{"id":14160,"date":"2012-08-15T08:06:00","date_gmt":"2012-08-15T06:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160"},"modified":"2012-08-15T08:06:00","modified_gmt":"2012-08-15T06:06:00","slug":"hinweise-des-tages-1700","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h01\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h02\">Schweizer Steuerabkommen: Die erkaufte Amnestie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h03\">Zuschussrente &ndash; Wartezeitverringerung w&auml;re keine Alternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h04\">Publizistischer Unfug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h05\">Bundesbank showed the way in 1975<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h06\">Finanzkrise: Unergiebige Suche nach einem S&uuml;ndenbock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h07\">Arm und Reich in NRW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h08\">Vom Ende der Demokratie &ndash; Wohin f&uuml;hrt uns der globale Kapitalismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h09\">&raquo;Die Politik h&auml;lt sich raus&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h10\">&Ouml;sterreich: K&auml;ufliche Konservative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h11\">Rechte stehen oft unbehelligt da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h12\">David fragt, McAllister antwortet &ndash; DJV &uuml;bt scharfe Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h13\">Ein wunderbares Versprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160#h14\">Oben hui, unten pfui<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14160&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eurokrise? Deutsche Lohnkrise!<\/strong><br>\nF&uuml;r Merkel ist die Eurokrise vor allem eine Schuldenkrise. Deshalb m&uuml;sse jetzt mit eiserner Entschlossenheit gespart werden. Weitgehend ausgeblendet bleibt, dass viel Geld f&uuml;r Bankenrettungen ausgegeben wurde. Vollkommen ignoriert wird, dass Deutschland seit 2000 einen massiven Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss gegen&uuml;ber dem Ausland aufgebaut hat. Zu den 1400 Milliarden Euro, die von 2000 bis 2011 mehr exportiert als importiert wurden, kommen dieses Jahr noch einmal 170 Milliarden Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss hinzu. Diese knapp 1,6 Billionen Euro konnte das Ausland nicht mit eigenen Warenlieferungen bezahlen, sondern nur durch Schulden, die letztlich auch zu Staatsschulden wurden.<br>\nGerade deutsche Banken waren immer hilfreich zur Stelle um die Au&szlig;enhandelsdefizite in Griechenland, Italien, Spanien und anderen L&auml;ndern zu finanzieren. Umso mehr wird gejammert und staatliche Hilfe eingefordert weil die Kredite seit zwei Jahren zunehmend unsicher werden. F&uuml;r die Banken war und ist Merkel immer sofort zur Stelle. Die Rettungspakete f&uuml;r Griechenland, Portugal und Irland waren im Wesentlichen nur Rettungsaktionen f&uuml;r die Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/eurokrise-deutsche-lohnkrise.html#more-3420\">Michael Schlecht<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;In den Kliniken fehlt es an allem&laquo;<\/strong><br>\nMehr Kranke, weniger Geld. Dem griechischen Gesundheitswesen werden Mittel gek&uuml;rzt, gespart wird dadurch dennoch wenig. Ein Gespr&auml;ch mit Antonis Karavas<br>\nKostenlose Behandlung: Der Verein &raquo;&Auml;rzte der Welt&laquo; mu&szlig; mittlerweile auch in Athen initiativ werden (31. Mai 2012)<br>\nAntonis Karavas ist Arzt im &ouml;ffentlichen Gesundheitssystem Griechenlands<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/08-15\/039.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Hass und Angst<\/strong><br>\nIn Athen h&auml;ufen sich Angriffe auf Einwanderer. Menschenrechtler werfen der Politik schwere Vers&auml;umnisse in der Fl&uuml;chtlings- und Asylpolitik vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/griechenland-hass-und-angst\/7000976.