{"id":141677,"date":"2025-11-09T12:00:37","date_gmt":"2025-11-09T11:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141677"},"modified":"2025-11-07T21:15:43","modified_gmt":"2025-11-07T20:15:43","slug":"umbrueche-wie-ddr-buerger-die-neue-arbeitswelt-im-vereinigten-deutschland-anfang-der-1990er-jahre-erlebten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=141677","title":{"rendered":"Umbr\u00fcche: Wie DDR-B\u00fcrger die neue Arbeitswelt im vereinigten Deutschland Anfang der 1990er-Jahre erlebten"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Mauerfall war die Arbeitswelt mit ihren Volkseigenen Betrieben von heute auf morgen Vergangenheit. Millionen von Arbeitnehmern mussten sich pl&ouml;tzlich ihren Platz im Arbeitssystem des Kapitalismus suchen. Lieb gewonnene Jobgarantien gab es nicht mehr. M&uuml;hsam erarbeitete Qualifikationen wurden teilweise nicht mehr anerkannt, manche Berufe gab es auf einmal nicht mehr, daf&uuml;r war Selbstst&auml;ndigkeit auf einmal legal. Windige Gesch&auml;ftemacher witterten ihre Chance in Ostdeutschland und boten so manch unseri&ouml;sen Job an. Unser Gastautor <strong>Dirk Engelhardt<\/strong> pr&auml;sentiert hier die <strong>pers&ouml;nlichen Erinnerungen von Michael Braun (77)<\/strong>, der die Fallstricke des neuen Arbeitslebens schildert, wie er sie in der DDR und nach der Wende erlebte.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3759\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-141677-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251108_Umbrueche_Wie_DDR_Buerger_die_neue_Arbeitswelt_im_vereinigten_Deutschland_Anfang_der_1990er_Jahre_erlebten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251108_Umbrueche_Wie_DDR_Buerger_die_neue_Arbeitswelt_im_vereinigten_Deutschland_Anfang_der_1990er_Jahre_erlebten_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251108_Umbrueche_Wie_DDR_Buerger_die_neue_Arbeitswelt_im_vereinigten_Deutschland_Anfang_der_1990er_Jahre_erlebten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251108_Umbrueche_Wie_DDR_Buerger_die_neue_Arbeitswelt_im_vereinigten_Deutschland_Anfang_der_1990er_Jahre_erlebten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=141677-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/251108_Umbrueche_Wie_DDR_Buerger_die_neue_Arbeitswelt_im_vereinigten_Deutschland_Anfang_der_1990er_Jahre_erlebten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"251108_Umbrueche_Wie_DDR_Buerger_die_neue_Arbeitswelt_im_vereinigten_Deutschland_Anfang_der_1990er_Jahre_erlebten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Ich will mal mit der Schule in der DDR anfangen. Das fing an in der achten Klasse, da gingen wir pro Woche einen Tag in die Produktion &ndash; damit man wei&szlig;, wie die Leute arbeiten, wie man eine Feile h&auml;lt, ganz elementare Dinge. Dann machte ich Abitur mit Facharbeiterbrief in Leipzig. Ich bin Dreher, gelernter Dreher, neudeutsch Zerspanungsfacharbeiter. Davon zehre ich heute noch. Ich bin ja Klimatechniker, und wenn ich auf einer Baustelle bin und etwas klappt nicht, dann gehe ich hoch und helfe mit. Heute sitzen die Ingenieure in ihren Architekturb&uuml;ros, die sind weltfremd.<\/p><p>Ich hatte damals schon einen Freiheitsdrang und bin mit dem Fahrrad &ouml;fter r&uuml;ber nach Polen gefahren. Studiert habe ich dann Thermodynamik in Bratislava, das Studium war auf Russisch, Englisch und Deutsch. Nun, Techniker verstehen sich. Ich wohnte bis zur neunten Klasse in Magdeburg, 500 Meter entfernt vom Flughafen, und da ich Interesse am Segelfliegen hatte, habe ich mit 17 den Segelflugschein gemacht.<\/p><p>Doch dann kam der Prager Fr&uuml;hling, und wir mussten alle wieder zur&uuml;ck in die DDR. Bl&ouml;d, denn dann wurde ich sofort einberufen zur Nationalen Volksarmee (NVA). Das wollte ich partout nicht, und ich hatte dazu auch noch einen Einberufungsbefehl nach Berlin, an die Mauer. Doch die Gelbsucht rettete mich vor der Armee. Ich studierte dann weiter in Merseburg und habe dort das Diplom gemacht.