{"id":141615,"date":"2025-11-06T10:00:35","date_gmt":"2025-11-06T09:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141615"},"modified":"2025-11-07T07:23:41","modified_gmt":"2025-11-07T06:23:41","slug":"ein-kaefig-voller-keime-die-massentierhaltung-bedroht-artenvielfalt-natur-und-mensch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141615","title":{"rendered":"Ein K\u00e4fig voller Keime &#8211; Die Massentierhaltung bedroht Artenvielfalt, Natur und Mensch"},"content":{"rendered":"<p>Die in Deutschland und Europa grassierende Vogelgrippe steuert auf eine neue Rekordsaison zu. Einmal mehr gibt es das gro&szlig;e Sterben in der Natur und in den Gro&szlig;st&auml;llen der Gefl&uuml;gelindustrie. &Uuml;ber die Ursachen des Desasters herrscht weitgehend Konsens, &uuml;ber die Konsequenzen ebenso. Die Politik l&auml;sst dem Kommerz trotzdem freien Lauf. Union und SPD wollen sogar mehr davon. Schlecht bekomm&rsquo;s. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5572\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-141615-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Ein_Kaefig_voller_Keime_Die_Massentierhaltung_bedroht_Artenvielfalt_Natur_und_Mensch_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Ein_Kaefig_voller_Keime_Die_Massentierhaltung_bedroht_Artenvielfalt_Natur_und_Mensch_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Ein_Kaefig_voller_Keime_Die_Massentierhaltung_bedroht_Artenvielfalt_Natur_und_Mensch_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Ein_Kaefig_voller_Keime_Die_Massentierhaltung_bedroht_Artenvielfalt_Natur_und_Mensch_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=141615-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Ein_Kaefig_voller_Keime_Die_Massentierhaltung_bedroht_Artenvielfalt_Natur_und_Mensch_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251106_Ein_Kaefig_voller_Keime_Die_Massentierhaltung_bedroht_Artenvielfalt_Natur_und_Mensch_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Kraniche fallen tot vom Himmel oder verenden elendig in Seen, Teichen oder Feuchtgebieten. Dazu Berge von Gefl&uuml;gelkadavern, in Containern entsorgt, nachdem die Tiere im Gas qualvoll den Erstickungstod gestorben sind. Es ist kein sch&ouml;ner Anblick, der sich dieser Tage in freier Natur oder auf dem Fernsehbildschirm im heimischen Wohnzimmer bietet. Aber wohl einer, an den man sich wird gew&ouml;hnen m&uuml;ssen. Die Vogelgrippe fegt seit mehreren Wochen &uuml;ber weite Teile Deutschlands, Europas und Nordamerikas hinweg. Es ist schon jetzt die drittschwerste Welle, die die BRD seit dem ersten Auftreten der Variante H5N1 vor bald 30 Jahren erfasst hat. Die schlimmsten Seuchenz&uuml;ge hatte es 2021 und 2022 gegeben. Vor vier Jahren hatte der Erreger nach amtlichen Zahlen 286 Gefl&uuml;gelfarmen, Zoos und private Haltungen befallen, und zwei Millionen H&uuml;hner, Puten und Enten wurden von Menschenhand get&ouml;tet, nebst zahllosen Wildv&ouml;geln, die das Virus niederstreckte.<\/p><p>Allerdings grassierte die Vogelgrippe in den zur&uuml;ckliegenden zehn Jahren noch nie so fr&uuml;h in der Saison wie diesmal. Zwischen Ende August und Mitte Oktober registrierten Beh&ouml;rden Ausbr&uuml;che in zehn EU-Staaten. Mittlerweile sind Nutztierbest&auml;nde in &uuml;ber 20 europ&auml;ischen L&auml;ndern betroffen, in mehr als 30 wurden F&auml;lle der hochpathogenen Avi&auml;ren Influenza (HPAI) in freier Wildbahn best&auml;tigt. Daneben wurde bei einer M&ouml;we auf Madeira, der portugiesischen Inselgruppe vor der Nordwestk&uuml;ste Afrikas, das stark toxische H7-Virus nachgewiesen. Auch das ein Novum. Hierzulande hat die Seuche bis dato &uuml;ber 100 landwirtschaftliche Gefl&uuml;gelfarmen heimgesucht, schwerpunktm&auml;&szlig;ig in Norddeutschland, etwa Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Deutlich mehr als eine halbe Million Tiere sind get&ouml;tet worden. Aber ebenso in S&uuml;ddeutschland, in Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern, geht das Virus inzwischen um. Zu bef&uuml;rchten ist, dass bei anhaltender Intensit&auml;t der &bdquo;Rekord&ldquo; von 2021 demn&auml;chst gebrochen wird.