und sich daraus ein noch gr&ouml;&szlig;erer Krieg in Europa bis hin zu einem Atomkrieg oder gar einem dritten Weltkrieg entwickeln kann.<\/p><p>So hatten beispielsweise die US-Geheimdienste schon im Herbst 2022 laut <em>New York Times<\/em> die Wahrscheinlichkeit, dass Russland im Ukraine-Krieg atomar reagieren k&ouml;nnte, wenn die Ukraine die Krim erfolgreich angreifen w&uuml;rde, auf 50 zu 50 gesch&auml;tzt! Dieser Angriff ist jedoch im Herbst 2022 gescheitert.<\/p><p>Aber so eine Situation k&ouml;nnte wieder eintreten, wenn die Ukraine weitreichende Raketen von Deutschland oder den USA zur Verf&uuml;gung gestellt bekommt, denn in der Gedankenwelt unserer politischen Sesselstrategen steht die Eroberung der Krim nach wie vor im Programm der Selenskyj-Regierung[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>].<\/p><p>Weiterhin wurde bekanntlich 2024 am Rande des letzten NATO-Gipfels beschlossen, dass von Seiten der USA 2026 neue Mittelstreckenraketen (u.a. Tomahawk-Marschflugk&ouml;rper zusammen mit der neuen US-Hyperschall-Waffe &bdquo;Dark Eagle&ldquo;) in Deutschland aufgestellt werden sollen[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>][<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>].<\/p><p>Wenn ich mir ansehe, wie sich einzelne Politiker aus verschiedenen Parteien zu diesem Problem ge&auml;u&szlig;ert haben, z.B. unser Kanzler Friedrich Merz[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>], dass er keine Angst vor einem Atomkrieg habe &ndash; und das in einer Situation, die durchaus mit der Kubakrise im Jahre 1962 oder der atomaren Krise der fr&uuml;hen 1980er-Jahre, z.B. beim NATO-Man&ouml;ver &bdquo;Able Archer&ldquo; 1983, zu vergleichen ist &ndash;, und das wird in unseren Medien einfach so geschluckt, wird mir angst und bange.<\/p><p>Denn wir befinden uns wieder in einer vergleichbaren Situation. Der Unterschied ist nur der: W&auml;hrend der Kubakrise und in den fr&uuml;hen 1980er-Jahren gab es eine &Ouml;ffentlichkeit, in der &uuml;ber Krieg und Kriegsgefahren geredet wurde. Und es gab eine starke Friedensbewegung, an der Hunderttausende teilgenommen haben. Wir haben damals alle Angst vor einem Atomkrieg gehabt.<\/p><p>Aber jetzt gibt es eine Art &bdquo;Katastrophen-Vergessenheit&ldquo; &ndash; das ist ein Begriff des von mir sehr gesch&auml;tzten jungen Philosophen Hauke Ritz, der hier gestern vorgetragen hat &ndash; und gleichzeitig eine Bereitschaft, aufgrund einer falschen moralischen Betrachtungsweise des Ukraine-Krieges H&auml;rte zu zeigen, Waffen zu liefern, immer weiter zu gehen, die andere Seite nicht verstehen zu wollen, obwohl alle Argumente f&uuml;r eine m&ouml;gliche diplomatische Konfliktl&ouml;sung im Ukraine-Krieg, z.B. durch die Beitr&auml;ge von Jeffrey Sachs[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>][<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>][<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>], auf dem Tisch liegen, auf die ich hier ebenfalls verweisen m&ouml;chte.<\/p><p>Warum ist unsere Gesellschaft so kriegsbesoffen? Ist sie einfach nur ein Opfer der ausgefeilten herrschenden Propaganda und des seit vielen Jahren laufenden Informationskrieges gegen Russland? Warum wird das Thema eines m&ouml;glichen Atomkriegs in den Hauptmedien wie die Pest gemieden, anders als in den 1980er-Jahren?<\/p><p>Wie dem auch sei: Ich m&ouml;chte die mir in diesem Workshop zugebilligte Zeit daf&uuml;r nutzen, &uuml;ber die Folgen eines m&ouml;glichen Atomkriegs nicht nur mit n&uuml;chternen Fakten zu informieren. Im Mittelpunkt soll dabei der britische Zeichentrickfilm &bdquo;Wenn der Wind weht&ldquo; von Raymond Briggs aus dem Jahre 1986 stehen. Diesen Film haben wir von der IPPNW damals vor 40 Jahren bei mehreren Veranstaltungen gezeigt &ndash; in meiner Erinnerung mit gutem Erfolg[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>].<\/p><p><strong>Britischer Zeichentrickfilm &bdquo;Wenn der Wind weht&ldquo;<\/strong><\/p><p>Dieser Film schildert in ersch&uuml;tternder Weise das Schicksal eines liebensw&uuml;rdigen &auml;lteren Ehepaars, das die Explosion einer Atombombe erlebt und an den Folgen einer Strahlenkrankheit j&auml;mmerlich ums Leben kommt. Die filmische Darstellung veranschaulicht auf eindr&uuml;ckliche Weise die menschliche Dimension der Bedrohung und erg&auml;nzt das Thema damit um eine emotionale Perspektive.<\/p><p>Der Film von Raymond Briggs bildete 1986 den Schlusspunkt einer kurzen Phase amerikanischer und britischer Filme &uuml;ber die Atomkriegsangst infolge der damaligen realen nuklearen Bedrohung, die im Unterschied zu heute von K&uuml;nstlern, Intellektuellen und in der &Ouml;ffentlichkeit wahrgenommen und thematisiert wurde.