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schweizer Steuerabkommen: Die erkaufte Amnestie<\/strong><br>\nRund zehn Mrd. Euro zus&auml;tzliche Steuereinnahmen verspricht das Schweizer Steuerabkommen der Bundesrepublik Deutschland. Das ist eine &uuml;beraus verlockende Summe. Doch in welcher H&ouml;he die Gelder aus der Schweiz tats&auml;chlich flie&szlig;en werden, wenn das aktuell zur Abstimmung stehende Steuerabkommen in Kraft tritt, ist derzeit noch v&ouml;llig offen. Absehbar ist jedoch schon heute, dass daf&uuml;r ein hoher Preis gezahlt wird. Denn das Abkommen setzt Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r zuk&uuml;nftige europ&auml;ische Regelungen und f&auml;llt bei weitem nicht streng genug aus, um Steuerflucht tats&auml;chlich wirksam bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen. Die Bundesregierung hat das Steuerabkommen bereits vor einem Jahr, am 10. August 2011, mit der Schweiz paraphiert. Darin wird die nachtr&auml;gliche Versteuerung von bislang unversteuertem Altverm&ouml;gen in der Schweiz und die k&uuml;nftige Besteuerung von Kapitalertr&auml;gen geregelt. Zugleich sollen die Banken einen besseren Marktzugang erhalten. [1]\n<p><strong>&Uuml;berh&ouml;hte Erwartungen<\/strong><br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit stie&szlig; das Abkommen jedoch auf ein geteiltes Echo: W&auml;hrend &ndash; auch im linken Lager &ndash; einige die Vereinbarung wegen drohender Verj&auml;hrung als substanziellen Fortschritt gegen&uuml;ber dem Status quo begr&uuml;&szlig;ten, wuchs zugleich die Kritik an dem Abkommen. Denn es zeichnet sich ab, dass vor allem Steuerhinterzieher und Schweizer Banken von diesem profitieren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/august\/schweizer-steuerabkommen-die-erkaufte-amnestie\">Bl&auml;tter<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zuschussrente &ndash; Wartezeitverringerung w&auml;re keine Alternative<\/strong><br>\nMit einer Zuschussrente von bis zu 850 EUR will Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) Altersarmut bek&auml;mpfen. Am 7. August legte die Ministerin die inzwischen dritte Variante ihres Konzepts vor. Einen nachhaltigen Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut kann das Konzept nach &uuml;berwiegender Meinung aus vielerlei Gr&uuml;nden nicht leisten. Ein zentraler Einwand der Kritiker lautet: Die verlangten Warte- oder Vorversicherungszeiten bilden eine viel zu hohe H&uuml;rde, so dass die Masse der potenziell von Altersarmut Bedrohten alleine hieran scheitern werde. So zutreffend dieser Einwand auch ist, so wenig trifft er am Ende den Kern des Problems. Denn auch eine drastische Reduzierung der geplanten drei Vorversicherungszeiten w&uuml;rde das Konzept nicht besser machen, im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ak-sozialpolitik.de\/dukumente\/2012\/2012-08-14%20Zuschussrente.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 75 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Publizistischer Unfug<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zinsraub &ndash; Krise hat jeden Deutschen schon 3125 Euro gekostet<\/strong><br>\nSparer haben durch die niedrigen Zinsen schon jetzt Milliarden verloren. Sie b&uuml;&szlig;en daf&uuml;r, dass die Banken und die Wirtschaft mit billigem Geld gest&uuml;tzt werden m&uuml;ssen. Das ist erst der Anfang. [&hellip;]<br>\nSo hat jeder Bundesb&uuml;rger vom Baby bis zum Greis in den vergangenen f&uuml;nf Jahren durchschnittlich 3125 Euro f&uuml;r die Krise bezahlt. Das ist der Betrag, der den hiesigen Sparern durch die k&uuml;nstlich niedrig gehaltenen Zinsen seit Ausbruch der Turbulenzen im August 2007 entgangen ist. [&hellip;]<br>\nDurchschnittlich 27.000 Euro hat jeder Deutsche in solche Zinsprodukte gepackt. Der krisenbedingte Zinsraub betr&auml;gt damit nicht weniger als 3125 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article108624344\/Krise-hat-jeden-Deutschen-schon-3125-Euro-gekostet.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es gibt Artikel, die sind so uns&auml;glich dumm, dass man sich unweigerlich fragt, ob es sich nicht eigentlich um eine Satire handelt. Nein, der &bdquo;Zinsraub-Artikel&ldquo; der WELT ist keine Satire, sondern tats&auml;chlich ernst gemeint. Der Autor dieses Artikels ist &uuml;brigens leitender Wirtschaftsredakteur der WELT. