{"id":141301,"date":"2025-10-30T16:00:08","date_gmt":"2025-10-30T15:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141301"},"modified":"2025-10-30T18:02:18","modified_gmt":"2025-10-30T17:02:18","slug":"leserbriefe-zu-stadtbild-debatte-wer-sich-ueber-symptome-streitet-verliert-den-blick-auf-die-ursachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141301","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eStadtbild-Debatte \u2013 wer sich \u00fcber Symptome streitet, verliert den Blick auf die Ursachen\u201c"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141177\">In diesem Essay<\/a> thematisiert <strong>Jens Berger<\/strong> die von Bundeskanzler Friedrich Merz angesto&szlig;ene Debatte &uuml;ber das Stadtbild. Es sei gut, dass sie bereits seit einer Woche andauere und offenbar kein Ende finde. Weniger gut sei, dass sie &ndash; wie mutma&szlig;lich von Merz gew&uuml;nscht &ndash; einzig und allein um die Migrationsthematik kreise. Die gr&ouml;&szlig;eren sozio&ouml;konomischen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen w&uuml;rdem jedoch nicht hinterfragt. Uniformit&auml;t bestimme das Stadtbild und Armut werde sichtbar. Lediglich Symptome w&uuml;rden bek&auml;mpft oder &bdquo;Glauben Sie im Ernst, dass in unseren Innenst&auml;dten k&uuml;nftig wieder kleine inhabergef&uuml;hrte Boutiquen oder B&uuml;cher- und Musikl&auml;den aufmachen, wenn Klein-Mohammed abgeschoben wird?&ldquo; Wir haben dazu zahlreiche und interessante Leserbriefe bekommen und danke daf&uuml;r. Die nun folgende Auswahl hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten,<\/p><p>ein sehr guter Artikel von Jens Berger, der mich auch etwas nachdenklich &uuml;ber die Migrationsproblematik gemacht hat.<\/p><p>Ganz wichtig ist die Erkenntnis, dass hier wieder einmal die Unterschicht, zu der wir wohl alle geh&ouml;ren, aufeinander losgehetzt wird. Der Schlu&szlig;satz des Artikels zeigt sch&ouml;n, wie wir gerne Ursache und Wirkung miteinander vertauschen. Ich denke mal, Herr Merz kriegt Muffensausen wegen der AfD und muss sich was einfallen lassen um an der Macht zu bleiben.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e, und weiter so, Wolfgang Blendinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<br>\nLiebes NDS-Team,<\/p><p>wie meistens von Jens Berger ein Artikel,  der meiner Ansicht nach inhaltlich genau zutrifft. Sozusagen &ldquo;voll auf die Zw&ouml;lf&rdquo;.<\/p><p>Danke daf&uuml;r immer wieder gerne.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWolfgang Glasbrenner <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>Sie analysieren wunderbar und sehen zu Recht die &ldquo;sozio&ouml;konomischen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen&rdquo; als Ursache der st&auml;dtischen Zust&auml;nde. Ganz gro&szlig;e Klasse wieder, der Beitrag! Ja, nat&uuml;rlich hat Deutschland &ldquo;kein Rassen-, sondern ein Klassenproblem&rdquo;. Das aber ist doch systemimmanent. Hei&szlig;t: Im Kapitalismus ist das Problem wohl kaum l&ouml;sbar, oder?<\/p><p>Respektvoller Gru&szlig;<br>\nWolfgang Kammerer <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Ihr Artikel trifft den Nagel auf den Kopf.<\/p><p>Als ich zum ersten Mal von der Stadtbild-&Auml;u&szlig;erung h&ouml;rte, dachte ich spontan an den trostlosen Eindruck unsere Innenst&auml;dte. Geschlossene Ladenlokale, aufgelassene Warenh&auml;user, zu Imbissen umgewidmete Kaffeeh&auml;user, nur noch die immergleichen Ketten, alle Innenst&auml;dte sehen &auml;hnlich trostlos aus. Die Ursachen, ver&auml;ndertes Kaufverhalten und Mangel an Kaufkraft haben sie treffend beschrieben. Es sind halt die gro&szlig;en Preisunterschiede, die viele Menschen nicht bereit oder f&auml;hig sind zu bezahlen. Ein Kinobesuch zu zweit schl&auml;gt mit fast 50 &euro; zu buche, ein Netflix-Abo kostet 15 &euro; im Monat. Ein Bier im Supermarkt 60 Cent, im Lokal 5 &euro;. Diese Unterschiede gab es fr&uuml;her so nicht. Auch Handwerksb&auml;cker, fr&uuml;her auch gerne mit Kaffeeausschank werden immer weniger. Dorfkneipen ebenso.<\/p><p>Leider l&auml;sst sich die Zeit nicht zur&uuml;ck drehen. Wer sehen will, wie es noch schlimmer geht, sollte nach England fahren. Dort finden sich in den Fu&szlig;g&auml;ngerzonen fast nur noch Leerstand und 99 Pence L&auml;den.