{"id":141628,"date":"2025-11-06T11:00:37","date_gmt":"2025-11-06T10:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141628"},"modified":"2025-11-07T07:23:28","modified_gmt":"2025-11-07T06:23:28","slug":"politischer-skandal-hat-die-bundesregierung-vor-dem-internationalen-gerichtshof-in-den-haag-gelogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141628","title":{"rendered":"\u201ePolitischer Skandal\u201c &#8211; Hat die Bundesregierung vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gelogen?"},"content":{"rendered":"<p>Aus einer Stellungnahme des Verteidigungsministeriums an das Verwaltungsgericht K&ouml;ln geht hervor, dass die Bundesregierung ihre Aussagen zu Waffenlieferungen an Israel in dem Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) wegen mutma&szlig;licher Beihilfe zum V&ouml;lkermord im Gazastreifen in R&uuml;cksprache und Einvernehmen mit Israel get&auml;tigt hat. Entsprechende Dokumente liegen unter anderem dem <em>STERN<\/em> und <em>Drop Site News<\/em> vor. Die Dokumente des BMVg lassen nach Einsch&auml;tzung von konsultierten V&ouml;lkerrechtsexperten zudem Zweifel aufkommen, ob das Ausw&auml;rtige Amt vor dem IGH im April 2024 vollst&auml;ndig und vollumf&auml;nglich die Wahrheit gesagt hat. Die <em>NachDenkSeiten<\/em> hatten vor diesem Hintergrund einige Fragen an das Verteidigungs- und Au&szlig;enministerium. Von <strong>Florian Warweg<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5813\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-141628-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Politischer_Skandal_Hat_die_Bundesregierung_vor_dem_Internationalen_Gerichtshof_in_Den_Haag_gelogen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Politischer_Skandal_Hat_die_Bundesregierung_vor_dem_Internationalen_Gerichtshof_in_Den_Haag_gelogen_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Politischer_Skandal_Hat_die_Bundesregierung_vor_dem_Internationalen_Gerichtshof_in_Den_Haag_gelogen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Politischer_Skandal_Hat_die_Bundesregierung_vor_dem_Internationalen_Gerichtshof_in_Den_Haag_gelogen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=141628-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251106_Politischer_Skandal_Hat_die_Bundesregierung_vor_dem_Internationalen_Gerichtshof_in_Den_Haag_gelogen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251106_Politischer_Skandal_Hat_die_Bundesregierung_vor_dem_Internationalen_Gerichtshof_in_Den_Haag_gelogen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/n3AfX_UXM04\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p><p><strong>Wie alles anfing &hellip;<\/strong><\/p><p>Am 1. Februar 2024 ver&ouml;ffentlichte die Regierung Nicaraguas, die bereits 1984 eine Klage gegen die USA vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) wegen des von den USA initiierten und finanzierten Contra-Krieges mit Abertausenden von ermordeten Zivilisten sowie der Verminung seiner Seeh&auml;fen <a href=\"https:\/\/www.ila-web.de\/de\/ausgaben\/156\/die-usa-auf-der-anklagebank-schuldig\">gewonnen hatte<\/a>, ein Kommuniqu&eacute;, in dem sie <a href=\"https:\/\/www.el19digital.com\/articulos\/ver\/titulo:148879-gobierno-de-nicaragua-impedir-y-detener-el-genocidio-en-palestina\">erkl&auml;rte<\/a>, dass sie erste Schritte eingeleitet hat, um Deutschland vor dem h&ouml;chsten UN-Gericht wegen &bdquo;Beihilfe zum V&ouml;lkermord in Gaza&ldquo; anzuklagen. Am 1. M&auml;rz 2024 reichte das mittelamerikanische Land dann