{"id":14144,"date":"2012-08-14T08:55:51","date_gmt":"2012-08-14T06:55:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144"},"modified":"2012-08-14T08:55:51","modified_gmt":"2012-08-14T06:55:51","slug":"hinweise-des-tages-1699","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h01\">Handels&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h02\">Europa bricht auseinander<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h04\">Der Kampf gegen Steuerhinterzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h05\">The average income of the bottom 90 percent fell 13.5 percent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h06\">Versicherer entdecken die Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h07\">Werner R&uuml;gemer: Ratingagenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h08\">Hochfrequenzhandel: Keine Fiktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h09\">T&auml;glich 200 Euro Pr&auml;mie f&uuml;r die Asklepios-Streikbrecher auf Sylt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h10\">IGeL-Verkaufsseminar ohne Zuschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h11\">Krankschreibung: Tausende Arbeitnehmer fehlen wegen psychischer Leiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h12\">Schlecker-Frauen er&ouml;ffnen Dorfl&auml;den<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h13\">In Ruhestand wider Willen: Hartz-IV-Empf&auml;nger zu Niedrig-Rente verdonnert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h14\">GEW Baden-W&uuml;rttemberg: Bildungspolitik in der Sackgasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h15\">Students Converge at Obama Office to reclaime Voice<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h16\">Brzezinski und seine neuen &ldquo;Strategic Visions&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h17\">Olympia: Rauschendes Globalisierungsfest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144#h18\">Zu guter Letzt: Schulden-Inflations-Transferunion<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14144&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Handels&uuml;berschuss<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutschland verliert das Gleichgewicht<\/strong><br>\nDie deutsche Handelsbilanz wird dieses Jahr einen Rekord&uuml;berschuss aufweisen. Die Kehrseite sind Schulden in anderen L&auml;ndern, vor allem im Euroraum. [&hellip;]<br>\nIn Deutschland sieht man die Export&uuml;bersch&uuml;sse gern als gro&szlig;en Erfolg an. Dabei wird unterschlagen, dass es sich beim Au&szlig;enhandel um einen globalen Wirtschaftskreislauf handelt. Den deutschen und chinesischen &Uuml;bersch&uuml;ssen stehen anderswo massive Defizite gegen&uuml;ber &ndash; vor allem in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern und in den USA.<br>\nIrgendwer muss all die deutschen Ausfuhren ja kaufen und bezahlen. Die daf&uuml;r n&ouml;tigen Einnahmen k&ouml;nnen die Importl&auml;nder im Prinzip entweder durch eigene Ausfuhren in etwa demselben Umfang verdienen. Oder sie nehmen daf&uuml;r Schulden auf. Da Deutschland seinen Handelspartnern zu wenig Waren abnimmt, blieb vor allem vielen Eurostaaten nur die zweite Option. Die zunehmenden Ungleichgewichte in den Handelsbilanzen k&ouml;nnen daher als ein wesentlicher Ausl&ouml;ser der europ&auml;ischen Schuldenkrise gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!99518\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel droht R&uuml;ge aus Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDeutschland erzielt in diesem Jahr einen so hohen Handels&uuml;berschuss wie noch nie. Das k&ouml;nnte der Bundesrepublik 2013 ein EU-Mahnverfahren einbrocken [&hellip;]<br>\nDie erste Analyse zu den Ungleichgewichten in Europa hatte EU-W&auml;hrungskommissar Olli Rehn im Februar ver&ouml;ffentlicht. Obwohl Deutschland bereits in den vergangenen Jahren weitaus mehr Waren und Kapital exportierte als importierte, wurde gegen die gr&ouml;&szlig;te Euro-Volkswirtschaft kein Verfahren eingeleitet. Denn die EU-Kommission setzt den Au&szlig;ensaldo ins Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung eines Landes und verwendet einen Drei-Jahres-Schnitt. So landete Deutschland bei 5,9 Prozent &ndash; haargenau unter der Schwelle von 6,0 Prozent. Das d&uuml;rfte sich bis zur n&auml;chsten Begutachtung im Februar 2013 &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:handelsueberschuss-merkel-droht-ruege-aus-bruessel\/70076146.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Sorge vor einer <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11748\">echten &bdquo;R&uuml;ge&ldquo; aus Br&uuml;ssel ist leider unbegr&uuml;ndet<\/a>. Das Bundesfinanzministerium kommentierte &ndash; in Abstimmung mit Olli Rehn &ndash; die 6-Prozent-&Uuml;berschuss-Regelung bereit im letzten Jahr mit den Worten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Schlussfolgerungen des ECOFIN-Rats vom 8. November 2011 unterstreichen, dass Mitgliedstaaten wegen ihrer Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse nicht Gegenstand eines Verfahrens bei &uuml;berm&auml;&szlig;igem Ungleichgewicht (korrektiver Arm) werden und es gegen sie keine Sanktionen geben wird.<\/em><\/li>\n<li><em>Am 4. November 2011 richtete EU-Kommissar Olli Rehn ein Schreiben an die Finanzminister, in dem festgehalten wird, dass Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse gerechtfertigt sind, wenn sie &ndash; wie in Deutschland &ndash; das Ergebnis hoher Wettbewerbsf&auml;higkeit seiner Unternehmen in funktionierenden M&auml;rkten sind. Das Schreiben betont nachdr&uuml;cklich, dass der Fokus des Verfahrens auf Mitgliedstaaten mit Leistungsbilanzdefiziten und Wettbewerbsschw&auml;chen liegt.