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR.Schnabl<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Jens Berger,<\/p><p>erg&auml;nzend m&ouml;chte ich noch die Zust&auml;nde in einigen Berliner Hauptstra&szlig;en schildern. Z. B. auf der Sonnenalle, Karl-Marx-Str., Potsdamer Str., Hauptstr., Tempelhofer Damm, Mariendorfer Damm &ndash; um nur einige zu nennen &ndash; reihen sich D&ouml;nerl&auml;den, Barbershops, Nailstudios, Sp&auml;tis, Handy-Karten-L&auml;den, Supermarktketten (t&uuml;rkisch\/arabisch) und neuerdings auch entsprechende Fahrschulen aneinander. Bei dieser Konkurrenz und den immer weiter steigenden Gewerbemieten fragt man sich doch, wie diese ganzen L&auml;den &uuml;berleben k&ouml;nnen. Geblieben sind h&ouml;chstens noch Super- und Drogeriem&auml;rkte der gro&szlig;en Ketten. &ldquo;Flaniert&rdquo; man doch einmal durch besagte Stra&szlig;en, w&auml;hnt man sich nicht mehr in einem westeurop&auml;ischen Land, geschweige denn in der Hauptstadt Deutschlands. Sicher, der Onlinehandel hat vielen Einzelh&auml;ndlern den Garaus gemacht, die von Ihnen beschriebenen Shopping-Center taten ihr &Uuml;briges. Und damit hat sich das Stadtbild in jedem Fall &ndash; und das schon seit Jahren &ndash; entschieden ge&auml;ndert und &auml;ndert sich weiter, da dieser Zustand auch in anderen Stra&szlig;en immer weiter fortschreitet. Erg&auml;nzt man jetzt noch, dass dementsprechende Ethnien die Stra&szlig;en frequentieren, muss man Herrn Merz einfach recht geben. Leider wird jedoch keine Politik diesen Zustand umwandeln k&ouml;nnen, da dieser schon zu weit fortgeschritten ist. Au&szlig;erdem, was soll in die dann wom&ouml;glich leeren Gesch&auml;fte einziehen?<\/p><p>Mit Dank an die unerm&uuml;dliche Arbeit des ganzen NDS-Teams<br>\nMeikel Farrherr<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>da haben Sie aber einen Hammer gelandet! Und dem, der sehen will, die Scheuklappen, die rosarote Brille oder das Brett vorm Kopf weggenommen.<\/p><p>Ein pers&ouml;nlicher Kommentar: Ich geh&ouml;rte, von Berufs wegen, zu den Internetpionieren in Deutschland. Und kenne mich immer noch gut damit aus. Und deshalb und auch weil es unbequem, aufw&auml;ndig und ggf. sch&auml;dlich ist, habe ich kein Smartphone, treibe mich nicht in &ldquo;Social Media&rdquo; rum, kaufe nicht bei Amazon, sondern im Einzelhandel, vermeide Microsoft, Google etc..<\/p><p>Aber wenn ich mich umschaue, stehe ich damit wohl ziemlich allein da. Sicher, Sozio&ouml;konomie, Sp&auml;tkapitalismus, Klassengesellschaft (die gab es aber in Deutschland schon immer, war mal ein bisschen durchl&auml;ssiger in den Jahren zwischen 1968 und -78) sind die Hauptursachen. Aber auch das was mein Gro&szlig;onkel Hinnerk folgenderma&szlig;en zu kommentieren pflegte: &ldquo;Die Dummen werden nicht alle!&rdquo;.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>erleben Sie das auch so, dass Sie nach ein oder zwei Zeilen mitunter erfassen, wohin die Reise in einem Beitrag geht?<\/p><p>Selten lese ich Beitr&auml;ge, dank derer ich mich auf die weiteren Zeilen freue! Bei RT kommt das mitunter noch vor. Monava und Co lese ich schon lange nicht mehr. Mulitpolar und Global.org immer seltener. Ja, bei Doctorow und Dany Haiphong f&uuml;hle ich mich wohler. Aber auch Hainer Flassbeck ist mir immer wieder eine Freude.<\/p><p>Die NDS waren nach den letzten privaten und pers&ouml;nlichen Entgleisungen von Herrn Albrecht M&uuml;ller und den wenigen inhaltlich neuen Beitr&auml;gen in Relation zu den f&uuml;r mich &ldquo;ewig&rdquo; selben Beitr&auml;gen in neuem Gewand auch nicht mehr genehm.<\/p><p>Aber Ihr Beitrag heute? Chapeu! Endlich mal wieder etwas Profundes! Jede Zeile habe ich genossen! Danke!<\/p><p>Wobei ich zu sagen habe, dass ich sehr wohl einen Rassismus erlebe. Ob nun pro Israel oder kontra Russen. Ja, auch gegen Migranten. Aber eben eher bei jenen, die Symptome nicht von Ursachen unterscheiden k&ouml;nnen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAxel Wartburg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ciao Herr Berger.<\/p><p>ja, guter Artikel, endlich mal eine Publikation die, sich endlich mal mehr in die Tiefe gehend mit der Problematik auseinandersetzt. Bleibt jedoch selbstmurmelnd der Elefant im Raume nahezu unerkannt. Die Systemfrage.