offiziell Klage gegen Deutschland ein (die <em>NachDenkSeiten<\/em> berichteten u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112660\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110772\">hier<\/a>) und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=136489\">begr&uuml;ndete<\/a> diese ausf&uuml;hrlich &ndash; unter anderem mit Verweis auf die massive finanzielle und milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Israel. <\/p><p>Zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 13. Mai 2025 hatte die Bundesregierung <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/waffen-fuer-israel--hat-die-regierung-nur-die-halbe-wahrheit-gesagt--36171758.html\">nachweislich<\/a> Ausfuhrgenehmigungen f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter nach Israel im Wert von 485,1 Millionen Euro bewilligt. <\/p><p><strong>Zweifel an der Wahrhaftigkeit der Aussagen des Ausw&auml;rtigen Amtes vor dem IGH<\/strong><\/p><p>Am 8. und 9. April 2024 fanden die ersten Anh&ouml;rungen vor dem IGH statt. In diesem Rahmen kritisierte ein Vertreter Nicaraguas die mutma&szlig;liche Lieferung von 10.000 Schuss 120-Millimeter-Pr&auml;zisionsmunition f&uuml;r israelische Panzer aus Bundeswehrbest&auml;nden, die auf eine Anfrage Israels zur&uuml;ckgehe. <\/p><p>Die deutsche Hauptvertreterin vor dem IGH, die Spitzendiplomatin und von 2019 bis 2022 Vizepr&auml;sidentin des Bundesnachrichtendienstes, Tania Ruth Hilde Freiin von Uslar-Gleichen, best&auml;tigte am n&auml;chsten Tag in Den Haag die Anfrage Israels nach der Panzermunition, betonte aber, diese werde &bdquo;noch gepr&uuml;ft&ldquo;. Im weiteren Verlauf <a href=\"https:\/\/www.dropsitenews.com\/p\/exclusive-germany-coordinated-icj-testimony-israel-arms-genocide\">erkl&auml;rte<\/a> sie, die Bundeswehr h&auml;tte seit 2023 keine Waffen oder Munition mehr an Israel geliefert und verk&uuml;ndete abschlie&szlig;end: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die einzigen G&uuml;ter, die die deutsche Bundeswehr an Israel liefert, sind medizinische Hilfsg&uuml;ter und Helme.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Doch interne Dokumente des Verteidigungsministeriums (BMVg), die k&uuml;rzlich durch einen presserechtlichen Antrag beim Verwaltungsgericht K&ouml;ln erlangt worden sind, werfen Fragen &uuml;ber die Vollst&auml;ndigkeit dieser Angaben der AA-Vertreterin vor dem IGH auf. Denn aus diesen Dokumenten, die <em>Stern <\/em>und<em> Dropsite News<\/em> vorliegen, geht hervor, dass sich die Bundesregierung vor ihrer Aussage vor dem IGH mit der Kriegspartei Israel abgesprochen hat. In dem internen Dokument des BMVg hei&szlig;t es dazu unter anderem, &bdquo;im Einvernehmen mit dem betroffenen Staat [Israel] beschlossen, f&uuml;r die Anh&ouml;rung in Den Haag &hellip;&ldquo;. <\/p><p>Die Bundesregierung hat diesen internen Dokumenten zufolge &bdquo;im Einvernehmen&ldquo; mit Israel entschieden, was im Verfahren vor dem IGH offengelegt wird und was nicht. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts K&ouml;ln vom 26. Mai 2025 best&auml;tigt dies, wie der <em>Stern<\/em> in seiner entsprechenden Berichterstattung unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/waffen-fuer-israel--hat-die-regierung-nur-die-halbe-wahrheit-gesagt--36171758.html\">&bdquo;WAFFEN F&Uuml;R ISRAEL &ndash; Hat die Bundesregierung vor Gericht nur die halbe Wahrheit gesagt?&ldquo;<\/a> ausf&uuml;hrt.