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Ungleichgewichte<\/strong><br>\nDeutschlands Export&uuml;berschuss ist nochmals gestiegen. Jetzt wird wieder &uuml;ber angebliche &bdquo;Ungleichgewichte&ldquo; debattiert. Verfehlt ist eine solche Diskussion vor allem dann, wenn sie &Uuml;bersch&uuml;sse und Defizite als gleicherma&szlig;en problematisch anprangert. [&hellip;]<br>\nWenn L&auml;nder permanent sehr hohe Leistungsbilanzdefizite haben und mithin immer h&ouml;here Auslandsschulden aufh&auml;ufen, kann das nicht gut gehen. So ist die Euro-Peripherie in die Krise gerutscht. Ihre Handelsdefizite waren und sind Ausdruck mangelnder Wettbewerbsf&auml;higkeit. Deutschlands hohe &Uuml;bersch&uuml;sse liegen dagegen an der besonderen St&auml;rke und Struktur der hiesigen Wirtschaft. Sie produziert die hochqualitativen (Investitions-)G&uuml;ter, die in den aufstrebenden L&auml;ndern gebraucht werden. Das ist kein Grund zur Sorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/aussenhandel-ungleichgewichte-11854842.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Plickerts Verteidigung der fehlgeleiteten volkswirtschaftlichen Agenda Deutschlands wirkt erstaunlich lustlos. Wie ein bockiges Kind macht er noch nicht einmal den Versuch, seine Aussagen argumentativ zu belegen. Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt und drei macht Neune. Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gef&auml;llt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung verteidigt deutschen Handels&uuml;berschuss<\/strong><br>\nNirgendwo &uuml;bertreffen die Exporte so stark die Importe wie in Deutschland. International st&ouml;&szlig;t das auf viel Kritik, doch die Bundesregierung bleibt bei ihrer Meinung: Der Handels&uuml;berschuss sei &ldquo;sehr positiv&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDer Chefvolkswirt der UN-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung, Heiner Flassbeck, kritisierte die Haltung der Bundesregierung in der &ldquo;FTD&rdquo;: &ldquo;Besonders tragisch ist, dass Berlin das noch immer als Erfolg feiert &ndash; dabei ist h&ouml;chst ungewiss, ob das Ausland seine Schulden &uuml;berhaupt zur&uuml;ckzahlen kann.&rdquo; Peter Bofinger, Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat der Bundesregierung, sagte: &ldquo;Das grundlegende Problem hat sich nicht ge&auml;ndert: Die deutsche Binnennachfrage ist viel zu schwach.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesregierung-verteidigt-deutschen-handelsueberschuss-a-849804.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Industrieproduktionsdaten der DFPIGS f&uuml;r Juni 2012<\/strong><br>\nDie Entwicklung der breit gefassten Industrieproduktion (Bergbau, Energieversorgung und Verarbeitendes Gewerbe\/Herstellung von Waren &ndash; Jahr 2000=100) ohne Baugewerbe. W&auml;hrend Deutschland (blau) seinen Produktionsoutput um +17,88% von 2000 bis Juni 2012 steigern konnte, lag der Output in Frankreich  (rot) um -10,30%, in Portugal (gr&uuml;n) um -19,77%, in Italien (lila) um -20,98%, in Griechenland (t&uuml;rkis) um -29,25% und in Spanien (orange) um -20,43% unter dem Niveau des durchschnittlichen Produktionsoutputs aus dem Jahr 2000!&hellip;<br>\nNicht nur, dass schon zu Beginn der W&auml;hrungsunion die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit der L&auml;nder viel zu stark auseinanderlag, die Entwicklung lief in Folge erst richtig beschleunigt auseinander, wie die Daten zum Output der Industrieproduktion zeigen, wenn man den monatlichen Durchschnitt des Outputs des Jahres 2000 mit gleich 100 ansetzt&hellip;<br>\nMit diesen aktuellen Daten wird wie jeden Monat dokumentiert, dass die Eurozone mit der gemeinsamen W&auml;hrung nicht f&uuml;r Konvergenz bei der Entwicklung der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit, hier gemessen an der Industrieproduktion sorgte, sondern f&uuml;r brachiale Divergenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/industrieproduktionsdaten-der-dfpigs-fur-juni-2012\/\">Quersch&uuml;sse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.F.:<\/strong>  Als Erg&auml;nzung zum Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14126#h03\">&ldquo;Heiner Flassbeck: Wie die Regierung Merkel die Eurokrise versch&auml;rft&rdquo; auf den NDS vom letzten Freitag<\/a>.<\/em><br>\n<em>Man vergleiche anhand der Grafiken die wirtschaftlichen Ungleichgewichte vor und nach dem tiefen Einbruch von 2008\/2009. Die Entwicklung war schon vor dem Ausbruch der Krise unhaltbar &ndash; worauf steuern wir dann jetzt erst zu?<\/em><br>\n<em>Die Grafiken zeigen auch sehr anschaulich, dass sparen (k&uuml;rzen) in der Krise nicht funktioniert. Umfang und &ldquo;Erfolg&rdquo; der jeweiligen Sparma&szlig;nahmen lassen sich direkt aus den Grafiken ablesen. Je flei&szlig;iger und &ldquo;erfolgreicher&rdquo; in einem Land gespart wurde, desto mieser ist jetzt die wirtschaftliche Lage.<\/em><br>\n<em>Im Gegensatz dazu zeigt die deutsche Entwicklung, dass schuldenfinanzierte Konjunkturpakete offenbar hervorragend funktionieren. Rest-Europa darf das aber nicht, denn das w&auml;re ja &ldquo;Wachstum auf Pump&rdquo; (Zitat Angela Merkel). Die endlose Leier vom Sparen und vom Schuldenabbau ist daher nicht nur kontraproduktiv, sondern auch noch extrem scheinheilig.<\/em><br>\n<em>Aus Sicht der deutschen Industrie und der schwarz-gelben Regierung besteht nach wie vor kein Anlass, den Krisenverlierern in irgendeiner Form zu helfen. Warum auch, man ist ja selbst (noch) Krisengewinner. Ich bin fest davon &uuml;berzeugt, selbst wenn es zum ganz gro&szlig;en Knall kommen sollte, werden diese Menschen NICHT einsehen k&ouml;nnen, dass sie irgendetwas falsch gemacht h&auml;tten. Da kann sich Herr Flassbeck leider den Mund fusselig reden, das Problem scheint tats&auml;chlich zu sein, dass diese Zielgruppe, die das Sagen hat, ihn wirklich nicht verstehen kann oder will, und zwar auf einer ganz fundamentalen Ebene.