<\/p><p>Und diese Stadtbilder betreffen nicht nur Deutschland.<\/p><p>Seit Jahrzehnten bin ich in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden in Rom und London. In Rom (mehr in Anzio) seit 2017 bis 2022. Davor ebenfalls in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden in Rom. Erg&auml;nzend in London regelm&auml;&szlig;ig seit 1990. Nur mal so am Rande. Besonders erschreckend sind die letzten 8 Jahre in Rom gewesen. Vor allen Dingen direkt am Roma Termini. Eine explosionsartige Zunahme an Obdachlosen musste ich dort leider erleben. Wahrlich gruselig. 25% der Jugendlichen in Rom und resp. Anzio haben keinen Job. Das gleiche nahezu in London. Paris, wo ich ebenfalls kurz war, brauch ich gar nicht gro&szlig;artig zu erw&auml;hnen. Das gleiche in &raquo;Gr&uuml;n&laquo; wie man so sch&ouml;n sagt.<\/p><p>Oder in Hannover am ZOB, im Prinzip egal in welcher Stadt. S&ouml;gestrasse Bremen. Links und rechts .. Bettler. Tendenz? Steigend. Von den Leerst&auml;nden von Gesch&auml;ften in bundesrepublikanischen St&auml;dten will ich gar nicht erst anfangen. Das w&uuml;rde den Rahmen dieses Leserbriefes sprengen.<\/p><p>Nun ja, well, aber die meissten Menschen verstehen unser System nicht. Was &auml;hnliches hatte mal Henry Ford in den 1920-ern gesagt. Man kann dieses Zitat ganz schnell im Netz finden. Oder das weniger bekannte Werk von Albert Einstein aus dem Jahre 1948. Warum Sozialismus (jetzt aber der, der nie existierte.)<\/p><p>Es sind aber auch die Zahlen, bzw. Reicht&uuml;mer der extrem pervers Reichen die vermutlich absichtlich &raquo;verniedlicht&laquo; werden.<\/p><p>Ein Larry &raquo;Oracle&laquo; Ellison besitzt nach der &raquo;Horrorliste&laquo; vom Forbes Magazin 192 Mrd. $. Huii, eine kleine dreistellige Zahl. Milliarden versteht sowieso keiner so richtig. Aber 192 tausend Millionen klingt da doch schon ganz anders. Oder das eine Kassier(in) bei Lidl nahezu 1,5 Millionen Jahre bei Lidl arbeiten muss bist dieser Mensch auf die Summe kommt, die sein Herr&amp;Meister bereits hat.<\/p><p>Aber Herr D.S. besitzt lediglich 46,5 Mrd. &euro;. Sind zwar 46.500 Millionen. Aber hee, mal nicht kleinlich werden.<\/p><p>So das wars. Ich kann fast nicht mehr. Nein, geht schon noch. &#128521;<\/p><p>Und drohende Kriege waren schon immer eine gute Ablenkung. Manch ein Schwurbler meint, dass Corona erstmal eine kleine Testphase war.<\/p><p>Macron: Wir befinden uns im Krieg gegen den Virus (heute Putin?)<\/p><p>Merkel in der Bild (sinngem&auml;&szlig;): Corona ist die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg.<\/p><p>Da kam schon einmal auf leisen Sohlen das Wort Krieg in die &Ouml;ffentlichkeit.<\/p><p>Das geht schleichend. Der Spiegel immer voran, hatte einst (irgend wann nach 2014) eine Schlagzeile: Die Deutschen m&uuml;ssen wieder das T&ouml;ten lernen. Piano, piano. Ho finito.<\/p><p>Liebes NDS-Team. Weiter so.<\/p><p>best regards<br>\nJ&ouml;rg Krahn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wie immer, wenn Herr Berger schreibt, sehr treffend, vollst&auml;ndig und auch streckenweise witzig.<\/p><p>Soviel vorab.<\/p><p>Ich glaube, und das ist dann meine Erg&auml;nzung zum Thema, dass wir unsere St&auml;dte brauchen. Wir gehen nicht mehr hin, oder nur noch notfalls, weil sie, wie im Artikel richtig geschildert, nichts bieten f&uuml;r den Spa&szlig; am Schauen, weil Tschibo so aussieht wie Tschibo &uuml;berall aussieht und selbst die Pr&auml;sentation der Eissorten standardisiert zu sein scheint, weil es statt Caf&eacute;s B&auml;ckereien mit Hei&szlig;getr&auml;nkausgabe gibt und die Produkte, Kamps oder Dingsda&hellip; exakt gleich aussehen und nach nichts schmecken.  &ndash; Was man sieht, wenn man nichts sieht, was einen &uuml;berraschen k&ouml;nnte, sind brachgefallene Gesch&auml;fte, zugeparkte Stra&szlig;en und Pl&auml;tze, kaum Menschen die sich aufhalten, es sei denn, sie m&uuml;ssen sich drau&szlig;en aufhalten &ndash; in Ermangelung eigener 4 W&auml;nde.