<\/p><p>In dieser Stellungnahme des Gerichts hei&szlig;t es, dass die Aussage der Bundesregierung vor dem IGH in Den Haag, es seien nur &bdquo;Sanit&auml;tsmaterial und Helme&ldquo; aus Bundeswehrbest&auml;nden geliefert worden, &bdquo;nach Angaben der Antragsgegnerin [des Bundesverteidigungsministeriums] im Einvernehmen mit dem Staat Israel&ldquo; erfolgte.<\/p><p>Angaben aus Lieferungen direkt aus Bundeswehr-Best&auml;nden an Israel, sogenannte &bdquo;L&auml;nderabgaben&ldquo;, k&ouml;nnten dabei, so die Argumentation des Verteidigungsministeriums &bdquo;aus Gr&uuml;nden der vertraglich vereinbarten Vertraulichkeit&ldquo; nicht offenbart werden, da die Offenlegung solcher Informationen das Vertrauen zwischen Deutschland und Israel erheblich beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnte. <\/p><p>In einem fr&uuml;heren Schreiben des BMVg, datiert auf den 15. Januar 2025 hei&szlig;t es zudem, die in dem presserechtlichen Antrag &bdquo;erfragten differenzierten Informationen &uuml;ber Bundeswehrausfuhren&ldquo; seien &bdquo;in dem Verfahren vor dem IGH nicht offengelegt&ldquo; worden.<\/p><p>Die Investigativ-Plattform <em>Dropsite News<\/em> <a href=\"https:\/\/www.dropsitenews.com\/p\/exclusive-germany-coordinated-icj-testimony-israel-arms-genocide\">erw&auml;hnt<\/a> zudem noch ein weiteres internes Schreiben des Ministeriums unter Leitung von Boris Pistorius vom 23. Juli 2025, in dem in diesem Zusammenhang auf eine &bdquo;Vertraulichkeitsvereinbarung&ldquo; mit Israel verwiesen wird. <\/p><p><strong>Prominente Kritik am Vorgehen der Bundesregierung vor dem IGH: &bdquo;Politischer Skandal&ldquo;<\/strong><\/p><p>Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) kritisiert auf Anfrage des <em>Sterns <\/em>die Art der Informationspolitik der Bundesregierung vor dem IGH. Wenn die Bundesregierung erkl&auml;re, &bdquo;es seien vor dem IGH Angaben zu L&auml;nderabgaben nur im Einvernehmen mit Israel get&auml;tigt worden&ldquo;, erscheine es &bdquo;m&ouml;glich, dass die genannten G&uuml;ter doch nicht die einzigen, sondern nur die einzigen mitgeteilten G&uuml;ter waren&ldquo;. Somit w&auml;re wom&ouml;glich &bdquo;nur ein Teil der Informationen zu den L&auml;nderabgaben preisgegeben&ldquo; worden &ndash; nur solche, mit deren Bekanntmachung Israel einverstanden war.<\/p><p>Gegen&uuml;ber <em>Dropsite News<\/em> <a href=\"https:\/\/www.dropsitenews.com\/p\/exclusive-germany-coordinated-icj-testimony-israel-arms-genocide\">erkl&auml;rte<\/a> Matthias Goldmann, Professor f&uuml;r Internationales Recht an der EBS Universit&auml;t f&uuml;r Wirtschaft und Recht, sollte Deutschland vor dem IGH tats&auml;chlich &bdquo;unvollst&auml;ndige oder falsche Angaben gemacht haben&ldquo;, w&uuml;rde dies &bdquo;die deutschen Doppelstandards in aller Deutlichkeit offenbaren und damit die Glaubw&uuml;rdigkeit Deutschlands und den Einsatz f&uuml;r die regelbasierte Weltordnung infrage stellen&ldquo;. Dies w&auml;re laut seiner Einsch&auml;tzung &bdquo;ein politischer Skandal&ldquo; und &bdquo;ein Affront gegen ein internationales Gericht&ldquo;. <\/p><p><strong>Auszug aus dem Wortprotokoll der Regierungspressekonferenz vom 5. November 2025<\/strong><\/p><p><strong>Frage Warweg<\/strong><br>\nAus einer Stellungnahme des Verteidigungsministeriums an das Verwaltungsgericht K&ouml;ln geht hervor, dass die Bundesregierung ihre Aussagen zu Waffenlieferungen an Israel in dem Verfahren vor dem IGH wegen mutma&szlig;licher Beihilfe zum V&ouml;lkermord im Gazastreifen in R&uuml;cksprache und Einvernehmen mit Israel get&auml;tigt hat. Entsprechende Dokumente liegen unter anderem dem &bdquo;Stern&ldquo; und &bdquo;Drop Site News&ldquo; vor. Da w&uuml;rde mich zun&auml;chst interessieren: Wie und wieso hat die Bundesregierung ihre Aussagen vor dem IGH mit der Kriegspartei Israel abgestimmt? Die Frage geht an das BMVG und das AA.