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europa bricht auseinander<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vor dem Kollaps<\/strong><br>\nDie Eurozone steht kurz vor dem Kollaps. Angefacht durch die sich zuspitzende Krise, eskalieren die nationalen Gegens&auml;tze zwischen der dominierenden Gro&szlig;macht Deutschland und den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten. Die l&auml;ngst &ouml;ffentlich ausgetragenen Interessengegens&auml;tze entluden sich zuletzt in heftigen Angriffen deutscher Politiker und Massenmedien gegen den italienischen Ministerpr&auml;sidenten Mario Monti, der davor gewarnt hatte, die Eurokrise zerst&ouml;re die &ldquo;Grundlagen des Projekts Europa&rdquo;: &ldquo;Die Spannungen, die in den letzten Jahren die Euro-Zone begleiten, tragen bereits die Z&uuml;ge einer psychologischen Aufl&ouml;sung Europas.&rdquo; Monti dr&auml;ngte Berlin kaum verh&uuml;llt zu wirksamen Krisenma&szlig;nahmen und empfahl in diesem Zusammenhang den Regierungen, sich nicht &ldquo;vollst&auml;ndig durch die Entscheidungen ihrer Parlamente binden&rdquo; zu lassen. Berlin, das ja ma&szlig;geblich das Spardiktat durchgesetzt hat, an dem die Eurozone gegenw&auml;rtig zerbricht, solle zumindest &ldquo;jenen Staaten in der Euro-Zone etwas mehr Spielraum lassen, die den europ&auml;ischen Vorgaben am genauesten folgen&rdquo;.<br>\nBerlins Blockadehaltung, die von einem &uuml;bersch&auml;umenden Chauvinismus in Deutschland begleitet wird, findet wachsenden Widerhall im europ&auml;ischen Ausland. Berlin gebe sich &ldquo;am Anfang der Krisen immer unnachgiebig&rdquo;, bemerkte etwa die spanische Zeitung La Vanguardia. Auf halbem Wege &auml;ndere die Bundesregierung dann ihre Meinung, kehre jedoch &ldquo;schlussendlich wieder zum urspr&uuml;nglichen Standpunkt zur&uuml;ck&rdquo; und beharre &ldquo;auch im entscheidenden und endg&uuml;ltigen Augenblick darauf&rdquo;. Die italienische La Stampa diagnostizierte einen &ldquo;neuen deutschen Nationalismus&rdquo;, der auf starken &ldquo;nationalistischen und antieurop&auml;ischen Ressentiments&rdquo; in Deutschland beruhe und sich in einem &ldquo;gef&auml;hrlichen Kurzschluss aus Demagogie und Dogmen einer konformistischen akademischen Welt&rdquo; &auml;u&szlig;ere. Die Zeitung Il Giornale kommentiert: &ldquo;Jetzt kehren sie zur&uuml;ck, nicht mehr mit Kanonen, sondern mit Euro. Die Deutschen sehen sie als ihre Sache an, wir m&uuml;ssen alles hinnehmen, uns dem neuen Kaiser namens Angela Merkel unterwerfen, die nun auch bei uns zu Hause kommandieren will&rdquo;. Selbst &Ouml;sterreich, das als einer der letzten Verb&uuml;ndeten Berlins galt, r&uuml;ckt inzwischen von der harten deutschen Blockadehaltung ab. Die &ouml;sterreichische Zeitung Die Presse kommentiert: &ldquo;W&auml;hrend sich der &ouml;sterreichische Bundeskanzler Werner Faymann inzwischen wiederholt f&uuml;r eine Banklizenz f&uuml;r den &lsquo;permanenten Rettungsschirm&rsquo; ESM ausgesprochen hat, blockiert Deutschland auch hier weiterhin.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58395?PHPSESSID=ptievan1bs6otc9lje71jmc9g5\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Nils Minkmar &ndash; Fr&uuml;her war mehr Europa<\/strong><br>\nWir sind weder arm noch &uuml;berschuldet noch politisch unm&uuml;ndig, sondern tr&auml;ge und einfallslos. Nur wenn wir endlich anfangen, mehr kulturelle Energien zu mobilisieren, k&ouml;nnen wir die Krise des Kontinents beenden. Ein Pl&auml;doyer. [&hellip;]<br>\nSo klaffen die Dinge auseinander: hier die Benutzeroberfl&auml;che der Fernsehnachrichten, die Reden und politischen Absichtserkl&auml;rungen, dort die materielle Welt. Es ist, als sei etwas gerissen, in vordigitalen Zeiten h&auml;tte man das Bild des Transmissionsriemens gebraucht. Wir sind versandet: Seit drei Jahren dreht sich die politisch-diplomatische Maschine pausenlos und ohne nennenswerten Fortschritt. Jeden beschleicht die Neigung, sich von diesem unerfreulichen Spektakel abzuwenden oder nach einem Sichtschutz zu rufen wie dem, den sie vor dem unter seiner Hantel eingeklemmten Gewichtheber Steiner aufgebaut haben. Fu&szlig;ball, Paraden, Olympia, das sind so Sichtschutzshows. Vielleicht sind sogar die Gipfel, die Rettungsmissionen, die Wahlen solche Sichtblenden. [&hellip;]<br>\nDie europ&auml;ische Energie muss entwickelt werden. Kultur, Bildung und Wissenschaft &ndash; Ressourcen, &uuml;ber die wir &uuml;berall in Europa verf&uuml;gen &ndash; sind dazu das beste Labor. Europa ist weder arm noch &uuml;berschuldet, noch politisch unm&uuml;ndig, sondern tr&auml;ge und einfallslos. Entweder wir &auml;ndern das oder gehen in die Geschichtsb&uuml;cher ein als die Generation, die alles fallen lie&szlig;, als die d&uuml;mmsten Europ&auml;er, die je gelebt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/europas-zukunft\/ein-plaedoyer-frueher-war-mehr-europa-11852506.html\">FAS<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Investoren verlassen Italien<\/strong><br>\nWegen der Unsicherheit um die Zukunft des Krisenlands Italien verlassen immer mehr ausl&auml;ndische Investoren das Land. In zwei Jahren sind 1.000 Mrd. Euro an ausl&auml;ndischem Kapital aus Italien abgewandert, berichtete die r&ouml;mische Tageszeitung &ldquo;La Repubblica&rdquo;. Das entspricht der H&auml;lfte des italienischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Gro&szlig;e ausl&auml;ndische Investoren h&auml;tten massiv italienische Staatspapiere verkauft. &ldquo;Die gro&szlig;en US-Fonds finanzieren nicht mehr unsere Banken&rdquo;, klagte das Blatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1343744671506\/Investoren-verlassen-Italien\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: reales BIP in Q2 2012 mit -6,2% zum Vorjahresquartal<\/strong><br>\nWie heute Morgen das griechische Statistikamt (ELSTAT) mitteilte, schrumpfte laut der ersten Sch&auml;tzung das reale BIP in Q2 2012 erneut um kr&auml;ftige reale -6,2% zum Vorjahresquartal. Weiterhin liefert ELSTAT nur eine unbereinigte Datenreihe. Die Kontraktion der wirtschaftlichen Aktivit&auml;t ist weiter desastr&ouml;s, zum Hoch in einem ersten Quartal in Q2 2008 ging es um -17,5% beim realen BIP abw&auml;rts:\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120814_griechisches_bip.