<\/p><p>Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir uns die St&auml;dte zur&uuml;ckholen. Nicht im merzschen Sinne nat&uuml;rlich, sondern als Orte, wo wir gern sind, wo wir uns aufhalten k&ouml;nnen, auch ohne gleich mit einem Cappuccino eine Art Geb&uuml;hr f&uuml;r das bisschen Sitzend&uuml;rfen berappen zu m&uuml;ssen. &ndash; Dass St&auml;dte wieder Orte werden, wo man hingeht, weil wahrscheinlich andere dort sind. Wo man hingeht, um nicht allein zu sein.<\/p><p>Dazu muss vieles passieren: Der beklemmende gewerbliche Leerstand muss umgewandelt werden, idealerweise zu Wohnbebauung.  Die Blechflut &ndash; sorry: der ruhende Verkehr &ndash; muss so verringert werden, dass der Gang durch die Stadt nicht ein sichtbehindertes Vorbeischleichen an Autos ist. Und Stra&szlig;en und Pl&auml;tze sind eben nicht jene Transferr&auml;ume, die wir mittlerweile gewohnt sind, sondern potenzielle Aufenthaltsorte.<\/p><p>Ich schlage immer mal wieder vor, unsere st&auml;dtischen Planungsverantwortlichen m&ouml;gen sich eine Weile studienhalber in italienischen kleineren und mittleren St&auml;dten aufhalten. Italien ist auch ein kapitalistisches Land. Aber St&auml;dte von jener mausetoten Qualit&auml;t wie wir sie hier oft haben, habe ich dort nicht erlebt. Ich glaube, die Italiener w&uuml;rden sich sowas auch nicht gefallen lassen.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e, Cornelia Wimmer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Leider ist auch die Darstellung von Herrn Berger viel zu verk&uuml;rzt.<\/p><p>Ja, es ist so: ich gehe, seit die Migration zugenommen hat und Migrantengruppen zus&auml;tzlich zu Punks, Drogenabh&auml;ngigen, Obdachlosen und Alkoholkranken am und um den Bahnhof rumh&auml;ngen und sich am Drogenhandel und am Bel&auml;stigen beteiligen und vor Gewalt nicht zur&uuml;ckschrecken, weniger gern zum Bahnhof. Wo ich fr&uuml;her oft in der Bahnhofsbuchhandlung gest&ouml;bert hab.<\/p><p>Abgesehen davon ist es aber im Bahnhof wie in der gesamten Stadt so, da&szlig; die Angebote, die einen Stadtbummel attraktiv gemacht haben, sich vehement verringert haben und das nicht wegen der Migranten, sondern wegen einer absolut verfehlten Stadtpolitik.<\/p><p>Der Einzelhandel konzentriert sich auf Billigketten, die man dann auch in den Kaufh&auml;usern findet. Das Essensangebot reduziert sich immer mehr auf Fastfood oder snacks.<\/p><p>Ja, es war mal nett, sich einen D&ouml;ner wie im Urlaub zu kaufen oder einen Hamburger. Es war auch interessant, da&szlig; es von letzterem irgendwann qualitativ bessere Varianten gab als bei McDonalds. Aber die kleinen Cafes, die Kneipen, die Restaurants sind immer beliebiger austauschbar geworden. Und\/oder zu teuer.<\/p><p>Veranstaltungen wurden zu Riesenevents, die Menschenmassen anziehen, aber den Genu&szlig; nehmen, dann auch durch die Stadt zu schlendern und da oder dort mal zuzuh&ouml;ren. Stra&szlig;enmusikanten werden aufdringlich durch ihre Verst&auml;rker.<\/p><p>Wieso gibt es auf einmal so viele Nagelstudions, Barbershops, Friseure? In den L&auml;den sitzt kaum jemand.<\/p><p>Und dann kommt der Dreck dazu. Es gibt weniger Reinigungskr&auml;fte, sogar weniger Abfalleimer.<\/p><p>Die wenigen B&auml;ume in Fu&szlig;g&auml;ngerzonen verdorren in ihren Metallgittern und um den Stadtkern herum werden immer mehr Hotelburgen gebaut. Die Hitze in der Innenstadt wird durch Nachverdichtung noch schlimmer. Den Anwohnern wird Fassadenbegr&uuml;nung aus Denkmalschutzgr&uuml;nden verwehrt. Die Gem&uuml;seh&auml;ndler auf dem Marktplatz werden immer &ouml;fter verdr&auml;ngt wegen Gro&szlig;events, die kleinen feinen B&auml;cker, Konditoreien, Wurstl&auml;den werden verdr&auml;ngt durch Ketten, die viel schlechteres Essen anbieten.<\/p><p>Und dann noch die Horden von Touristen, die durch die Reisebusse und Schiffe angekarrt werden. Wo soll man sich da mal entspannt niederlassen, wenn man bummelt? Die B&auml;nke sind verschmiert und verdreckt und abends f&uuml;hlt man sich unwohl wegen den Betrunkenen und Partyg&auml;ngern, die einem gr&ouml;lend entgegenkommen, keine R&uuml;cksicht auf das Ruhebed&uuml;rfnis der Anwohner nehmen..<\/p><p>Wieso ist das in anderen L&auml;ndern anders? Wieso gibt es da noch immer h&uuml;bsche kleine L&auml;den mit inl&auml;dndischen Produkten und Handwerkern? Weil die Mieten zu hoch sind f&uuml;r die? Das k&ouml;nnte die Stadt steuern. Sie k&ouml;nnte ein Konzept entwickeln, das die Vielfalt f&ouml;rdert,nicht nur die Vielfalt an Nationen, soindern auch die Vielfalt an kleinen wertigen Ansiedlungen.