<\/p><p>Entsprechend der Absolventenlenkung sollte ich nach BUNA oder Leuna [gro&szlig;e Standorte der Chemieindustrie der DDR &ndash; Anm. d. Red.], und das wollte ich auf keinen Fall.<\/p><p>Mit der staatlichen Lenkung war dein Arbeitsplatz vorgegeben, das war schlimm. Egal, ob Du die Leistung gebracht hast oder nicht. Die d&uuml;mmsten Leute kamen da zum Teil an die verantwortungsvollsten Stellen.<\/p><p>Was habe ich gemacht? Meine Diplomarbeit bestand zu 95 Prozent aus Experimenten. Ich habe das dann eben etwas verz&ouml;gert, habe die Abgabezeit um ein halbes Jahr hinausgeschoben und bin so aus der Absolventenlenkung herausgefallen und konnte mich selbst in einem Betrieb bewerben. Ich habe mich in einem Betrieb in Berlin beworben und dort als Pr&uuml;ffeldschlosser angefangen.<\/p><p>Bis 1988 ging das gut, ich verdiente f&uuml;r DDR-Verh&auml;ltnisse gut, Geld hat f&uuml;r mich aber nie eine Rolle gespielt. Meine Eltern arbeiteten beide an der Universit&auml;t, finanziell ging es uns gut, ich wollte mich aber von zu Hause abnabeln. Schon w&auml;hrend des Studiums habe ich Wochenendschichten bei den Buna-Werken gemacht, um von den Eltern unabh&auml;ngig zu sein.<\/p><p>Den Vorwurf muss ich den DDR-Leuten machen: Wer wollte, der konnte. Es gab so viel M&ouml;glichkeiten in der DDR!<\/p><p>Dein Weg war zwar vorgegeben, egal ob du was konntest oder nicht, aber man konnte schon Wege finden, um seinen eigenen Weg aufzubauen.<\/p><p>Im RGW-Gebiet (Rat f&uuml;r gegenseitige Wirtschaftshilfe) war die DDR im Bereich Klimatechnik f&uuml;hrend, und so kam ich auch &ouml;fters ins Ausland, ins sozialistische Ausland, nach Angola, nach Kuba. Doch dort lebten wir DDR-B&uuml;rger wie in einem Ghetto, abgeschirmt, um so wenig wie m&ouml;glich mit der einheimischen Bev&ouml;lkerung in Kontakt zu kommen, vor allem nicht mit Westdeutschen. Ich spielte nie mit dem Gedanken, mich abzusetzen, ich war mit meinem Leben im Gro&szlig;en und Ganzen zufrieden. Meine Leistung wurde anerkannt, ich war nicht ganz bl&ouml;d. Auf den Messen, die ich besuchte, erhielt ich viele Kontakte in den Westen. Ich war bestens informiert. Mitte der 80er-Jahre wurde vieles in der DDR-Industrie umgebaut, auch in der Klimatechnik. Die Vorgabe war &bdquo;Erh&ouml;hung der Konsumg&uuml;terindustrie zur Befriedigung der Bed&uuml;rfnisse der Bev&ouml;lkerung&ldquo;, wobei &bdquo;Befriedigung&ldquo; wohl eher &bdquo;Beruhigung&ldquo; meinte.<\/p><p>In meinen Verantwortungsbereich kamen Leute, die eine andere politische Einstellung hatten und politische Interessen vor wissenschaftlich-technische stellten. Da fingen die Probleme an. Da war ich froh, dass ich oft im Ausland war und dort meine Ruhe vor politischen Diskussionen hatte. 1988 bekam ich auf einmal eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Wehrunterlagen zugestellt.<\/p><p>Der Pf&ouml;rtner im Wehrkreiskommando wusste mit meinen Unterlagen nichts anzufangen. In meiner Wartezeit beim Pf&ouml;rtner kamen noch zwei Typen, die der Pf&ouml;rtner nicht reinlassen wollte. Man konnte aber sehen und vor allem auch h&ouml;ren, wie sie mit dem Pf&ouml;rtner sprachen, woher diese Typen kamen.<\/p><p>Eine Stunde sp&auml;ter sa&szlig; ich genau diesen beiden Typen gegen&uuml;ber. Nach vielem Blabla kam dann die Frage auf. &bdquo;Sie sind doch pr&auml;destiniert auf Grund ihrer Funktion im Betrieb und ihrer Leistungen und ihrer F&auml;higkeiten, zur weiteren Stabilisierung unseres Staates mit uns zusammenzuarbeiten.&ldquo;<\/p><p>Ohne dar&uuml;ber nachzudenken, da staune ich heute noch, habe ich da Nein gesagt. Darauf bin ich auch heute noch stolz, weil das eben meine innere &Uuml;berzeugung war. Die beiden guckten komisch, tuschelten etwas &ndash; und das Gespr&auml;ch, die &Uuml;berpr&uuml;fung der Wehrunterlagen war abrupt und ohne Diskussion zu Ende.