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14156\">Frei nach Albrecht M&uuml;ller<\/a> m&ouml;chte man sich auch hier fragen, ob die WELT sich keine besser ausgebildeten Wirtschaftsredakteure leisten kann oder will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Italien zeigt: So geht echtes Sparen<\/strong><br>\nItalien steht mit 0,5 Prozent Haushaltsdefizit besser da als Deutschland und Portugal schafft das Maastricht-Kriterium. Verkehrte Welt? Nein, nur ein Blick auf die konjunkturbereinigten Defizite. Sie zeigen die wahren Sparerfolge der EU-L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kommentar-zur-konjunktur-italien-zeigt--so-geht-echtes-sparen,1472780,16885362.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &bdquo;Konjunkturbereinigtes Defizit&ldquo;? Ja ist denn die Frankfurter Rundschau jetzt von allen guten Geistern verlassen? Die &ouml;ffentliche Debatte wird immer skurriler und solche Artikel leisten hierbei Vorschub. Mich w&uuml;rde es nicht wundern, wenn Angela Merkel und Co. diesen Begriff bald in ihren Sprachgebrauch aufnehmen w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesbank showed the way in 1975<\/strong><br>\nI read an interesting Brief from BNP Paribas (published August 7, 2012) today &ndash; The Bundesbank&rsquo;s Bond Purchases in 1975 &ndash; which documents the seemingly hypocritical stance of the 2012 Bundesbank against the way it behaved in the mid-1970s. The short BNP analysis is in the context of the recent demands by the senior Bundesbank officials (including the chief Jens Weidmann) that the ECB refrain from purchasing Eurozone member-state bonds as a way to alleviate the current crisis. The point of the historical reflection is not, in my view, to bash the Germans for hypocrisy but to view their actions in 1975 as a sensible policy response to the growth crisis the German economy was enduring at that time. The same sort of action by the ECB would help the Eurozone get out of its growth crisis now. In 1975, the Bundesbank showed the way.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=20626\">Bill Mitchell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Finanzkrise: Unergiebige Suche nach einem S&uuml;ndenbock<\/strong><br>\nDie Auswirkung der Finanzkrise von 2008 war dramatisch. Sie hat Volkswirtschaften zum Wanken gebracht und damit Millionen menschlicher Schicksale gepr&auml;gt. Die Suche nach Schuldigen &ndash; oder gar einem S&uuml;ndenbock &ndash; ist daher verst&auml;ndlich und auch die Hoffnung, dass der eine oder andere f&uuml;r das angerichtete Leid und das Chaos zur Verantwortung gezogen werden kann. Mit der am Donnerstag vom US-Justizministerium ver&ouml;ffentlichten Entscheidung, die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Goldman Sachs im Bereich komplizierter Immobilien-Derivate (CDO) einzustellen, ist es nun unwahrscheinlich, dass Mitarbeiter der Bank noch ins Gef&auml;ngnis wandern oder anderweitig strafrechtlich belangt werden. Immerhin hat das Justizministerium &uuml;ber ein Jahr lang ermittelt und konnte sich zudem auf einen ausf&uuml;hrlichen Senatsbericht st&uuml;tzten. Dieser umfasst 646 Seiten und ist das Ergebnis von w&auml;hrend zweier Jahre ausgewerteten 56 Mio. Seiten E-Mails, Protokollen und Verkaufsprospekten. Es war eine der aufwendigsten Untersuchungen, die je in einem Kongressausschuss durchgef&uuml;hrt wurden. &ndash; Trotz dieser w&auml;hrend dreier Jahre betriebenen Jagd nach Beweisen kann Goldman Sachs kein strafrechtliches Vergehen nachgewiesen werden. Goldman Sachs&rsquo; Gesch&auml;ftsgebaren mag &laquo;sch&auml;big&raquo; gewesen sein, aber dennoch offenbar legal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/startseite\/unergiebige-suche-nach-einem-suendenbock-1.17464997\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nun, wenn etwas zum Himmel stinkt und dennoch legal ist, dann ist es Aufgabe des Gesetzgebers die Ursachen dieses Gestanks als Straftatbest&auml;nde zu formulieren- vor allem wenn der angerichtete Schaden so unermesslich gro&szlig; ist. Ganz abgesehen davon