<\/p><p>Und wenn nicht die Mieten in den St&auml;dten durch Spekulanten hochgetrieben werden w&uuml;rden, einmal f&uuml;r Besserverdienende, an anderen Orten f&uuml;r die Unterbringung von Migranten, f&uuml;r die die Kommune dann die Mieten in &uuml;berf&uuml;llten Wohnungen zahlt, dann w&uuml;rde es auch noch Nachbarschaft geben, die sich kennt, mit denen man sich auf einen Plausch im Biergarten um die Ecke oder im Cafe trifft. Aber die werden ja verdr&auml;ngt durch l&auml;rmende Stadtstr&auml;nde und Stadtfeste, wo man zu &uuml;berteuerten Preisen auch keine Lust hat hinzugehen als Anwohner. <\/p><p>F&uuml;r Kinder ist schon gar kein Platz und die Pl&auml;tze werden nicht begr&uuml;nt und mit Wasserspielen ausgestattet, sondern ver&ouml;den, weil die Fl&auml;chen auch f&uuml;r die Gro&szlig;events freigehalten werden. Und wenn man sich beschwert, wird argumentiert, da&szlig; das im MIttelalter auch so war. Da&szlig; da die Stadt eben nicht so gro&szlig; war, der Wald nah heranreichte, die Felder und Wiesen und das heutige Stadtklima damit nicht vergleichbar ist, wird &uuml;bersehen.<\/p><p>Mehr Gr&uuml;n in der Stadt h&ouml;rt man seit Jahrzehnten, aber in Wahrheit wird es weniger, in Wahrheit w&auml;chst nur die Versiegelung und die Hotel- und B&uuml;rogeb&auml;ude verdr&auml;ngen die letzten Gr&uuml;nfl&auml;chen.  Statt Schreberg&auml;rten B&uuml;ro- und Wohnsiedlungen, die noch mehr Menschen in den Stadtteil holen und damit dann die letzte Gem&uuml;tlichkeit verdr&auml;ngen.<\/p><p>Dadurch wird das Stadtbild zerst&ouml;rt, nicht durch punktuelle Hotspots, wo sich Problemgruppen zusammengruppieren.<\/p><p>D.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Weitreichende wie auch fehlerhafte, falsche und sch&auml;dliche Entscheidungen von Bundesregierungen, Unternehmensf&uuml;hrungen sowie Interessen von Regierungen anderer Staaten gab es von Beginn der Bundesrepublik an. <\/p><p>Bundeskanzler Willy Brandt lobte am 18. Januar 1973 in seiner Regierungerkl&auml;rung die Arbeitsleistungen von ausl&auml;ndischen B&uuml;rgern, schr&auml;nkte jedoch ein: &ldquo;Es ist aber, meine Damen und Herren, notwendig geworden, da&szlig; wir sehr sorgsam &uuml;berlegen,  wo die Aufnahmef&auml;higkeit unserer Gesellschaft ersch&ouml;pft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten.&rdquo;<\/p><p>Zum Zustand Deutschlands ver&ouml;ffentlichte bspw. der SPIEGEL am 29.07.1973 einen Artikel mit der &Uuml;berschrift &raquo;Die T&uuml;rken kommen &ndash; rette sich, wer kann&laquo;, in dem es um Zuzug und dessen Folgen geht. Der Artikel ist bis jetzt noch online abrufbar.<\/p><p>Solche &Uuml;berlegungen sind in bestimmten Kreisen mittlerweile weitestgehend verworfen worden und haben einem Lob des unbedingten Zuzugs Platz gemacht, der dann auch noch als &lsquo;Einwanderung&rsquo; bezeichnet wird. Beschleunigte &lsquo;Einb&uuml;rgerungen&rsquo; folgen dem.<\/p><p>Verbalradikale, selbstgerechte pseudolinke Kleinb&uuml;rger [vor allem Gr&uuml;ne, Jusos &hellip;] verk&uuml;nden bereits seit mehr als 20 Jahren mit Triumphgeheul den stetig ansteigenden Anteil von B&uuml;rgern mit migrantischem Vordergrund in Deutschland.<\/p><p>Sie wirken mit radikalliberalen Globalisierern zusammen, ohne deren Ziele zu erkennen. Rolf Peter Sieferle schrieb am 20. August 2016 u.a.: &raquo;Es liegt (&hellip;) in der Logik der radikalliberalen Position, l&auml;ngerfristig eine Re-Transformation des Sozialstaats in einen reinen Rechtsstaat [Nachtw&auml;chterstaat] anzustreben.&laquo;<\/p><p>Das trifft nicht mehr so sehr die Generation der Boomer als viel mehr die der jetzt mittelalten wie jungen Erwachsenen, der Jugendlichen, der Kinder und der Neugeborenen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUwe Ruckriegel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Abend,<\/p><p>das Stadtbild erscheint dem &ldquo;Stadtgespr&auml;ch&rdquo; von damals zu gleichen, dem Roman von Siegfried Lenz aus besseren Tagen.<\/p><p>Hier das Unausgesprochene zu dem Text von Jens Berger:<\/p><p>Eine Stadtbilddebatte der analytischen Art oder ein Lamento zur Ver&ouml;dung der Innenst&auml;dte?