<\/p><p>Ein paar Monate sp&auml;ter wurde in meinem Bereich dann jemand anders Direktor. Dann weiter als Hauptabteilungsleiter, dann Abteilungsleiter, dann im Sommer 1989 normaler Mitarbeiter. Diesen Arbeitsvertrag habe ich nicht mehr unterschrieben. Ich lasse mich nicht verbiegen, ich habe meine Einstellung gehabt, obwohl ich Mitglied in der SED war und sogar Parteiorganisator. Rausschmei&szlig;en konnten die mich nicht, ich hatte keinen Fehler gemacht. Aber ich war unbequem. Es hat mich alles nicht beeindruckt.<\/p><p>Ja, was mache ich nun? Da &ndash; es war 1989 &ndash; habe ich &uuml;berlegt, was ich mache. Meine Idee war, mir eine Rikscha zusammenzuschwei&szlig;en aus alten Fahrradteilen und Touristen durch Ostberlin zu kutschieren. Ich wollte sie herausfordern und sehen, wie lange die das aushalten, dass ich meinen Arbeitsvertrag nicht unterschreibe.<\/p><p>Dann kam auf einmal der Mauerfall.<\/p><p>Nach Westberlin zu gehen, Kaufrausch, da hatte ich null Interesse. Ich sah relativ schnell, dass mein Betrieb die Wende nicht &uuml;berstehen wird, die gro&szlig;en Klimafirmen aus der ganzen Welt teilten sich den Kuchen damals auf.<\/p><p>Kommerz ging vor energieeffiziente und f&uuml;r alle nutzbare Klimatechnik.<\/p><p>Doch aus meiner Direktorenzeit hatte ich ja die ganzen Kontakte. Noch im Dezember habe ich eine bekannte Firma f&uuml;r Klimatechnik angeschrieben und f&uuml;r Januar eine Einladung zu einem Vorstellungsgespr&auml;ch in die deutsche Niederlassung in Hamburg bekommen.<\/p><p>Bei diesem Vorstellungsgespr&auml;ch unterschrieb ich sofort einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Lange Gehaltsverhandlungen gab es nicht, das kannten wir als DDR-B&uuml;rger ja auch nicht.<\/p><p>Im Grunde war mir das Gehalt nicht wichtig. Ich konnte das auch gar nicht einsch&auml;tzen, da ich ja neu im Westen war. Ich sollte einen Audi A6 bekommen, doch ich hatte gar keinen F&uuml;hrerschein!<\/p><p>Wer wollte, hatte in dieser Zeit alle M&ouml;glichkeiten. Das sage ich immer wieder. In Berlin habe ich dann in einer Ferienfahrschule so schnell wie m&ouml;glich den F&uuml;hrerschein gemacht und bin nach Hamburg gezogen.<\/p><p>Eine Win-win-Situation: Mein neuer Arbeitgeber hatte nun in seinem Portfolio den Markt aller sozialistischen L&auml;nder und ich hatte einen Job, im Prinzip den gleichen, den ich in meinem ehemaligen Betrieb hatte.<\/p><p>Der Anfang war nicht einfach, ein langsames Antasten und Zueinanderfinden. Die Firmenkultur war doch grunds&auml;tzlich anders. Mein DDR-Betrieb hatte Technik zum beiderseitigen Nutzen verkauft, meine neue Firma hat Produkte f&uuml;r maximalen Gewinn verkauft.<\/p><p>Doch Leistung &uuml;berzeugt letztendlich, im Vertrieb und auch in der Produktion.<\/p><p>Im Prinzip habe ich dort dasselbe gemacht wie zu DDR-Zeiten. Forschung und Entwicklung f&uuml;r die ganzen neuen Produkte, von der Idee zur Entwicklung, vom Bau zur Montage. Die haben dann auch meine zahlreichen Kontakte nach Osteuropa erhalten. In der Firma arbeiteten rund 50 Leute. Die Arbeit machte mir Spa&szlig;, in ihrem Bereich war die Firma Weltmarktf&uuml;hrer. Doch in der Produktion hatten die &auml;hnliche Probleme, wie wir sie in der DDR hatten. Manchmal war die Konstruktion nicht richtig, oder &Auml;hnliches. Da bin ich dann runter gegangen in die Werkshalle, und da sind die richtig erschrocken.<\/p><p>Woher wei&szlig; ich das? Woher kannst du das, wurde ich gefragt. Die dachten, da kommt ein Kollege aus dem Osten, ein bl&ouml;der Ossi, von Tuten und Blasen keine Ahnung, und dann weist er uns an. Ich hoffe, dass ich damals nicht so &uuml;berheblich r&uuml;berkam, wenn ich Anweisungen gab.