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/120814_griechisches_bip_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/griechenland-reales-bip-in-q2-2012-mit-62-zum-vorjahresquartal\/\">Querschuesse<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kein Hoffnungsschimmer aus Griechenland<\/strong><br>\nGriechenland kommt nicht aus der tiefen Rezession heraus. Die Wirtschaft des Landes schrumpfte zwischen April und Juni um 6,2 Prozent zum Vorjahresquartal, wie das Statistikamt Elstat am Montag mitteilte. Bereits Anfang des Jahres war die Konjunktur um 6,5 Prozent eingebrochen.<br>\nRegierungschef Antonis Samaras hatte j&uuml;ngst angek&uuml;ndigt, die Wirtschaft k&ouml;nnte 2012 um mehr als sieben Prozent schrumpfen. Griechenland befindet sich im f&uuml;nften Rezessionsjahr. Im letzten Quartal 2011 war das BIP um 7,5 Prozent gesunken. Wachsen d&uuml;rfte die Wirtschaft erst 2014 wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schuldenkrise-kein-hoffnungsschimmer-aus-griechenland-11854297.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Kampf gegen Steuerhinterzieher<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Es geht nicht um Populismus&ldquo;<\/strong><br>\nNRW-Finanzminister Walter-Borjans verteidigt Ankauf von Schweizer Steuer-CDs.<br>\nEs ist ein ganz normaler Vorgang, dass man dann, wenn man Kenntnis erh&auml;lt dar&uuml;ber, dass in einem gro&szlig;en Ma&szlig; gegen Gesetze versto&szlig;en wird zum Schaden der Allgemeinheit, dass man nat&uuml;rlich diesen Dingen nachzugehen hat &ndash; und das tun wir&hellip;<br>\nEs w&auml;re richtig, wenn zwei benachbarte Staaten eine Einigung finden w&uuml;rden, die sicherstellt, dass Menschen, die die Infrastruktur, die Bildung, die Sicherheit in einem Land in Anspruch nehmen, nach den Rechten und Gesetzen dieses Landes auch ihre Steuern bezahlen. Das Problem ist, dass das Abkommen, &uuml;ber das wir reden, genau das nicht sicherstellt, sondern: Es wird hier zum einen die Vergangenheit mit einem Sonderrabatt belegt, abgegolten &ndash; das hei&szlig;t, die, die &uuml;ber Jahre hinterzogen haben, kommen deutlich besser oder k&auml;men deutlich besser weg als die, die ehrlich ihre Steuern bezahlt haben -, und was noch viel schlimmer ist, das ist, dass f&uuml;r die Zukunft, wenn denn dann Ermitteln &uuml;ber Datentr&auml;ger nicht mehr m&ouml;glich w&auml;re, T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet sind, dass man hinterzogene, nicht versteuerte Gelder in die Schweiz bringt. Da muss man dann zwar die Zinsen versteuern, das ist in Ordnung, aber die Einkommenssteuer, die man nicht gezahlt hat, die Umsatzsteuer, die hinterzogen worden ist, gegebenenfalls auch Erbschaftssteuern, die verschwinden in der Anonymit&auml;t, und das ist eine Einladung f&uuml;r Hinterziehung&hellip;<br>\nEinsparungsforderungen sind immer sehr pauschal, gleichzeitig wird aber selbst von der Opposition in Nordrhein-Westfalen immer wieder genannt, wo man &uuml;berall mehr Geld haben muss, und ich wei&szlig;, dass ein Staat Geld kostet, und das bedeutet: Man muss sparsam wirtschaften, man muss Aufgaben &uuml;berpr&uuml;fen, man braucht aber auch solide Einnahmen, und an denen d&uuml;rfen sich Menschen mit solch hohen Verm&ouml;gen, wie sie sie jetzt au&szlig;er Landes schleppen, nicht vorbeimogeln d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1835527\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Hase Sch&auml;uble und die Igel<\/strong><br>\nEs ist wie beim Rennen Hase gegen Igel: der Igel ist immer erster, immer schon da. Der Igel, dass sind die Schweizer Banken, der Hase Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. Sein mit der Schweiz geplantes Steuerabkommen ist heute schon hinf&auml;llig. Denn bis das Abkommen ratifiziert wird (wenn &uuml;berhaupt), ist das Geld l&auml;ngst weg. Mit Hilfe der Banken in der Schweiz&hellip;<br>\nDie 10 Milliarden erhoffter Steuereinnahmen durch die vereinbarte Nachzahlung auf unversteuerte deutsche Verm&ouml;gen in der Schweiz sind nur noch eine Phantasiezahl &ndash; wenn sie das nicht immer schon war. Nach Sch&auml;tzungen unabh&auml;ngiger Investoren, die &ldquo;Der Spiegel&rdquo; zitiert, sind schon 500 Milliarden aus der Schweiz nach Singapur geflossen.<br>\nEs klingt deshalb wie Hohn, wenn die schweizerische Finanzministerin jetzt sagt: &ldquo;Wir wollen keine unversteuerten ausl&auml;ndischen Verm&ouml;gen mehr in der Schweiz haben&rdquo;. Ihr Wunsch geht Tag f&uuml;r Tag mehr in Erf&uuml;llung. Das war auch zu erwarten bei der langen Vorwarnzeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sprengsatz.de\/?p=3890\">Sprengsatz<\/a><\/li>\n<li><strong>FDP kritisiert SPD-Chef Gabriel wegen &Auml;u&szlig;erungen zu Steuerstreit mit der Schweiz<\/strong><br>\nDer stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Wissing hat SPD-Chef Gabriel f&uuml;r seine &Auml;u&szlig;erungen zum Steuerstreit mit der Schweiz kritisiert. Wissing sagte im ARD-Fernsehen, es sei nicht tragbar, dass Gabriel Banken, die Auslandskonten f&uuml;hrten, in die N&auml;he der organisierten Kriminalit&auml;t r&uuml;cke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/201208131200\/6\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist ja bekannt, dass die FDP ihre Klientel bedient. So auch hier. Denn die Daten der Steuer-CDs machen deutlich, dass es vor allem die von der FDP so gehegten &bdquo;untadeligen&ldquo; Selbst&auml;ndige