vermute ich ganz laienhaft, dass die Hauptschwierigkeit darin bestand, einen S&uuml;ndenbock zu finden, ohne gleich die halbe Wall Street mit denselben Anklagen zu konfrontieren. Insofern ist zu bezweifeln, ob das Justizministerium in seiner Entscheidung so frei war, wie es sein sollte. Vielleicht h&auml;tte man die 550 Mio. $-Busse von Goldman Sachs einem Spitzenanwalt wie David Boies f&uuml;r eine brandsichere Anklageschrift und das Verfahren selbst zahlen sollen. Angeblich soll manchmal soll der Markt effizienter sein als eine Beh&ouml;rde. &ndash; Ganz abgesehen von diesem spezifischen Fall h&auml;tte auch die Rolle der Gesetzgebung selbst und der Aufsichtsbeh&ouml;rden untersucht werden m&uuml;ssen. Die Deregulierung der Finanzm&auml;rkte ist ja nicht vom Himmel gefallen. Wer straft eigentlich die verantwortlichen Politiker ab? Die W&auml;hler, also wir?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Arm und Reich in NRW<\/strong><br>\nDie Kluft zwischen Arm und Reich wird gr&ouml;&szlig;er in NRW. W&auml;hrend die Reichen immer mehr Verm&ouml;gen und Einfluss anh&auml;ufen, w&auml;chst f&uuml;r die Armen der Schuldenberg. WDR 5 hat Fakten und Zahlen zusammengestellt, die Aufschluss geben &uuml;ber einen Prozess der Refeudalisierung.<br>\nDie Zahl der armutsgef&auml;hrdeten Menschen in NRW hat zugenommen: W&auml;hrend der Anteil der Armen an der Bev&ouml;lkerung 1996 noch 12,5 Prozent betrug, ist er 2005 auf 14,3 Prozent gestiegen. Das geht aus dem &ldquo;NRW Sozialbericht 2007&rdquo; hervor. Er enth&auml;lt die aktuellsten Zahlen des NRW-Sozialministeriums. An diesen Verh&auml;ltnissen hat sich auch in den folgenden Jahren nichts ge&auml;ndert, wie der Armutsbericht des Parit&auml;tischen Gesamtverbands von 2011 belegt. Selbst die Jahre mit starkem Wirtschaftswachstum (2006, 2007, 2010) haben demnach nicht zu einem R&uuml;ckgang der Armut gef&uuml;hrt. Besonders schlimm ist es laut Parit&auml;tischem im Ruhrgebiet: In Dortmund beispielsweise liegt die Armutsquote bei 19,7 Prozent. In ganz Deutschland sind nach dieser Quelle 14,5 Prozent der Bev&ouml;lkerung armutsgef&auml;hrdet. &Auml;hnliche Zahlen nennt das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie aus dem Jahr 2010: Rund 14 Prozent der Deutschen leben unter der Armutsschwelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/politikum\/2012\/august\/serie-nobel-geht-die-welt-zugrunde\/arm-und-reich-in-nrw.html\">WDR5 Politikum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vom Ende der Demokratie &ndash; Wohin f&uuml;hrt uns der globale Kapitalismus?<\/strong><br>\nDas Abendland ist dabei, seine &ouml;konomische und politische Vorherrschaft zu verlieren. Dieser externe Bedeutungsverlust hat auch interne Auswirkungen auf die Verfasstheit der politischen &Ouml;konomie. Wir befinden uns in einer &Uuml;bergangsphase, die vom langsamen Ende der Demokratie k&uuml;ndet.<br>\nSp&auml;testens die europ&auml;ische Krise zeigt es tagt&auml;glich: Das Prinzip der Deregulierung und Privatisierung, verbunden mit einer r&uuml;cksichtslosen prozyklischen Austerit&auml;tspolitik &ndash; eine Strategie, um im globalen Konkurrenzkampf nicht weiter an Boden zu verlieren &ndash; ist normativ und empirisch diskreditiert. Zumindest oberfl&auml;chlich, denn die tieferen Logiken dieser Politik wurden durch die Hegemonie des Neoliberalismus mit dem ausgehenden 20. Jahrhundert im Alltagsverstand der Menschen verankert.<br>\nUm es mit anderen Worten auzudr&uuml;cken: Es ist in der &Ouml;ffentlichkeit und auch weithin in akademischen Kreisen die banale Erkenntnis gereift, dass mit dem Spielregeln des neoliberalen Systems der fundamentalen Krise, die die westliche Welt aufzehrt, nicht beizukommen ist. Und mehr noch &ndash; die neoliberale Logik ist in den Augen vieler Beobachter sogar der Ausl&ouml;ser und Teil dieser Krise. Neoliberalismuskritik ist en vogue wie nie zuvor, und l&auml;ngst kein Alleinstellungsmerkmal der Linken mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2012\/08\/14\/vom-ende-der-demokratie\/\">le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Die Politik h&auml;lt sich raus&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber Rechtsbruch deutscher Discounter, Filialschlie&szlig;ungen bei Netto und eine erfolgreiche Kampagne von ver.di. Ein Gespr&auml;ch mit Katharina Wesenick<br>\nKatharina Wesenick betreut als ver.di-Gewerkschaftssekret&auml;rin u.a. die Netto-Besch&auml;ftigten in G&ouml;ttingen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/08-15\/050.