<\/p><p><strong>M&uuml;ller (BMVg)<\/strong><br>\nHerr Warweg, Sie waren vielleicht nicht da und haben das vielleicht nicht mitbekommen &ndash; &ndash; &ndash;<\/p><p><strong>Zusatzfrage Warweg<\/strong><br>\nDoch, ich habe das Protokoll gelesen. Da haben Sie aber nichts dazu gesagt.<\/p><p><strong>M&uuml;ller (BMVg)<\/strong><br>\nGenau. &ndash; Wir haben auch dazu nichts zu sagen, weil das Verfahren, das Sie angesprochen haben, noch l&auml;uft. Deswegen kann ich hierzu keine Aussage treffen.<\/p><p><strong>Giese (AA)<\/strong><br>\nDas wird &uuml;berall so gehalten, auch im Ausw&auml;rtigen Amt.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Warweg<\/strong><br>\nDie Dokumente des BMVg lassen nach Einsch&auml;tzung von konsultierten V&ouml;lkerrechtsexperten Zweifel aufkommen, dass das Ausw&auml;rtige Amt vor dem IGH im April 2024 vollst&auml;ndig und vollumf&auml;nglich ausgesagt hat, was die Art der Waffenlieferungen an Israel angeht. Sie m&ouml;gen sich erinnern: Die AA-Vertreterin hat damals dargelegt, dass aus Bundeswehrbest&auml;nden &uuml;ber die sogenannten L&auml;nderabgaben ausschlie&szlig;lich medizinische Hilfsger&auml;te und Helme geliefert w&uuml;rden. K&ouml;nnen das Ausw&auml;rtige Amt und das BMVg nach heutigem Kenntnisstand vollumf&auml;nglich ausschlie&szlig;en, dass die Bundeswehr 2023 auch Waffen oder Munition aus Bundeswehrbest&auml;nden an Israel geliefert hat?<\/p><p><strong>M&uuml;ller (BMVg)<\/strong><br>\nWir hatten das Thema Waffenlieferungen hier schon h&auml;ufig. Sie wissen, wie unsere Kommunikation dazu ist, n&auml;mlich dass immer eine Einzelfallpr&uuml;fung stattfindet, die dann auch die Belange des Bundesicherheitsrats [sic] betrifft, und dass wir dazu auch nur eingestufte Informationen haben. Insofern k&ouml;nnen Sie das so oft wiederholen, wie Sie wollen, aber dar&uuml;ber hinaus wird hier keine weitere Einordnung erfolgen und werden keine Aussagen dazu get&auml;tigt werden. Ihre erste Frage bezog sich auf ein Verfahren, das noch l&auml;uft, und deswegen habe ich dar&uuml;ber hinaus nichts hinzuteilen.<\/p><p><strong>Frage Jung (jung &amp; naiv)<\/strong><br>\nHerr M&uuml;ller, grunds&auml;tzlich gefragt: Wenn das BMVg eine Stellungnahme vor einem Verwaltungsgericht, einem Gericht in Deutschland abgibt, dann ist das wahrheitsgem&auml;&szlig;?<\/p><p><strong>M&uuml;ller (BMVg)<\/strong><br>\nGanz grunds&auml;tzlich gilt: Solange das Verfahren l&auml;uft, kann ich mich hier nicht &auml;u&szlig;ern. Weil das Verfahren nicht abgeschlossen ist, kann ich dazu aktuell nichts weiter sagen, tut mir leid.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Jung<\/strong><br>\nDarum habe ich nicht danach gefragt, sondern habe grunds&auml;tzlich gefragt: K&ouml;nnen wir, wenn das BMVg vor deutschen Gerichten Aussagen t&auml;tigt oder Stellungnahmen abgibt, davon ausgehen, dass die wahrheitsgem&auml;&szlig; sind?<\/p><p><strong>M&uuml;ller (BMVg)<\/strong><br>\nDas BMVg beteiligt sich an allen Gerichtsverhandlungen und wird dort immer aussagen.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Jung<\/strong><br>\nWahrheitsgem&auml;&szlig;?<\/p><p><strong>M&uuml;ller (BMVg)<\/strong><br>\nImmer aussagen.