sind, die ihr Schwarzgeld in die Schweiz geschafft haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Singapur &ndash; die Schweiz Asiens<\/strong><br>\nDer asiatische Stadtstaat will sein schlechtes Image als Steueroase loswerden &ndash; bislang vergeblich. Sch&auml;tzungen zufolge sind dort private Verm&ouml;gen von mehr als 500 Mrd. Dollar geparkt. Dabei hat der Boom des Finanzplatzes gerade erst begonnen&hellip;<br>\nNun befeuert der Vorwurf, die Schweizer Gro&szlig;bank UBS habe deutschen Kunden dabei geholfen, Geld in ihrer Dependance in Singapur vor dem deutschen Fiskus zu verstecken, die Debatte. Sie ist laut der Zeitschrift &ldquo;The Banker&rdquo; mit 182 Mrd. Dollar in Asien verwaltetem Kapital gr&ouml;&szlig;ter Verm&ouml;gensverwalter in der Region. Dahinter folgen Citigroup und HSBC. Hinzu kommen Hunderte kleinerer Finanzdienstleister. Ihr unschlagbares Argument f&uuml;r den Standort: keine Steuern auf Kapitalertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:steuerflucht-und-schwarzgeld-singapur-die-schweiz-asiens\/70074915.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hoffentlich gelingt es den NRW-Steuerbeh&ouml;rden auch Steuer-CDs aus Singapur anzukaufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine Kontrolle? &ndash; Warum Deutschland ein Paradies f&uuml;r Geldw&auml;scher ist<\/strong><br>\nDie globalen Superreichen verstecken 21 Billionen in Steueroasen.<br>\nJachten, Schmuck oder andere Verm&ouml;genswerte nicht eingerechnet, so eine jetzt ver&ouml;ffentlichte Studie. Eine Billion, zw&ouml;lf Nullen. Geld, das den Staaten fehlt. Schwarzgeld will irgendwann raus aus der Oase und rein in die W&auml;scherei. Zur&uuml;ck in den legalen Geldkreislauf. Und die Steuerhinterzieher und Kriminellen wissen, dass das in Deutschland besonders leicht funktioniert. Jan Schmitt, Ralph H&ouml;tte und Fidelius Schmid berichten nun, warum wir, die zuverl&auml;ssigen, gut organisierten Deutschen, nicht immer mit dem Finger auf andere L&auml;nder zeigen sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2012\/0908\/pdf\/geldwaesche.pdf\">Das Erste Monitor [PDF &ndash; 72,1 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The average income of the bottom 90 percent fell 13.5 percent<\/strong><br>\nDavid Leonhardt, in an otherwise interesting post on slow economic growth and increasing inequality in the United States, &ldquo;which has concentrated the economy&rsquo;s modest gains among a small share of the population,&rdquo; actually underestimates the increase in inequality over the course of the past three decades.<br>\nHere is what I&rsquo;ve come up with (using average incomes in the United States  for different income groups, in real 2010 dollars) in terms of percentage increases from 1980 to 2010 :<br>\nTop .01 percent: 502 percent<br>\nTop .1 percent: 301 percent<br>\nTop .5 percent: 190 percent<br>\nTop 1 percent: 154 percent<br>\nBottom 90 percent: -4.5 percent<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2012\/08\/13\/the-average-income-of-the-bottom-90-percent-fell-13-5-percent\/\">Real World Economics Review<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Versicherer entdecken die Energiewende<\/strong><br>\nIm stetigen Streit um die Energiewende kommen neue Teilnehmer ins Spiel: Deutsche Versicherer. Sie k&ouml;nnten Milliarden in Strom- und Gasnetze investieren. Ein &uuml;ppiges Gesch&auml;ft, denn die Regierung garantiert enorme Zinsen.<br>\nStrom- und Gasnetze sind f&uuml;r institutionelle Anleger &auml;u&szlig;erst interessant: F&uuml;r Neuinvestitionen in Netze hat die Bundesnetzagentur eine Eigenkapitalverzinsung von 9,05 Prozent festgelegt, um Investoren anzulocken. In Zeiten, in denen zehnj&auml;hrige Bundesanleihen nur noch wenig mehr als ein Prozent Rendite abwerfen, ist das sehr lukrativ.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/versicherungen\/milliardeninvestitionen-versicherer-entdecken-die-energiewende\/6993624.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Subventionen f&uuml;r dezentralen &Ouml;kostrom k&uuml;rzen und hohe Renditen f&uuml;r Fernleitungsnetze garantieren. So steuert man die Energiewende in Richtung der zentralen Energieversorgung der Energieoligopolisten.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Teures Geschenk an die Industrie<\/strong><br>\nAusnahmeregeln f&uuml;r Industrieunternehmen werden die Strompreise f&uuml;r kleinere Stromverbraucher im kommenden Jahr sp&uuml;rbar in die H&ouml;he treiben. Auf Anfrage dieser Zeitung teilte die Bundesnetzagentur mit, dass bislang f&uuml;r 178 Unternehmen die Befreiung von den sogenannten Netzentgelten genehmigt worden sei. Da laut der Aufsichtsbeh&ouml;rde erst rund 80 Prozent der 277 Antr&auml;ge abgearbeitet sind, werden vermutlich mehr als 200 Unternehmen in den Genuss der Befreiung kommen &ndash; deutlich mehr als eingeplant.<br>\nDie Ausnahmeregelung wurde im Sommer vergangenen Jahres von der &Ouml;ffentlichkeit unbemerkt durch eine &Auml;nderung in letzter Minute von der schwarz-gelben Regierungsmehrheit im Bundestag beschlossen und gilt r&uuml;ckwirkend seit Anfang 2011. Die Regelung sieht vor, dass Unternehmen, die mehr als zehn Gigawattstunden Strom pro Jahr verbrauchen und sehr kontinuierlich Strom abnehmen, von den f&uuml;r sie ohnehin deutlich reduzierten Netzentgelten, also den Geb&uuml;hren f&uuml;r die Nutzung des Stromnetzes, g&auml;nzlich ausgenommen werden.<br>\nDie dort verloren gegangenen Betr&auml;ge m&uuml;ssen nun &uuml;ber eine Umlage haupts&auml;chlich von Kleinkunden getragen werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/energie\/strompreise--teures-geschenk-an-die-industrie,1473634,16867462.