<\/p><p>Dazu geh&ouml;rten die US-amerikanischen Filme &bdquo;Das letzte Testament&ldquo; und &bdquo;The Day After&ldquo; und der viel beachtete britische Film &bdquo;Threads&ldquo;. In diesen Filmen geht es um den atomaren sowjetischen (Gegen-) Schlag und die Schicksale einzelner Familien in einer postapokalyptischen Zeit, in der das Zusammenleben unter archaischen Bedingungen nach einem Atomkrieg neu verhandelt werden muss[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>].<\/p><p>&bdquo;Wenn der Wind weht&rdquo; ist ein britischer Zeichentrickfilm von 1986, der die Auswirkungen eines Atomkriegs auf ein &auml;lteres Ehepaar thematisiert und auf dem Comic von Raymond Briggs basiert[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>][<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>][<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>].<\/p><p><strong>Handlung<\/strong><\/p><p>Die Geschichte spielt in einem ungenannten Zeitraum, aber wahrscheinlich zu Beginn der 1980er-Jahre w&auml;hrend des Kalten Krieges[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>].<\/p><p>Der Film erz&auml;hlt die Geschichte von Jim und Hilda, einem &auml;lteren Ehepaar, das in einer l&auml;ndlichen Gegend Englands lebt. W&auml;hrend sie ein ruhiges und gl&uuml;ckliches Leben f&uuml;hren, wird die Welt um sie herum von der Bedrohung eines Atomkriegs ersch&uuml;ttert. Jim, der sich an die Anweisungen aus einer Regierungsbrosch&uuml;re des Zivilschutzes h&auml;lt, beginnt, einen Schutzraum zu bauen, w&auml;hrend Hilda nostalgisch an vergangene Kriege denkt. Die beiden ignorieren zun&auml;chst die drohende Gefahr, bis der Krieg tats&auml;chlich ausbricht und sie mit den verheerenden Folgen konfrontiert werden.<\/p><p>Nach der erfolgten Explosion der Atombombe versuchen Hilda und Jim, an den Alltagsroutinen festzuhalten, an festen Mahlzeiten und dem Schmieden von Pl&auml;nen f&uuml;r die Zeit nach der Rettung. Aber die Auswirkungen der Atombombenexplosion haben die beiden Rentner l&auml;ngst erreicht. Sie siechen radioaktiv verstrahlt dahin. Sie wussten nicht, dass man Regenwasser nicht mehr trinken darf. Die Regierungsbrosch&uuml;re haben sie falsch verstanden.<\/p><p><strong>Themen<\/strong><\/p><p>Der Film behandelt Themen wie die Naivit&auml;t der Zivilbev&ouml;lkerung in Zeiten des Krieges, die Absurdit&auml;t von Zivilschutzma&szlig;nahmen und die emotionale Belastung, die mit dem Versuch des &Uuml;berlebens in einer Welt nach einem Atomkrieg verbunden ist. Die Darstellung des Paares und ihrer Bem&uuml;hungen, sich auf das Unvermeidliche vorzubereiten, wird sowohl humorvoll als auch tragisch pr&auml;sentiert, was zu einer tiefen emotionalen Wirkung f&uuml;hrt.<\/p><p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p><p>Die Ratschl&auml;ge der Regierungsbrosch&uuml;ren kommen dem Zuschauer von Anfang an seltsam bis unbrauchbar, ja sogar grotesk vor und sind bisweilen auch einander widersprechend. Sie entsprechen aber zum Gro&szlig;teil den Anweisungen der tats&auml;chlich damals erschienenen Brosch&uuml;ren des britischen <em>Protect-and-Survive-<\/em>Programms.<\/p><p><strong>Filmmusik<\/strong><\/p><p>Die Musik aus dem Film stammt von Roger Waters. Der Titelsong &bdquo;When the Wind Blows&ldquo; wurde von David Bowie geschrieben und gesungen und d&uuml;rfte sein traurigstes Lied sein.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Der Film ist ein eindringliches und bewegendes Werk, das die Schrecken des Krieges und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens thematisiert. Er bleibt ein bedeutendes Beispiel f&uuml;r animierte Filme, die sich mit ernsten gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen und hat auch heute wieder, wie in den 1980er-Jahren, gro&szlig;e Relevanz. Das wird im n&auml;chsten Abschnitt hoffentlich noch deutlicher.<\/p><p><strong>Einige Fakten zur atomaren Bedrohung<\/strong><\/p><p>Mit der ersten Explosion einer Atombombe, dem Trinity-Test einer Plutonium-Bombe in der W&uuml;ste von New Mexico am 16. Juli 1945, wurde das Atomzeitalter durch die USA eingel&auml;utet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass seit dieser Zeit die Menschheit in der Lage ist, sich selbst zu vernichten.<\/p><p>&bdquo;<strong>Ein Akt uns&auml;glicher Barbarei&ldquo;<\/strong><\/p><p>Am 6. August 1945 kam es dann zur Explosion der ersten Uran-Bombe in Hiroshima, die diese Stadt v&ouml;llig zerst&ouml;rte. Als unmittelbare Folge dieser Atomexplosion starben ca. 150.000 Menschen, ganz &uuml;berwiegend Zivilisten.