<\/p><p><strong>Kranich ist schuld!?<\/strong><\/p><p>Wie immer bei solchen Ereignissen stellt sich die Schuldfrage. F&uuml;r die Gefl&uuml;gelindustrie ist der Fall klar: Der Erreger wurde von Wildv&ouml;geln eingeschleppt und hat von dort auf die Zuchtbetriebe &uuml;bergegriffen. Allerdings h&auml;lt das Gros der Experten dagegen. Demnach werden die Viren vor allem in den gro&szlig;en kommerziellen Gefl&uuml;gelfarmen freigesetzt und bahnen sich von dort den Weg in die Natur. Daf&uuml;r spricht schon die Historie: Tats&auml;chlich ist H5N1 im Jahr 1996 erstmals in einer Gefl&uuml;gelzucht in S&uuml;dchina aufgetaucht, in der viele Enten in halbwilder Freilandhaltung auf engem Raum gehalten wurden. Vermutlich trat das Virus von dort aus seinen Vernichtungsfeldzug mit Hunderten Millionen Opfern um die Erde an.<\/p><p>Auch aktuell gibt es Indizien, die diese Version st&uuml;tzen. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) ist das Virus schon <a href=\"https:\/\/brandenburg.nabu.de\/tiere-und-pflanzen\/voegel\/36676.html\">&bdquo;in f&uuml;nf Bundesl&auml;ndern in 15 Gefl&uuml;gelhaltungen&ldquo;<\/a> festgestellt worden, ehe die ersten Kraniche verstarben. Die Entl&uuml;ftungen der Tierfabriken und das Ausbringen von Gefl&uuml;geldung auf die Mais&auml;cker seien m&ouml;gliche Ausbreitungswege. &bdquo;Hingegen fliegt kein Kranich in eine geschlossene Stallung und verbreitet dort das Virus.&ldquo; Das klingt logisch. Wahrscheinlich sind Kraniche und andere Wildv&ouml;gel nicht die &Uuml;berbringer der Gefl&uuml;gelpest, sondern ihre ersten Opfer. Sie halten sich in diesen Wochen zu Hunderttausenden in Deutschland auf, um auf ihrer Route aus den osteurop&auml;ischen Brutgebieten in ihr Winterquartier im warmen S&uuml;den zu rasten und Kraft f&uuml;r die Weiterreise zu tanken. Stattdessen finden sie in Massen den Tod.<\/p><p><strong>Australien abgenabelt <\/strong><\/p><p>Aber weshalb richtet die Vogelgrippe speziell in der n&ouml;rdlichen Hemisph&auml;re so viel Unheil an? Australien zum Beispiel blieb bisher komplett verschont, obwohl auch dort allj&auml;hrlich sehr viele Zugv&ouml;gel, aus der Arktis kommend, anlanden. Das lenkt den Verdacht auf eine andere, vielleicht die schwerwiegendste Quelle der Seuche. Der f&uuml;nfte Kontinent importiert nur sehr geringe Mengen an Gefl&uuml;gel aus &Uuml;bersee, &uuml;ber 99 Prozent des Verbrauchs werden aus heimischer Produktion gedeckt. Dahinter stehen strenge Einfuhrbestimmungen zum Schutz von Natur, Tierwelt und Verbrauchern vor Sch&auml;dlingen und Krankheiten. Wo dagegen solche Regeln fehlen, hat H5N1 augenscheinlich leichtes Spiel.<\/p><p>Viele Wissenschaftler sehen deshalb im weltumspannenden Netz aus legalem Gefl&uuml;gelhandel und illegalem Wildtierschmuggel den Hauptherd f&uuml;r globale Epidemien. Auch die renommierte britische Naturschutzbiologin Diana Bell hat keinen Zweifel: &bdquo;Milliarden von V&ouml;geln werden so jedes Jahr rund um den Globus bewegt &ndash; eine menschengemachte Vogelwanderung.&ldquo; Wie sie in einem Interview mit der Zeitschrift <em>Spektrum der Wissenschaft<\/em> im M&auml;rz 2024 (hinter Bezahlschranke) erkl&auml;rte, seien bei Ausbr&uuml;chen in vielen L&auml;ndern illegale Einfuhren als Ursache nachgewiesen worden, beispielsweise in Gro&szlig;britannien, Kanada oder Italien. Selbst die ersten vor 30 Jahren von China ausgehenden F&auml;lle im Westen seien so zu erkl&auml;ren, weil die Zugv&ouml;gel zu der fraglichen Jahreszeit&nbsp; &bdquo;in eine ganz andere Richtung&ldquo; unterwegs seien. &bdquo;Es ist eben einfacher, wilde V&ouml;gel verantwortlich zu machen, als sich mit einer Milliardenbranche wie der Gefl&uuml;gelindustrie anzulegen.