<\/p><p>Es wird nicht deutlich, worauf Jens Berger hinaus will. Es ist in der Tat schwierig sich um eine Tatsache herumzudr&uuml;cken, die bei klarer Benennung einen zum &bdquo;von Putin bezahlten Linken&ldquo; abstempelt. Die Tatsache l&auml;sst sich einfach nicht leugnen, dass ein kapitalistisches System durch den inneren Wachstumszwang zu einer Verarmung der wenig oder gar nichts Besitzenden (Fachausdruck &bdquo;Proletarier&ldquo;) und zu wachsendem Reichtum einer hauchd&uuml;nnen Oberschicht (Fachausdruck Kapitalisten) f&uuml;hrt. Denn selbst mathematisch unterbelichtete Betriebswirtschaftler m&uuml;ssten einsehen, dass es kein unbeschr&auml;nktes Wachstum auf einer &bdquo;kompakten&ldquo; Erde gibt. So entwickelte sich aus der gemischten Gesellschaft der Weltkriegs&uuml;berlebenden von 1945 in dieser Wirtschafts- und Regierungsform eine heutige deutsche St&auml;ndegesellschaft, wie es die soziologische Forschung bewiesen hat.<\/p><p>Es hat zu jeder Zeit in den Gro&szlig;st&auml;dten Quartiere gegeben, wo sich Kinder und Jugendliche und normale B&uuml;rger am besten nicht aufhalten. Es war eine der fr&uuml;hen Lektionen f&uuml;r mich, dass ich lernte, welche Orte ich in Berlin meiden sollte. Doch auch unser Mietshaus in gehobener Lage am Stadtrand besa&szlig; eine reichlich bunte Mieterschaft. Im Untergeschoss gab es den Knacki, den &bdquo;alten SA-K&auml;mpen&ldquo;, den kommunistischen Taxifahrer, in der zweiten Etage den Puff f&uuml;r US-Soldaten der Frau &bdquo;Dr. Wa&hellip;&ldquo;, deren T&ouml;chter getrennt f&uuml;r die &bdquo;Truppenbetreuung&ldquo; von Wei&szlig;en und Schwarzen zust&auml;ndig waren. Die Pianistin und Klavierlehrerin beherbergte einen Untermieter, der Pferdeliebhaber war und sich st&auml;ndig um seine &bdquo;Pferdchen&ldquo; k&uuml;mmern musste, nicht auf der Trabrennbahn Mariendorf, sondern im &bdquo;Pferdestall&ldquo;, einem Puff neben der Jazzkneipe &bdquo;die Badewanne&ldquo;. Selbstst&auml;ndige wohnten neben Sozialrentnern. Diese Gesellschaft ist zerfallen. Nach der Wende wurde Gro&szlig;-Berlin zu einer typischen Gro&szlig;stadt. Die Gentrifizierung lie&szlig; in unser altes Mietshaus nur noch gut Betuchte einziehen, die ihre Luxusprobleme pflegen. Das Stadtbild Berlins hat sich denen anderer Gro&szlig;st&auml;dte angeglichen.<\/p><p>Ursache, die dieser Herr Merz zum Anlass f&uuml;r seine Diffamierung benutzte, ist das Ergebnis von &uuml;ber siebzigj&auml;hriger Dominanz der CDU\/CSU in Bund und L&auml;ndern. Beide Parteien wollen ja die Apartheid zwischen Wohlhabenden und Unterschichtlern. Dazu geh&ouml;rt naturgem&auml;&szlig;, die aus der CDU\/CSU hervorgegangene AfD und der Trittbrettfahrer SPD. Die FDP ist unerheblich als kommerzieller Abklatsch der AfD. In bester &bdquo;Koofmich&ldquo;-Mentalit&auml;t wird die politische Arbeit an den lukrativsten Kunden mit dem gr&ouml;&szlig;ten Geldbeutel ausgerichtet und ihre Interessen bedient. Etwas Sozialklimbim f&uuml;r die Armen geben ein gutes Gewissen und die neue Kriegsstrategie hofft neben den jetzt schon sprudelnden Gewinnen der R&uuml;stungsindustrie f&uuml;r die Oberschicht, &bdquo;Mandatstr&auml;ger&ldquo; inbegriffen, am Ende auf malthusianische Art die soziale Frage zu l&ouml;sen. Durch Wegsterben der wirtschaftlic<\/p><p>Eine Stadtbilddebatte der analytischen Art oder ein Lamento zur Ver&ouml;dung der Innenst&auml;dte?<\/p><p>Es wird nicht deutlich, worauf Jens Berger hinaus will. Es ist in der Tat schwierig sich um eine Tatsache herumzudr&uuml;cken, die bei klarer Benennung einen zum &bdquo;von Putin bezahlten Linken&ldquo; abstempelt. Die Tatsache l&auml;sst sich einfach nicht leugnen, dass ein kapitalistisches System durch den inneren Wachstumszwang zu einer Verarmung der wenig oder gar nichts Besitzenden (Fachausdruck &bdquo;Proletarier&ldquo;) und zu wachsendem Reichtum einer hauchd&uuml;nnen Oberschicht (Fachausdruck Kapitalisten) f&uuml;hrt. Denn selbst mathematisch unterbelichtete Betriebswirtschaftler m&uuml;ssten einsehen, dass es kein unbeschr&auml;nktes Wachstum auf einer &bdquo;kompakten&ldquo; Erde gibt. So entwickelte sich aus der gemischten Gesellschaft der Weltkriegs&uuml;berlebenden von 1945 in dieser Wirtschafts- und Regierungsform eine heutige deutsche St&auml;ndegesellschaft, wie es die soziologische Forschung bewiesen hat.