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fragen an den Autor &ndash; Werner R&uuml;gemer: Ratingagenturen<\/strong><br>\nWer steckt eigentlich hinter den &ldquo;Rating-Agenturen&rdquo;, die die Kreditw&uuml;rdigkeit ganzer Staaten beurteilen und fast automatisch die H&ouml;he von Zinsen, Investitionen und Kapitalanlagen bestimmen? Wer besitzt diese privaten Einrichtungen? Welche Interessen verfolgen sie? Welche Folgen hatten krasse Fehlurteile in der Vergangenheit? Werden die USA und Europa nach denselben Ma&szlig;st&auml;ben beurteilt?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sr-online.de\/sr2\/1334\/\">SR2 Fragen an den Autor<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2012-08-13_ruegemer_ratingagenturen_12_8_12.mp3\">Podcast [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hochfrequenzhandel: Keine Fiktion<\/strong><br>\nEine Computerpanne bei einem Finanzdienstleister verursacht eine halbe Milliarde Dollar Verlust. Wo ist noch mal der Ausschalter f&uuml;r die Realit&auml;t?&hellip;<br>\nWeil zwischen 9.30 und 10.15 Uhr leider niemand den Ausschalter fand, verlor Knight 440 Millionen Dollar Kapital und 60 Prozent seines B&ouml;rsenwerts. Eine neu installierte Handelssoftware hatte sich als &bdquo;rogue algorithmic trading program&ldquo; erwiesen und eigenm&auml;chtig Zigtausende Order auf 140 Aktien veranlasst. Bedingt allein durch Knights Aktivit&auml;ten lag das Handelsvolumen der Wall Street drei Minuten nach Handelsbeginn um 116 Prozent h&ouml;her als im Wochendurchschnitt. Um 9.58 Uhr war es sechsmal so gro&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/dark-knight-capital\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>T&auml;glich 200 Euro Pr&auml;mie f&uuml;r die Asklepios-Streikbrecher auf Sylt<\/strong><br>\nKrankenhaus-Kampf auf Sylt: Seit sechs Wochen bestreikt ver.di die Reha-Klinik auf der Nordsee-Insel. Um den Arbeitskampf auszuhebeln, schickt Inhaber Asklepios Streikbrecher auch aus Hamburg an die Front &ndash; und zahlt 200 Euro extra am Tag. Ver.di ist emp&ouml;rt, Asklepios droht mit der Schlie&szlig;ung der Klinik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/regional\/klinik-kampf-taeglich-200-euro-praemie-fuer-die-asklepios-streikbrecher-auf-sylt,5066728,16848858.html=\">Hamburger Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Herangekarrte Streikbrecher &hellip; man f&uuml;hlt sich bei solchen Meldungen eher an die Fr&uuml;hperiode des Arbeitskampfs Im Deutschen Kaiserreich als an eine Soziale Marktwirtschaft erinnert.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Asklepios setzt Streikbrecher auf Sylt ein<\/strong><br>\nHamburgs Senat soll die Streikbrecheraktion des Hamburger Asklepios-Managements auf Sylt stoppen. ver.di-Landesfachbereichsleiter Wolfgang Abel fordert den Senat auf, die arbeitnehmerfeindlichen Aktivit&auml;ten des Hamburger Klinikkonzerns auf Sylt unverz&uuml;glich zu unterbinden&hellip;<br>\nDie Asklepios-Kliniken in Hamburg geh&ouml;ren zu 25,1 Prozent der Stadt. Diese Minderheitsbeteiligung nach der seinerzeitigen Privatisierung sollte dazu dienen, Fehlentwicklungen des Konzerns zu verhindern. Die aktive Unterst&uuml;tzung einer Streikbruchstrategie auf Sylt ist skandal&ouml;s und unverantwortlich und darf vom Hamburger Senat als Miteigent&uuml;mer nicht tatenlos hingenommen werden. Insofern ist der Hamburger Senat aufgefordert, seine M&ouml;glichkeiten &ndash; beispielsweise &uuml;ber den Aufsichtsrat &ndash; zu nutzen, damit die hier praktizierte Gutsherrenart nicht zur neuen Unternehmenskultur gemacht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/nachrichten\/++co++403332b0-e2e5-11e1-6763-0019b9e321e1\">ver.di<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>IGeL-Verkaufsseminar ohne Zuschuss<\/strong><br>\nDas Bundeswirtschaftsministerium hat &ndash; wie versprochen &ndash; die &Auml;rzteseminare f&uuml;r den Verkauf von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) an Patienten &uuml;berpr&uuml;ft und beschlossen, dass diese nicht l&auml;nger gef&ouml;rdert werden. Es best&auml;tigte damit einen Bericht der &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo;. Eine aktiv betriebene Vermarktung von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sei mit den ethischen Grunds&auml;tzen des Berufsrechts der &Auml;rzte nicht vereinbar, hie&szlig; es zur Begr&uuml;ndung. &ldquo;Holen sich &Auml;rzte zur Entwicklung entsprechender Verkaufsstrategien externe Hilfe, ist dies vor allem unter gesundheitspolitischen und ethischen Gesichtspunkten nicht unterst&uuml;tzungsw&uuml;rdig&rdquo;, teilte das Ministerium mit. Nach einer &Uuml;berpr&uuml;fung durch das Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) w&uuml;rden die F&ouml;rderrichtlinien nun &ldquo;kurzfristig angepasst&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/igel110.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krankschreibung: Tausende Arbeitnehmer fehlen wegen psychischer Leiden<\/strong><br>\nDeutschlands Arbeitnehmer waren im ersten Halbjahr an durchschnittlich 16 Tagen krankgeschrieben. Laut Bundesverband der Betriebskrankenkassen ist der Grund f&uuml;r Fehltage immer h&auml;ufiger ein psychisches Leiden. Erstmals f&auml;llt auch bei M&auml;nnern eine drastische Zunahme auf&hellip;<br>\nAls Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zunahme nannte das Ministerium damals steigende Anforderungen, eine erh&ouml;hte Eigenverantwortung im Beruf, h&ouml;here Flexibilit&auml;tsanforderungen und unterbrochene Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/krankschreibung-mehr-fehltage-durch-psychische-leiden-laut-bkk-a-849826.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.K.:<\/strong> &bdquo;erh&ouml;hte Eigenverantwortung, h&ouml;here Flexibilit&auml;tsanforderungen und unterbrochene Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse&ldquo;: die Rezepte der Neoliberalen lassen also die Wirtschaft frohlocken und die Menschen krank.