<\/p><p>Am 9. August 1945 wurde dann von den USA eine weitere Plutonium-Bombe in Nagasaki zur Explosion gebracht, der ca. 50.000 Menschen, wieder ganz &uuml;berwiegend Zivilisten, zum Opfer fielen. Auf den Bildern der zerst&ouml;rten Stadt Nagasaki ist im Zentrum die Ruine der dortigen Kathedrale zu sehen.<\/p><p>Bei meinen Recherchen bin ich auf den bemerkenswerten Artikel des US-amerikanischen Arztes Gary G. Kohls gesto&szlig;en, der 2023 von ihm ver&ouml;ffentlicht wurde und sich mit dieser Ruine besch&auml;ftigt (&Uuml;bersetzung von KDK;[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]):<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Am 9. August 1945 benutzte eine rein christliche amerikanische Flugzeug-Besatzung den Kirchturm von Japans prominentester christlicher Kirche in Nagasaki als Zielpunkt f&uuml;r den Atombombenabwurf. Das war ein Akt uns&auml;glicher Barbarei.<\/p>\n<p>Was das kaiserliche Japan in 250 Jahren nicht geschafft hatte, n&auml;mlich die Vernichtung des japanischen Christentums, haben amerikanische Christen in neun Sekunden geschafft.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Kohls schreibt weiter:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die meisten Christen in Nagasaki &uuml;berlebten die Explosion nicht. 6.000 von ihnen starben auf der Stelle. Darunter alle, die bei der Beichte waren. Von den 12.000 Kirchenmitgliedern starben schlie&szlig;lich 8.500 an den Folgen der Bombe. Viele andere wurden schwer krank.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Doomsday-Clock<\/strong><\/p><p>Eine Gruppe kritischer Atomwissenschaftler, die seit 1947 das <em>Bulletin of the Atomic Scientists<\/em> herausgibt, warnt seit dieser Zeit regelm&auml;&szlig;ig vor einer nuklearen Katastrophe. Am 28. Januar 2025 wurde die symbolische Doomsday-Clock, auch &bdquo;Weltuntergangsuhr&ldquo; oder &bdquo;Atomkriegsuhr&ldquo; genannt, zum ersten Mal auf 89 Sekunden vor Mitternacht vorgestellt. 1991 stand die Uhr noch bei 17 Minuten vor Mitternacht.<\/p><p>Einer der Wissenschaftler, der &uuml;ber Jahrzehnte in dieser Gruppe mitgearbeitet hat, ist Ted (Theodore) Postol. Er ist emeritierter Professor f&uuml;r Wissenschaft, Technologie und Internationale Sicherheit am MIT (<em>Massachusetts Institut for Technology<\/em>). Er ist einer der weltweiten Experten f&uuml;r Fragen des Atomkriegs. Seit Jahrzehnten ist er au&szlig;erdem ein unerm&uuml;dlicher Aufkl&auml;rer &uuml;ber die ungeheure Zerst&ouml;rungsgewalt moderner Atomwaffen, die heute um ein Vielfaches gr&ouml;&szlig;er ist als zu Zeiten von Hiroshima und Nagasaki.<\/p><p><strong>Warnungen von Ted Postol<\/strong><\/p><p>Zu den Auswirkungen der Explosion einer einzelnen mittelgro&szlig;en Atombombe sagte Postol in einem Interview[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir reden von einer Feuerwand, die alles um uns herum mit der Temperatur des Sonnenmittelpunkts einschlie&szlig;t. Die Explosion von Nuklearwaffen w&uuml;rde uns buchst&auml;blich in weniger als Asche verwandeln. Ich kann nicht genug betonen, wie m&auml;chtig diese Waffen sind.<\/p>\n<p>Wenn sie detonieren, sind sie einen Moment vier- oder f&uuml;nfmal hei&szlig;er als das Zentrum der Sonne, das 20 Millionen Grad Kelvin hat. Im Zentrum einer Detonation dieser Waffen herrschen 100 Millionen Grad Kelvin. Menschen k&ouml;nnen sich das Ausma&szlig; dieser Hitze nicht vorstellen.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen sind so schwerwiegend, dass sie die menschliche Vorstellungskraft sprengen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zur Bedrohung, die vom Einsatz einer einzelnen Atombombe ausgeht, sagte Postol in diesem Interview[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn eine Atomwaffe auf dem Gefechtsfeld gez&uuml;ndet wird, wei&szlig; zun&auml;chst niemand, was das bedeutet. War es eine einzelne Waffe? Werden ihr in wenigen Minuten oder Stunden weitere Atomexplosionen folgen? Wird der Gegner, den Sie gerade angegriffen haben, sofort oder erst in einigen Tagen mit einer oder mehreren Waffen nachziehen? Wird er versuchen, ihre Atomwaffenstandorte anzugreifen?<\/p>\n<p>Es herrscht ein totales Chaos, und ehe man es sich versieht, explodieren nicht nur ein paar Dutzend oder Hunderte, sondern Tausende von Atomwaffen. Das ist einfach unvermeidlich.