<\/p><p>Es hat zu jeder Zeit in den Gro&szlig;st&auml;dten Quartiere gegeben, wo sich Kinder und Jugendliche und normale B&uuml;rger am besten nicht aufhalten. Es war eine der fr&uuml;hen Lektionen f&uuml;r mich, dass ich lernte, welche Orte ich in Berlin meiden sollte. Doch auch unser Mietshaus in gehobener Lage am Stadtrand besa&szlig; eine reichlich bunte Mieterschaft. Im Untergeschoss gab es den Knacki, den &bdquo;alten SA-K&auml;mpen&ldquo;, den kommunistischen Taxifahrer, in der zweiten Etage den Puff f&uuml;r US-Soldaten der Frau &bdquo;Dr. Wa&hellip;&ldquo;, deren T&ouml;chter getrennt f&uuml;r die &bdquo;Truppenbetreuung&ldquo; von Wei&szlig;en und Schwarzen zust&auml;ndig waren. Die Pianistin und Klavierlehrerin beherbergte einen Untermieter, der Pferdeliebhaber war und sich st&auml;ndig um seine &bdquo;Pferdchen&ldquo; k&uuml;mmern musste, nicht auf der Trabrennbahn Mariendorf, sondern im &bdquo;Pferdestall&ldquo;, einem Puff neben der Jazzkneipe &bdquo;die Badewanne&ldquo;. Selbstst&auml;ndige wohnten neben Sozialrentnern. Diese Gesellschaft ist zerfallen. Nach der Wende wurde Gro&szlig;-Berlin zu einer typischen Gro&szlig;stadt. Die Gentrifizierung lie&szlig; in unser altes Mietshaus nur noch gut Betuchte einziehen, die ihre Luxusprobleme pflegen. Das Stadtbild Berlins hat sich denen anderer Gro&szlig;st&auml;dte angeglichen.<\/p><p>Ursache, die dieser Herr Merz zum Anlass f&uuml;r seine Diffamierung benutzte, ist das Ergebnis von &uuml;ber siebzigj&auml;hriger Dominanz der CDU\/CSU in Bund und L&auml;ndern. Beide Parteien wollen ja die Apartheid zwischen Wohlhabenden und Unterschichtlern. Dazu geh&ouml;rt naturgem&auml;&szlig;, die aus der CDU\/CSU hervorgegangene AfD und der Trittbrettfahrer SPD. Die FDP ist unerheblich als kommerzieller Abklatsch der AfD. In bester &bdquo;Koofmich&ldquo;-Mentalit&auml;t wird die politische Arbeit an den lukrativsten Kunden mit dem gr&ouml;&szlig;ten Geldbeutel ausgerichtet und ihre Interessen bedient. Etwas Sozialklimbim f&uuml;r die Armen geben ein gutes Gewissen und die neue Kriegsstrategie hofft neben den jetzt schon sprudelnden Gewinnen der R&uuml;stungsindustrie f&uuml;r die Oberschicht, &bdquo;Mandatstr&auml;ger&ldquo; inbegriffen, am Ende auf malthusianische Art die soziale Frage zu l&ouml;sen. Durch Wegsterben der wirtschaftlich Leistungsschwachen mittels Krieg, Seuchen und Hungersnot bleiben dann die Leistungstr&auml;ger &uuml;brig und k&ouml;nnen dann ruhig in kapitalistischer Art, im freien Wettbewerb, um die Fleischt&ouml;pfe k&auml;mpfen.<\/p><p>Die Stadtbildfrage d&uuml;rfte sich bei der weiteren Eskalationspolitik im Inneren wie im &Auml;u&szlig;eren von selbst erledigen &ndash; es wird dann denen von den St&auml;dten im Gaza-Streifen gleichen. Es liegt an allen B&uuml;rgern diese Entwicklung durch Systemwandel ein f&uuml;r allemal zu beenden.<\/p><p>mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nStephan Ebers<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren differenzierten Artikel, zu dem ich ein paar Anmerkungen machen m&ouml;chte. Sorry f&uuml;r den langen Text, aber es ging nicht anders.<\/p><p>Ich gebe Ihnen recht, wenn Sie von den aktuellen Zust&auml;nden in Frankfurt oder Hamburg sprechen, die das Stadtbild dort in bestimmten Gegenden sogar schon weit mehr als 30 Jahre pr&auml;gen. Ich kann das im Falle von Frankfurt best&auml;tigen, weil ich (Jahrgang 1967) schon seit fast 50 Jahren regelm&auml;&szlig;ig Frankfurt besuche. Ich komme aus dem l&auml;ndlichen Raum an der Grenze zwischen Bayern und Hessen und wohne dort nach einem Rhein-Main-Intermezzo (Studium, Beruf) mittlerweile auch wieder. Die Entfernung zu Frankfurt betr&auml;gt ca. 100 km.<\/p><p>Die prek&auml;re Situation in Frankfurt war mehr oder weniger in dem von Ihnen beschriebenen Bild immer vorhanden. Man war auch &bdquo;Ausl&auml;nder&ldquo; gewohnt. Viele wurden nat&uuml;rlich integriert und geh&ouml;rten dazu, wie auch heute noch. Was aber jetzt anders ist, sind die vielen unkontrolliert nach Deutschland gekommenen Menschen, die eben auch zum Stadtbild beitragen.<\/p><p>Den Grund, dass viele kleine L&auml;den, Caf&eacute;s und Restaurants verschwunden sind, sehe ich genau wie Sie in den zur Corona-Zeit getroffenen &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; und im Online-Konsum.