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fr&uuml;here Schlecker-Mitarbeiter: Schlecker-Frauen er&ouml;ffnen Dorfl&auml;den<\/strong><br>\nFr&uuml;here Schlecker-Mitarbeiter wollen ihre Filialen &uuml;bernehmen. Mit Hilfe von Verdi und der Linken wollen sie aus den Billig-Drogeriem&auml;rkten ansprechende Dorfl&auml;den machen&hellip;<br>\nVerdi, die evangelische Betriebsseelsorge und die Linke unterst&uuml;tzen die Frauen finanziell und &uuml;bernehmen die Kosten f&uuml;r die Standortanalysen, die allein mit jeweils 3.000 Euro zu Buche schlagen. Ein durchschnittlicher Laden brauche zudem Ware im Wert von 50.000 Euro, sagte Franke. Unterst&uuml;tzung erhofft er sich auch vom Land. &bdquo;Wir wollen auf das Wirtschaftsministerium zugehen und um Unterst&uuml;tzung bitten&ldquo;, k&uuml;ndigte er an. Auch einzelne Gemeinden boten schon Hilfe an. &bdquo;Ich w&auml;re bereit, die Schlecker-Verk&auml;uferinnen f&uuml;r zwei bis drei Jahre bei der Stadt anzustellen&ldquo;, sagte der B&uuml;rgermeister von Eppelheim bei Heidelberg, Dieter M&ouml;rlein, den &bdquo;Stuttgarter Nachrichten&ldquo;. Notfalls k&ouml;nne er sich sogar vorstellen, vorerst die Ladenmiete f&uuml;r die ehemalige Schlecker-Filiale im Zentrum von Eppelheim zu &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schlecker-insolvenz\/fruehere-schlecker-mitarbeiter-schlecker-frauen-eroeffnen-dorflaeden,11541316,16846874.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In Ruhestand wider Willen: Hartz-IV-Empf&auml;nger zu Niedrig-Rente verdonnert<\/strong><br>\nSie wollen arbeiten, aber das Jobcenter schickt sie in Rente: Wer mit 62 Jahren noch Hartz-IV-Bezieher ist, wird aufgefordert, zum 63. Geburtstag Rente zu beantragen, auch wenn dies zu erheblichen Abschl&auml;gen f&uuml;hrt.<br>\nDagegen hat die Stadt M&uuml;nchen beim Bundesarbeitsministerium interveniert.<br>\nOhne Erfolg&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/in-ruhestand-wider-willen-hartz-iv-empfaenger-zu-niedrig-rente-verdonnert-1.1437419\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>GEW Baden-W&uuml;rttemberg: Bildungspolitik in der Sackgasse<\/strong><br>\nDie GEW-Chefin nennt die Bildungspolitik &ldquo;planlos und ohne klare Zukunftsperspektive&rdquo;. &ldquo;Die Landesregierung wei&szlig; nicht, welche Reformschritte sie bis zum Ende der Wahlperiode umgesetzt haben will. Sie wei&szlig; nur, dass sie Lehrerstellen streichen will. In den vergangen Jahren wurden zum Beispiel m&uuml;hsam Instrumente zur Qualit&auml;tsentwicklung in den Schulen aufgebaut, die jetzt einfach gestrichen werden sollen. Auch die Ideen zur Schlie&szlig;ung von Fortbildungseinrichtungen zeugen von bildungspolitischer Ahnungslosigkeit. Wie sollen die vielen Reformpl&auml;ne umgesetzt werden, wenn Lehrkr&auml;fte daf&uuml;r nicht qualifiziert werden&rdquo;, sagte Moritz.<br>\nDie GEW erwartet, dass Ministerpr&auml;sident und Kultusministerin nach den Sommerferien ein klares bildungspolitisches Programm vorlegen. &ldquo;Wer der &Ouml;ffentlichkeit weismachen will, dass die Streichung von 11.600 Lehrerstellen schmerzlos zu verkraften sei, kennt die Situation in den Schulen und die berechtigten Erwartungen der Eltern nicht. Statt tr&ouml;stender und beschwichtigender Worte aus dem Staats- und Kultusministerium erwarten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, Eltern und Lehrkr&auml;fte klare Antworten, was mit den hunderten kleinen Schulstandorten passiert, wann ihre Schulen endlich zu echten Ganztagsschulen ausgebaut werden und wie qualifizierter Lehrernachwuchs gewonnen werden kann&rdquo;, sagte Moritz.<br>\nDie m&ouml;gliche Absenkung der Eingangsbesoldung f&uuml;r neue Lehrer\/innen bezeichnet die GEW als &ldquo;fatales Signal&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/84811\/bildungspolitik-in-der-sackgasse\/\">bildungsklick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Students Converge at Obama Office to reclaime Voice<\/strong><br>\nStudents from across the country will march from Ohio State University Student Union to President Obama&rsquo;s campaign office to hold a press conference today, calling into question the injustices of our current economic and political system. In an era where our political process is gridlocked by the influence of money and corporate power, our society has systematically diverted resources from the bottom to the top to fund a frenzy of profit seeking.<br>\nThe demonstration will highlight how our electoral system and politicians have failed our youth on the critical issues of education, gender equality, racial justice, environmental sustainability, and basic respect for human rights. Neither party has the audacity to confront these injustices, nor do they attempt to facilitate any type of connection with us on these issues, which disproportionately affect women, LGBTQ youth, and people of color.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/studentpower2012.org\/action-press-release\/\">Student Power Convergence 1012<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Brzezinski und seine neuen &ldquo;Strategic Visions&rdquo;<\/strong><br>\nZbigniew Brzezinski, Ex-Direktor der Trilateralen Kommission, ist ein Nestor des Kalten Krieges, einflussreicher Polit-Technokrat der US-Think-Tank-Szene, nach Henry Kissinger vielleicht wichtigste graue Eminenz des au&szlig;enpolitischen Establishments der USA. Dekade um Dekade wiederholte er sein Hauptanliegen, die Zerst&ouml;rung Russlands, in verschiedenen Variationen &ndash; bis jetzt. Sein neues Buch &ldquo;Strategic Visions&rdquo; brachte eine Sensation: Brzezinski deutet erstmals seine Offenheit f&uuml;r einen Pakt der USA mit Putins Russland an. [&hellip;]<br>\nEinen Ausweg sieht Brzezinski in seinen neuen &ldquo;Strategic Visions&rdquo; nur noch in einer Ann&auml;herung des Westens an Russland und die T&uuml;rkei. Statt der Umklammerung und Isolierung des russischen Heartland, schl&auml;gt Brzezinski also nun eine B&uuml;ndnispolitik vor.