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: K&auml;ufliche Konservative<\/strong><br>\n&Ouml;sterreichs Ex-Innenminister Ernst Strasser ist wegen Bestechlichkeit angeklagt. Gegen weitere Mitglieder der fr&uuml;heren &Ouml;VP-Regierung laufen Ermittlungsverfahren.<br>\nDie &Ouml;VP, der konservative Juniorpartner der &ouml;sterreichischen Bundesregierung, bekommt seit Wochen weit mehr Raum in den Medien als die Kanzlerpartei SP&Ouml;. Froh wird Parteichef und Vizekanzler Michael Spindelegger dar&uuml;ber nicht. Denn es sind fast ausschlie&szlig;lich Skandale, die die &Ouml;ffentlichkeit besch&auml;ftigen.<br>\nAls die Korruptionsstaatsanwaltschaft Ende letzter Woche Anklage wegen Bestechlichkeit gegen Exinnenminister Ernst Strasser erhob, war ein neuer Tiefpunkt erreicht. Spindelegger wird auf den Mann nicht gern angesprochen: &bdquo;Strasser ist lange nicht mehr in der Partei.&ldquo;<br>\nDas stimmt. Wenige Monate nachdem er von der &Ouml;VP als Delegationsleiter ins EU-Parlament geschickt wurde, sa&szlig; Strasser 2011 zwei Undercover-Journalisten der Sunday Times auf und bot sich an, gegen 100.000 Euro ein Gesetz in deren Interesse zu beeinflussen. Die heimlich aufgenommenen Videos, in denen Strasser mit seinen Lobbykontakten protzt, haben auf YouTube l&auml;ngst Kultstatus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!99638\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rechte stehen oft unbehelligt da<\/strong><br>\nTikozigalpa hei&szlig;t das einzige alternative Zentrum im Raum Wismar an der Ostsee. Man w&uuml;rde meinen, dass dessen bunte Projekte von der Stadt willkommen gehei&szlig;en und unterst&uuml;tzt werden. Aber das Gegenteil ist der Fall: Die jungen Anti-rechts-Aktivisten des Tikozigalpa f&uuml;hlen sich in ihrem Kampf gegen Rassismus von den Beh&ouml;rden alleingelassen. Immer wieder griffen Neonazis ihr alternatives Zentrum mit Steinen an &ndash; doch von der Polizei w&uuml;rden die Attacken als Kinderstreiche verharmlost. Das Beispiel ist nur eines von zahlreichen, das die angesehene Amadeu Antonio Stiftung in ihrem Bericht &ldquo;Kartell der Verharmloser&rdquo; schildert, der an diesem Dienstag in Berlin vorgestellt wird. &ldquo;Opfer rechter Gewalt, Beratungsstellen und Opfervereine k&auml;mpfen bundesweit gegen eine Mauer aus Ignoranz und Verharmlosung an &hellip; In vielen St&auml;dten existiert eine Kultur des Wegschauens.&rdquo; Von einer vielerorts anzutreffenden &ldquo;Opfer-T&auml;ter-Umkehr&rdquo; ist in dem Bericht die Rede. Fazit: Immer wieder bagatellisierten deutsche Beh&ouml;rden &ldquo;rechtsextremen Alltagsterror&rdquo; &ndash; und das, obwohl alle Parteien nach Auffliegen der rechtsextremen Terrorzelle NSU Ende 2011 beteuert hatten, f&uuml;r das Gegenteil einzutreten. Auch finanzielle und b&uuml;rokratische H&uuml;rden w&uuml;rden Initiativen, die sich f&uuml;r Demokratie und gegen Rassismus engagierten, in den Weg gestellt, so der Bericht der Amadeu Antonio Stiftung. Gleichzeitig hat der b&uuml;rokratische Aufwand in den vergangenen Jahren zugenommen. Der Th&uuml;ringer Beratungsverein Mobit berichtet, dass inzwischen eine von sechs Stellen daf&uuml;r draufgehe.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F08%2F14%2Fa0045&amp;cHash=3691c334ea\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/aktuelles\/das-kartell-der-verharmloser\/\">Amadeu-Antonio-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>David fragt, McAllister antwortet &ndash; DJV &uuml;bt scharfe Kritik<\/strong><br>\nDie CDU Niedersachsen bietet Anzeigenbl&auml;ttern ein vorgefertigtes Wortlaut-Interview an. Deutscher Journalisten-Verband: &ldquo;Plumper Versuch&rdquo;.