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Postol hat sich k&uuml;rzlich in zwei Video-Vortr&auml;gen sehr besorgt ge&auml;u&szlig;ert, dass ein Atomkrieg katastrophale Folgen f&uuml;r die deutsche Bev&ouml;lkerung h&auml;tte[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>][<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>].Dazu k&ouml;nnte es insbesondere im Zusammenhang mit der Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland kommen (u.a. Tomahawk-Marschflugk&ouml;rper und die Hyperschallwaffe &bdquo;Dark-Eagle), die f&uuml;r 2026 geplant ist[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>].<\/p><p>Postol betont, dass es sich bei diesen Mittelstreckenwaffen um mobile, auf Lastwagen befindliche Marschflugk&ouml;rper und Raketen handelt, die mit Sicherheit auch atomar bewaffnet sein werden, weil sie sonst keinen milit&auml;rischen Sinn h&auml;tten.<\/p><p>Das k&ouml;nnte zu einem Szenario f&uuml;hren, in dem Deutschland im Falle eines Konflikts das Hauptziel eines Angriffs mit Atomwaffen w&auml;re.<\/p><p>Insgesamt betont Postol die Dringlichkeit, die &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber die Risiken von Atomwaffen und die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Sicherheitsstrategie in Deutschland zu intensivieren.<\/p><p>Bei einem ganz aktuellen Vortrag in Berlin am 10. Oktober 2025 sagte Postol[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]:<\/p><p>&bdquo;Nach dem ersten Einsatz einer Atomwaffe w&uuml;rde der Krieg innerhalb von etwa f&uuml;nf Tagen zu einem Weltkrieg eskalieren, der das Leben auf der Erde ausl&ouml;schen w&uuml;rde.&ldquo;<\/p><p>Er berichtete von seinen eigenen Erfahrungen mit der Planung von Atomkriegen, insbesondere mit dem Problem der verk&uuml;rzten Fr&uuml;hwarnzeit bei der Vorw&auml;rtsstationierung von Raketen und der Gefahr der schnellen Eskalation zum Atomwaffeneinsatz auf beiden Seiten aufgrund des Dilemmas &bdquo;use it or loose it&ldquo; (wer sie nicht einsetzt, verliert).<\/p><p>Weiterhin entlarvte er die Vorstellung, einen Atomkrieg gewinnen zu k&ouml;nnen. Was als &bdquo;Sieg&ldquo; bezeichnet wird, wird zur Absurdit&auml;t, wenn in dem Land, das gewinnt, niemand mehr am Leben ist, f&uuml;hrte Postol dazu aus.<\/p><p><strong>Unmittelbare Auswirkungen einer nuklearen Explosion<\/strong><\/p><p>Bei den Vortr&auml;gen von Postol stehen die unmittelbaren Auswirkungen einer einzelnen Atombombenexplosion meist im Mittelpunkt[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]. Jede nukleare Explosion setzt, in Abh&auml;ngigkeit von der Sprengkraft der Bombe, eine ungeheure Menge Energie frei und erzeugt ihre zerst&ouml;rende und todbringende Wirkung durch<\/p><ol>\n<li>die <strong>Hitzestrahlung<\/strong>, bestehend aus Gamma- und Neutronenstrahlen, die im Zentrum der Detonation entsteht; dort wird eine Hitze von ca. 100 Millionen Grad Kelvin freigesetzt, sodass ein extrem hei&szlig;er Feuerball entsteht; dieser f&uuml;hrt in urbanen Gebieten zu Feuerst&uuml;rmen mit starken Winden in Orkanst&auml;rke. Diese f&uuml;hren zu einer extremen &Uuml;berhitzung der Luft in der Atmosph&auml;re, die<\/li>\n<li>eine <strong>Druckwelle<\/strong> von gro&szlig;er Zerst&ouml;rungskraft ausl&ouml;st; dann wird mit einer gewissen Verz&ouml;gerung, wenn der pilzf&ouml;rmige Feuerball aufgestiegen ist und abzuk&uuml;hlen beginnt,<\/li>\n<li><strong>radioaktiver Niederschlag<\/strong> aus der Wolke fallen, der die &Uuml;berlebenden der Hitzestrahlung und der Druckwelle einer t&ouml;dlichen Strahlungsdosis aussetzen kann.<\/li>\n<\/ol><p>Die t&ouml;dliche Wirkung entsteht aus dem Mix dieser drei Elemente, wobei die Hitzestrahlung und der radioaktive Niederschlag die gr&ouml;&szlig;ten todbringenden Effekte hervorrufen.<\/p><p>Nach einer Explosion eines modernen 300-Kilotonnen-Sprengkopfes wird mit ca. einer Million Todesopfern plus zwei Millionen Schwerverletzten innerhalb von 24 Stunden in New York gerechnet.<\/p><p><strong>Atomare Aufr&uuml;stung und Abr&uuml;stung seit 1945<\/strong><\/p><p>&bdquo;Little Boy&ldquo; und &bdquo;Fat Man&ldquo; waren die offiziellen verniedlichenden Bezeichnungen f&uuml;r die ersten beiden Atombomben, die am 6. und 9. August 1945 an einer Zivilbev&ouml;lkerung in Hiroshima und Nagasaki von den USA getestet worden sind.<\/p><p>Seit 1949 verf&uuml;gte auch die Sowjetunion &uuml;ber Atomwaffen, sodass ein atomarer R&uuml;stungswettlauf zwischen den beiden Superm&auml;chten begann.<\/p><p>Schon in der zweiten H&auml;lfte der 1960er-Jahre verf&uuml;gten die USA &uuml;ber ein Atomwaffenarsenal von mehr als 30.000 Atomsprengk&ouml;pfen, das bis Ende des Kalten Krieges auf etwa 20.000 reduziert wurde, wahrscheinlich als Auswirkung des ABM-Vertrags von 1972, der die Raketenabwehr stark begrenzt hatte, aber von den USA 2001 einseitig gek&uuml;ndigt wurde.