<\/p><p><em>&ndash;rund 10 Minuten sp&auml;ter&ndash;<\/em><\/p><p><strong>Vorsitzende Buschow<\/strong><br>\nEs gibt eine Nachlieferung aus dem Verteidigungsministerium.<\/p><p><strong>M&uuml;ller (BMVg)<\/strong><br>\nIch bin ja auch selbstkritisch: Ich war gerade ein bisschen ungl&uuml;cklich &uuml;ber meine Antwort zu dem Verfahren vor dem IGH. Wenn man manche Worte vermeidet, dann hat es sofort den falschen Zungenschlag. Deswegen m&ouml;chte ich noch einmal ganz klar sagen: Die Angeh&ouml;rigen des Gesch&auml;ftsbereichs haben grunds&auml;tzlich die Pflicht, sich immer wahrheitsgem&auml;&szlig; zu &auml;u&szlig;ern. Das gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Gerichtsverfahren, in denen wir uns immer konstruktiv, nach bestem Wissen und Gewissen und nach bestem Kenntnisstand beteiligen und dann nat&uuml;rlich wahrheitsgem&auml;&szlig; aussagen.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot NachDenkSeiten, Bundespressekonferenz 05.11.2025<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/ea6f8b14e52c4054b4c8e40df391cd65\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112660\">&bdquo;Halten wir f&uuml;r haltlos&ldquo; &ndash; Klage Nicaraguas gegen Deutschland wegen Gaza vor dem IGH und die Arroganz der Bundesregierung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110772\">Nicaragua will Deutschland wegen &bdquo;Beihilfe zum Genozid in Gaza&ldquo; vor IGH in Den Haag anklagen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=136489\">Nicaragua legt Begr&uuml;ndung f&uuml;r Klage gegen Deutschland beim IGH wegen Beihilfe zum V&ouml;lkermord in Gaza vor<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125587\">Historische Bundespressekonferenz: &bdquo;Deutschland muss sich als Mitt&auml;ter an den Reparationszahlungen f&uuml;r Gaza beteiligen&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus einer Stellungnahme des Verteidigungsministeriums an das Verwaltungsgericht K&ouml;ln geht hervor, dass die Bundesregierung ihre Aussagen zu Waffenlieferungen an Israel in dem Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) wegen mutma&szlig;licher Beihilfe zum V&ouml;lkermord im Gazastreifen in R&uuml;cksprache und Einvernehmen mit Israel get&auml;tigt hat. Entsprechende Dokumente liegen unter anderem dem <em>STERN<\/em> und <em>Drop Site News<\/em> vor.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141628\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":141629,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,188,126,171],"tags":[2503,2005,302,1917,2392,1471,1557,393,2377],"class_list":["post-141628","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-bundesregierung","category-erosion-der-demokratie","category-militaereinsaetzekriege","tag-bundespressekonferenz","tag-fake-news","tag-gaza","tag-genozid","tag-internationaler-gerichtshof","tag-investigativer-journalismus","tag-israel","tag-stern","tag-waffenlieferungen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/251105-BPK-Clip-1-Waffenlieferungen-an-Israel-Titelbild-NDS.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=141628"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141628\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141631,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/141628\/revisions\/141631"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/141629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=141628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=141628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=141628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}