<br>\nAus Sicht der Journalisten dienen Interviews vor allem dazu, Positionen von Politikern zu hinterfragen. Der nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident und CDU-Landesvorsitzende David McAllister hat kaum f&uuml;nf Monate vor der Landtagswahl einen Weg gesucht und gefunden, kritische Fragen zu vermeiden und sich besonders sch&ouml;n zu pr&auml;sentieren. Die CDU-Landesgesch&auml;ftsstelle hat allen Anzeigenbl&auml;ttern im Land ein fertiges Wortlaut-Interview kostenlos zur Verf&uuml;gung gestellt &ndash; inklusive Bildern.<br>\nDavid fragt und McAllister antwortet &ndash; mindestens der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) empfindet das als &auml;u&szlig;erst dreist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/kultur-live\/article2368110\/David-fragt-McAllister-antwortet-DJV-uebt-scharfe-Kritik.html\">Hamburger Abendblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ach Gottchen, nun emp&ouml;ren sie sich wieder, die Hohepriester des Qualit&auml;tsjournalismus. Nat&uuml;rlich ist McAllisters Interview-Vordruck dreist, er d&uuml;rfte sich aber in puncto &bdquo;kritisches Hinterfragen&ldquo; in keinem Deut von den Gef&auml;lligkeits-Interviews unterscheiden, mit denen die angeschriebenen Anzeigenbl&auml;tter ansonsten die lokalen Honoratioren bauchpinseln. Stattdessen sollte der DJV lieber einmal deutliche Stellung zur immer weiter reichenden Vermischung von PR und redaktionellen Inhalten beziehen, der &ndash; nicht nur &ndash; in diesen Anzeigenbl&auml;ttern an der Tagesordnung ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein wunderbares Versprechen<\/strong><br>\nWer nat&uuml;rlich nur die Gelder sieht, der kann leicht die Einschr&auml;nkung des Sozialstaates fordern. Es handelt sich aber um erheblich mehr. Die Transferleistungen, die flie&szlig;en, sind nur das Mittel zum Zweck, Mittel f&uuml;r Sicherheit, Frieden und den eigenen Anspruch, Teilhabe am Wohlstand zu erm&ouml;glichen. Leute wie Gauck sehen nur dieses Mittel, der Zweck ist ihnen schleierhaft &ndash; sie sind so auf Zahlenwerte fixiert, dass sie die wahren Werte des Sozialstaates gar nicht mehr zu erkennen verm&ouml;gen. Der Sozialstaat ist nicht nur Geldleistung, die auf Konten gutgeschrieben wird &ndash; er ist vern&uuml;nftig und mitmenschlich, spricht die Ratio wie das Gem&uuml;t an; sicher ist er jedoch kein Sentimentalit&auml;t, die sich die Gesellschaft leistet. So sehen das Leute wie Gauck zuweilen, wenn sie von Transferleistungen sprechen &ndash; sie sagen mit so einem Unterton, der h&ouml;rbar macht, dass sie dieses Geld an die Bed&uuml;rftigkeit als sentimentale Opfergabe werten. Das ist dumm und spiegelt nicht wider, was Sozialstaat wirklich ist. Und weil er so viel mehr ist, gilt es ihn nicht einzuschr&auml;nken, sondern ihn zu st&auml;rken und dort auszubauen, wo immer es m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/08\/ein-wunderbares-versprechen.html\">Ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Oben hui, unten pfui<\/strong><br>\nWie viel Schulberichte braucht dieses Land, um die Bildungsarmut zu bek&auml;mpfen? Diese Frage stellt sich umso dringlicher nach der j&uuml;ngsten Studie. Denn der &bdquo;Bildungsmonitor&ldquo; der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bringt das Problem des Bildungswesens auf den Punkt: oben hui, unten pfui. Die B&uuml;rgerkinder haben ihre Pisaschock-Lektion gelernt, bei den Bildungsverlierern kommen wir nicht weiter.<br>\nWenn die Republik imstande ist, ihre Akademiker- und Studentenquote um 12 Prozent zu steigern, dann ist das wichtig und zu begr&uuml;&szlig;en. Wenn das Land aber gleichzeitig den Wert f&uuml;r Bildungsarmut nur um 2 Prozent verbessern kann, dann ist das mehr als schlecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!99628\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-14160","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14160","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14160"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14160\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14163,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14160\/revisions\/14163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}