<\/p><p>Aufgrund des INF-Vertrags von 1987 zwischen Reagan und Gorbatschow wurden dann bis 1991 die Mittelstreckenraketen in Europa samt einer gro&szlig;en Zahl von Atomsprengk&ouml;pfen auf beiden Seiten kontrolliert verschrottet. Auch dieser Abr&uuml;stungsvertrag wurde 2019 von den USA einseitig gek&uuml;ndigt.<\/p><p><strong>Atomwaffenstaaten und Anzahl der Atomwaffen weltweit heute<\/strong><\/p><p>Es gibt derzeit neun Atomwaffenstaaten: USA, Russland, China, Indien, Pakistan, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Israel und Nordkorea.<\/p><p>Laut SIPRI gibt es derzeit ca. 12.000 Atomwaffen (taktische und strategische Atomwaffen mit den entsprechenden Tr&auml;gersystemen; das sind Bombenflugzeuge, landgest&uuml;tzte und U-Boot-gest&uuml;tzte Raketen). Dabei ist heute die durchschnittliche Sprengkraft 10- bis 20-mal gr&ouml;&szlig;er als in Hiroshima und Nagasaki.<\/p><p>Die beiden mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Atomm&auml;chte, USA und Russland, besitzen jeweils ca. 5.000 Atomwaffen und entsprechende Tr&auml;gersysteme.<\/p><p>Nach dem letzten START-Vertrag &uuml;ber die Begrenzung der strategischen Waffen aus 2010, der in diesem Jahr ausl&auml;uft, sind jeweils 1.550 strategische Atomsprengk&ouml;pfe &bdquo;on alert&ldquo;, d.h. kurzfristig von den USA oder Russland einsetzbar.<\/p><p><strong>Zur Sprengkraft der heutigen Atomwaffen<\/strong><\/p><p>Die Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von ca. 15 Kilotonnen bzw. 15.000 Tonnen TNT-&Auml;quivalent ([<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]; siehe Abb. 2, S. 25). Das ist heute eine kleine Atombombe. Viele taktische Atombomben verf&uuml;gen heute &uuml;ber diese Sprengkraft.<\/p><p>Die Sprengkraft vieler Bomben, die heute f&uuml;r das Gefechtsfeld bestimmt sind, k&ouml;nnen eine Sprengkraft von 100.000 bis 300.000 Tonnen TNT besitzen, und strategische Atombomben k&ouml;nnen &uuml;ber eine Sprengkraft bis 1.000.000 Tonnen TNT, d.h. eine Megatonne TNT, verf&uuml;gen.<\/p><p>Ein amerikanisches Atom-U-Boot der Ohio-Klasse ist mit einer unvorstellbaren atomaren Sprengkraft von etwa 20 Megatonnen ausger&uuml;stet! Von dieser Art U-Boote besa&szlig; die US-Marine 2022 etwa 14 St&uuml;ck, heute wahrscheinlich noch mehr. Auch die f&uuml;nf russischen Atom-U-Boote der Borei-Klasse tragen eine vergleichbar riesige atomare Bewaffnung.<\/p><p>Das gesamte Atomwaffenarsenal der USA betr&auml;gt etwa 1.000 Megatonnen TNT, w&auml;hrend das russische Arsenal hinsichtlich Anzahl und Sprengkraft knapp dar&uuml;ber liegt.<\/p><p>Die atomare Sprengkraft von mindestens 1.000 Megatonnen TNT, die jeder der beiden atomaren Superm&auml;chte mit ihren jeweils etwa 5.000 Atombomben zur Verf&uuml;gung steht, entspricht etwa 70.000 Hiroshima-Bomben!<\/p><p><strong>Unmittelbare und l&auml;ngerfristige Auswirkungen eines globalen umfassenden Atomkriegs zwischen Russland und den USA<\/strong><\/p><p>In einem globalen und umfassenden Atomkrieg zwischen Russland und den USA bzw. der NATO werden wahrscheinlich Hunderte bis Tausende Atomwaffen zum Einsatz kommen[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>].<\/p><p>Zu erwarten sind dabei mindestens 360 Millionen direkte Todesopfer durch die Explosion von ca. 3.000 strategischen Atomsprengk&ouml;pfen mit einer durchschnittlichen Sprengkraft von mindestens 100 Kilotonnen TNT (unter Ber&uuml;cksichtigung des bis 2025 geltenden START-Vertrags, der die Zahl der strategischen Offensivwaffen auf jeweils 1.550 begrenzt)[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>].<\/p><p>Aber die direkten Todesopfer werden nur ein kleiner Teil der Toten sein, mit denen in der Folge zu rechnen ist.<\/p><p>Durch die aufgrund der Atombombenexplosionen hervorgerufenen gro&szlig;en Br&auml;nde (Feuerst&uuml;rme) in st&auml;dtischen Gebieten kommt es zu einem gro&szlig;en Ru&szlig;-Eintrag in die Stratosph&auml;re, der zu einer l&auml;nger dauernden Abk&uuml;hlung f&uuml;hren kann.<\/p><p>Im Gefolge eines umfassenden Atomkriegs zwischen Russland und den USA wird z.B. davon ausgegangen, dass 150 Millionen metrische Tonnen entstandener Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re bef&ouml;rdert werden. Diese Menge entspricht in ihrer Gr&ouml;&szlig;enordnung den Pyramiden von Gizeh. Dadurch k&ouml;nnten die Temperaturen an Land um bis zu acht Grad sinken, d.h. drei Grad niedriger als w&auml;hrend der letzten Eiszeit[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>].