<\/p><p>Das Bild vom braven B&uuml;rger aus der Mittelschicht mit dem SUV finde ich allerdings nicht mehr passend. Die Mittelschicht, wie ich sie wahrnehme, und da geh&ouml;re ich auch dazu, f&auml;hrt eher 10 Jahre alte Diesel oder Benziner, die sie sich noch leisten k&ouml;nnen.<\/p><p>Und Ihre These, dass die Mittelschicht einen Kulturschock erlebt, wenn sie in die Stadt geht, sehe ich eher umgekehrt. N&auml;mlich, dass sie wegen des Kulturschocks bzw. der schleichenden Entwicklung dorthin nicht mehr in die Stadt geht. Das zu Ihrem Henne-Ei-Bild. Beide Richtungen sind m&ouml;glich, aber aufgrund meiner eigenen Erfahrungen tendiere ich eher dazu, dass die negative Entwicklung des Stadtbildes zur Meidung der Innenst&auml;dte beigetragen hat.<\/p><p>Ihre Polemisierung kann ich zwar nachvollziehen, aber sie machen es sich zu einfach, wenn Sie von Klein-Mohammed reden, der abgeschoben werden soll. Es geht um die Begrenzung des unkontrollierten Zuzugs und die konsequente Abschiebung von sich nicht rechtm&auml;&szlig;ig in Deutschland aufhaltenden Menschen. Vielleicht w&uuml;rde sich ja dann doch wieder etwas in den Innenst&auml;dten &auml;ndern, sei es auch nur in kleinen Schritten.<\/p><p>Und nein, ich scharre nicht mit den Hufen. Sie haben Recht. Die Probleme mit dem Stadtbild m&uuml;ssen differenziert betrachtet werden. Meiner Meinung nach setzen sie sich aus mehreren Aspekten zusammen. Die Migrationsthematik ist aber ein Teil davon.<\/p><p>Warum treffen wir uns denn nicht mehr in den Innenst&auml;dten oder gehen kaum noch ins Kino? Ist das denn nicht schon eine Folge des Stadtbildes und des Unsicherheitsgef&uuml;hls in den St&auml;dten? Im l&auml;ndlichen Raum ist die Kneipenkultur jedenfalls noch am Leben. Zumindest da, wo es noch Kneipen gibt. Und dort finden auch die Debatten &uuml;ber die Themen statt, die den &bdquo;Normalb&uuml;rger&ldquo; umtreiben, von dem sich die Politik mittlerweile so weit entfernt hat.<\/p><p>Ihren Vergleich der St&auml;dte im Ruhrgebiet mit St&auml;dten in Bayern kann ich nachvollziehen. Ich arbeite in einer Kleinstadt in Bayern mit ca. 24.000 Einwohnern. Aber auch hier zeigt sich ein ver&auml;ndertes Bild. Auf bestimmten Pl&auml;tzen sieht man Ansammlungen vieler fremder Menschen (meist junge M&auml;nner). Die Schulen haben einen sehr hohen Anteil von Sch&uuml;lern ohne deutschen Pass. Leider f&uuml;hren hier die Sprachprobleme auch zu einem allgemein sinkenden Niveau in der Schulbildung. Ich kann das beurteilen, weil ich in der technischen Betreuung der Schulen t&auml;tig bin und Kontakt mit den Schulleitungen habe. Wenn man durch die Stadt geht, sieht man eben auch eine unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gro&szlig;e Zahl verschleierter Frauen. Das sind nun mal Tatsachen. Das ist der Unterschied zu der Zeit vor 2015.<\/p><p>Ihrem Fazit, dass die Stadtbild-Diskussion ein hervorragendes Ablenkungsthema ist, stimme ich voll zu. Es gibt Demos, mediale Hysterie und alle schlagen sich gegenseitig die K&ouml;pfe ein. Nur Ihren Schluss daraus mit dem &bdquo;rechten&ldquo; Boomer und dem prek&auml;ren &bdquo;linken&ldquo; Jungakademiker finde ich etwas unpassend und tendenzi&ouml;s. Die Beschreibung kann man genauso gut umdrehen (&bdquo;linker&ldquo; Boomer, prek&auml;rer &bdquo;rechter&ldquo; Jungakademiker). Aber das nur nebenbei.<\/p><p>Und als letzter und wichtigster Punkt: Wovon die ganze Debatte ablenken soll, ist die uns&auml;gliche Kriegsvorbereitung und die begleitende Kriegsrhetorik!<\/p><p>Lieber Herr Berger: Bleiben Sie kritisch. Machen Sie so weiter. Danke daf&uuml;r!<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nStefan Hahn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-141301","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=141301"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141301\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141315,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141301\/revisions\/141315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=141301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=141301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=141301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}