&ldquo;<\/p><p><strong>Erreger aus dem Brutkasten <\/strong><\/p><p>Die moderne Massentierhaltung bietet &bdquo;optimale&ldquo; Bedingungen zur Entstehung und Verbreitung von Viren. Mast- und Legefabriken mit Tausenden, Zehntausenden und mehr Federvieh auf engstem Raum bei mangelnder Hygiene und exzessivem Medikamenteneinsatz sind Brutst&auml;tten f&uuml;r alle m&ouml;glichen Keime. Die Tiere sind permanent gestresst und als &bdquo;Laborz&uuml;chtungen&ldquo; genetisch sehr gleichf&ouml;rmig, was einen Massenbefall mit Erregern und die Bildung von Mutationen beg&uuml;nstigt. W&auml;hrend jedoch Wildv&ouml;gel f&uuml;r die Nahrungssuche zu geschw&auml;cht sind und rasch zugrunde gehen, werden infizierte Nutztiere weiter gef&uuml;ttert. So k&ouml;nnen Viren auch in angeschlagenen Wirten &uuml;berleben und so auf Artgenossen &uuml;bergreifen. &bdquo;Wenn man so will, wird diese hochpathogene Variante vom Menschen in der Gefl&uuml;gelzucht k&uuml;nstlich am Leben gehalten&ldquo;, zitierte <em>Spektrum der Wissenschaft<\/em> in einem Bericht vom Montag (hinter Bezahlschranke) den Tiermediziner Oliver Krone vom Leibniz-Institut f&uuml;r Zoo- und Wildtierforschung (IZW).<\/p><p>Die Wege der Keime aus den Gefl&uuml;gelfarmen ins Freie sind vielf&auml;ltig, wie <a href=\"https:\/\/albert-schweitzer-stiftung.de\/aktuell\/massentierhaltung-epidemien-vogelgrippe#mbe\">in einem neueren Beitrag<\/a> der &bdquo;Albert Schweitzer Stiftung f&uuml;r unsere Mitwelt&ldquo; zu lesen ist. Neben dem Handel mit Tieren und Tierprodukten kommen kontaminierte Personen, Gegenst&auml;nde, Streu und Futtermittel aus betroffenen Betrieben in Betracht. Das Forschungsprojekt Delta FLU der Europ&auml;ischen Union, koordiniert vom deutschen Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), kam 2023 zum Ergebnis, dass menschliche Aktivit&auml;ten h&auml;ufig die Ursache f&uuml;r neue Ausbr&uuml;che sind. Die EU-Agentur f&uuml;r Lebensmittelsicherheit EFSA stellte f&uuml;r einen Dreimonatszeitraum im Jahr 2022 fest, dass 86 Prozent der Ausbr&uuml;che in Europa &bdquo;sekund&auml;r auf die Ausbreitung des HPAI-Virus zwischen den Betrieben zur&uuml;ckzuf&uuml;hren waren&ldquo;.<\/p><p><strong>Gefahr r&uuml;ckt n&auml;her <\/strong><\/p><p>Auch eine Task-Force der Vereinten Nationen unter Beteiligung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt die landwirtschaftliche Vogelhaltung als Ursprung der aktuellen Gefl&uuml;gelpest. In einem Beitrag auf den Webseiten der EU-Kommission aus dem Jahr 2023 wird der Ursprung der Seuche auf 1996 in China datiert als &bdquo;Folge der raschen Expansion des kommerziellen Enten- und Gefl&uuml;gelsektors&ldquo;. Sie habe dann auf Wildv&ouml;gel und <a href=\"https:\/\/projects.research-and-innovation.ec.europa.eu\/en\/horizon-magazine\/bird-flu-surges-europe-race-stop-spread\">&bdquo;in seltenen F&auml;lle auf Menschen&ldquo;<\/a> &uuml;bergegriffen. Sp&auml;testens hier wird die Bedrohung greifbar. Tats&auml;chlich gibt es bis heute schon weit &uuml;ber 400 menschliche Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit H5N1. Im Falle einer Infektion ist die Mortalit&auml;t beachtlich hoch. Betroffen sind zumeist Personen in engem Kontakt zu landwirtschaftlich gehaltenen V&ouml;geln. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht nachgewiesen und wird unter Forschern, Stand jetzt, f&uuml;r unwahrscheinlich erachtet.