<\/p><p>Und dadurch wird es zu einem &bdquo;Nuklearen Winter&ldquo; kommen, der praktisch alle Lebensformen auf der Erde f&uuml;r mehrere Jahrzehnte zerst&ouml;rt; in den n&auml;chsten Jahren w&uuml;rde das zu einer globalen Hungersnot f&uuml;hren, an der die meisten Menschen weltweit zugrunde gehen k&ouml;nnten, und zwar das Vielfache derjenigen, die an den direkten Auswirkungen der Atombombenexplosionen sterben w&uuml;rden.<\/p><p>Durch einen umfassenden Atomkrieg zwischen Russland und den USA w&uuml;rde wahrscheinlich der gr&ouml;&szlig;te Teil der Menschheit und die bisherige Zivilisation weltweit vernichtet werden.<\/p><p>Falls es zu einem nuklearen Schlagabtausch zwischen Russland und den USA kommen sollte, w&uuml;rde nach Meinung des Atomkriegsexperten Ted Postol und anderer Fachleute dieser aus den oben angef&uuml;hrten Gr&uuml;nden wahrscheinlich nicht zu kontrollieren und zu begrenzen sein. Die Vernichtung der heute lebenden Menschheit und der derzeitigen Zivilisation w&auml;ren das unvermeidliche Resultat.<\/p><p>2024 hat die US-amerikanische Schriftstellerin Annie Jacobsen auf der Basis von 50 Interviews mit Fachleuten ein beeindruckendes Buch mit dem Titel &bdquo;72 Minuten bis zur Vernichtung. Atomkrieg &ndash; Ein Szenario&ldquo; vorgelegt[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]. In dem Szenario ihres Buches hat sie akribisch aufgezeigt, wie sich eine derartige Katastrophe entwickeln kann, nur 72 Minuten ben&ouml;tigt, um Realit&auml;t zu werden, und 12.000 Jahre Zivilisationsgeschichte vernichtet. Nur ein Szenario wie der Einschlag eines gro&szlig;en Asteroiden auf der Erde, sagt sie, k&ouml;nne in dieser Geschwindigkeit zum Ende der Welt f&uuml;hren.<\/p><p><strong>Und was ist mit einem &bdquo;begrenzten&ldquo; Atomkrieg?<\/strong><\/p><p>Aber ein &bdquo;begrenzter&ldquo; Atomkrieg zwischen Staaten mit einem im Vergleich zu den atomaren Superm&auml;chten wesentlich geringeren Atomwaffenarsenal w&auml;re nat&uuml;rlich vorstellbar. In den letzten beiden Jahrzehnten sind einige Modellstudien mit unterschiedlichen Szenarien durchgef&uuml;hrt worden, wie sich z.B. ein Krieg mit Atomwaffen zwischen Indien und Pakistan auswirken w&uuml;rde[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>][<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>].<\/p><p>Das Ergebnis dieser Studien ist aber auch hier: Selbst ein &bdquo;begrenzter&ldquo; Atomkrieg, z.B. zwischen Indien und Pakistan, bei dem weniger als drei Prozent der weltweit vorhandenen Atomwaffen zum Einsatz k&auml;me, w&uuml;rde einen nuklearen Winter ausl&ouml;sen und eine Hungersnot zur Folge haben, die Millionen bis Milliarden Menschen ausl&ouml;schen k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Zusammenfassung und Schlussfolgerungen<\/strong><\/p><p>Da seit Beginn des Ukraine-Krieges der Einsatz von Atomwaffen in Europa wieder m&ouml;glich ist, m&uuml;sste es eigentlich die vordringlichste Aufgabe unserer Hauptmedien sein, die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber diese Tatsache und ihre Bedeutung sachgem&auml;&szlig; zu unterrichten, wie das in meiner Erinnerung Anfang der 1980er-Jahre teilweise auch der Fall gewesen ist.<\/p><p>Das war ein wichtiger Grund daf&uuml;r, dass damals ein Bewusstsein f&uuml;r die Gefahren eines Atomkriegs in der &Ouml;ffentlichkeit geherrscht hat und Hunderttausende auf die Stra&szlig;e gegangen sind und gegen die Aufstellung der atomaren Mittelstreckenraketen in Deutschland protestiert haben.<\/p><p>Vielleicht ist das aber auch gerade der Grund daf&uuml;r, dass das heute nicht geschieht. So wird dieses Thema heute weiterhin von den Mainstream-Medien mit wenigen Ausnahmen totgeschwiegen. Die Atomkriegsgefahren sind deshalb in der &Ouml;ffentlichkeit nicht pr&auml;sent und werden sogar von einigen Politikern, wenn sie darauf angesprochen werden, bagatellisiert und kleingeredet.<\/p><p>Der renommierte russische Politikwissenschaftler Dmitri Trenin hat sich &uuml;ber dieses Ph&auml;nomen sehr besorgt ge&auml;u&szlig;ert und schon 2024 eingesch&auml;tzt[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Westen bek&auml;mpft Russland so, als ob es keine Atomwaffen h&auml;tte.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Vor dem Hintergrund des dargestellten Atomwaffenarsenals, das beiden atomaren Superm&auml;chten zur Verf&uuml;gung steht, und der Nukleardoktrin Russlands, die 2024 bekanntlich noch versch&auml;rft worden ist, ist diese Politik absolut verantwortungslos und f&uuml;r uns alle &auml;u&szlig;erst gef&auml;hrlich.<\/p><p><strong>Eine zentrale Aufgabe der Friedensbewegung<\/strong><\/p><p>Deshalb ist es eine zentrale Aufgabe der Friedensbewegung, m&ouml;glichst viele Menschen aus ihrer &bdquo;Katastrophen-Vergessenheit&ldquo; aufzuwecken und ihnen begreifbar zu machen, was ihnen wie auch ihren Familien und Liebsten droht, wenn diese unverantwortliche Politik, die die Realit&auml;t ausblendet, fortgesetzt wird.