<br>\nSeine Begr&uuml;ndung lautet, die USA seien heute in der Lage der Sowjetunion der 80er Jahre: Bankrott durch R&uuml;stungswahn und milit&auml;rische Abenteuer, namentlich in Irak und Afghanistan; eine politische Klasse von Privilegierten, die sich nicht ums eigene Volk k&uuml;mmert, folglich sinkender Lebensstandard der Mehrheit; Versuche, von inneren Problemen durch &auml;u&szlig;ere Feinde abzulenken, und eine Au&szlig;enpolitik, die in Isolation zu f&uuml;hren droht. Der globale Legitimit&auml;tsverlust westlicher Au&szlig;enpolitik sei bereits heute weit gr&ouml;&szlig;er als unsere Medien uns glauben machen, eine 500j&auml;hrige Epoche atlantischer Vorherrschaft ginge zu Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37418\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Olympia: Rauschendes Globalisierungsfest<\/strong><br>\n&Uuml;bertragungen aus London 2012 waren die Alternative zu den tagesaktuellen &Uuml;blichkeiten &ndash; vom blutigen B&uuml;rgerkrieg in Syrien in diesen Wochen etwa. Fernsehbilder von Olympischem: Das sind auch Impressionen von Utopischem, aus einer Zeit des Jetzt, die allerdings vorl&auml;ufig nur im organisierten Sport Geltung hat. &hellip; Olympischer Sport ist ein perfekter Egalisator: Ohne alle Welt ist keine Welt. Symbolisch stand hierf&uuml;r die olympische Flammenschale von London &ndash; zusammengesetzt aus 204 Sch&auml;lchen, aus denen es loderte. Jedes von ihnen stand f&uuml;r ein Land: Besser l&auml;sst sich Globalisierung nicht versinnbildlichen. &ndash; Was Gro&szlig;britannien bot, war beste Gastgeberschaft. Multikulturell, neugierig, weltoffen. Danke!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2012%2F08%2F13%2Fa0034&amp;cHash=659fb8ef66\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Traurig, dass sich auch die taz der Glorifizierung der Spiele in London durch die Medien nicht entziehen wollte oder konnte. &ldquo;Impressionen von Utopischem, aus einer Zeit des Jetzt, die allerdings vorl&auml;ufig nur im organisierten Sport Geltung hat&rdquo;. Heidegger w&auml;re rein sprachlich stolz gewesen, obwohl er wohl inhaltlich dagegen gesetzt h&auml;tte: &ldquo;Habende des Seins am Rande des Nichts.&rdquo; Ja, insofern dass Globalisierung eine kommerzielle Veranstaltung, waren die Spiele in London ein Globalisierungsfest, eine Fest des Kommerzes. Und man kann Usain Bolt g&ouml;nnen, dass er aufgrund seines K&ouml;rperbaus, seiner Muskelstruktur und seines Talents dem jamaikanischen Elend entrinnen konnte und eben aufgrund der absoluten Kommerzialisierung des Sports das Leben eines 20-fachen Million&auml;rs f&uuml;hren kann. Nur hat das mit den tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen in Jamaika, z.B. mit einer der h&ouml;chsten globalen Kriminalt&auml;tsraten nichts tun. Diesen Abgrund und unendlich viele andere in den L&auml;ndern der Olympiateilnehmer wurden in London nicht im Ansatz, auch nicht im Geiste der Utopie &uuml;berwunden. Wie auch? Multikulturell?&nbsp; London selbst hat in den &lsquo;Riots&rsquo; vor einem Jahr gezeigt, wie die Wirklichkeit aussieht. Vielleicht sollte man Jan Feddersen seinen utopischen Traum lassen, aber pl&ouml;tzlich spricht er von den &ldquo;Leistungen&rdquo; der SportlerInnen. Sollte ihm die Auffassung vieler Experten entgangen sein, die da meinen, dass wahrscheinlich 2\/3 der Sportler gedopt seien. Die Tests, die das belegen k&ouml;nnten, h&auml;tte man nur vor 9 Monaten durchf&uuml;hren m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Aber die Leugnung von Realit&auml;ten in der taz ist noch harmlos. Beim Schreiben dieser Zeilen l&auml;uft das heute-journal im Hintergrund und was ist da zu h&ouml;ren: &ldquo;Die britische Klasengesellschaft entdeckte mit Olympia Multikulti im eigenen Land &hellip; die farbige Boxerin Nicole Adams, die am selben Tag Gold gewann wie die Dressurqueen Charlotte Dujardin. Gold &uuml;berwindet soziale Gr&auml;ben, jubelten alle&rdquo;. Ist das zynisch? Ist das einfach Dummheit? Oder beides? Wir wollen doch sch&ouml;n n&uuml;chtern festhalten: Die Klassengesellschaft in Gro&szlig;britannien feiert Triumphe. Der Ginikoeffizient hat 2009 bez&uuml;glich der Haushaltseinkommen die 0,4 &uuml;berschritten: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.poverty.org.uk\/09\/index.shtml?2\">The gini coefficient measure of overall income inequality in the United Kingdom is now higher than at any previous time in the last thirty years.<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>(Der Gini-Koeffizient gibt an, wie weit die tats&auml;chliche Verteilung von dem hypothetischen Fall abweicht, dass alle Bewohner eines Landes &uuml;ber das gleiche Einkommen verf&uuml;gen. Er kann zwischen Null und Eins liegen &ndash; Null bedeutet absolute Gleichverteilung, eins maximale Ungleichheit. Hier entfiele das gesamte Einkommen auf nur eine Person. &Auml;ltere Untersuchungen der OECD kommen bei Deutschland auf einen Wert von 0,3, bei Mexiko auf 0,47 und bei Schweden auf 0,23)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Schulden-Inflations-Transferunion<\/strong><br>\nDas Ende ist nah. Holger Steltzner heute in der FAZ: &bdquo;Wenn Angela Merkel aus dem Sommerurlaub zur&uuml;ckkehrt, weichen die naiv-romantischen Tr&auml;ume der Linken wieder realer Machtpolitik. Sonst h&auml;tten Sigmar Gabriel und Peer Steinbr&uuml;ck schon l&auml;ngst Eurobonds eingef&uuml;hrt, um aus der W&auml;hrungsunion m&ouml;glichst schnell eine Schulden-Inflations-Transferunion zu machen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/08\/13\/schulden-inflations-transferunion_5127\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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