<\/p><p>Eine Sicherheit f&uuml;r alle Zeiten ist das nicht. Nicht nur deutet ein Massensterben unter Nerzen in einer spanischen Pelzfarm im Oktober 2022 darauf hin, dass H5N1 sehr wohl von S&auml;uger auf S&auml;uger &uuml;berspringen kann. Todesf&auml;lle gab es auch schon bei Katzen, B&auml;ren, Waschb&auml;ren, F&uuml;chsen, Ottern, Robben, Kleinwalen und Seeelefanten. Be&auml;ngstigend ist aber vor allem die Lage in der Vogelwelt, wo es immer mehr Gattungen trifft: Seeschwalben, M&ouml;wen, Kormorane, Basst&ouml;lpel, Schw&auml;ne, Fasane, Greifv&ouml;gel. Mit jeder neuen Welle, zumal bei gr&ouml;&szlig;erer H&auml;ufung, werden mehr Tiere weggerafft und geraten mehr Arten in Gefahr. So als setzten ihnen schrumpfende Lebensr&auml;ume, Verschmutzung und der Klimawandel nicht schon schwer genug zu.<\/p><p><strong>Freiraum statt Panzer <\/strong><\/p><p>Und dann sind da noch die Massen an Zuchttieren, die bei Verdacht vorsorglich ausgel&ouml;scht werden. Wenn in einem der g&auml;ngigen Riesenst&auml;lle nur ein K&uuml;ken erkrankt ist, werden mit ihm Zehntausende in den Tod geschickt. Das ist allemal billiger, als sie zu impfen und tier&auml;rztlich zu &uuml;berwachen. Schonung verspricht bei Gefahr im Verzug nur die Aufstallung, indem auch alle Freiland- und Bioh&uuml;hner in K&auml;fige gepfercht werden, ohne Frischluft und Tageslicht. Vielleicht zeitigt die Sache aber auch etwas Gutes und st&ouml;&szlig;t ein allgemeines Umdenken an. Die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung <\/em>kommentierte dazu treffend: &bdquo;F&uuml;r den Moment lenkt diese Trag&ouml;die die Aufmerksamkeit darauf, dass es hierzulande nicht nur Putensteaks, H&auml;hnchenkeulen und Entenbrust gibt, sondern tats&auml;chlich auch Puten, H&uuml;hner und Enten.&ldquo; Die werden schlie&szlig;lich auch in Normalzeiten gequ&auml;lt und im Eilverfahren auf Schlachtreife oder maximale Eierzahl hochgez&uuml;chtet. Blo&szlig; nimmt kaum einer Notiz davon.<\/p><p>Die Frage ist, ob wir diesen Preis und die vielen &ouml;kologischen Verw&uuml;stungen, die die Massentierhaltung provoziert, weiter zahlen wollen &ndash; nur weil uns ein Brath&auml;hnchen f&uuml;r f&uuml;nf Euro so wichtig ist. Gefragt ist dabei zuallererst die Politik, die endlich die Weichen auf einen nachhaltigen Umgang mit Tier und Natur stellen muss. Jedes Jahr Vogelgrippe wird auf lange Sicht teurer als eine gezielte F&ouml;rderung kleinb&auml;uerlicher Strukturen mit &uuml;berschaubaren Best&auml;nden, die ein Leben in W&uuml;rde leben d&uuml;rfen, und Bem&uuml;hungen in Richtung einer allgemeinen Lebensstil&auml;nderung, die Flora und Fauna schont. Es geht nicht darum, den Menschen vorzuschreiben, was sie zu essen haben, sondern sie in die Lage zu versetzen, sich bewusster und ges&uuml;nder zu ern&auml;hren. Dazu kann ein ma&szlig;voller Konsum von qualitativ besserem Fleisch geh&ouml;ren. Mit nur ein paar Milliarden Euro, die man nicht in Panzer und Drohnen steckt, w&auml;re in der Hinsicht schon vieles zu bewegen.<\/p><p>Nicht mit dieser Bundesregierung: Die ist im Begriff, all das abzur&auml;umen, was in puncto nachhaltiger Tierhaltung wenigstens in Ans&auml;tzen in die richtige Richtung h&auml;tte gehen k&ouml;nnen. Und sie will, dass die deutsche Fleischbranche noch mehr exportiert und daf&uuml;r noch mehr Vieh ausbeutet. Solche Politiker zu w&auml;hlen oder es zu lassen, k&ouml;nnte in vielleicht gar nicht so ferner Zukunft zu einer &Uuml;berlebensfrage werden. Mindestens aber zu einer Frage des guten Geschmacks.<\/p><p><small>Titelbild: PeopleImages\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/97955abef4594dc4945fb32e31cd0acb\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die in Deutschland und Europa grassierende Vogelgrippe steuert auf eine neue Rekordsaison zu. Einmal mehr gibt es das gro&szlig;e Sterben in der Natur und in den Gro&szlig;st&auml;llen der Gefl&uuml;gelindustrie. &Uuml;ber die Ursachen des Desasters herrscht weitgehend Konsens, &uuml;ber die Konsequenzen ebenso. Die Politik l&auml;sst dem Kommerz trotzdem freien Lauf. 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