<\/p><p>Angesichts der sich st&auml;ndig steigernden Eskalation im Ukraine-Krieg und auch anderswo haben wir m&ouml;glicherweise nur noch wenig Zeit, um einen noch gr&ouml;&szlig;eren Krieg in Europa zu verhindern, der sich leicht zu einem Atomkrieg bis zu einem finalen Armageddon entwickeln kann!<\/p><p><strong>Was tun?<\/strong><\/p><p>Abschlie&szlig;end sei noch gesagt: Es w&uuml;rde mich sehr freuen, wenn m&ouml;glichst viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltung motiviert werden, eine derartige Aufkl&auml;rungsarbeit &uuml;ber die Gefahren eines Atomkriegs in ihrem Familien-, Bekannten- und Freundeskreis und dar&uuml;ber hinaus durchzuf&uuml;hren, um mit dazu beizutragen, dass sich wieder mehr Menschen dieser Gefahren bewusst werden und sich daf&uuml;r einsetzen, dass es niemals zu einer derartigen finalen Katastrophe kommt.<\/p><p><strong>Denn konkret k&ouml;nnen wir alle wenigstens drei Dinge zur Verh&uuml;tung eines Atomkriegs tun:<\/strong><\/p><p>Wir k&ouml;nnen aufkl&auml;ren &uuml;ber die Gefahren eines Atomkriegs, sodass die Menschen wieder bereit sind, massenhaft auf die Stra&szlig;en zu gehen, um gegen die Atomkriegsgefahren zu protestieren.<\/p><p>Wir k&ouml;nnen werben f&uuml;r den von der UN-Generalversammlung am 7. Juli 2017 von 122 Staaten verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag, der am 22. Januar 2021 in Kraft getreten ist [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Der Vertrag bietet eine rechtliche und moralische Grundlage zur Abschaffung der Atomwaffen. Besonders Deutschland, das mit seiner nuklearen Teilhabe im Rahmen der NATO an der US-amerikanischen Atomkriegsplanung beteiligt ist, sollte diesen Vertrag unbedingt so bald wie m&ouml;glich unterzeichnen.<\/p><p>Wir m&uuml;ssen uns einsetzen f&uuml;r eine m&ouml;glichst baldige friedliche L&ouml;sung des Ukraine-Kriegs durch Diplomatie und Anerkennung und Ber&uuml;cksichtigung der berechtigten Sicherheitsinteressen aller Beteiligten, auch derjenigen Russlands. Denn Frieden wird es in Europa nur mit und nicht gegen Russland geben.<\/p><p>Das bedeutet vor allem, dass die Ukraine nicht der NATO beitreten kann und wieder ein neutrales Land wird, wie sie es von 1991 bis zum Maidan-Putsch im Jahre 2014 gewesen ist [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>].<\/p><p><em>Dieser Artikel ist Herrn Prof. Otmar Wassermann zu seinem 91. Geburtstag am 28. Oktober 2025 gewidmet, der mir bis heute ein langj&auml;hriger Freund und kritischer Wegbegleiter ist.<\/em><\/p><p><em>&Uuml;ber den Autor: <strong>Klaus-Dieter Kolenda<\/strong>, Prof. Dr. med., Facharzt f&uuml;r Innere Medizin &ndash; Gastroenterologie, Facharzt f&uuml;r Physikalische und Rehabilitative Medizin\/Sozialmedizin, war von 1985 bis 2006 Chefarzt einer Rehabilitationsklinik f&uuml;r Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Atemwege, des Stoffwechsels und der Bewegungsorgane. Seit 1978 ist er als medizinischer Sachverst&auml;ndiger bei der Sozialgerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein t&auml;tig. Zudem arbeitet er in der Kieler Gruppe der IPPNW e.V. (Internationale &Auml;rztinnen und &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkriegs und f&uuml;r soziale Verantwortung) mit.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: metamorworks\/shutterstock.com<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Deutsche &Uuml;bersetzung eines Zitates aus dem Artikel &bdquo;When Atom Bomb Struck &ndash; uncensord, US-Zeitschrift <em>Life<\/em> vom 29.09.1952 (aus: Nachbilder, Wechselnde Perspektiven auf Hiroshima, 2020 Landeszentrale f&uuml;r Politische Bildung, Hamburg)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/frieden-dialog.de\/programm\/\">frieden-dialog.de\/programm\/<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/startseite.html\">ippnw.de\/startseite.html<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Kolenda KD. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124420\">Ukraine-Krieg: Die Gefahr einer nuklearen Katastrophe<\/a>. NachDenkSeiten 10.11.2024<br>\nUngek&uuml;rzte Ver&ouml;ffentlichung auch unter dem Titel &bdquo;Eskalation Atomkrieg- Friedensbewegung&ldquo; in Nachhall-Neue Medien-Echo 47, massel Verlag, M&uuml;nchen 2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Kolenda KD. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126192\">Nukleares Armageddon: Die unmittelbaren und l&auml;ngerfristigen Auswirkungen eines Atomkriegs.