<\/p><p>Mein Handicap war: Ich bin Verk&auml;ufer nur &uuml;ber die Technik, nicht &uuml;ber das Geld. Das lief im Westen anders.<\/p><p>Einige Jahre lief es in dieser Firma sehr gut. Doch 1999 realisierte das Stammhaus, dass sie das Exportgesch&auml;ft lieber direkt aus Schweden machen wollten. Ich hatte ja die Kontakte hergestellt, ich sprach die ganzen Sprachen, die die Schweden im Bereich Osteuropa nicht sprechen. Da wurde ich dann entlassen, mit fadenscheinigen Gr&uuml;nden.<\/p><p>Aber mein Erfolg in dieser Firma muss so gro&szlig; und dadurch bekannt gewesen sein, dass einige Headhunter mich abwerben wollten. Dann hatte ich wieder gro&szlig;es Gl&uuml;ck, da waren Firmen, die mich abwerben wollten. Es waren Firmen, die ins Osteuropa-Gesch&auml;ft reinwollten.<\/p><p>Ich kam zu einer Firma in K&ouml;ln, leider eine nicht so anspruchsvolle Klimatechnik. Ich war nicht einen Tag arbeitslos.<\/p><p>Das ging wieder einige Jahre gut. Doch dann ging der Chef in Rente, und es musste ein Nachfolger her. Da wurde ich aus der Firma rausgedr&auml;ngt, aufgrund privater Beziehungen in der Nachfolge, das war 2004.<\/p><p>Das sind eben Dinge, die wir Ossis nicht gelernt haben.<\/p><p>Ich habe dann gesucht, gesucht, gesucht &ndash; und wieder was Neues angefangen. Und zwar in einem Gro&szlig;handel f&uuml;r Klimatechnik am Rand von Berlin, vermittelt durch die Arbeitsagentur mit einer Probezeit, in der die Firma einen erheblichen finanziellen Zuschuss f&uuml;r meine dortige Arbeit erhielt. Mit dem Ende der Zahlung dieses Zuschusses konnte ich dann gehen. Interessant war f&uuml;r mich, wie schnell sich ehemalige DDR-Betriebe an das neue System gew&ouml;hnen k&ouml;nnen.<\/p><p>Es war aber kein Problem f&uuml;r mich, neue Arbeit zu finden. Das war in einem Haustechnik-Gro&szlig;handel, mit kleinen Projekten und vor allem auch, dass neue und innovative Technik mit im Vordergrund stand.<\/p><p>Doch dann kam der lange Arm der Stasi, der seine Finger ausstreckte.<\/p><p>Auf einmal musste ein neuer Mitarbeiter als Chef eingestellt werden. Dieser &bdquo;Mitarbeiter&ldquo; war 1988 f&uuml;r mein Ende in meinem damaligen DDR-Betrieb mitverantwortlich. Seine gespielte gro&szlig;e Freude, mich wiederzusehen, hat meinen Entschluss, die Firma von heute auf morgen zu verlassen, nur best&auml;tigt.<\/p><p>2010 gab es dann eine neue Regelung f&uuml;r einen Vorruhestand. Da hatte ich zwar einen erheblichen Rentenabzug, aber Geld interessierte mich nicht.<\/p><p>Da entschied ich mich, als Nichtchrist, den Camino de Santiago 1.200 Kilometer zu laufen, und bin dann weiter bis ans Ende der Welt gepilgert. Nicht aus Resignation, sondern nur, um zu testen, halte ich das physisch und auch psychisch durch. Allein diesen Weg zu machen.<\/p><p>Das Ergebnis:<\/p><p>F&uuml;r mich hat ein neues, ein zweites Leben begonnen.<\/p><p>Was ist Geld wert?<\/p><p>Ich bin stolz.<\/p><p>Mehr oder weniger habe ich mir meinen Lebensweg selbst gesucht, gefunden und auch zum gr&ouml;&szlig;ten Teil ohne Protektion realisiert. Meine Ideale: technische L&ouml;sungen, die f&uuml;r alle n&uuml;tzlich sind, gehen vor Kommerz.<\/p><p>Ich habe zwei Gesellschaftssysteme kennengelernt. In einem steht der Mensch mehr im Vordergrund, in dem anderen eigentlich nur das Geld.<\/p><p>Ich habe ein H&auml;uschen in Katalonien, weit abgelegen von aller Zivilisation, das baue ich mir jetzt aus.<\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ A.J.StockPhotos<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124184\">Es gab ein kurzes Zeitfenster, da war die DDR f&uuml;r eine Weile der Teil Deutschlands, in dem ein einmaliger politischer Wind wehte<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122426\">Gescheitert, aber noch lebendig? Bericht von einer Konferenz in Moskau anl&auml;sslich des 75. 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