<\/a> NachDenkSeiten 14.12.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/us-experten-groesste-atomkriegsgefahr-seit-dem-kalten-krieg\/\">overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/us-experten-groesste-atomkriegsgefahr-seit-dem-kalten-krieg\/<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Mittelstreckenwaffen.pdf\">ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Mittelstreckenwaffen.pdf<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] &Eacute;va P&eacute;li: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=140714\">Stationierungspl&auml;ne: US-Physiker Theodore Postol warnt vor Deutschlands Rolle als &bdquo;Z&uuml;ndpunkt&ldquo; f&uuml;r den Atomkrieg.<\/a> NachDenkSeiten 19.10.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merz-Habe-keine-Angst-vor-Atomkrieg-article23303793.html\">n-tv.de\/politik\/Merz-Habe-keine-Angst-vor-Atomkrieg-article23303793.html<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Jeffrey Sachs: NATO Warmongers &amp; the World on the Edge of War. Glenn Diesen Substack Sept 27 2025; ins Deutsche &uuml;bertragenes Video, YouTube<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Jeffrey Sachs: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138419\">Eine neue Au&szlig;enpolitik f&uuml;r Europa 1\/2<\/a>. NachDenkSeiten 3.09.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Jeffrey Sachs: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=138466\">Eine neue Au&szlig;enpolitik f&uuml;r Europa 2\/2<\/a>. NachDenkSeiten 4.09.2025<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Raymond Briggs: Wenn der Wind weht. Zeichentrickfilm. Neu gemastert. Gro&szlig;britannien 1986, Sprache: Deutsch, Laufzeit ca. 80 Minuten<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/reviews\/kritik-wenn-der-wind-weht\/\">rollingstone.de\/reviews\/kritik-wenn-der-wind-weht\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bing.com\/videos\/search?q=wenn+der+wind+weht&amp;&amp;view=detail&amp;mid=6910F8C83336733733186910F8C8333673373318&amp;FORM=VAMGZC\">bing.com\/videos\/search?q=wenn+der+wind+weht&hellip;<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wenn_der_Wind_weht\">de.wikipedia.org\/wiki\/Wenn_der_Wind_weht<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2023\/08\/09\/the-very-un-christian-nagasaki-bomb-2\/\">consortiumnews.com\/2023\/08\/09\/the-very-un-christian-nagasaki-bomb-2\/<\/a> <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Ted Postol: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ghitqYJgAdM\">Die Folgen eines Atomkriegs f&uuml;r die deutsche Bev&ouml;lkerung. Ein weiterer Schritt n&auml;her an die nukleare Apokalypse: Deutschland braucht eine neue Sicherheitsarchitektur.<\/a> Schiller-Institut e. V., vor 11 Monaten<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Theodore Postol: Auf dem Wege zum nuklearen Armageddon. Glenn Diesen Deutsch. Vor 7 Monaten <a href=\"https:\/\/www.bing.com\/videos\/riverview\/relatedvideo?q=glenn+diesen+theodore+poston+deutsch&amp;mid=20A8C30B4AC19A4596B820A8C30B4AC19A4596B8&amp;FORM=VIRE\">bing.com\/videos\/riverview\/relatedvideo?q=glenn+diesen+theodore+poston+deutsch&hellip;<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Matt Bivens: Nukleare Hungersnot. Herausgegeben von: IPPNW- Deutsche Sektion der Internationalen &Auml;rztinnen und &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkriegs und f&uuml;r soziale Verantwortung. August 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Annie Jacobsen: 72 Minuten bis zur Vernichtung. Atomkrieg-Ein Szenario. Wilhelm Heyne Verlag, M&uuml;nchen 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Kolenda KD. <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Neue-Studien-zu-nuklearer-Hungersnot-7240037.html\">Neue Studien zu &bdquo;nuklearer Hungersnot&ldquo;.<\/a> Telepolis 23.08. 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] &Eacute;va P&eacute;li: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113348\">&bdquo;Der Westen bek&auml;mpft Russland, als ob es keine Atomwaffen h&auml;tte&ldquo; &ndash; Interview mit Dmitri Trenin<\/a>. NachDenkSeiten 4.04.2024<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><em>Vorangestellt sei das Motto[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141291#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]:<\/em> &bdquo;<em>Die Liebe zum Frieden basiert auf dem Wissen &uuml;ber den Terror des Krieges.&ldquo; <\/em>Der folgende Text ist ein Bericht &uuml;ber einen Workshop mit dem oben genannten Titel beim 2. 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